Schlagwort-Archiv: Helles

Nesselwanger – Hell

Die Post-Brauerei aus Nesselwang im Allgäu braut zwei Produktlinien – einmal das Craft Beer unter dem Namen Braukatz und auch einige traditionelle Biere. Auch aus letzterer Linie hat mir die Brauerei einige Flaschen geschickt und jetzt steht das Nesselwanger Hell vor mir. Auch wenn dieses Bier von den Brauern nicht als Craft Beer vermarktet wird, Wer einmal ein richtig gutes Bier gebraut hat (die Biere aus der Braukatz-Reihe haben mir bislang alle wirklich gut geschmeckt), wird nicht zwischendurch ein austauschbares Bier herstellen. Ein Blick auf die Zutatenliste bringt einen Hinweis, dass diese Erwartung nicht unbegründet ist, denn dort zeigt sich, dass die kleine Brauerei im Allgäu auch hier nur mit Hopfen gearbeitet hat, nicht mit Extrakten.

Golden und klar ist das Nesselwanger Helle. Das Bier enthält viel sichtbare Kohlensäure, die für eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone sorgt, die lange erhalten bleibt. Bei der Optik haben die Brauer aus dem Allgäu schon mal keine Fehler gemacht.

Das Aroma ist durch das Malz geprägt, aber auch einige ordentliche würzige Noten spielen hier mit, die ich jedoch nicht näher identifizieren kann.

Der Antrunk ist leicht süß und frisch. Schnell kommt ein freundliches Bitter dazu, das gut auf die Menge des noch vorhandenen Malzzuckers abgestimmt ist. Auch der Abgang ist stiltypisch wenig bitter, aber mit recht langem Nachklang.

Das Nesselwanger Hell beweist, dass es möglich ist, ohne Extravaganzen ein sauberes und elegantes Bier zu brauen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Bittereinheiten:

12 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de

Hohenthanner – Tannen Hell

Hohenthann ist eine Gemeinde im bayerischen Landkreis Landshut. Dort residiert seit dem Jahr 1864 die Schlossbrauerei. Die Brauerei wirbt damit, dass sie in Privatbesitz und absolut unabhängig ist. Außerdem arbeitet sie handwerklich und verwendet regionale Produkte. Der Hopfen stammt aus der Hallertau und auch das Getreide kommt aus Bayer. Dort wird auch das Tannen Hell gebraut, das jetzt vor mir steht. Es wurde 2013 Europameister in der Kategorie „German Style Helles Lager“ beim European Beer Star Award mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, daher erwarte ich von diesem Bier eine hohe Qualität.

Goldgelb und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas, zusammen mit einer recht aktiven Kohlensäure. Es bildet sich eine durchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet frisch nach Malz und das Aroma verrät schon mal die dezente Hopfung, die sich in blumigen Noten bemerkbar macht. Ja, so stelle ich mir ein gutes Helles vor.

Frisch und mäßig süß ist der erste Eindruck auf der Zunge. Ups, ist das Bier schlank. Aber dann kommt noch etwas Säure dazu, die dem Bier eine leichte Fruchtigkeit nach hellen Früchten verleiht. Jetzt wirkt das Bier vollmundig und rund. Der Abgang ist dank der zurückhaltenden Hopfung leicht und dank der Malze durchaus vollmundig.

Insgesamt ein recht leckeres Helles, das sich fast jedem bayerischen Essen anpasst.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Tettnanger)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei
84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

Hösl – Urstoff

Nun steht nach längerer Zeit mal wieder ein Bier aus Bayern vor mir, genauer gesagt aus Mitterteich in der Oberpfalz. Dort hat die Privatbrauerei Hösl ihren Sitz, die dieses Bier mit Namen Urstoff gebraut hat.

Schon die Optik ist wie gemalt. Goldgelb ist der Urstoff, darüber eine durchschnittliche Menge cremiger weißer Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Dazu enthält das Bier recht viel feinperlige Kohlensäure.

Das Aroma ist betäubend. Bereits beim Einschenken steigt mir der intensive blumige Duft in die Nase. Die Brauerei hat ganz offensichtlich nicht nur reichlich Hopfen verwendet, sondern auch eine wirklich gute Sorte ausgesucht. Das Bier gefällt mir immer besser.

Der Antrunk zeigt, dass das Bier nur wenig unvergorenen Malzzucker enthält. Daher ist das Bier nur wenig süß. Der Körper ist kräftig und zeigt, dass das Bier viele Bitterstoffe enthält. Jetzt fehlt mir etwas die Süße, die das Bier noch ausgewogener machen würde. Auch der Abgang zeigt viele Bitterstoffe und der Geschmack bleibt einige Zeit erhalten.

Dies ist ein wirklich gutes Bier für die Liebhaber herber Biere. Mir persönlich ist das Bier zu bitter und der Geschmack des Malzes kommt dadurch nicht richtig durch. Zu einer typisch bayerischen Brotzeit wäre das Bier aber genau das Richtige.

Zutaten:

Wasser, Malz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Hösl
95666 Mitterteich
www.hoeslbraeu.de

Flötzinger Bräu – Hell

Nun steht ein hochdekoriertes Bier vor mir, das Hell aus der Brauerei Flötzinger in Rosenheim. Das Bier wurde mit dem European Beer Star, mit dem Goldenen Preis der DLG, dem Ehrenpreis des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie beim Word Beer Award 2012 als bestes Helles der Welt und Europas ausgezeichnet. Von diesem Bier kann ich also wirklich etwas erwarten. Mir fällt auf, dass auf dem Rückenetikett der Flasche nur der Ehrenpreis aufgeführt ist, die anderen Auszeichnungen werden nur auf der Website der Brauerei erwähnt.

In hellem Goldgelb und kristallklar mit feinperliger Kohlensäure zeigt sich das Bier im Glas. Dazu bildet sich viel feinporiger Schaum, der recht lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch Karamell geprägt und wirkt recht süß. Dazu kommen würzige Duftnoten.

Der Antrunk ist nicht so süß wie erwartet. Leider enthält das Bier relativ wenig Kohlensäure, so dass es nicht wirklich spritzig ist. Schnell kommt die Würze durch, viele Bitterstoffe. Dabei wirkt das Bier etwas wässrig und unausgewogen. Der Abgang ist mild angenehm bitter, ein Geschmack, der überraschend lange erhalten bleibt.

Dies ist das richtige Bier für den Stammtisch oder andere Gelegenheiten, in denen schnell relativ viel getrunken wird. Es ist wirklich nicht schlecht, hat mich aber nicht wirklich begeistert und ich verstehe nicht so recht, weshalb es so viele Preise gewonnen hat. Eventuell liegt es daran, dass das MHD seit zwei Monaten abgelaufen ist. Viele Biere werden flacher, wenn sie zu lange gelagert werden (im Gegensatz zu anderen Bieren, die durch eine längere Lagerung sogar noch an Geschmack gewinnen). Ich glaube, wenn ich das Bier mal wieder irgendwo sehe, werde ich noch eine Flasche kaufen und das Bier erneut testen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,1 %

Brauerei:

Privatbrauerei Franz Steegmüller
Herzog-Heinrich-Str.
83022 Rosenheim
www.floetzinger.de

Ehrenberger – Pilgerstoff Edelhell

Wenige Biere haben ihre Herkunft so eindeutig im Namen wie das Helle, das jetzt vor mir steht. Der Ehrenberger Pilgerstoff ist nach der traditionsreichen Pilgerstätte in der Rhön benannt, an deren Fuße das Hochstiftliche Brauhaus in Bayern/Motten liegt.

Golden und klar präsentiert sich das Bier im Glas. Die leicht überdurchschnittlich voluminöse Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch ist das Bier durchaus ansprechbar.

Das Aroma ist malzbetont und die Hopfenaromen halten sich diskret im Hintergrund.

Die leichte Süße im Antrunk harmoniert gut mit der Dosierung der Kohlensäure. Schnell kommt ein leichtes freundliches Bitter dazu. Das Bier ist süffig, vollmundig und macht einen ausgewogenen Eindruck. Auch der Abgang ist leicht bitter, der Nachklang ist recht kurz.

Insgesamt ist das Maria Ehrenberger Pilgerstoff Edelhell ein süffiges Bier, das sich sehr gut trinken lässt, das aber dem Mainstream entspricht und mich nicht wirklich begeistern kann. Aber wenn ich einmal in der Gegend bin, könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen, zu einem Essen dieses Bier zu bestellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

Hochstiftliches Brauhaus in Bayern GmbH & Co. KG
Brückenauer Straße
97786 Motten
www.pilgerstoff.de

Friedensreiter Bräu – Helles

Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wurden die Friedensverhandlungen an zwei Orten geführt – in Münster und Osnabrück. Um die Verhandlungen koordinieren zu können, wurde eine historische Nachrichtenverbindung eingerichtet. Die 170 Kilometer zwischen den beiden Städten überbrückten die sogenannten „Friedensreiter“, welche die Botschaften und Depeschen zwischen den beiden Städten überbrachten. Die Verhandlungen führten letztendlich zum Westfälischen Friede von 1648. Heute erinnert die Friedensroute, ein 170 km langer Radweg zwischen Münster und Osnabrück, noch an diese Verhandlungen und die in Steinfurt beheimatete Brauerei Nudge hat in Erinnerung an die historischen Friedensverhandlungen die Marke Friedensreiter Bräu aus der Taufe gehoben. Unter dieser Marke produziert die Brauerei drei Biere – das Helle, das Dunkle sowie ein Pale Ale. Wilhelm, der Braumeister, war auf dem Hopfenfest in Essen vor Ort und hat mir sowohl das Helle und das Dunkle mitgebracht; das Pale Ale stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Abfüllung, so dass ich dieses Bier erst zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen kann. Jetzt geht es aber erst einmal um das Helle.

Intensiv goldgelb galoppiert der Friedensreiter ins Glas. Dabei bildet er eine durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik gefällt mir schon mal. Ein Helles wie gemalt.

Der Malzkörper dominiert das Aroma. Es ist leicht süßlich, bringt aber auch einige würzige Noten mit. Damit ist es stiltypisch.

Der Antrunk ist minimal süß. Dabei ist die feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Aber das ist ja Geschmackssache. Auf der Zunge entwickelt sich eine erstaunliche Würzigkeit mit einem leichten Bitter, das auch eine geringe Säure mitbringt. Damit wird der Friedensreiter wunderbar süffig. Obwohl der Abgang wirklich mild ist, klingt er doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Nudge GmbH
Altenberger Str. 38
48565 Steinfurt
www.friedensreiterbraeu.de

Erlbräu – Erlkönig Hell

Das Helle ist ein traditioneller Bierstil aus Bayern. Typisch für ein Helles ist, dass es recht sparsam gehopft ist, weshalb es nur gering bitter ist, so um die 16 bis 22 IBU. Ich stehe diesem Bierstil eher kritisch gegenüber, da das Helle recht langweilig werden kann, wenn die Malze nicht sorgfältig ausgewählt und dosiert wurden. Ein gutes Helles kann mich wirklich begeistern, aber es gibt doch viele Helle, die eher langweilig sind. Beim Erlkönig muss ich aber wohl keine Befürchtungen haben, wurde dieses Bier doch bereits 2014 mit dem Superior Taste Award und ein Jahr später mit dem Craft Beer Award ausgezeichnet. Außerdem ist das Bier mit Naturhopfen gebraut, was mich vermuten lässt, dass die Brauerei sich bei der Ausarbeitung des Rezepts für dieses Bier einige Mühe gegeben haben. Jetzt aber genug der Spekulationen, ich öffne jetzt das Bier.

Goldgelb und glänzend präsentiert sich das Bier, darüber eine leicht überdurchschnittlich voluminöse feinporige Schaumkrone, die nur langsam in sich zusammenfällt. Gut gefällt mir auch die sehr aktive Kohlensäure.

Im Aroma ist das Malz nicht ganz so dominant wie bei vielen anderen Hellen. Auch wenn das Karamell eindeutig im Vordergrund steht, kommen doch auch deutliche würzige Noten zum Vorschein. Jetzt bekomme ich bereits eine Ahnung davon, weshalb das Erlkönig Hell mehrfach ausgezeichnet wurde.

Der Antrunk besticht durch eine angenehme Süße, die durch eine leichte Säure unterstützt wird. Das Ganze ist gut mit der Menge der Kohlensäure ausgewogen, so dass das Bier bei mir einen immer besseren Eindruck hinterlässt. Im Mund ist das Bier intensiv und vollmundig und erste leichte Anklänge von Bitter melden sich. Der Abgang ist ein angenehmes leichtes Bitter, das auf den Körper hervorragend abgestimmt ist.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde an diesem Bier wirklich nichts auszusetzen. Ein echtes Meisterwerk bajuwarischer Braukunst.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Landbrauerei Ludwig Erl
94333 Geiselhöring
www.erl-braeu.de

St. Marienthaler Klosterbräu Hell

St. Marienthaler Klosterbräu, kurz St. M, ist eine Marke der Brauerei im sächsischen Eibau. Auf dem Rückenetikett des Hellen, das jetzt vor mir steht, formuliert die Brauerei einen hohen Anspruch: „Gebraut nach einer überlieferten Rezeptur aus dem Jahre 1357, entfaltet es eine opulente Herrlichkeit, die ihresgleichen sucht.“ Ein hoher Anspruch, den es zu erfüllen gilt. Inwieweit das Nonnenkloster St. Marienthal in Ostritz in dem Bier involviert ist, ist mir nicht bekannt. Auf den Bildern des Klostermarktes im Internet ist das Bier jedenfalls nicht zu entdecken.

Intensiv golden und mit sehr viel sichtbarer Kohlensäure strahlt mich das Bier aus dem Glas an. Darüber steht eine überdurchschnittliche Krone aus sahnigem Schaum, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzig, unterstützt durch den Duft getrockneter Feigen.

Der Antrunk ist recht süß, was durch die reichlich vorhandene Kohlensäure aber durchaus angenehm ist. Das Mundgefühl ist vollmundig und rund. Der Geschmack des Malzes ist dominant und drückt jede Fruchtigkeit oder Bitterstoffe in den Hintergrund. Bis hierhin gefällt mir das Helle recht gut. Der Abgang wird aber durch einen undefinierbaren leicht metallischen Fehlgeschmack gestört, der lange nachklingt.

Anfangs war es ein recht ordentliches Helles, aber der Abgang hat den zunächst guten Eindruck zerstört.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i. Sa. GmbH
02739 Eibau
www.eibauer.de

Benediktiner Hell

Nun steht mal wieder ein Bier aus der zur Bitburger-Gruppe gehörenden Licher Brauerei vor mir, das dort im Auftrag und unter Aufsicht der Mönche des Benediktinerklosters in Ettal gebraut wurde. Diesmal handelt es sich um das Helle. Ich habe bereits das naturtrübe Hefeweißbier verkostet, bei dem mein Eindruck etwas durchwachsen war. Daher bin ich jetzt gespannt, wie mir das Helle gefällt.

Eine sehr schön satte goldene Farbe hat das Bier, aber leider ist nur sehr wenig Kohlensäure zu sehen. Daher bildet sich auch recht wenig feinporiger Schaum, der jedoch recht lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzig-mild nach Karamell und enthält nur wenige würzige Noten.

Der Antrunk ist spritzig und voll und jetzt zeigt sich, dass dieses Bier erheblich mehr Kohlensäure enthält als ich gesehen habe. Schnell kommt ein mildes Bitter dazu, das sich auch bis zum recht kurzen Abgang erhält.

Das Benediktiner Hell ist ein gutes Bier für die Freunde der milden Biere.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 %

Stammwürze:

11,5 % Vol.

Brauerei:

Licher Privatbrauerei Jhring-Melchior GmbH
In den Hardtberggärten
35423 Lich
www.licher.de

für

Benediktiner Weißbräu GmbH
Kaiser-Ludwig-Platz 1
82488 Ettal
www.benediktiner-weissbier.de

Tucher Urbräu

Heute nehme ich mir mal ein Bier aus der Radeberger-Gruppe vor, das Tucher Urbräu. Das Helle stammt aus Fürth und da die Franken für ihre Braukunst bekannt sind, hoffe ich auf ein leckeres Bierchen, auch wenn es aus einem Großkonzern stammt.

Hellgolden präsentiert sich das Bier im Glas mit viel feinporigem Schaum, der auch lange erhalten bleibt. An der Optik ist schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist malzbetont. Der Duft nach Biskuitteig steigt mir in die Nase. Dazu kommt ein Hauch Fruchtigkeit, ich meine eine Spur Limone entdecken zu können.

Der Antrunk ist mäßig süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist recht ordentlich dosiert. Auf der Zunge nimmt die Süße des Malzes etwas zu. Eventuell erscheint es mir aber auch nur so, denn ich kann nur wenige Bitterstoffe feststellen und von Fruchtigkeit kann keine Rede sein. Genau dieser Eindruck setzt sich auch im Abgang fort. Das können di Franken aber eigentlich besser. Trinken lässt sich das Bier durchaus, aber um zu einem Genusserlebnis zu kommen, fehlt doch sehr viel. Selbst die Brauerei scheint von ihrem Urbräu nicht so richtig überzeugt zu sein, denn auf der Website kann ich keinerlei Informationen zu diesem Bier finden. Schade.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Tucher Bräu GmbH & Co. KG
Tucherstraße 10
90763 Fürth
www.tucher.de