Ale bezeichnet eine Bierkategorie, die mit obergäriger Hefe gebraut wird. Die grundlegenden Zutaten sind – wie bei den meisten Bieren – Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Der entscheidende Unterschied zu untergärigen Bieren liegt jedoch im Gärprozess: Bei Ales arbeitet die Hefe bei höheren Temperaturen, meist zwischen etwa 15 und 24 Grad Celsius. Dadurch entstehen häufig intensivere und komplexere Aromen.
Typisch für viele Ales sind fruchtige und würzige Noten, die durch die obergärige Hefe entstehen. Je nach Bierstil können zudem Aromen von Karamell, Schokolade, Kaffee oder dunklen Früchten auftreten. Auch die Farbe kann stark variieren – von hellgolden bis nahezu schwarz.
Zur Familie der Ales gehören zahlreiche bekannte Bierstile. Dazu zählen unter anderem Pale Ale, India Pale Ale (IPA), Brown Ale, Porter und Stout.
Die Geschichte des Ale reicht viele Jahrtausende zurück. Archäologische Funde zeigen, dass bereits in der Antike – etwa im alten Ägypten oder in Mesopotamien – bierähnliche Getränke gebraut wurden. Besonders in Großbritannien entwickelte sich Ale später zu einer wichtigen Biertradition.
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