Es ist schon merkwürdig – ich versuche im Internet mehr über das Bier zu erfahren, das jetzt vor mir steht. Dafür rufe ich die Website auf, die auf dem Etikett angegeben ist, und alles was die Site enthält, ist der Rahmen – Design und Menü, alles ist zu sehen, aber kein Inhalt. Kein Wort. Aber immerhin ist ein Copyright angegeben. Danach ist die Seite seit dem Jahr 2013 ohne Inhalt im Netz. Das ist für mich doch etwas unverständlich.
Ein Blick auf die Zutatenliste des Boerken teilt mir mit, dass beim Brauen dieses Bieres auch der Zusatzstoff E150C eingesetzt worden ist. Diese E-Nummern machen mich ja immer neugierig, so dass ich erst einmal im Internet nachsehen musste, um was es sich dabei handelt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Ammoniak-Zuckerkulör handelt, einen Zusatzstoff, der in der Nahrungsmittel-, Kosmetik- und Arzneimittelindustrie Verwendung findet. Nun frage ich mich, was Ammoniak im Bier zu suchen hat und – noch wichtiger – ob dieser Stoff schädlich ist oder nicht.
Die Website Lebensmittel-Zusatzstoffe schreibt, dass E150C als unbedenklich gelte, solange die Höchstmenge von 300 mg je Kilo Körpergewicht eingehalten werde.
Anders sieht es die Website alternativ-gesund-leben.de. Dort wird der gleiche Farbstoff als gefährlich und krebserregend beschrieben. Außerdem wird dort darauf hingewiesen, dass E150C in den USA verboten wurde.
Bei so unterschiedlichen Einschätzungen habe ich noch eine Quelle gesucht, die nicht im Verdacht steht, ihre Einschätzung aufgrund wirtschaftlicher Interessen getroffen zu haben. Was liegt da näher als das Deutschen Zusatzstoffmuseum auf dem Gelände des Großmarkts in Hamburg? Das Museum schreibt auf seiner Website folgendes: „Es handelt sich dabei nicht, wie immer wieder behauptet, um leckeres Karamell, das durch vorsichtiges Erhitzen von Zucker entsteht, sondern um diverse Zuckerarten, die mit Natronlauge, (E 524) Ammoniak (E 527) oder Sulfit (E 220) chemisch umgesetzt wurden. Dabei entstehen auch die umstrittenen Imidazole“.
Ein Klick auf die Links bringt Sie zu den Einträgen auf den jeweiligen Websites. Dort finden Sie auch die vollständigen veröffentlichten Informationen bzw. Desinformationen. Ich würde mich aufgrund der hier (nicht) erlangten Kenntnisse vermutlich gegen den Kauf dieses Bieres entscheiden. Aber da es jetzt nun mal vor mir steht, werde ich es auch verkosten.
Praktisch blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber dümpelt wenig gemischtporiger Schaum, der aber schnell in sich zusammenfällt. Jetzt erinnert das Bier ein wenig an Cola.
Röstaromen, die an dunkle Schokolade erinnern, dominieren den Duft des Bieres. Auch die 9,5 Volumenprozent Alkohol sind durchaus zu riechen, wirken aber nicht aufdringlich.
Der Antrunk ist süß, was aber zur reichlich vorhandenen sanften und feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und paart sich mit dem Schokoladengeschmack sowie einer leichten fruchtigen Säure. Mich verwundert die Säure etwas, da ich sie in der Nase nicht festgestellt habe. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Der Abgang ist mild und in der Kehle zeigt sich ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Farbstoff E150C
Alkoholgehalt:
9,5 % Vol.
Brauerei:
Verstraeten H&S
9120 Beveren-Waas
www.boerkenenboerinneken.be
Seien wir ehrlich – wer denkt bei der Zahl 1001 nicht an die Geschichten aus tausendundeiner Nacht? Mir geht es jedenfalls so. Und so kam ich auch zu dieser Flasche Bier. Ich sah die Zahl und dachte an ein Bier, mit Karamellmalzen und exotischen Gewürzen gebraut, vielleicht so etwas wie ein Weihnachtsbier. Aber da hatte ich mich getäuscht. Hier geht es nicht um den Genuss des Orients, sondern ganz profan um die Wiederholung des 1001ten Suds, den Jan und Malte angesetzt hatten. Na ja, wer lesen kann ist klar im Vorteil und wer nicht liest ist selber Schuld. Also will ich mich mal so ganz ohne Vorurteile an dieses Bier heranwagen.
Die Brauer beschreiben ihre Biere und ihre Arbeit so: „Bier, das mit Liebe, von den Händen guter Braumeister und mit den besten Rohstoffen hergestellt wird. Die authentischen Handwerksbiere. Eines Tages, als wir ein tolles Bier getrunken hatten, beschlossen wir, unsere eigene Brauerei zu gründen und selber auch tolle Biere zu brauen. Ehrliche und hochwertige Biere. Biere, die unserer Stadt, Barcelona, würdig sind. Wir sind die authentische Handwerksbrauerei in Barcelona. Und hier sind die besten Biere, von denen wir wissen, wie man sie herstellt. Mit einer sorgfältigen Auswahl an exzellenten Malzen, Hopfen und Hefe. Ohne Zusatzstoffe, versteht sich. Und mit einem unglaublich reinen Wasser aus dem Naturpark Montseny, dem Agua de Font del Regàs.“ Die Jungs formulieren an sich also hohe Ansprüche, aber bei den Bieren, die ich bislang verkostet habe, wurden diese Ansprüche auch erfüllt. Mal sehen, ob dies auch auf Miss Hops zutrifft, das von der Brauerei als High IPA beschrieben wird. Ich vermte mal, dass das mehr oder weniger einem
Seit 2015 kreieren Sven und Dennis mit großer Freude solide und ausgefallene Biere. Die Vielfalt, die Wasser, Malz, Hopfen und Hefe einem Brauer bieten, ist beeindruckend. Die Biere werden ausschließlich mit natürlichen Zutaten gebraut. Da diese nicht filtriert werden haben sie einen vollmundigen und runden Geschmack. Ob diese Aussage auch auf das Pils zutrifft will ich jetzt testen. Das Bier haben Sven und Dennis mir zur Verfügung gestellt.
Die erfolgreiche Craft Bier Brauerei Amazon Beer wurde im Jahre 2000 in Belém (Bethlehem), ganz im Norden von Brasilien an der Bucht von Marajó gegründet. Belém ist die Hauptstadt des Bundesstaates Pará mit etwa 1,4 Millionen Einwohnern. Wegen der vielen Mangobäume in den Straßen wird sie auch die Stadt der Mangobäume genannt.
Diplom- Braumeister & Biersommelier Friedrich Carl Richard Matthies, genannt Fiete, stammt aus Hamburg- Finkenwerder. Das Brauwerk betreibt er seit 2014 mit Unterstützung seiner Brüder als Familienunternehmen. Fiete gründete zunächst 2012 die „Kehrwieder Kreativbrauerei“ in Hamburg. Zuvor war er als Brauer in Rostock und Berlin, im Brauanlagenbau in Frankreich, außerdem als Ausbilder in zwei neuen Brauereien in Spanien tätig. Die Zutaten der Wildwuchs-Biere stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau.
Auch wenn das Bier, das jetzt vor mir steht, aus Großbritannien stammt, soll der Name an die 13 Gründerstaaten der USA erinnern, also an Virginia, New Hampshire, Rhode Island, Massachusetts, Maryland, Connecticut, North Carolina, South Carolina, Delaware, New Yersey, New York, Pennsylvania und Georgia. So verwundert es auch nicht, dass für dieses Bier sieben Hopfensorten und sechs Malze verwendet wurden. Das lässt mich dann doch neugierig werden.
Am Fuße der Allgäuer Alpen hat die Familienbrauerei Zötler ihren Sitz, mitten in der Ferienregion Oberalpsee-Grünten im Ferienort Rettenberg. Das Unternehmen beschäftigt etwa 75 Arbeiter und Angestellte und wird von Niklas Zötler geführt, der es 2018 von seinem Vater übernahm.
Das La Cambre HopSession, das jetzt vor mir steht, ist auf drei Arten ungewöhnlich: Nicht nur für ein belgisches Bier, sondern auch für ein Abteibier und ebenfalls für ein IPA ist ein Alkoholgehalt von lediglich 3,9 Volumenprozent ungewöhnlich. Mal sehen, ob sich der geringe Alkoholgehalt auch auf den Geschmack auswirkt.