Tripel

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Belgian Tripel ist ein starkes, helles und leicht würziges belgisches Ale mit ausgewogenem Malzkörper, deutlicher Bittere und trockenem Abgang. Trotz des hohen Alkoholgehalts wirkt es durch seine aromatische Komplexität und gute Trinkbarkeit überraschend leicht. Typisch sind würzige, fruchtige und dezente alkoholische Noten, die sich harmonisch mit dem sauberen Malzcharakter verbinden.

Das Aroma zeigt ein komplexes, aber ausgewogenes Bouquet aus würzigen, pfeffrigen, teils nelkenähnlichen Phenolen, fruchtigen Estern, leichten Alkoholtönen, wenig Hopfen und feinem Malz. Zitrusaromen wie Orange oder Zitrone sind typisch, manchmal begleitet von reifer Banane. Hopfen kann dezent würzig oder blumig auftreten, während der Malzeindruck eher leicht, sanft und etwas honigartig wirkt.

Optisch reicht das Bier von tiefem Gelb bis hellem Bernstein, mit guter Klarheit und starker Spritzigkeit. Charakteristisch ist der langanhaltende, cremige, weiße Schaum, der typisches belgisches Lacing am Glas hinterlässt.

Im Geschmack finden sich dieselben Eindrücke wie im Aroma: Frucht, Würze, leichter Malzcharakter, dezenter Alkohol und milde Hopfennoten, alles gut integriert. Die Bittere ist mittel bis hoch und wird durch das trockene Finish betont. Im Nachtrunk bleibt eine moderate Bittere zusammen mit dem würzig-fruchtigen Hefeeindruck. Süße ist nicht erwünscht.

Das Mundgefühl ist mittelleicht bis mittel, wirkt aber leichter, als es die Stammwürze vermuten lässt. Starke Karbonisierung verstärkt die Spritzigkeit, während der hohe Alkoholgehalt kaum wärmend wahrgenommen wird. Insgesamt ist das Bier lebendig, prickelnd und nicht schwer.

Obwohl es alkoholreich ist, soll es nicht alkoholisch schmecken. Die hohe Karbonisierung und Vergärung unterstützen die Trockenheit und heben die Aromen hervor. Traditionelle Varianten haben mindestens 30 IBU und bleiben sehr trocken.

Der Stil wurde 1931 von der Abtei Westmalle populär gemacht. Typische Zutaten sind Pilsner Malz, oft ergänzt durch helle Zuckerzusätze, kontinentale Hopfen und würzig-fruchtige belgische Hefestämme. Gewürzzugaben sind unüblich und, falls vorhanden, nur dezent. Das Brauwasser ist meist weich.

Im Vergleich ähnelt ein Tripel einem Belgian Golden Strong Ale, ist jedoch etwas dunkler, vollmundiger und stärker von Phenolen als von Estern geprägt, mit weniger späten Hopfengaben. Mit 7,5 bis 9,5 % Alkohol, 20–40 IBU und einer trockenen Ausprägung ist es klar von süßen oder weinartigen Interpretationen abzugrenzen.

20 – 40 IBU, 9 – 14 EBC, 7,5 – 9,5 % Vol.

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