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Österreich: Waldbier Edition 2021 im Zeichen des Bergwaldes

Zu einem ungewöhnlichen Ernte-Einsatz rückten dieser Tage Braumeister Axel Kiesbye und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in den Tuxer Alpen aus, um auf rund 2.000 Metern Seehöhe die Zutaten für das diesjährige Waldbier zu gewinnen. Zirbenzapfen und Schwarzbeeren sind die Ingredienzen des Jahrgangs 2021 „Edition Tiroler Bergwald“ ­- zum ersten Mal stellen die Bundesforste damit einen ganzen Waldlebensraum in den Geschmacksfokus. „Es sind die besonderen Zutaten aus unserer Natur, die unserem jährlichen Waldbier seinen unvergleichlichen Geschmack verleihen“, sagt Bundesforste-Vorstand Rudolf Freidhager. „Nun wollen wir künftig auch auf ihre Herkunft noch mehr Bezug nehmen. Denn Wald ist nicht gleich Wald. Die Gebirgswälder des Oberinntals zeichnen sich durch besondere Artenvielfalt und einen hohen Anteil an Schutzwäldern aus. Zwei für diesen Lebensraum besonders typische Pflanzen haben wir für das heurige Waldbier ausgewählt – Zirben und Schwarzbeeren.“

60 Kilogramm Waldgeschmack – von Hand gepflückt

Anfang August ist in den Gebirgswäldern des Oberinntals Schwarzbeerzeit. Die tiefwurzelnde, blauschwarze und hocharomatische Wildform der Heidelbeere gedeiht prächtig in den alpinen Wäldern und ist für Mensch und Tier ein ganz besonderer Leckerbissen. An der Baumgrenze im Gebirge reifen sehr langsam die Zapfen der Zirbe heran, bis zur ersten Frucht vergehen mehrere Jahrzehnte. Das hochalpine Kieferngewächs, auch „Königin der Alpen“ genannt, gilt als wichtige Mischbaumart im Wald der Zukunft. Sie trotzt extremen Temperaturschwankungen und kann bis zu tausend Jahre alt werden.

Etwa 10 Kilogramm noch unreifer Zirbenzapfen sowie 50 Kilogramm kleiner, aromatischer Schwarzbeeren ernteten Braumeister Axel Kiesbye mit seinem Team und Revierleiter Ephräm Unterberger in den ersten Augusttagen in Handarbeit im ÖBf-Forstrevier Inntal. „Das war heuer eine besondere Herausforderung für den Körper“, so der Braumeister schmunzelnd. „Entweder war man tief gebückt am Boden oder hoch oben am Baum. Zirben können ja bis zu 25 Meter hoch werden.“ Direkt nach der Ernte wurde eingebraut. Das disjährige Waldbier wird nach Einschätzung des Braumeisters geschmacklich von den harzig-würzigen Zapfen geprägt sein, hinzu kommt eine leichte Beerenaromatik. Durch den Schwarzbeerensaft erhält das Bier einen zarten Rotton. Genaueres dazu wird sich Ende September weisen, wenn das Bier erstmals verkostet wird.

Bergwald als Lebensraum und Schutz vor Naturgefahren

Große Bedeutung kommt dem Bergwald in der Region als Lebensraum und Schutz vor Naturgefahren zu. Unter den zahlreichen 3.000er-Gipfeln der Alpen sind Gams, Reh, Rot- und Steinwild, aber auch Auer- und Birkwild sowie Murmeltiere, Steinadler und Bartgeier zuhause. Seit jeher schützen die Wälder die Bewohner*innen der Alpentäler auf natürliche Weise vor Lawinen oder Steinschlag, speichern große Mengen an Wasser und festigen gleichzeitig den Boden. Aber auch im Bergwald ist der Einfluss des Klimawandels zu spüren: Trockenheit, Hitzewellen und extreme Wettereignisse sowie der Waldschädling Borkenkäfer und die oft hohe Belastung durch Wildtiere setzen ihm mancherorts stark zu. „Intakte Bergwälder machen die dichte Besiedelung des Alpenraumes überhaupt erst möglich“, so Freidhager. „Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Schutzwälder nachhaltig betreuen und pflegen und damit ihre vielfältigen Leistungen auch zukünftig erhalten!“

Limitierte Waldbier-Auflage

Das Waldbier 2021 „Edition Tiroler Bergwald. Schwarzbeere/Zirbe“ wird wie seine Vorgänger in limitierter Auflage in Gourmet-Flaschen zu 0,75 und 0,33 Litern angeboten und ist ab Ende September im ausgewählten Fachhandel und über den Shop der Kiesbye Naturbrauerei erhältlich. Aufgrund seines hohen Alkoholgehalts verfügt das Kreativbier über eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit und kann mehrere Jahre bis zu seinem Genuss gelagert werden. Bisherige Waldbier-Jahrgänge sind nahezu ausverkauft und nur mehr als Sammlerstücke verfügbar. Weitere Bezugsquellen unter www.waldbier.com.

Jahrgangsbier in elf Sorten

Während in den ersten fünf Jahren Nadelbäume – Tanne, Zirbe, Lärche, Schwarzkiefer, Fichte – die Zutaten aus der Natur lieferten, lag das Augenmerk danach auf Waldsträuchern und Wildobst wie dem Alpen-Wacholder, der Trauben-Kirsche, der Holzbirne und der Elsbeere. Die Jubiläumsedition 2020 „Eiche“ wurde in einem Eichenholzfass aus dem Wienerwald gereift. Mit dem Waldbier 2021 „Edition Tiroler Bergwald. Schwarzbeere/Zirbe“ beginnt ein neuer Zyklus, bei dem das Augenmerk auf die Herkunft gerichtet ist.

Zur Geschichte des Waldbiers

Anlässlich des Internationalen Jahres des Waldes 2011 brachten die Österreichischen Bundesforste mit Braumeister Axel Kiesbye erstmals ein Waldbier heraus. Ursprünglich als einmalige Sonderedition geplant, folgten aufgrund des hohen Zuspruchs weitere Jahrgänge und bald wurde das jährlich neu herausgebrachte Waldbier zu einer fixen Größe im kulinarischen Waldjahr. Das Prinzip bleib dabei immer das gleiche: Zutaten, Ernteorte und Waldwissen kommen von den Bundesforsten, die Rezeptur für die Biere stammt von Braumeister Axel Kiesbye, eingebraut wird in der Trumer Brauerei in Obertrum (Sbg.).

Das Bild zu diesem Artikel wurde mir den den Österreichischen Bundesforsten zur Verfügung gestellt.

Neues Craft Bier “Beaver Duck IPA“

Das Crossfield’s Australian Pub hat den Lockdown, um in Kooperation mit Brew Age ein neues Craft Bier zu brauen. Nach einem halben Jahr Entwicklungszeit gibt es nun am 6. August das neue Bier „Beaver Duck IPA“ zum ersten Mal und exklusiv im Crossfield’s zu verkosten. Gefeiert wird der Launch des mit ausschließlich australischem Hopfen gebrauten Sommerbiers am 6. und 7. August 2021 mit einer 1+1 Aktion, sowohl in der Flasche als auch vom Fass.

Unter dem Arbeits-Titel „X-Field Bier“ wurde seit Anfang des Jahres eifrig an einem neuen Bier gearbeitet. Begonnen hat das Projekt, in Kooperation mit Brew Age, der österreichischen Start-Up Brauerei aus Wien, ganz klein in einer Vorbereitungsküche in Wien Mitte Februar 2021. Der erste Probedurchlauf wurde mit 17 Hekto-liter in kleinen Gebinden gebraut. Das Bier wurde weiter verfeinert und hat bereits bei der ersten Verkostung überzeugt. Parallel dazu wurde der Name „Beaver Duck IPA (Indian Pale Ale)“ gefunden und das Etikett entworfen.

Einzigartige Rezeptur

Es werden ausschließlich australische Hopfensorten verwendet. Das hopfig-fruchtige Beaver Duck Indian Pale Ale wird mit den australischen Hopfensorten Galaxy und Vic Secret gebraut. Diese verleihen dem Bier ein exotisches Bukett und einen frisch-herben Abgang. Perfekt gekühlt bei sieben Grad Celsius ist es trotz seiner sechs Prozent Alkoholgehalt das perfekte Sommerbier.

Craft Beer bleibt im Trend

Craft Beer liegt weiter im Trend und belebt den Biermarkt seit Jahren nachhaltig. Beim Craft Bier geht es vor allem darum, intensivere Geschmäcker, außergewöhnliche Bierspezialitäten sowie alte und/oder ungewöhnliche Biersorten, meist mit einer Extraportion Hopfen, zu brauen. Die meisten Craft Biere werden in kleinen, regionalen Brauereien in geringen Mengen gebraut. Die Kooperation mit der Start-Up-Brauerei Brew Age, die bereits zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt, wurde zudem zu einer regionalen Zusammenarbeit mit einem Wiener Unternehmen.

Karoline Winkler, Geschäftsführerin von Crossfield’s Australian Pub: „Wir wünschen uns schon seit langem ein eigenes IPA, und der Lockdown hat uns etwas unverhofft die Zeit dazu verschafft. Es ist schön sich als Bier-Pub ganz genau mit unserem Hauptprodukt auseinander zu setzen, unsere Kompetenzen zu vertiefen. Und es macht richtig Spaß Bier zu brauen!“

Mehr Informationen finden Sie unter www.crossfield.at. Das Bild wurde mir freundlicherweise vom Crossfield’s Australian Pub zur Verfügung gestellt.

Heute ist internationaler Tag des Bieres

Am heutigen internationalen Tag des Bieres können die Österreicher stolz sein, wurde doch die Biergeschichte von Schwechat aus wesentlich geprägt, beim Bierkonsum bleiben sie vielleicht deshalb patriotisch.

Seit über einem Jahrzehnt, genauer seit 2007 wird ausgehend von den USA jährlich am ersten Freitag im August der internationale Tag des Bieres gefeiert. Die Österreicher stoßen darauf überwiegend mit heimischem Bier an, über ein Drittel (39 %) greift laut aktuellem Bierkulturbericht am liebsten zu Bier aus Österreich, nur 4 Prozent bevorzugen ein internationales Bier.

„Mehr als jeder zweite Österreicher (57 %) trinkt regelmäßig, also zumindest mehrmals pro Monat, Bier. Beim Konsum des beliebten Gerstensaftes gilt im Land schon lange die 3G-Regel – Bier steht für Genuss, Geschmack und Geselligkeit und ist beinahe für die gesamte österreichische Bevölkerung, 87 %, wichtig für die österreichische Getränkekultur“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich, die seit über zehn Jahren mit ihrem Team den österreichischen Bierkulturbericht herausgibt.

Bierrevolution in Schwechat

Blickt man in der Geschichte zurück, ist Bier aus Österreich sogar für die weltweite Braukunst relevant. Vor 180 Jahren, im Jahr 1841, braute Anton Dreher sein erstes untergäriges Bier, das sich durch seinen Geschmack und seine Klarheit von den anderen Bieren in Wien so sehr unterschied, dass er damit eine „Bierrevolution“ auslöste. Untergärig brauten damals auch andere. Dreher schuf aber durch eine besondere Behandlung des Malzes, dank seiner Kühlmethoden zur Gewährleistung einer kalten Gärung und längeren Lagerung in seinen Kellern einen völlig neuer Biertyp, der als „Wiener Lager“ bezeichnet wurde. Der Begriff „Lager“ wurde bald in allen Kontinenten für viele Biertypen verwendet.

Dreher wandte auch als erster Brauer wissenschaftliche Methoden an. So nutzte er z. B. bereits das Thermometer, während seine Kollegen sich ausschließlich auf Schätzungen der Temperatur verließen. 1860 führte der Schwechater bereits die größte Brauerei auf dem europäischen Kontinent und exportierte sein Bier bis in den Orient.

Auch begnügten sich Dreher und sein gleichnamiger Sohn nicht mit ihrer Brauerei in Schwechat. Sie gründeten in Böhmen, Mähren, Ungarn und im damals noch österreichischem Triest Tochtergesellschaften. Sie exportierten Bier in alle Kontinente dieser Welt, indem sie erstmals Kühlwaggons für die Eisenbahn und Kühlcontainer für die Schiffe entwickelten.

Der jüngere Dreher setzte auch als erster Brauer der Welt ein künstliches Kühlaggregat ein. Er hielt seine Stellung als größter Brauer des Kontinents bis ins 20. Jahrhundert. Am 7. August jährt sich der Todestag von Anton Dreher junior zum 100. Mal.

Auf den Geschmack gekommen

Auch heute, in Zeiten großer Biervielfalt kommen immer mehr Bierliebhaber (wieder) auf den Geschmack von Lager. Zwar greift noch mehr als jeder Zweite (59 %) zum Märzen, aber über ein Drittel (35 %) trinkt bereits am liebsten Lager und die Fans werden jährlich mehr.

Seit 2016 gibt es als Andenken an den großen Gründer aus der Schwechater Brauerei wieder ein Wiener Lager, dessen Rezeptur an das Original angelehnt ist.

Wie Braumeister und Präsident des Braumeisterbundes Andreas Urban weiß, kann dieser Biertyp inzwischen wieder häufiger genossen werden,: „Es ist schön, dass sich nicht nur wir in Schwechat an der Geburtsstätte des Wiener Lagers, sondern auch andere österreichische Brauereien dieses schon fast vergessenen Biertyps erinnern – und die Bierlandschaft damit entscheidend belebt haben“.

Und mit der Ernte 2021 knüpfen auch die Rohstoffe für das Schwechater Wiener Lager wieder an die Geschichte an; künftig wird Braugerste von regionalen Feldern eines Dreher-Nachfahren verwendet. Schon Anton Dreher war die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. Sein Sohn, Anton Dreher junior, setzte dieses Bestreben fort und erwarb die Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, die im Umkreis der Brauerei liegen. Bis heute werden sie von Dreher-Nachfahren bewirtschaftet und ab der diesjährigen Ernte liefert Jan-Anton Wünschek wieder Braugerste in die Schwechater Brauerei.

Brauerei Schwechater setzt auf regionale Rohstoffe

Der Erfolg und Fortbestand der Brauerei Schwechat ist seit über 200 Jahren eng mit der Familie Dreher verbunden. Von Beginn an war Anton Dreher die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. So erwarb er landwirtschaftliche Liegenschaften mit vorzüglichen Hopfenkulturen in Böhmen. Sein Sohn, Anton der Jüngere, setzte dieses Bestreben fort und erstand die im Umkreis der Brauerei befindlichen Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, um auf den Feldern Braugerste anzubauen.

Regionale Kooperation

Diese beiden Gutsbetriebe werden bis heute von Nachfahren bewirtschaftet und durch die Kooperation mit Jan-Anton Wünschek wird ab der Ernte 2021 wieder Braugerste von den Dreher-Feldern verwendet, um die Schwechater Biere zu brauen. Es handelt sich dabei um die klimatisch robustere und gegenüber Trockenheit weniger empfindliche Wintergerste.

„Die Unabhängigkeit der Rohstoffversorgung war Anton Dreher ein großes Anliegen. Daher ist es mir als Ururur-Enkel eine große Freude, dass die Wintergerste vom Gutenhof und Katharinenhof für die Schwechater Biere verwendet wird. Trotz technischem Fortschritt sind wir um umweltschonende Kultivierung bemüht. Nur beste Qualität für das Schwechater Wiener Lager,“ erklärt Jan-Anton Wünschek von der Wünschek-Dreher’schen Gutsverwaltung Gutenhof.

„Für uns bringt die engere Zusammenarbeit mit den Landwirten mehr Einblick in die landwirtschaftliche Produktion. Wir haben damit unser „Ohr“ direkter am Geschehen. Die Landwirte wissen als Erzeuger was mit ihren Produkten geschieht, wer diese weiterverarbeitet. Das schafft bei den Landwirten eine positive Einstellung zu unseren Marken und macht diese in ihrem Bekanntenkreis zu „Marken-Botschaftern, umso mehr, wenn es um den Namen Dreher geht“, begrüßt Johann Jäger, Raw Material Manager der Brau Union Österreich, die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Rohstofflieferanten.

Zudem verringert die regionale Versorgung mit Rohstoffen die Transportwege und den CO2-Fußabdruck und trägt so zur Schonung der Umwelt im Sinne des Nachhaltigkeitsbestrebens der Brau Union Österreich bei.

Welterfolg für Schwechater Bier

„So schließt sich der Kreis, nachdem die gemeinsame Erfolgsgeschichte vor über 200 Jahren begann“, erzählt Braumeister Andreas Urban, der sich nicht nur auf das Bierbrauen versteht, sondern sich auch intensiv mit der Geschichte der Brauerei auseinandergesetzt hat.

Die Brauerei wurde bereits 1632 gegründet und ist der wahrscheinlich älteste Großbetrieb im Umland von Wien. Auf jeden Fall ist sie die einzige industrielle Braustätte, die es in dieser Region gibt. Noch im 19. Jahrhundert waren östlich und südlich von Schwechat gleich 12 Brauereien ansässig.

Warum gerade die „Brauerei Schwechat“ die Jahrhunderte überlebt hat, verdankt sie einigen Zufällen, wie Braumeister Andreas Urban als Mitautor einer aktuellen Geschichte des Unternehmens belegen kann: „Der größte Zufall war sicherlich, dass sie 1796 ein Franz Anton Dreher trotz der großen Konkurrenz in der unmittelbaren Umgebung kaufte. Im hohen Alter von 74 Jahren bekam er von seiner 50 Jahre jüngeren Frau noch einen Sohn, der für den späteren Ruhm seines damals kleinen Betriebes verantwortlich war.“

Diesem Anton Dreher gelang es nach einer Studienreise nach Großbritannien, die hauptsächlich der Betriebsspionage diente, die Erkenntnisse der englischen Brauindustrie zu verwerten und 1841, vor genau 180 Jahren, mit seinem „Lagerbier“ ein neues Bier zu produzieren, das mit dem bisherigen Getränk gleichen Namens nur wenig gemeinsam hatte. Es war so revolutionär und hatte solchen Erfolg, dass er aus der kleinen Brauerei seines Vaters innerhalb von 20 Jahren nicht nur die größte Brauerei der österreichischen Monarchie, sondern von ganz Kontinentaleuropa machte. Das blieb sie auch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Dreher brach mit allen Regeln der bisherigen Braukunst, führte ein neues Mälzungsverfahren ein, verwendete neue technische Geräte, lagerte sein untergäriges Bier vor der Lieferung zu den Wirten monatelang in seinen zahlreichen Kellern und kühlte es in dieser Zeit mit Natureis. Die Konsumenten waren begeistert, weil sie erstmals ein klares, süffiges und kaltes Bier trinken konnten.

Unter Anton Dreher und seinem gleichnamigen Sohn expandierte die Schwechater Brauerei und war auch bald die einzige in der gesamten Region, weil alle Konkurrenten und viele andere Gebäude des Umlandes aufgekauft und für Mälzereien und andere betriebliche Zwecke verwendet wurden. In der Brauerei stand ab 1850 die erste Dampfmaschine, die für Brauzwecke eingesetzt wurde, und es folgten ihr bis zur Jahrhundertwende sechs weitere mit insgesamt 1200 Pferdestärken. Die Schwechater Brauerei setzte das erste Kühlaggregat der Welt ein, das die oft mühsame Besorgung von Natureis erübrigte. Sie war auch in technischen Fragen ein Industriepionier.

Bierige Geschichte

Die ganze historische Entwicklung der Schwechater Brauerei wurde lebendig nacherzählt und ist in dem im August erscheinenden Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“ nachzulesen. Diese bierige Lektüre wird auch viele Erinnerungen aus der Erfolgsgeschichte wecken, wie an das „Plopp“ aus der legendären TV-Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“ oder die ersten Trikots mit Werbung des Fußballvereins Wiener Austria. Dabei darf natürlich eines nicht fehlen, das Schwechater Original Wiener Lager, das seit 2016 in Anlehnung an Drehers legendäres Lagerbier gebraut wird.

Brau Union Österreich mit dem German Brand Award ausgezeichnet

Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs hat die Brau Union Österreich eine erhebliche ökologische und soziale Verantwortung. Daher ist sie bestrebt, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. Dabei orientiert sie sich an der von den Vereinten Nationen formulierten „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ mit den 17 globalen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals): So werden anhand zahlreicher Projekte an allen Standorten österreichweit die Wasserressourcen geschützt, der Energie- und CO2-Ausstoß kontinuierlich gesenkt, ein verantwortungsvoller Konsum gefördert, eine sichere Arbeitsumgebung für die gesamte Belegschaft sowie Partnerschaften für die Zukunft geschaffen. Für dieses umfangreiche Engagement in Sachen Nachhaltigkeit wurde die Brau Union Österreich nun mit dem renommierten German Brand Award 2021 in der Kategorie „Brand Corporate Social Responsibility“ ausgezeichnet.

„Nachhaltigkeit ist unser Herzensanliegen. Dank unserer erfahrenen Braumeister sowie langjährigen Partnern haben wir es in der Brau Union Österreich geschafft, an zwei Standorten CO2-neutral zu brauen: in der Brauerei Göss in Leoben und in der Brauerei Schladming. In Schwechat und Puntigam/Graz werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus der Bierproduktion beheizt. Die Prämierung dieser Errungenschaften in puncto Nachhaltigkeit mit dem renommierten German Brand Award zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind, unser Ziel – die beste Bierkultur Europas zu schaffen – zu erreichen“, so Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs und CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière. Die Brau Union Österreich, Teil der HEINEKEN Familie, ist auch dem UN Global Compact verpflichtet. Gabriela Maria Straka setzt als Mitglied des UN Global Compact Steering Committees Austria die SDG’s und ihren unternehmerischen Fokus um.

Die zahlreichen Maßnahmen der Brau Union Österreich sowie die gesamte Nachhaltigkeitsstrategie „Brewing a Better World“ werden im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht publiziert: https://www.brauunion.at/nachhaltigkeit.

Nachhaltige Bierkultur für die Zukunft

Der jährliche österreichische Bierkulturbericht von der Brau Union Österreich Unternehmenskommunikation ist 2020 zum 12. Mal erschienen. In diesem ist nachzulesen, welche Anforderungen die österreichischen Biertrinker an ihr Bier haben. Wie zum Beispiel im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit. Für 82% der österreichischen Biertrinker ist die Verwendung regionaler Rohstoffe wichtig und für 67% nachhaltiges Brauen. Aber auch die Herkunft des Bieres ist bedeutend: 75 % sind für eine österreichische Marke aus einer österreichischen Brauerei. Mehr zum Thema Bierkultur: https://www.brauunion.at/bierkultur.

Bierland Österreich hat neuen Biersommelier-Staatsmeister

Am 3. Juli 2021 gingen im Salzburger Obertrum die 5. Österreichischen Staatsmeisterschaften der Sommeliers für Bier über die Bühne. Nach langem Wettstreit und spannendem Finale kürte eine hochkarätig besetzte Fachjury Felix Schiffner aus Oberösterreich zum neuen Biersommelier-Staatsmeister. Parallel dazu qualifizierten sich die besten Zehn für das bierige A-Team – sie werden für das Bierland Österreich im September 2022 in München um den Weltmeistertitel kämpfen.

Das Bierland Österreich feiert seinen neuen Staatsmeister! Alle zwei Jahre messen sich Österreichs Bier-Expertinnen und Experten und stellen bei anspruchsvollen theoretischen sowie sensorischen Prüfungen unter der organisatorischen Leitung von Kiesbye`s Bierkulturhaus ihr Können unter Beweis. Im großen Finale müssen die besten ihrer Zunft ein ihnen unbekanntes Bier im Rahmen einer Showpräsentation Jury und Publikum vorstellen. Aus drei Teilnehmerinnen und 22 Teilnehmern setzte sich am Ende Felix Schiffner gegen die starke Konkurrenz durch. Der Oberösterreicher zeigte sich fachlich äußerst souverän und bot eine tolle Performance auf der Bühne. „Es war ein super Event mit großartiger Stimmung. Dass ich mich am Ende durchsetzen konnte, macht mich natürlich wahnsinnig stolz.“, so der frischgebackene Staatsmeister. Felix Schiffner ist längst kein Unbekannter in der Bierwelt, ist er doch bereits Biersommelier-Vize-Weltmeister 2016 und österreichischer Biersommelier- Vize-Staatsmeister 2018 und Braumeister.

Auf dem zweiten Platz folgt Michael Kolarik-Leingartner, Biersommelier-Staatsmeister 2016 und 2018, Dritter wurde Clemens Kainradl, Biersommelier Staatsmeister 2014 und Vize-Staatsmeister 2016.

Die Biersommelier-WM 2022 findet in Deutschland statt

Für die besten zehn Biersommeliers, darunter zwei Damen – inkl. Staats- und Vizestaatsmeister – heißt es nächstes Jahr Koffer packen. Es geht nach München zur 7. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier. „Darauf freuen wir uns schon sehr. Schließlich starten wir mit einem hochkarätigen Team“, so Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes. „Jetzt möchte ich Felix Schiffner – sowie dem ganzen Nationalteam – herzlich gratulieren. Wir sind sehr froh, dass nach der Covid 19-bedingten Verschiebung nun dieser tolle Wettbewerb stattfinden und wir wieder Werbung für die heimische Bierkultur machen konnten!“

Österreich als Mekka der Bierkultur

Mit aktuell ca. 3.300 Biersommeliers im Land ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bierwissen. Nirgendwo sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-Expertinnen und Bier-Experten. „Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild für viele weitere Länder geworden“, erklärt Florian Berger abschließend.

Auf einen Blick

Das Österreichische Nationalteam:

  • Reinhard Feigl (36; Wien) Wanderbrauer
  • Ursula Huber-Kainz (42; Niederösterreich) Restauratorin, Heimbrauerin
  • Franz Jirovec (Wien) IT- Leiter, Diplom Biersommelier, Hobbybrauer
  • Clemens Kainradl (44; Burgenland) Biersommelier Staatsmeister 2014 und Vize-Staatsmeister 2016; Großhändler von Bierspezialitäten, Gastronom
  • Oliver Klamminger (37; Salzburg) Journalist; Bierevent-Anbieter
  • Michael Kolarik-Leingartner (38; Wien) Biersommelier-Staatsmeister 2016 und 2018; Vize-Staatsmeister 2021; Biervermarkter
  • Harry Mittermaier (39; Niederösterreich) Gastronom
  • Julian Selinger (32; Steiermark) Biersommelier-Vize-Staatsmeister 2016; Forscher Universität für Bodenkultur
  • Felix Schiffner (Oberösterreich), Staatsmeister 2021, Vize-Weltmeister 2016; Vize-Staatsmeister 2018; Braumeister
  • Karin Thaller (23; Oberösterreich) Brauerin

Die Fachjury:

  • Dipl.Ing. Nicola Buchner (Verband der Diplom Biersommeliers)
  • Mag. Florian Berger (Geschäftsführer, Verband der Brauereien Österreichs)
  • Mag. Josef Christoph Sigl (Obmann der Sektion Mittelstandsbrauereien im Verband der Brauereien Österreichs)
  • Dipl.Ing. Dr. Andreas Urban (Präsident des Bundes österreichischer Braumeister- und Brauereitechniker)

1. 7. – 3. 9. 2021: Ottakringer Bierfest 2021

Eine erfrischende Biervielfalt, Streetfood und gemütliches Zusammensein mit viel Platz. Am Donnerstagabend, hat die Ottakringer Brauerei wieder ihre Pforten geöffnet und lässt beim Ottakringer Bierfest die Bierkultur hochleben. Neun Wochen lang bis zum 3. September immer Montag bis Samstag von 16 bis 24 Uhr.

„Schon an meinem ersten Arbeitstag darf ich den bereits traditionellen Fixpunkt aller Bierliebhaber im sommerlichen Wien eröffnen“, freut sich Harald Mayer, der neue kaufmännischer Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. „Wir wollen nach vielen schwierigen Monaten nicht nur mit dem frischesten Bier der Stadt, sondern auch mit Gemütlichkeit, gutem Essen und einem bunten Rahmenprogramm begeistern, und freuen uns auf viele Gäste.“

Tobias Frank, Geschäftsführer Technik und erster Braumeister: „An unserem großen Ottakringer Stand werden alle Biere und exklusive Sonderfüllungen frisch gezapft. Neben dem neuen Ottakringer Bio-Zwickl kommen exklusiv und unfiltriert direkt aus den 200.000L Tanks das Wiener Original Zwickl, Pils Zwickl, Gold Fassl Spezial Zwickl und Dunkles Zwickl. Alle diese Biere gibt es üblicher Weise nur gefiltert. Und am Ottakringer BrauWerk Stand gibt es wie jedes Jahr eine Vielzahl an Craft Bieren zu verkosten. Unsere Brauer haben jedenfalls auch heuer dafür gesorgt, dass wir unsere ausgezeichneten Biere wie gewohnt in höchster Qualität anbieten können.“

Das gastronomische Angebot

Damit Seidl und Krügerl auch perfekt begleitet werden, gibt es ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Der Premium-Caterer Food Affairs bietet traditionelle Wirtshaus-Küche wie Schweinsbraten, Backhendl aber auch Currywurst und Fisch & Chips. Mozart & Meisl kommen mit ihren legendären Burger Kreationen aus dem 19. Bezirk nach Ottakring und der „Blunznstricker“ kredenzt am Bierfest über 30 verschiedenen Sorten Flammkuchen; von vegetarisch über deftig bis hin zu süßen Varianten. Abgerundet wird das Ganze mit bierigen Snacks von magdas, dem Kantinenpartner der Ottakringer Brauerei.

Das Programm

Bierkistlsingen immer mittwochs um 18 Uhr

Wer schon immer vor Publikum performen wollte, kann das auch in diesem Jahr wieder tun – egal ob klassischer Gesang, Austropop, Indie-Classics, Musical oder Neuheiten aus den internationalen Charts – es sind alle Genres willkommen, solange der „gute Ton“ getroffen wird. Neben Ruhm und Ehre gibt’s für jede, vom Publikum bejubelte, gesangliche Darbietung auch eine Kiste Freibier zum Mitnehmen für zu Hause. Die Anmeldung erfolgt wahlweise vorab auf bierfest.ottakringerbrauerei.at oder vor Ort ab 17:30 Uhr, wo die Restplätze vergeben werden.

Livemusik jeden Freitag ab 18 Uhr

Von akustisch-sanften Gitarrenklängen bis zu anregenden Beats: Livemusik gibt es jeden Freitag ab 18 Uhr. Die Acts werden jeweils auf bierfest.ottakringerbrauerei.at bekanntgegeben.

Bieryoga jeden Dienstag um 18 Uhr

Bieryoga ist die moderne Verbindung jahrhundertealter Methoden Körper und Seele zu entspannen und der über Jahrtausende entwickelten Braukunst. Dies findet jeden Dienstag auf der Sonnenterasse statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Yogamatte ist selbst mitzubringen, das Bier dazu gibt’s gratis. Die Anmeldung erfolgt vor Ort am Infopoint beim Eingang.

Brauereiführungen jeden Dienstag und Donnerstag 17.30 und 19 Uhr

Nach einer langen Pause gibt es auch wieder Brauereiführungen. Auf Grund der Sicherheitsbestimmungen und begrenzten Kapazitäten ist eine Voranmeldung auf bierfest.ottakringerbrauerei.at notwendig. Für die Teilnahme ist eine FFP2 Maske mitzubringen und innerhalb der Gebäude zu tragen.

Kinderbetreuung und abwechselndes Rahmenprogramm für die Erwachsenen jeden Samstag ab 16 Uhr

Neben dem beliebten Kinderbereich mit gratis Hüpfburg und Sandkiste gibt es jeden Samstag eine Kinderbetreuung durch die Kinderfreunde und für die Erwachsenen ein abwechselndes Rahmenprogramm mit bewährtenEventpartnern: mehrere Craftbeer Specials hosted by Craft Beerfest Wien, eine Vinyl-Börse hosted by Vinyl & Musik Festival, Vintage Kilo Sale hosted by Nowhere & Beer Pong Tische hosted by Beer Pong Austria.

Wie im Vorjahr können Tische online reserviert werden, ansonsten werden diese am Festplatz oder im Biergarten vor Ort zugewiesen. Auf der Sonnenterrasse gibt es freie Platzwahl und Liegestühle zum Chillen. Für den Besuch des Ottakringer Bierfestes gilt die 3G-Regel. Der entsprechende Nachweis wird beim Betreten des Festgeländes kontrolliert.

Weitere Infos sowie Tischreservierungen unter https://bierfest.ottakringerbrauerei.at.

Regionaler Biergenuss in der Wiener Luftburg

Das beliebte Restaurant Luftburg – Kolarik im Prater, sperrt nach dem Lockdown in neuem Design als größtes Bio-Restaurant der Welt wieder auf, mit eigenem Luftburg Hofbier und Bio-Bieren aus allen Bundesländern Österreichs.

Die ausgezeichnete Lage im Wiener Prater, das kinderfreundliche Angebot und gelebte Gastfreundschaft waren schon immer Gästemagneten der Luftburg. Bereits seit dem Jahr 2019 serviert die Luftburg ausschließlich Speisen in Bio Qualität. Mit Wiedereröffnung 2021 sind nun auch alle Getränke auf das 100% Bio-Konzept umgestellt und machen das Restaurant Luftburg – Kolarik im Prater somit zum größten bio-zertifizierten Restaurant der Welt.

Das Restaurant Luftburg – Kolarik im Prater bietet Gastgartenfeeling das seinesgleichen sucht! Hier genießen die Gäste ab sofort 100% Bio, und das bei jedem Wetter. Sei es bei strahlendem Sonnenschein im herrlichen Gastgarten, sonnig und doch geschützt durch die vielen Platanen als natürliche Schattenspender, oder auch mal bei einem kleinen Sommerschauer. Kein Problem – verfügt der Gastgarten doch zusätzlich über eines der innovativsten Beschattungssysteme, das gleichzeitig auch als Regendach dient. Innerhalb von Minuten ausgefahren, erlaubt es gemütliches Sitzenbleiben, egal was das Wetter bringt – die Sprühnebelanlage sorgt bei großer Hitze für Abkühlung und bei einem Schauer für Schutz vor Nässe.

Bierige Kooperation

Angestoßen wird auf diesen nachhaltigen Schritt mit dem hauseigenen Fohrenburger Bio Hofbier. Der Name steht für heimische Bioqualität aus Vorarlberg. Die Fohrenburger Brauerei unterstützt als starker Partner mit ihrem Bio Hofbier, dass aus 100 % biologisch angebauter Braugerste gebraut wird. Acht Bio-Bäuerinnen und –Bauern aus ganz Vorarlberg liefern den qualitativen Rohstoff an die Brauerei, wo aus der Biogerste nach traditioneller Braukunst bestes Bier entsteht.

Das untergärige, helle und naturbelassene Vollbier mit einem Alkoholgehalt von 4,8 % garantiert durch seine milde, weiche Hopfenbittere und fruchtige Hopfenaromen besten Biergenuss. Sichtbares Zeichen der Partnerschaft zwischen Wien und Bludenz ist ein eigens gestaltetes Logo für das Restaurant Luftburg – Kolarik im Prater am Etikett des Fohrenburger Bio Hofbier.

100 % Bio-Biere aus Österreich

Die österreichische Bierkultur weist erfreulicherweise eine große Vielfalt auf. In der Luftburg kann man künftig eine bierige Reise durch Österreich begehen, denn in der Bierkarte ist jedes Bundesland mit Bio-Bieren aus heimischen Rohstoffen vertreten. Echt steirischer Genuss ist etwa mit dem Schladminger Bio Zwickl und der Schladminger Bio Schneeweisse garantiert.

„Wir freuen uns sehr, nun auf ganzer Linie 100% Bio-Qualität anbieten zu können. Mit der Brauerei Fohrenburger haben wir den perfekten Partner gefunden, mit dem wir nun unser hauseigenes Bio Hofbräu ausschenken können, on top zu den bereits im Sortiment vorhandenen österreichischen Bio-Bieren“, freut sich Geschäftsführer Paul Kolarik über das vielfältige Bio-Bier-Sortiment in der Luftburg.

Geprüfte Qualität

Das ökologische und gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein im Unternehmen ist mehrfach bescheinigt mit dem Österreichischen Umweltzeichen, dem Gold-Siegel „Natürlich gut essen“ der Stadt Wien und als von der Austria Bio Garantie zertifizierter Bio-Betrieb.

Auch ein eigener Nachhaltigkeitsbericht soll erstellt werden, um das langfristige Ziel, klimaneutral zu werden, zu dokumentieren. Der Bezug von Strom aus Wasserkraft sowie eine eigene Photovoltaikanlage am Dach sind bereits umgesetzt, viele weitere Maßnahmen sollen folgen.

Umbau betont neues Konzept

Das nachhaltige Konzept spiegelt sich auch in der Lokaleinrichtung wider. Geschäftsführer Paul Kolarik hat den erneuten Lockdown genutzt und einen geplanten Umbau vorgezogen. Farblich und durch die verwendeten Materialien kommt die Natur in das Restaurant und verleiht den Räumen eine natürliche Gemütlichkeit.

Über die Luftburg – Kolarik im Prater

Das Restaurant Luftburg – Kolarik im Prater wurde vor rund 30 Jahren von Elisabeth Kolarik, der Erfinderin der Luftburg (Hüpfburgen) gegründet. Seit der Gründung des Restaurants wurde laufend an Innovationen gearbeitet – sei es der Umbau mit der Errichtung des Glaspalastes und der Ausweitung der Terrassensitzplätze (2008), die Einführung der Zapftische an denen die Gäste selbst ihr Bier zapfen können (2011), das Pflanzen von Platanen zum Schattenspenden im Gastgarten und einer modernen Nebelkühlanlage (2014), ein Beschattungssystem, das seinesgleichen sucht (2015), die sukzessive Umstellung auf biologische Lebensmittel (vollständige Umstellung seit 2019) – in der Luftburg herrscht nie Stillstand. Mit Juni 2020 hat Paul Kolarik, Sohn von Elisabeth Kolarik, die Geschäftsführung übernommen und geht den Weg in Richtung Nachhaltigkeit, entsprechend der Firmen und Familienvision „Gastfreundschaft – spürbar – nachhaltig“ – gemeinsam mit seiner Frau Bianca, konsequent weiter.

Das Wiener Lager wird 180 Jahre alt

Das Lager zählt zu den beliebtesten Biersorten, laut aktuellem Bierkulturbericht trinkt mehr als ein Drittel (35 %) der Österreicher diese Biersorte gern. Vor 180 Jahren revolutionierte dieser Bierstil die Braukunst und ist bis heute ein Erfolgsbeispiel „made in Österreich“.

Eine Wiener Bierrevolution

Vor 180 Jahren, im April des Jahres 1841, gab es für einige Biertrinker in Wien ein sensationelles Trinkerlebnis. Ein unbekannter Brauer aus Schwechat namens Anton Dreher lieferte einigen wenigen Wirten ein Bier, das ganz anders schmeckte als das bis dahin getrunkene Getränk gleichen Namens. Es war weitgehend klar und süffig und es schmeckte so gut, dass der erste Ausschank zu einem „veritablen Volksfest“ ausartete, „der bis in die Nachtstunden andauerte“, wie ein Zeitzeuge in der damaligen Berichterstattung vermeldete. Das Wiener Bier hatte bis dahin einen sehr schlechten Ruf, aber es war trüb und nicht bekömmlich, konnte aber im Gegensatz zum damaligen Wiener Wasser ohne gesundheitliche Bedenken getrunken werden.

Dreher nannte sein Bier Lagerbier, weil er es bereits einige Monate vorher gebraut hatte, aber in seinen Kellern mit Eisblöcken gekühlt reifen ließ. Dieser Name wurde später weltbekannt und noch heute gibt es in allen Kontinenten ein „Lager Bier“, auch wenn es mit dem Wiener Lager Biertyp von Anton Dreher kaum etwas gemeinsam hatte.

In der Zeit nach Maria Theresia trank man in der Residenzstadt schon genau so viel Bier wie Wein, der Aufschwung begann, nun gab es plötzlich ein hervorragendes Bier, das auch die „besseren“ Bevölkerungsschichten eroberte. Die Bierversilberer, die das Bier von den Brauereien zu den Wirten lieferten, konnten sich der Aufträge nicht mehr erwehren, die Nachfrage übertraf in den folgenden Jahren das Angebot bei weitem. Anton Dreher organisierte in den späten 1840er Jahren sogar am Wochenende einen Sonderzug der noch jungen Eisenbahn, der als Bierzug nach Kledering fuhr, wo er die durstigen Kehlen mit Kutschen in seinen Braugasthof führte. Die Zeitungen waren voll mit Anzeigen von Wirten, denen es gelang, das kellerkalte Lagerbier zu kredenzen. Dazu kam, dass man um 1840 das Pressglas erfunden hatte, so dass man im Glas in Gegensatz zu den Tonkrügen sogar sah, was man trank. Man kann behaupten, dass deshalb vor 180 Jahren in Wien eine Bierrevolution stattgefunden hat, die die Trinkgewohnheiten nachhaltig beeinflusste und Wien auch zu einer Bierstadt machte. Die Brauerei in Schwechat war in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die größte des europäischen Festlandes.

Bierige Geschichte

Anton Dreher und sein Lagerbier prägen die fast 400-jährige Geschichte der Brauerei Schwechat wesentlich. Anlässlich des 100. Todestages von Dreher erscheint im August das Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“, in dem auch Braumeister Andreas Urban die historische Entwicklung mitzeichnet.

Originaler Genuss aus Schwechat

Erst vor wenigen Jahren hat man in der Brauerei Schwechat wieder begonnen, ein ähnliches Bier wie einst Dreher zu brauen und erfreut die Biertrinker unserer Tage. Das Schwechater Original Wiener Lager ist bernsteinfarben mit orangen Reflexen, in der Nase findet man feine hopfige Noten unterstrichen durch leicht biskuitartige Töne. Im Trunk wird die dezente Bittere durch röstige, malzige Aromen unterstützt.

Rot-weiß-rote Speisenempfehlung

Das Wiener Lager ist kulinarisch eine perfekte Begleitung zu Klassikern der österreichischen Küche wie Gulasch oder Faschiertem Braten. Auch beim Käsegang harmoniert das Wiener Lager mit aromatischen Käsesorten. So kann der Speiseplan optimal auf den Feiertag abgestimmt werden – ein Prost auf Österreich!

Kiesby – Waldbier Eiche

Bereits seit dem Jahr 2011 braut die Naturbrauerei Kiesbye in Zusammenarbeit mit den österreichischen Bundesforsten in jedem Jahr ein besonderes Bier, in dem er eine Zutat aus dem Wald verwendet. Bislang hat er die folgenden Biere gebraut:

  • Jahrgang 2019; Elsbeere
  • Jahrgang 2018: Holzbirne
  • Jahrgang 2017: Wilde Kirsche
  • Jahrgang 2016: Wacholder
  • Jahrgang 2015: Fichtenharz
  • Jahrgang 2014: Schwarzkiefer
  • Jahrgang 2013: Lärche
  • Jahrgang 2012: Zirbe
  • Jahrgang 2011: Tanne

2020 war dann die Eiche dran. Vermutlich hat noch nie ein Bier eine so lange Planungs- und Vorbereitungszeit erfordert. Bereits 2015 wurde die 200 Jahre alte Traubeneiche für dieses Bier im Revier Kierling im Wienerwald ausgewählt und gefällt. Die geschnittenen Bretter trockneten dann bis ins Jahr 2019, in dem sie nach Niederösterreich gebracht und von Innungsmeister Schrimpl zu 60 Dauben verarbeitet wurden. Die Dauben wurden nach Deutschland zum Fassbauer Eder gebracht, der sie zu einem Barrique-Fass zusammensetzte, das dann nach den Vorgaben der Brauerei getoastet wurde. Anschließend wurde das Waldbier in das Fass gefüllt, wo es mehrere Monate reifte und die Holznoten aus dem Fass extrahierte.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu voluminös und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Das Aroma gefällt mir da schon deutlich besser. Das Aroma nach Trockenfrüchten wie Rosinen und Feigen paart sich mit dem von dunklem Honig, Aprikosen und Rum. Auch dass das Bier drei Monate im Holzfass gereift wurde, schlägt sich im Duft nieder.

Der Antrunk ist frisch und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure auch wunderbar spritzig. Das Mundgefühl ist voll und schwer, es erinnert fast an Wein. Dabei ist der Geschmack mild, eine leichte fruchtige Säure harmoniert mit der gut abgestimmten Restsüße des Malzes. Die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommen noch einige blumige Nuancen. Bitter kann ich nicht feststellen. Im Abgang kommt das Holz zum Tragen und obwohl ich auch jetzt kein Bitter schmecke, klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Eichenholz, Hefe

Alkoholgehalt:

6,2% Vol.

Brauerei:

Kiesbye Naturbrauerei
Axel Kiesbye GmbH
Dorfplatz 1
5162 Obertrum
Österreich
www.kiesbye.at