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Was erwartet uns auf der BrauBeviale 2024?

Die BrauBeviale 2024 ist zwar noch fast ein halbes Jahr hin, aber sie ist fest eingeplant im Messekalender zahlreicher Anbieter für die Bier- und Getränkeherstellung und -verpackung. Vom 26. bis 28. November 2024 wird die Branche in Nürnberg wieder Impulse für die eigene Produktion sammeln. Die Entwicklungen im Markt und Veränderungen der Nachfrage sowie die erheblichen Herausforderungen der Branche bezüglich Rohstoffsicherheit, Verpackungskonzeption, Energieeinsparung und Produktionseffizienz erfordern eine konsequente Investitionsstrategie. Mit den aktuellen Branchenzahlen zur Produktion von Maschinen im Getränkesektor lässt sich nachvollziehen, dass die Getränkehersteller hier bereits umfassend aktiv sind.

Die Marktzahlen der Brewers of Europe für 2023 knüpfen an frühere Marktdaten mit einer Produktion von 358 Mio. hl in Europa an. Weiteres Wachstum wird das Thema alkoholfreie Biervarianten bescheren. Für 2025 geht Statista von einem Anteil von etwas mehr als 6 Prozent am Gesamtausstoß in Europa aus. Deutschland lag im Jahr 2023 mit einem Absatzanteil von 7,1 Prozent bereits über diesem Wert. Auch immer mehr mittelständische Brauereien erkennen das Marktpotential von alkoholfreien Bieren und setzen bewusst und erfolgreich auf dieses Segment.

Im Markt der alkoholfreien Getränke (Softdrinks, Saft, Mineralwasser, Sirupe) zeigt sich auf Europas Märkten eine stabile Lage: Die von UNESDA (Soft Drinks Europe) veröffentlichten Zahlen aus einer Global-Data-Erhebung nennen für 2023 eine Produktion von ca. 132 Mrd. Litern. Die Marktdaten für den europäischen Weinsektor nennen eine Produktion in Europa von etwa 13,5 Mrd. Litern – die Werte in diesem Segment spiegeln nicht nur Produktionskapazitäten oder die Marktnachfrage wider, sondern auch wetter- und klimabezogener Schwankungen.

In Konsequenz aus allen Marktdaten sind auf der BrauBeviale 2024 viele Schwerpunkte gesetzt: Klimaresistente Rohstoffe, neue Produktionstechnologien gemäß den Getränketrends, effiziente und ressourcenschonende Technik sowie passende Verpackungs- und Logistikoptionen. Die Anmeldezahlen zeigen bereits jetzt: Die Aussteller der BrauBeviale 2024 räumen dem Nürnberger Branchentreff hohe Wichtigkeit ein. Aus Besuchersicht ist gerade der Komplettüberblick über alle Segmente für die Bier- und Getränkeproduktion besonders lohnend. Andrea Kalrait, Executice Director Exhibition für die BrauBeviale: „Die BrauBeviale zeigt erneut als One-Stop-Shop alles, was Brauer, Wein- oder Getränkehersteller benötigen. Damit holen sie sich mit einem kompakten Messebesuch Lösungen für alle aktuellen Aufgaben ab. Effizienter kann ein Messebesuch nicht sein.“

Brauer und Getränkehersteller konsequent im Investitionsmodus

Trotz immenser Herausforderungen ist in der Getränkebranche eine überdurchschnittliche Investitionsfreude festzustellen. „Unter den mittelständischen Privatbrauereien werden derzeit zahlreiche Investitionsprojekte umgesetzt. Im Zentrum der Maßnahmen stehen insbesondere Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energien“, beurteilt Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer des Verbands Private Brauereien Bayern e.V., die derzeitige Lage. Dabei ist die BrauBeviale ein wichtiger Impulsgeber für Brauereien und Getränkeproduzenten sowohl im Inland als auch im Ausland.

Ein Beispiel: Früher waren CO2-Rückgewinnungsanlagen für mittelständische Braubetriebe oft zu groß und unrentabel. Im Zuge von immer wieder auftretenden Versorgungsengpässen bei technischer Kohlensäure findet hier mittlerweile jedoch ein gewisses Umdenken statt – auf Seiten der Produzenten wie auf Seiten der Anlagenhersteller. „Als Netzwerk-Plattform und durch ihr Vortrags- und Ausstellerangebot bringt die BrauBeviale alle Protagonisten zusammen. Getränkehersteller können sich entlang der kompletten Wertschöpfungskette umfassend darüber informieren, welche technologischen Lösungen es auf dem Markt gibt und wie diese im eigenen Betrieb umgesetzt werden können“, so Stefan Stang.

Der Blick auf die Verpackungen wird vor dem Hintergrund der Anforderungen der europäischen Verordnung zu Verpackungen und Verpackungsabfall (PPWR) noch wichtiger. Mit leichteren Flaschen – also der Reduktion der Flaschengewichte bei den Glasflaschen – zeigt sich eine Option, wie mehr Ressourceneffizienz in der Branche erreicht werden kann. Als leichtes und recyclingfähiges Gebinde ist zudem die Getränkedose insbesondere für die Erschließung von Exportmärkten eine geeignete Wahl. Als Ergänzung zur umweltfreundlichen Mehrwegflasche für den heimischen Absatzmarkt findet die Dose so auch bei regionalen Getränkeherstellern ihren Platz im Verpackungsportfolio.

Positive Marktentwicklung für Maschinenhersteller im Getränkesektor

Die Marktlage zeigt sich auch deutlich in den Zahlen des VDMA: Mit einer Produktion von Getränkemaschinen in Höhe von 535 Mio. Euro und von Getränkeverpackungsmaschinen im Wert von 2.798 Mio. Euro weisen auch die Zahlen des VDMA Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Getränkemaschinen eine positive Entwicklung auf: Mit einem Produktionswert für Getränkemaschinen und Getränkeverpackungs-maschinen von 3.333 Mio. Euro gegenüber 2.934 Mio. Euro im Jahr 2022 mit erreichte die Branche im Jahr 2023 ein Plus von rund 12 Prozent.

Wie der VDMA aus seiner Konjunkturumfrage vom April 2024 berichtet, wird die aktuelle Nachfragesituation aus den Märkten von über 40 Prozent der Branchenunternehmen mit gut bis sehr gut bewertet. Über 50 Prozent der Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sind demnach mit der Nachfragesituation zufrieden. Die weiteren Aussichten für 2024 schätzen die meisten Unternehmen unter dem Strich positiv ein. Angesichts der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen und auch vor dem Hintergrund des individuell erreichten hohen Vorjahresniveaus wird von den Unternehmen mehrheitlich ein moderates Wachstum für 2024 erwartet.

Schroll Bräu – Nankendorfer Bockbier

Schroll Bräu ist eine familiengeführte Brauerei und wurde 1818 in Nankendorf gegründet. Seit über 200 Jahren wird die Brautradition von Generation zu Generation weitergegeben und stetig verfeinert. Die Brauerei ist bekannt für ihre handwerklich gebrauten Biere, die ausschließlich mit regionalen Zutaten und nach traditionellen Methoden hergestellt werden. Der Fokus auf Qualität und Handwerkskunst hat der Schroll Bräu einen hervorragenden Ruf in der fränkischen Bierlandschaft eingebracht.

Das Nankendorfer Bockbier ist ein saisonales Bier, das vor allem im Herbst und Winter gebraut und genossen wird. Bei einem Alkoholgehalt von 7,0 Volumenprozent gehe ich aber von einer längeren Haltbarkeit aus und habe es jetzt im Juni verkostet. Und hier sind meine Eindrücke:

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine elfenbeinfarbene sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. So soll ein Bockbier aussehen.

Düfte nach frischer Brotkruste steigen mir in die Nase, dazu ein leichtes Schokoladenaroma und der Duft nach Rosinen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommen die an dunkle Schokolade erinnernde Röstaromen in den Vordergrund, wobei auch der Geschmack nach Brot und die Süße deutlich schmeckbar bleiben. Das Mundgefühl ist voll und fast samtig. Erst in der Kehle kommt eine leichte freundliche Bittere zum Vorschein, die zusammen mit dem Brotgeschmack einige Zeit nachklingt.

Das Nankendorfer Bockbier von Schroll Bräu ist ein sehr schönes Bockbier, das durchaus mit dem Original aus Einbeck mithalten kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Brauerei Schroll
Nankendorf 41
91344 Waischenfeld
www.brauerei-schroll.de

Weiherer – Grischbeerla

Das Grischbeerla ist ein Bier aus der Brauerei Weiherer, einer der renommiertesten Brauereien Frankens. Die Brauerei, die für ihre handwerklich gebrauten Biere bekannt ist, hat mit dem Grischbeerla ein Produkt geschaffen, das sowohl traditionelle Bierliebhaber als auch moderne Genießer ansprechen soll. Dieses Bier zeichnet sich durch seinen einzigartigen Geschmack und seine sorgfältig ausgewählten Zutaten aus und repräsentiert die hohe Kunst des fränkischen Bierbrauens.

Die Brauerei Weiherer, offiziell bekannt als Brauerei Kundmüller, wurde 1874 gegründet und befindet sich in der kleinen Gemeinde Weiher in der Nähe von Viereth-Trunstadt in Oberfranken. Seit ihrer Gründung ist die Brauerei im Familienbesitz und wird mittlerweile in der fünften Generation geführt. Die Brauerei hat sich einen Namen gemacht, indem sie traditionelle Braumethoden mit moderner Technologie kombiniert und dabei stets auf höchste Qualität und Nachhaltigkeit achtet.

Das Grischbeerla hat beim World Beer Award 2023 die Goldmedaille als bestes deutsches Session IPA gewonnen. Zeit also, die Flasche zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die prächtige weiße und feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik des Grischbeerla ist absolut nichts auszusetzen.

Das Aroma des Grischbeerla ist fruchtig, aber auch die Malzsüße kommt gut zum Tragen und erinnert an frisch gebackenes Brot. Düfte nach Ananas und Mango, nach gelben Früchten, Himbeere und Kokos steigen mir in die Nase. Damit macht das Bier richtig Lust auf den ersten Schluck

Der Antrunk ist spritzig und wie erwartet recht süß. Die fruchtigen Aromen, die ich in der Nase festgestellt haben, spiegeln sich auf der Zunge. Dazu kommt jetzt noch eine leichte Note, die an geröstete Haselnüsse erinnert. Außerdem kann ich jetzt erstmals auch eine leichte Bittere feststellen. Das Mundgefühl ist weich und voll. In der Kehle wird die Bittere kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen (Sultana, Cascade, Cashmere, Sabro, Cryopop), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Kundmüller
Weiher 13
96191 Viereth-Trunstadt
www.brauerei-kundmueller.de

Maisel & Friends: Bildende Kunst aus Frankreich trifft oberfränkisches Brauhandwerk

Das Brauereigelände von Maisel & Friends im oberfränkischen Bayreuth ist spätestens seit der Eröffnung des Liebesbier Urban Art Hotels im Jahr 2022 ein absoluter Geheimtipp für Kunstfans. Nun markiert eine neue Skulptur des französischen Künstlers David Mesguich einen weiteren Meilenstein im bestehenden Kunstportfolio von Maisel & Friends. Zur feierlichen Installation mittels Schwerlastkran waren der Künstler selbst, Thomas Ebersberger, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, Brauereiinhaber Jeff Maisel sowie Michael Feuerstein, Geschäftsfeldleiter Kultur & Tourismus bei Maisel & Friends, vor Ort. Die Plastik von Künstler Mesguich ergänzt das Portfolio aus derzeit 70 Street-Artists aus 30 Ländern, die in den 67 Zimmern und an den öffentlichen Wänden auf dem Areal ein weltweit einzigartiges Kunstprojekt unter der Kuration von Künstlerin Jasmin Siddiqui alias Hera entstehen lassen. Das 1887 erbaute Stammhaus der Familienbrauerei Gebr. Maisel aus historischem Backstein bildet mit verschiedenen Murals und Streetart-Kunstwerken an den umliegenden Gebäuden eine anschauliche Symbiose aus Tradition und Moderne.

„Mutter Erde“ als Hommage an die Braukunst

„Bierbrauen und Bildhauerei haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint“, begründet Mesguich seine Arbeit an der Skulptur. Bei einem vorherigen Besuch in der Wagner-Stadt fielen ihm die Parallelen besonders deutlich auf: „Beide Tätigkeiten erfordern Präzision, Finesse und einen sparsamen und effizienten Einsatz der benötigten Rohstoffe. Was für den Brauer der Hopfen ist, stellt für mich als Skulpteur das Metall dar, mit dem ich arbeite.“ Das Kunstwerk besteht aus insgesamt 1.868 Einzelteilen, gefertigt aus rostfreiem Edelstahl. Von den ersten Zeichnungen auf Papier bis zur Fertigstellung stecken über fünf Monate Arbeit in der Figur. Mit einem Gewicht von fünf Tonnen und einer Gesamthöhe von fünf Metern ist die Skulptur von Mesguich die größte Figur, die in den vergangenen Jahren im öffentlichen Raum in Bayreuth errichtet wurde.

Die Installation stellt eine junge Frau dar, die einen zarten Hopfentrieb in ihrer Hand aufkeimen sieht. „Sie weiß, wie empfindlich die Pflanze ist – und wie viel Mühe investiert werden muss, damit sie heranwächst. Der Hopfen ist nicht nur sehr wertvoll für den Brauer – an ihm zeigt sich beispielhaft die Verantwortung des Menschen für den Erhalt unserer Umwelt und ihrer Ressourcen“, beschreibt Mesguich sein Werk. Der Künstler stellt in seinen Installationen gerne Verknüpfungen zu Menschen in seinem näheren Umfeld her. „Mutter Erde“, die nun dauerhaft das Brauereigelände zieren wird, trägt als Zweitnamen den Namen von Mesguichs Partnerin, Anne Laure. Mit ihr verbindet der französische Artist Bescheidenheit, Präzision und Schönheit – Attribute, die ebenso auf sein Werk zutreffen. Dazu kommen Demut und Ehrgeiz – Werte, die der Künstler sowohl mit seinem Schaffen assoziiert als auch mit dem des Braumeisters.

Zeitgenössische Kunst trifft auf Traditionshandwerk

„Die Skulptur von David Mesguich ist für unser Gelände eine wahre Bereicherung. Sie repräsentiert das Brauwesen, ein Handwerk, das seit vier Generationen von der Familie Maisel gelebt wird und hat nun dort ein Zuhause, wo vor über 130 Jahren alles begann, in unmittelbarer Nähe zum Stammhaus der Brauerei Gebr. Maisel“, betont Michael Feuerstein, Geschäftsfeldleiter Kultur und Tourismus. „Wir sind stolz darauf, mit David einen weiteren großartigen Künstler in unserer Maisel & Friends Familie begrüßen zu dürfen. Wir erkennen unser Brauerhandwerk in seinen Werken wieder und freuen uns daher umso mehr, „Mutter Erde“ nun dauerhaft auf unserem Gelände zu installieren“, ergänzt Brauereiinhaber Jeff Maisel. Mit ihrer Größe und Präsenz bietet die Skulptur von David Mesguich einen Seltenheitswert und markiert damit einen besonderen Meilenstein für das einzigartige Kunstprojekt.

Kuratorin des Maisel & Friends Gesamtkunstprojektes ist Jasmin Siddiqui, die in der Kunstwelt und Urban Art Szene als Hera bekannt ist. Mesguichs Skulptur, die sie als „Schöpfergöttin“ interpretiert, empfindet sie als ideale Ergänzung der Bayreuther Skulpturenlandschaft: „Hier wird nämlich nicht wie sonst so häufig die Hochkultur und das Intellektuelle gefeiert, sondern man würdigt das kleine Blatt, das leise Wachsen, den unscheinbaren, aber dennoch unglaublichen Reichtum der Natur.“ So hält die stählerne „Mutter Erde“ nun feierlich das zarte Hopfenpflänzchen in die Höhe und trägt Hopfendolden als Siegeskranz auf ihrem Haupt, wie es einer klassischen Göttinnenfigur gebührt. „Dass daran trotz des archaischen Themas rein gar nichts alt und verstaubt wirkt, ist klar Mesguichs modernster Arbeitsweise geschuldet. Der digitale Modellierprozess und dessen computergenerierte polygonale Ästhetik könnten fortschrittlicher nicht sein.“

Über David Mesguich

David Mesguich ist ein französischer Künstler, der seine künstlerische Reise mit Graffiti begann und ihn im Laufe der Zeit vermehrt zu dauerhaften und temporären Installationen im öffentlichen Raum führte. Dabei befasst er sich immer wieder mit drängenden sozialen Fragen und zielt darauf ab, den Dialog zwischen den Menschen zu initiieren. Das Werk „Mutter Erde“ ist charakteristisch für seine Arbeit, die sich u.a. durch das Verwenden geometrischer Formen auszeichnet. In ihr stecken fünfeinhalb Monate Arbeit, die u.a. das Zeichnen und Anfertigen der insgesamt 1.868 Einzelteile aus rostfreiem Edelstahl umfasste.

Maisel & Friends – Hazy IPA

Im Jahr 2018 begann die Bayreuther Brauerei Maisel & Friends, in mehr oder weniger festen Abständen als Sondersud ein Artbeer herauszubringen, bei dem jeweils ein Künstler das Etikett gestaltet hat. Jetzt ist das Artbeer #6 erschienen, an dessen Etikettgestaltung sogar zwei Künstler beteiligt waren, das Künstlerduo Sutosuto aus Hamburg. Thomas Koch und Susanne Dallmayr sind für ihre Skulpturen und Gemälde bekannt, die sich mit zeitgenössischen Themen auseinandersetzen. Beim Artbeer #6 handelt es sich um ein Hazy IPA, von dem ich mir ein wunderbar fruchtiges Trinkvergnügen erhoffe.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Doch, zumindest optisch macht das Bier seinem Stil alle Ehre. Leider fällt die Schaumkrone etwas dürftig aus und bis auf einen Rest, der lange erhalten bleibt, fällt sie auch recht flott in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten und Ananas, nach Pfirsich und gelben Früchten. Aber es ist auch nicht „totgehopft“, sondern auch das Malz kommt zu seinem Recht und fügt dem Reigen der Düfte gemeinsam mit der Hefe den Duft nach Biskuitteig hinzu.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber angenehm spritzig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, was aber gut zur extremen Fruchtigkeit des Artbeers passt. Dazu kommt jetzt auch eine angenehme fruchtige Säure. Ich schmecke Pfirsich und tropische Früchte, dazu rote Beeren. Gemeinsam ergeben sie ein weiches und angenehmes Mundgefühl. In der Kehle klingen die Säure und eine dazu passende Bittere einige Zeit nach, wobei die Bittere länger zu schmecken ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Simcoe, Amarillo, Cascade, Citra, Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

5.5% Vol.

Stammwürze:

12,1° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

29. 5. – 2. 6. 2024: Fränkisches Bierfest Nürnberg

In jedem Jahr findet das fränkische Bierfest in Nürnberg statt. Dort im Burggraben ist ja auch die richtige Atmosphäre für eine solche Veranstaltung. In diesem Jahr lohnt sich ein Besuch besonders, denn das Fränkische Bierfest feiert sein 25. Jubiläum.

Somit ist es auch wenig verwunderlich, dass die fünftägige Veranstaltung in diesem Jahr noch ein Bisschen größer und bunter wird als üblich. Knapp 50 Brauereien werden sich unterhalb der Kaiserburg versammeln und die Ergebnisse ihrer Arbeit anbieten. Dabei sind auch ein Dutzend Stände, die die deftige und süße Grundlage für den Biergenuss anbieten. Dazu noch die richtige Livemusik und das Erlebnis dürfte perfekt sein. Keinesfalls verpassen sollten Sie den Bier-Marktplatz mit den Craft Beer-Brauereien.

Öffnungszeiten:

Mittwoch, 29. 5.: 17:00 Uhr – 23:00 Uhr
Donnerstag, 30. 5.: 11:00 Uhr – 23:00 Uhr
Freitag, 31. 5.: 14:00 Uhr – 23:00 Uhr
Samstag, 1. 6.: 11:00 Uhr – 23:00 Uhr
Sonntag, 2. 6.: 11:00 Uhr – 21:00 Uhr

Maisel & Friends – Irish Red

Passend zum Bierstil ist das Etikett mit weißer Schrift auf rotem Grund gestaltet.Irland ist für seine Pubs sowie die vielen kleinen Brauereien bekannt. Bis nach Deutschland schaffen es aber leider meist nur Guinness und Kilkenny. Andere Bierspezialitäten aus Irland müssen hier leider draußen bleiben. So hat sich die fränkische Brauerei Maisel & Friends in Bayreuth drangemacht und selbst ein Irish Red gebraut, das uns die Atmosphäre der grünen Insel nahebringen soll. Mal sehen, ob dies dem Irisch Red gelingt.

Kupferrot und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige Schaum fällt anfangs recht flott in sich zusammen, ein Rest bleibt aber lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Düfte nach frischer Brotkruste, nach Kräutern und Waldhonig, nach Karamell, Mandarinen und roten Beeren steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk besticht durch eine leichte und nicht übertriebene Süße und eine feinperlige Kohlensäure. Das Bier schmeckt nach frischem Brot, Karamell und würzigem Honig. Dazu kommt eine leichte freundliche Bittere. Zusammen sorgen sie für ein weiches und volles Mundgefühl. In der Kehle wird das Bier trockener. Im ersten Moment scheint die Bittere etwas unterentwickelt zu ein, aber langsam wird sie kräftiger und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Callista, Herkules, Mandarina Bavaria, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Gebr. Maisel GmbH & Co.
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Hobbybrauerevent lockt Besucher aus ganz Deutschland nach Bayreuth

Am vergangenen Samstag war Bayreuth wieder Anlaufstelle für die deutsche Hobbybrauerszene: Aus dem gesamten Bundesgebiet reisten passionierte Heimbrauer zu Maisel & Friends, um ihre Biere zu präsentieren und sich mit anderen Bierbegeisterten auszutauschen. Die Besucher probierten sich durch die verschiedenen Braukreationen, ehe bei der Siegerehrung am Abend der Gewinner des Hobbybrauerwettbewerbs verkündet wurde. Pascal Wolke konnte die Jury mit seiner Einreichung zum Thema „Weizen IPA“ überzeugen und sicherte sich den begehrten ersten Platz.

Wie schon in den vergangenen Jahren war auch die vierte HOME BREW Bayreuth am 13. April 2024 ein erfolgreiches Event, das die Erwartungen von Hobbybrauern und Veranstalter mehr als erfüllte. Die Besucher kamen in Scharen und verkosteten die ausgefallenen Braukreationen von 24 Hobbybrauern. „Die ausschenkenden Hobbybrauer waren begeistert von der großen Nachfrage sowie der kreativen Atmosphäre und waren am Ende des Tages bis auf den letzten Schluck leer getrunken“, lässt Organisator und Maisel & Friends Biersommelier Michael König die Veranstaltung Revue passieren. Zum ersten Mal in diesem Jahr war mit der Budějovický Budvar aus Tschechien auch eine Brauerei zu Gast, die ihre original tschechischen Lagerbiere im Gepäck hatte.

Fachmesse und -vorträge für Bierbegeisterte und passionierte Hobbybrauer

Das größte Hobbybrauerevent Süddeutschlands wartete jedoch nicht nur mit schmackhaften Bieren auf, sondern bot allerlei Möglichkeiten, um sich bei einer Vielzahl an Fachausstellern über Hefe und Hopfen, aber auch über die Must-haves an Heimbrauer-Utensilien zu informieren. Wertvolle Informationen und Gelegenheit zum Austausch gab es auch im Rahmen von Fachvorträgen, die beim Fachpublikum auf große Nachfrage stießen.

Gewinner des siebten Hobbybrauerwettbewerbs 2024

Highlight des Tages war die Preisverleihung, bei der die Gewinner des Publikumspreises sowie der Sieger des Hobbybrauerwettbewerbs verkündet wurden. Die meisten Besucherstimmen gingen an „Die Lausbuam“, die sich damit den Publikumspreis sicherten. Der Gewinner des Hobbybrauerwettbewerbs wurde bereits am Vortag des Events im Rahmen einer ganztägigen Blindverkostung bestimmt: Die Jury aus 16 renommierten Bierexperten kürte als bestes Weizen IPA aus 147 Anmeldungen die Kreation von Pascal Wolke aus der Nähe von Stuttgart, der von seinem Sieg sichtlich überwältigt war. Im Herbst wird er ein weiteres Mal nach Bayreuth kommen, um gemeinsam mit den Maisel & Friends Braumeistern sein Bier auf dem professionellen 25-Hektoliter-Sudwerk nachzubrauen und an der Etikettengestaltung mitzuwirken, ehe es das Bier dann im Maisel & Friends Onlineshop zu kaufen gibt. Im November geht es für ihn nach Nürnberg, wo er sein Bier auf der BrauBeviale, der wichtigsten Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie, präsentieren darf. Die BrauBeviale und Maisel & Friends haben sich bereits 2018 zusammengetan, um der wachsenden Gemeinschaft der Heimbrauer mit dem Hobbybrauerwettbewerb eine passende Plattform zu bieten. „Wir sind stolz, dass wir den Wettbewerb bereits zum siebten Mal durchführen und weiter professionalisieren konnten. Durch unser neues Bewertungstool erhielten alle Teilnehmenden noch am Samstagabend ein umfangreiches und individuelles Feedback zu ihrem Bier. Das ist ein besonderes Qualitätsmerkmal für den Wettbewerb, dessen Beliebtheit von Jahr zu Jahr steigt“, freut sich Organisator Michael König von Maisel & Friends über den Erfolg.

Braukunst trifft Street Art

Die drei Signature-Biere von Maisel & Friends haben jetzt farbenfrohe künstlerische Etiketten erhalten.Maisel & Friends zählt zu den Pionieren und Innovationsführern der modernen Bierszene in Deutschland. Diese Vorreiterrolle stellt die Brauerei erneut unter Beweis, denn es gibt Veränderungen im dauerhaften und national verfügbaren Sortiment der Brauer aus Bayreuth: Die Signature-Biere von Maisel & Friends präsentieren sich von nun an im farbenfrohen, exotischen und fantasievollen Outfit, das von internationalen Streetart-Künstlern gestaltet wurde.

Bierbrauen und Street Art vereint die kreative Fähigkeit, aus nur vier Zutaten etwas Besonderes zu kreieren. Für den Brauer sind es Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, für den Künstler die vier CMYK-Grundfarben. „Wo Kunst drin ist, muss auch Kunst drauf,“ so Brauereiinhaber Jeff Maisel zur Idee, die Etiketten zur Leinwand werden zu lassen und eine Symbiose aus Street Art und Braukunst zu erschaffen.

Bereits seit 2012 werden die drei modernen Interpretationen internationaler Bierstiele in 0,75 Liter Belgien-Flaschen gefüllt und begeistern seitdem Bierliebhaber im In- und Ausland. Nach über zehn Jahren bleibt der beliebte und mehrfach Award-geschmückte Inhalt gleich, aber die Aufmachung der Biere hat sich verändert und sorgt ab sofort für einen aufmerksamkeitsstarken Blickfang in den Bierregalen.

Bavaria Ale

Jeffs Maisels Interpretation des bayerischen Nationalgetränks ist ein Fest für alle Sinne, zu dem Streetart-Künstler Iron Monkey eine bayerische Band aufspielen lässt. Wild und verrückt, so wie das Bier. Charakteristische Weissbier-Aromen von Banane und Nelke werden ergänzt durch fruchtige Cassisnoten und sorgen mit einem leicht erhöhten Alkoholgehalt für das ultimative Geschmackserlebnis.

Chocolate Bock

Kräftige, charakterstarke Biere sind Marcs Leidenschaft, was er mit seiner Braukreation eindrucksvoll unter Beweis stellt. In seinem unverwechselbaren Stil lässt Streetart-Künstler Ardif aus Paris dazu zwei Hirschböcke einen flammenden Kampf austragen. Durch eine Kombination von tiefen Aromen nach Zartbitterschokolade und Espresso, einer Nuance Waldbeeren und einem wärmenden Alkoholgehalt, entsteht ein magisches Geschmacksfeuerwerk.

India Ale

Indien ist ein fantasievolles, vielschichtiges Land – genau wie das Bier, das Braukünstler Markus kreiert hat. Die kanadische Streetart-Künstlerin Danae hat diesen Facettenreichtum und das Spiel der Aromen eindrucksvoll in ihrem Kunstwerk eingefangen. Fruchtige Zitrus- und Grapefruitaromen sowie dezente Honignoten werden von einem angenehmen Malzkörper getragen und sorgen für eine exotische Geschmacksexplosion.

Maisel & Friends lädt zur HOME BREW Bayreuth am 13. April

Am Samstag, den 13. April 2024, findet bei Maisel & Friends mit der HOME BREW Bayreuth Süddeutschlands größte Hobbybrauer-Veranstaltung statt.

Auch in diesem Jahr sind wieder über 25 Hobbybrauer vor Ort, die gegen eine Spende ihre selbstgebrauten Biere auf zwei Etagen zum Probieren anbieten. Die Besucher erwarten tolle Braukreationen und anregende Gespräche. Gleichzeitig können sie für ihre Lieblingsbiere abstimmen und so ihren Favoriten zum Gewinn des Publikumspreises verhelfen.Neben den Bieren der Hobbybrauer gibt es auch eine Auswahl an Maisel & Friends Bieren. Zum ersten Mal präsentiert in diesem Jahr auch eine andere Brauerei ihre Biere: Aus Tschechien ist die Brauerei Budějovický Budvar zu Gast und hat eine Auswahl ihres Sortiments dabei.

Ein weiteres Highlight sind etliche Vorträge zum Thema Brauen und zahlreiche Infostände verschiedener Aussteller für Brauzubehör und Rohstoffe wie Hopfen oder Hefe. Außerdem können die Besucher dabei zusehen, wie live vor Ort gebraut wird. Das Rahmenprogramm an Vorträgen bietet einen bunten Mix, der verschiedenste Interessen abdeckt. Hier können sich die Besucher beispielsweise über die Arbeit eines Beer Judge informieren oder den Maisel & Friends Braumeistern sämtliche Fragen zum Brauprozess stellen. Ausschank und Infostände sind bis ca. 21 Uhr geöffnet, um ca. 21.30 Uhr folgt der Höhepunkt des Tages: die Siegerehrung für Hobbybrauerwettbewerb und Publikumspreis. Bereits am Vortag verkostet die Fachjury aus Braumeistern, Journalisten und Hobbybrauern die eingesendeten Biere. Nach der Siegerehrung kann im Barbereich des Liebesbier Restaurants ausgiebig bei feinen Beats von DJ Burner gefeiert werden.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Am Eingang (über den Haupteingang am Liebesbier) erhalten die Besucher ihr Probierglas inkl. Marke für die Abstimmung zum Publikumspreis und ein Los (Gewinnerauslosung bei der Siegerehrung). Dafür werden 5 Euro Pfand fällig, sowie ein kleiner Unkostenbeitrag von 3 Euro.

Eine Auswahl an Bildern von der Veranstaltung im letzten Jahr finden Sie unter folgendem Link zum Download: https://maisel.pixxio.media/share/171076543562YJd7nTyuki1n.

Eine Übersicht aller Vorträge und Informationen zu den verschiedenen Fachausstellern finden Sie auf der Website von Maisel & Friends.