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Brauereien weiter unter hohem Kostendruck

Die Brauwirtschaft steht weiter unter einem massiven Kostendruck. Auch wenn sich die Energiepreise stabilisiert haben und auf hohem Niveau rückläufig sind und es zuletzt seltener zu Lieferengpässen kommt, stellen die Kosten eine immense Belastung dar. Nach einer Umfrage des Deutschen Brauer-Bundes sehen sich die 1.500 deutschen Brauereien bei fast allen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie sonstigen Vorleistungen weiterhin mit drastisch gestiegenen Preisen konfrontiert. So sind die Kosten für Glasflaschen seit Anfang 2022 um bis zu 140 Prozent nach oben gegangen, für Braumalz sogar um bis zu 150 Prozent. Neben Preissprüngen für Materialien wie Kronkorken oder Etiketten machen den Betrieben auch die steigenden Lohnkosten zu schaffen (siehe Grafik).

„Die Herausforderungen für die Brauwirtschaft sind immens, es gibt keinen Grund zur Entwarnung“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), mit Blick auf die zweite Jahreshälfte. Noch immer leide die Branche unter den herben Verlusten während der Corona-Krise, als Fassbier über Monate unverkäuflich war. Die explodierenden Kosten seit Beginn der Pandemie hätten die Situation für die angeschlagenen Betriebe zusätzlich verschärft. Selbst wenn die Preise einzelner Rohstoffe und Materialien ihre Höchststände zuletzt verlassen haben, bedeute dies nicht, dass der Druck auf die Betriebe sinke. Die Preise liegen nach wie vor weit über dem Vorkrisenniveau, betont Eichele.

Aus Sicht der Brauwirtschaft dringend notwendige Preiserhöhungen konnten nur teilweise umgesetzt werden, dies wird auch bei einem Blick in die Statistik deutlich: Die Erzeugerpreise, also die Preise, zu denen die Brauereien ihr Bier in Deutschland an Handel oder Gastronomie abgeben, haben sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts seit April 2022 lediglich um 7,3 Prozent erhöht. Zum Vergleich: Die Erzeugerpreise über alle Nahrungsmittel und Getränke hinweg erhöhten sich im selben Zeitraum um 12,9 Prozent.

Vor diesem Hintergrund reagiert der Branchenverband mit Unverständnis auf Verlautbarungen einzelner Handelskonzerne, die gegenüber Lieferanten behaupten, die Kosten für Rohstoffe in der Lebensmittelproduktion seien mittlerweile stark gesunken. „Wie nahezu alle Hersteller von Lebensmitteln und Getränken sehen sich die Brauereien durch anhaltend hohe und steigende Kosten weiterhin massiven Belastungen ausgesetzt“, so Eichele. „Niemand dürfte überrascht sein, dass auch wir in dieser schwierigen Situation partnerschaftliches Verhalten einfordern.“

Nach Einschätzung des Brauer-Bundes wird es noch Jahre dauern, bis die Branche mit Blick auf Kostendruck und Konjunktur auf eine Erholung hoffen kann, zumal die geopolitischen Risiken für die Wirtschaft in letzter Zeit eher noch größer geworden sind. Steigende Preise und Zinsen als Folge der Inflation und das aktuell schwache Konsumklima – der bis April 2023 aufgelaufene Bierabsatz im Inland liegt um 4,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs – hätten die Problematik für die Unternehmen zusätzlich verschärft.

Die Grafik stellt die Kostensteigerungen der einzelnen Rohstoffe dar. Am stärksten sind die Preissteigerungen bei Energie, Braumalz und Kohlensäure.

Abbildung 1. Die Kostensteigerungen der einzelnen Rohstoffe. Quelle und Grafik: Deutscher Brauerbund

EU-Kommission gefährdet Mehrwegsystem beim Bier

Mit einer für alle 27 Mitgliedstaaten verbindlichen Verordnung will die EU die wachsende Flut des Verpackungsmülls in Europa eindämmen und die Kreislaufwirtschaft stärken. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das die richtigen Ziele setzt: Mehrweg stärken, den Ressourcenverbrauch senken und die Recyclingfähigkeit von Verpackungen verbindlich vorschreiben – wichtige Meilensteine für den Umwelt- und Klimaschutz.

An einer entscheidenden Stelle jedoch fördert der Entwurf der „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR) nicht den Umweltschutz, sondern hebelt ihn auf absurde Weise aus: Obwohl die Stärkung von Mehrwegsystemen gerade auch im Bereich der Getränkewirtschaft das erklärte Ziel der geplanten EU-Verordnung ist, werden bereits etablierte erfolgreiche und seit Jahrzehnten funktionierende Mehrwegsysteme durch die vorgesehenen Regelungen in ihrer Existenz gefährdet.

In Deutschland hatten Brauereien und Mineralbrunnen schon vor über 70 Jahren damit begonnen, eigene Mehrwegsysteme aufzubauen, die bis heute bestehen. Allein die 1.500 überwiegend handwerklichen und mittelständischen Brauereien in Deutschland haben aktuell etwa vier Milliarden Mehrwegpfandflaschen im Umlauf und erreichen damit einen Mehrweganteil von ca. 80 Prozent. Ausgerechnet solche bewährten umweltfreundlichen Verpackungssysteme im Bereich der mittelständisch geprägten Getränkewirtschaft werden nun durch die PPWR-Pläne gefährdet – nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Staaten der EU. Und dies, obwohl das Ziel der Regulierung eigentlich eine klare Stärkung von Mehrweg ist.

Vier Beispiele, die zeigen, wie widersprüchlich die Pläne der EU-Kommission sind:

  • Deutschland als größte Volkswirtschaft der EU unterhält eine Vielzahl höchst unterschiedlicher, aber erfolgreicher und umweltfreundlicher Mehrwegsysteme – von den offenen Flaschenpools der Brauereien bis hin zum geschlossenen und gesteuerten Pool der Genossenschaft Deutscher Brunnen. Die Mehrwegquoten in Deutschland liegen seit Jahrzehnten weit oberhalb der von der EU für 2040 vorgesehenen Zielquoten. Die Rücklaufquoten von Mehrwegflaschen und -kästen setzen mit nahezu 99 Prozent europaweit den Maßstab für erfolgreiche Mehrwegsysteme. Die EU will nun allen Mehrwegsystemen in Europa eine einheitliche, zentralistische Verwaltungsbürokratie vorschreiben und eine Vielzahl fragwürdiger Vorschriften überstülpen – ein kompliziertes Regelwerk, das für die Kreislaufwirtschaft in Deutschland mit Milliarden-Investitionen verbunden wäre, ohne einen ökologischen Mehrwert zu bieten, und das funktionierende Mehrwegkreisläufe in der Fläche zerstören würde.
  • Im Rahmen neuer Deklarationspflichten wird eine „dauerhaft angebrachte Kennzeichnung“ von Mehrwegverpackungen gefordert – im deutschen Mehrwegsystem, wo seit jeher mit abwaschbaren Etiketten gearbeitet wird, würde dies den Weiterbetrieb der erfolgreichen Systeme unterbinden und auf eine vollständige Vernichtung der existierenden Mehrwegflaschen- und Kastenpools hinauslaufen, weil diese dann künftig nicht mehr genutzt werden dürften, obwohl sie noch viele Jahre im Einsatz sein könnten.
  • Den Leerraumanteil zu begrenzen, also die Luft in Transportverpackungen, mag mit Blick auf den Versandhandel sinnvoll sein – übertragen auf Wasser- oder Bierkästen würde die von Brüssel geplante Regulierung jedoch den Transport und die Lagerung von Mehrwegflaschen künftig unmöglich machen. Nur einer von vielen Punkten, an denen eine gut gemeinte Regelung weit übers Ziel hinausschießt. Offenbar hat man dabei vergessen, dass die Rückführung im leeren Zustand ein wesentliches Merkmal von Mehrwegverpackungen ist.
  • Die im deutschen Verpackungsgesetz verankerte Rücknahmepflicht für Mehrwegverpackungen durch Letztvertreiber, die als eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Betrieb von Mehrwegsystemen gilt, ist in der PPWR hingegen nicht vorgesehen. Stattdessen werden die – in Deutschland nicht vorhandenen – Systembetreiber verpflichtet, für die Rücknahme zu sorgen, ohne dass erkennbar wird, wie dies erfolgen soll.

Die Verbände der Getränkewirtschaft haben sich im Mai 2023 in einem gemeinsamen Schreiben an Mitglieder des Europäischen Parlaments gewandt, um auf den drohenden Kollateralschaden der PPWR für die umweltfreundlichen Mehrwegsysteme hinzuweisen. Die unterzeichnenden Verbände repräsentieren einige der ältesten und erfolgreichsten Mehrwegsysteme in der Europäischen Union, die nun durch bürokratische Überregulierung akut gefährdet werden. Welche ökonomischen und ökologischen Folgen ein Kollaps der nationalen Mehrwegsysteme gerade im Getränkesektor für Deutschland nach sich ziehen würde, haben die Verbände mehrfach auch im Dialog mit der Bundesregierung deutlich gemacht.

„Wir sehen den positiven Ansatz, den die EU-Kommission mit ihrem Verordnungsentwurf verfolgt. Als Vertreter aller Stufen der Mehrweg-Lieferketten unterstützen wir ausdrücklich das Ziel, Mehrweg zu fördern und zu stärken. Mehrwegsysteme leisten einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz und damit zu den Zielen des Green Deal“, heißt es in dem Verbändeschreiben an das Europäische Parlament, das dieser Tage über die Vorschläge der Kommission beraten hat. Wenn es die Politik wirklich ernst meine mit der Förderung und dem Ausbau der Kreislaufwirtschaft, dürfe sie aber nicht jene Unternehmen bestrafen, die seit Jahrzehnten in funktionierende Mehrwegsysteme investieren, warnen die Verbände. „Wir appellieren, alles zu unterlassen, was erfolgreiche bestehende Systeme in ihrer Existenz gefährdet.“ Die vor vielen Jahren in Deutschland und auch anderen Staaten der EU etablierten Mehrweglösungen seien durch intelligente, individuelle Lösungen groß und erfolgreich geworden – sie lassen sich nicht nachträglich in bürokratische Schablonen pressen. Die Forderung der Mehrweg-Verbände: „Erfolgreich etablierte und funktionierende Mehrwegsysteme in den Ländern Europas müssen durch einen garantierten unbefristeten Bestandsschutz gesichert werden. Gefährdet die Europäische Union durch eine unbedachte Umweltpolitik ausgerechnet die Zukunft von Mehrweg, macht sie sich unglaubwürdig.“

Quelle: Pressemitteilung Deutscher Brauer Bund

Weihenstephan räumt bei den Australian International Beer Awards ab

So einen Erfolg gab es noch nie: Jede einzelne Einsendung der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan wurde bei den Australian International Beer Awards (AIBA) ausgezeichnet. Bei den AIBA, einem der größten Bierwettbewerbe der Welt mit über 2600 Einsendungen von 350 Brauereien aus 20 Ländern, ist es immer besonders spannend – und mit dem Kristallweißbier konnte eine Spezialität aus dem Hause Weihenstephan Gold holen.

Der 25. Mai wird den Weihenstephanern noch eine Zeit lang in Erinnerung bleiben: Gespannt saß man zur deutschen Mittagszeit vor dem Livestream aus Australien, die Daumen waren gedrückt. Bei der Gala in Australien wurden zunächst nur die Goldgewinner vorgestellt – und in Weihenstephan rechnete man sich große Chancen in der Kategorie „Best Wheat Beer“ aus. Bis zu 20 Punkte können pro Bier erreicht werden – bewertet in den Kategorien Erscheinungsbild, Aroma, Geschmack und Körper, Technische Qualität sowie Stil. Von 17 bis 20 gibt es Gold, 15,5 bis 16,9 Silber und von 14 bis 15,4 Punkten Bronze.

Umso größer war die Freude, als im Livestream das Kristallweißbier in der Flasche als Goldgewinner vorgestellt wurde – zum dritten Mal in Folge bei den AIBA! Die dezenten Bananennoten, die erfrischende Spritzigkeit und die edel filtrierte Erscheinung im Glas haben die Jury vollends überzeugt.

Doch damit nicht genug: Als die weiteren Resultate veröffentlicht wurden, durfte am Nachmittag auf dem Weihenstephaner Berg noch einmal gejubelt werden: Acht (!) weitere Medaillen gab es für die Bierspezialitäten der ältesten Brauerei der Welt. Silber erhielten das Original Helle und der Weizenbock Vitus (je in der Flasche), Bronze gab’s für das Kristallweißbier (dieses Mal im Fass) das Original Helle, das Hefeweißbier (ebenso im Fass) sowie für das Kellerbier 1516, das Hefeweißbier und das Hefeweißbier Dunkel (je in der Flasche). Damit wurde jedes einzelne eingereichte Bier der Brauerei Weihenstephan mit dem Qualitätssiegel der AIBA ausgezeichnet.

Klar, dass Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan, in Feierlaune war: „Das ist ein großartiges Ergebnis!“ Er war zum Zeitpunkt der Verkündung in einer längeren Sitzung – und konnte die frohen Botschaften nach einer kurzen Nachricht auf seinem Handy gleich weitergeben. „Für unser Kristallweißbier ist diese Auszeichnung etwas ganz Besonderes. Zum dritten Mal in Folge bei den AIBA mit demselben Bier geehrt zu werden, schafft fast keine Brauerei.“ Diese Erfolge zeigen, dass die Spezialitäten der Brauerei Weihenstephan weltweit höchste Wertschätzung erfahren, erklärte Prof. Dr. Schrädler weiter.

Verantwortlich für die Qualität der Biere sind Tobias Zollo, Technischer Leiter, und sein Team: „Neun Medaillen sind unglaublich“, zeigte er sich am Donnerstag überwältigt. „Es lohnt sich immer, dass wir in vielerlei Hinsicht die Extra-Meile gehen. Hier haben wir es schwarz auf weiß, dass sich die Arbeit unserer Brauerinnen und Brauer auszahlt.“

Gösser Zapfmeisterin 2013 kommt aus Oberösterreich

Seit September ging es an vielen Tourismusschulen mit bierigem Ernst zur Sache. Unterstützt von der Brauerei Gösser standen Inhalte zum richtigen Umgang mit Bier und Regelkunde über Schankpflege bis zum Zapfvorgang ebenso am Lehrplan wie Wissenswertes zu den Rohstoffen, dem Brauprozess und das Wissen um verantwortungsvollen Alkoholkonsum und alkoholfreie Alternativen. Am 19. und 20. April wurden die besten aus allen Bundesländern nach Göss / Leoben eingeladen, um dort im Live Congress Leoben das Bundesfinale zu bestreiten.

Dabei konnte sich Isabella Haider aus der Berufsschule Altmünster gegen die Konkurrenz durchsetzen – sie darf nun den Titel „Gösser Zapfmeisterin 2023“ tragen. Der zweite Platz ging an Leandro Emini aus Niederösterreich, der für die LBS Waldegg ins Rennen ging. Den dritten Platz am Stockerl belegt Viktoria Meier aus der Tourismusschule Klessheim / Salzburg.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich und selbst Diplom-Biersommelière, erklärt: „Gäste erwarten in der Gastronomie perfektes Service bei allen Facetten der Bierkultur von kompetenter Beratung über Hygiene der Schankanlage bis zur richtigen Trinktemperatur und zum perfekt gezapften Bier im passenden Glas. Diese Kompetenzen wollen wir genauso schulen wie den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, ein Aspekt, der in der Ausbildung immer wichtiger werden wird. Die Konsumenten greifen vermehrt zu alkoholfreien Bieren. Die zukünftigen Gastronomen sollen in der Beratung der Gäste auch alkoholfreie Alternativen anbieten können.“

Rege Teilnahme: Rund 1000 Teilnehmer aus 50 Schulen

Die Gösser Zapfmeisterschaften wurden ins Leben gerufen, um bei Österreichs Gastronomienachwuchs ein Bewusstsein für gute Zapfqualität zu schaffen. Um „Gösser Zapfmeister“ oder „Gösser Zapfmeisterin“ zu werden, braucht es vor allem zwei Dinge: Ausdauer und kontinuierliche Leistung. Alle österreichischen Gastronomie- und Hotelleriefachschüler ab 16 Jahren waren zum Zapfwettbewerb eingeladen – in den schuleigenen Vorrunden wurden seit Anfang des Jahres die Teilnehmer für das Landesfinale ermittelt. Die jeweils drei Landesbesten zogen in das Bundesfinale ein. Dass das Thema Zapfqualität bei den Nachwuchszapfern eine große Rolle spielt, zeigt die rege Teilnahme: Mehr als 1000 junge Zapfer aus 50 Schulen waren in die Vorrunden gestartet.

Die Gastronomen von morgen

Gösser stand den Schülern mit Rat und Tat zur Seite: Mit ausführlichen Bier- und Zapfschulungen wurden die Teilnehmer auf den Wettbewerb vorbereitet. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur bierigen Weiterbildung der Nachwuchs-Gastronomen geleistet. „Die Teilnehmer der Gösser Zapfmeister sind die Gastronomen von morgen. Ein perfekt gezapftes Bier ist ein Zeichen gelebter Bierkultur – kompetente Beratung und vollendete Zapfkunst sind den österreichischen Biergenießern wichtig. Ich freue mich, so viele motivierte und fähige Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb und zukünftig auch in der Gastronomie zu haben“, betont Markus Kapl, Leitung Geschäftsfeld Gastronomie bei der Brau Union Österreich.

Ab sofort in Österreich im Handel: Corona Cero

Anheuser Busch InBev (AB InBev), der größte Brauereikonzern der Welt, führt im österreichischen Markt ein neues alkoholfreies Bier ein. Mit Corona Cero bietet AB InBev eine Alternative zum bekannten Corona Extra. Das mit 100 Prozent natürlichen Zutaten gebraute Corona Cero ist seit Kurzem im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

Corona Cero: das neue alkoholfreie Corona-Bier

Das neue Corona Cero und richtet sich an Verbraucher, die eine alkoholfreie Alternative suchen. Es bietet nach Angaben des Unternehmens weiterhin den klassischen Geschmack von Corona und ist mit 100 Prozent hochwertigen natürlichen Zutaten gebraut. Seit Anfang Mai ist Corona Cero bei Billa Plus, Spar, Eurospar, Interspar und M-Preis in Österreich erhältlich. Corona Cero wird in den charakteristischen 0,355 Liter Flaschen im Sechserpack angeboten. Nach der Umstellung auf die Mehrwegflasche bei Corona Extra, steht auch Corona Cero in der nachhaltigen Pfandflasche zum Verkauf.

Francesca Marzano, Corona Senior Brand Manager, dazu: „Corona war schon immer eine Einladung, die großen Momente des Lebens draußen zu genießen, mit engen Freunden und einem Bier in der Hand – natürlich gibt es viele Gelegenheiten, bei denen wir dabei keinen Alkohol konsumieren wollen. Es geht darum, den Menschen so viel Auswahl wie möglich zu bieten, unser natürliches Ethos noch weiter zu erforschen und auf eine schnell wachsende Kategorie zu reagieren.“

AB InBev definiert Ziele zum bewussten Konsum von Alkohol

Das neue alkoholfreie Corona-Bier ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Smart Drinking-Ziele der Brauerei. Die Smart Drinking-Initiativen von AB InBev werden durch globale Ziele untermauert, die anstreben, soziale Normen, das Verbraucherverhalten und die eigenen Geschäftspraktiken zu ändern, um einen spürbaren Beitrag zur Reduzierung des Alkoholkonsums weltweit zu leisten. In den letzten fünf Jahren hat sich das alkoholfreie Portfolio von AB InBev von 26 auf 42 Marken erweitert, wobei die Einführung von Corona Cero einen weiteren wichtigen Meilenstein in den Smart Drinking-Ambitionen der Brauerei darstellt.

„Smart Drinking ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur, und als weltweit führende Brauerei wollen wir, dass jede Erfahrung mit Bier eine positive ist. Unsere globalen Smart Drinking-Ziele leiten uns das ganze Jahr über dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen und unsere Verbraucher zu ermutigen, bewusst Alkohol zu konsumieren“, so Marzano.

„Mit der Markteinführung von Corona Cero in Österreich haben wir jetzt noch mehr Möglichkeiten, eine Kultur der Verantwortung unter unseren Kunden zu fördern und eine würdige Ergänzung zu unserem wachsenden Angebot an Bieren ohne und mit niedrigem Alkoholgehalt“, so Maarten Schürmann, General Manager für Österreich und Schweiz bei AB InBev.

Der Markt für alkoholfreies Bier wächst weltweit

Angetrieben durch mehrere Markenerweiterungen und lokale Markteinführungen verzeichnete das alkoholfreie Bierportfolio von AB InBev im Jahr 2021 weltweit ein zweistelliges Umsatzwachstum. Die Getränkemarkt Analyse vom britischen Marktforschungsinstitut IWSR prognostiziert, dass das Gesamtvolumen der Kategorie alkoholfreies/alkoholarmes Bier bis 2024 weltweit um 31 Prozent wachsen wird, was sie zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Brauereiportfolios macht.

Gösser Zapfmeisterschaften: Die Finalisten stehen fest

Seit September geht es an vielen Tourismusschulen mit bierigem Ernst zur Sache. Unterstützt von der Brauerei Gösser stehen Inhalte zum richtigen Umgang mit Bier und Regelkunde über Schankpflege bis zum Zapfvorgang ebenso am Lehrplan wie Wissenswertes zu den Rohstoffen, dem Brauprozess und das Wissen um verantwortungsvollen Alkoholkonsum und alkoholfreie Alternativen. Im März wurden bei den Landesbewerben je drei Finalisten pro Bundesland eruiert, bevor am 19. und 20. April die besten aus allen Bundesländern nach Göss eingeladen werden, um das Bundesfinale zu bestreiten.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich und selbst Diplom-Biersommelière, erklärt: „Gäste erwarten in der Gastronomie perfektes Service bei allen Facetten der Bierkultur von kompetenter Beratung über Hygiene der Schankanlage bis zur richtigen Trinktemperatur und zum perfekt gezapften Bier im passenden Glas. Diese Kompetenzen wollen wir genauso schulen wie den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, ein Aspekt, der in der Ausbildung immer wichtiger werden wird. Die Konsumenten greifen vermehrt zu alkoholfreien Bieren. Die zukünftigen Gastronomen sollen in der Beratung der Gäste auch alkoholfreie Alternativen anbieten können.“

Die Finalisten stehen fest: Einige Bundesländer fest in Frauenhand

Über den gesamten März wurden die Bundeslandbewerbe ausgetragen. Interessant ist, dass einige Bundesländer wie z. B. Tirol sehr stark in Frauenhand sind, was die Zapfkompetenz betrifft. Die gesamte Liste der Finalisten und die entsendenden Bildungseinrichtungen sehen Sie am Ende dieses Artikels.

Rege Teilnahme: Rund 1000 Teilnehmer aus 50 Schulen

Die Gösser Zapfmeisterschaften wurden ins Leben gerufen, um bei Österreichs Gastronomienachwuchs ein Bewusstsein für gute Zapfqualität zu schaffen. Um „Gösser Zapfmeister“ oder „Gösser Zapfmeisterin“ zu werden, braucht es vor allem zwei Dinge: Ausdauer und kontinuierliche Leistung. Alle österreichischen Gastronomie- und Hotelleriefachschüler ab 16 Jahren waren zum Zapfwettbewerb eingeladen – in den schuleigenen Vorrunden werden seit Anfang des Jahres die Teilnehmer für das Landesfinale ermittelt. Die jeweils drei Landesbesten ziehen in das Bundesfinale im steirischen Göss ein. Dass das Thema Zapfqualität bei den Nachwuchszapfern eine große Rolle spielt, zeigt die rege Teilnahme: Mehr als 1000 junge Zapfer aus 50 Schulen waren in die Vorrunden gestartet.

Die Gastronomen von morgen

Gösser steht den Schülern mit Rat und Tat zur Seite: Mit ausführlichen Bier- und Zapfschulungen werden die Teilnehmer auf den Wettbewerb vorbereitet. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur bierigen Weiterbildung der Nachwuchs-Gastronomen geleistet. „Die Teilnehmer der Gösser Zapfmeister sind die Gastronomen von morgen. Ein perfekt gezapftes Bier ist ein Zeichen gelebter Bierkultur – kompetente Beratung und vollendete Zapfkunst sind den österreichischen Biergenießern wichtig. Ich freue mich, so viele motivierte und fähige Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb und zukünftig auch in der Gastronomie zu haben“, betont Markus Kapl, Leitung Geschäftsfeld Gastronomie bei der Brau Union Österreich.

Österreichische Bierkultur

In Österreich wird seit jeher viel Bier getrunken – und zwar mit Genuss. Die Studien zum österreichischen Bierkulturbericht belegen auch immer wieder, dass die Bierkultur in Österreich auf dem Vormarsch ist. So sind den Österreichern Aspekte wie Beratungsqualität, Bierauswahl, gut gezapftes Bier mit schöner Schaumkrone durchaus wichtig. All das kann in den Bierkulturberichten der letzten Jahre auch online nachgelesen werden unter: Bierkultur – Brauunion Österreich

Hier die Finalisten in der Chronologie der Wettbewerbe:

Das Landesfinale Steiermark hat am 02. März 2023 im Gasthaus Fischerwirt Gratwein stattgefunden.

  1. Platz Luisa Francesconi; Fachschule der wirtschaftlichen Berufe d. Caritas
  2. Platz Arishiya Shiri; Fachschule der wirtschaftlichen Berufe d. Caritas
  3. Platz Jana Gallaun; HLW Lipizzanerheimat

Das Landesfinale Wien hat am 13. März 2023 in der Hertha Firnberg Schule stattgefunden.

  1. Platz Amirzhan Yestay; Gastgewerbefachschule am Judenplatz
  2. 2 Platz Bhumika Shrestha; Berufsschule für Gastgewerbe
  3. Platz Alina Malita; Hertha Firnberg Schulen

Das Landesfinale Niederösterreich und Burgenland hat am 15. März 2023 im Brauhaus Wieselburg stattgefunden.

Niederösterreich:

  1. Platz Maximilian Wurm; HLW Amstetten
  2. Platz Leandro Emini; LBS Waldegg
  3. Platz Alexandra Koppensteiner; HLF Krems

Burgenland:

  1. Platz Lisa Marie Kerschbaum; Pannoneum – HLWT Neusiedl am See
  2. Platz Andy Kexuan Dai; HBLA Oberwart
  3. Platz Alexander- Stefan Zingl; Tourismusschule Oberwart

Das Landesfinale Kärnten hat am 22. März 2023 in der KTS-Villach stattgefunden.

  1. Platz Sandro Schurian; KTS-Villach
  2. Platz Fabian Kattnig; FBS Warmbad Villach
  3. Platz Fabienne O´Shannassy; KTS-Villach

Das Landesfinale Salzburg hat am 27. März 2023 im Hofbräu Kaltenhausen stattgefunden.

  1. Platz Anna Mayr
  2. Platz Philipp Thumeltshamer
  3. Platz Stella Kornfeld

Landesfinale Oberösterreich hat am 28. März 2023 im Gasthaus Zum Zirbenschlössl, Sipbachzell stattgefunden.

  1. Platz Isabella Haider; Berufsschule Altmünster
  2. Platz Celine Hammerschmid; HLW-Linz-Auhof
  3. Platz Jasmin Maria Aigner; BLW-Wels

Das Landesfinale Tirol hat am 28. März 2023 in der Villa Blanka Innsbruck stattgefunden.

  1. Platz Olivia Jungwirth; Tourismuskolleg Innsbruck
  2. Platz Hanna Moser; Tourismusschule am Wilden Kaiser
  3. Platz Antonia Rohrmoser; Tourismuskolleg Innsbruck

Das Landesfinale Vorarlberg hat am 29. März 2023 in der HLW Feldkirch stattgefunden.

  1. Platz Maximilian Salzer; Tourismusschulen Bludenz
  2. Platz Max Egle; GASCHT Hohenems
  3. Platz Cristina Thurner; HLW Feldkirch

Die CiderWorld kommt mit feinsten Tropfen und Cocktails

Mehr und mehr Brauereien wenden sich neben dem Bier auch dem Cider zu. Grund genug also, sich auch einmal mit diesem moussierenden Apfelwein zu befassen und damit auch mit der CiderWorld. Und wo sollte eine Apfelweinmesse stattfinden, wenn nicht in Hessen? So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Event im tropischen Frankfurter Palmengarten stattfindet. Dort heißt dann der Ehrengast ‚Die Streuobstwiese‘. Denn zeitgleich zur weltgrößten Apfelweinmesse ist auch der ‚Tag der Streuobstwiese 2023′. Die Mitglieder von Hochstamm Deutschland e.V. überzeugen das internationale Publikum der CiderWorld am 29. April mit Streuobstprodukten, darunter der vielfach prämierte BIRNOH und der Rosengewächs-Cocktail der Stahringer Streuobstmosterei.

In Frankfurt heißt der Ehrengast ‚Die Streuobstwiese‘

Die weltweit größte Apfelweinmesse findet am Samstag, den 29. April 2023 im Frankfurter Palmengarten statt. Als Beitrag zum europaweiten ‚Tag der Streuobstwiese‘ sind die Geschäftsstelle von Hochstamm Deutschland e.V. und die Mitglieder Jung Fruchtsäfte GbR, Echt Brombachseer e. G., Haldenhof Mosterei Zeller, Natur und Mohr, Purzelbaum, Nordappel GmbH, Stahringer Streuobstmosterei, Böhm Ciderwerkstatt GbR, Regionalinitiative hesselberger und Streuobst Mittelfranken-West eG. auf der CiderWorld vertreten. Für den zentralen Gemeinschaftsstand reisen diesjährig auch die befreundete ARGE Streuobst und die Mostbarone aus Österreich an. Die Produzenten vom Bodensee bis an die Nordsee und zurück in die Steiermark zeigen, was 100 %-Streuobstprodukte bieten: Ganz viel Genuss und noch mehr Biodiversität! Denn der Ehrengast ist dieses Jahr ‚Die Streuobstwiese‘. Ziel ist, dass mehr Menschen mehr Produkte aus 100 % Streuobst genießen und kaufen – und so die Streuobstwiesen erhalten! Denn nur, wenn sich die zeit- und arbeitsintensive Pflege der Wiesen und die Herstellung der edlen Produkte lohnen, führen Streuobstbewirtschafter ihre wertvolle Arbeit auch in Zukunft weiter.

Superstar ‚Stahringer Streuobstmosterei‘ überrascht mit Cocktail

Zwei der Mitwirkenden haben bereits gute Erfahrungen und CiderWorld-Awards gewonnen. So wurden die Streuobstprodukte der Echt Brombachseer e. G. in den letzten Jahren vielfach von der Jury der CiderWorld prämiert und auch in 2023 stehen die Produkte am Gemeinschaftsstand zur Verkostung bereit. Auf der letztjährigen CiderWorld hat besonders die Stahringer Streuobstmosterei abgeräumt: Der ‚Brisanti Blau‘ wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, der ‚Bodensee-BIRNOH‘ erhielt sogar zwei Goldmedaillen und den Titel ‚best of category‘. Das gab es auf der CiderWorld noch nie! Dieses Jahr hat die Mosterei zusätzlich die Neuentwicklung BRISANTI® Holler beim Award eingereicht, einen mit Holunderblütensirup versetzten Apfel-Birnen-Cider. Doch die Streuobstmosterei will nicht nur gewinnen, sondern auch verwöhnen: Das Fachpublikum und Besucher:innen aus aller Welt können sich auf den Cocktail ‚Rosengewächs‘ freuen. Der Spezial-Cocktail wurde von Reinhard Pohorec (sensory expert / Wien) komponiert. Die Zutaten stammen natürlich von den Streuobstwiesen am Bodensee und sind alle zertifiziert nach Bio-Baden-Württemberg Standard. Wer nicht bis zur CiderWorld warten kann, genießt den Cocktail auf der Slow-Food-Messe in Stuttgart vom 13. bis 16. April.

Europa feiert Streuobst

Die ökologisch und kulturell wertvollen Streuobstbestände sind seit Jahrzehnten in ihrer Existenz bedroht. Mit dem Wochenende zum ‚Tag der Streuobstwiese‘ ab dem 28. bis zum 30. April feiert Europa deshalb dieses vielfältige Kleinod der Natur, die leckeren Köstlichkeiten und die Menschen dahinter. Alle Streuobst-Genießer sind herzlich eingeladen, die CiderWorld zu besuchen. Weitere Aktionen wie Infoabende, Feste oder Führungen stehen im vielfältigen Programm auf der Webseite www.streuobstueberall.de. Jede und jeder kann kurzentschlossen noch eine Aktion anbieten, Interessierte zum Mitmachen und Genießen einladen und zeigen, was hinter dem großen Engagement steckt. Aufgerufen sind außerdem alle, als Botschafter für den Tag der Streuobstwiese per Instagram, Zeitungsartikel oder Mundpropaganda laut zu werden.

Der Tag der Streuobstwiese wird durch Hochstamm Deutschland e.V. (www.hochstamm-deutschland.de) organisiert. Tatkräftig unterstützen die ARGE Streuobst aus Österreich, BirdLife Europe aus Brüssel und das UK Orchard Network aus Großbritannien.

Die Homebrew in Bayreuth war ein voller Erfolg

Am 1. April war die Euphorie bei Maisel & Friends in Bayreuth groß: Nach zwei Jahren Pause konnte das beliebte Hobbybrauerevent, die HOME BREW Bayreuth, endlich wieder stattfinden. Die Resonanz war überwältigend und man durfte sich über zahlreiche Bierinteressierte freuen, die sich durch die Biere der Hobbybrauer probierten, fachsimpelten und dem Gewinner des Hobbybrauerwettbewerbs zujubelten. Paul Schüßler gewann mit seinem Hoppy Dunkel den begehrten ersten Platz.

Mit der dritten HOME BREW Bayreuth am 1. April 2023 konnte Maisel & Friends nahtlos an die Erfolge der beiden bisherigen Ausgaben des Hobbybrauerevents anknüpfen – und diese noch einmal toppen. Ca. 2.500 Gäste aus ganz Deutschland pilgerten am Samstag nach Bayreuth zu Maisel & Friends, um sich mit anderen Bierenthusiasten auszutauschen, Neues zu lernen und Biere zu probieren. 36 Hobbybrauer schenkten auf zwei Stockwerken ihre Biere an die Besucher aus und ergatterten die ein oder andere heißbegehrte Stimme für den Gewinn des Publikumspreises. Sieger wurden die „Nordlichter“ aus Bremen, die von ihrer Teilnahme bei der Home Brew Bayreuth nicht nur deshalb überaus begeistert waren.

Fachmesse und -vorträge für Bierbegeisterte und passionierte Hobbybrauer

Das größte Hobbybrauerevent Süddeutschlands wartete jedoch nicht nur mit schmackhaften Bieren verschiedener Hobbybrauer auf, sondern bot allerlei Gelegenheiten, um sich bei einer Vielzahl an Fachausstellern über Hefe, Malz und Hopfen, aber auch über die Must-haves an Heimbrauer-Utensilien zu informieren. Die Besucher konnten außerdem live dabei sein, wie vor Ort Bier gebraut wurde. Wertvolle Informationen und Gelegenheit zum Austausch gab es auch im Rahmen einer Vielfalt an Fachvorträgen, die sich Themen wie Fehlaromen im Bier oder der Holzfassreifung widmeten.

Gewinner des sechsten Hobbybrauerwettbewerbs 2023

Highlight des Tages war die Preisverleihung, bei der mit dem Gewinner des Publikumspreises auch der Sieger des Hobbybrauerwettbewerbs verkündet wurde. Bereits am Vortag des Events traf sich die Jury aus 16 renommierten Bierexperten, um den Gewinner zu bestimmen. Biersommeliers, Braumeister und Journalisten führten eine Blindverkostung der 148 eingereichten Biere zum Thema „Münchner Dunkel (Modern Style)“ durch. Freuen konnte sich bei der feierlichen Siegerehrung dann Paul Schüßler aus Hessen, auch bekannt unter Friedies Brauhaus, der mit seinem Hoppy Dunkel die Jury überzeugen konnte. Zufrieden war er mit seiner Braukreation erst nach dem zweiten Sud, den er mit deutlich mehr Hopfen stopfte. Dabei hatte er offensichtlich ein glückliches Händchen und konnte die Expertenjury restlos für sein Bier begeistern. Im Herbst wird Paul Schüßler ein weiteres Mal nach Bayreuth kommen, um gemeinsam mit den Maisel & Friends Braumeistern sein Bier auf dem 25-Hektoliter-Sudwerk nachzubrauen und an der Etikettengestaltung mitzuwirken, ehe es das Bier dann im Onlineshop von Maisel & Friends und vor Ort in Maisel’s Bier-Shop zu kaufen gibt. Im November geht es für ihn nach Nürnberg, wo er sein Bier auf der BrauBeviale, der wichtigsten Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie, präsentieren darf. Die kreativen Brauer aus Bayreuth haben sich bereits 2018 mit BrauBeviale zusammengetan, um der wachsenden Gemeinschaft der Heimbrauer eine passende Plattform zu bieten. Das Konzept ist überaus erfolgreich und erfreut sich steigender Beliebtheit. Bei Maisel & Friends und BrauBeviale freut man sich bereits auf das Ende dieses Jahres, wenn die Anmeldung für die siebte Ausgabe des Wettbewerbs beginnt.

Tarifverhandlungen für die bayrischen Brauer ergebnislos abgebrochen

Am 29. März fand im oberbayerischen Fürstenfeldbruck die erste Verhandlungsrunde zum Abschluss eines Anschluss-Entgelttarifvertrages für die Beschäftigten der Mitgliedbrauereien der Bayerischer Brauerbund Tarifgemeinschaft e.V. statt. Nach 6-stündigen Verhandlungen vertagten sich die Tarifparteien ergebnislos.

Eingangs wurde arbeitgeberseitig die schwierige Lage der deutschen und bayerischen Brauwirtschaft vor dem Hintergrund der zurückliegenden Corona-Jahre und der Folgen des Ukraine-Krieges eingehend dargelegt. Die Vertreter der Unternehmen verwiesen auf enorme Kostensteigerungen in allen Brauereibereichen, die gerade den in Bayern vorherrschenden brauwirtschaftlichen Mittelstand stark belasten.

In dieser Lage würden, so die Vertreter der Brauereien, überhöhte Gehaltsanpassungen die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Brauwirtschaft gegenüber ihren außerbayerischen Konkurrenten gefährden. Die Brauereien seien sich, so betonte der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft, Dr. Jörg Lehmann (Paulaner) jedoch ihrer Verantwortung auch gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewusst und sähen die Herausforderungen, mit denen diese durch die aktuell hohe Inflationsrate konfrontiert seien.

So wurde brauereiseitig angeboten, die Bezüge der Beschäftigten zunächst rückwirkend zum 1.3.2023 über alle Bewertungsgruppen einheitlich um 115,00 € monatlich anzuheben und innerhalb des ersten Laufzeitjahres eine Inflationsausgleichsprämie in zwei Raten à 500 € auszuzahlen. Für ein zweites Laufzeitjahr (1.3.2024 – 28.2.2025) boten die Arbeitgebervertreter eine Anpassung der Bezüge um weitere 115,00 € monatlich an sowie die nochmalige Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von insgesamt 1.000 €. In Summe entspricht das Arbeitgeberangebot – umgerechnet auf die Monate der angebotenen 24-monatigen Vertragslaufzeit – einer Erhöhung der monatlichen Bezüge um gut 10% bezogen auf den derzeitigen Ecklohn.

Die Arbeitnehmervertreter waren ungeachtet dieses Angebotes nicht bereit, von ihren Forderungen (Erhöhungen der Bezüge um 12% bei einer Laufzeit von 12 Monaten) abzurücken. Darauf wurden die Tarifverhandlungen zunächst ergebnislos vertagt.

Auf der BrauBeviale 2023 trifft sich die Branche wieder

Die Vorbereitung für die BrauBeviale, eine der führenden Investitionsgütermessen für die Getränkeindustrie, laufen auf Hochtouren. Vom 28. bis 30. November wird das Nürnberger Messezentrum endlich wieder der Dreh- und Angelpunkt für die internationale Getränkebranche sein. Vier Jahre musste die BrauBeviale Corona-bedingt pausieren. Eine Zeit, die die Veranstalter genutzt haben, um das Messeprofil zu schärfen. Altbewährtes gepaart mit Neuem – es wird ein wahres Wiedersehensfest für die gesamte Getränkebranche. Aussteller präsentieren Produkte, Lösungen und Trends für die Herstellung und Vermarktung von Bier, Wasser, alkoholfeien Getränken, Spirituosen, Wein und Sekt – ergänzt durch ein passgenaues und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Der November kann kommen!

„Das Wir verbindet Vielfalt“ – das neue Motto ist richtungsweisend für die BrauBeviale. „Wer die BrauBeviale kennt, weiß, dass wir dieses Motto schon lange leben und umsetzen“, erläutert Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale bei der NürnbergMesse. „Doch nun haben wir es uns endlich auch offiziell auf die Fahnen geschrieben, um ein starkes Wir in der Branche zu fördern und die Welt der Getränke noch zielgerichteter und gewinnbringender unter einem Dach zu vereinen.“ Die BrauBeviale blickt auf eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte zurück. Ihren Ursprung hat sie im Thema Bier und Brauen. Das Wir-Gefühl in dieser Branche spürt man auf der BrauBeviale von jeher. Heute verbindet sich diese Tradition mit der modernen Vielfalt der gesamten Getränkeindustrie. Brauer und Mälzer bilden nach wie vor den Kern der Fachbesucher. Bei der diesjährigen Veranstaltung wird der Schwerpunkt darüber hinaus auf die Themen Wein und Sekt gelegt. Und auch im Bereich der alkoholfreien Getränke tut sich auf der BrauBeviale einiges: Hier halten knapp 70 Prozent der bereits gemeldeten Aussteller explizit Produkte und Lösungen für Hersteller im AfG-Bereich bereit. Interessierte Fachbesucher können sich im Vorfeld eine Auswahl der Aussteller für einzelne Getränkebranchen anzeigen lassen, um sich vorab Anregungen zu holen und ihren Messebesuch so effizient wie möglich zu planen.

Bewährte Hallenaufteilung

Effizienz ist auch das Stichwort für die Hallenbelegung: Die Aussteller sind wie gewohnt entlang der Prozesskette der Getränkeherstellung rund um den Messepark angeordnet: von den Rohstoffen über Maschinen und Anlagen, Verpackung sowie Marketing bis hin zu Komponenten. So bleibt das gewisse Wir-Gefühl, das die BrauBeviale so einzigartig macht, erhalten. Für die Experten aus dem technischen und kaufmännischen Management der gesamten Getränkewirtschaft lässt sich der Messebesuch kompakt und übersichtlich planen. Eine erste Ausstellerliste ist bereits online auf der Website der BrauBeviale einsehbar.

Schwerpunktthemen Wein und Sekt

Die BrauBeviale ist schon lange die Heimat für die internationale Getränkebranche – aus der Historie heraus rund um das Thema Bier, seit der Konzeptanpassung vor vielen Jahren für sämtliche Getränkesparten und damit auch für Wein und Sekt. In diesem Jahr hat die BrauBeviale explizit nachgefragt: 60 Prozent der bereits angemeldeten Aussteller geben an, Produkte und Lösungen speziell für diese Besuchergruppen im Portfolio zu haben. Bei der BrauBeviale 2023 legen die Veranstalter den Fokus auch im Rahmenprogramm verstärkt auf diese Themenbereiche. So wird es unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) eine Sonderschau „Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft“ geben, die Winzer und Sekthersteller gezielt anspricht.

Vielfalt auch im Rahmenprogramm

Durch das Rahmenprogramm der BrauBeviale zieht sich das neue Motto wie ein roter Faden. Bewährte Elemente, neue Formate – gemeinsam mit und für die gesamte Branche: Das Wir verbindet Vielfalt. Das Forum BrauBeviale steht für Inspiration und Wissensvermittlung und beleuchtet aktuelle und kommende Themen und Herausforderungen für die Getränkebranche in Deutschland und Europa. In diesem Jahr werden die Aussteller bei der Programmgestaltung deutlich mehr mit eingebunden. Fokusthemen, die sämtliche Getränkesparten gleichermaßen beschäftigen, sind unter anderem Nachhaltigkeit, Energie, Rohstoffe, Export, Verbotspolitik und das europäische Verpackungsgesetz. Details zu den einzelnen Programmpunkten folgen rechtzeitig vor der Veranstaltung.

Auch die Craft Drinks Area wird es bei der BrauBeviale 2023 wieder geben. An vier verschiedenen Bars können interessierte Messebesucher an geführten Verkostungen von Bier, Wein, Spirituosen und alkoholfreien Getränken teilnehmen. Der Fokus der Craft Drinks Area liegt auf der fachlichen Vermittlung sowie innovativen Getränken.

Neu ist in diesem Jahr das Young Talents Camp. Fachkräftemangel und Nachwuchs-Sorgen sind auch in der Getränkebranche an der Tagesordnung. Aus diesem Grund bietet die BrauBeviale 2023 Unternehmen sowie Auszubildenden oder Studierenden und Young Professionals gleichermaßen die Gelegenheit, sich miteinander zu vernetzen.

Darüber hinaus im Rahmenprogramm: Der Gemeinschaftsstand „Innovation made in Germany“ ermöglicht es Startups und jungen Unternehmen aus Deutschland, sich auf der BrauBeviale der Fachöffentlichkeit vorzustellen und Produktinnovationen zu präsentieren. Außerdem wird es erstmals eine Area für internationale Startups geben. Für interessierte Fachbesucher gibt es Guided Tours über die Messe zu einzelnen Branchen oder spezifischen Themenschwerpunkten der BrauBeviale. Auch Heim- und Hobbybrauer finden ihre Heimat wieder auf der BrauBeviale mit einem speziellen Programm. Gestalter und Designinteressierte profitieren von der Kooperation mit bayern design: Neben einer eigens für die BrauBeivale konzipierten Sonderschau wird es einen Designwalk über die Messe sowie Beiträge im Forum BrauBeviale geben. Wer arbeiten kann, kann auch feiern: das beliebte Party- und Networking-Event „Schanzenbräu & Friends“ findet auch 2023 wieder statt – wie gewohnt am ersten Messetag, dieses Jahr direkt auf dem Messegelände.

European Beer Star – zuhause auf der BrauBeviale

Als einer der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit bricht der European Beer Star immer neue Beteiligungsrekorde. Ins Leben gerufen wurde er vor genau 20 Jahren von den Privaten Brauereien, dem ideellen Träger der Messe, dem deutschen und dem europäischen Dachverband. Seine Messeheimat hat er auf der BrauBeviale. Die Preisverleihung des European Beer Star findet wie gewohnt am zweiten Messetag der BrauBeviale statt. Erstmals ist der renommierte Wettbewerb auch zur Verkostung der eingereichten Biere durch eine rund 130-köpfige Expertenjury in Nürnberg zu Gast.

Das Bild wurde mir von der BrauBeviale zur Verfügung gestellt.