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24. 6. – 25. 6. 2017: Swafff! Brüssels Craft Beer Festival

Dass die Belgier nicht nur brauen sondern auch feiern können sollte ja eigentlich bekannt sein. Und wenn ein Craft Beer Festival in einem Industriedenkmal am Stadtrand von Brüssel stattfindet, dann kann es doch eigentlich nur etwas Gutes werden, oder? Eingeladen haben die Veranstalter 36 der besten europäischen Brauereien, wobei es mich doch etwas wundert, dass keine deutsche Brauerei bei Swafff vertreten ist. Aber hier die Brauereien, die vor Ort ihre Biere ausschenken:

  • Brew By Numbers (UK)
  • Nanobrasserie de l’ermitage (B)
  • Alvinne (B)
  • Dougall’s (SP)
  • Kinn (N)
  • Gueuzerie Tilquin (B)
  • Mont Saleve (F)
  • Bastogne (B)
  • Belgoo (B)
  • Cantillon (B)
  • Weird Beard (UK)
  • Brasserie de la Senne (B)
  • Eastside (I)
  • Het Uiltje (NL)
  • En Stoemelings (B)
  • La Nebuleuse (CH)
  • Pohjala (EST)
  • T Verzet (B)
  • Laugar (SP)
  • Hof Ten Dormaal (B)
  • Northern Monk (UK)
  • Malmö Brewing Co (S)
  • Siphon (B)
  • Ca Brasse Pour Moi (B)
  • Tempest (UK)
  • Kees (NL)
  • Piggy Brewing Co (F)
  • Anspach & Hobday (UK)
  • De Leite (B)
  • Lervig (N)
  • Brussels Beer Project (B)
  • Ritual Lab (I)
  • No Science (B)
  • La Debauche (F)
  • Napar BCN (SP)

Der Eintritt ist durchaus vertretbar. Es gibt drei verschiedene Tickets, eines für den Samstag (18 Euro inkl. Glass, 5 zu verkostende Biere und die Afterparty mit Live Musik und DJ), eines für den Sonntag (15 Euro inkl. Glass und vier zu verkostende Biere) sowie eines für das gesamte Wochenende (25 Euro inkl. 7 zu verkostende Biere, Glas und die Afterparty am Samstag).

Geöffnet ist am Samstag von 14:00 – 22:00 Uhr mit anschließender Afterparty sowie am Sonntag von 12:00 – 22:00 Uhr. Die Veranstaltung findet in der 95 Rue Rubens, 1030 Brussels statt.

Trappistenmönche fürchten um ihr Bier

Aus Rochefort in der Provinz Namur stammen bekanntlich die drei Biere Rochefort 6, Rochefort 8 und Rochefort 10. Ich kenne niemanden, der diese Biere verkostet hat und nicht davon begeistert war. Nun sorgen sich die dortigen Mönche um die Qualität ihres Trappistenbiers. Weshalb das? Die Lhoist-Gruppe ist ein Unternehmen, das unter anderem auch Kalksteine abbaut. Dieses Unternehmen hat nun die Genehmigung erhalten, in der Nähe der Wasserquelle der Mönche Probebohrungen zum Ausbau der Kalksteinförderung nahe der Abtei Rochefort durchzuführen. Dadurch wird dem Unternehmen auch erlaubt, das Wasser der Tridaine-Quelle zu Abbauzwecken zu nutzen. Die Mönche der Abtei und auch die Anwohner fürchten um die Qualität des Trink- bzw. des Brauwassers. Die Tridaine-Quelle liefert seit Jahrhunderten feinstes und sauberes Wasser. Ausgerechnet dort soll Lhoist womöglich Kalkstein abbauen dürden. Das wollen weder die Anwohner, noch die Trappistenmönche aus der Abtei zulassen.

Sie haben beschlossen, beim Umweltminister der Wallonischen Region, Carlo Di Antonio (CDH), Einspruch gegen die Genehmigung einzulegen. Man wolle alle juristischen und politischen Mittel nutzen, um die Aktivitäten der Lhoist-Gruppe hier zu verhindern, kündigte der Sprecher der Rochefort-Abtei, Christophe de Doncker, gegenüber den an. Die Abtei ist hier bereits seit 1230.

Jahrhundertelang lebten der Kalksteinabbau und die Bierbrauer in der Gegens um Rochefort bei Dinant in „Kohabitation“ nebeneinander, doch jetzt droht dies durch die Genehmigung für Lhoist, in der Nähe der Tridane-Quelle Probebohrungen durchzuführen, in Schieflage zu geraten. Die Mönche aus der Trappistenabtei Notre Dame de Saint-Rémy gewinnen ihr Brauwasser bereits seit 1797 aus dieser Quelle in der Bergwand und auch rund 3.000 Anwohner aus der Stadt werden von hier aus mit sauberem und fast kalkfreiem Wasser versorgt.

Lhoist wiederum argumentiert mit der Notwendigkeit, auch hier Kalkstein abbauen zu müssen, um ihrer 480 Mann starken Belegschaft die Arbeitsplätze garantieren zu können. Man wolle sich aber gerne mit der Gemeindeverwaltung und mit den Trappisten an einen Tisch setzen, um Gespräche zu führen.

Mit Material von deredactie.be.

La Bière de Beloeil

Nun habe ich ein Bier aus der Brasserie Dupont vor mir stehen, ein Starkbier namens La Bière de Beloeil. So weit, so gut. Bis hierhin ist es nichts, was es aus der Masse der belgischen Biere heraushebt. Aber dieses Bier hat doch eine Besonderheit, die es einmalig macht. Das beginnt bereits mit dem Namen. Das Schloss Beloeil ist eines der prächtigsten Schlosser Belgiens und dort wird auch dieses Bier verkauft. Auch wenn Schloss und Schlossgarten wirklich beeindruckend sind, scheint dem Haus Ligne, dem das Schloss seit dem 14. Jahrhundert gehört, das Geld für eine vollständige Erhaltung und Renovierung zu fehlen. An vielen Stellen bröckelt die Schönheit und es wäre sicher schade, wenn dieses wunderbare Anwesen verfallen würde. Wenn Sie in der Wallonie sind, sollten Sie sich dies Perle belgischer Architektur und Gartenbaukunst unbedingt ansehen. Die Besitzer können den Eintritt mit Sicherheit gut gebrauchen.

Aber kommen wir nun zum Bier. Bernsteinfarben mit einem deutlichen Rotstich zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich sehr viel gemischtporiger Schaum, weiß mit leichten Gelbstich, der durchschnittlich schnell zusammenfällt.

Das Bier wurde in der Flasche nachvergoren und die Brauerei schreibt auf dem Rückenetikett, dass die Flasche lange im Keller bei 12° gelagert wurde. Wie lange schreibt die Brauerei aber nicht. Im Ergebnis kommt eine schöne Bernsteinfarbe zustande und im Glas bildet sich sehr viel weißer Schaum mit einem leichten Gelbstich. Der Schaum ist gemischtporig und fällt durchschnittlich schnell in sich zusammen.

Das Aroma wird durch Karamell und Röstaromen bestimmt, dazu kommen fruchtige Noten, die das Aroma komplex machen.

Der Antrunk ist recht süß, durch die reichlich vorhandene Kohlensäure aber trotzdem angenehm. Schnell kommt ein kräftiges Bitter dazu, unterstützt durch etwas Säure. Insgesamt ist der Geschmack sehr vollmundig und ausgewogen. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter mit einem langen Nachklang bestimmt.

Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Bier einmal zu kaufen und es zu verkosten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Zucker. Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Dupont
rue Brasse 5
7904 Tourpes
Belgien
www.brasserie-dupont.com