Schlagwort-Archiv: Österreich

Stiegl – Goldbräu

Stiegl Goldbräu stammt aus Salzburg und soll eines der am Häufigsten verkauften Biere Österreichs sein. Ob das stimmt kann ich nicht bestätigen. Ich kenne mich in der Bierszene von Österreich nicht wirklich aus und da die dortigen Brauereien Anfragen von mir beharrlich ignorieren muss ich mich auf Angaben im Internet verlassen.

Golden mit einer durchschnittlich großen sahnigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen.

Das Stiegl Goldbräu duftet nach Brotkrume, unterstützt durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist leicht süß und zeigt, dass die Brauerei mit der Kohlensäure nicht gespart hat. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist voll und der Geschmack ist intensiv. So kommt ein süffiges Bier zustande. Auch im Abgang bleibt das Bitter erhalten, das überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,0° Plato

Brauerei:

Stieglbrauerei zu Salzburg GmbH
Kendlerstraße 1
5017 Salzburg
www.stiegl.at

Brauhaus Gusswerk – Brotbier

Bier und Brot gehören in vielerlei Hinsicht zusammen:

  • Kulinarisch: eine bayrische Brotzeit ohne ein ordentliches Helles ist ja nun doch eine recht dröge Angelegenheit.
  • Im Volksmund: Wer kennt nicht Aussprüche wie „Bier ist flüssiges Brot“ oder ähnliches?
  • In der Welt der Mythologie und Märchen: vermutlich kennt jeder Rumpelstilzchen und den Spruch „Heute back‘ ich, morgen brau‘ ich…“

Da auch die wichtigsten Zutaten identisch sind – Getreide, Wasser, Hefe – scheint es nur logisch, aus zu viel gebackenem Brot ein Bier zu brauen. Diesen Weg sind in der letzten Zeit einige Brauereien gegangen und jetzt habe ich erstmals ein aus altem Brot gebrautes Bier vor mir stehen. Ich danke Sandra Trautmann, Assistentin der Geschäftsführung beim Brauhaus Gusswerk, für die Zusendung des Biers.

Auffällig ist bereits das Etikett. Der Schriftzug Brotbier ist von der Rückseite geprägt, so dass er nicht nur edel glänzt, sondern auch leicht hervorsteht. Ein so aufwändiges Design habe ich bislang bei noch keinem Bier erlebt.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig, durchschnittlich voluminös und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell und Brotkruste, unterstützt durch einige blumige Noten des Hopfens. Später kommt noch eine leichte saure Nuance dazu. Vermutlich wurde das Brot im Bier mit Sauerteig gebacken. Abgerundet wird der Duft durch einen Hauch Hefe.

Der Antrunk ist leicht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure verleiht dem Bier eine angenehme Eleganz. Das Mundgefühl ist vollmundig und cremig, fast dickflüssig. Passend dazu ist der Geschmack sehr komplex. Das Malz steht im Vordergrund und bringt seine Noten nach Toast und Brotrinde ein. Dazu noch einige fruchtige Noten, die im Hintergrund bleiben und sich nicht aufdrängen. Ich meine, Birne und Aprikose zu schmecken. Dazu kommt die leichte Salznote, die das Brot mit sich bringt. Das alles passt gut zur feinen Rezenz. Der Abgang ist sehr gering bitter, aber er klingt trotzdem lange nach, wobei die Fruchtigkeit noch etwas stärker zum Vorschein kommt.

Auf jeden Fall ist das Brotbier ungewöhnlich, sowohl vom Geschmack her als auch von der Verwendung überzähliger Brote. Zu einer Speiseempfehlung zu diesem Bier kann ich mich nicht so richtig durchringen. Was passt dazu? Eventuell ein nicht zu süßes Dessert? Oder sollte da Brotbier einfach solo getrunken werden? Entscheiden Sie es selbst.

Erhältlich ist das Bier in Österreich bei Interspar. Die Interspar Backstube liefert auch das Brot für diese Brauspezialität.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Backwaren (16 %, enthalten Roggen, Weizen, Soja, Sesam), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,8° Plato

Brauerei

Gusswerk GmbH
Römerstraße 3
5322 Hof bei Salzburg
Österreich
www.brauhaus-gusswerk.at

Der 12. Bierkulturbericht ist erschienen

Verfolgen wir den Weg des Bieres vom Korn bis zum Kunden in Österreich im aktuellen Bierkulturbericht überrascht es nicht, dass sich bei der Typisierung der österreichischen Biertrinker mehr als ein Drittel zu den Genießern zählen.

Die breit angelegte, repräsentative Studie zur österreichischen Bierkultur wurde im Jahr 2020 bereits zum 12. Mal vom Market Marktforschungsinstitut im Auftrag der Brau Union Österreich erstellt. Interessante Einblicke in die Produktionsschritte geben Personen aus der Branche in informativen Interviews und Reportagen sowie durch imposante Bilder.

Das Konsumverhalten der österreichischen Bevölkerung war im Umfragezeitraum März von Covid-19 noch nicht wesentlich beeinflusst. Nächstes Jahr steht ein spannender Vergleich bevor, ob die Pandemie das Verhalten der Österreicher nachdrücklich verändert hat.

Vorerst zeigen sich kaum Unterschiede des Konsumverhaltens im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als jeder zweite Österreicher (57 %) konsumiert regelmäßig, also zumindest mehrmals pro Monat, Bier. Während in der Generation 60 + mit 13 % die meisten täglichen Biertrinker vertreten sind, konsumiert ein Viertel der 18-29-Jährigen sowie knapp ein Drittel der 30-39-Jährigen mehrmals pro Woche Bier.

Genuss ohne Promille

Jeder Vierte greift bereits zu alkoholfreiem Bier, der Trendverlauf zeigt hier seit Jahren eine steigende Tendenz. Autofahren ist zwar nach wie vor das häufigste Trinkmotiv, die Lust auf ein Bier, ohne dass man Alkohol trinken möchte, wird aber schon beinahe gleich oft auf die Frage geantwortet, warum man zu alkoholfreiem Bier greift.

„Für nahezu jeden Österreicher ist Bier (sehr) wichtig für die österreichische Getränkekultur (87 %), ebenso wichtig ist das Angebot regionaler Biere für die heimische Bierkultur (86 %). Dies zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, Österreich zum Land mit der besten Bierkultur Europas zu machen und im ganzen Land regionalen Genuss bieten. Der Trend zu alkoholfreiem Konsum bestätigt wiederum unsere Innovationsführerschaft, die wir noch weiter ausbauen werden“, so Klaus Schörghofer, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich.

Fünf Typen von Biertrinkern

Aus den Umfrageergebnissen der Studie wurden außerdem fünf Biertrinker-Typen ermittelt, in die die Österreicherinnen und Österreicher aufgrund ihrer unterschiedlichen Zugänge zu Bier eingeteilt wurden. Mehr als ein Drittel (38 %) der Österreicher sind Genießer, umweltbewusst (26 %) und preisbewusst (23 %) sind etwa je ein Viertel. Jeder zehnte Österreicher ist was den Bierkonsum angeht ein markentreuer Traditionalist und drei Prozent zählen hauptsächlich zu den neugierigen Probierern. Denn natürlich gibt es in dieser Einteilung Überschneidungen, aber Präferenzen, klare Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten oder ähnliche Konsummuster werden durch die Typisierung deutlich.

Über die Studie

Die Studie wurde vom Market Marktforschungsinstitut unter 2.096 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews im März 2020 durchgeführt.

Ergänzend zu diesen Ergebnissen wurden daraus fünf Biertrinker-Typen ermittelt, die die unterschiedlichen Zugänge zu Bier aufzeigen: Genießer, neugieriger, preisbewusster, umweltbewusster und traditioneller Typ.

„Bereits zum 12. Mal veröffentlicht die Kommunikationsabteilung mit dem Bierkulturbericht eine österreichische Bestandsaufnahme zum Thema Bier. Neben konstanten Fragen, um Vergleiche ziehen und Trends erkennen zu können, achten wir darauf, immer neue Aspekte einzubringen. So auch heuer, wo uns das mit den fünf Biertrinker-Typen sehr anschaulich gelungen ist“, so Gabriela Maria Straka, Leitung Kommunikation/PR & CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière.

Den gesamten Bierkulturbericht 2020 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren gibt es online unter https://www.brauunion.at/bierkultur/ zum Download.

Österreich: Der Wirtshausführer 2021 ist erschienen

Der Wirtshausführer Österreich 2021 ist erschienen. Komplett aktualisiert stellt er, wie seit 22 Jahren, verlässlich 1.000 von versierten Kulinarikredakteuren empfohlene Wirtshäuser, Landgasthöfe, Stadtgasthäuser, Beisln und Hotelrestaurants in Österreich, Südtirol, Adria, Friaul, Slowenien und Istrien vor. Dazu kommt der Weinguide „Wein mit Egle“, der 250 Top-Weingüter in Österreich und Südtirol präsentiert. So wissen die Österreicher auf einen Blick, wo sie gut essen, trinken und schlafen können und welcher Wirt besonders nachhaltig wirtet.

Aus Covid-Gründen wurde der neue Guide am 20. Oktober 2020 im Rahmen eines konzentriert gehaltenen Events im Wirtshaus „Zum Alten Beisl“ in Wien präsentiert. Vor Ort vergaben die Wirtshausführer Herausgeber Renate Wagner-Wittula, Elisabeth und Klaus Egle die begehrten Auszeichnungen „Wirtshausführer Wirt 2021“, „Wirtshausführer Winzer 2021“ und „Wirtshausführer Weinmensch 2021“. Die „Wirtshausführer Weinwirte 2021“ und die „Wirtshausführer Aufsteiger 2021“ werden in den Bundesländern ausgezeichnet. Als Jury fungierten die Wirtshausführer Kulinarikredakteure gemeinsam mit den Herausgebern.

Die Trends: Die Lachsforelle hat den Lachs abgelöst und Take Away als Zusatzgeschäft

In den Küchen der heimischen Wirtshäuser hat sich der Trend zu nachhaltigem und bewusstem Genießen noch weiter verstärkt. Die Tendenz, regional einzukaufen und zu kochen hat sich massiv verfestigt. Man kann sagen: Die Lachsforelle hat den Lachs abgelöst.

Im Getränkebereich ist das Angebot an alkoholfreien Getränken durch selbstgemachte Limos und Drinks deutlich bunter geworden. Orange Wines und Natural Wines bleiben weiterhin ein interessantes, wenn auch erklärungsbedürftiges, Nischenangebot.

Viele Wirte sind durch den Lockdown geschäftlich sehr kreativ und innovativ geworden. Take Away als planbares Zusatzgeschäft, also Speisen zum Mitnehmen, hat sich speziell am Land durchgesetzt. In vielen Betrieben ist dieses Angebot auch nach dem Ende des Lockdowns aufrecht geblieben. „Der Großteil unserer Lokale dürfte mit der Krise gut zurechtgekommen sein, weil es sich meistens um Familientriebe handelt, die auf soliden Beinen stehen, also auch Eigenkapital haben“, sagen die Wirtshausführer-Herausgeber. „Und wer sich in der Vergangenheit um seine Stammkunden gekümmert hat, der war der Gewinner. Diese haben ihrem Wirt auch in schlechten Zeiten die Treue gehalten.“ Und 80 neue Lokale wurden im Wirtshausführer 2021 aufgenommen.

Wirtshausführer Wirt 2021: Metin Yurtseven und Nicole Herzog, Zum Alten Beisl, Wien

Manchmal betritt man ein Lokal und weiß sofort: Das ist ein Glücksfall. Weil hier alles passt, so kommt, wie man sich das wünscht und sogar noch besser. Das „Zum Alten Beisl „im 10. Wiener Gemeindebezirk, gleich beim Reumannplatz, ist so ein Glücksfall. Geführt wird das Wirtshaus von Wirt und Küchenchef Metin Yurtseven, einem gebürtigen Kapfenberger, der sich „step by step“ in Richtung Wien durchgekocht hat und seiner Partnerin, Nicole Herzog, die für das Wirtschaftliche und die Süßspeisen zuständig ist und für rundum zufriedene Gäste sorgt.

Wirtshausführer Winzer 2021: Stefan Krispel, Weingut Krispel, Hof bei Straden

Das steirische Weingut Krispel hat sich zu einem Genuss-Eldorado entwickelt, in dem die exzellenten Weine von Stefan Krispel auf der einen Seite und die Produkte vom vorbildlich gehaltenen Freiland-Wollschwein auf der anderen Seite das Herzstück des Betriebes bilden. Sauvignon Blanc steht natürlich ganz vorne im Schaufenster, die Burgundersorten sind aber die große Passion von Krispel, was er nicht zuletzt mit einem fantastischen Grauburgunder unterstreicht, der zu den hervorragendsten Vertretern dieser Sorte überhaupt zählt.

Wirtshausführer Weinmensch 2021: Martin Kušej, unterstützt von Zalto Glas

Burgtheater-Direktor Martin Kušej, der dem Burgtheater bereits in der Vergangenheit mit seinen Inszenierungen einige Sternstunden beschert hatte, fand klare Worte, als er 2017 anlässlich seiner Bestellung gefragt wurde, wie er denn seine „Rolle“ anlegen würde: „Ich will Vollgas geben!“ Das gilt für ihn freilich nicht nur, wenn es um die Kultur, sondern auch, wenn es um den Genuss geht. Als Weinfreund und furchtloser Genießer ist für ihn das Wichtigste beim Essen und Trinken immer das „Zusammensein“.

Wirtshausführer Aufsteiger 2021, unterstützt von METRO Österreich

  • Wien: Weinhaus Arlt, 1170 Wien
  • Burgenland: Das Blaufränkisch-Weinhotel, Deutschkreutz
  • Kärnten: Kropf, Griffen
  • Niederösterreich: Kaminstube, Schwarzenau
  • Oberösterreich: Stiegl-Klosterhof, Linz
  • Salzburg: Die Genusskrämerei, Hallein
  • Steiermark: Broadmoar by Johann Schmuck, St. Josef
  • Tirol: Orangerie Stift Stams, Stams
  • Vorarlberg: Weiss Restaurant, Bregenz

Wirtshausführer Weinwirte 2021, unterstützt von Österreich Wein Marketing

  • Wien: Albert, 1080 Wien
  • Burgenland: Restaurant am Friedrichshof, Zurndorf
  • Kärnten: Reidnwirt, St. Urban
  • Niederösterreich: Schlossküche Walpersdorf Blauenstein, Walpersdorf
  • Oberösterreich: Essig’s, Linz
  • Salzburg: Brunnauer, Salzburg
  • Steiermark: Theresas – eine ART Gasthaus, Deutschlandsberg
  • irol: Der Gannerhof, Innervillgraten
  • Vorarlberg: Traube Brennar, Egg

Über den Wirtshausführer Österreich 2021

22. aktualisierte Ausgabe/Beste 1.000 Lokale-Empfehlungen handverlesen von erfahrenen Kulinarik-Redakteuren/280 Lokale in Südtirol, im Raum Adria, Friaul, Istrien, Slowenien/250 beste Winzer/80 neue Lokale/450x Schlafen bei Wirt und Winzer/380x Nachhaltig Wirten/Sonntagsbraten/ Selbst gemachte Produte/Vegan essen/Große Österreichkarte

Wirtshausführer Österreich 2021 von Renate Wagner‐Wittula, Elisabeth Egle und Klaus Egle, 480 Seiten, Maße 13,5 x 23,0 cm, Klappenbroschüre, Preis 24,90 EUR, ISBN 978-3-9503606-8-4, Verkauf im Buchhandel, erschienen im Verlag GOURmedia, www.wirtshausfuehrer.at

Wie ticken die Österreicher?

Welches Bundesland genießt am häufigsten ein Gläschen Bier und wer hat den größten Biervorrat zu Hause? Wo und zu welchen Anlässen greift man in den Bundesländern zum Lieblingsgetränk der Nation? Und wer achtet beim Kauf am meisten auf Herkunft oder Preis? Infos und Antworten aus den neun österreichischen Bierregionen liefert eine aktuelle Bundesländerumfrage des österreichischen Brauereiverbandes anlässlich des Tages des österreichischen Bieres am 30.09. Unterdessen ist die wirtschaftliche Lage der Biernation auch an ihrem Nationalfeiertag weiter angespannt, laufende Umsatzrückgänge in der Gastronomie von bis zu 50 % trüben die Bilanzen. Die Forderung nach einer Senkung der Biersteuer wird einmal mehr bekräftigt.

„Trotz schwieriger Umstände wollen wir Brausilvester, den Tag des österreichischen Bieres, feiern und unsere gesellschaftlich fest verankerte Bier- und Genusskultur im Bierland Österreich hochleben lassen“, so Jutta Kaufmann-Kerschbaum, Geschäftsführerin des Brauereiverbandes. „Vom Neusiedler- bis zum Bodensee sorgen die aktuell 314 heimischen Braustätten dafür, dass bei weit über 1.000 österreichischen Bieren kein Wunsch von Konsumentin oder Konsument offenbleibt. Und neben dem täglichen Einsatz unserer Brauer möchten wir uns auch bei unseren Partnern aus Landwirtschaft und Gastronomie für die hervorragende Zusammenarbeit – trotz erschwerter Bedingungen – herzlich bedanken.“

Österreicher lieben Genussmoment und feiern Geschmack mit Familie und Freunden

Am liebsten genießen die Österreicher ihr Lieblingsgetränk in geselliger Runde mit Familie und Freunden (62,5 %). Auf Platz zwei folgt die Gastronomie (52,8 %) sowie die eigenen vier Wände (36,5 %). Als genereller Anlass wird der Genussmoment mit 39,3 % am häufigsten genannt. Dahinter folgt die Entspannung nach der Arbeit (18,5 %) sowie der Belohnungscharakter nach einer erledigten Aufgabe (11,5 %).

Werden die Österreicher zu wichtigen Aspekten beim Bier befragt, so dominiert der Geschmack (95 % Zustimmung), vor passender Trinktemperatur (92,7 %), Natürlichkeit von Rohstoffen (85,7 %), gefolgt von dezidierter Herkunft aus Österreich (78,6 %) sowie nachhaltiger Gebindeform (73,3 %). Kaufmann-Kerschbaum: „All diese Attribute sprechen für das ausgeprägte Wissen rund ums Bier und der umweltbewussten Grundeinstellung der Biergenießerinnen und Biergenießer. Diese Ergebnisse freuen uns daher umso mehr.“

Vorarlberger genießen am häufigsten Bier, Steirer haben den größten Biervorrat

So unterschiedlich wie Sortenvielfalt und Geschmack des österreichischen Bieres, so unterschiedlich sind auch die Bier- und Genussgewohnheiten der Konsumenten in den Bundesländern.

Betrachtet man den (zumindest) wöchentlichen Biergenuss, nimmt Vorarlberg mit 42,5 % Platz eins ein, gefolgt von Salzburg (38,5 %) und der Steiermark (35,8 %). Fragt man nach dem Biervorrat, den Biergenießer im Haushalt haben, erklimmen mengenmäßig die Steirer mit rund 18 Bier-Flaschen oder -Dosen das höchste Treppchen. Auf den weiteren Plätzen folgen die Vorarlberger sowie auf einem geteilten dritten Platz die Salzburger und die Burgenländer.

Oberösterreicher genießen am liebsten beim Wirt, Wiener gerne in Ruhe

Einige Ergebnisse stechen in den Bundesländern hervor. Österreichweit trinken die Oberösterreicher ihr Bier am liebsten beim Wirten (58,7 %). In der Kategorie „zu Hause“ wiederum führen die Vorarlberger mit 45,8 %. Für 13,1 % der Kärntner – und damit top in Österreich – ist Bier nach dem Sport die erste Wahl. Und im Bundesländervergleich genießen die Wiener wiederum am liebsten ein Bier in Ruhe alleine (12,9 %).

Herkunft für Steirer und Vorarlberger wichtig, Preis für Kärntner und Wiener

Bei detaillierter Betrachtung lassen sich zudem weitere Besonderheiten in den Bundesländern erkennen. So ist die Herkunft des Bieres aus Österreich den Steirern am wichtigsten. 52,9 % erachten diese als „sehr wichtig“. Bei der Herkunft aus dem eigenen Bundesland / der eigenen Region führen wiederum die Vorarlberger das Ranking an. Diese ist für 35,6 % der Biergenießer aus dem Ländle „sehr wichtig“ – das markiert den höchsten Wert von ganz Österreich in dieser Kategorie. Die enthaltenen Rohstoffe bzw. die Natürlichkeit von Bier spielen österreichweit für die Salzburger mit 51,4 % die wichtigste Rolle. Auf den Preis wiederum achten die Kärntner (für 33,3 % „sehr wichtig“) sowie die Wiener (für 29,1 % „sehr wichtig“) am meisten.

Runter mit der Biersteuer

Bei aller Feierlaune durchleben Österreichs Brauer aktuell wirtschaftlich äußerst angespannte Zeiten. „Die wieder strenger werdenden Corona-Maßnahmen für die heimischen Gastronomen – von Sperrstundenregelungen bis zu verpflichtenden Gästelisten – treffen gerade auch die Braubranche sehr hart. Die Brauereien verzeichnen in der Gastronomie durchschnittliche Umsatzrückgänge von 35 – 50 % im Vergleich zum Vorjahr“, weist Brauereiverbandsobmann Sigi Menz einmal mehr auf die prekäre Lage hin. „Hinzu kommen fehlende Feste und Veranstaltungen sowie der schwächelnde Tourismus; Umstände, die sich auch in naher Zukunft nicht ändern werden. All das belastet unsere Brauereien noch zusätzlich. Denn darüber hinaus sind wir mit einer sehr hohen Biersteuer konfrontiert, die zum Beispiel 2,5 Mal höher als jene in Deutschland ist. Mit dieser diskriminierend hohen Abgabequote muss nun endlich Schluss sein. Sie gehört rasch auf ein faires Niveau gesenkt“, so Menz abschließend.

Dieser Artikel ist mit Hilfe einer Pressemitteilung des Bierlands Österreich entstanden, dem Kommunikationsauftritt des Verbandes der Brauereien Österreichs.

Taliman Sluga – Das österreichische Bier-Kochbuch

Ich muss ja zugeben, dass ich von Taliman Sluga noch nie etwas gehört hatte, bis ich sein neues Buch in den Händen hielt. Das liegt vermutlich daran, dass er eher aus der Ecke der Köche stammt, denn bereits seit fünfzehn Jahren schreibt er (unter anderem) Kochbücher. Sein aktuelles Buch fällt schon mal durch sein Format auf, das so gewählt wurde, dass es in so manche Jackentasche passt, zumindest aber in die Handtasche der Frau.

Solange ich nur das Inhaltverzeichnis ansehe, enthalten die ersten 90 Seiten das, was jedes Kochbuch enthält: Texte, die die Themen des jeweiligen Buchs behandeln. Erst als ich die Texte lese bemerke ich den Unterschied: Taliman Sluga hat seine Texte so gestaltet, dass jeder, der sich erstmals mit dem Thema Bier näher beschäftigen will, die Texte versteht und er in der Lage ist, selbstständig im Internet die Themen weiter zu recherchieren. Er erklärt die Geschichte des Bieres, in groben Zügen den Unterschied zwischen der österreichischen Gesetzgebung und dem deutschen Reinheitsgebot und viele andere Themen rund um das Bier. Hervorheben möchte ich dabei zwei Themenbereiche, die ansonsten von den Autoren vernachlässigt werden: die Form der Gläser, die zum jeweiligen Bierstil passen soll (ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass das Glas einen großen Unterschied macht) und die Trinktemperatur.

Aber kommen wir nun zum Hauptteil des Buches, zu den Rezepten. In fast allen Fällen ist die Bierküche extrem fleischbetont. Zu einem Braten wird eine Biersoße gereicht und gut ist. In älteren Kochbüchern finden wir ab und an auch eine Biersuppe, die aber meist recht einfallslos und langweilig erscheint. Bei Faliman Sluga ist das anders. Er nutzt in seinem Buch das Bier vom Salat bis zum Dessert. Bei den Hauptspeisen beschränkt er sich auch nicht nur auf Fleischgerichte, sondern er nutzt das Bier auch für die Zubereitung von Fisch und Gemüse. Auch an die Vegetarier hat er gedacht. Die größte Begeisterung haben bei mir aber die Desserts ausgelöst. Hier reicht die Spannweite von geeister Biercreme über eine Bier-Karamellsause bis zur Porter-Sabayon.

Und haben Sie keine Angst vor den österreichischen Namen der Lebensmittel, die uns in Deutschland häufig doch recht fremdartig vorkommen. Im Anschluss an den Rezeptteil hat Taliman Sluga ein Glossar geschrieben, so dass die Rezepte auch in Deutschland verständlich sind.

Die Texte sind unterhaltsam geschrieben und die Rezepte sind originell. Daher sind die € 19,95 für jeden Bierliebhaber gut angelegt.

Dreimal Platz 1 für Ottakringer Biere bei der Falstaff Bier Trophy 2020

Sie schmeckten den Juroren wieder ausgezeichnet: Acht Biere aus der Ottakringer Brauerei und dem Ottakringer BrauWerk haben die Jury der „Falstaff Bier Trophy 2020“ überzeugt und werden von dieser als „exzellente Spezialitäten“ bezeichnet. Nach fünf Siegerplätzen im Vorjahr sind diesmal drei weitere dazugekommen. Das „Ottakringer Wiener Original“, das „Ottakringer Gold Fassl Spezial“ und das „Ottakringer BrauWerk Sun Beam“ haben in ihren Kategorien zudem den ersten Platz erzielt.

  • Kategorie „Wiener Lager“: 95 Punkte und damit den 1. Platz für das „Ottakringer Wiener Original“
  • Kategorie „Spezialbier“: 94 Punkte und damit den 1. Platz für das „Ottakringer Gold Fassl Spezial“
  • Kategorie „Belgische obergärige Biere“: 93 Punkte und damit den 1. Platz für das „Ottakringer BrauWerk Sun Beam“ dicht gefolgt mit 92 Punkten für das „Ottakringer BrauWerk Big Easy“ und 91 Punkten für das „Ottakringer BrauWerk Black and Proud“
  • Kategorie „Pilsner“: „Ottakringer Pils“ 93 Punkte und damit 2. Platz
  • Kategorie „Lagerbier“: „Ottakringer Dunkles“ 93 Punkte und damit 2. Platz sowie 90 Punkte für das „Ottakringer Helles“

„Die Auszeichnung der Falstaff-Jury ist wieder ein Beweis für unsere stets höchste Bierqualität und damit eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit des gesamten Brauerei-Teams“, freut sich Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. „Wir bemühen uns täglich, diesen Qualitätsanspruch zu gewährleisten und freuen uns, dass dies neuerlich von externen Experten bestätigt wurde.“ Die Falstaff-Jury hat knapp 150 Biere aus Österreich und der Schweiz bewertet. Verkostet wurden die Biere von den Falstaff-Chefredakteuren Benjamin Herzog und Dominik Vombach aus der Schweiz, vom österreichischen Journalisten und »Bierpapst« Conrad Seidl, vom Wiener Genuss- und Drink-Journalisten Roland Graf sowie vom ausgebildeten Brauer und österreichischen Biersommelier-Staatsmeister Michael Kolarik-Leingartner.

BrauKunstHaus: Zillertal Bier eröffnet neue Erlebniswelt

Tirol ist mit dem neu eröffneten BrauKunstHaus von Zillertal Bier um eine spannende Attraktion reicher.

Auf einer Ausstellungsfläche von über 5.000 m² erwartet Besucher ein spannender und multimedial inszenierter Rundgang, der Einblicke in Tirols älteste Privatbrauerei in Zell am Ziller gibt. Von den einzigartigen Zutaten, über den Brauprozess und die Abfüllung bis hin zu den Traditionen und Einzigartigkeiten der Region sind auf drei Etagen Erlebnisse für alle Sinne geboten. Die Verkostung der Bierspezialitäten bildet den krönenden Abschluss.

Aus archaischen Werkzeugen wurde Hightech, aus Bauchgefühl wurde Wissenschaft – seit über 500 Jahren werden in der ältesten Privatbrauerei Tirols Bierspezialitäten gebraut. Das Handwerk hat einen Wandel durchlebt, die Philosophie ist in dem seit 16 Generationen familiengeführten Betrieb die gleiche geblieben: Zillertal Bier setzt seit jeher auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie regionale Zutaten und Wertschöpfung – das wird Besuchern im BrauKunstHaus auf spannende und unterhaltsame Weise in einzigartigem Ambiente vermittelt. „Die Idee, die Brauerei für Besucher zu öffnen, gibt es schon sehr lange – das ist für uns ein wichtiges Thema. Deshalb freue ich mich besonders, Besuchern im BrauKunstHaus nun unsere spezielle Art und Weise der Bierherstellung, die besondere Rohstoffauswahl und unsere Philosophie dahinter vermitteln zu können,“ erklärt Martin Lechner, Geschäftsführer von Zillertal Bier.

Spannende Inszenierungen auf drei Ebenen

Bereits 2008 wurde mit dem Bau der neuen Brauerei am Ortsrand von Zell am Ziller auch der Grundstein für das BrauKunstHaus gelegt. Gemeinsam mit den Architekten Giner + Wucherer und dem Architekten Tristan Kobler von Holzer Kobler Architekturen wurde die Ausstellung konzipiert und umgesetzt. „Die Inspiration für die Gestaltung des Innenraums fanden wir direkt vor Ort im Kontext der Geschichte des Tales und bei Zillertal Bier selbst. Das BrauKunstHaus spiegelt nicht nur die besonderen Zutaten des Bieres, sondern auch die DNA des Tales wider – die Einbindung von Musik und Bräuchen machen es so speziell. Gleichzeitig sind Besucher mitten im Brauereigeschehen, wenn sie über die Balkone durch die Produktionshallen gehen. Von einer konventionellen Ausstellung kann man hier nicht sprechen – das Zusammenspiel von vielen Elementen macht das BrauKunstHaus besonders reizvoll,“ so Kobler. Davon ist auch Tourismusexperte Andreas Braun überzeugt: „Es freut mich, dass Zillertal Bier nicht nur hervorragendes Bier braut, sondern auch ein kulturelles Überlebensvehikel ausgegoren hat.“

Geschichten multimedial erzählt

Technisch auf dem neuesten Stand ist nicht nur die Brauerei selbst, sondern auch die Inszenierung der einzelnen Stationen. Gemeinsam mit Multimedia-Künstlern wurde ein umfangreiches Konzept für das BrauKunstHaus umgesetzt. So wird beispielsweise nicht nur das Gauder Fest, das in seiner Geschichte seit jeher eng mit Zillertal Bier verknüpft ist, thematisiert. Auch der Brauprozess wird mithilfe einer aufwändigen Videoinstallation direkt auf den Sudgefäßen dargestellt – somit gelingt ein „Blick ins Innere“ des Kessels. Filmemacherin Melanie Hollaus war für die Umsetzung der Filme rund um die Themen Zutaten, Menschen, Mentalität und Bräuche zuständig. „Für die Produktionen habe ich mir viel Zeit genommen, um die Brauerei, die Prozesse und die Sorgfalt, die hier in Hinblick auf die Ressourcen herrscht, kennen zu lernen und auch in meine Arbeit einfließen zu lassen. Besucher sollten sich im BrauKunstHaus auf jeden Fall genug Zeit nehmen, um sich auf die vielen verschiedenen Attraktionen einzulassen. Es gibt neben dokumentarischen Beiträgen auch verspielte und witzige Beiträge und so manches Detail, das erst auf den zweiten Blick sichtbar wird,“ verrät Hollaus.

Unterwegs auf dem „Weg des Bieres“

Im BrauKunstHaus gehen Besucher den „Weg des Bieres“ – von den hochwertigen Zutaten über den Brauprozess bis hin zur Abfüllung der Bierspezialitäten. Hier darf auch der Blick direkt in das Innere von Zillertal Bier nicht fehlen – über einen Balkon kann die Abfüllung der Flaschen und Fässer beobachtet werden. Auch der Transport des Bieres zu den schönsten, aber oft auch abgelegensten Gasthöfen und Hütten des Landes ist Thema im BrauKunstHaus. Zillertal Bier wird ausschließlich in Tirol vertrieben – und hier erfolgt die Zustellung auch schon mal per Pferd, mittels Skidoo oder sogar Helikopter.

Zillertal du bist mei Freid

Auch dem Zillertal ist als prägender Teil der Biertradition ein großer Teil der Ausstellungsfläche im BrauKunstHaus gewidmet. Das Gauder Fest als zentraler Treffpunkt von Tradition und Brauchtum, die heimische Almwirtschaft, die Besonderheiten der Musik im Tal und die Mentalität der Menschen finden hier ebenso Platz wie beispielsweise eine Jodelstation, bei der Besucher sich im Jodeln üben und dann direkt einen Gruß per Mail an ihre Liebsten nach Hause schicken können. Den wissenschaftlichen Hintergrund zu den vielseitigen Themen lieferten Experten der Tiroler Landesmuseen. „Es ist uns mithilfe eines internationalen Teams von Künstlern und Technikern gelungen, die Schätze der Natur und den Brauprozess mit multimedialen Installationen attraktiv darzustellen. Gleichzeitig wurden auch sehr sensibel die Themen der Region herausgearbeitet,“ so Lechner.

Frischer Trinkgenuss im Bräustüberl

Der krönende Abschluss im BrauKunstHaus ist die Verkostung der Zillertal Bierspezialitäten. In angenehmem Ambiente erlebt man genau das, worum sich das BrauKunstHaus dreht – feinste Tiroler Bierkultur. Hier kann man nach Herzenslust „koschtn“. Im Eintrittspreis von € 15,90 sind bereits drei 0,2 l Kostproben Bier sowie eine Bierbreze enthalten. Auch für eine alkoholfreie Variante in Form des hauseigenen naturtrüben Apfelsaft gespritzt ist gesorgt. Zusätzlich können im BrauKunstHaus Shop nicht nur alle Bierspezialitäten von Zillertal Bier, sondern auch heimische Köstlichkeiten und ein abwechslungsreiches Merchandisingsortiment erworben werden. Hier findet jeder etwas, um sich eine Erinnerung mit nach Hause zu nehmen!

Öffnungszeiten:

  • Mitte Dezember bis Mitte Mai: MO – FR: 10:00 – 18:00
  • Mitte Mai bis Anfang November: MO – SA: 10:00 – 18:00
  • Anfang November bis Mitte Dezember: geschlossen

Österreich schafft Maskenpflicht in der Gastronomie ab

Für viele Menschen, besonders diejenigen mit Herz- oder Lungenproblemen, ist die Maskenpflicht an vielen Orten die schlimmste Einschränkung durch die Maßnahmen gegen das Corona-Virus. Auch in der Gastronomie besteht die Pflicht zum Tragen von Masken. Das ist für das Personal unangenehm, da dieses die Maske während der gesamten Schicht nicht abnehmen darf und auf die Gäste wirkt es auch nicht wirklich anheimelnd. Daher wird es viele Menschen freuen, dass Österreich die Maskenpflicht in der Gastronomie abschafft.

„Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben nimmt wieder Fahrt auf, wir sind weiterhin erfolgreich im Kampf gegen das Coronavirus. Daher können wir mit 1. Juli weitere Lockerungsschritte im Gastronomie- und Veranstaltungsbereich umsetzen. Das ist ein nächster wichtiger Schritt in Richtung Normalität“, betont Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. „Vor allem das Aus der Maskenpflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gastronomie ist eine große Erleichterung für die Betroffenen“, so Köstinger. Die Empfehlung zum Tragen des MNS bleibe aber aufrecht. Künftig dürfen gastronomische Betriebe ihre Geschäftslokale zwischen 05.00 und 01.00 Uhr Früh öffnen. Die Sperrstunde gilt künftig nicht für geschlossene Veranstaltungen, wenn die Teilnehmer drei Tage vorher dem Betrieb bekannt gegeben werden.

Lockerungen sind auch für die Veranstaltungswirtschaft geplant. „Die Event-, Messe- und Veranstaltungsbranche wurde durch die Coronakrise besonders hart getroffen. Um den Unternehmerinnen und Unternehmern Planungssicherheit zu geben, haben wir einen Stufenplan erarbeitet, der schrittweise Lockerungen bis in den Herbst vorsieht“, so Köstinger. Seit 29. Mai 2020 sind Veranstaltungen für bis zu 100 Personen zulässig. Mit 1. Juli werden Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen indoor möglich, wenn es zugewiesene Sitzplätze gibt. „Ab 1. August können Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen wieder stattfinden. Darunter fallen auch Hochzeiten“, erklärt Köstinger. Im Freiluftbereich sind ebenfalls stufenweise Anhebungen in höherer Zahl vorgesehen. Nähere Informationen zu den neuen Lockerungen stehen auf der Plattform www.sichere-gastfreundschaft.at zur Verfügung.

2. 7. – 4. 9. 2020: Ottakringer Bierfest

Viel Platz, wenig Einschränkungen, trotzdem genießen. Dieses Motto gilt in diesem Sommer am Gelände der Ottakringer Brauerei in Wien. Anstelle der Ottakringer Braukulturwochen mit über 60.000 Besuchern im letzten Jahr feiert die Brauerei heuer das „Ottakringer Bierfest“. Aufgrund der aktuellen Situation in reduzierter Form und einem CoVid19 Präventionskonzept, aber selbstverständlich mit dem frischesten Bier der Österreichischen Hauptstadt. Das „Ottakringer Bierfest“ beginnt am 2. Juli um 18 Uhr mit einem Bieranstich und „Wiener Wahnsinn“ in kleinerer Besetzung.

Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Heuer ist für Alle alles anders. Zunächst sind wir davon ausgegangen, dass unser Brauereigelände im Sommer für Gäste geschlossen bleiben muss. Da wir aber Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren war für uns völlig klar, dass wir eine Alternative zu unseren schon sieben Jahre lang etablierten Braukulturwochen bieten wollen. Uns kennt man als Gastgeber einzigartiger Events und daher öffnen wir auch diesen Sommer unser Brauereigelände. Zwar in reduziertem Rahmen und aufgrund der aktuellen Verordnungen auch mit weniger Gästen, dafür aber auch heuer natürlich mit dem frischesten Bier der Stadt, darunter ein paar Besonderheiten unserer Braumeister aus dem eigenen Keller.“

Die Biere beim ‚Ottakringer Bierfest‘: Die gesamte Sortenvielfalt der Ottakringer Brauerei und des Ottakringer BrauWerks an zwei Bierständen sowie der mehrere Sondersude unter dem Namen „Braumeister-Spezial“: dahinter verbergen sich über den Sommer verteilt fünf verschiedene, kellerfrische Zwicklbiere, die so nur vor Ort beim Ottakringer Bierfest erhältlich sind. Gestartet wird mit einem Zwickl des Wiener Originals, dessen Malzmischung nun zu einem Hauptteil aus Wiener Braugerste besteht. Weiter wird es das Ottakringer Pils, das Ottakringer Helles, das Ottakringer Gold Fassl Spezial und das Ottakringer Bio-Pur als exklusive Zwickl-Abfüllungen zu verkosten geben. Dazu kommen noch Sondersude aus dem Ottakringer BrauWerk, z.B. Tomaten Gose, MinzPils und Uhudler Pale Ale.

Öffnungszeiten

Vom 2. Juli bis zum 4. September – Dienstag bis Samstag von 16:00 bis 24:00 Uhr

Was gibt es sonst noch?

  • Moderne, urbane Relaxzone auf der Terrasse für chilliges Biertrinken
  • Überall bargeldlose Zahlung möglich

Erlaubte Gästeanzahl + „Check in“

  • Im Juli max. 500 Gäste gleichzeitig
  • „Check in“ erfolgt am Infopoint beim Eingang, wo auch die Tisch-/Sitzplatz-Zuweisung vorgenommen wird
  • Tischreservierungen sind möglich; Anfragen an bierfest@ottakringer.at

Sollten aufgrund neuer Verordnungen der Bundesregierung Änderungen im Veranstaltungskonzept notwendig werden, wird die Ottakringer Brauerei selbstverständlich darauf reagieren.

Die Speisengastronomie

  • Zwei Stände mit Burgern und Wiener Schmankerln
  • Getränke und Speisen sind in Selbstbedienung

Kleine Bühne

Für kleine Musikgruppen und „one man-Bands“. Die Details zu den Auftritten gibt es auf www.ottakringer.at

Das CoVid19-Präventionskonzept

  • Desinfektionsspender beim Eingang
  • Tisch Desinfektion zwischen den wechselnden Kunden
  • Abstandsmarkierungen
  • Sicherheitshinweise am ganzen Bierfest-Gelände