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12. 4. 2019: Bambierla – Genial, aber illegal!

Man muss seine Grenzen kennen, um sie sprengen zu können. Nichts, was an diesem Abend ins Glas kommt, entspricht dem angeblich ältesten Lebensmittelgesetz.

Aber bei allen sechs Kreationen handelt es sich eindeutig um Bier. Alle wurden in Deutschland, teils auch in Franken, gebraut und in Verkehr gebracht, obwohl dies eigentlich verboten ist. Ihre Brauer haben sich eine Ausnahmegenehmigung erkämpfen müssen oder riskieren eine Kollision mit der Lebensmittelaufsicht.

Martin Droschke und Norbert Krines, das Autorenteam von „111 deutsche Craft Biere, die man getrunken haben muss“ und anderen Bierbüchern, bringen historische Bierstile mit, wie die bereits um das Jahr 1000 dokumentierte, gesalzene Gose, „U-Boote“, bei denen der Status des Verbotenen gänzlich irritiert, weil man’s echt nicht für möglich gehalten hätte – und natürlich heiße Aromenkombinationen, bei denen Zutaten wie Kaffee, Kräuter und Früchte, Röstgerste oder Honig mit im Spiel sind.

Alle dargereichten Biere entsprechen dem „Natürlichkeitsgebot“, einem Siegel, das der Verband der Deutschen Kreativbrauer e. V., ein Zusammenschluss führender Craft Bier Künstler, als neues, zeitgemäßes Qualitätssiegel für rein natürliche Flüssiggaumenfreuden vorschlägt, bei denen nicht industriell getrickst wird.

An dem Abend werden 6-9 ausgewählte Craft Beer fachgerecht verkostet und erklärt.

Die Teilnehmerzahl ist auf 34 Personen begrenzt, Anmeldung über info@ahoernla.de

Der Ticketpreis beträgt 30,00 € pro Person.

Ort und Zeitpunkt:

Ahörnla
Obere Sandstr. 24
96049 Bamberg
18:30 – 21:30 Uhr

7. 4. 2019: Biererlebnisse im Freilandmuseum Fladungen

Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen können Besucherinnen und Besucher am Sonntag, den 7. April das Brauen des Museumsbieres live erleben. Die Initiative „Wir sind Rhöner Bier“ lädt zu Bierseminaren mit Verkostungsmöglichkeit in die Aktionsscheune ein. Beim Kochprogramm „Was kommt heute auf den Tisch?“ werden Malzbonbons hergestellt. Zudem wird die amtierende Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler zu Gast sein.

Ein Genuss mit allen Sinnen verspricht am Sonntag, 07. April ein Besuch des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen zu werden. Anlässlich des Brautages wird im Gemeindebrauhaus aus Alsleben schon früh am Morgen die Feuerung angeschürt. Gegen 11 Uhr beginnt dann der eigentliche Brauvorgang. Beim Einmaischen der Braugerste im Maischebottich, dem Kochen der Würze in der Sudpfanne und dem Abkühlen des Sudes auf dem Kühlschiff dampft und duftet es in dem historischen Gebäude. Beim „Brauen wie vor 100 Jahren“ wird klar, wieviel handwerkliches Geschick früher nötig war, um ein gutes Bier zu produzieren. Wann immer es die Zeit erlaubt, beantworten die Museumsbrauer Klaus-Dieter Spiegel und Joachim Werner hierzu auch gerne die Fragen der Besucherinnen und Besucher.

In der Küche des Dreiseithofs aus Leutershausen, können die Gäste von 11 bis 15 Uhr Malzbonbons herstellen und natürlich auch gleich verkosten. Nebenan in der Aktionsscheune gibt es bei Bierseminaren der Initiative „Wir sind Rhöner Bier“ allerhand Wissenswertes rund um den süffigen Gerstensaft zu erfahren. Leiter der ca. halbstündigen Seminare ist Ulrich Klebl, der Braumeister der Klosterbrauerei Kreuzberg. Sie beginnen um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr. Im Unkostenbeitrag von 3 € enthalten ist die Möglichkeit, vier verschiedene Biere zu verkosten. Karten können am Veranstaltungstag an der Museumskasse erworben werden. Wer mag, kann seinen Durst aber auch direkt am Brauhaus löschen, wo Biere der Initiative an einem ehemaligen Feuerwehrauto gezapft werden, das zu einem Ausschankwagen umfunktioniert wurde. Alkoholfreie Getränke und Bratwürste sind am Brauhaus ebenfalls erhältlich.

Wer das Museumsbier probieren möchte, muss sich noch ein wenig gedulden. Das naturtrübe und ungefilterte Märzen wird erstmals beim Museumsbier-Anstich am Sonntag, den 30. Juni ausgeschenkt. Die Zeit bis dahin benötigt es zur Reife. Bei der Überwachung des Gärvorgangs und der Lagerung des Bieres greift das Museum auf moderne Methoden zurück. Dabei wird es von der Rother Bräu und von Friedbert Stumpf vom Labor für Getränkeindustrie in Bad Neustadt tatkräftig unterstützt. Den Hopfen hat in diesem Jahr wieder die Privatbrauerei Friedrich Düll zur Verfügung gestellt.

Loacation:

Fränkisches Freilandmuseum Fladungen
Bahnhofstraße 19
97650 Fladungen
www.freilandmuseum-fladungen.de

Neues alkoholfreies Craft Beer von Maisel & Friends

Seit mittlerweile etwa 40 Jahren ist Bier auch in alkoholfreien Varianten auf dem Markt. Anfangs war es eher eine Notlösung. Da Alkohol ein guter Geschmacksträger ist, fehlte es dem alkoholfreien Bier an Geschmack. Inzwischen wurden die Braumethoden verbessert und damit auch der Geschmack des alkoholfreien Bieres. Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe alkoholfreier Craft-Biere, so dass es nicht verwundert, dass auch die Familienbrauerei Maisel & Friends aus dem fränkischen Bayreuth jetzt ein alkoholfreies Bier auf den Markt bringt.

Nun gibt es meines Wissens drei unterschiedliche Methoden, ein alkoholfreies Bier herzustellen. Die Brauerei kann zunächst einmal ein normales alkoholhaltiges Bier brauen, dem anschließend der Alkohol weitgehend entzogen wird, der Gärprozess kann durch eine kurzzeitige Erwärmung abgebrochen werden, die die Hefen abtötet und es gibt auch Hefen, die während der Gärung nur wenig Alkohol ausscheiden. Maisel & Friends verwendet für das neue alkoholfreie Pale Ale eine Kombination der ersten beiden Methoden.

Während der Biermarkt insgesamt nicht nur in Deutschland stagniert, ist der Trend zu alkoholfreien Bieren ungebrochen. Verbraucher greifen längst nicht mehr nur danach, weil sie z. B. als Autofahrer ein Alternativgetränk suchen, sondern weil sie eine geschmackvolle Abwechslung zu süßen Erfrischungsgetränken wünschen. Der Bierstil Pale Ale entwickelt sich nach wie vor dynamisch und ist aus Handel und Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Als obergäriges, fruchtiges Craftbier mit charakteristischer Hopfenaromatik ist Pale Ale perfekt für alle, die süffige Biere mit dem gewissen Extra bevorzugen. „Beide Trends greifen wir auf und erweitern unser Portfolio um eine weitere Sorte in der 0,33 Liter Longneckflasche,“ erklärt Inhaber Jeff Maisel. „Wer das alkoholfreie Pale Ale probiert, wird überrascht sein, wie erfrischend fruchtig, hopfig und völlig anders ein alkoholfreies Bier schmecken kann.“

Maisel & Friends Alkoholfreies Pale Ale wird entsprechend dem Bayerischen Reinheitsgebot mit nur vier Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen und Hefe) gebraut. Dazu werden fruchtige Aromahopfensorten zum Brauen verwendet, die das volle Aroma in den isotonischen Durstlöscher bringen und Alkohol als Geschmacksträger nicht vermissen lassen. Das alkoholfreie Craftbier verbindet die genussvollen Eigenschaften eines Pale Ales mit den Vorzügen eines alkoholfreien, kalorienarmen Erfrischungsgetränks. Braumeister Markus Briemle beschreibt es mit den Worten: „Ganz anders, als man sich ein alkoholfreies Bier vorstellt. Aufregend, erfrischend und es macht Lust auf den nächsten Schluck.“ Maisel & Friends beschreibt sein alkoholfreies Pale Ale so: naturbelassen und von leuchtend, goldgelber Farbe. Es duftet nach Zitrusfrüchten, Aprikose und Pfirsich. Im Mund verbinden sich die fruchtigen Nuancen nach Stein- und Zitrusfrüchten mit einer perfekt eingebundenen Bitternote.

Das neue Bier kann jetzt bereits im Onlineshop der Brauerei bestellt werden. Bis es in den Regalen der Supermärkte und in den Getränkeshops auftaucht dauert es erfahrungsgemäß noch einige Zeit.

Das erstes ARTS & CRAFTS Festival war ein voller Erfolg

In Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt luden knapp 40 Aussteller auf drei Ebenen zum Probieren, Shoppen, Genießen und Tanzen ein. In den mit Lichterketten und stylishen Paletten-Ständen dekorierten Räumen der ehemaligen Brauerei Maisel werden sonst Bierseminare abgehalten, Hochzeiten gefeiert oder Museumsführungen angeboten. Am ersten Märzwochenende tummelten sich im fränkischen Bayreuth probierfreudige Besucher, Künstler und DJs aus ganz Europa sowie Bierenthusiasten beim erstmals veranstalteten Genuss- und Lifestylefestival.

Für die Besucher gab es beim ARTS & CRAFTS FESTIVAL eine Menge zu entdecken und vor allem zu probieren. Im Mittelpunkt der neuen Veranstaltung standen der Genuss und die Leidenschaft für das Handwerk und die Kunst in seinen verschiedensten Formen.

16 Craftbier-Brauereien aus Deutschland, Polen, Großbritannien und den Niederlanden schenkten ihre zum Teil extra für das Festival kreierten Bierspezialitäten aus. Auch eine Kaffeerösterei, Spirituosenhersteller und Genuss-Manufakturen boten Proben ihrer Produkte an. Daneben gab es verschiedene Künstler, die live ihre Arbeit zeigten. So wurden große Holzbierfässer von Künstlern aus Bayreuth und Frankreich gestaltet, eine Kalligrafin verzierte mit ihrer Schriftkunst Papier, Wände und sogar Möbel. Ein Bierfan ließ sich vor den Augen der Besucher ein Bier-Tattoo stechen und die kleinen Besucher zeigten ihr Können beim Bemalen von Keramiktieren. Zu den loungigen Klängen verschiedener DJs unterhielten sich interessierte Beergeeks mit Braumeistern über die Herstellung ihres Imperial Stout, das nach Marshmallow schmeckte oder sie versuchten einen fränkischen Hopfen-Gin. Fashionistas informierten sich über Shirts, die aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wurden oder stöberten zwischen handbemalten Vintage-Schildern und Kuh-Illustrationen. Die Connaisseurs zog an den Stand einer Ziegenkäserei, Edelbrennerei und Trüffelmanufaktur. Direkt nebenan konnten sie an einem Bier-Eis schlecken oder ihr Schärfeempfinden beim Probieren verschiedener Chilisaucen testen. Darüber hinaus gab es noch viele weitere handgemachte Produkte und Leckereien zu entdecken.

Das ARTS & CRAFTS FESTIVAL fand zum ersten Mal statt und laut Brauereiinhaber und Initiator Jeff Maisel wurden die Erwartungen übertroffen: „Sehr viele Gäste haben den Weg in Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt und die Gastronomie Liebesbier gefunden. Besonders faszinierend fand ich, dass wir eine überdurchschnittlich hohe Frauenquote hatten.“ Die Besucher und Aussteller waren allesamt überrascht, wie viel Großstadtflair Bayreuth zu bieten hat und waren voller Lob und Begeisterung. Das Team der Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt möchte das Konzept künftig weiterentwickeln und spätestens in einem Jahr wieder viele großartige Handwerker, Künstler, Brauer und Start-ups nach Bayreuther holen.

Red Castle Brew hat den Bierhahn zugedreht

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich Michael Bellair kennengelernt habe. Es muss aber so ziemlich am Beginn seiner Karriere als Brauer gewesen sein. Ich ging über den Hauptmarkt in Nürnberg und sah seinen Stand, an dem er sein Bier verkaufte sowie einige Produkte, die er mit seinem Bier hergestellt hat. Seitdem war ein Besuch an seinem Stand für mich bei jedem Besuch in Nürnberg ein Pflichttermin für mich. Als ich aus Anlass der BrauBeviale zuletzt in Nürnberg war, fehlte sein Stand. Da hatte ich bereits ein ungutes Gefühl. Jetzt ist es Gewissheit: das Onlinemagazin nordbayern.de meldete am 28. Februar, dass Michael die Brauerei sowie seine Gaststätte aufgegeben hat.

Nach Darstellung von nordbayern.de hat die Aufgabe folgenden Grund: Michael hatte im Gewerbegebiet von Gräfenberg eine leere Halle gepachtet und dort mit viel Herzblut eine Gaststätte mit Außenbereich sowie seine Brauerei eingerichtet. Dafür musste er sowohl eine Küche als auch Toiletten einbauen. Nun hatte der Verpächter die Pacht deutlich erhöht und sich bei der Erhöhung an der normalen Pacht für die Gastronomie orientiert, nicht wie verpachtet an den Zahlungen für eine leere Halle. Die neue Pacht konnte Michael mit seinem Kleinstunternehmen aber nicht erwirtschaften.

Ich bedaure diese Entwicklung. Sein Stand auf dem Nürnberger Hauptmarkt war für mich immer ein Anlaufpunkt, denn er hatte immer neue und überraschende Biere im Angebot, von denen ich auch einige hier im Blog beschrieben habe. Ich wünsche Michael, der jetzt in seinen ursprünglichen Beruf zurückkehren will, alles gute.

12.4. – 13. 4. 2019: Home Brew Bayreuth

Nach dem erfolgreichen ersten Hobbybrauerwettbewerb von BrauBeviale und Maisel & Friends findet 2019 erstmals ein komplettes Event statt, das sich um die Belange von Heim- und Hobbybrauern dreht. Die „Home Brew Bayreuth“ ist ein zweitägiges Get-together der deutschen Heimbrauerszene mit Fachvorträgen, dem Messebereich „brau@home“ und dem Ausschank von Hobbybrauerbieren. Besucher und Bierinteressierte können bei freiem Eintritt die Hobbybrauerbiere verkosten, für „Visitors Best Beer“ abstimmen, leckeres Festivalessen genießen und sich über Bierthemen informieren. Anmeldungen für den Ausschank und den Hobbybrauerwettbewerb zum Thema „Kellerbier“ werden bis 25. März 2019 entgegengenommen.

Die neue Veranstaltung „Home Brew Bayreuth“ wird bereits jetzt als „der Pflichttermin“ für Hobby-, Heimbrauer und Bierinteressierte im süddeutschen Raum gehandelt. Das Event soll künftig jährlich stattfinden und die Heimbrauerszene näher zusammenbringen. Neben einer Vielzahl an Ausstellern von Hobbybraubedarf, Hopfen- und Malzlieferanten, gibt es Führungen durch Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt, entspannte Festivalatmosphäre mit leckerem Essen und Musik, dazu viel Wissenswertes zum Thema Bier und Brauen. Hobby- und Heimbrauer dürfen im „Community Ausschank“ den Besuchern ihr selbstgebrautes Bier präsentieren und den drei Bestplatzierten winken bierige Preise. Das Event wird bei weitem nicht nur ein Stelldichein von Hobbybrauern sein, denn natürlich sind auch bierinteressierte Besucher herzlich willkommen.

Ein besonderes Highlight wird die Siegerehrung des Hobbybrauerwettbewerbs am Samstag, 13. April um 20 Uhr werden. Alle kreativen Heimbrauer können sich ab sofort und bis spätestens 25. März 2019 anmelden, die Biere müssen bis spätestens 5. April 2019 eingereicht werden. Maisel & Friends und die BrauBeviale suchen in diesem Jahr nach dem besten „Kellerbier – zwischen traditionell und modern“. Eine hochkarätig besetzte Fachjury, bestehend aus erfahrenen Braumeistern, Biersommeliers und Bierbloggern, wird aus allen eingereichten Bieren den Sieger küren. Der Gewinner des Wettbewerbs hat die Ehre, seine Kellerbierkreation auf dem 25 Hektoliter-Sudwerk der „Maisel & Friends Brauwerkstatt“ zu brauen und so in den ganz normalen Brauer-Alltag einzutauchen. Das Siegerbier wird in Flaschen gefüllt und auch bei der Etikettengestaltung darf der glückliche Heimbrauer seine Wünsche und Ideen verwirklichen. Vom 12. bis 14. November 2019 wird das Gewinnerbier schließlich auf der Nürnberger BrauBeviale im Hobbybrauerbereich „brau@home“ den Fachbesuchern und der Fachpresse präsentiert.

Die BrauBeviale ist die wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie in diesem Jahr und seit 2018 bietet sie mit „brau@home“ eine Plattform für Heimbrauer an. Auch die kreativen Brauer von Maisel & Friends unterstützen die wachsende Hobbybrauerszene mit Fachwissen, Tipps und Kniffen bei einem regelmäßig stattfindenden Hobbybrauerstammtisch. Zusammen haben sie 2018 einen gemeinsamen Hobbybrauerwettbewerb ins Leben gerufen.

Für Hobbybrauer und Aussteller gibt es bereits am Freitag der „Home Brew Bayreuth“ die Möglichkeit, an einem Get-together in lockerer Atmosphäre teilzunehmen. Anmeldungen hierfür nimmt der Maisel & Friends Biersommelier Michael König entgegen: m.koenig@maisel.com.

Informationen zur „Home Brew Bayreuth“ und dem Hobbybrauerwettbewerb: https://maiselandfriends.com/home-brew-bayreuth.

Maisel & Friends auf der Internorga

In fast genau zwei Monaten ist es wieder soweit: die Internorga öffnet in Hamburg ihre Pforten. Seit fünf Jahren ist auch die Craft Beer Arena fester Bestandteil der Messe. Die Brauerei Maisel & Friends ist einer der Initiatoren der CRAFT BEER Arena auf der INTERNORGA und von Beginn an als Aussteller dabei. Als einer der Vorreiter im deutschen Craftbiermarkt sind sie auch in diesem Jahr in der Arena in Hamburg zu Gast.

Die kreativen Brauer der Familienbrauerei Maisel haben jetzt angekündigt, auf der Internorga zwei Messeneuheiten zu präsentieren. Worum es sich handelt, verrät die Brauerei aber noch nicht. Es handelt sich um zwei neue, dauerhaft sowie national verfügbare Craftbiere. Diese werden das bestehende Sortiment an angenehm zu trinkenden Sessionbieren perfekt ergänzen.

Interessierte Gastronomen und Fachbesucher können sich bereits jetzt auf das Pale Ale freuen, das sie am Stand von Maisel & Friends frisch gezapft probieren können. Das Pale Ale hat sich mittlerweile zum Must-have für Bars, Clubs und Restaurants aller Art entwickelt. „Die Gäste erwarten heute Abwechslung beim Restaurantbesuch und bestellen neben den Klassikern Pils, Hell und Weißbier schon völlig selbstverständlich ein Pale Ale,“ erklärt Brauereiinhaber Jeff Maisel. „Diese veränderte Konsumgewohnheit sollten findige Gastronomen nicht verschlafen.“ Das Pale Ale von Maisel & Friends ist dauerhaft und national im 30 Liter Fass und in der 0,33l Longneckflasche erhältlich. Das super süffige Bier mit Anklängen nach tropischen Früchten ist ein echtes „Brett“ an Hopfenaroma.

Der Maisel & Friends-Biersommelier Michael König freut sich auf viele interessierte Besucher und angeregte Fachgespräche. Wir dürfen durchaus erwarten, dass er auch wieder den einen oder anderen limitierten Sondersud als Überraschung dabeihat.

Das Bayreuther Helle wurde bei der Brussels Beer Challenge als bestes deutsches Helles ausgezeichnet

Die Bayreuther Bierbrauerei gewinnt beim internationalen Bierwettbewerb „Brussels Beer Challenge“ mit dem BAYREUTHER HELL eine Silbermedaille. Damit geht das Helle aus Bayreuth als „das Beste deutsche Hellbier“ aus dem Wettbewerb hervor. Die hochkarätig besetzte Jury verkostete alle Biere blind. Das bedeutet, dass Aussehen, Geruch und Geschmack für die Bewertung entscheidend waren. Ein helles Bier zu brauen sei für einen Brauer die absolute Königsdisziplin und echte Brau-Kunst, erklärt Hans-Joachim Leipold, Vorstand der Bayreuther Bierbrauerei. Bei dieser Sorte können kleine Braufehler nicht versteckt werden und Biertrinker würden schon die kleinste Abweichung sofort schmecken. „Die Silbermedaille bei einem so renommierten Wettbewerb zu gewinnen, ist ein riesengroßes Kompliment für uns und zeigt, dass wir unsere Bierspezialitäten auf höchstem Niveau herstellen,“ freut sich Leipold. „Ich möchte unseren Braumeistern danken und ihnen ein großes Lob für die hervorragende Arbeit, die konstant hohe Qualität und ihre Detailverliebtheit aussprechen. Es freut uns unheimlich, dass die Juroren unser BAYREUTHER HELL als sauber gebrautes, süffiges und gut trinkbares Helles ausgezeichnet haben.“

Verkostungswettbewerb Brussels Beer Challenge

Die erste Brussels Beer Challenge fand 2012 in Brüssel statt, danach wechselten die Austragungsorte in jedem Jahr in eine andere belgische Stadt. Brussels Beer Challenge wurde 2018 bereits zum siebten Mal ausgetragen und konnte in den letzten Jahren einen stetig steigenden Bekanntheitsgrad verzeichnen. Vor allem international hat sich die Beerchallenge in der Bierbranche und der öffentlichen Wahrnehmung zu einem der wichtigsten und prestigeträchtigsten Wettbewerbe der Welt entwickelt. Bei der „Brussels Beer Challenge“ verkosteten Anfang November 2018 im belgischen Mechelen 90 internationale Juroren 1.600 Biere aus 40 Ländern der Welt. In der Kategorie „Helles“ erreichte die Saranac Brewery aus den Vereinigten Staaten die Goldmedaille, BAYREUTHER HELL von der Bayreuther Bierbrauerei AG wurde von der Jury auf den zweiten Platz gewählt und die Ottakringer Brauerei aus Österreich erreichte die Bronzemedaille.

BAYREUTHER HELL aus der Bayreuther Bierbrauerei

Die Brauerei beschreibt das Bier so: „BAYREUTHER HELL hat seine Wurzeln in der Bayreuther Bierbrauerei AG, die mit ihrer historischen Marke BAYREUTHER BRAUHAUS seit über 150 Jahren traditionelles, bayerisches Brauhandwerk pflegt. Der frisch-würzige Geschmack und der süffige Biergenuss sind typisch für die traditionelle Bierspezialität. BAYREUTHER HELL bekommt durch die sorgsam ausgewogene Balance aus feinsten, hellen Gerstenmalzen und einer dezenten Hopfennote seinen unverkennbaren Charakter. Im Glas strahlt es mit einer leuchtend goldenen Farbe und einer stattlichen Schaumkrone. Die Nase umspielen frische, florale Noten mit einem leichten Hauch von Honig und Zitrone. Im Mund zeigt sich ein leichtes, wunderbar würziges und süffiges Bier mit feinster Spritzigkeit: eine Komposition aus Honig, Karamell und blumigen Hopfennoten mit einem Hauch von Getreide. Ein ehrliches und schmackhaftes Helles, wie es in Bayern schon seit Jahrhunderten gebraut und geliebt wird.

BAYREUTHER HELL ist national in der klassischen 0,5 Liter Euroflasche und frisch vom Fass gezapft für die Gastronomie erhältlich. Seit dem zweiten Quartal 2018 entwickelt die Bayreuther Bierbrauerei das bayerische Hell-Segment mit der Einführung der handlichen 0,33 Liter Euroflasche weiter. Mit dem neuen Kultgebinde für bayerische Hellbiere sollen neben den Stammverwendern auch neue Zielgruppen angesprochen werden.“

BrauBeviale 2018: Der Treff der Branche war so groß und international wie nie

Am Donnerstag ging die BrauBeviale nach drei erfolgreichen Tagen mit einer Rekordbeteiligung zu Ende. Über 40.000 Fachbesucher (2016: 37.923), davon über 18.000 international, reisten vom 13. bis 15. November 2018 nach Nürnberg zur in diesem Jahr wichtigsten Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie. Dort präsentierten 1.094 Aussteller, 53 Prozent international, ihre Produkte und Lösungen rund um die gesamte Prozesskette der Getränkeherstellung: Das Angebot reichte von Rohstoffen über Technologien und Komponenten bis hin zur Verpackung sowie Zubehör und Vermarktungsideen. Die Beteiligung so groß, dass in diesem Jahr eine Halle mehr für die Messe geöffnet werden musste als im letzten Jahr. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm rundete die drei Tage ab.

„Diese BrauBeviale hat unsere Erwartungen übertroffen!“ strahlt Andrea Kalrait, Leiterin der BrauBeviale, als sie die Zahlen erfährt. „Wir haben gehört, dass es direkt auf der Messe mehrfach zu konkreten Abschlüssen kam. Die Getränkebranche scheint nur darauf gewartet zu haben, wieder nach Nürnberg zu kommen. Darauf sind wir sehr stolz.“ Das Veranstaltungsteam freut sich auch über die positiven Rückmeldungen aus dem Ausstellerbeirat: „Die BrauBeviale ist eine coole Messe geworden.“ – „Es ist der Messe gelungen, zum Treffpunkt verschiedener Denkweisen und Kulturen zu werden.“ – „Wir sind bereits am ersten Messetag überrannt worden, das gab es noch nie.“ – „Die Qualität der Gespräche war hervorragend.“ – „Die wirklich wichtigen Entscheidungsträger waren da.“

Hochqualifizierte Fachbesucher aus In- und Ausland

Diese Aussagen bestätigen Befragungsergebnisse eines unabhängigen Instituts: Rund 90 Prozent der Besucher sind in die Investitionsentscheidungen ihrer Unternehmen mit eingebunden. Die Fachbesucher kamen aus zahlreichen Bereichen der Getränkewirtschaft: aus Brauereien und Mälzereien sowie aus dem Bereich der Mineralbrunnen, Erfrischungsgetränke, Saft, Wein, Maschinen- und Anlagenbau sowie aus dem Handel und der Gastronomie. Die Gäste reisten aus Deutschland und aus dem Ausland an, vor allem aus Italien, Tschechien, der Schweiz, Österreich, Großbritannien, Russland, Belgien, den Niederlanden und Frankreich. Rund 98 Prozent der befragten Fachbesucher waren mit dem Messeangebot zufrieden. Immerhin 95 Prozent gaben an, dass sie auch im nächsten Jahr wieder die BrauBeviale besuchen möchten.

Rahmenprogramm mit großem Zuspruch aufgenommen

Bereits der Start am Vortag der Messe war sehr erfolgreich: In allen drei Symposien – dem Export Forum German Beverages, dem European MicroBrew Symposium der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) sowie dem Heirloom & Terroir Barley and Malt Symposium von RMI Analytics – wurde rege diskutiert und sich ausgetauscht. Durchweg gute Noten vergaben die Fachbesucher für die Craft Drinks Area mit ihren acht unterschiedlichen Verkostungsbars sowie für das Forum BrauBeviale mit seinen vielzähligen und abwechslungsreichen Vorträgen. Auf großes Interesse stieß die Keynote zur Eröffnung von Foodtrendforscherin Hanni Rützler, die eine „Entführung in die Zukunft“ ankündigte – passend zum zentralen Thema der BrauBeviale 2018: die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche. Ein Publikumsmagnet war das Finale der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers, bei der Dr. Markus Fohr mit seiner Präsentation des belgischen Duvel Bieres die Fachjury überzeugen konnte. Gleich auf Anhieb ein großer Erfolg war der Themenpavillon brau@home, zentrale Anlaufstelle für interessierte und ambitionierte Heim- und Hobbybrauer, die sich beim Schaubrauen, den zahlreichen Ansprechpartnern am Pavillon und den Impulsvorträgen in der Speakers‘ Corner viele Anregungen und Informationen holten.

European Beer Star 2018: Consumers‘ Favourite

Eine 144-köpfige internationale Fachjury hat bereits im Vorfeld der Messe aus den 2.344 eingereichten Bieren die Sieger des European Beer Star 2018 in 65 Kategorien gewählt. 51 Länder aller Kontinente beteiligten sich in diesem Jahr bei einem der bedeutendsten internationalen Bierwettbewerbe. Am ersten Messetag wählten einige tausend Fachbesucher aus den Goldmedaillengewinnern ihr Lieblingsbier und kürten so den Consumers‘ Favourite 2018. Die Goldmedaille geht an

„La Pallata“ von Birrificio Porta Bruciata (Italien), Silber gab es für Dachsbräu Weilheim (Deutschland) für das „Weilheimer Festbier“. Auf den dritten Platz schaffte es „San Lorenzo“ von MC77 Birrificio Artigianale (Italien).

Die Liste mit allen Siegern des European Beer Stars 2018 sowie den Kontaktdaten der Brauereien, Fotos und Grafiken gibt es unter: www.european-beer-star.de.

Deutsche Brauereien beim European Beer Star am erfolgreichsten

Mit 2.344 Bieren aus 51 Ländern aller Kontinente wurden 2018 so viele Biere wie noch nie für den European Beer Star der Privaten Brauereien eingereicht. Zwei Tage dauerte die Blindverkostung der 144-köpfigen, internationalen Jury bei dem weltweit renommierten Bier-Wettbewerb, dessen Auszeichnungen bei den Brauereien so begehrt sind wie Michelin-Sterne für Gastronomen. Die Gewinner in den 65 Kategorien (jeweils nur eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille) wurden am 14. November im Rahmen der BrauBeviale ausgezeichnet. Die meisten „Bier-Sterne“ gingen in der 15. Auflage des Wettbewerbes an Brauer in Deutschland. Die italienischen Brauereien haben erstmals zu den US-Brauern aufgeschlossen und entscheiden neun Kategorien für sich. Medaillengewinner verteilen sich erstmals auf 26 Länder. Die größte Überraschung: Die erfolgreichste Brauerei des Jahres kommt aus den Niederlanden. Die Bierbrouwerij de Konigshoeven kann sich über vier Goldmedaillen freuen – ausgerechnet in den wichtigsten Bierstilen des Nachbarlandes Belgien, nämlich Quadruple, Triple, Dubbel und Blond Ale.

„Wenn in den Tagen nach der Jury-Entscheidung die Nachricht eingeht, dass man zu den Gewinnern des European Beer Stars zählt, dann ist das ein großartiger Glücksmoment für einen Brauer“, weiß Georg Rittmayer aus eigener Erfahrung. Rittmayer, Brauereibesitzer aus dem oberfränkischen Hallerndorf, der vor wenigen Wochen zum Präsidenten des Verbandes der Privaten Brauereien Bayern gewählt wurde, bezeichnet den European Beer Star gerne als die „Olympischen Spiele der internationalen Brauwelt“. Tatsächlich stellen sich jedes Jahr Biere aus allen Kontinenten der Wahl, um Gold, Silber oder Bronze in einer der 65 Kategorien zu gewinnen. In diesem Jahr wurde die Rekordzahl von 2.344 Bieren (plus 9 % gegenüber 2017) aus 51 Ländern zur Doemens Akademie nach Gräfelfing verschickt, wo Mitte Oktober 144 Verkoster, Braumeister, Bier-Sommeliers und Fachjournalisten in einer zweitägigen Blindverkostung über die Vergabe der Medaillen entschieden haben.

Rund 40% der eingereichten Biere stammten aus Deutschland, die übrigen Biere von Brauereien aus Europa, Asien, Australien, Afrika sowie Nord- und Südamerika. Führten noch vor zwei Jahren die US-Brauer den Medaillenspiegel beim European Beer Star an, so überwältigend ist der Erfolg der deutschen Brauer in diesem Jahr: Mit Goldmedaillen in gleich 28 von 65 Kategorien werden Biere aus Deutschland in diesem Jahr dekoriert (Vorjahr 21). Die nordamerikanischen Brauereien behaupten mit neun Goldmedaillen knapp Platz 2 vor den Bieren aus Italien (9), den Niederlanden (7) und Österreich (5).

Der European Beer Star zählt zu den härtesten Wettbewerben der Welt

Die größte Freude dürfte in der kleinen niederländischen Gemeinde Berkel-Enschot (Nordbrabant) herrschen, denn die dort ansässige Bierbrouwerij de Konigshoeven ist mit vier Goldmedaillen die Brauerei des Jahres beim European Beer Star. Die Niederländer reüssierten ausgerechnet mit Bierstilen, die im Nachbarland Belgien besonders populär sind: die Starkbiersorten Quadruple, Triple, Dubble sowie Blonde Ale. Die erfolgreichste inhabergeführte deutsche Brauerei kommt aus dem fränkischen Viereth-Trunstadt: Im kleinen, inhabergeführten Brauereigasthof Kundmüller wird das beste milde Lagerbier und das beste Stark-Rauchbier gebraut. Zudem wurde deren Rotbier die Silbermedaille zuerkannt. Ebenfalls zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille gehen an die Internationale Braumanufacturen (Radeberger Gruppe) in Frankfurt.

Demgegenüber bleibt festzustellen, dass im 15. Jahr des Bestehens des European Beer Stars die Zeit der „Medaillensammler“ vorbei zu sein scheint. „Die Ergebnisse in diesem Jahr zeigen, dass es immer schwieriger wird, gleich mehrere Auszeichnungen zu erhalten, weil über alle Kategorien hinweg immer mehr großartige Biere zur Wahl stehen“, konstatiert Oliver Dawid, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, „der European Beer Star zählt ganz sicherlich zu den härtesten Wettbewerben der Brauwelt.“ Zumal bei diesem Preis nur jeweils eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille pro Kategorie vergeben und von dem internationalen Expertenteam ausschließlich nach den Gesichtspunkten bewertet wird, die auch der Konsument zur Beurteilung heranzieht, also Optik, Schaum, Geruch, Geschmack und sortentypische Ausprägung.

Gold in allen Weißbier-Kategorien nach Deutschland

Ein Großteil der Medaillen für deutsche Brauereien entfallen auf das Bundesland mit der höchsten Brauereidichte: Bayerische Biere heimsten 19 Gold-, 14 Silber- und 20 Bronzemedaillen ein. Auf Baden-Württemberg entfallen fünf Goldmedaillen sowie je 4 Mal Silber und Bronze. Alle Sieger der Weißbierkategorien kommen aus diesen beiden Bundesländern. Das beste Weißbier hell stammt von der Distelhäuser Brauerei in Tauber-Bischofsheim, das bernsteinfarbene Pendant aus dem Sudhaus des Weissbräu Schwendl in Tacherting. Mit zwei Goldmedaillen (Leichtes Weißbier/ Kristallweizen) avanciert die Hirschbrauerei Honer in Wurmlingen einmal mehr zum Spitzenreiter in Baden-Württemberg. Dicht gefolgt von der kleinen Familienbrauerei Bauhöfer aus Ulm (Gold für Export, Silber für Kellerbier dunkel und Bronze für Heller Bock). Auch die Goldmedaillen für Weizenbock Hell (Staatsbrauerei Weihenstephan, Freising) und Weizenbock Dunkel (Brauerei Unertl, Mühldorf a. Inn) gehen nach Bayern. Kurios: Aus dem oberbayerischen Freising kommen die besten dunklen Weißbiere: Gold für das Hofbrauhaus Freising und Silber für die Staatsbrauerei Weihenstephan.

Ein kompletter Medaillensatz geht an die Schwarzbräu in Zusmarshausen für Dunklen Doppelbock (Gold), New Style Lager (Silber) und Festbier (Bronze). Seit Jahren vertraute Namen auf den Siegerlisten des European Beer Star sind auch in diesem Jahr unter den Gewinnern: die Weissbierbrauerei Schneider in Kelheim (Gold, zweimal Bronze), die Aktienbrauerei Kaufbeuren (Gold, Silber), die Private Landbrauerei Schönram in Petting (Gold), die Schlossbrauerei Unterbaar in Baar (Gold) oder der Alpirsbacher Klosterbräu (zweimal Silber). Das beste Helle des Jahres stammt aus der Schlossbrauerei Hohenthann bei Landshut, das beste Festbier vom Dachsbräu in Weilheim. Preise beim European Beer Star 2018 gehen auch in die Bierstadt München – allerdings nur für kleine Brauereien! Die Crew Republic wurde mit Gold für ihr Golden Ale und mit Bronze für traditionelle Pale Ale ausgezeichnet. Erstmals in den Siegerlisten tauchen die Münchner Giesinger Biermanufaktur (Silber) und Brew Mafia (Bronze) auf.

In diesem Jahr verteilen sich die deutschen Medaillen auf acht Bundesländer: Neben Bayern und Baden-Württemberg sind dies Hessen (zweimal Gold, einmal Silber), Berlin (Gold, Silber, Bronze), Hamburg (Gold), Sachsen (Silber), Thüringen (Silber) und Mecklenburg-Vorpommern (dreimal Bronze). Das beste obergärige alkoholfreie Bier braut die Hamburger Kehrwieder Kreativbrauerei. Sensationell: Die kleine Brauerei Lemke in Berlin zählt mit Gold für New Style IPA, Silber in der Kategorie Traditional Lambic, Geuze and Fruit Geuze sowie Bronze für fassgereiftes Starkbier zu den herausragenden Gewinnern des European Beer Star 2018.

Kleine also ganz groß?

Natürlich würden auch große Brauereien ihre Biere einschicken, betont Roland Demleitner, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Privaten Brauereien, „doch die handwerklich erzeugten, besonders charaktervollen Biere kommen nicht zufällig überwiegend aus kleinen und mittelgroßen Brauereien!“

Italienische Brauer weiter auf dem Vormarsch

Das gilt ganz überwiegend auch für die internationalen Brauereien, deren Biere beim European Beer Star 2018 ausgezeichnet wurden. Insbesondere für die Braustätten südlich der Alpen. In Italien erfährt Bier mehr und mehr Aufmerksamkeit, was sich auch daran erkennen lässt, dass dort in den vergangenen Jahren ein regelrechter Gründungs-Boom bei Brauereien zu verzeichnen ist. Dabei halten sich die italienischen Brauer vorwiegend an Bierstile jenseits des Mainstream, wie den Gewinnerlisten des European Beer Star zu entnehmen ist: Goldmedaillen in den Kategorien New Style Lager und Sour and Fruit Sour Beer (beide Birrificcio Lambrate), New Style Pale Ale (Birrificcio Porta Bruciata), Belgisches Witbier (MC 77 Birrificcio Artiganale), Scotch Ale (Piccolo Birrificcio Clandestino), Traditional Lambic, Geuze and Fruit Geuze (Bionoc snc), Baltic Style Porter (Birra Mastino) und Session Beer (Fabrica della Birra Perugia) gingen nach Italien. Dazu ein weiterer erster Platz für die Batzen Bräu in Bozen, die das beste dunkle Kellerbier braut. Die US-Brauer behaupten den zweiten Platz im Medaillenspiegel mit ebenfalls neun Goldmedaillen, aber mehr Silber- und Bronzemedaillen (jeweils 11). Während einige der Gewinnerbrauereien der Vorjahre nicht mehr in den Siegerlisten aufscheinen, zählen die bereits mehrfach dekorierten Brauereien Samuel Adams (Boston) und Firestone Walker (Paso Robles) auch in diesem Jahr zu den Besten. In der wettbewerbsintensiven Königsdisziplin der US-Craft-Brauer, dem „Traditional India Pale Ale“, setzte sich Samuel Adams durch, die zusätzlich Gold für Bohemian Style Schwarzbier und Silber für Sweet Stout an die amerikanische Ostküste holt. Firestone Walker wird ebenfalls mit zweimal Gold (Sweet Stout/English Bitter) und Silber (Sour and Fruit Beer) belohnt.

Zu den weiteren „Aufsteigern“ des Jahres zählen die Brauereien in den Niederlanden (7 x Gold) und Österreich (5 x Gold). Neben der alles überstrahlenden Bierbrouwerij de Konigshoeven holten sich die Niederländer noch drei weitere Goldmedaillen in so unterschiedlichen Kategorien wie Strong Dark Ale, Rauchbier und Alkoholfrei untergärig.

Das beste Kellerpils kommt aus Österreich

Die Goldmedaillen für Österreich ziehen sich auch quer durch ganz unterschiedliche Bierstile. Vom Bier mit alternativen Getreidesorten (Stieglbrauerei, Salzburg), über Imperial Stout (Gusswerk, Salzburg), Fruchtbier (Baumgartner, Schärding) bis zum Porter der Wiener Brauerei Ottakringer. Bemerkenswert: Die kleine Bierschmiede in Steinbach am Attersee braut das beste Kellerpils der Welt!

Einmal mehr verwunderlich: In der Kategorie Düsseldorfer Altbier gehen die Medaillen nach Brasilien, Japan und Taiwan …

Warum es beim European Beer Star inzwischen 65 Kategorien (Bierstile) gibt, begründet Oliver Dawid von den Privaten Brauereien mit der zunehmenden Vielfalt in der internationalen Brau-Szene: „Immer mehr Brauer probieren immer neue Stile aus. Darauf reagieren wir. Ist es doch genau das, was wir mit dem European Beer Star erreichen wollen: Dem Konsumenten die unglaubliche Bandbreite beim Bier zu präsentieren.“

Die Gewinner des Consumers Favorite

Neben der Wertung der Fachjury gab es beim European Beer Star auch einen Publikumspreis. Dafür bekamen die interessierten Besucher der BrauBeviale am ersten Messetag die Möglichkeit, fünf Biere zu verkosten. Wie die Expertenjury wussten auch die Besucher nicht, welches Bier sie verkosteten, lediglich die Bierkategorie war als Zahlencode auf den Gläsern angegeben. Die Besucher gaben dann eine von vier möglichen Wertungen für jedes Bier ab. Den Besuchern gefiel das New-Style Pale Ale La Pallata der Brauerei Birrifico Porta Bruciata SRL aus dem italienischen Rodengo-Saiano am besten; auf den Plätzen zwei und drei folgten das Weilheimer Festbier der Brauerei Dachsbräu in Weilheim und das San Lorenzo der Brauerei MC77 Birrificio Artigianale aus Serrapetrona in Italien.