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EU–USA-Handel: Strafzölle belasten Europas Brauer

Wer Bier liebt, denkt selten an Handelspolitik. Doch genau diese sorgt gerade für Ärger – und hat direkten Einfluss auf die Vielfalt in unseren Gläsern.

The Brewers of Europe haben ihre Enttäuschung über die am 21. August veröffentlichte gemeinsame Erklärung von EU und USA geäußert. Denn sie bringt keine Meistbegünstigtenklausel (MFN) für Bier.

Damit sind EU-Bierexporte in die USA nun mit einem Strafzoll von 15 % belegt – Dosenbiere trifft es sogar doppelt, da zusätzlich ein 50 %-Zuschlag auf Aluminiumderivate fällig wird. Dieser doppelte Schlag belastet nicht nur die Brauereien, sondern auch Landwirte und Partner in den Lieferketten erheblich.

Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für europäisches Bier. Ein Zoll von 15 % stellt daher eine massive Hürde dar, die nicht nur die Brauwirtschaft, sondern auch amerikanische Konsumenten, Händler und Gastronomie trifft.

Positiv wertet der Verband, dass EU-Kommissar Maroš Šefčovič Bier erneut als einen der Sektoren genannt hat, für die die EU weiterhin eine Zero-for-Zero-Lösung anstrebt. Das sei ein wichtiges Signal, dass die Sorgen der Branche ernst genommen werden.

Generalsekretärin Julia Leferman fordert die EU-Kommission nun auf, ihre Anstrengungen zu verdoppeln:

„Bier war schon lange ein Eckpfeiler des EU–US-Handels. Rohstoffe fließen in beide Richtungen, Brauer arbeiten grenzüberschreitend zusammen und schaffen so die Vielfalt an Bierstilen. Faire Handelsbedingungen würden es dem transatlantischen Biermarkt ermöglichen, wieder zu florieren – zum Nutzen von Landwirten, Brauern, Händlern, Gastronomie und Konsumenten.“

The Brewers of Europe bekräftigen ihre Bereitschaft, gemeinsam mit der EU-Kommission, den US-Partnern und der Branche an einer tragfähigen, fairen und zollfreien Lösung zu arbeiten.

Was heißt das für uns Konsumenten?

Handelspolitik klingt trocken – ist es aber nicht, wenn sie unser Lieblingsgetränk betrifft. Höhere Zölle verteuern nicht nur den Export, sie gefährden auch die Vielfalt internationaler Biere, die wir in Deutschland und Europa genauso schätzen wie in den USA. Besonders kleine Brauereien könnten unter den neuen Hürden leiden.

Ein freier und fairer Bierhandel bedeutet dagegen mehr Auswahl im Regal, stabilere Preise und die Chance, neue Bierstile zu entdecken. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik bald eine Lösung findet – denn am Ende wollen wir alle vor allem eines: gutes Bier im Glas.

Altenauer Brauerei – Altenauer Freiheit

Altenau ist eine Kleinstadt im Oberharz. Sie recht romantisch, aber auch etwas aus der Zeit gefallen. Dort ist die Altenauer Brauerei beheimatet. Die kleine Brauerei in Altenau blickt auf eine lange Geschichte zurück und arbeitet mit handwerklichen Methoden. Von dort stammen einige Biere, die zwar wirklich gut gelungen sind, bei denen ich aber jegliche Originalität vermisse. Sehr schön, um sie zum Essen zu trinken oder auch im Biergarten, aber halt ohne Überraschungen und Originalität. Ich könnte also sagen, die Brauerei passt genau zu ihrer Heimat.

Von dort stammt das alkoholfreie Bier namens Freiheit, das ich vor Kurzem erstmals in einem Getränkemarkt gefunden habe. Der Name „Freiheit“ soll an die Vergangenheit und den unabhängigen Geist der Region erinnern.

Im Glas präsentiert sich Altenauer Freiheit mit ordentlich Schaum und einer ansprechenden Farbe.

Der Duft bietet malzige Noten und einige würzige Aromen des Hopfens. Damit erfüllt das Bier bis hierhin meine Erwartungen: solide, aber wenig überraschend.

Der Antrunk ist getreidig-süß und mit einer sehr kräftigen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich eine Bittere zur Süße, die mich nicht so richtig begeistern kann. Jetzt fehlen mir jegliche Fruchtigkeit und andere Aromen und das Mundgefühl ist sehr schlank. Die Bittere steht auch in der Kehle im Mittelpunkt, wo sie sehr lange nachklingt.

Das alkoholfreie Bier der Altenauer Brauerei kann mich nicht begeistern; im Gegensatz zu den anderen Bieren aus dem Oberharz enttäuscht es mich. Da hätten die Brauer wohl doch noch etwas mehr Zeit in die Entwicklung stecken sollen. Schade. Ansonsten ist die Brauerei mir sehr sympathisch. Allein der Fokus auf nachhaltige Produktion und regionale Rohstoffe, auf kurze Transportwege und der Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen können mich begeistern. Dennoch bleibt die Verbindung zur Landschaft des Harzes vor allem eine Frage der Identität – geschmacklich könnte das Bier mehr Bezug zur Region aufzeigen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

22 IBU

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Altenauer Brauerei GmbH
Breite Str. 29
38707 Altenau
www.altenauer-brauerei.de

Het Nest – SchuppenBoer Whisky Barrel Aged

Zwei Biere mit einem Sud? Geht das? Was auf den ersten Blick wie ein billiger Taschenspielertrick aussieht, hat die Brauerei Het Nest im flämischen Oud-Turnhout tatsächlich im Programm. Wie das klappt? Da keine Magie im Spiel ist, kann ich es ja verraten: Zunächst wurde das SchuppenBoer Tripel gebraut und ein Teil des Bieres wurde in Whisky-Fässern gereift. Das „einfache“ SchuppenBoer Tripel habe ich in diesem Blog bereits beschrieben, so dass ich direkt mit der Verkostung des gereiften Bieres beginnen kann.

Golden und glanzfein fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine schneeweiße und feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Düfte nach Whisky und Holz steigen mir in die Nase. Der Duft hellen Malzes rundet aus dem Hintergrund das Aroma ab.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge tritt der Whisky in den Mittelpunkt, begleitet durch den Geschmack des Holzfasses. Auch eine leichte Bittere kommt zum Tragen. Außerdem ist deutlich zu schmecken und brennt leicht auf der Zunge, was aber durch die leichte Malzsüße ausgeglichen wird. Trotz der 9 Volumenprozent Alkohol ist das Mundgefühl nicht allzu schwer. In der Kehle ist das Bier überraschend mild mit kurzem Nachklang in der Kehle, während das leichte Brennen des Alkohols auf der Zunge noch lange zu spüren ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker, Kräuter

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Bittereinheiten:

38 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Het Nest
Beyntel 17
2360 Oud-Turnhout
Belgien
www.brouwerijhetnest.be

Statement der Brewers of Europe zur Belastung durch die US-Zölle

Die Brewers of Europe bedauern zutiefst, dass die am 21. August veröffentlichte gemeinsame Erklärung der EU und der USA keine Meistbegünstigungsklausel (MFN) für Bier enthält.

EU-Bierexporte in die Vereinigten Staaten werden nun mit einem Strafzoll von 15 % belegt – Dosenbiere sind aufgrund des zusätzlichen Zolls von 50 % auf Aluminiumderivate sogar noch stärker betroffen. Dieser doppelte Schlag belastet die Brauereien, Landwirte und die vielen Partner entlang unserer Lieferketten in der EU schwer. Wir sind enttäuscht, dass keine Null-für-Null-Zollvereinbarung erzielt wurde, die beiden Volkswirtschaften Vorteile gebracht hätte, indem sie die Vorhersehbarkeit wiederhergestellt, Investitionen angekurbelt und den Verbrauchern eine größere Auswahl geboten hätte.

Die Vereinigten Staaten sind gemessen am Wert der größte Exportmarkt für europäisches Bier. Ein Zollsatz von 15 % ist eine massive Belastung. Das Fehlen einer Meistbegünstigung benachteiligt nicht nur die europäischen Brauereien, sondern auch die US-Verbraucher, Händler, Einzelhändler und Gastronomiebetriebe, die die Vielfalt, Qualität und Tradition europäischer Biere schätzen und darauf angewiesen sind.

The Brewers of Europe nimmt positiv zur Kenntnis und würdigt, dass Bier gestern von EU-Kommissar Maroš Šefčovič erneut als einer der vorrangigen Sektoren genannt wurde, für die die EU weiterhin ein Null-für-Null-Ergebnis anstrebt. Diese Anerkennung ist ein wichtiges Signal dafür, dass die Anliegen des Sektors gehört werden und auch in der nächsten Verhandlungsphase im Mittelpunkt stehen müssen.

Die Generalsekretärin von Brewers of Europe, Julia Leferman, forderte die Kommission nachdrücklich auf, ihre Bemühungen zu verdoppeln, um schnell ein Null-für-Null-Ergebnis für Bier zu erreichen. „Bier ist seit langem ein Eckpfeiler des Handels zwischen der EU und den USA, der auf einem einzigartigen Ökosystem der Zusammenarbeit basiert. EU- und US-Brauer arbeiten grenzüberschreitend zusammen, während Rohstoffe in beide Richtungen transportiert werden, um die ganze Vielfalt der Biersorten zu brauen. Die Wiederherstellung fairer und gegenseitiger Handelsbedingungen würde es dem transatlantischen Biermarkt ermöglichen, wieder zu florieren – zum Nutzen der Landwirte, Brauer, Händler, Gastronomiebetriebe und Verbraucher sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten.“

Die Brewers of Europe sind bereit, konstruktiv mit der Europäischen Kommission, ihren US-amerikanischen Partnern und Industriepartnern zusammenzuarbeiten, um eine dauerhafte, ausgewogene und zollfreie Lösung zu erzielen, die den langjährigen Geist der Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA im Bereich Bier widerspiegelt.

Dies ist eine Pressemitteilung der Brewers of Europe vom 22. 8. 2025, die von mir übersetzt wurde und durchaus von meiner persönlichen Meinung abweichen kann.

Hertl – Oma’s Betthupferl

Der kreative Braumeister David Hertl aus Schlüsselfeld widmet jedem Mitglied seiner Familie ein Bier. Heute ist Oma Edeltraut dran. Was eignet sich besser als Betthupferl als ein Bockbier? Das hat sich wohl auch David gedacht, als er dieses Bier kreierte und jetzt will ich mal feststellen, was dabei rausgekommen ist.

Braun wie dunkler Bernstein und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone fällt anfangs recht flott in sich zusammen, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist einfach betörend. Düfte nach Karamell und Vanille, dazu etwas Lakritz und Waldhonig, abgerundet durch einen Hauch Rauch und dunkle Beeren, steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Wie erwartet ist der Antrunk kräftig mit einer angenehmen Malzsüße und einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge halten sich die Süße und das Karamell die Waage und sorgen für ein volles Mundgefühl. Bittere ist praktisch nicht zu schmecken. Außerdem sind die 6,5 Volumenprozent sehr gut eingearbeitet, so dass das Bier gefährlich süffig wird. In der Kehle wird das Bier trockener und es kommt dann doch noch eine leichte Bittere zum Vorschein, die auch einige Zeit nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Farbe:

30 EBC

Brauerei:

Braumanufaktur Hertl GmbH & Co. KG
Thüngfeld 61‘
96132 Schlüsselfeld
www.braumanufaktur-hertl.de

Finale Runde der diesjährigen Karlsberg Braunacht erstmals in St. Ingbert mit drei Sondersuden

Die diesjährige Karlsberg Braunacht-Saison läuft auf Hochtouren. In Homburg, Saarlouis, Merzig und Kaiserslautern ließen sich bereits zahlreiche Gäste von den neuen Karlsberg Bieren begeistern und feierten bei toller Atmosphäre und ausgelassener Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Nach einer kurzen Sommerpause findet die finale Etappe der diesjährigen Braunacht-Tour am Samstag, 13. September, erstmals in St. Ingbert statt.

Auch hier können die drei speziell für die Braunacht gebrauten Biere exklusiv auf dem Marktplatz und in der St. Ingberter Gastronomie verkostet werden. Die Besucher küren per Voting auch in diesem Jahr wieder ihr Lieblingsbier.

Bei der St. Ingberter Braunacht am 13. September werden die Zapfhähne nicht stillstehen: Los geht‘s ab 16 Uhr auf dem Marktplatz mit dem offiziellen Fassanstich. Anschließend kommen Musik-Fans mit der Band Radiosolid garantiert auf ihre Kosten.

Wenn auf dem Platz um 20 Uhr die Verstärker ausgehen, dann geht’s in der St. Ingberter Gastronomie erst richtig los: Bis in die späten Abendstunden wird hier gefeiert – mit Live-Musik und den drei neuen Karlsberg-Bieren. Mit dabei sind diese zehn Gaststätten: Lea´s, Sumpe, Karlsberg Fass, Die Schmidd, Soho, Eisler´s, Kaya´s Burger, Weisgerber, Sudhaus, Billiardcafé.

In diesem Jahr präsentieren die Homburger Brauerinnen und Brauer wieder exklusiv drei leckere Spezialitäten-Biere. Mit Begeisterung gebraut haben sie ein „Altbier“, ein „Eis-Lager“ und ein „Blanche Rosé“, das an diesem Tag exklusiv ausgeschenkt wird und die es ansonsten nicht zu kaufen gibt. Die Besucher der Braunacht stimmen auch in diesem Jahr wieder für ihr Lieblingsbier ab, und das Gewinnerbier wird im nächsten Jahr einen Auftritt im Portfolio der Marke Karlsberg bekommen.

Brasserie Caulier – Paix Dieu

Paix Dieu ist ein Tripel aus der wallonischen Brauerei Caulier, einer kleinen Familienbrauerei aus Péruwelz im Hennegau. Die Firma Caulier wurde im Jahr 1933 als Bierhandlung gegründet und wird inzwischen in der 4. Generation geführt. 1996 begann das Unternehmen, eigenes Bier zu brauen und es unter dem Namen Bon Secours zu vermarkten.

Paix Dieu Triple wurde ursprünglich von der Abtei Paix Dieu aus Amay gebraut, dessen Zisterziensermönche nach dem Mondkalender lebten. Seit 2013 wird es unter Lizenz von Caulier gebraut. Um den Geist der Abtei zu bewahren, wird dieses Bier nur einmal monatlich bei Vollmond gebraut. Ich weiß nicht, ob dieses Vorgehen die Qualität des Bieres positiv beeinflusst, aber schaden kann es auf keinen Fall. Kommen wir also zur Verkostung und entferne ich den Naturkorken von der Flasche.

Golden und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein und löst sich anfangs auch schnell auf. Ein Rest bleibt aber sehr lange erhalten.

Düfte von Äpfeln und Biskuitteig steigen mir in die Nase, abgerundet durch einen Hauch Rosinen und Kokos. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge wird die Süße geringer, während sich eine fruchtige Säure und eine freundliche Bittere dazu gesellen. Das Mundgefühl ist cremig und weich, damit also sehr angenehm. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Alkoholgehalt:

10,0%

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 9° Celsius

Brauerei:

Brasserie Caulier SRL
134 Rue de Sondeville
7600 Péruwelz
Belgien
www.paixdieubeer.be

Die deutschen Gewinner der World Beer Awards 2025

Hier die Biere aus Deutschland, die bei den World Beer Awards 2025 am Besten abgeschnitten haben. Die Kategorien und die Reihenfolge entsprechen der Einteilung durch den Wettbewerb.

Dunkles Bier

Altbier

  • Diebels, Das  freundliche Alt 4,9 % Vol.

Starkbier

  • EKU 28 11 % Vol. Vol.

Aromatisiertes Bier

Wilde Hefen & Sauerbier

  • Braumarkt GmbH The Salted  Pepper Gose 4,4 % Vol.

Frucht & Gemüse

  • Beck’s Red Holunder 2,5 % Vol.
  • Franziskaner Weissbier  Alkoholfrei Blutorange 0,2 % Vol.
  • Schöfferhofer Grapefruit 2,5 % Vol.

Kräuter & Gewürze

  • Franziskaner Weissbier  Alkoholfrei Holunder 0,2% Vol. BRONZE

Radler & Mischgetränke

  • Franziskaner Natur Russ 2,5 % Vol.
  • Gilde Brauerei Apfel  Radler 2,9 % Vol.
  • Hachenburger Natur  Radler 2,1 % Vol.
  • Mönchshof Natur Radler 2,5 % Vol.
  • Mönchshof Natur Radler  Blutorange 2,5 % Vol.
  • Störtebeker Strandräuber Natur Radler Mango 3,6 % Vol.
  • Weiherer Radler Hell 2,4 % Vol.
  • Weismainer Naturtrübes  Radler 2,6 % Vol.

Rauchbier

  • Greif Bräu Rauchbier 5,1 % Vol.
  • Kaiserdom Smoked beer 5,2 % Vol.
  • Weiherer Rauch 5,3% Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr,77  Smoke on the Porter 6 % Vol.

Holzfassgereift

  • Pott’s Bourbon Bock 8,7 % Vol.
  • Störtebeker Brauspezialitäten  Scotch Ale holzfassgereift 10 % Vol.
  • Vulkan Bio Bourbon Barrel DoppelBock 9,5 % Vol.

IPA

American Style

  • Maisel & Friends Urban IPA 5,6 % Vol.
  • Maisel & Friends West Coast IPA 6,6 % Vol.
  • Rügener Insel-Brauerei  East Coast IPA 5,6 % Vol.

Black IPA

  • Camba Black Shark 8,5 % Vol.
  • Wolf Gang Black IPA 6,6 % Vol.

English Style

  • Crew Republic Drunken Sailor IPA 6,4 % Vol.
  • Maisel & Friends India Ale 7,3 % Vol.

Imperial/Double/Dipa

  • Camba Imperial IPA 8,9 % Vol.

Milkshake IPA/New England IPA

  • Du Geila! New England IPA 6 % Vol.
  • Maisel & Friends Hazy IPA – Artbeer #7 Ledania 6 % Vol.
  • Störtebeker Brauspezialitäten New England IPA 6,8 % Vol.

Session

  • Astra Inkasso IPA 4,5 % Vol.
  • Crew Republic Jackpot Hazy IPA 5% Vol.
  • Weiherer /Fat Head´s Grischbeerla 4,5 % Vol.

LAGER

  • Klosterbräu Braunbier 5,5 % Vol.
  • Veldensteiner Landbier 5,4 % Vol.
  • Veldensteiner Rotbier 5,4 % Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Dunkel 5,6 % Vol.
  • Weismainer Flechterla  Zwick´l 5 % Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr,100  Centennial Isaria 1924® 5,8 % Vol.

Bock

  • Bayreuther Brauhaus  Bockbier 6,8 % Vol.
  • Kaiserdom Strong 8,2 % Vol.
  • Karlsberg Bockbier 6,6 % Vol.

Classic Pilsener

  • ABK Pils Anno 1907 5 % Vol.
  • Alpirsbacher Pils 4,9 % Vol.
  • Ayinger Bairisch Pils 5,3 % Vol.
  • Haake Beck Pils 4,9 % Vol.
  • Hirsch Pils 5 % Vol.
  • Hohenfelder Typ 5 5,2 % Vol.
  • Kaiserdom Pilsener 4,8 % Vol.
  • Karlsberg Urpils 4,8 % Vol.
  • Keiler Pils 4,9 % Vol.
  • Köstritzer Edel Pils 4,8 % Vol.
  • Kulmbacher Edelherb 4,9 % Vol.
  • Radeberger Pilsner 4,8 % Vol.
  • Schlappeseppel Pils 5,1 % Vol.
  • Waldhaus Diplom Pils 4,9 % Vol.
  • Warburger Pils 4,7 % Vol.
  • Weiherer Pils 4,7 % Vol.
  • Weismainer Pils 5 % Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr,17 Eraclea  Mediterranean Pilsner 4,9 % Vol.

Dark Lager

  • Alpirsbacher Kloster Dunkel 4,9 % Vol.
  • Ayinger Altbairisch Dunkel 5 % Vol.
  • Camba Chiemsee Black 5,5 % Vol.
  • Coschützer Schwarzbier 5 % Vol.
  • Feldschlößchen Black Beer 5 % Vol.
  • Köstritzer Schwarzbier 4,8 % Vol.
  • Löwenbräu Dunkel 5,5 % Vol.
  • Weltenburger Kloster Barock Dunkel 4,7% Vol.

Dortmunder

  • Alpirsbacher Spezial 5,2 % Vol.
  • Ayinger Jahrhundert Bier 5,5 % Vol.
  • Bayreuther Brauhaus Urstoff 5,6 % Vol.
  • Hirsch Gold 5,2 % Vol.
  • Schlappeseppel Export 5,6 % Vol.
  • Schwarzbräu Der Urtyp 5,5 % Vol.
  • Westerwald Bräu 5,2 % Vol.

Helles/Münchner

  • ABK Hell Das Blaue 5 % Vol.
  • Alpirsbacher Kloster Helles 5,1 % Vol.
  • Altenburger Hell 4,9 % Vol.
  • Bayreuther Brauhaus Hell 4,9 % Vol.
  • Beck’s Gold 4,9 % Vol.
  • Bürgerliches Brauhaus Altbairisch Hell 4,9 % Vol.
  • Camba Hell 5 % Vol.
  • Falter Privat Hell 4,9 % Vol.
  • Hachenburger Hell 4,8 % Vol.
  • Heidelberger Helles 5,2 % Vol.
  • Hiddenseer Hell 5,3 % Vol.
  • Hirsch Helles 4,8 % Vol.
  • Hofmühl Hell 4,9 % Vol.
  • Kaiser Helles 4,9 % Vol.
  • Kaiserdom Helles 4,7 % Vol.
  • Karlsberg Helles 5 % Vol.
  • Kurpfalzbräu Helles 5,2 % Vol.
  • Löwenbräu Münchner Hell 5,2 % Vol.
  • Mönchshof Hell 4,9 % Vol.
  • Pott’s Landbier Hell 4,7 % Vol.
  • Saalfelder Hell 4,8 % Vol.
  • Schlappeseppel Helles 4,8 % Vol.
  • Schwarzbräu Feines Helles 4,9 % Vol.
  • Schweiger Bräu 1516 Bayerisch Hell 4,9 % Vol.
  • Sigwart Hell 4,9 % Vol.
  • Vulkan Bio1875 Hell 4,7 % Vol.
  • Waldhaus Hell 4,6 % Vol.
  • Waldhaus Spezial Gold 5,6 % Vol.
  • Weiherer Lager Hell 4,7 % Vol.
  • Weltenburger Kloster Hell 4,9 % Vol.

Hoppy Pilsener

  • Astra Luden Lager 5 % Vol.
  • Kurpfalzbräu Hopfen Helles 5,2 % Vol.
  • Schwarzbräu Ex&Hop 5,4 % Vol.
  • Weiherer Grünhopfen Pils 4,9 % Vol.

International Lager

  • Hohenfelder Pilsener 4,8 % Vol.
  • Schwarzbräu Exquisit 5,4 % Vol.
  • Stella Artois Lager 5 % Vol.

Light

  • Altenburger Sommerhell 3,5 % Vol.
  • Greif Bräu Leicht 2,5 % Vol.
  • Schwarzbräu Leichtes Helles 3,4 % Vol.

Saisonal: Maibock/Heller Bock

  • Beer of the Gods Freya 6,3 % Vol.
  • Saalfelder Bock 6,5 % Vol.

Saisonal: Oktoberfestbier/ Märzen

  • ABK Spezial Bier Edel 5,8 % Vol.
  • Alpirsbacher Kloster Stoff 5,9 % Vol.
  • Altenburger Festbier 6 % Vol.
  • Beer of the Gods Baldur 5,5 % Vol.
  • Falter Festbier 5,9 % Vol.
  • Greif Bräu Anna Festbier 5,5 % Vol.
  • Greif Bräu Capitulare 5,5 % Vol.
  • Greif Bräu Märzen 5,5 % Vol.
  • Saalfelder Ur-Saalfelder 5,8 % Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr. 79 Märzen 5,3 % Vol.

Starkbier

  • ABK Doppel Bock Buronator 7,5 % Vol.
  • Alpirsbacher Kloster Starkbier 7,3 % Vol.
  • Ayinger Celebrator Doppelbock 6,7 % Vol.
  • DAB Ur Bock 8 % Vol.

Wiener Lager

  • Pott’s Landbier 4,8 % Vol.

Zwickl/Pale Kellerbier

  • Ayinger Kellerbier 4,9 % Vol.
  • Braumanufaktur Hertl  Mutti’s Sonnenschein 4,9 % Vol.
  • Cliff’s Brauwerk Leipzig  Brewers Gold Lager 4,6 % Vol.
  • Greif Bräu Zwickl Naturtrübes Kellerbier 5 % Vol.
  • Hiddenseer Pils 5,2 % Vol.
  • Hirsch Zwickl 5,2 % Vol.
  • Kaiserdom Bamberger Lager unfiltriert 4,8 % Vol.
  • Ketterer Zwickel Pils 4,9 % Vol.
  • Köstritzer Kellerbier 5,4 % Vol.
  • Schnitzlbaumer Traunsteiner Zwickl 5,2 % Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Naturtrüb 5,6% Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Extra Herb 4,9% Vol.
  • Weiherer Keller 4,9% Vol.

NO & LOW ALCOHOL

Aromatisiert

  • Beck’s Blue Lemon 0,0 % Vol.
  • Feldschlößchen Natur Radler Alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • Klosterbräu Rauchbier 0,0 % Vol.
  • Welde Natur Radler 0,2 % Vol.

IPA

  • Clausthaler IPA 0,4 % Vol.
  • Maisel & Friends IPA Alkoholfrei 0,3% Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr. 74  IPA Zero 0,3 % Vol.

Lager

  • Beck’s Blue 0,2 % Vol.
  • Clausthaler Extra Herb 0,4 % Vol.
  • Clausthaler Naturtrüb 0,4 % Vol.
  • Clausthaler Original 0,4 % Vol.
  • Corona Cero 0 % Vol.
  • Ketterer Pils alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • König Pilsener Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Löwenbräu Alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • Spaten Alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • Störtebeker Brauspezialitäten Pilsener Bier 0,0 % Vol.
  • Veritasbräu Pure & Free 0 % Vol.
  • Waldhaus Diplom Pils Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Waldhaus Hell Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Warburger Dunkel alkoholfrei Bio 0,2 % Vol.
  • Welde No1 Slow Beer  Pils Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Pale

  • Schweiger Bräu Helles  Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Weizenbier

Hiddenseer Weizen Alkoholfrei 0,5 % Vol.

Hirsch Alkoholfrei Hefe Weisse 0,3 % Vol.

Kapuziner Weißbier Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Ketterer Weizen  alkoholfrei 0,4 % Vol.

Maisel’s Weisse Alkoholfrei 0,3 % Vol.

Veldensteiner Hefe Weißbier Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Waldhaus Schwarzwald Weisse Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Pale Ale

American Style Pale Ale

  • Camba Chiemsee Pale 5,3 % Vol.
  • Maisel & Friends Pale Ale 5,2 % Vol.

Ale Belgischer Stil

  • Camba Amber 7,2 % Vol.

Belgian Style Blonde

  • Störtebeker Brauspezialitäten Belgian Blonde Ale 7,5 % Vol.

English Style Pale Ale

  • Köstritzer Meisterwerke Pale Ale 6,5 % Vol.

Sauerbier und wilde Hefen

Gose

Gosemanufaktur Ohne  Bedenken Edelgose 4,7 % Vol.

Spezialbier

Eisbock

  • Störtebeker Brauspezialitäten Pazifik Ale holzfassgereift 10 % Vol.

Experimental

  • Astra Zitrus Justus 3,9 % Vol.
  • Beer of the Gods Berserker Blut 7,5 % Vol.
  • Braumanufaktur Hertl Franken Hanf 4,9 % Vol.
  • Flammend Herz Schlossherrentrunk 7 % Vol.
  • Sebastian Riekehr – Kreativbiere Birkenzauber 6,5% Vol.
  • Sebastian Riekehr – Kreativbiere Kastanienschatten 6,9 % Vol.
  • Sebastian Riekehr – Kreativbiere Robinienweiß 6,5 % Vol.

Grape Ale

Astra Hamburger Senatsbock 6,5% Vol.

Stout & Porter

Imperial Stout

  • Weiherer/Cervejaria Bamberg Zapfenduster 8,5 %

Stout (auch Dry und Irish)

  • Weiherer Schwärzla 5,3 % Vol.

Strong Porter

  • Maisel & Friends Chocolate Bock 7,5 % Vol.

Weizenbier

Bavarian Style Hefeweisse

  • Alpirsbacher Weizen  Hefe Hell 5,4 % Vol.
  • Ayinger Bräuweisse 5,1 % Vol.
  • Ayinger Urweisse 5,8 % Vol.
  • Bayreuther Brauhaus Hefeweissbier 5,3 % Vol.
  • Coschützer Hefeweizen 5,4 % Vol.
  • Feldschlößchen Pale  Wheat 5 % Vol.
  • Franziskaner Weissbier Hell 5 % Vol.
  • Greif Bräu Bernstein Hefeweizen Hell 5,4 % Vol.
  • Greif Bräu Weisse Hefeweizen Hell 5,4 % Vol.
  • Herrnbräu Hefeweißbier  Hell 5,4 % Vol.
  • Hiddenseer Weizen 5,6 % Vol.
  • Hirsch Hefe Weisse 5,4 % Vol.
  • Hofmeister Weisse 5,1 % Vol.
  • Kaiser Hefe Hell 5,2 % Vol.
  • Kaiserdom Hefe Weißbier 4,7 % Vol.
  • Kapuziner Weißbier 5,4 % Vol.
  • Ketterer Ur Weisse hell 5,2 % Vol.
  • Kurpfalzbräu Ur Weizen Bernstein 5 % Vol.
  • Saalfelder Weizen 5,2 % Vol.
  • Waldhaus Schwarzwald Weisse 5,6 % Vol.
  • Weihenstephaner Hefeweissbier 5,4 % Vol.
  • Weiherer Weizen Hell 5,2 % Vol.

Belgian Style Witbier

  • Camba Chiemsee Wit 4,8 % Vol.

Dunkles Weizenbier

  • Franziskaner Royal 6 % Vol.
  • Greif Bräu Dunkle Weisse 5,4 % Vol.
  • Hirsch Dunkle Weisse 5,4 % Vol.
  • Ketterer Ur Weisse dunkel 5,2 % Vol.
  • Schwarzbräu Weissbier  Dunkel 5,4 % Vol.

Hopfenbetontes Weizenbier

  • Camba Jager Weisse 5,2 % Vol.
  • Maisel & Friends Bavaria Ale 7,1 % Vol.
  • Veldensteiner Mandarina  Bavaria 5,4 % Vol.

Kristallweizen

  • Hirsch Kristall Weisse 5,4 % Vol.
  • Kaiser Kristall 4,9 % Vol.
  • Weihenstephaner Kristall  Weissbier 5,4 % Vol.

Stark

  • Hofmühl Zerberus 7,5 % Vol.
  • Weihenstephaner Vitus 7,7 % Vol.

Sandersdorfer Schlossbrauerei – Bio Hell

Im Altmühltal, das viele Menschen als den schönsten Flecken Deutschlands bezeichnen, ist die Schlossbrauerei Sandersdorf beheimatet. Auf satten 143 Metern Länge schmiegt sich die Brauerei an den Fuß einer schmalen Bergzunge, auf deren Gipfel das Schloss Sandersdorf hoch über dem kleinen Ort thront. Aus einer so schön gelegenen Brauerei erwarte ich ein entsprechendes Bier. Dass die Brauerei seit dem Jahr 2020 Bioland-zertifiziert ist, steigert meine Erwartungen noch weiter. Komme ich also zur Verkostung.

Leuchtend goldfarben und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die schneeweiße Schaumkrone ist eher klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch gefällt mir das Bier.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet durch die blumigen Noten des Hopfens. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist überraschend süß und er weiß mit seiner sehr feinperligen Kohlensäure zu begeistern. Auf der Zunge steigert sich die Süße noch weiter, während sich eine eher leichte Bittere dazugesellt. Mit der eher kräftigen Süße kommt bei mir ein Gedanke auf, dass mich dieses Bier mit seiner Süße und dem runden Mundgefühl etwas an Likör erinnert. In der Kehle wird die Bittere kurz etwas kräftiger, aber sie klingt nur relativ kurz nach.

Liebhaber eher süßer Biere wird das Sandersdorfer Bio Hell auf jeden Fall begeistern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

De Bassus Schloßbrauerei GmbH
Nürnberger Straße 13
93336 Altmannstein-Sandersdorf
www.schlossbrauereisandersdorf.de

AB InBev beendet die Produktion von Gueuze Belle-Vue

Aufgrund eines Rückgangs der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr hat AB InBev beschlossen, die Produktion und Vermarktung von Gueuze Belle-Vue einzustellen. Die anderen Belle-Vue-Sorten bleiben jedoch im Sortiment. Damit endet die Geschichte einer Biermarke, die seit rund 75 Jahren besteht, Geschichte geschrieben und Brauer inspiriert hat.

Gueuze Belle-Vue entstand, nachdem Philemon Vanden Stock, ein Cafébesitzer aus Itterbeek und seit 1913 Gueuze-Mischer in Brüssel, 1927 das Café Belle-Vue in Anderlecht übernommen hatte. Dies veranlasste ihn, seinem Gueuze den Markennamen Belle-Vue zu geben; ab 1949 wurde Belle-Vue auch zum Firmennamen der Brauerei in Sint-Jans-Molenbeek.

Da das Lambic damals nur in begrenzten Mengen gebraut wurde und die daraus hergestellten Gueuze oft zu sauer waren, wurde das Bier in vielen Cafés mit ein paar Zuckerwürfeln und einem „Stoemper“ serviert, damit die Kunden das Bier nach ihrem Geschmack süßen konnten. Dies inspirierte den Sohn von Constant Vanden Stock dazu, in den Nachkriegsjahren mit der Produktion eines süßen Lambic-Biers zu beginnen – einigen zufolge eher ein Faro –, das in 25-cl-Flaschen mit Kronkorken abgefüllt wurde, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten 37,5-cl-Champagnerflaschen mit Korken. Das „#capsulekensgeuze“ war geboren und wurde zu einem kommerziellen Erfolg in Nicht-Geuze-Regionen wie den Provinzen Antwerpen, Ost- und Westflandern.

1957 brachte die Brauerei Vanhonsebrouck ihr Gueuze St. Louis auf den Markt, eine Mischung aus braunem Bacchus-Bier und fermentierter Würze des Lambic-Brauers Van Haelen aus Uccle. Andere westflämische Brauer folgten diesem Beispiel: Rodenbach mit einem Gueuze Saint-Georges und die Brauerei Omer Vander Ghinste brachte ein Jahrzehnt später ihr Gueuze Jacobins auf den Markt. Die Gegenoffensive zu den 25-cl-Flaschen Gueuze Belle-Vue folgte 1978, als Luc Vanhonsebrouck sein St. Louis vom Fass einführte, was laut Constant Vanden Stock unmöglich war, aber er folgte 1980 mit Gueuze Belle-Vue vom Fass.

Als die Produktion von Belle-Vue 1975 in die neue, moderne Brauerei in Zuun (Sint Pieters Leeuw) verlegt wurde, änderte sich auch der Produktionsprozess. Die Lambic-Tradition, ausschließlich in den kalten Monaten zu brauen und die Würze in einem offenen Kühlbehälter gären zu lassen, wurde aufgegeben. Man entschied sich für die sogenannte DKZ-Methode (De Keersmaeker Zuun). Die Würze wird mit einem Wärmetauscher gekühlt und in zylindrische konische Tanks gepumpt, in die Mikroflora aus nicht steriler Druckluft eingebracht wird. Außerdem wird etwas altes Lambic hinzugefügt, und nach mehr als einer Woche Gärung und mehreren Wochen Reifung ist das Lambic bereit für die Mischung. Diese Braumethode ermöglichte es, Lambic das ganze Jahr über zu brauen und die hohe Nachfrage nach Gueuze Belle-Vue zu befriedigen.

Im Laufe der Jahre hat auch die Kritik an diesem „industriellen Gueuze“ zugenommen. 1965 wurde das erste Königliche Dekret zum Schutz traditioneller Lambic-Biere und Gueuze erlassen. Auch zusätzliche Vorschriften aus den Jahren 1973, 1974 und 1993 ignorierten die Tatsache, dass gefiltertes, gesüßtes Gueuze nichts mit traditionellem Gueuze zu tun hat. Nachdem bereits 1990 europäische Verhandlungen begonnen hatten, um eine klare Unterscheidung zwischen den beiden zu treffen, folgte 1997 eine europäische Verordnung (EWG 2301/97), die Lambic- und Gueuze-Biere, die nach der alten Methode gebraut werden, von den „industriellen“ Varianten unterscheidet. Biere, die nach dem alten Rezept gebraut werden, dürfen die Bezeichnung „Oud“ oder „Oude“ tragen.

Gleichzeitig haben sich seit 1997 die meisten Lambic-Brauer im HORAL • Hoge Raad voor Ambachtelijke Lambiekbieren (Hoher Rat für handwerklich gebraute Lambic-Biere) zusammengeschlossen, um gemeinsam für „Oude Geuze” und seine Derivate zu werben. Infolgedessen hat „altes Geuze” das „Capsulekensgeuze” von einst ersetzt, und Geuze hat sich von einem sauren Bier zu einem süßen, leicht trinkbaren Bier und schließlich zu einem milden, erfrischenden, hochwertigen Bier entwickelt, das weltweit geschätzt wird.