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Störtebeker Brauspezialitäten zum Jahresbeginn mit überarbeitetem Design

Die Brauspezialitäten aus Stralsund starten ins neue Jahr mit einem überarbeiteten Markenauftritt. Bewährte Elemente wie die rote Fahne und die Kraweele bleiben erhalten, gleichzeitig wirkt das Design klarer, moderner und prägnanter. Ziel ist es, die Marke zeitgemäß zu präsentieren und zugleich die Verbindung zu bestehenden Fans zu erhalten.

Nach fast zehn Jahren hat Störtebeker sein Erscheinungsbild angepasst. Der nordische Charakter und die bekannten Markenzeichen wurden nicht ersetzt, sondern in ihrer Wirkung neu kombiniert. So ist das Logo nun als Wort-Bild-Marke vertikal angeordnet, die rote Fahne nimmt eine zentrale Position ein, und die Kraweele auf den Bauchetiketten rückt stärker ins Zentrum. Auch die Sortenlabels auf den Flaschen sind größer gestaltet, während die typischen farbigen Kronkorken die Sortenlogik beibehalten. Insgesamt ergibt sich ein klar strukturiertes und aufgeräumtes Erscheinungsbild.

Die Veränderungen wirken sich auch auf die Sortenkategorien aus: Die fruchtig-herben Ale-Biere wie Atlantik-Ale, New England IPA und Pazifik-Ale präsentieren sich künftig als eigenständige Familie mit roter Fahne am Flaschenhals. Die alkoholfreien Brauspezialitäten sind nun klarer als eigene Kategorie erkennbar, unter anderem durch weiße Kronkorken und Halsetiketten. Die farblich geteilten Labels verbinden dabei die alkoholfreien Sorten mit den entsprechenden alkoholhaltigen Varianten.

Der Relaunch entstand in einem rund einjährigen Prozess, an dem interne und externe Teams beteiligt waren. Jedes Detail wurde überprüft, diskutiert und angepasst. Laut Marketingsprecher Aljoscha Taukel ging es dabei darum, die Stärken der Marke sichtbar zu machen, ohne das Bekannte zu verlieren: klare Haltung, nordische Herkunft und ein charakterstarker Auftritt.

Die ersten Flaschen im neuen Design werden Ende Januar im Handel erhältlich sein. Parallel wird das überarbeitete Markenbild auch in anderen Bereichen umgesetzt, etwa in Anzeigen und auf der Website. Mit dem Relaunch zeigt Störtebeker, dass sich eine etablierte Marke modernisieren kann, ohne ihre Wurzeln aufzugeben.

Verteidigung der Wahlfreiheit der Verbraucher und der Zusammenarbeit in Finnlands Bierkultur

Stellungnahme der European Beer Consumers Union (EBCU) zur geplanten Änderung der Biersteuer in Finnland (Übersetzung von mir):

Finnland erwägt derzeit neue Leitlinien zur Verbrauchsteuer, die viele Collaboration Brews für kleine Brauereien faktisch unmöglich machen würden. Nach der vorliegenden Entwurfsinterpretation könnte ein Bier, das mehr als die Namen oder Logos von mehr als einer Brauerei trägt (wie es bei Kollaborationen üblich ist), als „Produktion unter Lizenz“ eingestuft werden. In diesem Fall könnten die beteiligten Brauereien ihre Steuererleichterungen für kleine Brauereien für das gesamte Jahr verlieren. Dies würde nicht nur finnische Brauereien betreffen, sondern auch Importe und internationale Kooperationen – und letztlich die Auswahl für Bierkonsumenten deutlich verringern.

Kollaborationsbiere gehören zu den Besonderheiten der modernen Bierkultur. Wenn zwei oder mehr unabhängige Brauereien gemeinsam ein Bier brauen, teilen sie Ideen, Fachwissen und Leidenschaft – oft auch über Landesgrenzen hinweg. Diese Gemeinschaftsbiere machen in der Regel niemanden reich; es handelt sich meist um kleine Sude, die Bierliebhabern etwas Neues und Spannendes bieten und Brauereien helfen, neue Zielgruppen zu erreichen. Das europäische Recht erkennt an, dass kleine Brauereien gelegentlich zusammenarbeiten, und erlaubt den EU-Mitgliedstaaten, unabhängigen kleinen Brauereien Steuererleichterungen zu gewähren. In vielen Ländern hat dies Zusammenarbeit und Innovation gefördert, ohne steuerliche Regeln auszuhöhlen.

Finnlands Entwurf zur Verbrauchsteuer-Leitlinie schlägt den entgegengesetzten Weg ein. Er würde jedes Bier, das mehr als ein Brauereilogo trägt, als „lizenzierte Produktion“ behandeln und allen beteiligten Brauereien die Steuererleichterung für kleine Brauereien für ein ganzes Jahr entziehen. Selbst wenn kein Geld fließt und das Bier in den eigenen Räumlichkeiten einer Brauerei gebraut wird, würde allein das Vorhandensein eines Partnerlogos ausreichen, um diese Sanktion auszulösen. Das käme einem faktischen Verbot von Kollaborationsbieren für Finnlands kleine Brauereien gleich, würde internationale Kooperationen entmutigen und Finnland zu einem Sonderfall in Europa machen.

Als Europäische Bierkonsumenten-Vereinigung sind wir der Auffassung, dass Verbraucher Auswahl, Vielfalt und Fairness verdienen. Kollaborationsbiere bereichern die Bierlandschaft, stärken grenzüberschreitende Freundschaften und bringen Konsumenten neue Stile und Geschmacksrichtungen näher. Kleine Brauereien daran zu hindern, solche Biere zu brauen, würde Vielfalt und Innovation für Biertrinker in Finnland und darüber hinaus einschränken. Zudem könnten die Exportchancen finnischer Brauereien leiden, während ausländische Brauereien den finnischen Markt meiden könnten – aus Angst, ihren Status als kleine Brauerei zu verlieren. Am Ende hätten Verbraucher weniger Auswahl in den Regalen.

Wir fordern die finnischen Behörden auf, ihren Leitlinienentwurf zu überdenken. Regelungen zur Steuererleichterung für kleine Brauereien sollten klar zwischen echter Auftragsbrauerei (bei der ein Unternehmen die Marke eines anderen produziert) und kreativer Zusammenarbeit unterscheiden, die Verbrauchern neue Erlebnisse bieten. Gleichzeitig appellieren wir an die EU-Politik, dafür zu sorgen, dass der Kooperationsgedanke der Richtlinie 92/83/EWG in allen Mitgliedstaaten einheitlich angewendet wird. Bierkonsumenten in Finnland und ganz Europa verdienen politische Rahmenbedingungen, die Vielfalt, Innovation und faire Behandlung unterstützen.

11 Brauer, eine Frage: Was wird der nächste große Bierstil?

Die Bierwelt lässt sich grob in Ales, Lagerbiere und Hybridstile einteilen – doch dahinter verbirgt sich eine enorme Vielfalt. Während Klassiker wie IPA oder Stout fest etabliert sind, geraten andere Stile zeitweise in Vergessenheit. Doch Trends können sich schnell drehen: Sobald ein Bierstil die Fantasie der Szene beflügelt, findet er seinen Weg zurück an die Zapfhähne.

Was also kommt als Nächstes? Um das herauszufinden, fragte das Portal vinepair.com elf Brauer, welche Bierstile sie in naher Zukunft vorne sehen.

Ein zentrales Motiv zieht sich durch viele Antworten: der Wunsch nach mehr Balance und Trinkbarkeit. Mehrere Brauer prognostizieren eine Rückkehr zu Pale Ales mit 5 bis 6 Prozent Alkohol – unabhängig davon, ob amerikanisch, britisch oder belgisch interpretiert. Weg vom Extrem, hin zu Bieren, die man gerne trinkt statt analysiert.

Auch ein allgemeiner Stimmungswandel zeichnet sich ab. Statt immer stärkerer, süßer oder gehypter Biere rücken ausgewogene Lagerbiere und niedrigalkoholische Ales in den Fokus. Begriffe wie „beer-flavored beers“ stehen dabei für klassische, sauber gebraute Biere ohne Schnickschnack, bei denen Drinkability wieder zählt.

Weitere genannte Trends sind die Rückkehr der Black IPA, wieder mehr echte Bitterkeit im IPA-Segment sowie europäisch inspirierte Lagerbiere mit moderatem Alkoholgehalt und fairen Preisen. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten bleibt Bier ein erschwinglicher Genuss.

Auch besonders süffige, alkoholarme Biere gewinnen an Bedeutung – als Alternative zu alkoholfreien Varianten. Genannt werden Session IPAs, Light Lager und sogar Dark Milds. Parallel dazu sehen einige Brauer eine Renaissance traditioneller Stile wie Münchner Helles oder „Table-Strength“-Saisons mit nur 2,5 bis 4 Prozent Alkohol.

Ein weiterer spannender Ansatz ist das „Single-Origin Beer“: Biere, die gezielt regionale Rohstoffe in den Mittelpunkt stellen und Herkunft sowie Handwerk erzählen – ein Trend, der besonders jüngere Konsumenten anspricht.

Statt eines einzelnen neuen Hype-Stils zeichnet sich eine Rückbesinnung ab. Mehr Ausgewogenheit, niedrigere Alkoholwerte, regionale Zutaten und klassische Bieraromen könnten die Biertrends der kommenden Jahre prägen.

Europas Biermarkt in der Krise: Rückgänge, Druck und neue Chancen

Der europäische Biermarkt steht weiterhin unter Druck. Das zeigt der kürzlich veröffentlichte „European Beer Trends Report 2025“ von The Brewers of Europe deutlich: Produktion, Konsum und Exporte sind bereits das fünfte Jahr in Folge rückläufig. Trotz der tief verwurzelten Bierkultur und jahrhundertelanger Brautradition befindet sich Europas Bierbranche in einer Phase des Umbruchs.

Besonders deutlich wird der Wandel in der Gastronomie. Wurde früher rund ein Drittel des gesamten Bierkonsums in Kneipen, Cafés und Restaurants getrunken, liegt dieser Anteil heute nur noch bei etwa einem Viertel. Zwar wird im Einzelhandel mengenmäßig mehr Bier verkauft, doch die eigentliche Wertschöpfung findet nach wie vor in der Gastronomie statt. Ein geschwächter Außer-Haus-Markt trifft deshalb die gesamte Wertschöpfungskette – von Landwirten über Brauereien bis hin zu Festivals, Tourismus und regionalen Arbeitsplätzen.

Nach Jahren starken Wachstums hat sich zudem die Zahl der Brauereien in der EU stabilisiert. Aktuell gibt es rund 9.700 aktive Betriebe. Das deutet auf eine Verlangsamung der Dynamik hin, die das europäische Brauwesen im vergangenen Jahrzehnt geprägt hat.

Christian Weber, Präsident von The Brewers of Europe, sieht in den aktuellen Zahlen mehr als eine kurzfristige Schwächephase. Das Vertrauen der Verbraucher sei gesunken, gleichzeitig stiegen Kosten und regulatorischer Druck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Branche bleibe zwar widerstandsfähig und optimistisch, brauche jedoch mehr Stabilität und verlässliche Rahmenbedingungen, um wieder investieren zu können.

Die Bierproduktion in der EU ist seit 2019 von 367 auf 345 Millionen Hektoliter im Jahr 2024 gesunken. Erste Zahlen aus dem Jahr 2025 deuten auf einen weiteren Rückgang hin. Auch die Exporte, lange Zeit ein Ausgleich für schwächere Inlandsmärkte, sind bereits zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen.

Als Ursachen nennt der Bericht unter anderem Inflation, hohe Rohstoff- und Energiekosten, gestörte Lieferketten sowie klimabedingte Belastungen für landwirtschaftliche Rohstoffe. Hinzu kommt ein verändertes Konsumverhalten: Bier wird heute bewusster und seltener im sozialen Umfeld konsumiert – ein Trend, der besonders die Gastronomie trifft.

Trotz aller Herausforderungen zeigt sich die Branche weiterhin innovationsfähig. Alkoholfreie Biere bleiben das am schnellsten wachsende Segment. Innerhalb von fünf Jahren ist ihr Absatz um 25 Prozent gestiegen, inzwischen machen sie rund 7,5 Prozent des gesamten Bierkonsums in der EU aus.

Julia Leferman, Generalsekretärin von The Brewers of Europe, betont die Bedeutung eines ausgewogenen regulatorischen Umfelds. Brauereien engagierten sich in den Bereichen Nachhaltigkeit, verantwortungsvoller Konsum und kulturelles Erbe. Damit sie weiterhin zur wirtschaftlichen und kulturellen Vielfalt Europas beitragen können, brauche es jedoch Unterstützung statt zusätzlicher, unverhältnismäßiger Regulierung.

Der Bericht wurde im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung „Beer Serves Europe“ in Brüssel vorgestellt. Dort kamen Brauer, Partner aus der Lieferkette sowie politische Entscheidungsträger aus den EU-Institutionen und den Mitgliedstaaten zusammen. Die zentrale Botschaft: Europas Bierbranche steht vor großen Herausforderungen – besitzt aber weiterhin das Potenzial, sich neu zu erfinden und langfristig zu behaupten.

Europäischer Biermarkt: Produktion, Konsum und Export weiter rückläufig

Der europäische Biermarkt steht weiterhin unter Druck: Laut dem aktuellen „European Beer Trends Report 2025“ von The Brewers of Europe verzeichnen Produktion, Konsum und Export bereits das fünfte Jahr in Folge Rückgänge. Besonders der Verkauf in Kneipen, Cafés und Restaurants, der früher ein Drittel des europäischen Bierkonsums ausmachte, ist inzwischen auf etwa ein Viertel gesunken. Dieser Bereich generiert jedoch den größten Teil der Wertschöpfung der Branche und sichert Hunderttausende von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Betrieben sowie in der Gastronomie. Ein schwacher Gastronomiesektor wirkt sich daher auf die gesamte Wertschöpfungskette aus – von Landwirten über Bierfestivals bis hin zum Tourismus.

Nach Jahren des stetigen Wachstums hat sich die Zahl der aktiven Brauereien in der EU nun bei rund 9.700 eingependelt. Christian Weber, Präsident von The Brewers of Europe, betont, dass der aktuelle Abschwung mehr als ein vorübergehender Einbruch sei: „Die Verbraucher haben das Vertrauen verloren und geben weniger aus. Die Brauereien sehen sich mit steigenden Kosten, strengeren Vorschriften und zunehmendem Druck entlang der gesamten Wertschöpfungskette konfrontiert.“

Die Bierproduktion in der EU sank von 367 Millionen Hektolitern im Jahr 2019 auf 345 Millionen Hektoliter 2024, und die vorliegenden Zahlen für das Jahr 2025 deuten auf einen weiteren Rückgang hin. Auch die Exporte, einst ein stabilisierender Faktor, sind zum zweiten Mal in Folge gesunken. Hauptursachen sind Inflation, hohe Inputkosten, globale Transportstörungen und klimabedingter Druck auf Rohstoffe. Zudem wirkt sich ein geringes Verbrauchervertrauen auf Produkte aus, die eng mit gesellschaftlichen Anlässen und Gastronomie verbunden sind.

Trotz dieser Herausforderungen setzt der Sektor auf Innovation: Alkoholfreie Biere sind das am schnellsten wachsende Segment und konnten in fünf Jahren um 25 % zulegen, mittlerweile machen sie 7,5 % des Bierkonsums in der EU aus. Julia Leferman, Generalsekretärin von The Brewers of Europe, unterstreicht die Bedeutung eines klaren regulatorischen Rahmens: „Die Brauereien setzen sich für Nachhaltigkeit, Mäßigung und kulturelle Werte ein. Aber jetzt ist es an der Zeit für klare Unterstützung – und nicht für unverhältnismäßige oder kontraproduktive Regulierung.“

Der Bericht wurde kürzlich auf der 12. jährlichen Veranstaltung „Beer Serves Europe“ in Brüssel vorgestellt, an der Brauer, Partner der Lieferkette, politische Entscheidungsträger und Gäste aus EU-Institutionen teilnahmen.

Italiens beste Weihnachtsbiere: Christmas Beers 2025 gekürt

Weihnachtsbiere haben eine ganz besondere Aufgabe: Sie sollen Wärme und Vertrautheit vermitteln, nach Gewürzen und Süßigkeiten duften und den Geist der Feiertage in flüssiger Form einfangen. Genau diesen Anspruch hat auch in diesem Jahr wieder Unionbirrai, der Verband kleiner, unabhängiger Craft-Brauereien Italiens, mit der fünften Ausgabe von Christmas Beers gefeiert – dem Weihnachtswettbewerb im Rahmen von Birra dell’Anno (Bier des Jahres).

Der Sieger: Christmas Crumble aus der Lombardei

Den ersten Platz sicherte sich Christmas Crumble der Lariano Brewery aus Sirone in der Lombardei. Das Bier überzeugte die Jury durch seine Balance, seine aromatische Tiefe und die Fähigkeit, den Weihnachtsgedanken besonders eindrucksvoll ins Glas zu bringen. Komplex, harmonisch und dennoch zugänglich – so präsentierte sich der verdiente Gewinner.

Silber und Bronze: Marche und Apulien auf dem Podium

Die Silbermedaille ging an Guastafeste, eine weihnachtliche Interpretation der Brauerei Fam. Mukkeller aus Porto Sant’Elpidio in den Marken. Den dritten Platz belegte Primatia von Birranova aus Triggianello in Apulien – der scheidende Sieger des Wettbewerbs, der auch in diesem Jahr wieder überzeugen konnte.

Besondere Erwähnungen für Kreativität und Thementreue

Zwei weitere Biere wurden von der Jury mit einer besonderen Erwähnung ausgezeichnet:

  • Caput Mundi vom Birrificio dei Castelli aus Arcevia
  • Santo Stefano vom Birrificio Agricolo Pagus aus Darfo Boario Terme

Beide Biere stachen durch ihre Originalität und ihre konsequente Ausrichtung auf das Weihnachtsthema hervor.

Was italienische Weihnachtsbiere auszeichnet

Laut Simone Monetti, Generalsekretär von Unionbirrai, lassen sich italienische Weihnachtsbiere weniger über einen festen Stil als über gemeinsame Eigenschaften definieren:

„Italienische Weihnachtsbiere erinnern an den Reichtum und Überfluss der Feiertage, mit Anklängen an typische Weihnachtssüßigkeiten. Es handelt sich meist um limitierte Auflagen, oft vollmundig, würzig, bernsteinfarben oder dunkel, mit einem komplexen aromatischen Profil.“

Damit sind sie bewusst außerhalb klassischer Bierstilkategorien angesiedelt und leben von Kreativität, Emotion und Individualität.

Mehr als Bier: Flüssige Weihnachtsgeschichten

Christmas Beers ist für Unionbirrai mehr als ein Wettbewerb. Monetti betont den kulturellen und symbolischen Wert dieser Spezialitäten:

„Mit BdA XMAS Beers wollen wir die Fähigkeit italienischer Craft-Brauer fördern, jedes Bier in eine Geschichte zu verwandeln – in eine Emotion, die man während der Feiertage erlebt. Diese Biere sind nicht nur zum Probieren da: Sie sind Erfahrungen, die verschenkt, geteilt und erinnert werden.“

Die finalen Verkostungen fanden blind und nach den strengen Richtlinien von Unionbirrai statt. Eine Expertenjury bewertete die Biere anhand ihres sensorischen Profils, ihrer Originalität und ihrer Fähigkeit, den Weihnachtsgeist glaubwürdig zu transportieren.

Italiens Weihnachtsbiere zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig und emotional Craft Beer sein kann. Ob würzig, malzig, komplex oder verspielt – sie erzählen Geschichten von Festtagen, Gemeinschaft und Genuss. Der Wettbewerb Christmas Beers macht deutlich: Weihnachtsbier ist kein Stil, sondern ein Gefühl.

Der Finnische Bierverband kommentierte den Vorschlag der Regierung an das Parlament für ein Gesetz zur Änderung des Alkoholgesetzes

Die aktuelle Diskussion über die finnische Alkoholpolitik zeigt deutlich, dass das Land vor einem weiteren Schritt in Richtung Liberalisierung steht. Der Finnische Bierverband sieht Finnland gut vorbereitet, seine Regelungen zu modernisieren, denn der Alkoholkonsum im Land ist seit Jahren rückläufig und liegt inzwischen unter dem EU-Durchschnitt. Seit 2007 sinkt der Konsum kontinuierlich, und auch die Anhebungen der erlaubten Verkaufsstärke im Einzelhandel in den Jahren 2018 und 2024 haben den Konsum nicht erhöht. Vielmehr zeigt sich ein klarer Trend weg von starken hin zu milderen alkoholischen Getränken – und hin zu bewussterem, genussorientiertem Trinken.

Anikó Lehtinen, Präsidentin des Finnischen Bierverbands, betont, dass viele der von der Regierung geplanten Gesetzesanpassungen positive Auswirkungen für finnische Bierkonsumenten hätten. Besonders begrüßt wird, dass nationale Händler und Brauereien künftig ihre Biere online verkaufen und im ganzen Land liefern dürfen – vorausgesetzt, die Alterskontrolle ist gewährleistet. Das würde den Wettbewerb fairer gestalten, vor allem gegenüber ausländischen Händlern, die bereits heute deutlich hochprozentigere Produkte nach Finnland liefern dürfen. Der Verband fordert daher gleiche Regeln für alle Anbieter und eine klare gesetzliche Gleichstellung.

Der Bierverband sieht in liberalisierten Binnen-Lieferverkäufen eine große Chance: Kleinere Brauereien könnten neue Einnahmen erzielen, und Bierliebhaber in entlegenen Regionen bekämen Zugang zu einer deutlich breiteren Auswahl heimischer Biere. Die technischen Voraussetzungen für Alterskontrollen seien bereits gegeben, denn Transportunternehmen prüfen die Identität vieler Empfänger ohnehin. Zusätzliche bürokratische Hürden lehnt der Verband ab und plädiert dafür, bestehende Alkoholpässe um die Anforderungen für Fernverkauf und Lieferung zu erweitern.

Kritisch äußert sich der Verband jedoch zu geplanten Verschärfungen im Marketingbereich. Der Gesetzesentwurf sieht vor, Influencer-Marketing für sowohl milde als auch starke alkoholische Getränke in sozialen Medien vollständig zu verbieten. Auch Werbezeiten im Fernsehen und Radio sollen weiter eingeschränkt werden. Der Bierverband hält diese Verschärfungen für unnötig und widersprüchlich, insbesondere da der Alkoholkonsum unter Minderjährigen seit über 15 Jahren sinkt und strenge Regeln bereits existieren. Zudem sei gerade Influencer-Marketing für Bier in Finnland überwiegend geschmacks- und wissensorientiert und richtet sich an erwachsene Zielgruppen.

Besonders problematisch sei die fehlende Definition des Begriffs Influencer. Dadurch könnten im schlimmsten Fall auch Bierexperten, Blogger oder sogar normale Konsumenten betroffen sein, die online über verkostete Biere berichten. Aus Sicht des Verbands würde das nicht nur ehrliche, verantwortungsbewusste Kommunikation unterbinden, sondern auch den nationalen Influencern schaden, während internationale Akteure weiterhin frei über Bier und Alkohol berichten könnten.

Während der Gesetzentwurf den Zugang zu Alkohol in anderen Bereichen liberalisiert – beispielsweise durch Lieferverkauf und grenzüberschreitenden Onlinehandel – würde gleichzeitig die Kommunikation rund um milde alkoholische Getränke stark eingeschränkt. Dies sieht der Verband als widersprüchlich und fordert daher, das geplante Influencer-Verbot aus dem Entwurf zu streichen. Aus seiner Sicht reguliert das bestehende Gesetz das Marketing bereits ausreichend und schützt Minderjährige effektiv.

Insgesamt zeigt die Stellungnahme des Finnischen Bierverbands deutlich, dass das Land vor einer komplexen Neuausrichtung seiner Alkoholpolitik steht. Einerseits soll der Zugang zu Alkohol moderner und kundenfreundlicher gestaltet werden, andererseits drohen Einschränkungen, die nach Ansicht des Verbands nicht in die Zeit passen und sogar kontraproduktiv sein könnten. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die finnische Regierung dieses Spannungsfeld auflösen wird – und welche Auswirkungen die Neuerungen auf die finnische Bierlandschaft und die Konsumenten haben.

Ratsherrn bringt Helles Alkoholfrei auf den Markt

Zum Jahresende überrascht die Ratsherrn Brauerei aus dem Hamburger Schanzenviertel mit einer Neuheit, die perfekt in die heutige Zeit passt. Das beliebte Ratsherrn Helles gibt es ab sofort auch als alkoholfreie Variante. Damit reagiert die Brauerei auf den anhaltenden Trend zu alkoholfreien Bieren und den Wunsch vieler Konsumenten nach leichteren, bewussteren Genussmomenten. Das neue Ratsherrn Helles Alkoholfrei ergänzt das bestehende Angebot, zu dem bisher schon das Ratsherrn Pilsener 0,0 Prozent, der Milde Lime 0,0 Prozent sowie der Malztrunk gehören.

Die Entwicklung des neuen Bieres war für das Brauteam eine besondere Herausforderung. Braumeister Ian Pyle betont, wie wichtig es war, den typischen Charakter des Ratsherrn Hellen zu bewahren. Viele Testreihen und Brauversuche später ist es gelungen, eine alkoholfreie Variante zu schaffen, die geschmacklich kein Kompromiss ist. Das Helle Alkoholfrei überzeugt mit feinen Malznoten, zurückhaltenden Hopfenaromen und einem ausgewogenen, erfrischenden Körper. Es bietet damit den vollen Geschmack des Originals, nur ohne Alkohol.

Dass alkoholfreie Biere längst ihren Platz im modernen Alltag gefunden haben, zeigt sich auch in der Positionierung der Brauerei. Ratsherrn möchte weiterhin Biervielfalt für jede Lebenssituation bieten, ob nach dem Sport, beim Treffen mit Freunden oder beim entspannten Nachmittag im Park. Geschäftsführer Niklas Nordmann sieht das neue Helle Alkoholfrei als ideale Ergänzung, die genau zu diesen Momenten passt.

Optisch reiht sich das neue Bier nahtlos in das Markenbild der Brauerei ein. Gleichzeitig bleibt Ratsherrn seiner Philosophie treu: Regionalität und nachhaltige Produktion stehen im Mittelpunkt. Das neue Helle wird mit besten regionalen Zutaten gebraut und mit handwerklicher Sorgfalt umgesetzt.

Erhältlich sein wird das Ratsherrn Helles Alkoholfrei ab Mitte Dezember. Zu kaufen gibt es das Bier im klassischen Lebensmitteleinzelhandel, im Ratsherrn Store in der Schanze sowie im Onlineshop der Brauerei. Damit macht Ratsherrn den nächsten Schritt, modernen Biergenuss zeitgemäß weiterzuentwickeln und noch mehr Menschen anzusprechen, die vollen Geschmack ohne Alkohol suchen.

Brau Union Bierkulturbericht 2025: Österreich trinkt bewusster – alkoholfreies Bier weiter im Aufwind

Die Brau Union Österreich präsentiert ihren Bierkulturbericht 2025 in einem komplett neuen Look – und mit klaren Botschaften zum Konsumverhalten der Österreicherinnen und Österreicher. Der Bericht erscheint heuer bereits zum 17. Mal und wurde an das neue, modernere Corporate Design des Unternehmens angepasst. Verantwortlich dafür ist die Linzer Agentur upart, die dem Bericht ein magazinigeres, visuell stärkeres Erscheinungsbild verliehen hat.

Im Zentrum steht wie immer die repräsentative Studie des MARKET Instituts, die das bierige Verhalten der Bevölkerung umfassend abbildet. Trotz eines leicht rückläufigen Trends trinkt weiterhin jede zweite Person in Österreich regelmäßig Bier. Gleichzeitig bleibt das Getränk fest in der heimischen Kultur verankert: 79 Prozent sehen Bier nach wie vor als wichtigen Bestandteil der österreichischen Getränkekultur. Vor allem in Gemeinschaft – auf Partys, Familienfeiern und im Freundeskreis – spielt Bier eine wichtige Rolle und gilt als verbindendes Element zwischen Menschen.

Besonders auffällig ist der gesellschaftliche Wandel hin zu mehr Verantwortungsbewusstsein. Laut Senior Researcher Stefan Anzinger achtet nahezu die Hälfte der Befragten bewusster auf ihren Konsum. Alkoholfreies Bier und Bio-Bier verzeichnen starke Zuwächse: Ein Drittel der Bevölkerung greift mittlerweile zu alkoholfreiem Bier – ein historischer Höchstwert. Interessant ist, dass das Autofahren erstmals nicht mehr der Hauptgrund ist. Vielmehr steht der Wunsch im Vordergrund, Bier genießen zu können, ohne Alkohol trinken zu müssen. Auch Bio-Bier legt zu: 34 Prozent trinken heuer biologisch gebrautes Bier, besonders beliebt ist es bei den 18- bis 49-Jährigen.

Während sich an den beliebtesten Biersorten kaum etwas ändert – Märzen führt vor Pils, Zwickl, Weizen und Lager – wächst das Interesse an Leichtbier deutlich. 26 Prozent sprechen sich dafür aus, nach nur 20 Prozent im Vorjahr. Der Trend zeigt: Vielfalt und bewusster Konsum bestimmen zunehmend die Bierkultur in Österreich.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 2.500 Personen ab 18 Jahren im April und Mai 2025. Den vollständigen Bierkulturbericht und den Vorgänger aus dem Vorjahr stellt die Brau Union online zur Verfügung.

Der Bierkulturbericht 2025 zeigt, wie vielfältig, modern und verantwortungsbewusst Österreich heute Bier lebt – und wie stark alkoholfreie sowie biologisch gebraute Sorten die Zukunft der Branche prägen. Den gesamten Bierkulturbericht 2025 sowie den Bericht aus dem Vorjahr gibt es online zum Durchblättern: https://www.brauunion.at/bierkultur/

Italien plant Steuersenkung auf Bier: Entlastung für Brauereien und Impuls für den Craft-Sektor

In Italien könnte der Biersektor ab 2026 spürbar entlastet werden. Eine von Senatorin Gisella Naturale (M5S) eingebrachte Änderung zum Haushaltsgesetz 2026 sieht vor, die Verbrauchssteuer auf Bier von derzeit 2,99 Euro auf 2,97 Euro pro Hektoliter und Grad-Plato zu senken – ein kleiner Schritt mit großer Signalwirkung. Die Initiative wurde von Assobirra unterstützt und findet auch bei Unionbirrai, dem Verband der kleinen unabhängigen Craft-Brauereien, deutliche Zustimmung.

Für Unionbirrai ist die Maßnahme sinnvoll und notwendig. Generaldirektor Vittorio Ferraris betont, dass mit einer jährlichen Budgetdeckung von 4,7 Millionen Euro der gesamte Brausektor – besonders aber kleine Craft-Bier-Produzenten – gezielt gefördert werde. Diese hätten sich international längst als Aushängeschild italienischer Lebensmittelqualität etabliert.

Die geplante Steuersenkung knüpft an ein wichtiges Ergebnis des Vorjahres an. Damals erreichte Unionbirrai gemeinsam mit politischen Unterstützern von Fratelli d’Italia und Lega, dass der Steuerrabatt für Mikrobrauereien auf Produktionsmengen bis 60.000 Hektoliter jährlich ausgeweitet wurde. Nun hofft der Verband, dass dieser Weg konsequent fortgeführt wird.

Ferraris unterstreicht, dass eine Senkung der Verbrauchssteuern weit mehr ist als ein finanzieller Vorteil: Sie ist eine strategische Investition in Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Arbeitsplätze. Gleichzeitig fordert Unionbirrai zusätzliche Schritte zur Stärkung der Branche. Dazu gehören Entbürokratisierung, die Ausweitung von Pauschaltarifen für die Steuerzahlung auf mehr Mikrobrauereien sowie eine generelle Vereinfachung der Biervorschriften.

Ein zentraler Punkt ist die Anwendung eines Flat-Rate-Systems für sehr kleine Produzenten. Dieses würde nicht nur die Verwaltungskosten reduzieren, sondern auch stabile Einnahmen für den Staat gewährleisten. Vor allem aber würde es den Brauereien mehr Freiraum verschaffen, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren: hochwertige Biere zu brauen, Innovation voranzutreiben, Arbeitsplätze zu schaffen und die regionale Wirtschaft zu stärken.

Mit der aktuellen Initiative könnte Italien einen weiteren Schritt machen, um seine Craft-Bier-Szene nachhaltig zu fördern – und damit ein starkes Signal für die Zukunft der Branche setzen.