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Rede von Adolf Schapfl, Präsident des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer e.V., auf der Hopfenrundfahrt 2024

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine alte Hopfen-Weisheit sagt uns, dass kein Hopfenjahr wie das andere ist. Dieser Weisheit folgend ist 2024 wahrscheinlich anders als frühere Jahre, sicherlich aber anders als die letzten zwei Jahre.

In unserer Presseerklärung vom 21. August 2024 haben wir die offiziellen Zahlen der Schätzkommission zur deutschen Hopfenernte 2024 vorgestellt. Demnach wird die Hopfenernte 2024 in Deutschland rund 19% über der von 2023 liegen. Mit den erwarteten fast 49.000 t würden wir auch etwa 9 % über einer Durchschnittsernte liegen. Nach zwei unterdurchschnittlichen Ernten in Folge ist das sicherlich eine gute Nachricht für die Hopfenpflanzer.

Entscheidend für die höheren Erträge in diesem Jahr war das Wetter, allem voran die höheren Niederschläge in den Sommermonaten und die damit verbundenen moderaten Temperaturen. Beides führte dazu, dass unsere Hopfen weniger gestresst wurden: wenig Trockenstress, wenig Hitzestress. Der Hopfen konnte sich gut entwickeln und eine gute Ernte heranwachsen. Einmal mehr haben wir gesehen, dass eine gute Wasserversorgung ein ganz entscheidender Aspekt bei der Hopfenproduktion ist. Angesichts des weiter voranschreitenden Klimawandels mit mehr Hitze und mehr Trockenheit hat uns selbst der regenreiche Sommer 2024 darin bestärkt, unsere Bemühungen für ein Bewässerungssystem in unseren Hopfen fortzuführen. Wir haben bereits große Anstrengungen unternommen, um eine Bewässerung unserer Hopfen aufzubauen. Diese einzelbetrieblichen Systeme sind aber noch zu wenig und in vielen Fällen nicht zukunftsfähig. Deshalb haben wir im Anbaugebiet Spalt und in der Hallertau bereits aufwendige Untersuchungen durchgeführt, viele Gespräche mit Pflanzern, Behörden und der Politik geführt und stecken weiterhin viel Energie in den Ausbau der Hopfenbewässerung in Deutschland. Wir sind auf unserem Weg bisher schon spürbar unterstütz worden, vor allem von der Bayerischen Staatsregierung, wofür wir hier ausdrücklich unseren großen Dank aussprechen wollen. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass unser Bewässerungsprojekt auch sehr positive Einflüsse auf den gesamten Wasserhaushalt in unserer Region haben kann, indem wir großflächig Überschuss-Wasser, dass abfließen und bei Hochwasser sogar große Probleme verursachen würde, auf die Böden ausbringen und versickern werden.

Wir hoffen auch für die weiteren Schritte zur Realisierung auf die wirksame Unterstützung der bayerischen Staatsregierung, die uns bereits vom Ministerpräsidenten Markus Söder und von dir liebe Michaela (gemeint ist hier Staatsministerin Michaela Kaniber) versprochen wurde.

Und auch das sei noch bemerkt: Vor einigen Tagen war in der Lokalpresse ein Bericht zu sehen, der über unser geplantes Bewässerungsprojekt berichtet hat und Fragen und Bedenken nannte. Wir stehen derzeit noch vor der Planung, die soll erst in den kommenden Jahren gemacht werden. Wir können viele Fragen jetzt noch gar nicht beantworten und schlagen vor, die Ergebnisse abzuwarten und bis dahin in Ruhe und mit einer Portion Gelassenheit miteinander umzugehen. Als Voraussetzung für die notwendige Planung werden wir noch in diesem Herbst einen Bewässerungsverband in der Hallertau gründen und dann einen Schritt nach dem anderen gehen und eine Frage nach der anderen bearbeiten. Unser Ziel ist es zusammen mit der bayerischen Staatsregierung und mit den zuständigen Ministerien und Behörden ein nachhaltiges Bewässerungssystem zu schaffen, das beispielhaft für andere sein wird und den Hopfenbau bei uns in die Zukunft bringen wird.

Bei aller Freude über den Regen in diesem Jahr, dürfen wir aber nicht unerwähnt lassen, dass Anfang Juni in den Anbaugebieten Hallertau und Tettnang sogar zu viel Regen gefallen ist und die Hopfengärten dann nicht mehr befahrbar oder gar tagelang überflutet waren.

Das hat den Pflanzen dann erheblich zugesetzt und den notwendigen Schutz der Hopfen durch entsprechende Behandlungen erschwert. In anderen Hopfengärten, etwa im Anbaugebiet Elbe-Saale, regnete es dann in den Sommermonaten zu wenig, was dann vereinzelt zu Trockenstress führte, so weit nicht eine Bewässerungsanlage eingesetzt werden konnte.

Das überwiegend regenreiche und feuchte Wetter hat leider auch den Pilzkrankheiten im Hopfen gute Entwicklungsmöglichkeiten geboten. Der Pflanzenschutz im Hopfen 2024 war sehr schwierig und aufwendig. Besonders der „falsche Mehltau“ (Peronospora) wie auch der echte Mehltau haben viele Hopfenpflanzen geschädigt und uns Hopfenpflanzer das ganze Jahr hindurch stark gefordert. Erschwerend kam hinzu, dass ein wichtiger Pflanzenschutz-Wirkstoff trotz bestehender Zulassung in diesem Jahr freiwillig von den Hopfenpflanzern nicht mehr eingesetzt werden konnte, weil nicht klar ist, ob die Politik eventuell durch ihre folgenden Entscheidungen solche Hopfen und auch bereits früher völlig legal produzierte Hopfen bald schon wertlos machen wird.

Das Agieren auf europäischer und deutscher Ebene führt in der Hopfenproduktion und in der Landwirtschaft ganz grundsätzlich zu einem Verlust an Planungssicherheit und produziert zunehmend Verunsicherungen und auch ganz konkrete Schwierigkeiten, die aber menschengemacht sind. Wir Hopfenpflanzer müssen dann damit zurechtkommen, wobei wir oftmals bereits genug mit den Launen der Natur zu kämpfen haben. Grundsätzlich führten in einem so schwierigen Jahr wie 2024 die Einschränkungen bei den zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmitteln zu einer Verschärfung der Situation. Zwar konnte die schlimmste Not durch dringend benötigte Notfallgenehmigungen teilweise gemildert werden, allerdings sind einige Hopfenbestände in 2024 durch Pilzkrankheiten erheblich geschädigt worden, weil die Verfügbarkeit und Wirksamkeit der Pflanzenschutzmittel nicht mehr ausreichend war.

2024 war leider auch ein Blattlaus-Jahr. Die Sauger konnten sich erschreckend gut vermehren und drohten in einigen Hopfengärten außer Kontrolle zu geraten, was dann zum Totalausfall der Ernte geführt hätte. Einige Bundesländer erkannten die Brisanz der Situation und erteilten entsprechende Notfallgenehmigungen für die betroffenen Hopfengärten, sodass Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden konnten, die in anderen europäischen Ländern ohnehin in Hopfen zugelassen sind, in Deutschland aber keine Regel-Zulassung haben. In anderen Bundesländern blieb die Hilfe versagt, was leider nicht folgenlos blieb. Wie uns die offizielle Schätzkommission berichtete, konnten einige Hopfengärten in der Hallertau sogar für die diesjährige Ernteschätzung nicht herangezogen werden, weil der Blattlausbefall dort zu groß war. Aus Sicht des Hopfenpflanzerverbandes ist das Ausbleiben dieser Hilfe nicht nachvollziehbar. Angesichts dieses schwierigen Jahres im Pflanzenschutz im Hopfenbau hätten die Hopfenpflanzer mehr Unterstützung benötigt, erwartet und verdient.

Auch beim Erdfloh stehen wir vor einer kritischen Situation. Die Population hat sich in den vergangenen Jahren ständig aufgebaut, so dass im Jahr 2024 nahezu alle Hopfenbestände in der Hallertau von Erdflöhen befallen sind.

Mit Blick auf die Zulassungssituation bei Pflanzenschutzmittel im Hopfen in Deutschland, müssen wir davon ausgehen, dass wir in den nächsten Jahren sehr viel mehr Schäden erleiden werden. Wir appellieren deshalb an alle verantwortlichen Stellen, an die Behörden und an die Politik, unsere Situation wahrzunehmen, unsere Probleme ernst zu nehmen und uns bei der Bewältigung der Probleme in den kommenden Jahren zu unterstützen.

Im Jahr 2024 blicken wir aber zuversichtlich auf die Hopfenernte in den kommenden Wochen. Die vergleichsweise gute Hopfenernte trifft aber auf einen Markt, der von Überversorgung geprägt ist. Trotz schlechter Ernten in den letzten zwei Jahren sind die Brauereien gut bis sehr gut mit Hopfen versorgt. Zum einen ist der weltweite Bierabsatz leicht rückläufig, zum anderen hat sich die Brauwirtschaft aber in den letzten Jahren über ihren Bedarf mit Hopfen eingedeckt, somit hohe Bestände aufgebaut und zeigt deshalb derzeit wenig Interesse am Hopfenkauf. Vor allem unsere beiden größten Aromasorten Perle und Tradition haben große Absatzprobleme und werden deshalb in ihrer Anbaufläche zurückgehen müssen.

Im Gegensatz zu den extrem schlechten Jahren 2022 und 2023 lässt die Ernte 2024 auf etwas höhere Einnahmen bei den Hopfenpflanzern hoffen. Zwar wird von eher sinkenden Preisen für sogenannte Freihopfen ausgegangen, der Großteil der Hopfen ist aber bereits in Vorkontrakten zu fixierten Preisen verkauft.

Und weil die Erntemengen in diesem Jahr höher sind, werden diese Verträge überwiegend auch voll bedient werden können und nicht unterliefert, wie in den Vorjahren.

Hopfenrundfahrt August 2024

Am 28. 8. 2024 fand die Hopfenrundfahrt des Deutschen Hopfenwirtschaftsverbands e.V. statt. Auf dieser Veranstaltung hielt Pascal Piroué, Vorsitzender Deutscher Hopfenwirtschaftsverband e.V, die folgende Rede:

Geopolitische Großwetterlage und seine Auswirkung auf den globalen Bierkonsum

Am 1. Juli 2024 zählten die Vereinten Nationen (UN) 8,16 Milliarden Menschen auf der Erde. Damit hat sich die Zahl der Einwohner seit Mitte der siebziger Jahre verdoppelt – der Bierkonsum ist leider nicht proportional mitgewachsen.

Nach Jahrzehnten des Friedens rücken geopolitische Spannungen wieder stärker in den Fokus. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der Nahost-Konflikt sowie die Blockbildung zwischen den USA und China führen dies vor Augen.

Diese geopolitischen Umbrüche und Spannungen führen unübersehbar zu Gefahren für Handelskonflikte mit entsprechenden Auswirkungen auf Wertschöpfungs- und Lieferketten.

Restriktive geldpolitische Ausrichtungen, eine Entspannung bei Energiepreisen und Lieferketten haben erfreulicherweise den Rückgang der Gesamtinflation in den meisten Volkswirtschaften im Jahr 2023 begünstigt. Auch der Auftrieb bei den Lebensmittelpreisen ging in den meisten Ländern zurück, nachdem gute Ernten bei wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Weizen und Mais die Preise von den Höchstständen, die nach Beginn des Krieges in der Ukraine erreicht worden waren, sinken ließen.

So war die jährliche Inflation in allen aufstrebenden Volkswirtschaften im Allgemeinen rückläufig, mit Ausnahme von Argentinien und der Türkei, wo sie bis zuletzt weiter angestiegen ist. In China ist die Inflation weiterhin sehr niedrig und lag zuletzt bei 0,3 %.

Diese sich auf die Kaufkraft positiv auswirkende Entwicklung hat jedoch auf den globalen Bierkonsum nicht den gewünschten Effekt gehabt. Das Braujahr 2023 schließt mit einem Minus von rd. 1,5 % ab und auch das erste Halbjahr 2024 lässt keine Erholung erwarten. Die von der Brauindustrie erwartete Rückkehr auf das Vor[1]Pandemie Niveau trat vor allem bei Bierkonsum in Restaurants und Gaststätten nicht ein – hier liegt der globale Konsum kaufkraftgetrieben immer noch deutlich unter dem Wert von 2019.

Die gute Nachricht: Alkoholfreies Bier hat global zwar noch einen bescheidenen Anteil von rd. 4,5 %, birgt aber großes Potential für weitere Steigerungsraten.

Die Ausgangslage des Hopfenmarkts vor der Ernte 2024

Im Wesentlichen lässt sich die aktuelle Lage am Hopfenmarkt wie folgt beschreiben: Im Laufe des Jahres 2023 wurde klar, dass die Erwartungen an einer Rückkehr auf das Vor-Pandemie Niveau von 2019 in weite Ferne rücken. Aufgrund anhaltenden Kostendrucks haben die Brauereien, allen voran internationalen Konzerne,notwendige Preiserhöhungen durchgesetzt, was in Kombination einer inflationsbedingen Schwächung der Kaufkraft weltweit zu Konsumzurückhaltung führte. Ziele zur Reduzierung des globalen Alkoholkonsums, wie das der WHO, den Alkoholkonsum bis zum Jahr 2030 um 20 Prozent im Vergleich zu 2010 zu senken, stehen der Rückkehr des Bierkonsums auf ein früheres, höheres Niveau, entgegen.

In der Folge konnte die mit 118.000 Tonnen als normal zu bezeichnende Welternte 2023 in vielen Anbaugebieten bis heute nicht vollständig vermarktet werden. Besonders sind hiervon klassische Aromasorten betroffen, von denen einige Mengenbis dato keine Abnehmer finden.

Diese Marktsituation hat einmal mehr gezeigt, dass sich das Marktgeschehen seit einigen Jahren von der tatsächlichen Versorgungslage abgekoppelt hat. Ausgehend von der Einschätzung der Brauindustrie, dass sie zu ihrem früheren Niveau zurückkehren wird, hat sie Terminkontrakte und Spothopfen bis zur Ernte 2022 abgeschlossen, für die es kaum eine Nachfrage gibt. Dadurch stauen sich in den Kühlhäusern der Vermarkter nicht abgenommene Mengen an Hopfenprodukten aus früheren Ernten.

Das belastet die Liquidität, führt zu hohen Zinsbelastungen entlang der Wertschöpfungskette und zu Engpässen in den Kühllägern. Hier müssen Brauer und Vermarkter mit Nachdruck Lösungen für überfällige Auslieferungen finden.

Die gute Nachricht: Die Deckung des Bedarfs an Hopfen für das Braujahr 2024 ist gesichert.

Ernteerwartungen 2024

Wie erwartet hat sich die Anbaufläche für die Ernte 2024 weiter reduziert und ist mit rund 56.000 Hektar auf dem Stand wie zuletzt in der Ernte 2016.

Wie auch im letzten Jahr sind für diese signifikanten Flächenstilllegungen nahezu alleinig die US-Anbaugebiete der Pazifik-Nordwest Region verantwortlich. Per Saldo wurden in diesen Anbauregionen zur Ernte 2024 rund knapp 3.950 Hektar aus der Produktion genommen. Zusätzlich wurden rund 200 Hektar in anderen Bundesstaaten gerodet, so dass insgesamt ein Minus von 4.150 Hektar auf den Zähler steht. Die Anbauflächen von Aroma- und Dual Purpose Sorten in der Region Pacific Nordwest erfuhren mit rund -3.650 Hektar die größte Reduzierung. Weitere 300 Hektar an Hochalphasorten gingen ebenso aus dem Boden. Eine vergleichbar drastische Flächenreduzierung hat es zuletzt im Jahre 2000 gegeben.

Der Rückgang der Bierproduktion, der primär durch die Covid-Pandemie und der darauf einsetzenden Inflation hervorgerufen wurde und besonders das Craftbier[1]Segment beeinträchtigte, hat weitreichende Auswirkungen auf die US[1]Hopfenwirtschaft, sind doch alle Investitionen in die massive Anbauflächenerweiterung der 2010er Jahre noch nicht getilgt. Aufgrund der Wechselkursparität ist die Rückeroberung des Marktanteils an Hochalphasorten für die US-Hopfenerzeuger schwierig.

Die Anbaufläche in Europa bleibt mit -460 Hektar (-1,5 %) relativ stabil. Von den in Europa angebauten 31.782 Hektar entfallen auf Deutschland mit einer Fläche von 20.289 Hektar ein Anteil von 64 %. Die Hochalpha-Sorten Herkules, Titan und Polaris erfahren einen Zuwachs, während Aromasorten wie Perle und Tradition an Fläche verlieren.

An den weiteren Stellen folgen mit 4.852 Hektar die Anbaugebiete in Tschechien (nahezu unverändert gegenüber 2023), Slowenien mit 1.657 Hektar und Polen 1.590 Hektar, deren Anbaugebiete seine Flächen um 8 % reduzierten.

Kurzfristige Marktaussichten:

Aufgrund des anhaltend schwachen Biermarktes und der prognostizierten Ernteergebnisse werden mit der Ernte 2024 mit geschätzt 116.265 Tonnen (-1,6 % gegenüber der Ernte 2023) für das Braujahr 2025 in einigen Sorten Überschüsse an Alphasäure produziert, die in Gänze kaum vermarktbar sein und deren Spotnotierungen sehr niedrig ausfallen werden.

Der stockende Abfluss an bereits kontrahierten Mengen aus den Vorernten lässt auf eine äußerst schwache Nachfrage schließen.

Dies betrifft insbesondere die klassischen Aromahopfen wie Perle und Tradition, die Craftbier-nahen Neuzüchtungen wie Mandarina Bavaria sowie eine Reihe von Randsorten.

Die Gruppe der Feinaromasorten wie Saazer, Spalter oder Tettnanger Hopfen erscheinen aufgrund der zu erwartenden Ernteergebnisse gut versorgt.

Bei den Hochalphasorten stehen aufgrund guter Qualitäten ausreichend Mengen zur Verfügung, die im Markt untergebracht werden müssen.

Länger- und langfristige Aussichten

Trotz der erwarteten Flächenstilllegungen, die auch in Europa nach der Ernte 2025 zu erwarten sind, wird es einige Zeit dauern, bis Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht kommen. Je rascher erforderliche Rodungen auch über den zu erwartenden Bedarf hinaus vorgenommen werden, desto schneller kann sich der Markt erholen.

Einige Sorten und Anbaugebiete werden sich dauerhaft auf ein geringeren Nachfrageniveau als in den vergangenen Dekaden einstellen müssen. Dies liegt zum einen an einem veränderten Konsumentenverhalten aber auch an der Fokussierung auf ertragreichere Sorten, die Einsparpotentiale ermöglichen.

Der anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt hat dazu geführt, dass der für Deutschland und andere EU-Länder wichtige russische Biermarkt aufgrund der erklärten Selbstversorgung mittelfristig an Volumen verliert, auch wenn eine vollständige Unabhängigkeit von Importen aus der EU in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist.

Auch wenn die deutsche Ernte 2024 gute Erträge und Qualitäten erzeugen wird, darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass die Verschiebung der Vegetationszonen in den deutschen Anbaugebieten angekommen ist. Von daher ist es wichtig, die von der bayerischen Staatsregierung unterstützten Konzepte zur Bewässerung der Anbaugebiete Hallertau und Spalt voranzutreiben und mit adäquater finanzieller Unterstützung möglichst rasch umzusetzen.

In diesem Kontext ist hervorzuheben, dass die Verarbeitungsbetriebe mit ihrerInfrastruktur an Kühllägern in Deutschland auf ein Mengengerüst ausgerichtet sind, die bei stetig sich wiederholenden witterungsbedingten Schwankungen mittelfristig nicht mehr kostendeckend betrieben werden können.

Auf Seiten der Hopfenerzeuger muss die nächste Generation genauso durch verlässliche Rahmenbedingungen motiviert werden, die hochspezialisierten Betriebe ihrer Elterngeneration zu übernehmen und erfolgreich weiterzuentwickeln, wie die meist international ausgerichteten Gesellschaften der Vermarktungs- und Verarbeitungsunternehmen, die weiterhin investieren müssen, um an den deutschen Standorten Hopfenprodukte höchster Qualität herzustellen.

Zur Erreichung dieser Ziele müssen wir mit der Unterstützung von Politik und Behörden geeignete Antworten und Lösungen auf die bestehenden Herausforderungen finden, um die Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der deutschen Anbaugebiete zu erhalten.

Die gute Nachricht: Wenn die Konsolidierung der überschüssigen Lagermengen entlang der Lieferkette erfolgt ist, sollten die Vertragspreise wieder auf ein Niveau steigen, die den gestiegenen Erzeuger- und Verarbeitungskosten Rechnung tragen.

Die Hopfenpflanzer erwarten in diesem Jahr eine gute Ernte

Heute erreichte mich eine Pressemitteilung des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer, die ich Ihnen hier gerne weitergebe. Ich veröffentliche die Mitteilung im Wortlaut.

Die Hopfenernte 2024 wird in Deutschland endlich wieder vernünftig ausfallen! Nachdem die vergangenen zwei Jahre aufgrund von Hitze und Trockenheit nur unterdurchschnittliche Erträge zuließen, erwarten die deutschen Hopfenpflanzer für 2024 eine leicht überdurchschnittliche Ernte.

Jahresrückblick 2024

Das Wetter hat in der Wachstumsphase von Mai bis August einigermaßen mitgespielt, vor allem hat es mehr geregnet als in Vorjahren, zum Teil sogar zu viel. Einige Hopfengärten, etwa im Anbaugebiet Tettnang oder in der Hallertau, waren nach ergiebigen Regenfällen nicht mehr befahrbar oder gar tagelang überflutet. Das hat den Pflanzen dann erheblich zugesetzt und den notwendigen Schutz der Pflanzen durch entsprechende Behandlungen erschwert. In anderen Hopfengärten, etwa im Anbaugebiet Elbe-Saale, regnete es dann in den Sommermonaten zu wenig, was dann vereinzelt zu Trockenstress führte, so weit nicht eine Bewässerungsanlage eingesetzt werden konnte.

Insgesamt aber hat sich die Mehrheit der Hopfen in Deutschland in 2024 gut entwickelt. Die Hopfen stehen gut da und die ersten Reben werden bereits in der kommenden Woche geerntet werden.

Wie schon so oft kommen in Jahren mit ausreichend Feuchtigkeit dann andere Herausforderungen auf die Hopfenpflanzer zu. Vor allem der Pflanzenschutz war so eine Herausforderung in diesem Jahr. Das feuchte Frühjahr und die andauernden Regenfälle haben in vielen Hopfengärten den Druck von Pilzkrankheiten erheblich ansteigen lassen. Besonders der „falsche Mehltau“ (Peronospora) hat mit seiner Primärinfektion viele Hopfenpflanzen geschädigt und das auch noch ungewöhnlich lange bis Anfang Juli.

Beim „echten Mehltau“ war der Befallsdruck ebenfalls hoch und erforderte wie beim falschen Mehltau aufwendige Bekämpfungsmaßnahmen, um Ertrag und Qualität der Hopfen abzusichern. Die Einschränkungen bei den zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmitteln führten zu einer Verschärfung der Situation. Zwar konnte die schlimmste Not durch dringend benötigte Notfallgenehmigungen teilweise gemildert werden, allerdings sind einige Hopfenbestände in 2024 durch Pilzkrankheiten erheblich geschädigt worden, weil die Verfügbarkeit und Wirksamkeit der Pflanzenschutzmittel nicht mehr ausreichend war.

Ein großes Problem stellte der Befall mit Blattläusen und Erdflöhen dar. In zahlreichen Hopfenbaubetrieben führten die Pflanzenschutzmaßnahmen nicht zu dem notwendigen Erfolg, so dass sich ein massiver Blattlausbefall entwickelte und nahezu alle Bestände einen Erdflohbefall aufweisen. Bei den Blattläusen konnte vielen Betrieben durch Notfallgenehmigungen geholfen werden, allerdings nur in einigen Bundesländern, während anderswo diese Hilfe versagt blieb. Wie uns die Schätzkommission berichtete, konnten einige Hopfengärten in der Hallertau sogar für die diesjährige Ernteschätzung nicht herangezogen werden, weil der Blattlausbefall zu groß war. Aus Sicht des Hopfenpflanzerverbandes ist das Ausbleiben dieser Hilfe nicht nachvollziehbar. Angesichts dieses schwierigen Jahres im Sinne des Pflanzenschutzes im Hopfenbau hätten die Hopfenpflanzer mehr Unterstützung benötigt, erwartet und verdient.

Ernteschätzung 2024

Der Gehalt an Alphasäure im Hopfen, die für die Bierbittere verantwortlich ist, wird in diesem Jahr wieder im durchschnittlichen Bereich erwartet. Auch in diesem wichtigem Qualitätskriterium waren die letzten zwei Jahre enttäuschend.

Die offizielle Hopfenernteschätzung im Anbaugebiet Hallertau fand am 20. und 21. August 2024 statt. Auf einer Gesamtanbaufläche von 16.815 ha wurde ein Ertrag von 847.00 Ztr. (42.350 t) geschätzt. In den übrigen Anbaugebieten wurden ebenfalls in den vergangenen Tagen die Schätzungen vorgenommen. In Tettnang werden 58.300 Ztr. (2.915 t), in Elbe-Saale 57.940 Ztr. (2.897 t) sowie in Spalt 15.300 Ztr. (765 t) erwartet. Im Anbaugebiet Bitburg beläuft sich die geschätzte Erntemenge für 2024 auf 740 Ztr. (37 t).

Dies ergibt eine Gesamtmenge von 979.280 Ztr. (48.964 t) für das Bundesgebiet, und liegt damit etwa 19 % Prozent über der Erntemenge 2023. Verglichen mit den durchschnittlichen Erträgen der letzten 10 Jahre hätte man in 2024 für Deutschland 900.000 Ztr. (45.000 t) erwarten können. Das bedeutet für 2024 wird eine Erntemenge 9 % über einer Durchschnittsernte erwartet.

Die vergleichsweise gute Hopfenernte 2024 trifft auf einen Markt, der von Überversorgung geprägt ist. Trotz schlechter Ernten in den letzten zwei Jahren sind die Brauereien gut bis sehr gut mit Hopfen versorgt. Zum einen ist der weltweite Bierabsatz leicht rückläufig, zum anderen hat sich die Brauwirtschaft aber in den letzten Jahren über ihren Bedarf mit Hopfen eingedeckt, somit hohe Bestände aufgebaut und zeigt deshalb derzeit wenig Interesse am Hopfenkauf.

Für die Hopfenpflanzer lässt die Ernte 2024 auf etwas höhere Einnahmen hoffen. Zwar wird von eher sinkenden Preisen für sogenannte Freihopfen ausgegangen, der Großteil der Hopfen ist aber bereits in Vorkontrakten zu fixierten Preisen verkauft. Und weil die Erntemengen in diesem Jahr höher sind, werden diese Verträge überwiegend auch voll bedient werden können und nicht unterliefert, wie in den Vorjahren.

Weltweit wird ebenfalls von einer in etwa durchschnittlichen Hopfenernte ausgegangen. Große Aufmerksamkeit erregen die erheblichen Flächenreduzierungen in den USA. Auch in den Marktsegmenten der dortigen Hopfensorten wurden sehr große Vorräte aufgebaut. In den letzten zwei Jahren wurde deshalb die Fläche zur Hopfenproduktion in den USA um etwa ein Viertel reduziert. Die weiterhin hohen Vorräte könnten sogar zu weiteren Rodungen führen.

10 % Rabatt auf das Ginger Bier aus der Klosterbrauerei Neuzelle

Ginger Beer, das wir hauptsächlich aus amerikanischen Vorabendserien kennen, ist ein alkoholfreier Softdrink. Anders sieht es mit dem Ginger Bier der Klosterbrauerei Neuzelle aus. Dabei handelt es sich um ein richtiges Bier, dem ein Hauch Ingwer sowie Zitronensaft hinzugefügt wurde, wodurch ein eleganter und würziger Geschmack erzielt wurde. Im Moment gewährt die Klosterbrauerei auf ihr Ginger Bier einen Rabatt von 10 %, wenn Sie bei Ihrer Bestellung den Rabatt-Code „Heute24“ (selbstverständlich dort ohne die Anführungsstriche) angeben. Wie immer ist auch bei dieser Aktion die Bestellung versandkostenfrei. Sie müssen sich aber etwas beeilen, denn die Aktion geht nur bis zum 20. August.

World Beer Awards: Bestes Weißbier der Welt kommt aus Weihenstephan

Das Weihenstephaner Hefeweißbier Dunkel hat es geschafft. Am ersten Tag bei den World Beer Awards im Vereinigten Königreich wurde die Spezialität als Deutschlands bestes dunkles Weißbier ausgezeichnet – und an Tag zwei ging es sogar noch weiter: Die Titel als weltbestes seiner Art sowie als allgemein bestes Weißbier weltweit setzten dem Ganzen die Krone auf. Dabei waren das noch nicht alle Medaillen, die die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan mit nach Hause nehmen durfte.

Die Aromen nach reifer Banane, die fein perlende Spritzigkeit, das samtige Mundgefühl – Argumente für eine Top-Platzierung liefert das Weihenstephaner Hefeweißbier Dunkel zur Genüge. Die Verkosterpanels bei den World Beer Awards sahen das offenbar auch so – und zeichneten das Bier gleich mit mehreren Medaillen aus: eine Glanzleistung der Weihenstephaner Brauerinnen und Brauer! Doch auch andere Weihenstephaner Bierspezialitäten räumten Preise ab: Der Weizenbock Vitus wurde als Deutschlands Bestes seiner Art ausgezeichnet, das Hefeweißbier bekam in seiner Kategorie Silber, das Kristallweißbier und das Original in ihren Stilen jeweils Bronze.

Massig Edelmetall für die Weihenstephaner Biere – was Direktor Prof. Dr. Josef Schrädler allerdings besonders freute, war der Erfolg des „Dunklen“: „Das Hefeweißbier Dunkel hat in den vergangenen Jahren immer mehr Fahrt aufgenommen. Dass es jetzt bei den World Beer Awards als weltbestes Weißbier ausgezeichnet wurde, hat uns riesig gefreut und ist alles anderes als selbstverständlich.“ Denn die Konkurrenz war wieder groß: Brauereien aus aller Welt haben Biere zur Verkostung eingesandt, über zwei Tage hinweg waren die Expertinnen und Experten mit den Tastings beschäftigt.

Das Resultat daraus versetzte auch Braumeister Tobias Zollo in Höchststimmung: „Es ist wunderbar zu sehen, dass nicht nur unsere Flaggschiff-Biere die Anerkennung erhalten, die sie verdienen, sondern auch die anderen Stile gewürdigt werden. Es ist eine unglaubliche Bestätigung für die Arbeit unserer Brauerinnen und Brauer, dass das weltbeste Weißbier aus Weihenstephan kommt.“

Maisel & Friends als TOP-Arbeitgeber ausgezeichnet

Die Arbeitgeberfamilie Maisel & Friends aus Bayreuth wurde von der Bundesvereinigung Mittelstand in Deutschland (BVMID) mit dem TOP-Arbeitgeber Award ausgezeichnet. Um neue Mitarbeitende für das eigene Unternehmen zu gewinnen und langfristig zu begeistern, ist heute mehr denn je Kreativität im Personalmarketing gefragt. Deshalb vereint Maisel & Friends als Arbeitgeberfamilie schon seit 2022 die Brauerei Gebr. Maisel, das Liebesbier Restaurant, das Liebesbier Urban Art Hotel, die Bayreuther Bier-Erlebniswelt, Festla sowie Lisa Mai und sucht mit der Recruiting-Kampagne „Was ist dein Traumjob? #irgendwasmitBier“ gebündelt nach passenden Teammitgliedern.

Ausschlaggebend für die Verleihung des TOP-Arbeitgeber Awards waren laut Kajetan Brandstätter, Präsident der BVMID aus München, und Rainer Großmann von der BVMID Oberfranken im Wesentlichen drei Säulen, die die Arbeit bei Maisel & Friends prägen: modernes Arbeitsumfeld, flache Hierarchien und wertebasierte Führung.

Ohne die langjährige Tradition der Familienbrauerei aus den Augen zu verlieren, wurde in den vergangenen Jahren mit dem Neubau des Maisel’s Office ein Arbeitsumfeld geschaffen, das mit neuester Technik aufwartet und mit hochwertiger Einrichtung im Hygge Stil Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlt. Maisel’s Schalander, die Kantine, ist der neue zentrale Begegnungsort im Herzen des Brauereigeländes, wo sich die Mitarbeitenden von Maisel & Friends treffen und auch Gäste und Freunde willkommen sind.

Auch die flachen Hierarchien und die Dialoge auf Augenhöhe wurden gewürdigt, die in den einzelnen Unternehmen längst etabliert sind, auch dank der gelebten Du-Kultur. Dieses Konzept geht Hand in Hand mit einer wertebasierten Führung, die nicht nur das erhält, was die Familie Maisel seit Jahrzehnten ausmacht, sondern auch, wie die Mitarbeitenden die DNA der Unternehmen mitprägen und in das Hier und Jetzt übersetzen. Rainer Großmann bezeichnet Maisel & Friends bei der Übergabe der Urkunde als „einen der modernsten Arbeitgeber in der Region Bayreuth”.

„Ich bin wirklich stolz auf diese Auszeichnung, denn sie zeigt, dass unser Engagement der letzten Jahre positiv ankommt und dass unsere gemeinsame Maisel & Friends Philosophie wirklich gelebt wird“, freut sich Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei Gebr. Maisel in der vierten Generation. „Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern weiterhin an unserer Attraktivität als Arbeitgeber arbeiten. Das ist mir eine echte Herzensangelegenheit.”

Weitere Informationen und Link zur Maisel & Friends Jobseite: www.irgendwas-mit-bier.de

Fielden from the Fields: Englischer Rye Whisky aus Urgetreide

Das Bild wurde mir zur Verfügung gestellt von Fielden Rye Whisky

Die englische Oxford Artisan Distillery erfindet ihre junge Geschichte neu, zieht nach Yorkshire um und nennt sich ab sofort Fielden. Der Name ist Programm, denn die Whiskys verändern die Landwirtschaft durch ihre Rückbesinnung auf ursprüngliche Getreidesorten. Flüssig verdeutlicht dies das Flaggschiff der Brennerei: Fielden Rye Whisky.

Die 2017 gegründete Oxford Artisan Distillery hat sich in Fielden Whisky of England umbenannt und ihre Produktion aus Kapazitätsgründen an einen neuen Standort in Goole, Yorkshire, verlegt. Denn: Der Whisky kommt gut an – nicht nur bei Genießerinnen und Genießern, sondern auch bei der Natur.

Anders als der Großteil an Brennereien arbeitet die Marke mit ausgewählten Betrieben zusammen, die Englands Felder wiederbeleben: Sie bauen Urgetreidesorten an, die dort zuletzt vor Jahrhunderten wuchsen. In Feldern mit Klee, einem natürlichen Dünger, der die Gesundheit des Bodens erhält, werden Roggen, Weizen und Gerste groß und stark – das soll für Whisky voller Geschmack sorgen.

Fielden Rye Whisky ist das erste Kernprodukt der jungen Brennerei. Er basiert auf Roggen- und Gerstenmalz sowie ungemälztem Roggen und Weizen. Nach Destillation in einer Kombination aus Pot und Column Stills reift er in amerikanischen Eichen- und Weinfässern. Das Ergebnis: schmeckt seidenweich nach warmem Blätterteiggebäck, Butter und Karamell.

Für die urige Mission hat Fielden keine Mühen gescheut. Der Rye wird in eine neue Flasche mit hochwertiger Ausstattung gefüllt. Das folierte, geprägte Getreidemotiv des Etiketts setzt sich dabei auf dem aufwendig individualisierten Kupferdeckel des Korkens aus Mikrogranulat und Aktivkohle fort.

Über Fielden Whisky of England

Die Oxford Artisan Distillery wurde 2017 gegründet und stellte zunächst Gin und Wodka her. Vier Jahre später wurden die ersten Whiskys abgefüllt. Um die Kapazitäten zu erweitern zog die Brennerei 2024 um nach Goole in Yorkshire und benannte sich um in Fielden Whisky of England. Der Anbau von Urgetreide und die Verwendung natürlichen Düngers erhalten die Gesundheit des Bodens und liefern einen einmaligen Whisky. Fielden Rye Whisky ist das erste Flaggschiff des Hauses.

NRW-Ministerin Silke Gorißen: „Veltins ist tragende Säule der NRW-Ernährungswirtschaft

Veltins-Vertriebs- und Marketing-Geschäftsführer Dr. Volker Kuhl, Prokurist Fabian Veltins, NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutz-Ministerin Silke Gorißen und Technik-Geschäftsführer Peter Peschmann (v.l.) stoßen auf 200 Jahre Brautradition im Sauerland an. Bildrechte: Brauerei C. & A. VELTINS GmbH & Co. KG

Bei einem Besuch der Brauerei C. & A. Veltins hat sich die NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutz-Ministerin Silke Gorißen über die Innovationsstärke von Veltins im 200. Jahr des Bestehens informiert. Im Beisein der Veltins-Geschäftsführer Dr. Volker Kuhl (Marketing/Vertrieb) und Peter Peschmann (Technik), der Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff und Dagmar Hanses sowie Landrat Dr. Karl Schneider wurden die neuen Brau- und Abfüllanlagen am Stammsitz Grevenstein in Augenschein genommen. „Wir legen seit jeher Wert auf beste Rohstoffe und setzen deshalb traditionell erntefrischen Hopfen ein, um bewusst auf Hopfenextrakt zu verzichten“, so Dr. Kuhl. Die 200 Jahre alte Brauerei legt bei der Herstellung Wert auf regionale Zutaten, etwa auf das weiche Quellwasser aus sieben hauseigenen Quellen. Das Familienunternehmen gehört nach Ministeriumangaben damit zur leistungsstarken Ernährungsbranche Nordrhein-Westfalens, die Lebens- und Genussmittel regional produziert, welche bundesweit und international bekannt und geschätzt sind. In Nordrhein-Westfalen arbeiten rund 140.000 Menschen in diesem Wirtschaftszweig – einschließlich Zulieferern, Verarbeitern und Handel.

Verlässlicher Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen

Ministerin Silke Gorißen würdigte den Unternehmenserfolg: „Das Lebensmittelhandwerk ist eine tragende Säule in Nordrhein-Westfalen. Dazu gehört auch das Brauhandwerk. Seit 200 Jahren braut Veltins in Meschede mit hochwertigen Zutaten wie Malz, Hopfen, Hefe und reinem Quellwasser aus der Region nach deutschem Reinheitsgebot – und zählt heute zu den modernsten Privatbrauereien Europas. Die familiengeführte Brauerei hat sich über die Jahre zu einem wichtigen und verlässlichen Arbeitgeber in der Region entwickelt und bietet rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz. Zu diesem Meilenstein gratuliere ich ganz herzlich.“ Dr. Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins, zeigte sich zuversichtlich, dass der Biermarkt noch genügend Raum für Wachstum biete, wenngleich die Rahmenbedingungen unverändert schwierig seien: „Es ist gut zu wissen, dass die NRW-Landesregierung den intensiven Dialog mit den Mittelstandunternehmen des Landes sucht, um zu wissen, wo der Schuh drückt. Gerade die Ernährungswirtschaft besitzt in Nordrhein-Westfalen eine traditionsreiche Verankerung, um die Versorgung mit qualitätsvollen Lebensmitteln jederzeit sicherzustellen.“

NRW bleibt ein Schwergewicht im deutschen Biermarkt

Nach Bayern mit einem Bierabsatz von 23,36 Mio. hl entstammen den nordrhein-westfälischen Sudkesseln 21,23 Mio. hl und damit rund ein Viertel des deutschen Gesamtabsatzes. Nordrhein-Westfalen zeigt sich mit einem vergleichsweise moderaten Absatzrückgang von -2,5% (548.480 hl) im Ländervergleich als erfreuliche Ausnahme. Allein an den drei Standorten Meschede-Grevenstein (Veltins), Kreuztal-Krombach (Krombacher) und Dortmund (Brinkhoff’s, DAB) wird die Hälfte des NRW-Bieres gebraut, die anderen 139 Braustätten im Land teilen sich die andere Hälfte des Absatzes. Die Präferenz für Pilsener-Biere besitzt im NRW-Markt eine unverändert feste Verankerung, Verbraucher setzen weiterhin auf die bewährte Qualität und Tradition dieses Bierstils. Mit einem dominanten Anteil von 54,8% aller verkauften Biere besitzt Pils auch in den Handelsregalen des bevölkerungsstärksten Bundeslandes die klare Führungsrolle. Auf Platz zwei folgt laut AC Nielsen die lokale Spezialität Kölsch mit 8,2% vor alkoholfreien Bieren mit 7,7% Absatz. Trotz aller dynamischer Veränderungen im Biermarkt bleibt in Nordrhein-Westfalen eines konstant: Die Bierfreunde zwischen Rhein und Weser legen nach wie vor Wert auf umweltfreundliche Einkäufe mit einem beeindruckenden Mehrweganteil von rund 83%. Im Jahr 2023 blieb die Halbliterflasche das bevorzugte Gebinde. Mit 48,1% kommt der größte Teil des verkauften Bieres in NRW in der 0,5-l-Flasche zum Kunden – der Großteil im Kasteneinkauf.

705 Mio. Euro in Standort und Produkte investieren

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Brauerei C. & A. Veltins warf Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb, einen Blick auf die letzten 25 Jahre der Entwicklung des Unternehmens. „Unsere Brauerei hat durch Beständigkeit und Verbrauchernähe den Weg in Richtung Marktspitze vollzogen und ist damit ein wichtiger Player im NRW-Biermarkt geworden.“ Mit Weitsicht und Beharrlichkeit habe das Familienunternehmen die Konsum- und Branchenveränderungen in Handel und Gastronomie mitgestaltet. So hat sich der Veltins-Bierausstoß in den letzten 25 Jahren um +38,7% auf rund 3,3 Mio. hl erhöht, während der deutsche Biermarkt in der gleichen Zeit über 25% an Menge verloren hat. „Es ist gelungen, qualitativ und nachhaltig unsere Premium-Positionierung auszubauen. Mit einem Umsatzzuwachs von +126,4% konnten wir die Produktpräferenzen in Markenwert ummünzen.“ Der Brauerei sei es in all den Jahren nicht um Menge, sondern vor allem auch um Stabilität und Ertragskraft gegangen. „Die vollzogene Investitionsoffensive von rund 420 Mio. Euro wurde allein aus dem Cashflow finanziert.“ In den letzten 25 Jahren wurde damit eine Gesamtsumme von 705 Mio. Euro in Standort und Produkte investiert.

Maisel erneut als Brauerei des Jahres ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge sichert sich die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth den Titel „Brauerei des Jahres“ beim Bier-Verkostungswettbewerb „Finest Beer Selection“ von Doemens und dem Meininger Verlag. Grund dafür ist das herausragende Gesamtergebnis: Insgesamt zwölf Biere der Familienbrauerei erhielten über 90 von 100 möglichen Punkten und damit so viele wie bei keiner anderen.

„Als wir im letzten Jahr erfahren haben, dass wir als beste deutsche Brauerei aus dem Wettbewerb hervorgehen, waren wir schon überwältigt. Dass uns der Titel nun ein weiteres Mal verliehen wurde und wir uns sogar noch steigern konnten, ist kaum in Worte zu fassen“, so der begeisterte Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei in vierter Generation.

Der Wiederholungserfolg ist Ausdruck der hervorragenden Ergebnisse der Biere, die die Familienbrauerei zur renommierten Expertenverkostung eingereicht hat – und damit deren außerordentlicher Qualität. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis unseres hervorragenden Teamworks. Ich bin unfassbar stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft, die jeden Tag akribisch daran arbeitet, dass unsere Bierspezialitäten dieses hohe Niveau haben“, lobt Marc Goebel, Geschäftsführer Braubetrieb, sein Team.

Bestes alkoholfreies Bier kommt aus Bayreuth

Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Biere zeigt die große Bandbreite, die die Verkostung abdeckt. 90 Punkte erreichte das Maisel & Friends India Ale, 91 Punkte gab es für Maisel’s Weisse Leicht. 92 Punkte gingen an das Maisel & Friends Alkoholfrei. 93 Punkte erhielten das Maisel & Friends West Coast IPA, das Maisel & Friends Pale Ale, Maisel & Friends Hell, der Maisel & Friends Chocolate Bock und das limitierte Maisel & Friends Hazy IPA by SUTOSUTO. Mit 94 Punkten überzeugten Maisel & Friends IPA, Maisel’s Weisse Original und das limitierte Maisel & Friends Sour Power. Mit 96 Punkten erzielte Maisel’s Weisse Alkoholfrei ein besonders großartiges Ergebnis – und ist das beste alkoholfreie Bier im gesamten Wettbewerb.

„Ein Gesamtergebnis mit vielen Superlativen. Klar, dass unser Team dafür gefeiert werden muss. Ehre, wem Ehre gebührt!“, sagt Jeff Maisel stolz. Überrascht wurde das gesamte Brauereiteam am Tag nach der Preisverleihung daher von der Geschäftsführung mit rotem Teppich vor dem Eingang. Pünktlich zu Schichtbeginn in den frühen Morgenstunden gab es somit freudigen Jubel vor der Bayreuther Brauerei.

Brauerei Gebr. Maisel als „Brauerei des Jahres“ ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge sichert sich die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth den Titel „Brauerei des Jahres“ beim Bier-Verkostungswettbewerb „Finest Beer Selection“ von Doemens und dem Meininger Verlag. Grund dafür ist das herausragende Gesamtergebnis: Insgesamt zwölf Biere der Familienbrauerei erhielten über 90 von 100 möglichen Punkten und damit so viele wie bei keiner anderen Brauerei.

„Als wir im letzten Jahr erfahren haben, dass wir als beste deutsche Brauerei aus dem Wettbewerb hervorgehen, waren wir schon überwältigt. Dass uns der Titel nun ein weiteres Mal verliehen wurde und wir uns sogar noch steigern konnten, ist kaum in Worte zu fassen“, so der begeisterte Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei in vierter Generation.

Der Wiederholungserfolg ist Ausdruck der hervorragenden Verkostundsergebnisse der Biere, die die Familienbrauerei zur renommierten Expertenverkostung eingereicht hat – und damit deren außerordentlicher Qualität. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis unseres hervorragenden Teamworks. Ich bin unfassbar stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft, die jeden Tag akribisch daran arbeitet, dass unsere Bierspezialitäten dieses hohe Niveau haben“, lobt Marc Goebel, Geschäftsführer Braubetrieb, sein Team.

Bestes alkoholfreies Bier kommt aus Bayreuth

Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Biere zeigt die große Bandbreite, die die Verkostung abdeckt. 90 Punkte erreichte das Maisel & Friends India Ale, 91 Punkte gab es für Maisel’s Weisse Leicht. 92 Punkte gingen an das Maisel & Friends Alkoholfrei. 93 Punkte erhielten das Maisel & Friends West Coast IPA, das Maisel & Friends Pale Ale, Maisel & Friends Hell, der Maisel & Friends Chocolate Bock und das limitierte Maisel & Friends Hazy IPA by SUTOSUTO. Mit 94 Punkten überzeugten Maisel & Friends IPA, Maisel’s Weisse Original und das limitierte Maisel & Friends Sour Power. Mit 96 Punkten erzielte Maisel’s Weisse Alkoholfrei ein besonders großartiges Ergebnis – und ist das beste alkoholfreie Bier im gesamten Wettbewerb.

„Ein Gesamtergebnis mit vielen Superlativen. Klar, dass unser Team dafür gefeiert werden muss. Ehre, wem Ehre gebührt!“, sagt Jeff Maisel stolz. Überrascht wurde das gesamte Brauereiteam am Tag nach der Preisverleihung daher von der Geschäftsführung mit rotem Teppich vor dem Eingang. Pünktlich zu Schichtbeginn in den frühen Morgenstunden gab es somit freudigen Jubel vor der Bayreuther Brauerei.