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15. 6. – 16. 6. 2019: Jubiläums-Open Air Party bei Glaabsbräu, Seligenstadt

Seit 1744 wird inmitten der idyllischen Seligenstädter Altstadt Glaabsbräu gebraut. Und in diesem Jahr, 275 Jahre später, feiert die Brauerei ihre langjährige Tradition mit einer großen Open Air-Jubiläumsparty feiern!

Deshalb laden die Brauer am 15. und 16. Juni 2019 zu ihrem Jubiläumsfest auf den Marktplatz in Seligenstadt ein. Es gibt frisches Glaabsbräu, kulinarische Leckereien aus verschiedenen Foodtrucks und jede Menge zu erleben. Beim Start um 14 Uhr gibts zum kühlen Bier entspannte Kerbmusik und regelmäßige Brauereiführungen für einen Blick hinter unsere Kulissen. Natürlich darf auf keiner Party die richtige Musik für die richtige Stimmung fehlen. Sven Garrecht wird dann am Nachmittag für groovige Musik sorgen und Klangfabrik – DIE Coverband aus Frankfurt übernimmt die Bühne für ein grandioses Open Air Konzert am Abend.

Am Sonntag erfolgt der traditionelle Bieranstich für einen gemütlichen Frühschoppen. Natürlich wird hier auch für das leibliche Wohl und einen entspannten Kerb-Sound im Ohr gesorgt.

Nico Leffler ist bester deutscher Hobbybrauer

Mit Spannung erwartet ist der erste Deutsche Meister der Hobbybrauer nun gefunden: Der Brauer-Azubi Nico Leffler (Brauerei „Humulus Lucullus“) aus Erzhausen (Hessen) überzeugte am 29. Juli im Störtebeker Brauquartier die 35-köpfige Jury aus Sommeliers, Braumeistern und Bierbotschaftern mit seinem hellen Bockbier und setzte sich gegen rund 80 Konkurrenten aus ganz Deutschland durch.

Nico Leffler ist der erste Deutsche Meister der Hobbybrauer

Vor großem Publikum nahm er am Samstagabend um 19:00 Uhr seinen Pokal entgegen. „Ich bin überwältigt und sehr stolz, die Jury mit meinem hellen Bockbier überzeugt zu haben“, freut sich der Sieger. „Das bernsteinfarbene Siegerbier mit 7% Vol. Alkohol wurde einstimmig zum Favoriten gewählt. Das Besondere: Das Bockbier wurde mit fruchtigem Aromahopfen gestopft. Ein sehr rundes, gut trinkbares Bier“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Auf dem 2. Platz landete Udo Sierks aus Wester-Ohrstedt in Schleswig-Holstein. Bronze erhielt eine Frau: Wiebke Melcher aus Hamburg.

Nico Leffler darf sich nun auf einen besonderen Gewinn freuen: Er wird gemeinsam mit den Brauern der Störtebeker Braumanufaktur sein Bier im größeren Umfang einbrauen – von der Schrotmühle bis in die Flasche. Darüber hinaus erhält er dann 40 Kisten des fertigen Bieres – der Rest wird über die Störtebeker Braumanufaktur verkauft.

Eine 35-köpfige Jury verkostete die Wettbewerbsbiere.

„Bier ist schon seit einiger Zeit wieder vermehrt in aller Munde. Nicht wenige Craft Beer-Fans wollen jedoch nicht nur Bier trinken, sondern selber brauen. Die Zahl passionierter Hobbybrauer steigt kontinuierlich an und es war uns eine Herzensangelegenheit, dem Thema Hobbybrauen eine angemessene Plattform zu geben. Ich denke, das ist uns mit diesem erfolgreichen Auftakt der Meisterschaft gelungen“, so Braumanufaktur-Inhaber Jürgen Nordmann.

Freuen konnte sich an diesem Tag auch der Freiberger Tobias Kandler. Als Sieger im Publikumswettbewerb überzeugte er die Besucher des Festivals mit seinem Spezial Ale, einem englischen Ale mit besonderer Malzmischung und englischem Aromahopfen. Insgesamt 71 Stimmen reichten zum Sieg. „Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich braue schon seit 20 Jahren. Das Bier ist eins meiner Lieblingsbiere und wird nur zu speziellen Anlässen gebraut. Damit zu gewinnen freut mich sehr“, so Kandler.

Das süffige Ale schmeckte nicht nur den Festivalgästen. „Auch wir Bierexperten waren von der kreativen Vielfalt der Hobbybrauer und besonders des Publikumssiegers begeistert“, erzählt Jury-Mitglied Michael Lembke von der Craftbeer-Brauerei BRLO aus Berlin. „Wir haben selbst ganz klein mit dem Bierbrauen angefangen und verfolgen die Hobbybrauer-Szene mit viel Interesse. Daher freut es uns umso mehr, dass wir gemeinsam mit Tobias seine Kreation als Gewinn bei uns in Berlin einbrauen werden.“

Über 750 Gäste kamen zum Festival.

Auch für das Brauquartier und die weiteren Hobbybrauer war das Festival ein großer Erfolg: Über 750 Besucher kamen vorbei und verkosteten die knapp 150 Biere. „Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher und die gute Stimmung auf der Veranstaltung“, so Braumanufaktur-Inhaber Jürgen Nordmann. Aussteller wie die Malzfabrik Weyermann, der Hopfen-Lieferant Barth-Haas Group oder die IHK Oberfranken, die über die Weiterbildung zum Bierbotschafter und den Hausbrauer-Kurs sprach, informierten die Gäste auf 2100 Quadratmetern rund ums Thema Bier. Für den passenden kulinarischen Rahmen sorgten unter anderem das Störtebeker Braugasthaus, der Burgermeister aus Stralsund, Die Rostocker Wurstspezialitäten und auch Jackle & Heidi, die neben ihrem Bier-Eis aus dem Störtebeker Nordik-Porter auch andere Köstlichkeiten mitbrachten.

Der Wettbewerb zur Deutschen Meisterschaft

Um das handwerkliche Können der Brauer vergleichen und den Deutschen Meister offiziell küren zu können, wurde ein ausgewählter Bierstil als offizielles Wettbewerbsbier festgelegt: Die knapp 80 Hobbybrauer mussten im Vorfeld ein helles Bockbier mit etwa 6,5% vol. Alkohol einbrauen. Erlaubt war, was das Reinheitsgebot hergibt. Hier war Kreativität gefragt. Ob alternative Getreidesorten oder Aromahopfen: Der Geschmack des Produkts sollte die Bierexperten überzeugen und trotzdem die Charaktereigenschaften eines hellen Bockbieres erfüllen.

Die Jury aus Sommeliers und Bierbotschaftern verkostete die Biere in 5 Gruppen. Diese wählten unter den von Ihnen probierten Bieren den jeweiligen Favoriten und kürten im Finale den Sieger.

21. 7. – 23. 7. 2017: Festival des Bieres in Fulda

Bier, Live-Musik und ein gemütliches Ambiente: Im Fuldaer Museumshof findet von Freitag, dem 21. Juli- bis Sonntag, dem 23. Juli 2017, das zweite „Festival des Bieres“ statt. Die Veranstalter von Seven Days Catering aus Eichenzell wollen an den Erfolg vom vergangenen Jahr anknüpfen. Rund 40 verschiedene Biere werden ausgeschenkt. „Die Stimmung war im vergangenen Jahr super. Die Gäste waren alle sehr gut gelaunt“, sagte Seven Days-Verkaufsleiterin Natalie Fröhlich gegenüber dem Onlineportal fuldainfo.de.

„In diesem Jahr haben wir ein paar Brauereien mehr dabei“, fährt Natalie Fröhlich fort. Dabei ist die Auswahl der Brauereien durchaus bemerkenswert. Normalerweise finden sich auf einer Veranstaltung entweder Craft-Brauer oder die Brauerei, die die Veranstaltung gesponsert hat, darf alleine ihr Bier verkaufen. Das ist in Fulda anders. Fernsehbiere stehen einträchtig neben regionalen Brauereien und Craft-Brauern. Im einzelnen sind die folgenden Brauereien vertreten: Hochstift, Erdinger, Veltins, Königs Pilsener, Grevensteiner, Krombacher, RavenKraft, Mc Müllers, Hohmanns Brauhaus und die Wisenmühle. Ob hell, dunkel, süffiger Urstoff oder vollmundiges Weizenbier – es wird für jeden Geschmack etwas geboten. Da der Platz auf dem Museumshof beschränkt ist, wird die Veranstaltung in diesem Jahr auf den Jesuitenplatz ausgeweitet, wo zwei Brauereien sowie ein Food Truck ihren Standplatz haben werden. Und damit sich der Besuch nicht nur auf das Biertrinken beschränken muss, gibt es auch ein Bühnenprogramm

Ort:
Zweites Festival des Bieres vom 21.07.2017 bis 23.07.2017 im Fuldaer Museumshof und Jesuitenplatz

Öffnungszeiten:

Freitag, 21.07.2017, 12:00 – 24:00 Uhr, Museumshof, Jesuitenplatz
Samstag, 22.07.2017, 12:00 – 24:00 Uhr, Museumshof, Jesuitenplatz
Sonntag, 23.07.2017, 10:00 – 18:00 Uhr, Museumshof, Jesuitenplatz

Pfungstädter Export

In vielen Fällen sind die Etiketten auf den Bierflaschen eher langweilig, manchmal sind darauf interessante Informationen zum Bier abgedruckt. Aber diesmal hat mich das Etikett des Pfungstätter Export Classic doch überrascht. Auf dem Rückenetikett der Flasche ist ein „Frischestern“ abgedruckt, der anzeigt, ob das Bier ausreichend gekühlt ist. Ist das Bier wärmer als für den Verzehr empfohlen, ist das Innere des golden umrandeten Sterns weiß, ist die richtige Trinktemperatur erreicht, verfärbt sich das Innere des Sterns grün. Ein Gag? Vielleicht. Schließlich steht das Bier in der Regel bis zum Verzehr im Kühlschrank und wird dann bei Kühlschranktemperatur getrunken. Aber gut, zumindest dient der Frischestern der Orientierung. Allerdings zeigt der Stern nicht an, wenn der Kühlschrank zu hochgedreht wurde und das Bier zu kalt ist.

Gebraut wird das Export mit Naturhopfen aus der Hallertau und aus dem Elbe-Saale-Gebiet, mit einer untergärigen Aromahefe sowie mit Quellwasser in Mineralwasserqualität. Da sollte es doch etwas Besonderes sein.

Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur. Es ist kräftig goldgelb mit einer durchschnittlichen Menge feinporigem Schaum, der nur langsam in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist durch das Malz dominiert und der Hopfen kommt nur schwach durch, duftet aber angenehm nach Melone und Blumen. Doch, das gefällt mir.

Bereits der Antrunk ist recht vollmundig, dabei recht süß. Die Kohlensäure ist leider nicht allzu stark vertreten. Da würde ich mir etwas mehr wünschen. So geht es auch weiter. Das Bier erzeugt ein rundes Mundgefühl und da sich zu der Süße eine leichte Säure gesellt, ist es auch recht süffig. Wie ich es von einem Export erwarte, hält sich das Bitter diskret im Hintergrund. Der Abgang ist mild und er klingt nur kurz nach.

Fehler kann ich bei dem Bier nicht feststellen, aber ihm fehlen Ecken und Kanten, die es unverwechselbar machen. Es fehlt nicht viel zu einer gewissen Langweiligkeit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12,3 %

Brauerei:

Pfungstädter Brauerei
Hildebrand GmbH & Co KG
64319 Pfungstadt
www.pfungstaedter.de

BraufactuM verkauft jetzt auch Fassbier

BraufactuM mit Sitz in Frankfurt/Main ist die Craft Beer-Brauerei der Radeberger Gruppe. Bekannt ist die Brauerei durch ihre 15 eigenen Biere, die durch 25 Biere von Partnerbrauereien ergänzt werden. Auf der diesjährigen Internorga stellte das Unternehmen erstmals drei Fassbiere vor. Zunächst werden die Sorten Progusta (ein IPA), Palor (ein Pale Ale) sowie The Brale (ein Brown Ale) im Fass zu je 20 l angeboten. Marc Rauschmann, Geschäftsführer bei BraufactuM , erläutert: „Craft Biere erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, besonders auch in Restaurants und Bars. Die Nachfrage nach unseren Bieren seitens der Gastronomie war so groß, dass wir uns zusammen mit der Radeberger Gruppe zu diesem Schritt entschieden haben.“

Diese Argumentation ist durchaus naheliegend. Die Ratsherrn-Brauerei in Hamburg füllt mittlerweile 70 % des dort gebrauten Bieres in Fässern ab und beliefert damit die Gastronomie.

Duff Bier kommt auf den Markt

Dass Unternehmen Productplacement betreiben ist inzwischen ja (fast) normal. 21th Century Fox, die Produktionsfirma der Simpsons, geht jetzt den genau umgekehrten Weg. Nachdem die Animationsserie zur bekanntesten der Welt geworden ist, haben verschiedene Brauereien Biere gebraut, die nach Homer Simpsons Lieblingsgetränk benannt wurden, ohne dass diese Brauereien den Namen Duff lizensiert hätten. So auch in Deutschland, wo unter anderem die Klosterbrauerei im hessischen Eschwege ein Bier mit diesem Namen herstellt und vertreibt. Diese Biere betrachtete 21th Century Fox als Raubkopien und versuchte mehrfach, die Produktion durch Gerichte verbieten zu lassen. Nun geht die Produktionsfirma einen anderen Weg und beginnt, selbst ein Bier brauen zu lassen. In Chile wird das Bier bereits verkauft, im Rest von Südamerika und auch in Europa soll der Vertrieb Anfang nächsten Jahres beginnen. Sprecher Jeffrey Godsick erklärte gegenüber dem Wall Street Journal: „Wir wollten nicht länger gegen die Urheberrechtsverstöße kämpfen und bringen jetzt selbst das Bier auf den Markt. Die weltweite Nachfrage von Fans ist riesig. Und wir wollen ihnen bieten, worauf Homer schon lange zurückgreifen kann.“

Entwickelt hat das neue Duff der bekannte englische Brauer Paul Farnsworth. Während Duff in der Animationsserie ein Billiggesöff ist, braut Farnsworth ein dunkles Lagerbier, das in Flaschen und Dosen abgefüllt und mit dem bekannten „Duff-Bier“-Etikett geschmückt wird. Mich wundert lediglich, dass die Simpson-Fans im Heimatland der Produktionsfirma vergeblich auf Duff warten werden. Es wird dort lediglich im Simpson-Bereich der Themenparks in Orlando und Los Angeles verkauft.