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Bierabsatz im Juni trotz Fußball-EM im Keller

Für Deutschlands Brauereien ist die Fußball-Europameisterschaft weitgehend hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der im Juni erwartete Absatzbonus blieb nach Einschätzung der Brauerei C. & A. Veltins aus – der Monat Juni fällt mit einem deutlichen Absatzverlust sogar hinter den Vorjahresabsatz zurück. „Der Fußball-EM-Effekt ist verpufft“, so Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber. „Da wurde offenbar viel Euphorie in die Europameisterschaft hineingeredet, ohne dass sich diese in der Lebenswirklichkeit und Feierfreude der Verbraucher wiedergefunden hat. Der Fußball-EM ist es nicht gelungen, die wirklichen politischen und wirtschaftlich belastenden Themen in den Hintergrund zu drängen!“ Huber sprach von anhaltender Konsumzurückhaltung. Auch das Wetter habe den Fan-Meilen geschadet. Das statistische Bundesamt nennt die genauen Werte zum Monatsende.

Strömungsabriss der Begeisterung nach deutschem Vorrunden-Aus

Nach Einschätzung der Brauerei C. & A. Veltins hätte die Fußball-EM nach den Erfahrungen des letzten Jahrzehntes ein veritabler „Plus-Bringer“ werden können. Damals erreichte die deutsche Brauwirtschaft nach dem mehrwöchigen Fußball-Turnier mit aller Regelmäßigkeit einen nachweisbaren Hektoliter-Bonus von rund 700.000 hl. „Die nach den diesjährigen Vorrundenspielen langsam einsetzende Begeisterung erhielt nach dem verlorenen Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft buchstäblich einen Strömungsabriss“, so Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins.

Absatzplus durch Rudelgucken daheim fiel sehr bescheiden aus

Die Abverkäufe in den Märkten hatten sich in den Juni-Wochen ohnehin in Grenzen gehalten. Gute EM-Aktionen einzelner Anbieter wurden vom Verbraucher zwar honoriert, aber das Basisgeschäft rund ums Grillen sei schlichtweg auf der Strecke geblieben. Das Rudelgucken, auf dessen Multiplikator-Effekt Deutschland Brauer gehofft hatten, fiel auf den privaten Terrassen leider nur sehr bescheiden aus. Dr. Volker Kuhl: „Das Sommermärchen 2006 wiederholte sich allenfalls in den Aktionspreisen, die der Handel im Sinne der Verbraucher auf das Niveau wie vor 18 Jahren zurückgeführt hatte.“ In den Metropolen und an den Ausrichtungsorten sei zu den Spielen der Vorrunden und Viertelfinal-Begegnungen zwar deutlich touristische Bewegung erkennbar gewesen, doch die Zusatzabsätze hatten gastronomisch allenfalls einen lokalen Effekt.

Was erwartet uns auf der BrauBeviale 2024?

Die BrauBeviale 2024 ist zwar noch fast ein halbes Jahr hin, aber sie ist fest eingeplant im Messekalender zahlreicher Anbieter für die Bier- und Getränkeherstellung und -verpackung. Vom 26. bis 28. November 2024 wird die Branche in Nürnberg wieder Impulse für die eigene Produktion sammeln. Die Entwicklungen im Markt und Veränderungen der Nachfrage sowie die erheblichen Herausforderungen der Branche bezüglich Rohstoffsicherheit, Verpackungskonzeption, Energieeinsparung und Produktionseffizienz erfordern eine konsequente Investitionsstrategie. Mit den aktuellen Branchenzahlen zur Produktion von Maschinen im Getränkesektor lässt sich nachvollziehen, dass die Getränkehersteller hier bereits umfassend aktiv sind.

Die Marktzahlen der Brewers of Europe für 2023 knüpfen an frühere Marktdaten mit einer Produktion von 358 Mio. hl in Europa an. Weiteres Wachstum wird das Thema alkoholfreie Biervarianten bescheren. Für 2025 geht Statista von einem Anteil von etwas mehr als 6 Prozent am Gesamtausstoß in Europa aus. Deutschland lag im Jahr 2023 mit einem Absatzanteil von 7,1 Prozent bereits über diesem Wert. Auch immer mehr mittelständische Brauereien erkennen das Marktpotential von alkoholfreien Bieren und setzen bewusst und erfolgreich auf dieses Segment.

Im Markt der alkoholfreien Getränke (Softdrinks, Saft, Mineralwasser, Sirupe) zeigt sich auf Europas Märkten eine stabile Lage: Die von UNESDA (Soft Drinks Europe) veröffentlichten Zahlen aus einer Global-Data-Erhebung nennen für 2023 eine Produktion von ca. 132 Mrd. Litern. Die Marktdaten für den europäischen Weinsektor nennen eine Produktion in Europa von etwa 13,5 Mrd. Litern – die Werte in diesem Segment spiegeln nicht nur Produktionskapazitäten oder die Marktnachfrage wider, sondern auch wetter- und klimabezogener Schwankungen.

In Konsequenz aus allen Marktdaten sind auf der BrauBeviale 2024 viele Schwerpunkte gesetzt: Klimaresistente Rohstoffe, neue Produktionstechnologien gemäß den Getränketrends, effiziente und ressourcenschonende Technik sowie passende Verpackungs- und Logistikoptionen. Die Anmeldezahlen zeigen bereits jetzt: Die Aussteller der BrauBeviale 2024 räumen dem Nürnberger Branchentreff hohe Wichtigkeit ein. Aus Besuchersicht ist gerade der Komplettüberblick über alle Segmente für die Bier- und Getränkeproduktion besonders lohnend. Andrea Kalrait, Executice Director Exhibition für die BrauBeviale: „Die BrauBeviale zeigt erneut als One-Stop-Shop alles, was Brauer, Wein- oder Getränkehersteller benötigen. Damit holen sie sich mit einem kompakten Messebesuch Lösungen für alle aktuellen Aufgaben ab. Effizienter kann ein Messebesuch nicht sein.“

Brauer und Getränkehersteller konsequent im Investitionsmodus

Trotz immenser Herausforderungen ist in der Getränkebranche eine überdurchschnittliche Investitionsfreude festzustellen. „Unter den mittelständischen Privatbrauereien werden derzeit zahlreiche Investitionsprojekte umgesetzt. Im Zentrum der Maßnahmen stehen insbesondere Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energien“, beurteilt Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer des Verbands Private Brauereien Bayern e.V., die derzeitige Lage. Dabei ist die BrauBeviale ein wichtiger Impulsgeber für Brauereien und Getränkeproduzenten sowohl im Inland als auch im Ausland.

Ein Beispiel: Früher waren CO2-Rückgewinnungsanlagen für mittelständische Braubetriebe oft zu groß und unrentabel. Im Zuge von immer wieder auftretenden Versorgungsengpässen bei technischer Kohlensäure findet hier mittlerweile jedoch ein gewisses Umdenken statt – auf Seiten der Produzenten wie auf Seiten der Anlagenhersteller. „Als Netzwerk-Plattform und durch ihr Vortrags- und Ausstellerangebot bringt die BrauBeviale alle Protagonisten zusammen. Getränkehersteller können sich entlang der kompletten Wertschöpfungskette umfassend darüber informieren, welche technologischen Lösungen es auf dem Markt gibt und wie diese im eigenen Betrieb umgesetzt werden können“, so Stefan Stang.

Der Blick auf die Verpackungen wird vor dem Hintergrund der Anforderungen der europäischen Verordnung zu Verpackungen und Verpackungsabfall (PPWR) noch wichtiger. Mit leichteren Flaschen – also der Reduktion der Flaschengewichte bei den Glasflaschen – zeigt sich eine Option, wie mehr Ressourceneffizienz in der Branche erreicht werden kann. Als leichtes und recyclingfähiges Gebinde ist zudem die Getränkedose insbesondere für die Erschließung von Exportmärkten eine geeignete Wahl. Als Ergänzung zur umweltfreundlichen Mehrwegflasche für den heimischen Absatzmarkt findet die Dose so auch bei regionalen Getränkeherstellern ihren Platz im Verpackungsportfolio.

Positive Marktentwicklung für Maschinenhersteller im Getränkesektor

Die Marktlage zeigt sich auch deutlich in den Zahlen des VDMA: Mit einer Produktion von Getränkemaschinen in Höhe von 535 Mio. Euro und von Getränkeverpackungsmaschinen im Wert von 2.798 Mio. Euro weisen auch die Zahlen des VDMA Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Getränkemaschinen eine positive Entwicklung auf: Mit einem Produktionswert für Getränkemaschinen und Getränkeverpackungs-maschinen von 3.333 Mio. Euro gegenüber 2.934 Mio. Euro im Jahr 2022 mit erreichte die Branche im Jahr 2023 ein Plus von rund 12 Prozent.

Wie der VDMA aus seiner Konjunkturumfrage vom April 2024 berichtet, wird die aktuelle Nachfragesituation aus den Märkten von über 40 Prozent der Branchenunternehmen mit gut bis sehr gut bewertet. Über 50 Prozent der Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sind demnach mit der Nachfragesituation zufrieden. Die weiteren Aussichten für 2024 schätzen die meisten Unternehmen unter dem Strich positiv ein. Angesichts der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen und auch vor dem Hintergrund des individuell erreichten hohen Vorjahresniveaus wird von den Unternehmen mehrheitlich ein moderates Wachstum für 2024 erwartet.

Hofstettner ist Österreichs „Brauerei des Jahres 2024“

Bei der feierlichen Preisverleihung zur Austrian Beer Challenge (ABC) 2024 wurden Freitag (21. Juni 2024) die Ergebnisse der 20. Staatsmeisterschaft der Biere verkündet und die Staatsmeistertitel an die besten gewerblichen Brauereien und die besten Hobbybrauer:innen im Bierland Österreich verliehen.

Mit insgesamt zwei Staatsmeistertiteln und zwei Silbermedaillen darf sich die Brauerei Hofstetten aus St. Martin im Mühlkreis „Brauerei des Jahres 2024“ nennen. Eigentümer und Braumeister Peter Krammer ließ sich durch seinen Sohn und Brauer in 6. Generation Erik Krammer dabei vertreten, die Urkunde des prestigeträchtigen Titels im Rahmen der ABC Biergala im Hörsaal der Linzer Brauerei entgegenzunehmen und den Sieg vor Ort gebührend zu feiern.

Florian Javernik ist erst kürzlich ins Brauereigewerbe eingestiegen, nachdem er sieben Jahre lang als Hobbybrauer auch bei der ABC bereits Erfolge verzeichnete. Heuer gelang es ihm mit Flos Black das „Bier des Jahres 2024“ zu brauen. Dass ein dunkles Lager zum „Best of Show“, also zum überzeugendsten Bier aller 20 Kategoriesieger gekürt wird, ist alles andere als selbstverständlich, handelt es sich doch um einen oft unterschätzten Bierstil unter den traditionell heimischen Sorten.

So wie die Staatsmeisterschaft zu ihrem 20. Jubiläum in das Bundesland ihres Ursprungs zurückkehrte, so dominieren auch die oberösterreichischen Brauereien die diesjährige ABC mit 6 Staatsmeistertiteln und insgesamt 19 Stockerlplätzen. Niederösterreich folgt im Ranking der Top-3-Platzierungen (14) vor Wien (8), Kärnten (5), Burgenland (4), Salzburg, Steiermark sowie Vorarlberg (je 3) und Tirol (2).

„Erstmals können wir Brauereien aus jedem Bundesland auszeichnen. Das zeugt einerseits von einer flächendeckend hohen Bierqualität im ganzen Land, andererseits auch von der großen Akzeptanz der Austrian Beer Challenge als erste und einzige Staatsmeisterschaft der Brauereien. Mit 716 eingereichten Bieren ist es zudem die Erfolgreichste in den über 20 Jahren ihres Bestehens.“ zieht Langzeit-ABC-Organisationsleiter Jörg Prähauser Bilanz.

Unter den Hobbybrauern dominierte die Privatbrauerei Kremmel aus Lustenau/Vorarlberg mit insgesamt sechs Platzierungen und drei Staatsmeistertiteln. Damit holte sich Florian Kremmel den begehrten Titel „Hobbybrauer des Jahres“ nach denselben Erfolgen der Jahre 2021 und 2022 nun wieder zurück. Doch damit nicht genug. Florian Kremmels Staatsmeisterbier LEO wurde in der Finalrunde der Blindverkostung von 10 Juroren zum „Best of Show“ unter den Hobbybrauerbieren gewählt. Wie schon bei den gewerblichen Brauereien ist auch das beste Hobbybier ein dunkles Lager. Dieser Doppelerfolg ist umso beachtlicher, gewinnt die Privatbrauerei Kremmel die meisten Preise mit untergärigen Bieren, was gerade in der Hobbybrauerklasse einen Perfektionsanspruch an absolut fehlerfreie Brauprozesse erfordert.

Beim seit letztem Jahr im Rahmen der ABC und in Kooperation mit der Beer Tasting App durchgeführten Community Award, nahmen rund 4.000 Tester aus ganz Österreich teil. Auf ihren Handys und Tablets bewerteten die Bierkonsumenten über mehrere Wochen ein anonymisiertes Probierpaket heller, untergäriger, klassisch österreichische Biere. Als Sieger ging das Stiegl Goldbräu hervor. Danach reihten sich Geigenseer Edelsud Helles und Zipfer Urtyp unter die Publikumsfavoriten.

Ein Erfolg auf organisatorischer Seite war die erstmalige Definition des Bierstils Österreichisches Märzen in Anlehnung an die internationalen Standards der BJCP*-Sortenrichtlinien durch Fachbuchautor Hubert Hanghofer mit Unterstützung mehrerer Kapazunder der heimischen Bierbranche.

Hintergrundinformation:

Alle Biere, die in knapp 120 international anerkannten BJCP*-Sortenrichtlinien zur ABC eingereicht werden können, wurden für die ABC 2024 thematisch in insgesamt 20 Kategorien gruppiert. Der Staatsmeistertitel sowie die zweit- und drittplatzierten Preisträger wurden in eben diesen 20 Kategorien ermittelt. Das BierIG-Qualitätssiegel 2024 wurde weiteren 57 kommerziell erhältlichen und 56 Hobbybrauer-Bieren verliehen, die es mit einer Mindestpunkteanzahl ins Finale geschafft haben. Mit 312 Bieren von gewerblichen Brauereien und 404 Hobbybrauerbieren wurden heuer insgesamt 716 Biere zur Teilnahme an der ABC angemeldet, was zum 20. Jubiläum der Staatsmeisterschaft der Brauereien & Hobbybrauer einen allzeit Rekord an teilnehmenden Bieren entspricht.

Der ABC Verkostungswettbewerb fand von 31. Mai bis 2. Juni 2024 im Hörsaal der Linzer Brauerei statt. Die Austrian Beer Challenge ist Österreichs erste und einzige Bier-Staatsmeisterschaft und der Maßstab für heimische Bierqualität. Bei der gänzlich unabhängigen Blindverkostung verkosteten in diesem Jahr insgesamt mehr als 100 Juroren einer hochkarätig besetzten national (60 %) und international (40 %) besetzten Jury.

Die ABC ist die wichtigste Veranstaltung des Vereins BierIG, Interessengemeinschaft der Bierkonsumenten, der sich bereits seit seiner Gründung im Jahr 2002 für Biervielfalt und -kultur in Österreich einsetzt und die Staatsmeisterschaft ausschließlich mit Unterstützung ehrenamtlich tätiger Vereinsmitglieder organisiert.

Weitere Informationen zur Austrian Beer Challenge und Preisverleihung samt Bildern und einer kompletten Liste der Preisträger finden sich unter www.austrianbeerchallenge.at

*BJCP: Beer Judge Certification Program, Inc. ist eine weltweit agierende Organisation für die Zertifikation von Juroren für Bier und verwandte, vergorene Produkte. Die von der BJCP definierten und beschriebene Bierstile dienen zahlreichen Meisterschaften und Wettbewerbe weltweit als Beurteilungsbasis.

Deutschland im Hopfenanbau weltweit wieder Nummer 1

Hohe Lagerbestände belasten den weltweiten Hopfenmarkt. Die Konsequenzen sind global sinkende Preise der Hopfen und sinkende Hopfenflächen. Weltweit wird ein Rückgang um 4.800 ha im Vergleich zum Jahr 2023 auf dann knapp 55.000 Hektar erwartet. Der Löwenanteil der Flächenreduktion entfällt auf den bisher größten Hopfenproduzenten USA. Dort wird die Hopfenfläche von bisher 22.500 Hektar auf 17.850 Hektar reduziert. Im Gegensatz dazu fällt der Flächenrückgang in Deutschland geringer aus. Im Heimatland des Bier-Reinheitsgebotes gehen im Vergleich zum Vorjahr 340 Hektar verloren. Mit den verbleibenden rund 20.300 Hektar Hopfen wird die Bundesrepublik damit wieder zum weltweit führenden Hopfenproduzenten und löst dadurch nach 9 Jahren die USA an der Spitze ab.

Neben der Betrachtung der Gesamtfläche Deutschlands lohnt sich ein genauerer Blick auf die einzelnen Hopfensorten und die Sortensegmente. Der Trend der Flächenverschiebung weg von Aromahopfen hin zu Bitterhopfensorten hält an. Die Bitterhopfensorte „Herkules“ ist weltweit die Sorte mit der größten Anbaufläche und wird dabei nur in Deutschland angebaut. Mit einer Fläche von mehr als 7.900 Hektar und damit 39 % der deutschen Hopfenanbaufläche hat die Sorte Herkules diese Vormachtstellung weiter ausgebaut. Auch die neue Bitterhopfensorte „Titan“ hat flächenmäßig zugelegt und die Fläche von 100 Hektar im Vorjahr auf über 300 Hektar 2024 verdreifacht. Damit steigt in Deutschland der Anteil aller Bittersorten auf nun 53 % der Gesamthopfenfläche.

Die beiden bedeutendsten deutschen Aromahopfensorten „Perle“ und „Hallertauer Tradition“ haben dagegen Fläche verloren. Die Fläche der Perle reduziert sich um 375 Hektar auf nun 2.860 Hektar in 2024. Der Rückgang bei Hallertauer Tradition beträgt 240 Hektar, sodass in diesem Jahr 2.460 Hektar verbleiben.

Nach wie vor geht nahezu die gesamte weltweite Hopfenproduktion ins Bier. Damit ist der Hopfenmarkt direkt an den Biermarkt gekoppelt. Der seit der Corona-Pandemie stagnierende globale Bierabsatz belastet den Hopfenmarkt. Obwohl der Entwicklungsstand der deutschen Hopfen aktuell positiv ist, blicken die deutschen Hopfenpflanzer deshalb mit großer Sorge in die Zukunft.

10 % Rabatt auf Helles aus Neuzelle

Am 20. Juni ist Sommersonnenwende. Das heißt, es ist sehr lange hell. Ein Grund zum Feiern. Dieser Meinung ist auch die Brauerei in Neuzelle und gewährt aus diesem Anlass einen Preisnachlass von 10 % auf das Neuzeller Hell. Diesen Rabatt gibt es exklusiv im Onlineshop, den Sie über das Banner erreichen, das Sie am Ende dieses Artikels sehen. Das Angebot gilt bis zum 30. Juni 2024. Um den Rabatt zu erhalten müssen Sie bei der Bestellung lediglich den Rabatt-Code „Hell24“ eingeben.

Wenn Sie jetzt der Meinung sind, dass der Bierstil Helles eigentlich eine Domäne der Bayern ist, kann ich Sie beruhigen. Die Geschäftsführer kommen ursprünglich aus Bayern und haben Anfang der 1990er Jahre die damals von der Schließung bedrohte Brauerei übernommen. Sie wissen also, wie ein gutes Helles gebraut wird.

Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: „Heute, in einer Zeit, in der vieles schnelllebig und oberflächlich ist, erinnert uns Neuzeller Hell an die traditionellen Werte, die wirklich zählen: Freundschaft, Geselligkeit und Toleranz. Es ist ein Bier, das Menschen zusammenbringt, Geschichten erzählt und Momente unvergesslich macht – wie den längsten Tag des Jahres.“ Also dann: Prost und wohl bekomms.

Österreich: Oliver Klamminger ist neuer Biersommelier-Staatsmeister

Am 31. Mai 2024 ging in Linz die 6. Österreichische Biersommelier-Staatsmeisterschaft über die Bühne. Nach langem Wettstreit und spannendem Finale kürte eine hochkarätig besetzte Fachjury Oliver Klamminger aus Salzburg zum neuen Biersommelier-Staatsmeister. Parallel dazu qualifizierten sich die besten Zehn für das Österreichische Nationalteam – sie werden für das Bierland Österreich bei der 8. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier (München, Sep. 2025) ins Rennen gehen.

Das Bierland Österreich feiert seinen neuen Staatsmeister! Bereits zum sechsten Mal stellten Österreichs Biersommelièren und Biersommeliers unter Vorsitz des Verbands der Brauereien Österreichs bei anspruchsvollen theoretischen sowie sensorischen Prüfungen unter der organisatorischen Leitung der Doemens Genussakademie (https://doemens.org/) aus Gräfelfing, Deutschland, mit ideeller Unterstützung des Verbands der Diplom Biersommeliers ihr Können unter Beweis. Im großen Finale stellten die Besten ein ihnen unbekanntes Bier einem bieraffinen Publikum im Rahmen der Austrian Beer Challenge vor.

Aus dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmern setzte sich am Ende Oliver Klamminger gegen die starke Konkurrenz durch. Der Salzburger zeigte sich fachlich äußerst souverän und bot eine eloquente Performance auf der Bühne. „Das Ziel war wieder die Top-10 zu erreichen, dass es Platz Eins wurde, ist absolut unerwartet, überraschend aber absolut überragend. Sich gegen die besten Sommeliers Österreichs und diese enorme Qualitätsdichte durchzusetzen ist unbeschreiblich. Ich möchte mich bei meiner Frau bedanken, die mir im Vorfeld so professionell Trainingsbiere eingeschenkt hat und natürlich bei allen Freunden aus der Bierszene, bei denen ich über die Jahre so viel lernen durfte. Bier steht für mich für absolute Leidenschaft, Genuss und pure Emotion – genau diese Attribute haben mich in den letzten Jahren angetrieben.“, so der frischgebackene Staatsmeister. Den zweiten Platz errang Karl Zuser, jun. (OÖ), gefolgt von Julian Selinger (Stmk.).

Biersommelier-WM 2025 in Deutschland

Für die besten zehn Biersommeliers, darunter eine Frau, heißt es im nächsten Jahr die Koffer zu packen. Es geht im September nach München zur 8. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier, die im Rahmen der drinktec, Weltleitmesse für die Brau- und Getränkeindustrie, stattfinden wird. „Darauf freuen wir uns schon sehr. Schließlich treten wir nächstes Jahr mit der Crème de la Crème des Biersommelierwesens an“, so Karl Schwarz, Obmann des Brauereiverbandes. „Doch zuallererst möchte ich Oliver Klamminger – sowie dem ganzen Nationalteam – herzlich gratulieren!“

Österreich ist ein Vorreiter der Bierkultur

Mit aktuell ca. 4.600 Bier-Jungsommeliers, Biersommeliers und Diplom-Biersommeliers ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bier-Wissen und Bierkultur. Nirgendwo sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-Expertinnen und Bier-Experten. „Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild für viele weitere Länder geworden“, erklärt Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbands, abschließend.

Das Österreichische Nationalteam: (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Reinhard Feigl, Wien; IT-Projektleiter, Wanderbrauer
  • Ursula Huber-Kainz, Niederösterreich; Restauratorin von Holzobjekten, International Beer Judge
  • Franz Jirovec, Wien; Systemadministrator
  • Clemens Kainradl, Burgenland; Manufakturbier-Händler
  • Johannes Keller, Wien; IT
  • Oliver Klamminger, Salzburg; Marketingassistent, Gründer/CEO BierOK
  • Markus Rüf, Vorarlberg; IT-Applikationsberater
  • Martin Seidl, Oberösterreich; Bierbrauer, Autor „111 Biere aus Österreich, die man getrunken haben muss“
  • Julian Selinger, Steiermark; wissenschaftlicher Mitarbeiter TU Graz
  • Karl Zuser, Oberösterreich; BierWirt, Hotelier

Die Fachjury: (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Mag. Florian Berger, Geschäftsführer Verband der Brauereien Österreichs
  • DI Nicola Buchner, diplomierte Biersommelière, Geschäftsführerin Verband der Diplom Biersommelier
  • Anton Gallistl, vielfach prämierter Biergastronom,
  • Pöstlingberg Schlössl
  • Mag. Dr. Gabriela Maria Straka, EMBA, diplomierte Biersommelière,Director Corporate Affairs & ESG Sustainability Brau Union
  • Dr. Michael Zepf, Mitglied der Doemens-Geschäftsleitung, Leiter der Doemens Genussakademie und verantwortlich für die internationale Biersommelier-Ausbildung

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. (BHG) haben die “Goldene BierIdee 2024” verliehen

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. (BHG) haben am Donnerstag, dem 16. Mai 2024, im feierlichen Rahmen der Brauer-Gala im Löwenbräukeller in München die “Goldene BierIdee 2024” verliehen. Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient machen und den Mythos des Bierlandes Bayern sowie der bayerischen Bierkultur weitertragen. Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Georg Schneider, nahm zusammen mit der Präsidentin des BHG, Angela Inselkammer, und dem Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Dr. Lothar Ebbertz, die Auszeichnung der diesjährigen Preisträger vor. Ausgezeichnet wurden:

In der Kategorie „Bierkultur und Tourismus“:

Die Klosterbrauerei Andechs zusammen mit der TIMERIDE GmbH für „TIMERIDE GO! Kloster Andechs“

In der Kategorie „Bayerische Brauwirtschaft“:

Verein zur Förderung der Fränkischen Bierkultur e.V.  für das „Engagement zum Erhalt der fränkischen Bierkultur“

In der Kategorie „Hotellerie und Gastronomie“:

Herr Rudolf Hirz für das Gesamtkonzept „Brauliebe Hirz“

Präsident Georg Schneider unterstrich das große Engagement der Ausgezeichneten für den Erhalt und die Weitergabe gelebter bayerischer Bierkultur. Ebenso lobte er die Kreativität und Weitsicht der Preisträger bei der Wissensvermittlung, aber auch in Bezug auf die Erschließung neuer Zielgruppen für bayerische Bierspezialitäten.

Linnea Klee aus Jetzendorf ist die neue Bayerische Bierkönigin

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Bayerischen Brauerbundes e.V. wählten Bayerns Brauer und zahlreiche Gäste im Löwenbräukeller München die Brauerin Linnea Klee aus Jetzendorf in Oberbayern zur neuen Regentin über das Bierland Bayern und erste Repräsentantin für das Bayerische Bier.

Aus insgesamt 52 Bewerbungen, die beim Spitzenverband der bayerischen Brauwirtschaft eingingen, wählte die hochkarätig besetzte Jury im Vorfeld der Wahl sechs Kandidatinnen aus, die in einer öffentlichen Internetabstimmung um die vier Plätze im Finale kämpften. Beim Finale im Löwenbräukeller zählten dann die Stimmen der Jury und der Gäste im Saal je zur Hälfte. Alle vier Finalistinnen glänzten mit fundiertem Fachwissen um das bayerische Volksgetränk und beantworteten die Fragen der Jury mit Spontanität und sicherer Bühnenpräsenz. Linnea Klee konnte in der Summe am Ende überraschend deutlich mehr Stimmen als ihre 3 Mitfinalistinnen auf sich ziehen! Die Brauerin aus Jetzendorf spricht mehrere Sprachen, spielt Fußball und ist sehr traditionsverbunden. Schon seit ihrem 16. Lebensjahr wollte sie das Bayerische Bier als Bayerische Bierkönigin vertreten, nun tritt sie dieses Amt für ein Jahr mit viel Engagement und Begeisterung an.

Brauerpräsident Georg Schneider beglückwünschte die frisch gekrönte Bierkönigin und wünschte ihr eine erlebnisreiche Amtszeit. Bei der scheidenden Bierkönigin Mona Sommer aus dem Allgäu, bedankte er sich für die vielen Auftritte sowie für ihr großartiges Engagement als Repräsentantin des Bayerischen Bieres in Bayern, Europa und der ganzen Welt. Als aktive Brauerin war Mona Sommer eine authentische und charmante Wissensvermittlerin, so Präsident Schneider.

Zur Bier-Gala des Bayerischen Brauerbundes versammelten sich neben Bayerns Brauerfamilien zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Im Rahmen des Festabends wurden auch die Preisträger der „Goldene BierIdee 2024“ geehrt, die der Bayerische Brauerbund zusammen mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband seit 25 Jahren in drei Kategorien verleiht.

Zeichnungsfrist für neue Karlsberg-Anleihe 2024/2029 ist gestartet

Gestern, am 11. 4. 2024, ist das öffentliche Angebot über die Zeichnungsfunktionalität der Deutschen Börse für die neue Unternehmensanleihe der Karlsberg Brauerei GmbH gestartet. Die neue Karlsberg Anleihe 2024/2029 (ISIN: NO0013168005, WKN: A3825C) mit einem Nennbetrag von je 1.000,00 Euro ist seit gestern bis voraussichtlich zum 25. April 2024, 12:00 Uhr MESZ (vorbehaltlich einer vorzeitigen Beendigung oder einer Verlängerung des Angebotszeitraums) über Banken und Online-Broker an der Börse Frankfurt zu erwerben. Das öffentliche Angebot erfolgt in Deutschland und Luxemburg. Die Emission richtet sich sowohl an institutionelle Investoren und Vermögensverwalter als auch an Privatanleger.

Im Rahmen einer Privatplatzierung werden die Schuldverschreibungen darüber hinaus in Deutschland und Luxemburg und in bestimmten weiteren Staaten angeboten. Begleitet wird die Privatplatzierung von der Pareto Securities AS, Frankfurt Branch als Lead Manager.

Die neue Anleihe 2024/2029 hat ein Zielvolumen von 50 Mio. Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren. Der jährliche feste Zinssatz wird in der Spanne zwischen 6,00 % und 7,00 % liegen und halbjährlich nachträglich ausgezahlt. Der finale Zinssatz soll nach Ende der Angebotsfrist auf Basis der erhaltenen Zeichnungsaufträge festgelegt und per Preisfestsetzungsmitteilung publiziert werden. Die Notierungsaufnahme ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Quotation Board (Open Market) für den 7. Mai 2024 und innerhalb von sechs Monaten nach dem Begebungstag im Nordic ABM der Osloer Börse vorgesehen. Die Erlöse aus der Anleiheemission sollen der vorzeitigen Ablösung der bestehenden Unternehmensanleihe 2020/2025 (ISIN: DE000A254UR5, WKN: A254UR) im Gesamtnennbetrag von 50 Mio. Euro dienen, die seit dem 30. September 2023 zu einem Kurs von 101 % durch die Gesellschaft gekündigt werden kann (Call-Option).

Darüber hinaus beinhaltet die Emission ein öffentliches Umtauschangebot an die Inhaber der Anleihe 2020/2025, das am Freitag, 5. April 2024 begonnen hat und am 22. April 2024, 18:00 Uhr MESZ endet. Für jede umgetauschte Anleihe 2020/2025 erhalten die Inhaber eine neue Anleihe 2024/2029, einen Barausgleichsbetrag in Höhe von 10,00 Euro sowie die aufgelaufenen Stückzinsen. Den am öffentlichen Umtauschangebot teilnehmenden Gläubigern wird zudem eine Mehrerwerbsoption eingeräumt.

Der von der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF), Luxemburg, gebilligte und an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Deutschland, notifizierte Wertpapierprospekts steht zum Download unter investoren.karlsberg.de in der Rubrik „Anleihe 2024/2029“ und unter www.luxse.com zur Verfügung.

Braukunst trifft Street Art

Die drei Signature-Biere von Maisel & Friends haben jetzt farbenfrohe künstlerische Etiketten erhalten.Maisel & Friends zählt zu den Pionieren und Innovationsführern der modernen Bierszene in Deutschland. Diese Vorreiterrolle stellt die Brauerei erneut unter Beweis, denn es gibt Veränderungen im dauerhaften und national verfügbaren Sortiment der Brauer aus Bayreuth: Die Signature-Biere von Maisel & Friends präsentieren sich von nun an im farbenfrohen, exotischen und fantasievollen Outfit, das von internationalen Streetart-Künstlern gestaltet wurde.

Bierbrauen und Street Art vereint die kreative Fähigkeit, aus nur vier Zutaten etwas Besonderes zu kreieren. Für den Brauer sind es Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, für den Künstler die vier CMYK-Grundfarben. „Wo Kunst drin ist, muss auch Kunst drauf,“ so Brauereiinhaber Jeff Maisel zur Idee, die Etiketten zur Leinwand werden zu lassen und eine Symbiose aus Street Art und Braukunst zu erschaffen.

Bereits seit 2012 werden die drei modernen Interpretationen internationaler Bierstiele in 0,75 Liter Belgien-Flaschen gefüllt und begeistern seitdem Bierliebhaber im In- und Ausland. Nach über zehn Jahren bleibt der beliebte und mehrfach Award-geschmückte Inhalt gleich, aber die Aufmachung der Biere hat sich verändert und sorgt ab sofort für einen aufmerksamkeitsstarken Blickfang in den Bierregalen.

Bavaria Ale

Jeffs Maisels Interpretation des bayerischen Nationalgetränks ist ein Fest für alle Sinne, zu dem Streetart-Künstler Iron Monkey eine bayerische Band aufspielen lässt. Wild und verrückt, so wie das Bier. Charakteristische Weissbier-Aromen von Banane und Nelke werden ergänzt durch fruchtige Cassisnoten und sorgen mit einem leicht erhöhten Alkoholgehalt für das ultimative Geschmackserlebnis.

Chocolate Bock

Kräftige, charakterstarke Biere sind Marcs Leidenschaft, was er mit seiner Braukreation eindrucksvoll unter Beweis stellt. In seinem unverwechselbaren Stil lässt Streetart-Künstler Ardif aus Paris dazu zwei Hirschböcke einen flammenden Kampf austragen. Durch eine Kombination von tiefen Aromen nach Zartbitterschokolade und Espresso, einer Nuance Waldbeeren und einem wärmenden Alkoholgehalt, entsteht ein magisches Geschmacksfeuerwerk.

India Ale

Indien ist ein fantasievolles, vielschichtiges Land – genau wie das Bier, das Braukünstler Markus kreiert hat. Die kanadische Streetart-Künstlerin Danae hat diesen Facettenreichtum und das Spiel der Aromen eindrucksvoll in ihrem Kunstwerk eingefangen. Fruchtige Zitrus- und Grapefruitaromen sowie dezente Honignoten werden von einem angenehmen Malzkörper getragen und sorgen für eine exotische Geschmacksexplosion.