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Die Champions der Schweizer Craft-Bier-Szene

Craft Beer aus der Schweiz können wir in Deutschland nur selten kaufen. Grund dafür sind die recht hohen Preise. Das ist schade, denn die Schweizer Craft-Bier-Szene hat in den letzten Jahren einen fast unvergleichbaren Boom erlebt. Doch da nicht nur Quantität, sondern auch Qualität zählt, braucht es eine Qualitätskontrolle mit konstruktivem und sachverständigem Feedback. Am Brau- und Rauch Beer Contest, dem Schweizer Beer Award mit den meisten Einsendungen, beurteilte eine fachkundige Jury unabhängig und durch das „Double Blind“-Verfahren unvoreingenommen die eingereichten Biere. In diesem Jahr hat das Lagerbier von Torkelbräu aus Niederlenz die Jury am meisten begeistert und gewinnt als Gesamtsieger.

Wer in der Schweiz den Überblick über alle Bierfestivals, Biermärkte und Bierwanderungen behalten will, hatte in den letzten paaren Jahren ein anstrengendes Leben, denn sie sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Was einige stören mag, zeigt eigentlich nur, wie das Thema Craft-Bier in der Schweiz in den letzten Jahren an Dynamik und Bedeutung gewonnen hat.

Vielleicht ist es diese gewonnene Bedeutung, vielleicht die über 1000 registrierten Brauereien in der Schweiz, welche dazu geführt haben, dass dieses Jahr mit 335 Bieren ein neuer Rekord an Eingaben am vierten Brau- und Rauch (B&R) Biercontest erzielt wurden. Damit ist dieser Wettbewerb die grösste Prämierungsveranstaltung der Schweiz.

Unter allen Einsendungen wird ein Gesamtgewinner erkoren. Diesen Prestigepreis konnte sich 2019 Sven Heider von Torkelbräu aus Niederlenz mit seinem Lagerbier sichern. Neben Ruhm und Ehre erhält der Gewinner einen personalisierten Bierkühler von Lindr im Wert von fast 800 Franken. Zudem wird er auch eingeladen, an der nächsten Ausgabe des Bierfestivals Wortspiele seine Biere auszuschenken.

Nur drei Gewinner pro Kategorie

Mit der inzwischen vierten Auflage ist der B&R Beer Contest schon fast ein Urgestein in der Schweizer Craft-Bier Szene. Auch bei den Bierawards sind neue hinzugekommen, doch der B&R Beer Contest unterscheidet sich in wichtigen Bereichen von anderen Awards, wie z.B. der Swiss Beer Award des Schweizer Brauereiverbandes. „Wir sprechen mit unserem Contest speziell Craft-Brauereien von der Größe Mikro, Nano oder Pico an sowie Heimbrauer, bei welchen Bier brauen noch als ein Handwerk stattfindet und welche nicht über die finanziellen Mittel für interne Qualitätskontrolle und teure Laboranalysen verfügen“, sagt Organisatorin Silvia vom Brau- und Rauchshop.

Im Gegensatz zu anderen Awards, bei welchen fast alle Biere, die eingereicht werden, eine Gold- und Silberauszeichnung erhalten oder Awards, wo jedermann sich einen Juryplatz kaufen kann, gibt es bei diesem Contest pro Kategorie jeweils nur einen ersten, zweiten und dritten Platz, ähnlich dem European Beer Star, und zudem ein Gewinner über alle Kategorien. „Wer hier gewinnt, hat eine Bestätigung, dass sein Bier einem hohen Niveau entspricht“, sagt Laurent Mousson, unabhängiger Bierexperte und Leiter der Judges am B&R Biercontest „aber auch alle, die nicht auf den vorderen Plätzen der Kategorien landen, haben etwas von der Eingabe“. Damit spielt er darauf an, dass jedes Bier von den Judges nicht nur bewertet wird, sondern dass der Brauer zudem ein ausführliches Feedback über das Geschmacksprofil erhält und, sollten Braufehler vorliegen, auch einen Hinweis erhält, wie er diese vermeiden kann.

„Damit trägt der Biercontest auch aktiv zu einer Verbesserung der Bierqualität in der Schweiz bei“, meint Christian Jauslin von bierversuche.ch, Doemens Biersomelier und Judge am B&R Biercontest. Er fügt an, dass bei weiter steigendem Angebot langfristig nur die Brauereien überleben werden, die neben Lokalpatriotismus auch den Qualitätsansprüchen genügen können. „Und diese werden mit zunehmender Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten der Biertrinker in der Schweiz in Zukunft sicherlich steigen.“ Deswegen setzt sich die Jury aus professionellen Brauer, Hobbybrauern und Biersommeliers, Personen aus der Gastronomie sowie erfahrene Bierliebhabern zusammen. Diesen Personen sei es möglich Biere nach internationalen und aktuellen Standards zu bewerten, ergänzt Christian.

Maximale Unvoreingenommenheit

Dass gewisse Brauereien gegenüber solchen Contests Vorbehalte bezüglich der Neutralität der Judges bei der Bewertung haben, ist schwierig nachzuvollziehen. Die Biere werden nämlich im sogenannten „Double Blind“-Verfahren bewertet. Das heißt, die Judges, welche an unterschiedlichen Tischen unterschiedliche Bierstile bewerten und so die Eingaben untereinander vergleichen können, wissen erstens nicht, welche Brauereien und Brauer Biere eingereicht haben und zweitens auch nicht, welche Biere ihnen gerade ausgeschenkt wurden. Damit ist eine maximale Unvoreingenommenheit und ein reiner Fokus auf die Qualität und das Geschmacksprofil der bewerteten Biere garantiert.

Umso mehr können sich die Gewinner also über ihren Titel freuen, denn weder der Name noch die gute Beziehung zu einem der 18 Judges hat das Resultat beeinflusst. In diesem Jahr wurden die folgenden Biere ausgezeichnet:

Kategorie 1. Platz 2. Platz 3. Platz
Amber Pablo Guirado, Brauerei Kraftstoff (Sissach) Alain Cathélaz, Artisan Brasseur Cathélaz (Yvorne) Andre Stolpmann, Stollo’s Best Festbierbrauerei (Zufikon)
Brettanomyces / Lacto Dr. Brauwolf GmbH (Zürich) Lukas Thomann, einheitsbier.ch (Winterthur) Tom Edwardson, Homebrewer
Bock/Doppelbock Andre Stolpmann – Bock, Stollo’s Best Festbierbrauerei (Zufikon) Pawel Leskiewicz – Doppelbock, Homebrewer Lukas Thomann – Bock, einheitsbier.ch (Winterthur)
Belgian Strong Ivo Rutz, Homebrewer (Liestal)

Markus Friederich, Ahoi Bier (Schlieren)

  Sven Lange, Black Peak Brauerei (Davos)
Cider & Perry Philipp Jäggi, Tucho Brew (Solothurn) Ranka Feller, Ciderfairy (Thun) Jan De Ruijter, El Caballero Brewing (Schöflisdorf)
Double IPA/Strong Ale Manuel Garcia, Viking Brew Lab (Winterthur)

Philipp Jäggi, Tucho Brew (Solothurn)

  Richie Waldis, NordSud (Rheinfelden)
Fruit Marc Robert, Homebrewer (Grolley) Christoph Lüthi, Homebrewer Alain Cathélaz, Artisan Brasseur Cathélaz (Yvorne)
Ginger/Met Bertrand Papilloud – Ginger, Homebrewer (Aven)

Eckert Metsiederei – Met, Wohlen bei Bern

Eckert Metsiederei – Met, Wohlen bei Bern

   
Wood GibbonBräu GmbH (Tecknau) Philipp Jäggi, Tucho Brew (Solothurn Yann Bulciolu, Microbrasserie La Cave (Genf)

Mathias Beysard, Homebrewer

Lukas Thomann, einheitsbier.ch (Winterthur)

IPA Flavio Foiada, Taket al Turbo! Homebrewing (Liebefeld) Tim Sutton, Brauerei Sutton (Dallenwil) Schlachthuus GmbH (Lufingen)
Imperial Stout Dr. Brauwolf GmbH (Zürich) Luca Siegrist, Homebrewer Kevin Kuster, Brauerei Marmot Cervisiam (Jenins)
Juicy and Hazy Tobias Löffel, Kwär (Zürich) Marc Robert, Homebrewer (Grolley) Richie Waldis, NordSud (Rheinfelden)
Kölsch Michel Huebscher, Hektor Bier (Zofingen) Kevin Kuster, Brauerei Marmot Cervisiam (Jenins) Kurt Hintermann, Kudi Bräu (Buchser Bier) (Buchs, AG)
Lager Sven Heider, Torkelbräu (Niederlenz) Markus Friederich, Ahoi Bier (Schlieren) Andre Stolpmann, Stollo’s Best Festbierbrauerei (Zufikon)
Märzen Jungfraubräu AG (Schwanden bei Brienz) Anthony Miller, Bella Vista Brewery Anthony Miller, Bella Vista Brewery

Gesamtsieger über alle Kategorien war diese Jahr Sven Heider von Torkelbräu aus Niederlenz.

10. 1. 2019: Museumsbier Bern

Auf ein Feierabendbier ins Museum: Das Museumsbier findet vom 10. Januar bis zum 14. März 2019 jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr im Alpinen Museum der Schweiz, dem Bernischen Historischen Museum, dem Kunstmuseum Bern, dem Museum für Kommunikation und dem Naturhistorischen Museum Bern statt.nnJedes Museum bietet eine Bar und öffnet mindestens eine Ausstellung. Das erste Getränk ist mit einem kleinen Aufpreis von 5 Franken verbunden und ermöglicht so einen günstigen Eintritt ins Museum. Selbstverständlich beschränkt sich das Getränke-Angebot nicht auf Bier. Jedes Museum gestaltet sein Angebot selbstständig. Was es aber gibt: das offizielle Museumsbier, das exklusiv in allen fünf Häusern ausgeschenkt wird –ein Swiss Pale Ale der Kleinbrauerei Aare Bier Brauerei aus dem bernischen Seeland.

Jetzt aber wirklich: Die Schweiz hat 1000 Brauereien

Nein, ich rücke jetzt nicht nach rechts und ich schreie auch nicht „Lügenpresse“. Aber manchmal falle auch ich auf eine Falschmeldung rein. Na gut, das ist nur die Hälfte der Wahrheit. Aber worum geht es?

So Ende September, Anfang Oktober veröffentlichten viele Medien die Meldung, dass es in der Schweiz 1.000 Brauereien gäbe. Das stimmte und auch wieder nicht. Ein Journalist hatte herausgefunden, dass im Zollgebiet der Schweiz 1.000 aktive Brauereien angemeldet sind. Daraus wurde fälschlicherweise die Meldung mit den 1.000 Brauereien, die auch ich am 2. Oktober übernommen habe. So weit, so gut. Was aber alle Medien übersehen haben und ich nicht wusste, ist die Tatsache, dass das Zollgebiet der Schweiz auch Liechtenstein umfasst. Und da die Liechtensteiner Einwohner sich auch nicht ausschließlich von Champagner ernähren wollen, trinken sie auch gerne mal ein Bierchen. So nimmt es nicht Wunder, dass im Fürstentum auch gebraut wird, zum Teil auch wirklich gutes Bier. Nun liegt Lichtenstein zwar im Zollgebiet der Schweiz, gehört aber selbstverständlich nicht zum Staatsgebiet der Eidgenossen. Das ist der falsche Teil dieser Meldung. Dafür, dass mir dies durchgegangen ist, entschuldige ich mich. Aber ich kann mich damit trösten, dass ich nicht der einzige bin, der darauf reingefallen ist. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ist trotz einer großen Redaktion in die gleiche Falle getappt.

Aber jetzt ist es so weit: In Neftenbach wurde die Rubolino Craftbier Brauerei Hopfenfisch angemeldet. Sie trägt zwar bereits Biersteuerregistrationsnummer 1272; abzüglich der geschlossenen Brauereien (264) und der liechtensteinischen (8) Brauereien ist es nun wirklich die tausendste Brauerei in der Schweiz. Nur mal so nebenbei: Als vor 28 Jahren das Bierkartell in der Schweiz zu Ende ging, gab es bei den Eidgenossen lediglich 32 Brauereien. Aber fragen Sie mich bitte nicht, ob diese 32 Brauereien sich auf dem Staatsgebiet oder im Zollgebiet unseres südlichen Nachbarn befanden.

27. 10. 2018: Bierfestival Wortspiele in Zürich

In Zürich feiert die Schweizer Craftbier-Szene ihr eigenes Oktoberfest: Das Pop-up Bierfestival Wortspiele findet am 27. Oktober im Tanzwerk101 statt. Neben Lokalmatadoren haben Brauereien aus fast allen Landesteilen der Schweiz exklusiv für diesen Event Biere hergestellt. Ausgeschenkt wird zwischen 14:00 – 22:00 Uhr.

Wer von Craft Beer öfter hört als dieses zu Gesicht bekommt, hat am 27. Oktober die Möglichkeit Craft Beer zu verkosten: Das Pop-up Bierfestival Wortspiele findet zum ersten Mal in Zürich statt (insgesamt handelt es sich um die fünfte Veranstaltung). Fast zwanzig Kleinbrauereien schenken Biere aus, welche sie exklusiv für dieses Festival gebraut haben und welche nur an diesem Festival probiert werden können. Wortspiele #5 ist zwar ein Bierfest und findet im Oktober statt, es wird aber garantiert keine Polkamusik gespielt. Wegen der beschränkten Ticketzahl wird empfohlen den Vorverkauf zu nutzen (www.wortspiele.org/vvk).

30 exklusive Biere sowie Hotdogs, Käse und Fisch

Lokalmatadoren sind unter anderem die Gastbrauerei Brausyndikat aus Dietikon sowie Turbinenbräu und Bear’n’Stein aus der Stadt Zürich. Neben ihnen servieren Brauereien aus fast allen Landesteilen ihre Kreationen, darunter die weltbekannte Brasserie Trois Dames aus SainteCroix im Waadtländer Jura, die Brauereien La Nébuleuse aus Renens bei Lausanne, Chien Bleu aus Genf oder auch MN Brew aus Emmen im Kanton Luzern. Mit Brew By Numbers nimmt sogar eine Brauerei aus London am Festival teil. Insgesamt werden um die 30 Biere ausgeschenkt, welche von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr an der Pfingstweidstrasse 101, 8005 Zürich (Tramstation Toni Areal) probiert werden können. Der Hunger kann am Hotdog-Stand von Tom’s Original, an der Käsetheke von The British Cheese Company oder mit Fisch von Vom Fischer & Syner Fru gestillt werden.

Kulinarisch abenteuerliche und ganz „normale“ Biere

Am 4. August wurden 1.000 Liter Würze hergestellt. Diese „Wort“ (Englisch für Würze) wurde an die Brauer verteilt, welche in ihrer Brauerei daraus ein fertiges Bier herstellten (oder damit „spielten“, wodurch sich der Name des Veranstalters „Wortspiele“ erklärt), indem sie die Würze vergärten und mit weiteren Zutaten veredelt. So haben verschiedene Biere besondere Hopfen- oder Hefezugaben, Früchte oder Beeren oder in einem Falle auch Züri Tirggel.

Am Festival können somit sowohl spannende und kreative kulinarische Abenteuer verkostet werden, sowie Biere die „normal“ sind, wie zum Beispiel ein Lagerbier, produziert von den Organisatoren. So kommen Craftbier-Stammkunden und Neulinge auf ihre Kosten und zum Vergleich wird auch das „normal“ fertiggestellte Basisbier serviert – das IPA Single Hop Citra von Brausyndikat. Um dabei den Überblick zu behalten kann eine Tour gebucht werden: um 15:00 und 17:00 Uhr führt der Biersommelier Martin Droeser durch das Festival und stellt 5 Biere vor. Droeser ist ein ausgewiesener Fachmann: Er erreichte an der Biersommelier Schweizermeisterschaft 2017 den dritten Platz und nahm als Heitere Bräu an Wortspiele #4 teil. Tickets können unter www.wortspiele.org/vvk gekauft werden.

Wortspiele ist ein Bierwanderfestival, welches erstmals stattfindet, nachdem es in Zürich und nach Bern, Rapperswil, Renens bei Lausanne und Basel gastierte. Es findet jeweils nur an einem Tag statt. Weitere Informationenfinden Sie unter www.wortspiele.org.

Das Bierfestival in Stichworten:

Termin: 27. Oktober 2017, 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Führungen mit dem Biersommelier: 15:00 und 17:00 Uhr

Ort: Tanzwerk101, Pfingstweidstrasse 101, 8005 Zürich, Schweiz (Tramstation Toni Areal)

Teilnehmende Brauereien

  • A Tue-Tête (Aigle, VD)
  • Bear’n’Stein (Zürich, ZH)
  • Beer Guerrillas (Pratteln, BS)
  • Gewinner Brau & Rauch Beer Contest
  • Brasserie Lance-Pierre (Lausanne, VD)
  • Brauerei NordSud (Rheinfelden, AG)
  • Brausyndikat (Dietikon, ZH)
  • Gastbrauerei
  • Brew By Numbers (London, UK)
  • La Nébuleuse (Renens, VD)
  • Le Chien Bleu (Vessy, GE)
  • MN Brew (Emmen, LU)
  • St.Laurentius (Bülach, ZH)
  • Sudwerk (Pfäffikon, ZH)
  • Trois Dames (St. Croix, NE)
  • Turbinenbräu (Zürich, ZH)
  • Wortspiele Organisatoren (Aabachbier, Bierversuche.ch, El Caballero Brewing)

Der Eintritt kostet 25 Franken, die Touren mit dem Biersommelier können für je 20 Franken dazugebucht werden.

Über Wortspiele

Der Verein Wortspiele wurde zur Organisation der Wortspiele Bierfestivals gegründet. Er hat zum Ziel, die Schweizer Bierszene und deren Brauer zu fördern und zu feiern. Im Zentrum stehen die Kommunikation über Bier, das Kennenlernen der Varianten und der Kontakt zwischen den Brauern untereinander sowie zu den Gästen. Mitglieder sind Marcel Alber (Diplom Biersommelier und Blogger bei bierversuche.ch), Jan de Ruijter (Brauer bei El Caballero Brewing), Sebastian Imhof (Diplom Biersommelier, ehemaliger Brauer bei 523), Christian Jauslin (Diplom Biersommelier und Blogger bei bierversuche.ch) sowie Christoph Kneuss (Brauer bei Aabachbier und Cicerone Certified Beer Server). Die Wortspiele Events finden jeweils an einem neuen Standort statt und die teilnehmenden Brauereien wechseln von Durchführung zu Durchführung. Das Festival in Zürich ist nach Bern, Rapperswil, Renens bei Lausanne und Basel die fünfte Ausgabe.

Die Schweiz hat jetzt 1000 Brauereien

In Deutschland gibt es immer mehr Brauereien. Grund ist der bislang ungebremste Boom der Craft-Biere. Es verwundert nicht, dass dieser Trend auch in den Nachbarstaaten festzustellen ist, so auch in der Schweiz. Wie die Eidgenössische Zollverwaltung kürzlich mitteilte, ist mit der Nanobrauerei «Birrificio Fin» in Minusio die 1.000ste Braustätte an den Zapfhahn gegangen.

Dieses Ereignis lädt geradezu ein, einige Zahlenspielereien anzustellen. Die Schweiz hat knapp 8,5 Millionen Einwohner. Damit kommt auf je 8.500 Einwohner kommt also eine Brauerei. Das ist Weltrekord und die Schweiz hat bezogen auf die Einwohnerzahl die höchste Brauereidichte der Welt. Weit abgeschlagen folgt auf Platz 2 Großbritannien mit einer Brauerei auf 29.300 und auf Platz 3 Deutschland mit 53.600 Einwohner pro Brauerei.

Ehrlich gesagt verwundert mich die hohe Brauereizahl in der Schweiz etwas. Statistisch gesehen trank im Jahr 2017 jeder Schweizer 54,3 Liter Bier, während der Bierkonsum in Deutschland im gleichen Jahr bei 101,2 Litern lag. Für Großbritannien liegen mir leider keine Zahlen vor.

Bei der Anzahl aktiver Braustätten Europas steht die Schweiz auf Platz 3. Vor ihr sind Deutschland mit 1500 und Großbritannien mit 2250 aktiven Brauereien. Die Zahl der Brauereien in der Schweiz hat sich in den vergangenen 25 Jahren von 34 auf 1000 explosionsartig vergrößert.

Mit Material von www.lokalinfo.ch.

24. 8. – 25. 8. 2018: 6. Basler Biermarkt

Am Freitag, 24. August 2018, 16 – 23 Uhr und Samstag, 25. August 2018, 16 – 23 Uhr, findet in Basel auf dem Vogesenplatz beim Bahnhof St. Johann der 6. Basler Biermarkt statt.

Der Basler Biermarkt wird vom Verein St. Johannsmarkt organisiert. Beat Aellen, Antje Biniasch, Bärbel Brigger und Francis Kapp wohnen im St. Johann und möchten im Quartier und für das Quartier einen besonderen Anlass schaffen, der sich durch das freundliche, friedliche und stimmungsvolle Ambiente inzwischen über das St. Johann hinaus einen Namen gemacht hat. Wie die vielen HelferInnen am Biermarkt selber arbeiten auch die vier OrganisatorInnen ehrenamtlich.

Eine Besonderheit hat der Basler Biermarkt: Einige Brauereien kommen nur einen Tag, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, den Biermarkt an beiden Tagen zu besuchen. Hier die Brauereien im Einzelnen:

Freitag und Samstag:

  • Brau Rebel, Basel
  • Braubude, Basel
  • Farnsburger, Sissach
  • Kitchen Brew, Allschwil
  • Landskroner Bräu, Hofstetten-Flüh
  • Mükon, Eschlikon
  • Roscha, Frenkendorf
  • San Martino, Stabio
  • Simmentaler, Lenk
  • St. Johannsbräu, Basel
  • Stadtmauer Brauer, Basel
  • Ueli Bier, Basel
  • Unser Bier, Basel
  • White Frontier, Martigny
  • Zur grünen Amsel, Riehen

Freitag: :

  • Bier Factory, Rapperswil
  • Bîrtel, Basel
  • Em Basler sy Bier, Basel
  • Gleis 1, Basel
  • Ruecherei, Bubendorf
  • Schwarzbuebe, Nuglar
  • The Beer Guerillas, Pratteln
  • Volta Bräu, Basel

Samstag:

  • Arli Bräu, Arlesheim
  • Blaue Ente, Muttenz
  • Brau Bandi, Therwil
  • Braukollektiv, Freiburg
  • Chastelbach, Himmelried
  • NordSud, Rheinfelden
  • Rössli Bier, Füllinsdorf
  • Zipfelbier, Muttenz

Daneben wird auch in diesem Jahr eine große Auswahl an kulinarischen Spezialitäten angeboten – schließlich braucht es eine gute Grundlage, wenn man so viele Biere probieren kann!

10. 3. 2018: Bier Basel

Nun hat Basel seine zweite Craft Beer-Veranstaltung. Nachdem der Basler Biermarkt bereits fünfmal stattgefunden hat, findet am Samstag zum ersten Mal die Bier Basel statt. An diesem Tag ist die Markthalle das regionale Zentrum für Bierkultur. Bereits am Vormittag um 9:00 Uhr geht es mit dem ersten Kurs über Hefe los. Insgesamt finden an dem Tag sechs Kurse und Verkostungen statt. Um 13:00 Uhr geht es dann für das breite Publikum mit der „Biermeile“ los. 20 kleine Brauereien aus der Region präsentieren ihre Kreationen und bieten sie zur Verkostung an. um Mittag. Bis um 23 Uhr können die Besucher die nach Herzenslust verkosten, die Brauer kennenlernen und sich über die Leidenschaft fürs Bier unterhalten

Frei zugänglich ist für alle Bier Basel-Besucher der Bereich „Rund ums Bier“. Dort finden von in der Zeit von 13:15 Uhr bis 16:00 Uhr vier Vorträge und Präsentationen statt, gefolgt um 20:30 Uhr durch ein Konzert von Gorki Gagarin.

Die Vorträge finden Sie auf der Website der Veranstalter unter www.bier-basel.ch. Der Eintritt beträgt 15,00 Franken. Im Eintrittspreis enthalten sind 5,00 Franken Pfand für ein Verkostungsglas, die es bei der Rückgabe des Glases zurückgibt.

SBB verkauft in den Speisewagen Bier kleinerer Brauereien

In den Speisewagen der SBB gibts ab April neues Bier. Zum Zug kommen kleinere, regionale Bierbrauereien sowie der schweizerische Branchenprimus Feldschlösschen. Für die Brauereien ist das ein Prestigeauftrag.

Die SBB entwickelte 2016 ein neues Gastrokonzept, das ab Frühjahr 2018 im Fernverkehr flächendeckend eingeführt werden soll. Teil dieses Konzepts ist der Verkauf von regionalen Biersorten, die für jeweils vier Monate im Angebot sein werden.

Den lukrativen Aufträge erhielten die Brauerei Schützengarten und die Brauerei Rosengarten. Die Brauerei Schützengarten aus St. Gallen wird laut Firmenchef Reto Preisig das eigene Landbier und La Nostra, ein Tessiner Bier, liefern. Von der Schwyzer Brauerei Rosengarten kommt das Bier «äs Gäächs», ein Bier mit einer leichten Heunote, wie der Rosengarten-Chef Alois Gmür sagt.

Die SBB rechnet in ihrer Ausschreibung mit einer Menge von 40.000 Bieren, die innerhalb den Vier-Monats-Perioden über die Theke gehen. La Nostra wird in einer kleinen Brauerei mit nur wenigen Angestellten hergestellt, so dass die Annahme dieses Auftrags schon eine sportliche Herausforderung darstellt. Schützengarten-Chef Reto Preisig ist nach einem Bericht der Grenchner Tagblattes aber überzeugt, sich dieser Herausforderung stellen zu können.

Neben den regionalen Bierspezialitäten haben die SBB zudem Lieferanten für den restlichen Bierbedarf gesucht. Über diesen Auftrag darf sich die Brauerei Falken aus Schaffhausen freuen. Sie wird künftig Amber-Bier und Weissbier liefern. Beim Amber-Bier rechnen die SBB mit 95.000 Flaschen pro Jahr, beim Weizenbier mit 170.000.

Ittinger gibts nicht mehr

Falken verdrängt damit das Amber-Bier von Ittinger aus dem Sortiment. Ittinger gehört zum Bierkonzern Heineken: Vom Branchenriesen gibts ab April also kein Bier mehr in den SBB-Speisewagen. Bisher lieferte Heineken die Sorten Calanda und Heineken Premium Lager.

Den grössten Auftrag holt sich aber die Brauerei Feldschlösschen. Die zu Carlsberg-Gruppe gehörende Großbrauerei aus Rheinfelden wird künftig etwa eine halbe Million Biere pro Jahr liefern. Von Feldschlösschen werden künftig die Sorten Original, alkoholfrei und Carlsberg angeboten, wie Feldschlösschen-Sprecherin Gabriela Gerber sagt.

Ich würde es begrüßen, wenn sich die Deutsche Bahn ein Beispiel an ihren Kollegen in der Schweiz nehmen und nicht in allen Zügen das gleiche Bier ausschenken würde. Sicher lässt sich das Modell aus der Schweiz nicht ohne Weiteres auf Deutschland übertragen, aber etwas Abwechslung würde das Reisen mit der Bahn doch noch etwas angenehmer machen.

15. 9. – 16. 9. 2017: Craft Beer Festival Zürich

Zum dritten Mal findet in der Wirtschaft Ziegelhütte in Zürich das Craft Beer Festival Zürich (CBFZ) statt. Das lange Bier-Wochenende beginnt bereits am Donnerstag um 17:00 Uhr, wenn in der Eldorado Craft Beer Bar in der Limmatstr. 109 in Zürich die Dänen vom Amager Bryghus das Kommando und die Zapfhähne. Für diesen Tag sind vor Allem IPAs und Stout angekündigt.

Weiter geht es am Freitag von 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr in der Wirtschaft Ziegelhütte in der Hüttenkopfstr. 70 in Zürich. Nun bieten immerhin 18 Brauereien ihre Erzeugnisse an. An diesem und dem folgenden Tag steht also das Who-is-Who der Craft Brewer der Schweiz sowie auch einige andere europäische Brauereien bereit, die aktuellen Biere auszuschenken und auch den Besuchern des Festivals Rede und Antwort zu stehen. Im Einzelnen werden die folgenden Brauereien vor Ort sein:

  • 7Peaks
  • Amager Bryghus
  • BFM
  • BF
  • Blackwell Brewery
  • Broken City Brewing Co.
  • Cayon’s
  • Degen Bier
  • Docteur Gab’s
  • Hoppy people
  • Kitchen Brew
  • La Nebuleuse Créateurs de Bières
  • Mikkeller
  • Brauerei Oerlikon
  • Storm&Anchor Brewing Company
  • Bière trois dames
  • Warpigs
  • White Frontier Brewery

Da wird gewiss jeder Besucher sein Bier finden können. Aber auch für eine gute Unterlage wird gesorgt. Die Ziegelhütte kauft grundsätzlich ganze Tiere und verarbeitet sie im Hause, so dass möglichst das gesamte Tier auf die Teller kommt. Für die Veranstaltung wurden mehrere Spanferkel, ein Zürcher Bio-Schwein sowie in Angus Beef eingekauft.

Für Unterhaltung sorgen drei Bands, die mit Rock, Blues, Folk, Jazz und Country sicher keine Langeweile aufkommen lassen werden.

Geöffnet ist am Freitag von 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr und Samstag von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr.

Den Abschluss bildet Mikkeller am Sonntag ab Mittag in der Bar 63 in der Rolandstr. 19 in Zürich, wo sie eine bunte Mischung verrückter Biere auspacken.

Tickets gibt es zum Preis von 35 Franken an der Festivalkasse. Im Eintritt sind ein Probierglas sowie fünf Verkostungen eingeschlossen.

25. 8. – 26. 8. 2017: 5. Basler Biermarkt

(Craft)-Bierfeste gibt es viele, aber der Biermarkt in Basel, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal durchgeführt wird, weist doch einige Unterschiede zu vielen ähnlichen Veranstaltungen auf. Das fängt bereits beim Veranstalter an. Das Event wird vom Verein St. Johannsmarkt organisiert und sowohl die Organisatoren als auch die Helfer und Helferinnen beim Markt erledigen die Arbeit ehrenamtlich. Ich hoffe, dass sie dann wenigstens durch die Brauereien entschädigt werden, die auf dem Vogesenplatz ihre Produkte vorstellen können.

Auch der Markt unterscheidet sich von anderen Bierfesten. Nicht alle Brauer stehen die ganzen zwei Tage dort, sondern ein guter Anteil der Anbieter steht entweder am Freitag oder am Samstag auf dem Markt. Es lohnt sich also auf jeden Fall, das Event an beiden Tagen zu besuchen. Außerdem ist die Auswahl wo umfangreich, dass es nicht möglich ist, alle Biere an einem Tag zu verkosten. Immerhin bieten an den beiden Tagen insgesamt 25 Brauereien ihre Produkte an.

Hier die Brauereien am Freitag im Einzelnen:

  • ArliBrau, Arlesheim
  • Baselbieter Bier, Ziefen
  • BrauBudeBasel, Basel
  • Doppelleu, Winterthur
  • Em Basler sy Bier, Basel
  • Gleis 1, Basel
  • Kitchen Brew, Basel
  • Landskroner Bräu, Hofstetten-Flüh
  • Roscha Bräu, Frenkendorf
  • ruecherei, Bubendorf
  • Simmentaler Bier, Lenk
  • Stadtmauer Brauer, Basel
  • St. Johannsbräu, Basel
  • Stocha Bräu, Rodersdorf
  • Sunnegg Brau/Haus, Grächen
  • Ueli Bier, Basel
  • Unser Bier, Basel
  • Volta Bräu, Basel
  • White Frontier, Verribier
  • Zur Grünen Amsel, Riehen

Und diese Brauereien bieten ihre Produkte am Samstag an:

  • ArliBrau, Arlesheim
  • Baselbieter Bier, Ziefen
  • Beer Guerrillas, Pratteln
  • BrauBudeBasel, Basel
  • Chastelbach, Himmelried
  • Doppelleu, Winterthur
  • Die Bierbarone, Basel
  • Em Basler sy Bier, Basel
  • Kitchen Brew, Basel
  • Landskroner Bräu, Hofstetten-Flüh
  • Roscha Bräu, Frenkendorf
  • Rössli Bier, Füllinsdorf
  • Schwarzbuebe Bier, Nuglar
  • Simmentaler Bier, Lenk
  • St. Johannsbräu, Basel
  • Stocha Bräu, Rodersdorf
  • Ueli Bier, Basel
  • Unser Bier, Basel
  • Volta Bräu, Basel
  • White Frontier, Verribier
  • Zur Grünen Amsel, Riehen

Das Fest wirkt wirklich anziehend. Schade, dass es nicht einen Monat später stattfindet; dann bin ich in Basel und würde auf jeden Fall dort vorschauen.

Der Basler Biermarkt findet am 25. 8. Und 26. 8. Jeweils von 16:00 bis 23:00 Uhr auf dem Vogesenplatz beim Bahnhof St. Johann in Basel statt.