Beim Einschenken eines hefetrüben Bieres bleibt am Boden der Flasche oder auch im Glas ein sichtbarer Bodensatz aus zurück. Das ist kein Fehler, sondern ein ganz normales Merkmal hefetrüber Biere. Diese werden nicht oder nur sehr grob filtriert, sodass ein Teil der Hefe im Bier verbleibt.
Beim Einschenken haben Sie deshalb zwei Möglichkeiten. Entweder gießen Sie das Bier vorsichtig ins Glas und lassen den Hefesatz in der Flasche zurück. Dann erhalten Sie ein eher klares, aber dennoch naturtrübes Bier. Oder Sie schwenken die Flasche am Ende leicht und gießen auch die Hefe mit ins Glas. Dadurch wird das Bier trüber und bekommt oft ein intensiveres Aroma sowie ein etwas volleres Mundgefühl.
Viele Bierstile leben gerade von dieser Hefe im Bier. Besonders bei Weißbier, Kellerbier oder anderen naturbelassenen Sorten gehört der Hefesatz zum typischen Erscheinungsbild und trägt zum Geschmack bei.
Anders verhält es sich bei kristallklaren Bieren. Diese werden während der Herstellung so gefiltert, dass Hefe und andere Trubstoffe vollständig entfernt werden. Ein Bodensatz in der Flasche wäre hier untypisch und deutet in der Regel auf ein Problem bei Lagerung oder Abfüllung hin.
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