Archiv des Autors: Mathias

Urstrom – Das natürliche Ale

Werner Sauer und Dr. Axel Hartwig sind die zwei Köpfe hinter Urstrom, dem ersten Bioland-Bier aus Schleswig-Holstein. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer Werner Sauer und der in Handewitt bei Flensburg aufgewachsene Axel Hartwig kennen sich schon lange und sie verbindet die Leidenschaft für das Bierbrauen. Bereits während der Schulzeit ging der jüngere Kompagnon Axel Hartwig bei Werner Sauer in die Lehre, der zu dem Zeitpunkt schon lange als Brauer arbeitete.

Beide sind nicht nur gelernte Braumeister, sondern absolvierten auch – zu unterschiedlichen Zeitpunkten – den Diplomstudienganges Brauwesen und Getränketechnologie in Weihenstephan, ein Mekka für alle Brauer. Aber kommen wir zum Bier.

Orangefarben und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist recht klein und fällt schnell in sich zusammen. An der Optik ist also noch einiges zu optimieren.

Das Aroma ist nicht übertrieben intensiv, aber angenehm malzbetont mit einem deutlichen Karamellaroma, das gut zur Fruchtigkeit des Hopfens passt, der Aromen nach Zitrusfrüchten und Gras beisteuert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge wird das Bier deutlich fruchtiger als ich aufgrund des Aromas erwartet habe. Die Zitrusnoten im Vordergrund werden sehr gut durch den Karamellgeschmack des Malzes ergänzt. Obwohl das Mundgefühl schlank ist, wirkt das Bier trotzdem weich und voll. In der Kehle wird das Bier trockener. Die Bittere baut sich langsam auf und klingt lange nach.

Das Ale von Urstrom ist angenehm süffig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5% Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Flensburger Spirituosen Manufaktur GmbH
Neukirchener Weg 8a
24989 Dollerup
www.urstrom-bier.de

Maisel ist qualitativer Marktführer bei alkoholfreien Weißbieren

Der European Beer Star zählt zu den renommiertesten und anspruchsvollsten Bierwettbewerben weltweit, denn für jede Bierstil-Kategorie gibt es nur jeweils eine Gold-, Silber- und Bronze-Medaille. Auf der drinktec in München wurden am 17. September die Gewinner 2025 gekürt: Maisel’s Weisse Alkoholfrei wurde zum sechsten Mal mit Gold ausgezeichnet – ein Erfolg, der die herausragende Weißbierkompetenz der Brauerei Gebr. Maisel eindrucksvoll unterstreicht.

Die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth setzt ihre außergewöhnliche Erfolgsgeschichte fort: Maisel’s Weisse Alkoholfrei wurde beim European Beer Star 2025 in der Kategorie Non-Alcoholic Hefeweizen mit der Gold-Medaille ausgezeichnet. Dieser Sieg macht es zur sechsten Gold-Auszeichnung beim European Beer Star — ein Ergebnis, das in seiner Kontinuität einzigartig ist.

Stellvertretend für das gesamte Team nahmen Geschäftsführer Braubetrieb Marc Goebel und Leiter Brautechnologie Markus Briemle die Gold-Auszeichnung entgegen. Der Glaspokal reiht sich nahtlos in eine Reihe früherer Erfolge beim European Beer Star ein (2019 Gold, 2020 Silber, 2021 Gold, 2022 Gold, 2023 Gold, 2024 Gold) — und unterstreicht, dass Maisel’s Weisse Alkoholfrei über Jahre hinweg Maßstäbe im Segment der alkoholfreien Weißbiere gesetzt hat.

„Sechs Mal Gold und einmal Silber in sieben aufeinanderfolgenden Jahren beim European Beer Star – das ist einfach überwältigend und macht uns unglaublich stolz,“ sagt Geschäftsführer Marc Goebel. „Dieser Wiederholungserfolg zeigt, dass unser hoher Anspruch an Qualität und Geschmack Jahr für Jahr auf internationalem Topniveau bestätigt wird. Mein großer Dank gilt unserem gesamten Team, das mit höchster Sorgfalt und viel Herzblut dafür sorgt, dass Maisel’s Weisse Alkoholfrei Jahr für Jahr auf Weltklasseniveau überzeugt.“

In der offiziellen Pressemitteilung des European Beer Star heißt es:

„Unter den Non-Alcoholic Hefeweizen darf die Brauerei Gebr. Maisel nach ihren Erfolgen in den letzten Jahren mittlerweile als Benchmark angesehen werden. Erneut geht eine Gold-Medaille in dieser Kategorie nach Bayreuth.“

Bierol – The Padawan

Wer Padawan hört oder liest, denkt zuerst an Star Wars. Aber the Padawan ist nicht nach der Science Fiction-Saga benannt. Die Namensgleichheit ist aber sicherlich kein Zufall. Bei dem Namen des Biers aus Tirol steht Padawan für „Pale Ale doing alright without a name“ und wurde 2014 in einem Online-Voting zum Biernamen für ein namenloses Bierol Pale Ale ernannt. Heute ist The Padawan das meistverkaufte Bier von Bierol.

Golden und glanzfein fließt das Bier aus der Dose ins Glas und bildet dabei eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Aromen nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, dazu Mango und einige frische Noten, die mich an Minze erinnern.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Dazu kommt eine leichte Süße, wobei das Aroma der Grapefruit im Mittelpunkt bleibt. Die Bittere ist nicht allzu ausgeprägt, aber sehr angenehm fruchtig. Dabei ist das Mundgefühl weich. Die leichte Bittere bleibt auch in der Kehle erhalten, wo sie nicht sehr lange nachklingt.

The Padawan ist ein sehr angenehmes und leicht zu trinkendes Pale Ale. Nur schade, dass es ausschließlich in der Dose verkauft wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Carahell), Haferflocken, Weizen, Hopfen (Mosaic und Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Bierol GmbH
Sonnendorf 27
6334 Schwoich
Österreich
www.bierol.at

Die Beste Geuze kommt von Boon

Die Geuze der Brouwerij Boon wurde erneut zur „Besten Geuze der Welt“ gekürt. Die in Lembeek ansässige Brauerei gewann beim renommierten European Beer Star in München drei Medaillen: Gold für Oude Geuze Boon, Silber für Framboise Boon in der Kategorie Fruchtbier und Silber für Oude Geuze Boon Black Label N°10.

„Wir versuchen einfach jeden Tag, das bestmögliche Bier zu brauen“, sagt Braumeister und Mitgeschäftsführer Jos Boon. „Qualität ist kein Zufall. Wir arbeiten mit Leidenschaft an jedem Detail. Am schönsten ist es, wenn uns ein Fan sagt, wie sehr er unsere Biere mag. Und wenn dann noch eine internationale Auszeichnung dazukommt, ist das eine wunderbare Anerkennung.“

Die neuen Medaillen folgen kurz nach der Auszeichnung in London, wo die Oude Geuze Boon bei den World Beer Awards als beste Geuze der Welt prämiert wurde. „Der Wettbewerb in Deutschland ist noch härter“, erklärt Karel Boon. „Nur die drei Besten weltweit in jeder Kategorie dürfen aufs Podium. Dass unsere Oude Geuze Boon auch hier als die beste anerkannt wurde, ist eine große Ehre. Platz zwei ging ebenfalls an unsere Oude Geuze Boon Black Label. Zwei von drei Podiumsplätzen – wir sind sehr glücklich über dieses Ergebnis.“

Auch die Framboise Boon erhielt internationale Anerkennung und holte Silber in der Kategorie Fruchtbier. „Fruchtbier ist eine besonders umkämpfte Kategorie“, sagt Jos Boon. „Es gibt weltweit so viele, dass eine Medaille wirklich etwas bedeutet. Unsere Framboise ist nicht süß, sondern rein und natürlich – wie eine frische Himbeere direkt vom Strauch. Das macht das Bier einzigartig und erfrischend.“

Die Brouwerij Boon feiert 50 Jahre Braukunst mit einem festlichen Wochenende. Zum Jubiläum organisiert die Brauerei Ende dieser Woche ein zweitägiges Event in Lembeek. Am Freitag, den 19. September, beginnt die Feier um 16 Uhr mit einem geselligen After-Work-Abend, begleitet von einem DJ. Am Samstag, den 20. September, folgt ein Familientag von 10 bis 21 Uhr mit Live-Musik, Hüpfburg und traditionellen Spielen. An beiden Tagen gibt es ein abwechslungsreiches Angebot vom Grill und aus dem Pizzaofen.

Während des Wochenendes können Besucher ein besonderes Jubiläumsbier probieren: die Geuze Mariage Parfait 10, eine kräftige Oude Geuze mit 10 % Alkohol, eigens zum 50-jährigen Bestehen gebraut. Gäste haben die Möglichkeit, dieses einzigartige Bier zu verkosten und zu kaufen.

Alle sind herzlich eingeladen, mitzufeiern und auf 50 Jahre Brouwerij Boon anzustoßen.

Italien triumphiert beim European Beer Star 2025 in München

Italien ist zurück in der internationalen Craft-Beer-Szene, dank der prestigeträchtigen Auszeichnungen, die beim European Beer Star 2025, einem der wichtigsten Brauwettbewerbe der Welt, erhalten wurden. Bei der Preisverleihung am 17. September auf der Drinktec 2025 in München gewannen italienische Brauereien 37 Medaillen in verschiedenen Kategorien, die das außergewöhnliche Qualitätsniveau der nationalen Produktion bestätigen.

Absoluter Star war die Brauerei 50&50, die bereits als „Brauerei des Jahres“ beim Birra dell’Anno 2025 ausgezeichnet wurde, einem von Unionbirrai organisierten nationalen Wettbewerb, der sich auch beim European Beer Star mit 5 Medaillen auszeichnete, darunter Gold in der Kategorie New-Style Lager mit SLO MO und Gold in der Kategorie Aromatisiertes oder Gebäck Stout mit OX&DONKEY.

Viele italienische Craft-Brauereien wurden mit ihren Bieren ausgezeichnet: MC77, Birra Perugia, Birrificio Lambrate, Bozner Weisse, Birrificio Manerba, Giustospirito, Birrificio del Forte, Birra 100Venti, Birrificio WAR, Pintalpina, Biren, Elvo Brewery, Birra Puddu, Beha, Statale Nove und Mastri Birrai Umbri, um nur einige zu nennen.

„Wir sind stolz auf unsere Brauereien: Diese Auszeichnungen bestätigen, dass italienisches Craft-Bier mittlerweile auch international anerkannt ist – erklärte Simone Monetti, Generalsekretär von Unionbirrai, dem Handelsverband der kleinen unabhängigen italienischen Brauereien, bei der Zeremonie in München –. Die beim European Beer Star 2025 erzielten Ergebnisse zeugen von der hohen Qualität, Kreativität und einzigartigen Identität unserer Produktion. Herzlichen Glückwunsch an 50&50 für die x-te Bestätigung der Exzellenz nach dem Erfolg beim Bier des Jahres, aber auch an alle anderen Craft-Brauereien, die den Namen der italienischen Brauerei leidenschaftlich hoch in der Welt tragen.“

Mit 72 konkurrierenden Kategorien und einer internationalen Jury von Verkostern, die sich aus Experten aus über 30 Ländern zusammensetzt, bestätigt sich der European Beer Star als echte „Champions League“ des Bieres, und das von den italienischen Brauereien erzielte Ergebnis ist die Demonstration eines Sektors in vollem Wachstum, der in der Lage ist, auch in den anspruchsvollsten Kontexten zu konkurrieren und zu gewinnen. Unionbirrai wird das Wachstum des Sektors weiterhin unterstützen und die Erfolge einer Lieferkette fördern, die Handwerkskunst, Innovation und eine Kultur des bewussten Trinkens vereint.

Hildesheimer Braumanufaktur – Coffee Porter

Ich glaube, es gibt keinen Craft-Brauer mit einer Kaffeerösterei in der Nähe, der etwas auf sich hält und der noch kein Coffee Porter gebraut hat. Häufig kommen dabei wirklich gute Ergebnisse zustande, denn der Kaffee verträgt sich hervorragend mit einem dunklen und malzbetonten Bier wie dem Porter. Es ist daher auch wenig verwunderlich, dass auch die Hildesheimer Braumanufaktur sich mit der Rösterei Dreielf zusammengeschlossen hat, um das Bier zu brauen, das ich jetzt verkosten werde.

Sehr dunkel bernsteinfarben ist das Bier, das ins Glas fließt und dabei eine recht kleine haselnussbraune Schaumkrone bildet, die aber lange erhalten bleibt.

Düfte nach Kaffee und Vanille, nach Lakritz und Kandis steigen mir in die Nase. Entgegen meiner Erwartung kommt das Malz nicht in den Vordergrund. Aber das Aroma macht trotzdem Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk kommt mit der stiltypischen Süße und er besticht durch die sehr feinperlige Kohlensäure. Auch auf der Zunge steht der Kaffee im Vordergrund. Ich hätte eigentlich erwartet, dass der Malzkörper des Bieres dominiert und dabei vom Kaffee unterstützt wird. Jetzt wirkt das Bier auf mich nicht so ausgewogen wie ich es erwartet habe. Das ist aber wohl mein persönlicher Geschmack und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das Bier nicht gefällt. Besonders die leichte und freundliche Bittere, die jetzt zum Vorschein kommt, ist mir sehr sympathisch. Außerdem wundere ich mich etwas über das überraschend schlanke Mundgefühl, das aber trotzdem weich wirkt. In der Kehle werden der Kaffeegeschmack und die Bittere kräftiger und sie klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kaffee, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslaursche Landstr. 15
31135 Hildesheim

in Zusammenarbeit mit

Dreielf Rösthandwerk
Bördestr. 2
31135 Hildesheim

Italien: Aufhebung der überholten Produktionsbeschränkungen für Bier rückt näher, Novelle auf Drängen der Unionbirrai im Senat eingebracht

Anpassung des nationalen Rechtsrahmens an die moderne Realität des Brausektors. Dies ist das Ziel der Änderung des Unternehmensgesetzes, die von Senator Luca De Carlo, dem Präsidenten des Industrie- und Landwirtschaftsausschusses des Senats, vorgelegt wurde. Der Text schlägt die Änderung von Artikel 7 des Gesetzes Nr. 1354 vom 16. August 1962 und vor allem die endgültige Aufhebung des Präsidialdekrets 1498/1970 vor, um den Forderungen Rechnung zu tragen, die Unionbirrai, der Handelsverband der kleinen unabhängigen italienischen Brauereien, seit Jahren erfüllt.

Die Novelle, die derzeit vom Senat geprüft wird, legt fest: „Kohlendioxid in Bier muss einen Gehalt von mindestens 0,2 g pro ml 100 und einen Gehalt von nicht mehr als g 1 pro ml 100 haben. Das Dekret des Präsidenten der Republik Nr. 1498 vom 30. Dezember 1970 wird aufgehoben.“

Eine klare und entscheidende Änderung, die voll und ganz den Forderungen von Unionbirrai entspricht, anachronistische Grenzen aufzuheben, die durch eine vor über 50 Jahren konzipierte und heute durch die heutigen Produktionspraktiken und -standards überholt sind. Das Präsidialdekret 1498/1970 führte strenge Parameter für Säuregehalt, Kohlendioxid, Klarheit, Alkoholgehalt und Asche ein, die mit den modernen Braustilen, der Handwerkskunst und den europäischen Rechtsvorschriften zur Lebensmittelsicherheit völlig unvereinbar sind.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Vorlage eines Änderungsantrags“, erklärt Vittorio Ferraris, Generaldirektor von Unionbirrai, der unsere Vorschläge endlich klar und deutlich umsetzt. Zu lange haben wir gefordert, ein veraltetes Dekret zu überwinden, das vor allem kleine italienische Brauereien bestraft und ausländische Produzenten begünstigt, die nicht den gleichen Beschränkungen unterliegen. Es ist eine Regel, die Innovation, Qualität und Produktionsfreiheit einschränkt: alles Eigenschaften, die italienisches Craft-Bier einzigartig machen.“

Während der informellen Gespräche mit den zuständigen Ministerien hatte Unionbirrai bereits Stellungnahmen zugunsten der Überarbeitung des Präsidialdekrets eingeholt, in dem die Veralterung und Unvereinbarkeit der Norm mit der europäischen Gesetzgebung anerkannt wurde, insbesondere mit der EG-Verordnung 852/2004, die die Lebensmittelsicherheit auf das HACCP-System stützt und den Herstellern die Verantwortung für die Bewertung und Kontrolle ihrer Prozesse überträgt.

„Jetzt ist es an der Zeit, unsere Kräfte zu bündeln“, so Ferraris weiter. Wir appellieren an alle Verbände des Brausektors, an die Brauereien, an die Akteure in der Lieferkette, an die Unternehmensnetzwerke: Lassen Sie uns diesen Änderungsantrag gemeinsam unterstützen. Es ist nicht nur ein regulatorischer Kampf, sondern ein Akt der Gerechtigkeit für Hunderte von Produzenten, die leidenschaftlich an der italienischen Exzellenz arbeiten. Es ist eine Chance, einen wettbewerbsfähigeren, innovativeren und freieren Sektor aufzubauen.“

Unionbirrai bedankt sich erneut bei Senator De Carlo für sein Engagement und seine Sensibilität und wird die parlamentarische Arbeit am Unternehmensgesetz weiterhin aufmerksam verfolgen und hofft, dass die Änderung schnell unterstützt und verabschiedet werden kann, um endlich ein regulatorisches Hindernis zu beseitigen, das keine Daseinsberechtigung mehr hat.

 „Gemeinsam können wir die Spielregeln wirklich ändern“, resümiert Ferraris. Für ein zunehmend freies, modernes und wettbewerbsfähiges italienisches Craft-Bier.“

Quelle: Pressemitteilung der Unionbirrai

Die drinktec 2025 ist nun Geschichte

drinktec 2025: Fünf Tage Innovation, Vernetzung und Perspektiven

Vom 15. bis 19. September 2025 verwandelte sich München erneut in das globale Zentrum der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Die drinktec, als Weltleitmesse dieses Sektors, zog diesmal 58.281 Besucher aus 164 Ländern an – ein starkes Ergebnis, das die Bedeutung dieser Plattform unterstreicht.

Internationale Ausrichtung & Besucherstruktur

Rund 70 % der Besucher kamen aus dem Ausland, etwa 30 % aus Deutschland, etwa 40 % aus Europa und weitere 30 % aus anderen Weltregionen. Auch Entscheidungsträger großer Getränkeunternehmen waren prominent vertreten, insbesondere aus den Top-20 der Branche. Mittlere Betriebe nutzten die Messe wie gewohnt für Investitionsentscheidungen und Inspiration.

Aussteller & Themenfokus

1.117 Aussteller aus 68 Ländern präsentierten auf ca. 74.000 m² Nettofläche ihre Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette – von Rohstoffen über Produktion bis Abfüllung und Verpackung.

Besondere Schwerpunkte lagen auf Modernisierungsprojekten, Prozessoptimierung, Digitalisierung, sowie auf neuen Getränkekonzepten, innovativen Zutaten und Verfahren.

Ein Highlight war der Innovation Guide, mit dem Besucher gezielt Neuerungen in den Hallen aufspüren konnten.

Liquidrome & neue Formate

Neu war in diesem Jahr die interaktive Networking- und Dialogfläche Liquidrome mit Keynotes, Expertenvorträgen und Diskussionsrunden zu Zukunftsthemen. Gleichfalls präsent: die Health Bar für gesundheitsorientierte Produktkonzepte sowie eine erweiterte Startup-Zone mit nationalen und internationalen Startups. Diese Formate sprechen Trends an und schaffen Raum für Dialog und Innovation.

Innovation & Beispiele

Ein Beispiel dafür, wie sich die Messe in Innovation manifestiert: Krones präsentierte ein neues, datenbasiertes, vollautomatisiertes System („Ingeniq“) für das Abfüllen von stillem Wasser in PET, das Effizienz und Nachhaltigkeit kombinieren soll. Auch andere Aussteller zeigten Lösungen, die erkennen lassen, wie stark Nachhaltigkeit, digitales Monitoring und Ressourceneinsparung mittlerweile Teil der Innovation sind.

Fazit & Ausblick

Die drinktec 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie zu Recht ihre Position als weltweit führende Fachmesse für Getränke und Liquid-Food behauptet. Besucherzahlen, internationale Reichweite, die Tiefe der Themen und die Qualität der Innovationen sprechen dafür, dass die Messe nicht nur ein Schaufenster ist, sondern ein Motor der Branchenentwicklung.

Der nächste Termin steht bereits fest: 11. bis 15. September 2028. Viele der auf der drinktec 2025 präsentierten Technologien und Konzepte dürften bis dahin noch reifen – bis dahin wird es spannend bleiben, welche Impulse sich durchsetzen und wie sich die Branche weiterentwickelt.

Hier noch einige Stimmen zur drinktec:

Unsere Aussteller haben sich 5 Tage lang intensiv mit ihren internationalen Kunden ausgetauscht. Das Angebot und das Interesse vor allem an intelligenten Kreislaufsystemen sowie digitalen und KI-basierten Technologien war sehr groß. Alle sind sehr zufrieden mit dem Messeverlauf. Die drinktec 2025 hat wieder einmal bewiesen, dass sie die Weltleitmesse der Getränke- und Liquid-Food-Industrie ist. 

Richard Clemens, Geschäftsführer des Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen VDMA Fachverbandes

Die drinktec 2025 hat erneut gezeigt, dass sie die Plattform ist, auf der die Branche ihre zentralen Themen diskutiert: Effizienzsteigerungen, Digitalisierung und nachhaltige Lösungen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, unsere Ansätze einer breiten Fachwelt zu präsentieren. Die hohe Internationalität und die Präsenz aller relevanten Entscheider machten die Messe für uns zu einem wertvollen Forum. 

Dr. Reimar Gutte, Senior Vice President BU EMEA Liquid & Powder Technologies, GEA 

Für uns war die drinktec 2025 eine sehr erfolgreiche Messe. Die Internationalität der Besucher hat sich erneut bestätigt – wir konnten unter anderem viele Player aus Mitteleuropa, Übersee sowie auch von der Südhalbkugel begrüßen. In den Gesprächen mit den sehr qualifizierten Besuchern ließ sich eine gewisse Unsicherheit aufgrund der Zolldiskussionen erkennen. Wir sind insbesondere auch deshalb sehr zufrieden, da wir bereits auf der Messe einige Abschlüsse tätigen konnten. 

Bastian Heuft, Geschäftsführer, Heuft Systemtechnik GmbH 

Die drinktec ist einfach der Hotspot der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Das zeigte sich auch 2025 wieder in der hohen Qualität der Besucher. Wir trafen hier wieder sehr internationales Publikum und blicken in der Bilanz auf eine höchst erfolgreiche Messe zurück. Der Fokus der Besucher lag insbesondere auf unseren nachhaltigen Produkten der verschiedenen Verpackungsformen und der Beschichtungstechnologie. Wir konnten unsere Lösungen und Services sehr detailliert zahlreichen Anwendern aus den unterschiedlichen Branchen der Getränke- und Liquid-Food-Industrie präsentieren. 

Florian Lerche, Leiter Unternehmenskommunikation, KHS Gruppe 

Für Krones ist die drinktec 2025 mehr als nur eine Messe – sie markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu der vernetzten, nachhaltigen und effizienten Produktion der Zukunft. Wir blicken auf fünf spannende Tage zurück mit tollen Kundengesprächen, interessanten Vorträgen im Krones Forum und zahlreichen interessierten Besuchern. Das Interesse unserer Besucher reichte von hochwertigen Prozesstechnologien über energie- und medieneffiziente Abfüll- und Verpackungslösungen bis hin zu vollautomatisierten Intralogistikkonzepten. 

Christoph Klenk, Vorstandsvorsitzender, Krones AG 

In diesem Jahr haben wir die drinktec als Plattform für die Vorstellung unserer Innovation gewählt. Wir haben uns sogar speziell auf die drinktec abgestimmt. Für uns ist die drinktec aufgrund ihrer Reichweite immer eine Gelegenheit, Emotionen und Technologie zu verbinden – und damit sicherzustellen, dass unsere Maschinen und unsere Technologie in Erinnerung bleiben. Dies ist uns auch auf der drinktec 2025 wieder mit großem Erfolg gelungen. Zahlreiche Delegationen und eine unglaubliche Anzahl von Besuchern kamen an unseren Stand. 

Marcello Ferrozzi, VP Corporate Communications, Portfolio, Innovation & Marketing, Sidel S.p.A. 

Die drinktec 2025 war eine sehr aktive und interessante Messe. Unsere Bilanz zeigt fokussierte Besucher, die wirklich nach Lösungen suchten sowie Vorgespräche zu einigen Projekten. Wir nehmen ein absolut positives Ergebnis von dieser drinktec mit. Auch unsere Kunden geben ein klares Commitment zur drinktec 2025 ab. 

Das Team von SIPA S.p.A.

Browar Amber – Po Godzinach Session Cold IPA

Die Brauerei Browar Amber befindet sich in Bielkówko bei Gdańsk in Pommern, Polen. Gegründet wurde sie im Jahr 1993 und im November 1994 kam sie mit dem ersten Bier (Amber Green Lager) auf den Markt. Es handelt sich bis heute um eine familiengeführte Brauerei, unabhängig und mit starker regionaler Verankerung. Das Unternehmen kultiviert eigene Gerstenanbauflächen, eine eigene Hefestationsvermehrung und eigene Wasserquellen.

Browar Amber bietet verschiedene Marken und Bierlinien an, darunter Premium-Lager, traditionelle Sorten und seit 2015 die spezielle Serie „Po Godzinach“ (übersetzt: „Nach Stunden“) für experimentellere und spezielle Bierstile. In diese Serie gehört auch das Po Godzinach, ein Session Cold IPA, das jetzt vor mir steht.

Das Session Cold IPA zielt offenbar darauf ab, ein IPA-Erlebnis mit Hopfenpower zu liefern, ohne dass der Körper, die Süße oder der Alkohol das Trinkerlebnis dominieren. Die „Session“-Komponente bedeutet, dass es relativ „leicht“ und gut trinkbar ist. Durch Verwendung von Lagerhefe und kühler Gärung bekommt es eine sauberere Hopfenaromatik und weniger fruchtige Ester, also eher ein klarer, knackiger Charakter. Aus diesem Grund ist auch die Bezeichnung IPA in meinen Augen irreführend, da durch die Verwendung von Lagerhefe eigentlich ein IPL (India Pale Lager) entstanden ist. Aber gut, beginne ich jetzt mit der Verkostung.

Gold-orangefarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine gemischtporige weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik dieses Bieres gibt es nichts auszusetzen.

Hopfenaromen stehen im Mittelpunkt des Aromas. Düfte nach Grapefruit steigen mir in die Nase, abgerundet durch blumige und florale Noten, abgerundet durch den Geruch von Harz. Das Aroma ist damit angenehm hopfig, aber ohne Überladung. Auf jeden Fall macht dieses Aroma Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck ist, dass das Bier überraschend trocken ist und eine sehr feinperlige Kohlensäure mitbringt. Auf der Zunge entwickelt sich eine kräftige fruchtige Bittere mit einem vollen Mundgefühl, obwohl die Süße weiter nachlässt. Auch die Süffigkeit des Bieres leidet unter der Trockenheit nicht. In der Kehle wird die Bittere noch kräftiger, wo sie lange nachklingt.

Das Bier ist erfrischend und damit ein prima Dustlöscher an heißen Sommertagen, der den Konsumenten nicht gleich „abschießt“.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

Etwa 12,1° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brunona Gregorkiewicza 1
83-050 Bielkówko (Kolbudy)
Polen
www.browar-amber.pl

Österreichs Brauer sahnen beim European Beer Star ab

Seit 2004 gehört der European Beer Star zu den weltweit renommiertesten Bierwettbewerben – ein Wettbewerb, bei dem Brauereien aus aller Welt ihre Biere in über 70 Bierkategorien messen lassen. Teilnehmen können alle kommerziellen Brauereien – besonders Bierstile mit europäischem Ursprung stehen im Fokus. Dieses Jahr wurde der Wettbewerb im Rahmen der drinktec abgehalten, mit über 2.200 eingereichten Bieren und mehr als 150 Bierexperten, die im August die Jury bildeten.

Österreichs Braukunst glänzt

Die Brau Union Österreich konnte gleich zweimal abräumen: Fohrenburg gewann Gold mit dem „Fohrenburger Jubiläum“ in der Kategorie German-Style Export – ein Spezialbier mit fast 13° Stammwürze, frisch, würzig und mit fein kristallklaren Zutaten. Ebenfalls Silber ging nach Linz: „Linzer Bier Edelstahl“ erreichte den zweiten Platz in der renommierten Kategorie Vienna Style Lager.

Die Privatbrauerei Hirt überzeugte mit dreifachem Medaillengewinn:

  • Gold für das Hirter 1270 (Vienna-Style Lager)
  • Silber für den Hirter Rubin Bock in der Kategorie German-Style Dunkler Bock
  • Bronze für das traditionsreiche Hirter Märzen in der Kategorie Austrian-Style Märzen.

Was diese Erfolge gemeinsam haben: Sorgfalt, regionale Rohstoffe und Brauhandwerk, die Liebe zum Detail und das Bewusstsein, dass gutes Bier – wie ein edler Wein – Zeit braucht.

Was sagt diese Nachricht über die Brauereien in Österreich aus?

Qualität mit Bodenhaftung: Es sind nicht nur die großen Brauereien, die gewinnen – eher kleine und mittelgroße Marken beeindrucken mit Spezialitäten und Stiltreue.

Stilvielfalt zählt: Vom Jubiläumsspezial bis zum Märzen – die Jury würdigt Qualität in vielen Bierarten, nicht nur bei IPAs oder Stouts.

Regionalität & Tradition gewinnen: Bierstile mit starker Verwurzelung (Lager, Export, Märzen etc.) werden nicht als verblasster Hintergrund wahrgenommen, sondern als Leuchttürme der Brautradition.

Der European Beer Star 2025 zeigt: Österreichs Brauer sind international konkurrenzfähig. Wer auf Qualität, Geschichte und gute Rohstoffe setzt, kann nicht nur bei Bierliebhabern, sondern auch bei professionellen Jurys Aufmerksamkeit gewinnen. Für Genießer heißt das: neue (oder alte) Bierentdeckungen warten – und „Bier aus dem eigenen Land schmeckt manchmal am besten.“