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ProWein Düsseldorf 2026: Neue City Vibes für eine moderne Genusskultur

Die ProWein Düsseldorf geht vom 15. bis 17. März 2026 mit einem frischen Selbstverständnis an den Start – und setzt dabei auch außerhalb der Messehallen neue Maßstäbe. Aus dem bewährten Format ProWein goes City wird ab 2026 die ProWein City Vibes: urban, modern, emotional und deutlich näher an den Genussmenschen der Stadt. Die Weiterentwicklung soll Wein und Spirituosen nicht nur als Fachthema präsentieren, sondern als Lifestyle erlebbar machen.

Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, bringt es auf den Punkt: Tagsüber steht der professionelle Austausch in den Messehallen im Fokus, am Abend verbindet ProWein City Vibes das Fachpublikum mit einem offenen Programm für alle, die Wein, Drinks und Genusskultur lieben.

Düsseldorf wird zur urbanen Weinhauptstadt

Mit ProWein City Vibes rückt die gesamte Stadt stärker in das Zentrum des Messegeschehens. Düsseldorf wird zum lebendigen Teil eines Gesamterlebnisses, das Fachbesucher, Genießer und die lokale Gastro-Szene zusammenbringt. Für die kreative Umsetzung wurde die Düsseldorfer Eventagentur Wellfairs ins Boot geholt, die unter anderem Formate wie das Gourmetfestival oder Wein am Rhein verantwortet.

Frank Schindler, neuer Director der ProWein Düsseldorf, beschreibt das Konzept als bunt, stylisch, modern – und als ein Statement für eine zeitgemäße Genusskultur. Die neue Ausrichtung soll die Marke ProWein Düsseldorf international weiter stärken und zugleich ein urbanes, menschliches Gesicht der Messe zeigen.

Erste Highlights der ProWein City Vibes 2026

Das Rahmenprogramm läuft an den Abenden parallel zur ProWein Düsseldorf – startet jedoch schon drei Tage vor Messestart. Los geht es am 12. März mit NOIR., einem Abend voller französischer Eleganz, urbanem Sound und moderner Bar-Kultur.

Bis zum 17. März dürfen Besucher sich auf vielfältige Events freuen:

  • romantisches Speeddating unter dem Motto Liebe auf den ersten Schluck
  • ein entspannter Kino-Abend für Filmfans
  • ein Silent Dance Walk mit Ready-to-Drink-Produkten
  • kreative Kunstaktionen mit Weinbegleitung
  • das Event GET DRESSED UP! für alle, die Düsseldorf mit Eleganz und urbanem Stil füllen wollen
  • ein kulinarisches Gastro-Hopping durch Szeneviertel, organisiert als Wine Edition von Moveat

Die Mischung ist bewusst breit gestaltet und soll neue Akzente setzen – von leiser Kultur über gesellige Runden bis hin zu emotionalen Erlebnissen.

Aufruf zur Mitgestaltung: Gastro und Aussteller können Events einreichen

Gastronomiebetriebe, Bars, Weinhandlungen und Aussteller sind eingeladen, eigene Eventideen einzubringen. Wellfairs und die ProWein Düsseldorf sammeln alle Vorschläge, stellen sie den Messeausstellern zur Verfügung und fördern so Kooperationen und gemeinsame Aktionen. So entsteht eine Plattform, auf der Stadt, Gastronomie und die Welt der Weine und Spirituosen neue Genussmomente gemeinsam formen.

Der Genuss Guide Austria 2026 ist erschienen

Am 25 11 2025 wurde im Wiener Restaurant Zum Leupold der im medianet Verlag erschienene Genuss Guide Austria 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist ein Kompendium der besten Delikatessenläden, Bäckereien, Fleischereien, Geschmackswerkstätten und Lebensmittelmanufakturen in Österreich. Das Herausgeber-Duo Andrea Knura und Willy Lehmann widmet sich jenen Menschen, Geschäften, Produktgruppen und Geschichten, die Österreichs kulinarische Vielfalt ausmachen. Der Genuss Guide bleibt dabei seinem Grundgedanken treu, Qualität sichtbar zu machen und genussvollen Lebensmittel-Einkauf in seiner besten Form zu würdigen.

Neu ist in diesem Jahr der Fokus auf die Exzellenz innerhalb der Kategorien, nicht mehr nach Bundesländern, sondern nach Produktgruppen. Zwei Auszeichnungen pro Kategorie – von Käse über Brot, Wurst & Fleisch bis zu Feinkost, Essig & Ölen, Süßem oder Getränken – rücken jene in den Mittelpunkt, die mit Leidenschaft, Wissen und Respekt vor dem Produkt arbeiten. Besonders inspirierend sind auch die tiefgründigen Genuss Talks etwa mit Christian Ruetz über Brotkultur und die Bedeutung regionaler Getreidesorten in Tirol oder mit Roman Thum, von Thum-Schinken, der von Tradition, Handwerk und der Kunst, beständige Werte in die Zukunft zu tragen, erzählt.

Ein kulinarisches Kapitel im Guide gilt dem Burgenland, einem Landstrich, der zeigt, wie eng Genuss, Landschaft und Menschen verbunden sind. Zwischen Weinbergen, Gemüsevielfalt, Steppenrind, Mehlspeisküche sowie kreativen Manufakturen entstehen dort Produkte, die Regionalität auf höchstem Niveau verkörpern und die es hier in seiner besonderen Art, wie nirgendwo im Land, zu kaufen gibt.

Über diese Schwerpunkte in der gedruckten Version des Genuss Guide hinausgehend, findet man unter www.genuss-guide.net über 2000 der besten Geschäfte Österreichs, in denen genussvoller Einkauf abseits der Masse zum Erlebnis wird. So ist der Genuss Guide 2026 gemeinsam mit seinem tagesaktuellen Web-Auftritt nicht nur ein Wegweiser für Feinschmecker, sondern auch eine Hommage an jene, die tagtäglich beweisen, dass echter Genuss Zeit, Wissen und Leidenschaft braucht.

Wo Genuss zu Hause ist – die Genuss Guide Awards

Die Genuss Guide Jury bestehend aus Experten und Genießern hat in neun Genuss-Warengruppen und in der Zusatzkategorie Nachhaltigkeit Betriebe bewertet, die sich durch besondere Qualität und Engagement auszeichnen. Dabei wurden jeweils zwei Geschäfte pro Kategorie ausgewählt, die durch Innovation, besondere Kompetenz oder konsequente Regionalität überzeugen. Vier Sonderpreise, für Start Up, Nachhaltigkeit, Familienbetrieb und Traditionsbetrieb wiederum holen Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten vor den Vorhang, die ihre Branche entscheidend formen und beeinflussen.

Alle prämierten Betriebe zeigen eine klare Hingabe zu ihren Produkten und setzen Maßstäbe in ihrem Bereich. Denn wo Begeisterung spürbar wird, wo Mitarbeitende mit Stolz erzählen und Kunden mit leuchtenden Augen wiederkommen, dort passiert etwas Magisches. Es sind Orte, an denen man nicht einfach einkauft, sondern das Besondere erlebt. Orte, an denen Qualität kein Schlagwort ist, sondern gelebte Überzeugung.

Ob knuspriges Brot, fein gereifter Käse, ausgesuchte Feinkost, in allen Genuss-Kategorien wurden die wahren Meister ihres Faches entdeckt. Menschen, die Verantwortung übernehmen, Regionalität leben und dabei immer den Blick für das große Ganze behalten. Sie zeigen, dass der Lebensmittelhandel mehr ist als Verkauf: Er ist Begegnung, Kultur, Emotion.

Die Warengruppen-Sieger

Brot & Gebäck

Langer Mühle, 3452 Atzenbrugg

Bäckerei Funder, 5020 Salzburg

Fleisch & Wurst

Metzgerei Horst Stierschneider, 1150 Wien

Frierss Feines Haus, 9500 Villach

Käse

Alma Käslädele Hörbranz, 6912 Hörbranz

Käseland, 1060 Wien

Feinkost

Tre.Culinaria — Feinkost-Greißlerei Seefeld, 6100 Seefeld in Tirol

Delikatessen Jäger, 9020 Klagenfurt

Fisch

Fisch Peer, 6020 Innsbruck

Grüll Fischhandel, 5082 Grödig

Gemüse, Obst, Pilze & Kräuter

Staud’s Pavillon am Brunnenmarkt, 1160 Wien

Pilzzucht Thomas Pfister, 8243 Pinggau

Öl & Essig

Essigmanufaktur Oswald/Schaffer, 8191 Rossegg bei Koglhof

Ölmühle Pronnegg, 8453 St. Johann i. Saggautal

Bier, Wein & Spirituosen

Mohrenbräu Biererlebniswelt — s’Lädele, 6850 Dornbirn

Brennerei Guglhof, 5400 Hallein

Süßer Genuss

Groissböck — Café & Konditorei, 1100 Wien

Café Fingerlos, 5020 Salzburg

Nachhaltigkeit

Bio-Imkerei Konlechner, 2860 Kirchschlag i.d. Buckligen Welt

Dietrich — Vorarlberger Kostbarkeiten, 6923 Lauterach

Die Sonderkategorien

Start Up

Böhmerwald Fisch, 4161 Ulrichsberg

Nachhaltigkeit

Zotter Schokolade, 8333 Riegersburg

Familienbetrieb

Ölmühle Fandler, 8225 Pöllau

Traditionsbetrieb

Meinl am Graben, 1010 Wien

Schwechater Zwicklbock „Selection“ 2025 – Bieranstich mit Bierpapst Conrad Seidl

Im Rahmen der Genuss-Guide-Präsentation nahm Bierpapst Conrad Seidl gemeinsam mit Schwechater Braumeister Andreas Urban und seinem Stellvertreter Georg Gartner den diesjährigen Schwechater Bockbier-Anstich vor. Der Schwechater Bock erhält jedes Jahr eine eigene Rezeptur und steht stets unter einem besonderen Hopfen-Motto. Durch die Auswahl einer jeweils aromabestimmenden Hopfensorte, die bei der letzten Hopfengabe zum Einsatz kommt, entsteht jedes Jahr ein eigenständiges, neues Bockbier. Für den Jahrgang 2025 trägt der braufrische Schwechater Christkindl Zwicklbock den Titel „Selection“ – eine Hommage an die im Mühlviertel gewachsene Hopfensorte Spalter Select, die das Aromaprofil maßgeblich prägt.

Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: „Der naturtrübe Schwechater Zwicklbock 2025 zeigt sich in einem attraktiven Orange-Gelb mit dichtem, cremefarbenem und feinporigem Schaum. In der Nase entfalten sich saftige Mandarinen-Noten und ein zarter Blütenduft. Am Gaumen überzeugt der Bock durch seine cremige Textur und ein angenehm prickelndes Mundgefühl. Geschmacklich dominieren süße Früchte und feinherbe Zitrusanklänge, die den vollmundigen, kräftigen Körper ideal ergänzen und in ein intensives Finale führen. Die Hopfensorte Spalter Select setzt dabei florale und dezent holzige Akzente, begleitet von einer sich harmonisch steigernden Hopfenbittere.“ Damit steht der Schwechater Zwicklbock „Selection“ 2025 ganz im Zeichen höchster Trinkfreude.

Italiens Craft Beer-Szene glänzt bei der Brussels Beer Challenge 2025

Die Brussels Beer Challenge zählt zu den wichtigsten internationalen Wettbewerben der Brauszene. 2025 verkostete eine 80-köpfige Expertenjury mehr als 1.700 Biere aus aller Welt. Für Italien verlief die Preisverleihung in Gent ausgesprochen erfolgreich: Insgesamt 34 Auszeichnungen gingen an italienische Brauereien, darunter 13 Mal Gold.

Dieses Ergebnis zeigt eindrucksvoll, wie stark sich die italienische Craft-Bierlandschaft entwickelt hat. Qualität, Innovationsfreude und regionale Handschrift prägen die moderne italienische Braukultur – und diese Eigenschaften finden international immer mehr Anerkennung.

Zum besten italienischen Bier der Challenge wurde Noël Orange & Cacao von Selezione Baladin gekürt, ein aromatisiertes Winter Ale, das die Jury mit seiner Komplexität überzeugte. Es ist eines von 13 Goldbieren, die Italien in diesem Jahr hervorbrachte. Die Bandbreite der prämierten Stile zeigt die enorme Vielfalt des Landes: von Belgian Ales über Session IPAs, American Pilsner und Märzen bis hin zu Oatmeal Stouts und Brown Ales.

Auch geografisch spiegelt die Liste die Breite des italienischen Craft-Biers wider: Brauereien aus Nord, Mittel- und Süditalien landeten auf den Siegerlisten, darunter Pagus, Marco Colafigi Sabino Brewery, Birrificio Bandiga, The Wall Beer, Crak Brewery, Birrificio Estense, Soralamà, Birrificio Ventitré, Diciottozerouno und La Collina.

Simone Monetti, Generalsekretärin von Unionbirrai und selbst Jurorin der Challenge, betont, dass italienische Brauereien keinerlei Vergleich mit traditionellen europäischen Bierländern zu scheuen haben. Kreativität, hochwertige Rohstoffe und Mut zur eigenen Handschrift seien die Gründe, warum italienisches Craft-Bier auf der globalen Bühne immer sichtbarer werde.

Unionbirrai spielt dabei eine zentrale Rolle: Der Verband unterstützt kleine und unabhängige Craft-Brauereien seit Jahren, unter anderem mit dem nationalen Wettbewerb Bier des Jahres. Die starken Ergebnisse in Brüssel unterstreichen, wie lebendig, innovativ und qualitativ hochwertig die italienische Craft-Bierszene geworden ist – und dass sie längst ein relevantes Aushängeschild für das moderne italienische Lebensmittelhandwerk darstellt.

Frischhopfen im Fokus: Die Gewinner der Harvest Beers 2025

Der Wettbewerb Harvest Beers, organisiert vom italienischen Branchenverband Unionbirrai, hat seine Sieger für die vierte Ausgabe bekannt gegeben. Ziel dieser Initiative ist es, die Bierproduktion mit frisch geerntetem Hopfen zu fördern – ein Ansatz, der Saisonalität, Handwerkskunst und die enge Verbindung zwischen Brauereien und ihrem regionalen Umfeld betont.

Fresh Hop: Platz 1 für TETTNANGER von 50&50 Brewery

In der Kategorie Fresh Hop setzte sich TETTNANGER der Brauerei 50&50 aus Varese an die Spitze. Dahinter folgen Extra Hop der Italian Brewery aus Lurago Marinone (CO) sowie Gaddina Young der Vulture Brewery aus Rionero in Vulture (PZ).

Fresh-Hop-Biere werden mit Hopfen gebraut, der innerhalb von zwei Wochen nach der Ernte getrocknet wird. Die Biere zeichnen sich oft durch eine klare, angenehm aromatische Hopfennote aus.

Wet Hop: Sieg für Tipopils Harvest

In der Kategorie Wet Hop gewann Tipopils Harvest der Italian Brewery aus Lurago Marinone (CO). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Wet Hop Pils der Mostodolce Brewery aus Vaiano (PO) sowie Benny’s Crop 2025 der AcmE Brewery aus Basiano (MI).

Wet-Hop-Biere nutzen Hopfen in seiner frischesten Form – ungetrocknet und innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte verarbeitet. Das Ergebnis ist in der Regel besonders intensiv, grün und komplex.

„Ein lebendiges Produkt, das direkt in den Hopfengarten führt“

Unionbirrai-Generalsekretär Simone Monetti lobte die diesjährigen Gewinnerbiere als authentische Vertreter des Wettbewerbsgedankens: Sie transportierten den Trinkenden direkt in den Hopfenhain. Grüne, blumige und harzige Aromen fügten sich dabei zu einem lebendigen, ausgewogenen Gesamtbild.

Frischer Hopfen als Herausforderung – und Chance

Die beiden Kategorien zeigen, wie unterschiedlich frisch geernteter Hopfen eingesetzt werden kann. Doch eines haben alle eingereichten Biere gemeinsam: Sie sind saisonal, einzigartig und nicht reproduzierbar.

Das Arbeiten mit frischem Hopfen verlangt von Brauerinnen und Brauern viel Erfahrung, Feingefühl und handwerkliche Präzision. Genau hier zeigt sich die steigende Qualität der italienischen Craft-Bierszene.

Monetti fasst es treffend zusammen: Der Erfolg von Harvest Beers zeige, wie sehr italienische Kleinstbrauereien in Sachen Qualität gewachsen sind. Frischhopfenbiere bieten nicht nur spannende Geschmacksprofile, sondern erzählen auch von Landwirtschaft, regionaler Identität und echter Leidenschaft fürs Brauen.

Österreichs Trinkkultur im Wandel: Mehr Bewusstsein, mehr Verzicht, mehr 0,0 Prozent

Wie trinken die Menschen in Österreich heute? Und wie verändert sich ihr Umgang mit Alkohol über die Generationen hinweg? Eine aktuelle Umfrage des Online-Research-Instituts Marketagent unter 1.052 Personen zeigt ein facettenreiches Bild: Alkohol bleibt zwar ein fester Bestandteil vieler sozialer Situationen, doch zugleich wächst die Offenheit für bewussten Konsum und alkoholfreie Alternativen.

6 von 10 Österreicherinnen und Österreichern greifen mindestens einmal im Monat zu alkoholischen Getränken. Besonders häufig trinken Millennials, also die 30- bis Mitte-40-Jährigen. Für viele ist Alkohol eng verbunden mit dem Gedanken, sich etwas zu gönnen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein deutliches Bedürfnis nach Kontrolle: 83 Prozent haben in den vergangenen Monaten bewusst verzichtet, obwohl andere im Umfeld tranken – bei der Generation Z sogar 91 Prozent.

Der Verzicht nimmt insgesamt zu. Fast ein Fünftel der Bevölkerung trinkt gar keinen Alkohol, bei Frauen sogar jede Vierte. Die Motive reichen von gesundheitlichen Bedenken bis hin zur schlichten Abneigung gegen den Geschmack. Trotz der steigenden Zahl Abstinenter wird der Verzicht im sozialen Umfeld meist neutral bewertet. Nur jüngere Menschen berichten noch häufiger von leichtem Gruppendruck.

Parallel dazu entwickelt sich ein klarer Trend: Alkoholfreie Alternativen werden selbstverständlicher. Zwei Drittel der Bevölkerung haben bereits alkoholfreies Bier oder Virgin Cocktails probiert. Besonders die Generation Z treibt diesen Wandel voran und zeigt die größte Neugier, wenn es um 0,0-Prozent-Getränke geht. Entsprechend wünschen sich viele – insbesondere jüngere Erwachsene – ein breiteres Angebot.

Die Umfrage macht deutlich, dass Österreichs Trinkkultur im Spannungsfeld zwischen Genuss, Selbstkontrolle und gesellschaftlichem Wandel steht. Der kleine persönliche „Gönn-dir“-Moment bleibt wichtig, doch ebenso wichtig wird es, bewusster zu genießen oder ganz zu verzichten. Das Bild einer modernen Trinkkultur, die Raum für alle Lebensstile lässt, zeichnet sich immer klarer ab.

Gold Ochsen präsentiert das Jahrgangsbier 2025: Ein Brückenschlag zwischen Pils und Doppelbock

Die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen bricht für ihr Jahrgangsbier 2025 bewusst mit Erwartungen und kombiniert zwei Bierstile, die unterschiedlicher kaum sein könnten: das schlanke, hopfenbetonte Pils und den kräftigen Doppelbock mit seiner malzigen Tiefe. Das Ergebnis trägt den Namen Gold Ochsen Ulmator – und zeigt eindrucksvoll, wie modern interpretierte Braukunst aussehen kann.

Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: Bereits der Antrunk überrascht mit intensiven Malznuancen, bevor das Bier in ein schlankes, vom Alkohol getragenes Aroma übergeht. Zitrus- und Maracujanoten runden das Bouquet ab und geben dem Bier eine außergewöhnliche Frische. Optisch überzeugt der Ulmator mit einem warmen Bernsteinfarbton und einer cremigen, dichten Schaumkrone, die lange stehen bleibt. Mit 7,5 Prozent Alkohol bewegt sich das Jahrgangsbier auf kräftigem Niveau, ohne an Eleganz einzubüßen.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Rezeptur liegt klar auf dem Hopfen. Neben klassischen Tettnanger Sorten spielt vor allem die noch junge Züchtung Tango die Hauptrolle. Sie bringt ein vielschichtiges Aromaprofil in das Bier: Maracuja, Orange, Mandarine und ein Hauch Limette. Um diese intensiven Aromen bestmöglich zu bewahren, wurde zum Teil kaltgehopft – eine Technik, bei der die ätherischen Öle nicht verkochen und dadurch besonders voll erhalten bleiben.

Als Ergebnis können die Genießer ein facettenreiches Geschmacksbild aus Zitrus, Grapefruit, Kräuternoten und einer dezent grüngrasigen Frische erwarten. Dadurch eignet sich der Ulmator als vielseitiger Speisenbegleiter – egal ob zu herzhaften Gerichten, leichten Vorspeisen oder sogar süßen Desserts.

Wie jedes Jahr füllt Gold Ochsen sein limitiertes Jahrgangsbier per Hand in edle 0,75-Liter-Flaschen mit Naturkork ab. Die Stückzahl ist auf 1.597 Flaschen begrenzt – eine bewusste Anspielung auf das Gründungsjahr der Brauerei. Für 15,97 Euro ist der Ulmator 2025 ab sofort im Brauereishop, im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt sowie bundesweit im Online-Shop erhältlich.

Mit dieser besonderen Edition zeigt Gold Ochsen einmal mehr, dass Tradition und Experimentierfreude keine Gegensätze sein müssen. Ich konnte in den letzten Jahren bereits einige der Jahrgangsbiere aus Ulm verkosten und ich muss sagen, diese Biere waren alle etwas Besonderes und waren den relativ hohen Preis wert. Da ich in der Nähe von Einbeck aufgewachsen bin und auch heute recht dicht an der Heimat der Bockbiere wohne, bin ich auf den Ulmator ganz besonders gespannt.

Österreichs Trinkkultur im Wandel: Zwischen Genussmoment und 0-Prozent-Trend

Wie gehen die Menschen in Österreich heute mit Alkohol um, welche Rolle spielt er im Alltag – und wie verändert sich der Konsum über die Generationen hinweg? Eine aktuelle Umfrage des Online Research Instituts Marketagent unter 1.052 Personen zeigt ein spannendes Bild: Alkohol bleibt Bestandteil vieler sozialer Situationen, gleichzeitig nimmt der bewusste Umgang deutlich zu.

Regelmäßiger Konsum – aber wachsende Zurückhaltung

61 Prozent der Befragten trinken mindestens einmal pro Monat Alkohol. Besonders häufig greifen Millennials zu, von denen 68 Prozent regelmäßig konsumieren. Getrunken wird meist in Gesellschaft: Zwei Drittel geben an, selten allein zu trinken.

Parallel dazu wächst jedoch der Anteil der Menschen, die vollständig verzichten. Rund 19 Prozent trinken überhaupt keinen Alkohol, bei Frauen sogar 24 Prozent. Dieser Wert hat sich innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelt. Die Gründe sind vor allem gesundheitlicher Natur oder schlicht die Abneigung gegen den Geschmack.

Genuss, Kontrolle und der neue Reality-Check

Für viele erfüllt Alkohol eine emotionale Funktion – 54 Prozent verbinden ihn mit einem kleinen Genussmoment. Gleichzeitig zeigt sich ein deutlicher Trend zu mehr Selbstkontrolle: 83 Prozent haben in den letzten sechs Monaten mindestens einmal bewusst verzichtet, obwohl andere getrunken haben. Besonders ausgeprägt ist das bei der Generation Z, die hier mit 91 Prozent vorne liegt.

Dennoch kommt es regelmäßig zu übermäßigem Konsum: 62 Prozent haben innerhalb der vergangenen Monate zumindest einmal mehr getrunken als geplant. Und fast die Hälfte der Befragten ärgerte sich im Nachhinein über das eigene Verhalten. Das Spannungsfeld zwischen Genuss und Kontrolle prägt damit die aktuelle Trinkkultur.

Gesellschaftlicher Wandel: Alkohol muss nicht sein

Auch das gesellschaftliche Bild verändert sich. 40 Prozent fänden es positiv, wenn bei Feiern kein Alkohol ausgeschenkt würde. Ein grundsätzliches Verbot empfinden viele zwar als schwierig, doch knapp die Hälfte wäre erstaunlich gelassen. Abstinenz wird überwiegend neutral aufgenommen, wenngleich Generation Z und Millennials häufiger sanften Gruppendruck erleben.

Alkoholfreie Alternativen auf dem Vormarsch

Der Markt für 0-Prozent-Getränke wächst rasant. Zwei Drittel der Befragten haben bereits alkoholfreies Bier oder Virgin-Cocktails probiert, alkoholfreien Wein oder Spirituosen immerhin jede*r Vierte. Besonders offen zeigt sich die Generation Z, die deutlich häufiger alkoholfreie Gin- oder Rum-Alternativen testet.

Jeder Dritte in Österreich wünscht sich inzwischen ein größeres Angebot an alkoholfreien Produkten – bei den unter 30-Jährigen fast jeder Zweite. Der Trend zum bewussten Konsum ist damit fest verankert und wird vor allem von jungen Erwachsenen vorangetrieben.

Die aktuellen Daten zeigen: Österreich befindet sich in einer Phase des Umdenkens. Alkohol bleibt Teil des gesellschaftlichen Miteinanders, wird aber zunehmend hinterfragt. Bewusster Konsum, regelmäßiger Verzicht und die wachsende Beliebtheit alkoholfreier Alternativen prägen eine neue Balance – eine Entwicklung, die auch die Getränkebranche nachhaltig verändern dürfte. Vermutlich lassen sich die Ergebnisse der Studie auch auf Deutschland übertragen.

Aktuelle Entwicklungen in der deutschen Braubranche: Rückgang beim Bierabsatz, alkoholfrei im Aufwind

Die deutsche Brauwirtschaft musste 2024 einen weiteren spürbaren Rückgang hinnehmen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der steuerpflichtige Bierabsatz zwischen Januar und September um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen waren traditionelle Bierstile und der Fassbierabsatz in der Gastronomie. Branchenverbände betonen, dass seit Jahren ein struktureller Konsumrückgang zu beobachten ist, der durch hohe Kosten und veränderte Trinkgewohnheiten verstärkt wird.

Parallel dazu zeigt der Markt für alkoholfreie Biere weiterhin ein deutliches Wachstum. Viele Brauereien investieren in neue Anlagen oder nutzen moderne Gärstopp- und Entalkoholisierungsverfahren, um geschmacklich hochwertigere 0,0-Produkte auf den Markt zu bringen. Laut Marktdaten stieg der Marktanteil alkoholfreier Biere zuletzt auf 7,2 Prozent – ein neuer Rekordwert.

Trotz aller Herausforderungen blickt die Branche vorsichtig optimistisch nach vorn: Premium-Spezialitäten, regionale Marken und kreative Brauprojekte sorgen für Impulse, während alkoholfreie Varianten zunehmend neue Zielgruppen erreichen. Für Bierfans bedeutet das: weniger Menge, aber mehr Vielfalt denn je.

EuGH urteilt: „Alkoholfreier Gin“ darf nicht Gin heißen

Alkoholfreie Gin-Alternativen erfreuen sich wachsender Beliebtheit – doch wie sie heißen dürfen, hat nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) eindeutig geklärt. Unter der Bezeichnung „alkoholfreier Gin“ dürfen solche Produkte künftig nicht mehr verkauft werden.

Der Grund: Nach EU-Recht ist Gin eindeutig definiert – als Spirituose, die durch das Aromatisieren von Ethylalkohol mit Wacholderbeeren entsteht und mindestens 37,5 % Alkohol enthalten muss. Alkoholfreie Produkte erfüllen diese Anforderungen nicht, weshalb ihre Bezeichnung als „Gin“ laut Gericht irreführend wäre. Das Urteil soll sowohl Verbraucher vor Verwechslungen schützen als auch Hersteller, die echten Gin nach den gesetzlichen Vorgaben produzieren.

Ausgelöst wurde der Rechtsstreit durch eine Klage des Vereins Sozialer Wettbewerb e.V. gegen das Unternehmen PB Vi Goods, das ein Produkt unter dem Namen „Virgin Gin Alkoholfrei“ vertreibt. Laut EuGH verletzt das zwar die Bezeichnungsregeln, schränkt jedoch die unternehmerische Freiheit nicht unzulässig ein: Der Verkauf der alkoholfreien Alternative bleibt erlaubt – nur eben nicht unter dem geschützten Begriff Gin.

Der Verein Sozialer Wettbewerb ist in diesem Bereich bereits mehrfach aktiv geworden. Zuletzt sorgte ein Fall rund um die Münchner Destillerie „The Duke“ für Schlagzeilen. Dort ging es zwar nicht um die Bezeichnung, sondern um fehlendes Einwegpfand bei einer alkoholfreien Alternative – und auch hier bekam der Abmahnverein in zweiter Instanz Recht.

Die Entscheidung des EuGH bringt nun Klarheit: Alkoholfreie Destillate dürfen weiterhin angeboten werden, müssen aber künftig unter einer anderen Bezeichnung vermarktet werden – etwa als „alkoholfreie Spirituose“ oder „Wacholder-Getränk“. Für Produzenten bedeutet das eine Anpassung ihrer Markenstrategie, für Verbraucher mehr Transparenz im Regal.

Weihnachtsfreude aus dem Schwarzwald: Alpirsbacher Klosterbrauerei bringt Festtagsklassiker und kreative Adventskalender

Mit dem traditionsreichen Weihnachtsbier und zwei besonderen Adventskalendern sorgt die Alpirsbacher Klosterbrauerei auch in diesem Jahr für festliche Stimmung und Vorfreude auf die Feiertage.

Das nach einem alten Klosterrezept gebraute Weihnachtsbier begeistert durch seine kräftige goldene Farbe, seine würzige Malznote und den feinen Duft von Hopfenblüten. Ob zu Plätzchen oder zu einem deftigen Braten – der vollmundige Trunk mit 5,6 % Alkohol passt perfekt in die kalte Jahreszeit. Verwendet werden seltene Zutaten wie der Hallertauer Opalhopfen, helles Sommergerstenmalz und Wiener Malz, die dem Bier seine besondere Tiefe und seinen Glanz verleihen.

Seit über 140 Jahren ist das Weihnachtsbier fester Bestandteil der Brautradition in Alpirsbach. Schon 1880 bedankten sich die Braumeister mit dieser Spezialität bei ihren treuen Kunden. Ein im Archiv entdecktes Braubuch belegt die lange Geschichte dieser festlichen Brauart – und zeigt, dass Alpirsbacher zu den Pionieren der Weihnachtsbiere in Deutschland zählt.

Neben dem Bier bietet die Brauerei auch in diesem Jahr zwei limitierte Adventskalender an:

Die Alpirsbacher Adventskischt mit 24 Überraschungen – darunter Bierspezialitäten, Fanartikel, Leckereien aus der eigenen Metzgerei und versteckte Gewinn-Gutscheine.

Den Truck-Adventskalender, bei dem Bierfreunde ein Miniatur-Lkw-Modell mit Alpirsbacher-Branding zusammenbauen können.

Beide Kalender sowie das Weihnachtsbier sind ab sofort im Brauladen und im Online-Shop der Brauerei erhältlich – solange der Vorrat reicht.

Mit Tradition, Handwerkskunst und einer Prise Schwarzwald-Magie bringt die Alpirsbacher Klosterbrauerei Genuss und Vorfreude in die Adventszeit.