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YONTEX schließt das erste Geschäftsjahr mit Erfolg ab

Im Jahr 2024 haben sich die BrauBeviale der Messe Nürnberg und die DrinkTec in München zusammengeschlossen. Jetzt hat das Gemeinschaftsunternehmen das erste Geschäftsjahr abgeschlossen und aus diesem Anlass die folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Mit einer positiven Rückschau beschließt die im Juli 2023 gegründete YONTEX GmbH & Co. KG das erste volle Geschäftsjahr. Eine mit konstanten Besucherzahlen durchgeführte BrauBeviale 2024, die neu gebrandete drinktec India sowie die Kooperation mit der Messe Frankfurt für die US-amerikanische Messe EATS zeigen auf, dass die Fachkompetenz des Teams für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie ein starkes Pfund in der Messelandschaft ist.

YONTEX, zu jeweils 50 Prozent Tochtergesellschaft der Messe München und der NürnbergMesse, war im Juli 2023 gegründet worden: Mit der gebündelten Kompetenz der Messeteams der drinktec und der BrauBeviale wird den Anbietern von Lösungen für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie einerseits und den Anwendern, den Herstellern von Getränken und Liquid Food, andererseits ein komplettes Messeportfolio aus einer Hand angeboten. Rolf M. Keller, Geschäftsführer der YONTEX: „Eine erste Bilanz zeigt, dass wir mit unseren Messeangeboten auf dem richtigen Weg sind. Zielgerichtete Beratung und klare Marktorientierung ist für alle Aussteller essenziell. Neben der drinktec 2025 vom 15. bis 19. September in München– die Planung dazu ist bereits in vollem Gang – bietet unser Messeteam weitere passende Plattformen für den Austausch in der Getränke- und Liquid-Food-Branche auf nationaler und internationaler Bühne.“

BrauBeviale 2024 und Verbandssupport

Mit 30.821 Besuchern an den drei Messetagen im November 2024 knüpfte die BrauBeviale 2024 direkt an das Vorjahresergebnis an und zeigte mit einer Aufteilung von rund zwei Dritteln der Besucher aus Deutschland sowie einem Drittel aus Europa und internationalen Herkunftsregionen auch bei der Besucherherkunft hohe Konstanz. Ebenso bewegt sich die Messe im Hinblick auf die Besucherzufriedenheit etwa im gleichen Korridor wie die Vorveranstaltung. Insbesondere die Besucher, die mit einer Absicht zum Vertragsabschluss oder Kauf nach Nürnberg gereist waren, fanden sich in ihren Erwartungen bestätigt.

Das breite Knowhow für den Austausch innerhalb der Getränkebranche ist auch für Kooperationen ein starkes Argument: So hat YONTEX mit dem Deutschen Weinbauverband e.V. eine Partnerschaft vereinbart, die erstmals beim 65. Internationalen DWV-Kongress in Mainz (1. bis 3. Dezember 2025, Mainz) zum Tragen kommt und den Startpunkt für eine mehrjährige Zusammenarbeit bildet.

drinktec India 2024

Das Rebranding der bisher unter der Flagge drink technology India firmierenden Fachmesse mit dem Markennamen „drinktec India“ markierte im vergangenen Jahr einen wichtigen Meilenstein für die weitere Entwicklung des drinktec Clusters. Konstante Wachstumszahlen der seit 2007 im Portfolio integrierten Messe zeigen die Bedeutung der Messe für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie in dieser Region.

In der 2024er Ausgabe der Messe in Mumbai boten mehr als 300 indische und internationale Aussteller auf mehr als 18.000 Quadratmetern ihre Lösungen an. Mit 14.756 Besuchern konnte erneut ein Besucherplus erzielt werden. Die Strahlkraft dieser Plattform für den indischen Subkontinent reicht mittlerweile weit über dieses Einzugsgebiet hinaus und wird auch für Anwender aus der Getränke- und LiquidFood-, der Verpackungsbranche sowie für den Tee- und Kaffeesektor in dieser Region weiter an Attraktivität gewinnen. Im Jahr 2025 findet die drinktec India vom 13. bis 15. November 2025 erneut in Mumbai statt.

China Brew China Beverage 2024

Auch die China Brew China Beverage 2024 – schon seit vielen Jahren ein fester Faktor im drinktec Cluster – bewies erneut ihre Bedeutung für die chinesischen Anwender. Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 80.000 Quadratmetern und 55.828 Besuchern bündelte die Messe wieder ein umfassendes Informationspaket für die chinesische Getränkeindustrie. Auch für internationale Aussteller ist die Messe ein gutes Pflaster: Rund 20 % der Aussteller kommen aus internationalen Standorten und erschließen dort ihre Kontakte in den chinesischen Markt der Bier- und Getränkeindustrie. Die nächste Ausgabe der China Brew China Beverage ist für 12. bis 15. Oktober 2026 geplant.

Neu im Portfolio: eats 2025

Die eats – Equipment, Automation and Technology Show for the Food & Beverage – festigt ihre Position in der Branche mit der Unterstützung der drinktec. In enger Partnerschaft mit der drinktec, der Weltleitmesse für die Getränkeindustrie entwickelt die von der Messe Frankfurt veranstaltete Fachmesse eats ihr Getränkesegment und bietet den Besuchern ein starkes Paket für die Besucher aus der Getränkebranche. Die eats findet vom 28. bis 30. Oktober 2025 im McCormick Place Convention Center in Chicago statt.

Ab der Ausgabe 2025 der eats wird die Ausstellungsfläche nach Sektoren segmentiert. So können die Aussteller gezielt mit Fachleuten ihrer Branche in Kontakt treten und ihre Produkte auf dem richtigen Markt präsentieren. Ein starkes Beispiel für diese Branchenfokussierung ist der Beverage Sektor. Für Hersteller und Lösungsanbieter aus der Getränkeindustrie ist die Betreuung durch das drinktec-Team der Garant für eine passgenaue Messepräsenz.

drinktec 2025 setzt die Branchenimpulse

Direkt vor der Tür steht nun die Weltleitmesse drinktec 2025 vom 15. bis 19. September 2025 in München. Die bereits jetzt nahezu vollständig ausgebuchte drinktec 2025 bietet mit ihrem Innovationsangebot für die Branche weiterhin großen Spielraum. Bezogen auf die wirtschaftliche Lage in der Branche zeigen die Auswertungen des VDMA, die jüngst auf den ersten Stationen der drinktec Roadshow für Multiplikatoren weltweit präsentiert wurden, dass die Branche seit vielen Jahren ein kontinuierliches Wachstum aufweist und weiteres Investment für verbesserte Effizienz, Flexibilität und nachhaltige Produktion erwartet wird. Vor diesem Hintergrund wird auch von der drinktec erneut ein starker, in die Zukunft gerichteter Impuls ausgehen.

Statements der ideellen Träger

Richard Clemens, Geschäftsführer Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im VDMA e.V.:

„Zwei Messen aus einer Hand – drinktec in München und BrauBeviale in Nürnberg in den Händen von YONTEX. Ein richtiger Schritt für die Community, der Ausstellern und Besuchern gleichermaßen Vorteile bringt. Wir freuen uns schon auf den Weltwirtschaftsgipfel der Getränkeindustrie im September in München, die drinktec.“

Stefan Stang, Geschäftsführer Verband Private Brauereien Bayern e.V.

„Die Bündelung der beiden wichtigsten Messen in der Brau- und Getränkebranche – BrauBeviale und drinktec – in der Firma YONTEX war ein zukunftsweisender Schritt. Die geballte Getränkemessen-Kompetenz ist nun in einem Team vereint. Nach der erfolgreichen BrauBeviale im vergangenen Jahr freuen wir uns nun bei der drinktec auf ein gelungenes Branchentreffen im September in München.“

Nationalmannschaft der Bier-Sommeliers trainiert für fünften WM-Titel

In Deutschland gibt es mittlerweile knapp 3.000 ausgebildete Sommelièren und Sommeliers für Bier, die teils in Restaurants oder Brauereien, Fachhandel, Braukursen oder Webinaren einem interessierten Publikum deutsche und internationale Bierstile präsentieren. Der Verband der Diplom-Biersommeliers, der 1.800 Sommeliers vertritt, freut sich über das hohe Interesse an der Ausbildung: „In einer Zeit, in der Konsumenten immer mehr Wert auf Qualität, Regionalität und Geschmack legen, wird die Rolle der Sommeliers immer wichtiger. Sie schaffen Wertschätzung für Biervielfalt, machen handwerklich gebraute Spezialitäten erlebbar und vermitteln mit Enthusiasmus und Wissen die sensorischen Besonderheiten“, so Nicola Buchner, Geschäftsführerin des Verbandes der Diplom-Biersommeliers.

2025 wird zum achten Mal in einem internationalen Wettbewerb die Weltmeisterin oder der Weltmeister der Biersommeliers gesucht. Vorab finden weltweit in vielen Ländern nationale Meisterschaften statt. Zum Finale der Weltmeisterschaft am 13./14. September 2025 in der Messe München reisen Teams aus der ganzen Welt an. Bis zu 100 Bier-Experten aus 15 Ländern werden zur WM in München erwartet. Das deutsche Team gehört zu den Favoriten, denn mit Sebastian Priller aus Augsburg 2011, Oliver Wesseloh aus Hamburg 2013, Stephan Hilbrandt aus Bonn 2017 und Elisa Raus aus Stralsund im Jahr 2019 haben deutsche Sommeliers bereits viermal den Weltmeistertitel geholt.

Die amtierende Deutsche Meisterin und Team-Kapitänin Jutta Knoll aus Bonn ist zuversichtlich, dass die Nationalmannschaft im September erneut erfolgreich abschneiden und den fünften WM-Titel nach Deutschland holen kann. Die Nationalmannschaft besteht aus zwei Frauen und 14 Männern, die sich gemeinsam fortbilden und Trainingslager absolvieren. „Wir haben längst mit den Vorbereitungen begonnen und trainieren sehr hart und mit viel Hingabe für die Meisterschaft“, sagt Jutta Knoll. „Das Training ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und fordert all unsere Sinne heraus.“ Denn Biersommeliers seien weit mehr als nur Verkoster – „wir sind Geschichtenerzähler und Botschafter des Genusses“, sagt die Bierexpertin aus Bonn. Die Unterschiede zwischen den internationalen Bierstilen seien oft nur feinste Nuancen. „Deshalb schärfen wir gezielt unsere Sensorik und erarbeiten im Team die Besonderheiten jeder Kreation – von ihrer Geschichte über die passenden Food Pairings bis hin zum perfekten Genusserlebnis“, so die Deutsche Meisterin.

Der Deutsche Brauer-Bund als Dachverband der 1.500 Brauereien in Deutschland begleitet und unterstützt die Bewegung der Sommeliers seit Jahren. „Bier ist weit mehr als nur ein Getränk, es ist ein Kulturgut mit einer faszinierenden Vielfalt an Aromen, Braustilen und Traditionen“, so DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. „Biersommeliers sind die Experten, die diese Welt für Genießer, Gastronomen und die gesamte Bierbranche erschließen.“ Der DBB blickt positiv in die Zukunft, was das Berufsbild betrifft, denn die Nachfrage nach hochwertiger Beratung, sensorischer Expertise und der Entwicklung neuer Biere wachse stetig. Diesen Trend bestätigt auch Nicola Buchner vom Verband der Diplom-Biersommeliers. Sie betont, die Ausbildung zum Biersommelier eröffne vielfältige Karrierewege – von der Bierberaterin in der Gastronomie über die Produktentwicklung in Brauereien bis hin zum Eventmanagement und zur Weiterbildung von Fachkräften. „Besonders die große Bandbreite an Bierstilen, Aromen und Einsatzmöglichkeiten eröffnet Biersommeliers unzählige Möglichkeiten, Bier erlebbar zu machen.“

Mitglieder der Nationalmannschaft der Bier-Sommeliers unter der Teamleitung der Deutschen Meisterin Jutta Knoll (Bonn) sind Florian Bauer (Berlin), Martin Blickhan (Grafing b. München), Dr. Markus Fohr (Lahnstein), Peter Heßler (Fürth), Sebastian Hohentanner (Tokio), Philipp Ketterer (Hornberg/Schwarzwald), Dang-Stefan La Hong (Hamburg), Melanie Leutenegger (Leipzig), Thomas Pilawa (Geisenfeld/Hallertau), Thorsten Sander (Hannover), Franz van Hops (Leipzig), Matthias Willig (Aschaffenburg), Jürgen Wöhrle (Schenkenzell), Andreas Wölker (Alpirsbach) und Karsten Zinsik (München).

Die Klosterbrauerei Neuzelle bietet ihren Winterbock derzeit mit 10 % Rabatt an

Langsam geht der Winter seinem Ende zu – und es ist an der Zeit, das Lager mit den Winterbieren zu leeren. Viele Händler verkaufen die Winterbiere jetzt im Sonderangebot. Die Klosterbrauerei Neuzelle macht da keine Ausnahme und bietet ihren Winterbock bis zum 20. März mit 10 % Rabatt an – und das bei versandkostenfreier Lieferung. Geben Soe einfach den Rabatt-Code „Bock25“ ein.

Ich habe den Winterbock in diesem Blog bereits beschrieben. Hier der Vollständigkeithalber die Beschreibung der Brauerei: „Mit seiner kräftigen Schaumkrone und dem bernsteinfarbenen Glanz lädt der kaltgehopfte Winterbock zu genussvollen Momenten ein. Malzige Wärme verbindet sich mit erfrischenden Polaris-Hopfen-Noten, ergänzt durch süße Toffee- und Bananennuancen sowie würzige Aromen von Zimt und Zitronenmelisse.“

Österreich: Bierausstoß wächst auf mehr als 10 Mio. Hektoliter an

Die Bierbranche in Österreich blickt auf ein „erfreulich stabiles“ Jahr 2024 zurück: Der Gesamtausstoß im Vorjahr (Bier inkl. alkoholfreiem Bier und Export) belief sich auf 10,09 Mio. Hektoliter – das ist ein Plus von 1,1 Prozent zum Jahr 2023. Während der Inlandsabsatz von Bier und alkoholfreiem Bier bei 8,53 Mio. Hektoliter auf Vorjahres-Niveau lag, stieg der Export um erfreuliche neun Prozent auf 1,56 Mio. Hektoliter an. Für Karl Schwarz, Obmann des Verbandes der Brauereien, „ein angesichts der Umstände durchaus respektables Ergebnis.“ Für ihn zeigt sich, „dass die österreichische Brauwirtschaft in all ihrer Diversität trotz der Vielzahl an Krisen unglaublich resilient ist und dabei auch noch Weitblick durch die richtigen Akzente beweist.“ Für 2025 zeigt sich die Branche optimistisch – unter anderem, weil der boomende Saison- und Städtetourismus, der sich auf den Bierkonsum positiv auswirkt, auch in diesem Jahr wieder auf Rekord-Niveau liegen soll. Große Erwartungen setzt die Branche weiter auf alkoholfreie Biere.

2024 war – ähnlich wie bereits 2023 – durchwegs „fordernd“ für die heimische Brauwirtschaft: Der Kostendruck auf die Brauereien durch teure Energie und hohe Lohnabschlüsse bleibt nach wie vor erheblich, die Veränderung der Absatzmärkte und die Konsumzurückhaltung – vor allem in der Gastronomie – manifestierten sich. „Nach vielen Jahren nahezu kontinuierlichen Wachstums zeigen sich vor allem beim Inlandsabsatz die veränderten Marktbedingungen“, analysiert Karl Schwarz. Auch die heimische Branche könne sich nicht dem weltweiten Rückgang im Bierkonsum entziehen. Dennoch: „Österreichisches Bier behauptete sich auch 2024 in einem rückläufigen Markt gut.“ 2024 wurde von heimischen Brauereien 9,48 Mio. hl Bier produziert, davon gingen mehr als 1,26 Mio. hl in den Export. Das „Mini-Minus“ im Gesamt-Inlands-Ausstoß Bier inkl. alkoholfreien Bieren belief sich auf 0,17 Prozent, jenes von Bier pur auf 0,5 Prozent. Das bedeutet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch 2024 basierend auf vorläufigen Zahlen ungefähr auf dem Vorjahresniveau, also bei ca. 103 Liter zu liegen kommt.

Bierkonsum geht weltweit zurück: Wenn die Weltpolitik auf den Bierdurst durchschlägt

Die Gründe für den Rückgang beim Bier-Konsum sind „mannigfaltig“: Neben dem Trend zu einem Lebensstil mit geringerem Alkohol-Konsum spielen auch die alternde Gesellschaft sowie demographische Entwicklungen eine Rolle. Die hohen Lebenshaltungskosten und die „betrüblichen wirtschaftlichen Aussichten“ sowie die Vielzahl an Krisen und Konflikten, mit denen Konsumenten seit einiger Zeit konfrontiert sind, machen sich ebenfalls negativ bemerkbar; es wird generell weniger konsumiert und ausgegeben. Das betrifft im Fall der Brauereien „vor allem die Absätze in der deckungsbeitragsstarken Gastronomie. Diese hat sich von der Corona-Delle und der Schließungswelle noch nicht wieder erholt“, so Schwarz. Eine Entwicklung, die den Brauern „ernsthafte Sorgen“ bereitet: Auch im Vorjahr galt es, einen Absatzrückgang von 3 Prozent bei Fass- und Tankbier „zu verkraften.“

Export-Plus von neun Prozent

Auf der erfreulichen Bilanzseite ist zu vermerken, dass österreichisches Bier auch im Ausland sehr beliebt ist: In Summe gingen 2024 mehr als 13 Prozent der produzierten Menge in den Export. „Demnach wurden im Vorjahr für das Ausland 25 Mio. Krügerl (als Krügerl bezeichnen die Österreicher ein Glas mit einem Inhalt von 0,5 Liter) mehr Bier und alkoholfreies Bier ‚made in Austria‘ produziert als noch 2023“, freut sich Schwarz. Dabei zeigt sich auch im Export, dass alkoholfreies Bier „im Trend liegt“: Bereits jedes zweite in Österreich produzierte alkoholfreie Bier wird für Märkte im Ausland produziert. Für Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes, erklärt sich der Zuwachs auch durch den boomenden Inlands-Tourismus: „Wer bei uns urlaubt, lernt österreichisches Bier kennen und schätzen.“ Zusätzlich „folgen heimische Brauereien den österreichischen Touristen auf ihren Reisen in Richtung Süden.“ Das Export-Plus kam also nicht von ungefähr, sondern wurde durch verstärkte Aktivitäten der Brauereien angekurbelt, die sich aufgrund des stagnierenden Heimmarktes weitere Absatzkanäle suchen.

Prost ohne Promille auf dem Vormarsch

Ein weiterer positiver Trend, der sich 2024 „manifestierte“, ist jener zu alkoholfreiem Bier: Dieses legte in Österreich im Vorjahr um beachtliche 8,4 Prozent zu – das ist ein Plus von 24.000 Hektolitern oder fünf Millionen Krügerl. Für den Inlands-Verbrauch wurden „mehr als 31 Millionen Liter an alkoholfreiem Bier eingebraut“. „Bier ohne Promille macht damit bereits 3,7 Prozent des Gesamtausstoßes aus“, so Karl Schwarz. Auf diesen Trend springen immer mehr Brauereien auf – und das erweiterte Angebot findet regen Absatz. Florian Berger sieht hier auch für die kommenden Jahre eine große Chance für die heimische Brauwirtschaft: „Konsumentinnen und Konsumenten suchen alkoholfreie Alternativen und die heimische Brauwirtschaft bedient diese Nachfrage auch durch Produkt-Neueinführungen zuverlässig.“ Die Branche ist sich einig, dass „alkoholfreies Bier made in Austria seine Erfolgsgeschichte in den nächsten Jahren fortschreiben wird.“ Liegt doch in Märkten mit vergleichbarem Konsumverhalten wie Tschechien oder Deutschland der Anteil an alkoholfreien Bieren bereits bei über sechs bzw. sieben Prozent am Gesamtausstoß. Diese Zahlen sind auch für Österreich langfristig zu erwarten – das entsprechende Wachstum soll den rückläufigen Bier-Absatz kompensieren. „Bereits jetzt lassen alkoholfreie Biere (inkl. AF-Radler) in der Produktions- und Absatzmenge Pils-, Weizen- und Bockbiere hinter sich und erobern Platz vier im Ranking der beliebtesten Biersorten des Landes“, so Florian Berger.

„Konservative“ Biertrinker in Österreich: Lager-/Märzenbier nach wie vor am beliebtesten

Auf Platz 1 im Beliebtheitsranking landet – wie seit vielen Jahren – das klassische Lager-/Märzenbier, und Florian Berger weiß: „Die heimischen Bierkonsumenten bleiben ihrem Geschmack treu.“ In Summe wurden 2024 fast sechs Mio. Hektoliter Märzenbier getrunken – das bildet einen 70-prozentigen Anteil an der Produktionsmenge ab. Platz 2 belegt sonstiges Vollbier mit einem Absatz von 1 Mio. Hektoliter und einem 13-prozentigen Anteil, gefolgt von Spezialbier (4%).

Das volatile Geschäft mit dem Bier: „Euro-Flop“, Hitzetage und Schlechtwetter

Wendet man sich der Analyse der Vorjahresbilanz zu, so stehen an erster Stelle vor allem die enttäuschten Erwartungen der Bierbrauer im Zusammenhang mit der Fußball-EM: „Der Juni war eine herbe Enttäuschung“, so Karl Schwarz. „Sowohl in Österreich als auch in Deutschland gab es während der Europameisterschaft zweistellige Rückgänge im Bierabsatz.“ Erklärung dafür gäbe es – so Schwarz – „keine, die uns logisch erscheint.“ Wohl hatte der Juni drei Verkaufstage weniger als im Vorjahr, „aber das ist nur ein Teil einer möglichen Erklärung.“

Schwarz spricht von einer „Hochschaubahn für Bierbrauer im ersten Halbjahr.“ Außerhalb des Gastronomie-Geschäfts waren „extreme Auf und Abs“ zu verzeichnen, die es „in dieser Form, solange ich im Geschäft bin, nie gab.“ Bier werde immer öfter „aktionsgetrieben“ gekauft – das führt zu extremer Volatilität, die es den Brauern nicht leichter macht. „Auf Plus 30 folgen Minus 20 Prozent in einem extrem kurzen Zeitraum.“

„Bei über 25 Grad trinkt man eher Wasser“

Zu schaffen macht den Brauern auch der Klimawandel – und das nicht nur auf Rohstoffseite: 2024 geht als eines der heißesten Jahre seit Messbeginn in die Geschichte ein, gepaart mit einer der längsten Hitzewellen. „Hitze ist schlecht für das Braugeschäft – außer für die alkoholfreien Biere, die auch bei tropischen Temperaturen noch gut nachgefragt werden“, analysiert Schwarz. Auch sonstige Wetterextreme, wie etwa das Hochwasser im September, prägte die Brauereien – vor allem jene im Osten des Landes waren durchaus stark betroffen und daher temporär nur eingeschränkt leistungsfähig.

Kreislauf-Wirtschaft: Bierbrauer als Vorreiter und Innovatoren; 7 von 10 Bieren werden in umweltfreundliche Mehrweg-Gebinde abgefüllt

Auch 2024 stand unter dem Eindruck der nachhaltigen Entwicklungen, die gerade beim Bier schon lange Thema sind. Bier hat den höchsten Mehrweg-Anteil bei Getränken – dieser lag 2024 bei beeindruckenden 67 Prozent. „Eine beachtliche Branchen-Leistung angesichts des Einbruches bei Gastro-Absätzen“, so Florian Berger. Mehrweg-Spitzenreiter ist seit Jahren die 0,5 Liter Glas-Flasche – nahezu die Hälfte (46,6%) des bierigen Inlandsausstoßes wird darin abgefüllt. Und das „wohl bekannteste aller Bier-Gebinde“ ist weiter gewachsen: 2024 wurden um 12,3 Mio. mehr 0,5 Liter Mehrweg-Flaschen als noch im Vorjahr produziert.

Mehrweg boomt auch im kleinen Gebinde: 2024 wurden 80 Mio. 0,33 l Mehrweg-Glasflaschen abgefüllt

Und auch die kleinen Mehrweg-Gebinde boomen: Um der seit Anfang Jänner 2024 verpflichtenden Mehrwegquote im Lebensmitteleinzelhandel und erst recht den steigenden Kundenwünschen nach mehr Mehrweg zu entsprechen, forcieren viele Brauereien ihr Angebot an (kleinen) Mehrweg-Glasflaschen. „Unsere Mitgliedsbetriebe leben Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz“, betont Florian Berger. 2024 wurden mehr als 266.000 hl Bier in 0,33-Liter-Mehrweg-Glasflaschen gefüllt – das sind beachtliche 80 Millionen mehrwegfähige Flaschen! Die Einführung der neuen mehrwegfähigen Standard-Kleinflasche „Vichy“ im April 2024 ist ein Erfolg: „Wir sind als Branche stolz auf ein Plus von 18 Millionen Flaschen binnen eines Jahres.“ Der Mehrweg-Anteil bei 0,33 Flaschen stieg damit binnen eines Jahres von 25 auf nunmehr 31 Prozent an. „Dieser Trend wird sich ganz klar fortsetzen“, so der Verband der Brauereien. Und die Erfahrungswerte mit der neu eingeführten 0,33-Liter-Mehrweg-Bierflasche, die mit 20 Cent bepfandet ist, sind gut: „Die Flasche wird gut angenommen und auch regelmäßig retourniert.“

„Verantwortung leben“: Pfand auf 0,5 Mehrweg-Flaschen von 9 auf 20 Cent erhöht

Auch beim Mehrweg-Pfand gab es Anfang 2025 eine Neuerung: Per Februar hoben die heimischen Brauereien nach 40 Jahren den Pfandsatz für die klassische 0,5-Liter-Mehrweg-Bierflasche von 9 auf 20 Cent brutto pro Flasche an. Die nunmehr geltende Pfandhöhe orientiert sich am Wiederbeschaffungswert von neuen Flaschen.

Trotz der Umstellungs-Kosten im „zweistelligen Millionenbereich“, die ausschließlich von den Brauereien getragen werden, war die Pfanderhöhung alternativlos: Viele Jahre lang war diese nicht umgesetzt worden, da branchenseitig befürchtet wurde, Konsumenten an Einweggebinde zu verlieren. Doch aufgrund des niedrigen Einsatzes wurden immer häufiger Mehrweg-Gebinde „nicht retourniert, sondern entsorgt.“ Das führte dazu, dass die Brauereien verstärkt Flaschen nachkaufen mussten und damit zu einem Schaden in Millionenhöhe für die Brauereien und weitere Getränkeproduzenten. „Die neue Pfandhöhe schafft wieder Anreiz, die Flaschen in den Kreislauf rückzuführen“, erklärt Karl Schwarz. Mehrweg-Bierflaschen „müssen im Umlauf bleiben“ – sind sie doch „Öko-Vorreiter“ und können bis zu 40 Mal wiederbefüllt werden.

Brauereien tragen Umstellungskosten in Höhe von geschätzt 10 Mio. Euro

In Vorbereitung auf die Umstellung haben die Bierbrauer Schätzungen vorgenommen, wie viele 0,5-Liter-Mehrweg-Flaschen sich in Umlauf befinden. Gepaart mit Lagerstandserhebungen im Handel geht Schwarz von einem Aufwand in der Höhe von fast 10 Millionen Euro für die Brau-Branche aus. „Wir können nur mit Annahmen und Näherungswerten arbeiten, die genauen Kosten werden wir Ende 2025 kennen.“ Die Umstellung der Automaten auf das neue Pfand verlief – so Florian Berger – „friktionsfrei.“

Quelle: Pressemitteilung des Verbandes der Brauereien Österreichs

Hobbybrauer-Festival der Extraklasse: HOME BREW bei Maisel & Friends in Bayreuth

Am 28. und 29. März 2025 dreht sich bei Maisel & Friends in Bayreuth alles um kreatives Brauhandwerk und leckere Biere. Bei der HOME BREW Bayreuth, der größten Hobbybrauerveranstaltung Süddeutschlands, präsentieren 30 Hobbybrauer und neun professionelle Brauereien aus ganz Europa ihre einzigartigen Kreationen – und das bei freiem Eintritt.

Erstmals findet das beliebte Festival an zwei Tagen statt: Freitag von 18 bis 23 Uhr und Samstag von 14 bis 23 Uhr. Bierbegeisterte können sich auf eine unvergleichliche Vielfalt an Bierstilen und Geschmäckern freuen, spannende Fachvorträge besuchen und sich im Messebereich über Brauzubehör und Rohstoffe informieren. Ein besonderes Highlight ist die diesjährige Partnerbrauerei, die Privatbrauerei Gaffel aus Köln, die ihr traditionelles Kölsch präsentiert.

Wer gewinnt den Hobbybrauerwettbewerb?

Am Samstag um 21 Uhr wird es spannend, wenn der Gewinner des Hobbybrauerwettbewerbs verkündet wird, der einer Jury aus renommierten Bierexperten bestimmt wird. Zum Thema „Italian Style Pilsner“ können Heimbrauer noch bis zum 26. März ihr Bier einreichen.

Die Highlights im Überblick:

  • Craft Stage (Freitag & Samstag): Acht europäische Brauereien, darunter To Øl (Dänemark), Van Moll (Niederlande) und Pivovar Zichovec (Tschechien), und der Bierspezialitäten-Shop Beyond Beer präsentieren ihre Bierspezialitäten.
  • Signature Brauerei (Freitag & Samstag): Die Privatbrauerei Gaffel aus Köln ist in diesem Jahr als Partnerbrauerei vor Ort und bringt das echte Kölsch-Erlebnis nach Bayreuth.
  • Hobbybrauer-Ausschank (Samstag): 30 kreative Hobbybrauer bieten ihre Biere in zwei Slots (14 bis 17 Uhr, 17.30 bis 20.30 Uhr) zur Verkostung an. Besuchende können die Kreationen gegen eine kleine Spende probieren und für ihre Favoriten abstimmen.
  • Preisverleihung (Samstag 21 Uhr): Die Gewinner von Hobbybrauerwettbewerb und Publikumspreis werden feierlich verkündet.
  • Showbrauen und Fachmesse (Samstag): Hobbybrauer Brauwolf demonstriert live vor Ort das Hobbybrauen. Zudem informieren mehrere Fachaussteller über Brauzubehör und Rohstoffe.
  • Fachvorträge (Samstag): Verschiedene Aspekte des Hobbybrauens werden in einem umfangreichen Vortragsprogramm thematisiert. Einige davon sind anmelde- und kostenpflichtig, buchbar auf maiselandfriends.com.

Ob Bierliebhaber, Hobbybrauer oder einfach neugierige Genießer – die HOME BREW Bayreuth 2025 verspricht ein unvergessliches Festival mit spannenden Begegnungen, guten Bieren und bester Stimmung.

Mehr Informationen zu den einzelnen Programmpunkten gibt es unter

www.maiselandfriends.com/homebrew.

Highlightbilder aus den letzten Jahren:

https://maisel.pixxio.media/share/1738573800mJwu2LNiBDX3GX/media

Bayreuther Hell erhält zum 4. mal bei Brussels Beer Challenge Gold

Große Freude in Bayreuth: Bayreuther Hell erhielt zum vierten Mal die Goldmedaille bei der prestigeträchtigen Brussels Beer Challenge und ist damit qualitativer Spitzenreiter in der Wettbewerbskategorie „Lager: Helles”.

Die Brussels Beer Challenge gehört zu den renommiertesten Verkostungswettbewerben der Bierbranche, denn in jeder Kategorie werden nur drei Medaillen vergeben. Bayreuther Hell ist bereits seit 2019 ein Garant für Spitzenplatzierungen: Mit nun viermal Gold und zweimal Bronze findet sich das bayerische Hellbier zum sechsten Mal in Folge auf dem Siegertreppchen ein.

„Seit wir am Wettbewerb teilnehmen, konnte Bayreuther Hell sich eine der hart umkämpften Medaillen sichern – das macht mich unfassbar stolz! Die erneute Bestätigung der Qualität unseres Hellbiers kommt nicht von ungefähr: Ein großes Lob möchte ich all unseren Braumeisterinnen und Braumeistern aussprechen, die jeden Tag mit viel Leidenschaft und Herzblut einfach gutes Bier brauen!“, freut sich Jeff Maisel.

Nicht nur das Helle liegt den Bayreuther Brauern: Auch das Bayreuther Hefe-Weissbier konnte seine Klasse wiederholt beweisen und wurde ebenfalls mit Gold ausgezeichnet.  Damit gehen zwei Medaillen an das Bayreuther Brauhaus, was bei insgesamt lediglich zehn Prämierungen für Biere deutscher Brauereien umso bemerkenswerter ist.

Statement Adolf Schapfl auf der BrauBeviale 2024

Die Hopfenernte 2024 ist in Deutschland leicht überdurchschnittlich ausgefallen.
Damit ist 2024 kein ausgesprochen gutes Jahr, es ist aber besser als die zwei
zurückliegenden, die durch große Hitze und Trockenheit die Hopfenernten gering
ausfallen ließen.
Nach Abschluss der Hopfenzertifizierung am 15. November liegen die offiziellen
Abwaagezahlen vor.
Im Jahr 2024 wurden in ganz Deutschland 46.536 t Hopfen produziert. Das sind
etwa 13% mehr als im Vorjahr 2023 und liegt etwa 3% über einer
Durchschnittsernte.
Die Zahlen aus den einzelnen Anbaugebieten in Deutschland stellen sich wie folgt
dar:

Ernte 2024
in t
Veränderung zu 2023
in %
Ernte 2023
in t
Hallertau40.30215 %34.949
Elbe-Saale2.569-16 %3.056
Spalt7177 %672
Tettnang2.90815 %2.533
Bitburg4074 %23
Bundesgebiet46.53613 %41.234

Das zufriedenstellende Wachstum der deutschen Hopfen in 2024 und die
entsprechende Erntemenge ist stark von der im wesentlichen günstigen Witterung
beeinflusst worden. Zwar war das Frühjahr zu nass, insbesondere die anhaltenden
Regenfälle bis in den Juni hinein machten oftmals ein Befahren der Hopfengärten
unmöglich, allerdings waren dadurch die Bodenwasser-Vorräte hoch und halfen
meist über die Trockenperiode im Juli und August hinweg ohne wieder – wie in den
Vorjahren – große Ernteverluste hinnehmen zu müssen.
In einigen Hopfengärten waren die Niederschläge aber so stark, dass es dort zu
erheblichen Überflutungen kam. Das Wasser stand zum Teil mehrere Tage mehrere
Meter hoch im Hopfengarten, was zu kompletten Ertragsausfällen dort führte und in
einigen Hopfengärten auch zu einer vollständigen Zerstörung der Hopfenpflanzen.
Allein in der Hallertau waren ca. 175 ha Hopfen auf 39 Betrieben überflutet. Die
bayerische Staatsregierung hat ein Hilfsprogramm für entstandene Schäden
aufgelegt, nachdem solche Schäden wenigstens zum Teil ausgeglichen werden.
Dafür danken wir der bayerischen Staatsregierung und der zuständigen
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ausdrücklich.
Die bis in den Sommer hinein feuchte Witterung führte leider auch dazu, dass der
Druck von Pilzkrankheiten auf die Hopfenbestände sehr groß war. Wir
Hopfenpflanzer mussten wieder feststellen, dass unser Werkzeugkasten zur
Gesunderhaltung der Hopfen in Deutschland schlecht bestückt ist. Die weiterhin
abnehmende Anzahl verfügbarer Pflanzenschutzmittel zeigt vor allem in einem Jahr
wie 2024 auf, dass immer weniger Einsatz zwar grundsätzlich wünschenswert ist,
aber auch dazu führen kann und in 2024 in Einzelfällen auch tatsächlich dazu
geführt hat, dass Hopfen erhebliche Ernte- und Qualitätsverluste erleiden müssen.
Das gleiche gilt in Einzelfällen auch für Schädigungen durch die Blattlaus im Hopfen
in 2024.
Aus dem Hopfenjahr 2024 kann man mindestens zwei Lehren ziehen:
Zum einen ist festzustellen, dass der Pflanzenschutz im deutschen Hopfen bis an
die Grenze des Praktikablen bereits heruntergefahren wurde. In Jahren wie 2024
reichen die regulär zugelassenen Wirkstoffe nicht mehr aus. Ohne
Notfallzulassungen wäre ein breitflächiger wettbewerbsfähiger Hopfenanbau nicht
mehr möglich.
Zum anderen zeigt ein Jahr mit ausreichend Regenfällen genauso wie die
vergangenen beiden Trockenjahre, dass der Erhalt und die zukünftige Absicherung
der deutschen Hopfenproduktion in großem Maße von der ausreichenden
Versorgung der Pflanzen mit Wasser abhängen wird. Angesichts des
fortschreitenden Klimawandels haben vereinzelt Hopfenpflanzer bereits vor
mehreren Jahren mit der Hopfenbewässerung begonnen. In den kommenden
Jahren müssen wir aber einer Vielzahl von Hopfenpflanzern die Möglichkeit geben,
ihre Hopfen zu bewässern. Deshalb wurden in den Anbaugebieten Spalt und
Hallertau bereits Bewässerungsverbände für Hopfen gegründet. Mit Hilfe dieser
Verbände sollen nachhaltige Bewässerungssysteme geplant, gebaut und betrieben
werden, die nicht auf Grundwasser setzen, sondern überschüssiges
Oberflächenwasser speichern und im Sommer zur Hopfenbewässerung nutzen
werden. Es handelt sich hier um große Vorhaben, um „Generationen-Projekte“, die
uns Hopfenpflanzer viel Anstrengungen und hohe Kosten abverlangen werden. Wir
werden bei der Verwirklichung dieser Vorhaben auf die Unterstützung von Staat und
Behörden angewiesen sein und danken den entsprechenden Stellen bereits jetzt
für ihre konstruktive Begleitung in den vergangenen Monaten.
Große Sorgen bereitet uns aktuell der Hopfenmarkt. Aufgrund hoher Vorräte sind
die Freihopfenpreise bei wichtigen und großen deutschen Hopfensorten bereits im
letzten Jahr gesunken und nach der Ernte 2024 nochmal. Zum Teil fielen die Preise
in den letzten zwei Jahren um 90%!
Der Großteil der Ernte 2024 ist von den Hopfenpflanzern bereits über Vorverträge
verkauft gewesen und deshalb noch nicht von den tiefen Freihopfenpreisen
betroffen. Auch 2025 sind die Preise für viele Hopfen fixiert. Dann aber enden viele
dieser Verträge und wir Hopfenpflanzer müssen befürchten, dass keine oder nur
Verträge mit zu niedrigen Preisen angeboten werden. Ein wirtschaftlicher
Hopfenbau ist so auf keinen Fall möglich. Ein Aufgeben vieler Hopfenpflanzer
Familien wird die Folge sein.
Wozu das führen wird, sehen wir in den USA. Dort geht in einem atemberaubenden
Tempo Hopfenflächen verloren, ganze Hopfen-Farmen werden verschwinden. Die
US Hopfenindustrie schrumpft gewaltig zusammen. Aus einer notwendigen
Anpassung zum Abbau der Überproduktion könnte ein Kahlschlag werden!
Es liegt jetzt an der Brauindustrie und am Hopfenhandel durch vernünftige
Anschlussverträge eine massive Schädigung im deutschen Hopfenbau zu
verhindern. Gemeinsam können wir die derzeitige Krise meistern!
Die deutschen Hopfenpflanzer und die Hopfenindustrie haben in der Geschichte
schon oftmals bewiesen, dass sie Krisen am Hopfenmarkt durchstehen können. Die
Unterstützung der Abnehmerseite ist dazu aber notwendig.
Die deutschen Hopfenpflanzer und deutsche Hopfenindustrie genießen weltweit
einen hervorragenden Ruf für ihre große Innovationskraft, ihren Zusammenhalt und
ihren Hopfen in bester Qualität. Mit unseren Anstrengungen von heute legen wir das
Fundament für unseren Erfolg von morgen. In diesem Sinne werden wir fortfahren
in der ständigen Weiterentwicklung des deutschen Hopfenbaus, um auch in Zukunft
besten Hopfen für die Brauwirtschaft weltweit zur Verfügung stellen zu können.
In diesem Sinne bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit und schließe mit dem
Motto:
Hopfen & Malz, Gott erhalt‘s!

Brau Union Österreich stellt den 16. Bierkulturbericht vor

Der neue Bierkulturbericht der Brau Union Österreich beleuchtet auf Basis einer repräsentativen Studie die aktuelle Faktenlage im bierigen Konsum- und Kaufverhalten der Menschen in Österreich: Alkoholfreies Bier, Bio-Bier und innovative Mehrweg-Gebinde liegen derzeit voll im Trend. Ich denke, dass die Situation in Deutschland zumindest vergleichbar ist.

Der 16. Bierkulturbericht der Brau Union Österreich geht auch in der Ausgabe 2024 den aktuellen Vorlieben und den sich wandelnden Gewohnheiten beim Thema Bierkonsum in Österreich auf den Grund. Eine starke Kernaussage der vom Marktforschungsinstitut Market durchgeführten, repräsentativen Studie, die dem Bierkulturbericht zugrunde liegt, ist, dass Bier für eine deutliche Mehrheit von 84 Prozent der in Österreich lebenden Menschen wichtig für die heimische Getränkekultur ist.

Bier schmeckt in der Gastronomie besser als daheim

Einem Drittel der Befragten schmeckt Bier in der Gastronomie explizit besser als daheim – und das liegt wohl nicht nur am Geschmack selbst. Bier wird im Österreich nämlich vor allem dann gerne getrunken, wenn es um Geselligkeit geht. Auch auf Festivals, bei Konzerten und gemeinsam im Freundeskreis gehört für viele Menschen Bier zu einem gelungenen Gesamterlebnis einfach mit dazu – und dieses hat offenbar einen sehr guten Geschmack. „Unser neuer Bierkulturbericht bietet aufschlussreiche Einblicke in den hohen Stellenwert und das gute Image von Bier in Österreich. Den Begriff der Bierkultur fassen wir dabei ganz bewusst in seiner ganzen Bandbreite – vom Anbau hochwertiger Rohstoffe durch die Landwirtschaft, über die hohe Kunst des Bierbrauens bis hin zum professionellen Ausschank in der Gastronomie und dem Biergenuss selbst. Das Thema Bier hat fast unendlich viele Facetten und unsere starke Allianz aus heimischen Traditions-Brauereien beweist tagtäglich ihre hohe Leidenschaft für die heimische Bierkultur“, so Daniela Winnicki, Director Corporate Affairs, Brau Union Österreich.

Verantwortungsbewusstsein beim Bierkonsum ist gestiegen

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) trinkt regelmäßig Bier, also zumindest mehrmals pro Monat. Verantwortungsbewusster Konsum spielt dabei eine immer größere Rolle: Fast ein Drittel in der Gruppe der regelmäßigen Bierkonsumenten (31 Prozent) entscheidet sich aktuell auch ganz bewusst für alkoholfreies Bier. In der Gesamtbevölkerung liegt dieser Wert erst bei etwa einem Viertel. Es verwundert deshalb auch nicht, dass knapp die Hälfte der regelmäßigen Biertrinkern (46 Prozent) ein gestiegenes Verantwortungsbewusstsein beim Thema Alkoholkonsum in Österreich wahrnehmen.

Starke Trends: Bio-Bier und Mehrweg-Gebinde

Nicht nur bei landwirtschaftlichen Produkten, sondern auch beim Bier wächst die Zahl jener, die sich ganz bewusst für Produkte in Bio-Qualität entscheiden. Mehr als ein Viertel der Befragten (27 Prozent) hat bereits Bier aus biologischen Zutaten getrunken. Ein weiterer Trend betrifft Mehrweggebinde. Diese sind für Bier in Österreich durch die starke Verbreitung der standardisierten 0,5l Mehrwegflaschen quer durch die gesamte Brauwirtschaft traditionell sehr beliebt. 62 Prozent der Befragten kaufen Bier am liebsten in Mehrweg-Gebinden, wobei es dabei große Unterschiede in Österreichs neun Bundesländern gibt. Während etwa in Oberösterreich knapp drei Viertel (74 Prozent) lieber zu Mehrweg-Gebinden greifen, ist es in Wien nicht einmal die Hälfte (47 Prozent). Die zunehmende Verbreitung der neuen 0,33l Mehrweg-Kleinflasche in Österreich wird den Griff zu Mehrweg-Gebinden weiter verstärken. Bereits unmittelbar nach der Einführung dieser Gebinde-Innovation zu Jahresbeginn 2024 gaben 15 Prozent der Befragten an, ihr Kaufverhalten deshalb nun verändern und ressourcenschonender gestalten zu wollen, indem sie öfter Mehrwegflaschen kaufen.

Trinkgewohnheiten im Tages- und Wochenverlauf

Spannende Einblicke bietet der Bierkulturbericht der Brau Union Österreich auch in die Gewohnheiten beim Bierkonsum im Lauf des Tages bzw. der Woche. Vier von zehn Befragten haben wiederkehrende Zeiten bzw. Gelegenheiten (zum Essen, beim Gastronomie-Besuch, am Wochenende), an denen sie Bier trinken. Bei einem Drittel unterscheidet sich der Bierkonsum während der Woche vom dem am Wochenende bzw. an Feiertagen. Urlaub oder freie Tage sind auch für knapp ein Drittel (31 Prozent) ein Anlass dafür, Bier zu anderen Zeitpunkten als gewöhnlich zu trinken. Im normalen Tagesverlauf wird Bier vor allem zum Feierabend (46 Prozent), zum Abendessen (47 Prozent) oder später am Abend bzw. in der Nacht (33 Prozent) getrunken. Ein Viertel der Österreicher trinkt auch zum Mittagessen gerne Bier.

Über die Studie

Für die Studie zum 16. Bierkulturbericht der Brau Union Österreich wurden im Februar und März 2024 vom MARKET Marktforschungsinstitut 2.085 Personen ab 18 Jahren in Österreich in Telefon- und Online-Interviews zu ihren Konsumgewohnheiten und Einschätzungen beim Thema Bier befragt. Den gesamten Bierkulturbericht 2024 sowie die 15 Bierkulturberichte aus den Vorjahren gibt es online zum Durchblättern und zum Download.

Die BrauBeviale zieht Bilanz der Messe 2024

Nach dem letzten Messetag der BrauBeviale 2024 in Nürnberg am Donnerstag, 28. November 2024, zeigt sich einmal mehr, dass der Kommunikations- und Informationsbedarf der Brauerei- und Getränkebranche ungebrochen hoch ist. Mit 30.821 Besucherinnen und Besuchern und einem Anteil von ca. 84 Prozent aus Deutschland und der Europäischen Union bestätigt die BrauBeviale ihre Position als europäischer Jahrestreffpunkt der Branche.

Mit 858 Ausstellern auf einer Nettofläche von 35.403 m² erfüllte die BrauBeviale 2024 die Erwartungen der Besucher. Zusätzlich zu diesen Ausstellungsflächen bot die BrauBeviale 2024 erneut Sonderflächen für ein umfangreiches Vortragsprogramm. Gerade der Fokus auf Rohstoffe & Marketing sowie für Technologie & Verpackung unterstützt die Besucher dabei, mit ihrem Messebesuch zusätzlich Hintergrundinformationen zu erhalten.

Messen sind Impulsgeber für Investitionen

Im Ausstellungsangebot war 2024 ein Anteil von etwa 10 Prozent neuer bzw. zurückkehrender Aussteller präsent – ein Beleg dafür, dass die Brauerei- und Getränkebranche für viele Anbieter ein interessanter Markt ist. „Es hat sich gezeigt, dass die Aussteller in ihrer Messestrategie die Größe der benötigten Fläche für sich sehr sorgfältig auswählen, was sich bei der BrauBeviale 2024 in einem Minus an verkaufter Fläche von ca. 9 % dokumentiert. Das ist aber kein Indiz für eine schlechte Stimmung in der Branche,“ wie Geschäftsführer Rolf Keller des Messeveranstalters YONTEX sagt. „Viele Aussteller – auch die Marktführer – signalisieren, dass das Investitionsverhalten wieder beflügelt ist. In unseren vorläufigen Auswertungen der Besucherstruktur können wir bereits jetzt erkennen, dass der Anteil der Entscheider deutlich angestiegen ist.“

Die Besucher erkennen den Impulscharakter der Messe und nutzen – so Stimmen aus dem Besucherkreis – die Messe als Ganzes für den Überblick über aktuelle Entwicklungen. „Wir hören, dass mittlerweile der Gesamtüberblick über das Angebot für die Besucher ein wichtiges Argument zum Besuch der BrauBeviale ist. Es genügt der Branche nicht mehr, nur einzelne Messestände anzusteuern. Der Gesamtüberblick ist wichtig“, betont Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale.

Der nächste Termin steht bereits fest

Nach der Messe ist vor der Messe: Der Termin für die nächste BrauBeviale ist bereits fixiert. Da die Messe turnusgemäß im drinktec-Jahr aussetzt, wird der nächste Branchentreff in Nürnberg vom 10. bis 12. November 2026 stattfinden. Damit kommen die Organisatoren dem Wunsch der Branche nach, wieder zum langjährig gelernten Termin Mitte November zurückzukehren.

Weihenstephan holt beim European Beer Star 2024 zwei Medaillen

Gold für den Weizenbock Vitus, Silber für das Kristallweißbier: Die beiden Bierspezialitäten der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan konnten beim European Beer Star (EBS) wieder punkten. Damit zementieren sie ihren Platz als die am meisten ausgezeichneten Biere der Brauerei.

Ende November geht der Blick vieler Brauereien immer gen Nürnberg: Dort wird bei der BrauBeviale jährlich der European Beer Star verliehen. Und wer dort einen Preis bekommt, darf sich besonders freuen – schließlich gilt der EBS als besonders prestigeträchtig.

Ganz vorne war der Weihenstephaner Goldjunge Vitus mit dabei: Dabei verteidigte der Weizenbock seine Medaille aus dem Vorjahr – wieder gab es Gold! Der Vitus, der trotz seiner 7,7 Prozent eher wie ein fruchtiges Weißbier schmeckt, überzeugte mit seinen intensiven Bananennoten und seiner hohen Drinkability. Ein Mundgefühl, das seinesgleichen sucht – bestätigt durch die Auszeichnung beim European Beer Star.

Silber holte sich in der Kategorie South German-Style Kristallweizen das Weihenstephaner Kristallweißbier. Eine angenehme Rezenz, ein Hauch von Banane und ein klares Erscheinungsbild im Glas charakterisieren diese Bierspezialität. Ein kleiner Blick hinter die Weihenstephaner Kulissen: Im Ausland wird das Bier vor allem in den USA und Australien getrunken, in Deutschland vor allem in Baden-Württemberg.

Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Brauerei, war mit den Resultaten mehr als zufrieden: „Diese beiden Bierspezialitäten überzeugen nicht nur seit Jahren bei den Bierwettbewerben dieser Welt, sondern auch bei den Fans, die die Nachfrage danach nicht abreißen lassen.“ Die Bestätigung durch die Jury beim European Beer Star sei das Sahnehäubchen, erklärte Dr. Schrädler.

Tobias Zollo, Technischer Leiter und Erster Braumeister, freut sich besonders, sein Lieblingsbier wieder mit Gold behangen zu sehen: „Unser Vitus ist einzigartig.“ Natürlich, so sagt er mit einem Schmunzeln, „sind alle unsere Biere besonders“ – aber der Weizenbock rage einfach heraus. Den Erfolg teilt er mit seinem Team, schließlich seien es vor allem „unsere Brauerinnen und Brauer, die jeden Tag hart dafür arbeiten, um höchste Qualität zu liefern“. Und das sei ihnen auch dieses Mal wieder bestens gelungen, sagte Zollo.

Mehr Informationen zu den Siegerbieren erhalten Sie unter www.weihenstephaner.de.