Archiv der Kategorie: Biertest

Piast Wrocławski

Was kann ich von einem Bier erwarten, das auf dem Halsetikett bereits seinen Preis stehen hat? Und was für ein Preis. 2,19 Zloty sind nur unwesentlich mehr als 50 Eurocent. Nun sind die Preise in Polen deutlich niedriger als in Deutschland und ich habe dort auch bereits zu einem ähnlichen Preis recht gut trinkbare Biere gefunden. Mal sehen, ob das Piast Wrocławski ebenfalls zu den Treffern gehört.

Intensiv Golden ist das Bier schon mal, eine Farbe, die die meisten polnischen Biere im Supermarkt haben. Die Schaumentwicklung ist recht dürftig, aber der Schaum, der sich bildet, bleibt lange erhalten. Die Optik ist also schon mal nicht schlecht.

Die Aromen sind dagegen nicht so ausgeprägt. Düfte nach Malz und Karamell steigen mir in die Nase, dazu einige blumige Noten.

Der Antrunk ist angenehm süß und die Kohlensäure ist gut auf die vorhandene Süße abgestimmt. Dem positiven ersten Eindruck auf der Zunge folgt aber die Enttäuschung. Kaum Bitterstoffe reizen die Zunge, Fruchtigkeit und Blumigkeit fehlen vollständig. Jetzt wirkt das Bier unausgewogen und langweilig. Als im Abgang die Kehle erstmals durch eine leichte Säure berührt wird, meine ich im ersten Moment, dass es sich um einen Fehler handelt. Erst beim zweiten Schluck macht die Säure einen besseren Eindruck. Ich hatte sie beim ersten Mal wohl einfach nicht mehr erwartet.

Das Piast Wrocławski ist ein außergewöhnliches Bier, aber auch der Beweis, dass außergewöhnlich nicht immer gut bedeutet.

Brauerei:

Carlsberg Polska Sp. z.o.o.
ul. Krakowiaków 34
02-255 Warszawa
Polen
www.piwopiast.pl

Braukatz – Pale Ale

Craft Beer aus dem Allgäu? Ja, das geht, auch wenn viele bayrische Brauer dazu sagen: „So ein Schmarrn, bei uns heißt das Tradition“. Da ist durchaus etwas dran und der Übergang von traditionell gebrautem Bier und Craft Beer ist fließend. Aber es gibt doch noch Unterschiede zwischen einem (guten) Bier aus einer mittelständischen Brauerei auf der einen und einem Craft Beer auf der anderen Seite. Jetzt steht das Braukatz Pale Ale vor mir und ich will feststellen, wie gut dieses Bier gelungen ist. Vorher aber noch meinen Dank an die Post Brauerei in Nesselwang, die mir das Bier zugeschickt hat.

Bereits beim Öffnen der Flasche steigt mir ein fruchtiger Duft in die Nase. Mit dem Hopfen haben die Allgäuer also schon mal nicht gespart. Das freut mich schon mal. Im Glas strahlt mich das Bier in einer schönen Bernsteinfarbe an. Es entwickelt eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Im Aroma halten sich Malz und Hopfen die Waage. Düfte nach Karamell, Ananas, Limone und Mandarine werden durch einige holzige Noten unterstützt. Meine Nase ist von dem Bier schon mal sehr angetan.

Der Antrunk wird durch das Malz geprägt, begleitet durch den Geschmack nach Mandarine, Ananas und Zitrone. Wie schon im Duft gehen die Eindrücke eine perfekte Verbindung ein. Die fruchtigen Noten verleihen dem Bier eine gewisse Frische. Schnell kommt noch ein freundliches Bitter dazu, so dass das Bier einen vollen und runden Eindruck macht. Sowohl die Bitternoten als auch die Fruchtigkeit kommen auch im lang nachklingenden Abgang zum Tragen.

Das Pale Ale aus Nesselwang kann ich mir gut zu einem Raclette vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mandarina Bavaria, Hallertauer Tradition, Spalter Select, Hersbrucker spät), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

13,4 %

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de

Altenauer Edelpils

Um es vorweg zu sagen: Dieses Pils ist etwas ganz besonderes. Es ist kein Pils wie jedes andere. Das Bier hat eine sehr schön goldgelbe Farbe und nach dem Einschenken sehen wir einen feinporigen Schaum, der allerdings auch einige große Blasen enthält, was dem optischen Eindruck nicht wirklich zuträglich ist.

Ein erster Schluck zeigt, dass sich das Altenauer Edelpils nicht mit den Massenprodukten aus der Getränkeindustrie vergleichbar ist. Der intensive herbe Geschmack ist deutlich bitter, ein Bier mit Charakter. Bei der Intensität des Geschmacks ist es erstaunlich, dass dieses Bier nur 5 % Alkohol hat. Andere Biere, die so intensiv schmecken, enthalten erheblich mehr Alkohol. Die Fülle der Aromen ist beeindruckend.

Alles in Allem ein Pils, das es nicht verdient hat, einfach gedankenlos heruntergekippt zu werden. Dieses Bier sollte aufmerksam getrunken und genossen werden, genau wie ein guter Rotwein.

Dass das Bier keinen Hopfenextrakt enthält, sondern ausschließlich Hopfen, zeigt, dass es sich nicht um ein Industrieprodukt handelt, sondern dass der Braumeister wirklich sein Handwerk verstehen muss. Durch die Verwendung von Hopfen, der nicht durch die industrielle Standardisierung gegangen ist, entstehen Biere, die jeweils einmalig sind.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Altenauer Brauerei
38707 Altenau im Oberharz
http://www.altenauer-brauerei.de

Franziskaner – Weissbier Alkoholfrei

Nehmen wir uns mal wieder einem alkoholfreien Weizenbier an. Eigentlich stehe ich einem alkoholfreien Weißbier eher skeptisch gegenüber, da diese Biere meist eher flach schmecken und beim Entfernen des Alkohols auch der typische Weizencharakter verlorengeht.

Wie die anderen Weizenbiere aus dieser Brauerei ist auch das alkoholfreie Weizen leicht trüb, es zeigt einen schönen dichten und gleichmäßigen feinporigen Schaum, der nicht allzu standfest ist, was aber bei alkoholfreien Bieren nicht anders zu erwarten war.

An der Nase ist das Bier zunächst unscheinbar.

Der Antrunk ist leicht süßlich; aber leider recht dünn. Langsam entwickelt sich auf der Zunge aber der Geschmack, der dieses Bier zu den besten seiner Art macht.

Lt. Etikett auf der Rückseite der Flasche ist das Bier isotonisch. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist es ein erfrischendes Getränk an heißen Tagen oder nach körperlicher Anstrengung.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Spaten-Franziskanerbräu GmbH
80335 München
https://www.franziskaner-weissbier.de/

Hellers Maibock

Ups, nun haben wir bereits Anfang September und in der letzten Woche hat mein Bioladen noch einmal einige Flaschen Maibock verkauft. Diesen Maibock habe ich auch noch nicht gekannt. Grund genug also, mir gleich eine Flasche zu sichern. Aber ich bin sicher nicht der einzige Mensch, der sich jetzt im September mit dem Maibock von Heller beschäftigt. Der Maibock reift im Lagerkeller immerhin sechs Monate lang, bevor er abgefüllt wird und in den Verkauf kommt. Die Brauerei ist sicher bereits kräftig dabei, den Jahrgang 2018 des Maibocks zu planen.

Rotgolden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Vom feinporigen Schaum gibt es nur recht wenig, der sich auch relativ schnell auflöst.

Dafür gefällt mir das Aroma. Mir steigen Karamellnoten und der Duft roter Beeren sowie einige blumige Noten in die Nase.

Der Antrunk ist mild mit einer angenehmen leichten Süße. Zusammen mit der spritzigen Kohlensäure ist dieses Bier vom ersten Moment an rund. Auch der Körper ist vollmundig und rund. Ein angenehmes Bitter kommt dazu und verbindet sich hervorragend mit dem Geschmack nach Karamell und Honig. Der Abgang ist freundlich bitter. Die Bitterstoffe sind nicht allzu kräftig, aber doch stärker als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe.

Dieser Maibock passt gut zu den Gerichten der Saison, also zu Spargel und Spinat, aber durchaus auch zu den ersten Früchten des Frühlings, z.B. zu Erdbeeren.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei HELLER GmbH
Roonstr. 33
50674 Köln
www.hellers.koeln

Riedenburger – Festbier

Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr. Zeit also, ein bayrisches Festbier zu testen. Für Saisonbiere wie dieses zu Weihnachten haben die Brauereien meist spezielle Rezepte, um so ein ganz besonderes Bier zu brauen. Das Riedenburger Festbier ist ein Biobier, nicht nach den Biorichtlinien der EU, die sich lediglich um die Rückstandfreiheit kümmern, sondern es handelt sich um ein „richtiges“ Biobier nach den Bioland-Richtlinien, also ein wirklich nachhaltiges Getränk.

Rohstoffe aus echtem biologischem Landbau sind in der Regel deutlich teurer als solche aus konventionellem Anbau. Häufig können die Mehrkosten nicht vollständig an die Konsumenten weitergegeben werden. Wir können also mit Fug und Recht davon ausgehen, dass bei Verarbeitern, die die teureren Rohstoffe verwenden, noch so einiges an Idealismus vorhanden ist. Des Weiteren gehe ich davon aus, dass diese Brauer auch mehr Sorgfalt beim sachgemäßen Umgang mit den Rohstoffen walten lassen. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen an dieses Bier. Zeit also, das erste Glas einzuschenken.

Ein schön klares Bier in der Farbe dunklen Bernsteins fließt in das Glas, gekrönt von einem elfenbeinfarbenen Schaum, der aber leider sehr schnell in sich zusammenfällt. Schade, ich hätte mir mehr Standfestigkeit gewünscht. Aber der Duft – intensiv nach geröstetem Malz, süßlich mit Zitrusfrüchten gemischt. Schon das Schnuppern an diesem Bier ist ein echtes Erlebnis.

Der Antrunk ist leicht hopfig und zeigt etwas Malz. Dazu eine erfrischende leichte Säure. Es ist nicht wirklich süffig, so dass es sich nicht einfach herunterschütten lässt, sondern es ist ein Bier, bei dem wir jeden einzelnen Schluck bewusst genießen sollten. Nach einem kurzen Verbleib im Mund kommt auch der Geschmack der fünfeinhalb Volumenprozent Alkohol zum Tragen, ohne dabei unangenehm zu werden. Im Abgang kommt anschließend der Hopfen zum Tragen. Der Geschmack bleibt recht lange im Mund erhalten.

Dieses Bier erfüllt meine Anforderungen an ein Saisonbier mit Rohstoffen aus biologischem Anbau in vollem Umfang. Ich würde mir lediglich etwas mehr der sehr schön feinperligen Kohlensäure wünschen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
93339 Riedenburg
http://www.riedenburger.de

BierSelect

Club Beer – 01 Coffee Stout

Liechtenstein ist ja nicht unbedingt für seine Braukunst bekannt, aber auf der anderen Seite muss es auch nicht verwundern, dass auch dort Bier gebraut wird. Jetzt steht ein Bier aus dem Liechtensteiner Brauhaus vor mir. Das Coffee Stout hat die Ordnungsnummer 01, was bedeutet, dass es sich um das erste Bier aus der sechsteiligen Serie der Club Biere handelt, einer Reihe ungewöhnlicher Biere der Brauerei.

Schwarz mit einem kleinen Stich ins Braune ist das Bier, darüber eine feinporige hellbraune Schaumkrone, die aber relativ schnell in sich zusammenfällt. Da bei diesen sehr dunklen und intensiven Bieren der Schaum meist nicht sonderlich haltbar ist, betrachte ich das aber nicht als Makel.

Das Aroma wird durch intensive Röstaromen dominiert. Ich rieche dunkle Schokolade und Kaffee. Der Hopfen hält sich so weit im Hintergrund, dass er sich in der Nase nicht wahrnehmen lässt.

Der Antrunk ist wie aufgrund des Aromas erwartet ziemlich süß und ich bemerke, dass die Kohlensäure nur sehr sparsam vorhanden ist. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Aber dann füllt ein intensiver Geschmack von Espresso den Mund, der mit den vorhandenen Bitterstoffen einen angenehmen Kontrast zur Süße des Antrunks bildet. Jetzt macht das Bier einen ausgewogenen Eindruck und ich könnte mir vorstellen, dass zu diesem Zeitpunkt mehr Kohlensäure eher stören würde. Der Abgang ist wenig bitter, eher trocken, und jetzt kommt der Geschmack dunkler Schokolade zum Vorschein, der ellenlang nachklingt.

An dieses Bier könnte ich mich gewöhnen. Allerdings sollte es gut gekühlt genossen werden, nur dann kommen die Kontraste richtig zur Geltung. Zu diesem Bier passt sowohl eine bayerische Brotzeit mit kräftigem Käse und Schinken als auch ein süßes Dessert. Dieses Coffee Stout ist wirklich sehr anpassungsfähig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Wiener, Carafa, Caramünch, Melanoidin, Caraamber), Hopfen (Perle, Hallertauer Tradition), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 %

Stammwürze:

12,8° Plato

Bittereinheiten:

32 IBU

Brauerei:

Liechtensteiner Brauhaus AG
Im Rösle 4
9494 Schaan
Liechtenstein
www.brauhaus.li

Überquell – Lieblings Imperial Lager

Bei meinem letzten Besuch in Hamburg war ich kurz in der Brauerei-Gaststätte von Überquell am Fischmarkt. Ich kann nur sagen, es lohnt sich. Es war herrliches Wetter, der Außenbereich mit dem Blick auf den Hamburger Hafen wirkt etwas improvisiert, ist aber perfekt professionell bewirtschaftet. Dazu die hervorragenden Biere – besser kann sich Hamburg nicht präsentieren.

Das Imperial Lager eine besonders intensive Version eines Lagers. Neben knackigen den 5,6 Volumenprozenten Alkohol bedeutet dies vor allem eine besonders kräftige Hopfengabe. Soweit die Beschreibung, die ich von dem Bier, das jetzt vor mir steht, im Netz gefunden habe. Mal sehen, wie es mir gefällt.

Rotgolden präsentiert sich das Bier mit einer durchschnittlich großen gemischtporigen Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das fruchtige Aroma ist betörend. Düfte nach Orange, Mandarine und Hefe steigen mir in die Nase, aber auch der Malzkörper kommt durch. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht trocken und spritzig. Schnell gesellt sich eine ordentliche Fruchtigkeit dazu, so dass sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Dazu kommt ein gut abgestimmtes kräftiges Bitter. Insgesamt macht das Bier jetzt einen vollmundigen runden Eindruck. Im Abgang lässt das Bitter überraschend nach. Trotzdem klingt er lange nach.

Das Lieblings Imperial Lager überrascht positiv. So viel Fruchtigkeit und Bitterstoffe finden sich bei einem Lager nur selten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Münchner, Cara Dunkel), Hopfen (Ariana, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei Schnitzlbaumer GmbH
Mühlenstr.8
83278 Traunstein
www.schnitzlbaumer.de

nach einer Rezeptur von und für

Überquell
St.-Pauli-Fischmarkt 28-32
20359 Hamburg
www.ueberquell.com

Gösser Beer

Austria’s finest beer – mit diesem selbstbewussten Spruch bewirbt die Brauerei Gösser aus der Steiermark ihr Lager-Bier. Bereits bevor ich die Flasche öffne sehe ich diese Werbeaussage bereits kritisch. Wenn ein halber Liter Bier weniger als einen Euro kostet, dann würde mich ein hervorragendes Bier schon erstaunen. Aber ich habe bei meinen Verkostungen bereits so manche Überraschung erlebt, also geben wir dem Bier doch einfach eine faire Chance.

Optisch macht das Bier schon mal was her. Goldgelb glänzt es, dazu eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der sich aber leider recht schnell auflöst.

Das Bier duftet nach Malz und Toffee, unterstützt durch einige herbe und blumige Noten. Wirklich begeistert bin ich von dem Aroma nicht; es ist eher durchschnittlich. Halt wie ein gutes Industriebier.

Der Antrunk ist recht süß, aber die sehr feinperlige Kohlensäure rettet den Geschmack. Schnell kommt ein kräftiges Bitter dazu, das die anderen Geschmackseindrücke überlagert und dazu führt, dass das Bier einen recht unausgewogenen Eindruck macht. Der Abgang glänzt durch ein nicht wirklich freundliches Bitter mit einem mittellangen Nachklang.

Das Bier ist gut trinkbar und bringt auch einige Kontraste von süß nach bitter mit sich, aber für ein echtes Genussbier reicht das nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Brauerei:

Brau Union Österreich AG
4021 Linz
Österreich
www.goesser.at

Klosterbrauerei Neuzelle – Kirschbier

Bevor Sie jetzt auf die Zutatenliste sehen und sich über den dort aufgeführten Kirschmuttersaft und den Invertzuckersirup wundern – das Kirsch-Bier ist kein Mischgetränk, sondern die Klosterbrauerei in Neuzelle hat eine Ausnahmegenehmigung erhalten, so dass das Kirsch-Bier als Bier verkauft werden darf.

In einem satten dunkelrot steht das Bier im Glas, hefetrüb, darüber ein rosa Schaum, feinporig, fest und mit langer Standzeit. Das Aroma des Kirschmuttersaftes passt hervorragend mit dem herben Duft des Bockbiers zusammen. So weit haben die Brauer alles richtig gemacht.

Der Antrunk wird durch den Geschmack der Kirschen dominiert. Da wir es im Moment recht warm haben, ist das genau das richtige. Der Körper ist intensiv fruchtig. Für meinen Geschmack kommt jetzt aber der Zuckergeschmack zu sehr durch. Ich würde mir dieses Bier etwas weniger süß wünschen, auch wenn die Süße einen ganz netten Kontrast zum Hopfen bildet, der im Abgang zum Tragen kommt.

Mein Fazit? Das Kirschbier aus Neuzelle ist um Längen besser als die Bier-Mischgetränke, die auf dem Markt erhältlich sind. Mir persönlich ist es aber zu süß. Aber wenn ich im Sommer nicht an die belgischen Fruchtbiere von Lindemans herankomme, ist das Kirsch-Bier auf jeden Fall eine Alternative.

Zutaten:

Bockbier, Kirschmuttersaft, Invertzuckersirup

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
www.klosterbrauerei.com