Schlagwort-Archiv: NRW

Bolten – Helles

Bereits seit dem Jahr 1266 wird in der Brauerei Bolten in Korschenbroich Bier gebraut. Gab es früher von dieser Brauerei ausschließlich Altbier, nach eigenen Angaben handelt es sich um die älteste Altbierbrauerei der Welt, werden dort inzwischen acht unterschiedliche Biere gebraut. Heute steht das Helle vor mir.

Goldgelb ist es und es bildet eine große Schaumkrone, weiß und feinporig. Der Schaum bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Malz und damit so, wie ich es von einem Hellen erwarte. Ich würde mir nur noch etwas Aromahopfen wünschen, der dem Aroma etwas Volumen verleihen würde. Da dieses Bier ohne Hopfen gebraut wurde, in der Zutatenliste steht nur Hopfenextrakt, erscheint der Duft recht flach.

Der Antrunk ist spritzig-frisch, intensiv und würzig. So hatte ich es auch von einem Hellen erwartet. Aber dann kommt ein Hopfenbitter dazu. Das ist durchaus gut, aber bei einem Hellen erwarte ich ein mildes Bier, häufig leicht süß. Durch das Bitter ist das Bier nach meinem Geschmack nicht stiltypisch. Aber wie gesagt, das Bier ist nicht schlecht. Gegenteil, es ist vollmundig und süffig. Der Abgang ist dann mild bis freundlich bitter, er klingt aber nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Bolten
41352 Korschenbroich
www.bolten-brauerei.de

Ablassfrei – Thadäus Zwickelbier

Auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Essen steht seit einigen Jahren Ablassfrei und bietet dort Marmeladen und vier Biere an. Die sehr ansprechende Ausstattung des Standes hat mich dazu verleitet, von jedem der Biere jeweils eines mitzunehmen, ohne dass ich mir vorher die Zutatenliste angesehen habe. Als ich das zuhause nachholte, musste ich feststellen, dass beim Brauen der Biere auch Hopfenextrakt verwendet worden war. Hätte ich zwischen 4 und 10 Euro pro Flasche ausgegeben, wenn ich das geahnt hätte? Vermutlich nicht, aber jetzt war es zu spät. Es ist halt wie es ist, deshalb öffne ich die Flasche und schenke mir das erste Glas ein.

Golden und nur leicht hefetrüb opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine minimal überdurchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier eine gute Figur.

Das Aroma ist würzig und hopfig und ähnelt einem Pils. Dazu kommen einige grasige Noten. Damit ist der Duft recht angenehm, wenn auch wenig spektakulär.

Der Antrunk ist leicht süß und ich stelle fest, dass das Thaddäus nur wenig Kohlensäure enthält, die aber angenehm feinperlig ist. Schnell gesellt sich ein leichtes freundliches Bitter dazu. Allerdings macht das Bier einen etwas wässrigen Eindruck. Der Abgang ist leicht bitter; er klingt aber lange nach.

Insgesamt ist das Thaddäus Zwickelbier von Ablassfrei kein schlechtes Bier, aber es ist austauschbar. Es handelt sich meiner Meinung nach um ein durchschnittliches Industriebier, das allerdings zum Preis eines Craft Beer verkauft wird. Die € 3,50 im Onlineshop bzw. € 4,00 auf dem Markt ist das Bier wirklich nicht wert.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Medival Food Group
Volkardeyer Weg 51
40472 Düsseldorf
www.ablassfrei.de

Detmolder Kellerbier

Nun habe ich mal wieder ein Bier aus Ostwestfalen-Lippe vor mir stehen, das Detmolder Kellerbier. Es stammt aus der 1863 gegründeten Brauerei Strate, die inzwischen in der fünften Generation in Familienbesitz ist und von den drei Schwestern Renate, Friederike und Simone Strate als geschäftsführende Gesellschafterinnen geführt wird. Friederike Strate war einmal die jüngste Braumeisterin Deutschlands.

Dunkel-rotbraun und hefetrüb steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich leicht unterdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, weiß mit leichtem Beigestich, der relativ schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma wird durch Röstaromen dominiert, vor allem durch den Duft dunkler Schokolade. Aber auch Vanille sowie einige blumige Noten steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist nur leicht süß und das Malz hält sich diskret zurück. Stattdessen sorgt die sehr feinperlige Kohlensäure für eine angenehme Spritzigkeit. Schnell kommt der Geschmack der dunklen Schokolade dazu, den ich bereits im Aroma festgestellt habe, gepaart mit überraschend vielen Bitterstoffen. Das Mundgefühl dieses Bieres ist nicht wirklich ausgewogen, aber mir gefällt es. Der Abgang ist dann trocken und überraschend mild. Er klingt recht kurz nach, nur ein leichtes Bitter bleibt mir lange erhalten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Strate GmbH & Co. KG
32756 Detmold
www.brauerei-strate.de

BierSelect

Propeller Nachtflug

Die bekanntesten Brauer von Craft Beer sitzen bekanntlich in Hamburg, Berlin oder München. Aber auch NRW hat bei guten und kreativen Bieren durchaus ein Wörtchen mitzureden. Jetzt habe ich das Imperial Stout der Propeller Getränke GmbH aus Bad Laasphe am Rande des Rothaargebirges vor mir stehen.

Schwarz wie die Nacht und absolut blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas, mit einer leicht überdurchschnittlichen Menge haselnussbraunen Schaums, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch die Röststoffe dominiert. Vordringlich ist der Duft dunkler Schokolade, unterstützt durch Vanille, rote Früchte und Kräuter. Das macht doch richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck ist süß und intensiv. Ohne die sehr feinperlige Kohlensäure wäre die Süße sicher zu kräftig, aber so macht das Bier einen wirklich guten ersten Eindruck. Dann kommen die Röststoffe in den Vordergrund und demonstrieren dunkle Schokolade und Espresso. Das Bier enthält nur wenig Säure, die Süße und das Bittere machen das Spiel. Allerdings muss ich gestehen, dass mir bei diesem Bier die Säure auch nicht fehlt. Der Abgang wird durch den Geschmack von Espresso dominiert, und obwohl er nur leicht bitter ist, folgt ein sehr langer Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

9,1 % Vol.

Brauerei:

Propeller Getränke GmbH
Mauerstr. 24
57334 Bad Laasphe
www.propeller-bier.com

Fiege – Leichter Moritz

Gerade wenn es im Sommer so richtig schön heiß ist, wollen wir nicht so viel Alkohol zu uns nehmen. Dann ist Lightbier angesagt. Auch wenn es darum geht, Kalorien einzusparen, ist ein Lightbier eine gute Wahl, da diese Biere im Vergleich zu einem Vollbier nur etwas mehr als die Hälfte der Kalorien enthalten. Ein solches steht jetzt vor mir, der Leichte Moritz aus der Familienbrauerei Moritz Fiege in Bochum. Die Leichtbiere haben ein ähnliches Problem wie die alkoholfreien Biere. Da der Geschmacksträger Alkohol fehlt bzw. nur in geringer Menge vorhanden ist, fehlt es häufig an Geschmack. Ob dies auch für dieses Bier zutrifft, werde ich jetzt feststellen.

Helles Gold strahlt mir aus dem Glas entgegen, darüber eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik kann also schon mal überzeugen.

Das Aroma wird durch den Hopfen dominiert, aber auch der Malzkörper setzt sich im Duft durch. Vom Hopfen steigen mir holzige und leichte Zitrusnoten in die Nase.

Der Antrunk ist schlank, frisch und spritzig. Schnell kommt ein ordentliches Bitter dazu, das auch im Nachklang erhalten bleibt, der lange nachklingt.

Leichter Moritz weiß durchaus zu überzeugen. Ich würde mir nur noch einen kräftigeren Malzkörper wünschen, der das Bier sicher abrunden würde.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Helles Karamellmalz), Hopfen (Perle, Tettnanger)

Alkoholgehalt:

2,6 % Vol.

Stammwürze:

7,4° Plato

Brauerei:

Privatbrauerei MORITZ FIEGE GmbH & Co. KG
Moritz-Fiege-Straße 1
44787 Bochum
www.moritz-fiege.de

Diebels Alkoholfrei

Nun steht ein Altbier aus dem Angebot des größten Brauereikonzerns der Welt vor mir, das Diebels Alkoholfrei. Die Brauerei beschreibt dieses Bier auf ihrer Website so: „Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot und unter höchsten Diebels Qualitätsstandards. Diebels Alkoholfrei bietet ein erfrischendes Geschmackserlebnis und ist ein idealer Durstlöscher nach dem Sport. Höchste Qualität bewahrt den echten Diebels Geschmack. Auch wenn Sie der Fahrer sind: Mit unserem Diebels Alkoholfrei können Sie getrost anstoßen. Und Sie können sich sicher sein: Bei diesem erfrischenden, geschmackvollen Bier werden Sie bestimmt nicht merken, dass es auch noch kalorienarm und alkoholfrei ist!“ Dann wollen wir doch mal sehen, ob das Bier dieser Beschreibung entspricht.

Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Es bildet sich eine sehr voluminöse Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont. Röststoffe sowie ein leichter Duft nach Pumpernickel steigen mir in die Nase.

Der Antrunk trumpft mit einer leichten Süße sowie einer ordentlichen Dosierung feinperliger Kohlensäure auf. Insgesamt macht das Bier im ersten Moment einen recht frischen Eindruck. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu. Der Geschmack erinnert entfernt an Schokolade. Aber irgendetwas fehlt im Geschmack, so dass das Bier keinen wirklich runden Eindruck macht. Der Abgang ist schlank und wenig bitter. Er klingt nur sehr kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Diebels GmbH & Co. KG
Brauerei-Diebels-Straße 1
D-47661 Issum
www.diebels.de

Borbecker Helles Dampfbier

Bevor ich das Borbecker Helle Dampfbier öffne, will ich erst einmal klären, was es denn mit dem Begriff Dampfbier auf sich hat. Wikipedia schreibt dazu: „Dampfbier zählt zu den obergärigen Biersorten. Es wird bei höheren Umgebungstemperaturen bei 18 bis 20 °C vergoren. Der Name wird auf den stark schäumenden Gärvorgang zurückgeführt, bei dem die Schaumbläschen schnell platzen und eine dampfartige Zone sich über dem Gärschaum entwickelt.“ Die Brauerei schreibt dagegen: Borbecker Helles Dampfbier ist eine fast vergessene Spezialität aus der guten alten Zeit, die jetzt wieder fröhliche „Urständ“ feiert. Untergärig gebraut nach einem sorgsam gehüteten Rezept der Stern-Brauerei Essen, findet dieses spritzige Qualitätsbier immer mehr Freunde unter den traditionellen Bierkennern und -genießern.“ Auch die Dampfbierbrauerei in Oberstdorf braut mit untergäriger Hefe. Entweder scheint es auf ober- oder untergärige Hefe also nicht anzukommen, oder der Autor des Artikels in Wikipedia hat sich geirrt. Da müssen wir uns aber nicht lange aufhalten, denn schließlich kommt es auf das Ergebnis an. Beginne ich also mit der Verkostung.

Brillant hellgelb und mit recht viel Kohlensäure präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Krone aus feinporigem Schaum, der recht langsam in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist sanft nach Toffee. Das Malz dominiert, lässt aber noch Raum für den Hopfen, der leichte grasige Noten beisteuert. Dabei kann ich aber keine Düfte von Aromahopfen feststellen; ich nehme daher an, dass das Dampfbier mit ganz oder überwiegend mit Bitterhopfen gehopft wurde.

Der Antrunk ist mäßig süß und frisch. Das gefällt mir schon mal. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt ein leichtes Bitter zum Zuge. Dazu gesellt sich eine Spur Säure, so dass das Bier insgesamt einen angenehm süffigen Eindruck macht. Für meinen Geschmack ist es nicht ganz ausgewogen, hat aber trotzdem Charakter. Jetzt meine ich auch, leichte fruchtige Noten festzustellen. Der Abgang ist mäßig bitter, aber recht kurz.

Das ist ein Bier, das eigentlich jeden Export-Konsumenten begeistern sollte. Ich könnte es mir gut zu fleischlastigen Speisen vorstellen, beispielsweise zu einem Jägerschnitzel.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,5 %

Brauerei:

Privatbrauerei Jacob Stauder
Stauderstr. 88
45356 Essen
www.stauder.de

www.dampfe.de

Liebhart‘s Bio Weizen alkoholfrei

Dem Liebhart’s Bio Weizen alkoholfrei, das jetzt vor mir steht, wird nicht nachträglich der Alkohol entzogen. Es wird auf natürliche Weise gebraut, ohne Alkohol entstehen zu lassen. damit verbleiben auch das volle Aroma und alle wertvollen Bestandteile im Bier und ich erwarte auch einen volleren Geschmack.

Goldgelb strahlt mir das Bier entgegen. Was mich nur verwundert ist die fast nicht vorhandene Hefe. Nur eine sehr leichte Trübung ist zu erkennen, das Bier ist fast kristallklar. Gut gefällt mir dagegen die Schaumkrone, feinporig und reinweiß. Sie bleibt lange Zeit erhalten.

Das Bier duftet nach Malz und Karamell, nach Trockenfrüchten und Bananen. Allerdings ist der Bananenduft bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei den meisten Weizenbieren. Das ist aber vermutlich der Tatsache geschuldet, dass es sich hier um ein alkoholfreies Bier handelt.

Der Antrunk zeigt erstaunlich wenig Süße, wirkt durch die gut dosierte Kohlensäure aber frisch. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt, stelle ich fest, dass der Geschmack fast ausschließlich durch das Malz bestimmt wird, während sich der Geschmack des Hopfens diskret im Hintergrund hält, so dass er praktisch nicht zum Tragen kommt. Auch im Abgang kann ich kaum Bitterstoffe feststellen.

In meinen Augen hält das Bier nicht, was das Etikett verspricht. Schade. Die anderen Biere von Liebhart’s haben mir eigentlich alle recht gut gefallen.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei:

Liebhart’s Privatbrauerei GmbH & Co. KG
Am Geldkamp 6
32758 Detmold
www.residenz-biere.de

Borbecker Lager

Seit einigen Wochen gibt es vier neue Biere aus der Brauerei Stauder, die in der Produktlinie Borbecker Spezialitäten vertrieben werden. Jetzt steht das Lager vor mir. Die Besonderheit ist, dass dieses Bier auf Eichenholz gereift wurde. Das bedeutet aber nicht, dass es im Eichenholzfass gereift wurde, sondern ich vermute eher, dass dem Bier während der Reifung Eichenspäne zugefügt wurden. In der Qualität macht das aber nicht unbedingt einen Unterschied.

Dunkelbraun mit einer durchschnittlichen Menge feinporigem Schaum, der einen leichten Gelbstich aufweist, präsentiert sich das Bier im Glas. Die Optik geht in Ordnung.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Noten nach Toffee, Holz und Vanille steigen mir zusammen mit dezenten Röstaromen in die Nase.

Der schlanke Antrunk ist überraschend wenig süß, aber durch die reichlich dosierte feinperlige Kohlensäure spritzig. So angenehm der erste Eindruck war, folgt auf der Zunge doch ein Loch. Weder das Malz noch der Hopfen wollen so richtig durchdringen. Erst der Abgang erfreut mich wieder mit einem leichten Bitter, das anschließend aber lange nachklingt.

Das Aroma und der Abgang können mir wirklich gefallen. Schade ist, dass das Bier dazwischen ziemlich schwächelt.

Das Lager aus Borbeck eignet sich gut zu paniertem Schnitzel und Spargel.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Jacob Stauder
Stauderstr. 88
45326 Essen
www.stauder.de

Krombacher Weizen Alkoholfrei

Dass ich alkoholfreien Bieres kritisch gegenüberstehe (zumindest was den Genusswert betrifft), habe ich schon mehrfach geschrieben und ich will es an dieser Stelle nicht wiederholen. Allerdings billige ich den alkoholfreien Weizenbieren durchaus eine Existenzberechtigung zu, da sie im Sommer ein hervorragender Durstlöscher sind. Das Weizen von Krombacher, das jetzt vor mir steht, hat Ende 2010 von der Stiftung Warentest eine gute Beurteilung erhalten, so dass ich an dieses Bier doch so einige Erwartungen habe. Die besten Einzelbeurteilungen hat das Bier übrigens für die Haltbarkeit des Schaums sowie für seine Schadstoffe erhalten (na gut, für die nicht vorhandenen Schadstoffe). Na, dann wollen wir doch mal sehen, wie sich das alkoholfreie Weizen aus Krombach so macht.

Bernsteinfarben und hefetrüb macht das Bier im Glas eine gute Figur, besonders wenn ich noch den sehr reichlich vorhandenen festen Schaum betrachte, der sich nur langsam auflöst.

Das Aroma verpasst mir aber sofort wieder einen Dämpfer, denn es ist recht schwach. Düfte nach Banane und Hefe steigen mir in die Nase, dazu im Hintergrund etwas Nelke. Auch das Aroma könnte mir gefallen, wenn es bloß deutlich kräftiger ausgeprägt wäre.

Der Antrunk ist recht süß und ich stelle fest, dass das Bier nur wenig Kohlensäure enthält. Auf der Zunge zeigt sich das Bier unspektakulär. Ich schmecke Teig und Hefe, stiltypisch aber nicht intensiv. Der Abgang ist sehr mild und der Nachklang ist schwach und kurz.

Es gibt etliche alkoholfreie Weizenbiere, die mir erheblich besser gefallen. Noch ein Hinweis zum Abschluss: Krombacher hat zwei unterschiedliche alkoholfreie Weizenbiere im Angebot, das Krombacher Weizen alkoholfrei und das Krombacher Weizen 0,0. Als alkoholfrei dürfen Biere mit weniger als 0,5 % Vol. Alkoholgehalt bezeichnet werden, das Krombacher Weizen 0,0 enthält weniger als 0,05 % Vol. Alkohol.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure, Hefe

Alkoholgehalt:

0,4 % Vol.

Stammwürze:

7,9° Plato

Brauerei:

Krombacher Brauerei
57223 Krombach
www.krombacher.de