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Ringwood Brewery – Boon Doggle

Boondoggle ist ein Begriff, der aus den USA stammt und erstmals in den 1920er Jahren verwendet wurde. Seine Bedeutung war ursprünglich „Arbeit von geringem Wert“, er wurde aber von der Brauerei in „fröhlich“ oder „jede Ausrede für ein Pint“ umgedeutet.

Goldfarben mit einem Rotstich strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet angenehm nach Südfrüchten. Aromen nach Orangen, Zitronen und Ananas steigen mir in die Nase. Die süßen Aromen sind fruchtig, auch wenn sie vom Malz stammen. Allerdings halten die die üblichen Malzaromen diskret im Hintergrund, so dass die Fruchtigkeit das alleinige Aroma darstellt.

Der Antrunk ist frisch mit reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge breitet sich eine leichte Süße mit einem passend dosierten Bitter aus. Das Bier ist recht schlank und eingeschränkt süffig. Der Abgang ist überraschend mild mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (English Pale Malt), Hopfen (Goldings, Herkules, Cascade, Styrian Bobek), Hefe

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Brauerei:

Marstons PLC
Wolverhapton
WV1 4JT
Großbritannien
www.ringwoodbrewery.co.uk

Marston’s – Wainwright

Die britische Brauerei Marston’s, aus der das Bier stammt, das jetzt vor mir steht, wurde 2007 unter diesem Namen bekannt, als die Wolverhampton & Dudley Breweries umfirmiert wurden. Seitdem wurden noch verschiedene Brauereien übernommen, so dass das Golden Bier nach Angaben der Brauerei das am Häufigsten verkaufte Golden Ale in Großbritannien ist. Im Mai 2020 übernahm Carlsberg 60 % der Anteile der Brauerei.

In hellem Goldgelb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist nicht allzu intensiv und auch nicht sonderlich kreativ. Der Karamellduft ist dominant, einige würzige Noten kommen dazu sowie ein Hauch Fruchtigkeit mit dem Duft nach Zitrone.

Der Antrunk ist überraschend süß und bringt durch die reichlich dosierte Kohlensäure sowie die leichte Zitrusnote eine leichte Frische mit. Der Körper ist recht schlank, das Bitter und die Fruchtigkeit sind beide nicht allzu ausgeprägt. Erst im Abgang wird das Bitter etwas stärker und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Hopfen (Magnum, Tradition, Hersbrücker, Styrian Goldings), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Brauerei:

Marstons PCL
Wolverhapton
WE1 4JT
Großbritannien
https://wainwrightgoldenbeer.com

The Crafty Brewing Company – Irish Red Ale

Wieder einmal steht ein Bier vor mir, das Lidl unter der Bezeichnung Craft-Bier verkauft hat. Bislang war ich von den Lidl-Bieren ja nicht allzu begeistert. Sie hoben sich durchaus von den Massenbieren ab, aber sie ließen immer noch eine Menge Luft nach oben. Andererseits müssen wir auch den vergleichsweise niedrigen Preis sehen, so dass es dann wieder passt. Mal sehen, wie mir dieses Bier gefällt.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große gemischtporige Schaumkrone, die nur langsam in sich zusammenfällt. Die Optik geht schon mal in Ordnung.

Auch das Aroma ist ansprechend. Karamelldüfte und Röstnoten steigen mir in die Nase, dazu das Aroma von Zitrusfrüchten und Ananas und auch einige bittere Aromen sind dabei.

Der Eindruck, den das Bier beim ersten Kontakt mit der Zunge hinterlässt, ist eine angenehme Frische, gepaart mit einer leichten Süße und einer sehr feinperligen Kohlensäure. Wow. So ein Bier hätte ich Lidl wirklich nicht zugetraut. Auf der Zunge entwickelt sich ein ordentliches Bitter, das die Süße weitgehend überdeckt. Jetzt fehlt mir aber die Fruchtigkeit, die ich in der Nase festgestellt hatte. Dadurch wirkt das Bier nicht wirklich vollmundig, ist aber das Beste Craft-Bier von Lidl, das ich bislang getrunken habe. Der Abgang ist recht trocken mit einem milden Bitter, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Brauerei:

Rye River Brewing Company
Donaghcumper
Celbridge
Co Kildare
Irland
www.craftybrewing.co.uk

St. Austell – Proper Job

Nun steht ein Bier aus St Austell in Cornwall vor mir. Ich erwarte, dass ich gleich ein ganz besonderes Bier verkosten werde, denn die Brauerei wurde in der Vergangenheit für ihre Biere vielfach ausgezeichnet. Im Jahre 2018 erreichte die Brauerei 35 unterschiedliche Auszeichnungen für ihre Biere, 2019 waren es immerhin noch 11 Auszeichnungen. Weshalb dieser Rückgang stattgefunden hat kann ich nicht sagen, aber die Liste ist wirklich beeindruckend. Aber kommen wir nun zum Bier.

Hellgolden fließt das Bier ins Glas und bildet dabei leicht überdurchschnittlich viel gemischtporigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Düfte nach Grapefruit, Zitronenschale, Mandarinen und Harz steigen mir in die Nase, unterstützt durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist wenig süß und angenehm herb. Allerdings ist die Kohlensäure für meinen Geschmack recht knapp dosiert. Auf der Zunge entwickelt sich das kräftige und angenehme Bitter, ohne die Fruchtigkeit zu überdecken, die die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Auch einige grasige Noten kann ich feststellen. Weniger gut gefällt mir der Abgang, der sich durch ein leichtes Bitter und geringe Fruchtigkeit auszeichnet, aber lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Maris Otter Pale), Hopfen (Willamette, Cascade, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

St Austell Brewery
63 Trevarthian
Rd St Austell, Cornwall
Großbritannien
www.staustellbrewery.co.uk

Brewdog – Nanny State

Obwohl Brewdog in auch Berlin braut, stammt das Nanny State, das jetzt auf seine Verkostung wartet, aus Schottland. Nicht einmal importiert hat Brewdog das Bier selbst, sondern als Importeur ist die Hamburg Beer Company GmbH aus der Kolumbusstraße in Hamburg angegeben. Der Name des Importeurs ändert aber selbstverständlich nichts an der Qualität des Bieres, mit dem wir uns jetzt beschäftigen wollen.

Im Glas präsentiert sich das Nanny State in einer dunklen Mahagonifarbe und das Bier wird durch eine hellbraune cremige Schaumkrone vervollständigt, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Mango und Ananas steigen mir in die Nase, aber auch ein Hauch Zitronenschale spielt mit seinen herberen Noten mit.

Frisch und spritzig sind die Eindrücke, die das Bier beim ersten Kontakt mit der Zunge vermittelt. Nachdem das Aroma sehr intensiv gewesen ist, hätte ich auch einen ebenso vollen Geschmack erwartet. Aber wie bei (fast) allen alkoholfreien Bieren ist auch hier der Geschmack etwas schlank. Die Aromen spiegeln sich aber auf der Zunge wider. Was mir gefällt ist die relative Trockenheit des Nanny State, die mit einem angemessenen Bitter daherkommt. Das Bitter wird im Abgang kräftiger und klingt lange nach.

Auch wenn meine Beschreibung eventuell nicht so klingt – das Nanny State ist eindeutig in der Spitzengruppe der alkoholfreien Biere einzuordnen. Ach ja, falls Sie versuchen wollen, das Bier nachzubrauen, finden Sie das Rezept für 20 Liter hier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Hopfen (Amarillo Simcoe Cascade Columbus Centennial), Hefe

Alkoholgehalt:

0,5 % Vol.

Stammwürze:

7,5° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Empfohlene Trinktemperatur:

8 – 10° C

Brauerei:

BrewDog plc
Balmacassie Commercial Park
Ellon AB 41 8BX
Großbritannien
https://www.brewdog.com/eu_de/

Wychwood Imperial Red

Lange hatte ich kein Bier aus Großbritannien vor mir, aber jetzt ist es so weit. Die Brauerei beschreibt das Bier so: „Fürchten Sie sich nicht vor dem kaiserlichen Roten, der in Frieden kommt, um Ihre Geschmacksknospen mit seinem robusten und doch saftigen Bier zu befreien.“ Na gut, da hat sich das Bier ja richtig etwas vorgenommen. Mal sehen, ob es seine Pläne in die Realität umsetzen kann.

Mahagonifarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine elfenbeinfarbene Schaumkrone, die durchschnittlich schnell in sich zusammenfällt. Die Optik ist also noch steigerungsfähig.

Das Aroma wird durch das Malz und seine Röststoffe geprägt. Ich rieche süße Düfte nach Toffee, dazu etwas Nuss sowie einige würzige Noten. Jetzt gefällt mir das Bier schon besser.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß, aber durch die sehr feinperlige Kohlensäure ist er doch angenehm. Auf der Zunge breitet sich der Geschmack nach Karamell aus, dazu ein leichtes angenehmes Bitter, unterstützt durch würzige Noten und ein geringes Sauer. Das Mundgefühl ist glatt und nicht ganz voll. Im Wesentlichen erfüllt das Bier meine Erwartungen, die es durch sein Aroma geweckt hat. Im Abgang wird es trockener und zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit erstaunlich langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale, Dark Crystal, Cara), Hafermalz, Hopfen (Chinook, Bramling X, Styrian), Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Farbe:

18 EBC

Brauerei:

Wychwood Brewery
The Crofts
Witney
Oxfordshire OX28 4DP
Großbritannien
www.wychwood.co.uk

Stones – Ginger Joe

Der Legende nach wurde das Stone’s Ginger Joe Beer im Jahre 1740 von einem kreativen, rothaarigen Gemüsehändler aus London namens Joseph Stone erfunden, der ein Faible für das Aroma der Ingwerwurzel hatte. Mit dem ersten Schluck seines innovativen Bieres soll Josephs Schnäuzer seine unvergleichliche Form erhalten haben, die auf dem Flaschenetikett abgebildet ist.

Golden fließt das Bier ins Glas und bildet dabei wenig gemischtporigen Schaum, der sich sehr schnell auflöst.

Das Bier duftet intensiv nach Ingwer, unterstützt durch einige herbe Noten.

Der Antrunk ist klebrig-süß. Da hilft auch die reichlich dosierte Kohlensäure nichts, ich habe das Gefühl, dass ich Limonade im Glas habe. Auch als ich weitere Schlucke nehme, kann ich keine neuen Geschmacknuancen finden. Zucker und Ingwer, dass das Bier sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Auch im Abgang kommen keine neuen Geschmackseindrücke zum Vorschein.

Dieses Zeug braucht die Welt wirklich nicht. Weshalb wundert es mich nicht, dass auch die auf dem Rückenetikett angegebene Internetadresse nicht mehr erreichbar ist?

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Brauerei:

Accolade Wines Ltd.
Weybridge
Großbritannien

Red Rye Captain

Jetzt steht wieder einmal ein Bier vor mir, das Lidl aus Großbritannien zu uns geholt hat. Ob das jetzt noch einmal passiert, wo doch das Vereinte Königreich die EU verlassen hat? Wir werden sehen.

Was mir bei diesem Bier auffällt sind die Informationen auf dem Rückenetikett. Waren bei den anderen Bieren, die Lidl in Deutschland angeboten hat, die Informationen in der Regel eher dürftig gestreut, sind hier nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu finden, sondern auch die Hopfen- und Malzsorten sowie die Bittereinheiten sind aufgeführt. Da muss ich Lidl wirklich mal loben. Aber kommen wir nun zum Bier.

Dunkel mahagonifarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große elfenbeinfarbene Schaumkrone ist gemischtporig, bleibt aber lange erhalten. An der Optik gibt es schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma wird durch Zitrusnoten dominiert, unterstützt durch einige blumige Düfte und grasige Anklänge. Dazu kommt ein deutlicher aber trotzdem zurückhaltender Duft nach Toffee.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig und die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Erstaunlich finde ich die leichte Rauchnote, die ich jetzt schmecke. Das Mundgefühl ist samtig, so dass die Drinkability dieses Biers wirklich och ist. Der Abgang ist überraschend trocken und das Bitter kommt etwas kratzig rüber, klingt aber lange nach.

Mir erscheint das Bier nicht ganz ausgewogen, so dass durchaus noch Luft nach oben ist. Aber insgesamt ist es das Bier, das mir von allen bei Lidl angebotenen Bieren bislang am besten gefallen hat.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Cara), Roggenmalz, Hopfen (Summit, Cascade, Hüll Melon, Citra, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Bittereinheiten:

43 IBU

Brauerei:

Marsont’s Beer Company
Marston’s House
Brewery Road
Wolverhampton, WV14JZ
Großbritannien
www.marstons.co.uk/

BrewDog eröffnet sein erstes Hotel

BrewDog ist in Deutschland vor allen Dingen durch die von der schottischen Brauerei betriebenen Bar an der Grenze zwischen Berlin-Mitte und dem Prenzlauer Berg bekannt. Aber BrewDog ist mehr – die Brauerei betreibt aktuell immerhin 48 Bars in mehr als einem Dutzend Ländern weltweit. Sechs zusätzliche Locations sind derzeit in Planung. Aber das Unternehmen will noch mehr. Im schottischen Aberdeenshire wird im Frühjahr das erste Bierhotel der Welt eröffnen.

Das DogHouse Hotel mit 26 Zimmern wird über Bierzapfhähne in den Zimmern, einen eingebauten Dusch-Bierkühlschrank für die Durstigen beim Duschen und einen Blick auf den Hauptsitz des Unternehmens verfügen.

BrewDog hat auch Pläne angekündigt, ein ähnliches Hotel in Columbus, Ohio, zu bauen, und hat kürzlich seine Brauereiaktivitäten mit der Eröffnung der Sauerbierbrauerei The Overworks, die im Januar eröffnet wurde, erweitert.

Der potenzielle Standort im mittleren Westen der USA wird als „das weltweit erste Crowdfunded Craft-Bier-Hotel, das an eine brandneue BrewDog-Sauerbieranlage angeschlossen ist“ beschrieben.

Das ist ein Schub für das Unternehmen, das im Jahr 2017 einen Umsatzanstieg von satten 93 % verzeichnen konnte.

Das DogHouse wird zu einem großen Teil von der Equity for Punks Crowdfunding-Kampagne der Brauerei finanziert. Zwar hat die Kampagne ihr Ziel von 25 Millionen Pfund nicht erreicht, trotzdem flossen dem Unternehmen auf diesem Weg 19 Millionen Pfund für das Projekt zu.

Investoren werden mit einer bevorzugten Buchung in dem neuen Hotel in Aberdeenshire belohnt.

In einer Erklärung gegenüber „The Independent“ sagte James Watt, Mitbegründer von BrewDog: „Das DogHouse ist unser Geschenk an die leidenschaftlichen Bierliebhaber, die zu unserer Brauerei in Aberdeenshire pilgern. Der Gedanke, ein Bierhotel zu eröffnen, stand schon immer ganz oben auf unserer Agenda, und jetzt können wir diesen Traum endlich verwirklichen, gleich hier in unserer Zentrale.“ Im weiteren Verlauf des Gesprächs bezeichnete er das DogHouse als Bier-Nirwana.

Über den geschäftlichen Erfolg des Hotels müssen wir uns wohl keine Sorgen machen. Nach Angaben der British Beer and Pub Association beinhalten 50 Prozent aller Urlaubsbesuche in Großbritannien auch einen Kneipenbesuch, wobei Touristen tendenziell mehr Geld ausgeben als einheimische Kunden.

Eine im Jahr 2015 von The Independent Family Brewers of Britain durchgeführte Umfrage ergab, dass 56 Prozent der Mitgliedsbrauereien inzwischen ein Besucherzentrum anbieten und die Bedeutung des Tourismus für das Wachstum hervorheben. Mit dem neuen Hotel setzt sich BrewDog vermutlich an die Spitze dieser Bewegung.

Diesen Artikel habe ich auf der Grundlage eines Berichts von Ronan J O’Shea auf „The Independent“ geschrieben, die mir die freundliche Genehmigung gegeben haben, das Material zu verwenden.

Nirvana: Londons erste Brauerei ausschließlich für alkoholfreies Bier

Nicht nur in Deutschland erreichen die alkoholfreien Biere immer höhere Marktanteile. Der Vormarsch der alkoholfreien Getränke ist Presseberichten nach in Großbritannien noch deutlich weiter fortgeschritten. So sollen in London immer mehr Bars eröffnen, die ausschließlich alkoholfreie Getränke anbieten.

Jetzt hat mit der Nirvana Brewery Co. eine Brauerei eröffnet, die ausschließlich alkoholfreie Biere braut. Dabei soll es sich immerhin um die einhundertste Brauerei in der britischen Hauptstadt handeln, allerdings um die erste, die ausschließlich alkoholfrei arbeitet. Das Adjektiv „alkoholfrei“ ist in Großbritannien wie in Deutschland relativ zu sehen. Während alkoholfreies Bier in Deutschland maximal 0,5 Volumenprozente Alkohol enthalten darf, sind es auf der Insel sogar 0,7 %. Bislang sind von der Brauerei der Öffentlichkeit drei Biere vorgestellt worden, von denen eines 0,5 % Alkohol enthält, während die anderen beiden Biere mit 0,0 % beworben werden.

Und wenn schon die Brauerei Nirvana heißt, dann müssen auch die gebrauten Biere entsprechende Namen haben: Karma, Kosmic und Tantra. Ein viertes Bier ist in Vorbereitung. Karma und Tantra sind Pale Ales, während Kosmic ein Stout ist.

Ich denke, diese Brauerei sollten wir im Auge behalten.