Schlagwort-Archiv: Wallonie

De Ranke – Père Noël

Nun steht Père Noël vor mir, also der Weihnachtsmann, und wartet auf seine Verkostung. Ganz nebenbei bemerkt wundert es mich doch, dass das kleine Belgien so viel mehr Weihnachtsbiere zu bieten hat als das deutlich größere Deutschland. Ich meine, da könnten die deutschen Brauer und Bierkonsumenten von unseren Nachbarn noch eine Menge lernen.

Dunkel bernsteinfarben und kräftig hefetrüb steht das Bier vor mir. Die durchschnittlich große Schaumkrone ist feinporig und sie bleibt lange erhalten.

Düfte nach Karamell sowie das typische Aroma belgischer Hefe steigen mir in die Nase, unterlegt durch die Düfte nach Zitrusfrüchten und Brotrinde. Das gefällt mir und ich bekomme richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk überrascht mich mit einer für ein Weihnachtsbier geringen Süße, die aber mit einer reichlichen Dosis feinperliger Kohlensäure unterlegt ist. Auf der Zunge wirkt das Bier voll und schwer, der Malzkörper und die Hefe führen eindeutig das Kommando. Dazu kommen leichte bittere Noten sowie eine geringe Fruchtigkeit. Im Abgang wird das Bitter überraschend kräftig und das Bier wird recht trocken. Der Geschmack klingt ewig lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe, Lakritze

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Brouwerig de Ranke
Rue du Petit Tourcoing 1A
7711 Dottignies
Belgien
http://www.deranke.be/

Gordon – Finest Platinum 12

Ein Lagerbier mit 12 Volumenprozent Alkohol ist recht selten. Mit dem Gordon Fines Platinum 12 steht ein solches Exemplar jetzt vor mir. Die Brauerei beschreibt es so: „Ein XXXtra Strong Lagerbier, Gordon Finest Platinum, ein reines Juwel mit großem Charakter, steht ganz oben in der Kategorie des starken Lagers. Sein hoher Alkoholgehalt verleiht ihm einen kräftigen Geschmack und eine unbestreitbare Männlichkeit, die auf die berühmten Gordon Highlander Regimenter zurückgehen. Eine Kraft, mit der man rechnen muss, als ob sie aus Gesteinen gewonnen würde, die Millionen von Jahren alt sind. Versuche es, wenn du kannst!“ Na gut, die Beschreibung macht durchaus den Eindruck, als wäre sie etwas aus der Zeit gefallen. Aber gut, von der Theorie zur Praxis, öffnen wir die Flasche und schenken uns ein.

Intensiv goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Während mir die Farbe wirklich gut gefällt, lässt der Eindruck der Schaumkrone doch zu wünschen übrig. Sie ist klein und fällt schnell in sich zusammen, und das schneller als ich es von anderen Bieren mit hohem Alkoholgehalt gewöhnt bin.

Das Aroma ist malzbetont mit einigen blumigen Noten. Dabei unterstützt der deutlich wahrnehmbare Alkoholgeruch die Aromen. Auch wenn ich deutlichen Alkoholgeruch in der Regel nicht schätze, ergibt sich hier doch ein recht rundes Aroma. Dieses Bier kann mich wirklich überraschen.

Der Antrunk ist recht süß und jetzt stört mich, dass die sanfte Kohlensäure sehr knapp dosiert ist. Da würde ich mehr erwarten. Auf der Zunge kommt zur Süße ein angenehmes Bitter, wobei der Alkohol immer deutlich zu schmecken ist. Trotz des hohen Alkoholgehalts ist das Mundgefühl mild, aber leider nicht so ganz rund. Vom Hopfen kann ich lediglich die Bitterstoffe schmecken, Aromen bleiben hier leider auf der Strecke. Auch der Abgang ist mild, überraschend wenig bitter und mit wirklich kurzem Nachklang. Der letzte Eindruck, den das Bier hinterlässt, ist ein leichtes Brennen des Alkohols auf der Zunge.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Brauerei:

John Martin s.a
rue du cerf 191
1332 Genval
Belgien
www.anthonymartin.com

Belle-Vue – Extra Kriek

Belle-Vue ist eine Marke von ABInBev, des größten Bierkonzerns der Welt. Zu diesem Konzern habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits sind mir die kleinen und unabhängigen Brauereien wichtig, andererseits kommen von ABInBev viele wirklich gute und charaktervolle Biere. Kaum ein Craft Beer-Händler, der kein Leffe im Angebot hat. Würde ABInBev die kleinen Brauereien, die sich im Besitz des Konzerns befinden, alle zumachen, würden doch große Löcher aufgerissen. Hoffen wir das Beste, dass auch die kleinen Brauereien innerhalb dieses Konzerns weiterhin arbeiten können.

Jetzt steht das Extra Kriek von Belle-Vue vor mir. Die Brauerei wurde im Jahr 1913 in Brüssel gegründet und blickt damit auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück. Ein Blick auf das Rückenetikett der Flasche verrät mir, dass für das Brauen dieses Biers auch ganze Kirschen verwendet wurden, allerdings lediglich 0,9 %. Der Rest der Fruchtigkeit, die ich erwarte, stammt aus Kirschsaft- und Holundersaftkonzentrat. Na, dann will ich mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Mahagonifarben und mit viel sehr festem rosa Schaum präsentiert sich das Bier. Der Schaum bleibt auch lange erhalten, so dass es an der Optik schon mal nichts zu meckern gibt.

Wie erwartet duftet das Bier nach Sauerkirschen, unterstützt durch Aromen von Karamell und einem Hauch Marzipan. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist extrem fruchtig und recht süß. Die Kohlensäure ist leider etwas knapp dosiert. Sehr intensiv geht es auf der Zunge weiter, wo sich ein sirupartiger Geschmack nach Kirsche und Mandel ausbreitet. Mir persönlich ist der Geschmack etwas zu intensiv, aber das ist Geschmackssache. Auch im Abgang bleibt die Fruchtigkeit erhalten, dazu kommt ein minimales Bitter. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Das Belle-Vue Extra Kriek ist ein schönes Dessertbier, das zu Vanillepudding oder auch zu Süßspeisen mit Karamell gut passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kirschsaftkonzentrat )7,8 %), Weizen, Zucker, Holundersaftkonzentrat (2,6 %), Kirschen (0,9 %), Aromen, Hopfen, Zitronensäure, Koriander, Orangenschale, Süßstoff Acesulfaam-K

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium SPRL/BVBA
BD. Industriel
21 Industrielaan
1070 Brüssel
Belgien
www.tapintoyourbeer.com

Bush – Pêche Mel

Pêche Mel Bush wird seit 2009 von der Brasserie Dubuisson gebraut. Im Gegensatz zu vielen anderen Fruchtbieren aus Belgien wird das Pêche Mel Bush nicht mit Saft oder ganzen Früchten gebraut, sondern es kommen Fruchtaromen und -extrakte zum Einsatz, wobei die Brauerei ausdrücklich darauf hinweist, dass es sich um natürliche Aromen und Extrakte handelt. Mit einem Alkoholgehalt von 8,5 % ist das Pêche Mel Bush vermutlich das stärkste belgische Fruchtbier.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone hat einen leichten Gelbstich und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet sehr intensiv nach Pfirsich. Eine solche Intensität wäre mit Saft vermutlich nicht zu erreichen. Alle anderen Düfte werden übertönt.

Der Antrunk ist süß, aber die reichlich dosierte Kohlensäure macht die Süße erträglich. Auf der Zunge dominieren wie in der Nase die Pfirsicharomen. Jetzt kommen aber auch leichte bierige Noten durch und werten den Geschmack auf. Bitter ist bestenfalls zu erahnen. Würde das Bier etwas mehr Säure enthalten, würde es mir dadurch sicher besser schmecken. Angenehm ist aber das weiche Mundgefühl. Erst im Abgang kommen erstmals die Bitterstoffe zum Tragen; sie klingen aber nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Zucker, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Fruchtsaft (15% Pfirsich), Pfirsicharoma

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Dubuisson Brewery
Chaussée de Mons, 28
7904 Pipaix
Belgien
https://www.dubuisson.com/

St. Feuillien – Cuvée de Noël

Nun haben wir Ende September und es ist wieder einmal soweit – die Winter- und Weihnachtsbiere kommen bei mir an. Heute verkoste ich das Cuvée de Noël aus der Brasserie St. Feuillien im wallonischen Rœulx.

Auch in diesem Jahr feiert die Brasserie St-Feuillien das Ende des Jahres mit ihrem bekannten Feiertagsklassiker Cuvée de Noël. Dieses Bier, das als eines der besten Weihnachtsbiere der Welt gilt, ist nur während der Wintermonate erhältlich, auch wenn das Bier sicherlich noch erheblich länger haltbar ist. Aber jetzt will ich erst einmal wissen, wie gut das Bier frisch ist.

Das Aroma ist röstig-fruchtig und da auch der Alkohol zu riechen ist, wirkt es fast likörartig. Düfte nach Trockenfrüchten und Lakritz steigen mir in die Nase und der Duft nach Rübensirup komplettiert das süße Aroma des Biers.

Wie ich es erwartet hatte ist der Antrunk süß, was durch die sehr feinperlige Kohlensäure etwas neutralisiert wird. Auf der Zunge kommt der Lakritzgeschmack kräftiger durch als ich es aufgrund des Aromas erwartet hätte. Dazu kommen einige würzige Geschmacksnoten. Das Mundgefühl ist weich und voll und der Alkohol wirkt wärmend. Im Abgang wird das Lakritz noch kräftiger, dazu kommt der Geschmack dunkler Schokolade, der durch ein leichtes Brennen des Alkohols abgelöst wird. Der Geschmack klingt lange nach.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie St. Feuillien
Rue d’Houdeng 20
7070 Le Rœulx
Belgien
http://www.st-feuillien.com/

Ciney Cuvée Blonde

Roger Demarche gründete bereits im Jahr 1952 in Ciney die Brauerei SA Brasserie Demarche. In den 1970er Jahren entwickelte er ein neues Braunbier, das er 1978 unter der Marke Cuvée Ciney anbot. Erstmals wurde das neue Bier am 23. Juni 1978 im Le Rubens am Place Monseu, dem zentralen Platz der Stadt Ciney, an dem sich auch die Kirche St. Nicolas befindet, ausgeschenkt. Der Turm von St. Nicolas, der das „i“ im Ciney-Logo bildet, wurde 2010 bei einem Sturm schwer beschädigt. In den folgenden zwei Jahren besuchte Demarche Kneipen und Restaurants in der Umgebung von Ciney, um Cuvée Ciney weiter zu verbreiten. 1980 schuf er unter der Marke Ciney eine weitere Sorte, Cuvée de Ciney Blonde, ein obergäriges, starkes Blondes Bier. Beide Sorten galten bei einer Produktionsmenge von etwa 1.000 Hektolitern (1980) als Bière a façon, also als Spezialbier, das nur in kleiner Menge gebraut wird. Außerhalb der Umgebung Cineys war das Bier nur in Namur und Lüttich erhältlich.

Ciney wurde ab Anfang der 1980er Jahre schnell populär und entwickelte sich in Belgien bis 1988 zu einer landesweit verbreiteten Marke. Die Brauerei schaffte neue Anlagen und Fahrzeuge an und stellte Brauereipersonal, Vertriebsmitarbeiter und Fahrer ein, bis sich die Mitarbeiterzahl auf 30 verdoppelte. Auch das Branding und die Farben wurden geändert. 1986 kam eine dritte Biersorte hinzu: Ciney Spéciale 10, ein Amberbier mit hohem Alkoholgehalt. Im Oktober 1987 wurde die Brauerei Brasserie Demarche für ihre Ciney-Biere auf der Brüssler Lebensmittelausstellung Salon de l’Alimentation de Bruxelles mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Neben Gastronomiebetrieben, die für etwa 70 % des Absatzes sorgten, wurde Ciney nun auch als Flaschenbier in den Supermärkten Belgiens vertrieben. 1992 erreichte der Absatz von Cuvée de Ciney 40.000 Hektoliter. Ab dem Jahr 2000 wurde Ciney in einer Alken-Maes-Brauerei in Jumet in der Provinz Hainaut gebraut, die aber 2007 geschlossen wurde. Seitdem wird Ciney in der Alken-Maes-Brauerei in Alken gebraut.

Intensiv golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist fruchtig. Düfte nach Südfrüchten, nach Maracuja, Ananas und Honig steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist überraschend süß, was durch die sehr reichlich dosierte Kohlensäure etwas abgemildert wird. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, wobei auch ein passend dosiertes Bitter dazukommt. Das Mundgefühl ist rund und voll. Im Abgang wird das Bitter kurz kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glucosesirup, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Brasserie Alken-Maes
Stationsstraat 1
3570 Alken
Belgien
www.alken-maes.be

St. Feuillien – Triple

Der Name dieser Brauerei stammt von dem irischen Mönch Feuillien, der im 7. Jahrhundert auf das Festland kam und im Jahre 655 auf seiner Reise durch die Region um die heutige Stadt Le Roeulx gefoltert und geköpft wurde. An der Stelle, wo er sein Ende fand, errichteten seine Gefolgsleute eine Kapelle, die 1125 zum Kloster der Prämonstratenser ausgebaut wurde, das später als Kloster St. Feuillien du Roeulx bekannt wurde. Jahrhundertelang hatten Mönche in St. Feuillien Bier gebraut. Eine Tradition, die allen Zeiten zum Trotz bewahrt werden konnte. Auch wenn inzwischen die vierte Generation an Braumeistern der Familie Friart die Geschicke leitet, so tut sie dies doch mit derselben Leidenschaft und auf der Basis des Know-Hows von einst… um jene geschmackvollen Klosterbiere zu kredenzen, für die Belgien berühmt ist Nun will ich mich einmal mit dem Triple beschäftigen.

Bereits beim Öffnen der Flasche schäumt das Bier etwas über. Ein Beweis, dass die Hefe in der Flasche noch aktiv ist und das Bier während der Lagerung weiterhin reift. Hell-bernsteinfarben und hefetrüb läuft dann das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig und komplex. Neben dem typischen Duft der belgischen Hefe steigen mir die Düfte nach Zitrusfrüchten, Melone, grünen Äpfeln und schwarzem Pfeffer in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist vergleichsweise trocken und die Kohlensäure ist im Übermaß vorhanden. Auf der Zunge entwickeln sich in erster Linie süße und bittere Geschmacksnoten, die Fruchtigkeit ist geringer als ich es nach dem Aroma erwartet habe. Trotzdem spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Das Triple ist vollmundig und lädt zu einem intensiven Genuss des Geschmacks ein. Auch dass der Alkohol durchschmeckt ist hier kein Nachteil, denn er unterstützt die anderen Geschmackseindrücke. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit sehr langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Caramalz), Invertzucker, Hopfen (Styrian Golding, Saazer, Aramis), Hefe, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure (E300), Gewürze

Alkoholgehalt‍:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten‍:

28 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brasserie St.-Feuillien
Rue d’Houdeng 20
7070 Le Rœulx
Belgien
www.st-feuillien.com/

La Chouffe – Blonde

Im Jahr 1982 begannen die beiden Freunde Chris Bauweraerts und Pierre Gobron im kleinen Dorf Achouffe in den belgischen Ardennen mit dem Brauen. Heute, fast vier Jahrzehnte später, sind ihre Biere nicht nur in Belgien und dem restlichen Europa, sondern auch im Nahen Osten sowie in Kanada beliebt. Das La Chouffe Blonde, das jetzt vor mir steht, war das erste Bier, das unter dieser Marke vertrieben wurde und ist noch heute das meistverkaufte Bier dieser Brauerei.

Golden, leicht hefetrüb und mit einer wunderbar großen sahnigen Schaumkrone strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Besonders dass der Schaum sich wirklich lange hält gefällt mir.

Im Aroma steht die Fruchtigkeit im Vordergrund. Düfte nach Grapefruit und Pfirsich steigen mir in die Nase, unterlegt durch den Malzkörper sowie eine Prise Koriander.

Der Antrunk ist frisch und weist eine leichte Süße auf. Die Kohlensäure ist überraschend knapp dosiert. Auf der Zunge kommt ein passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang ist trocken, fruchtig und bitter stehen im Mittelpunkt, zwar nur leicht, aber dafür mit sehr langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Invertzuckersirup, Hefe, Hopfen, Koriander

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie d’Achouffe
Achouffe 32
6666 Achouffe
Belgien
www.acouffe.be

Mort Subite – Gueuze Lambic

Bei Mort Subite wurde erstmals im Jahr 1686 Bier gebraut. Heute steht die Brauerei für gute und einmalige Biere. Das Senne-Tal in der Nähe von Brüssel ist der einzige Ort, an dem lambische Biere gebraut werden können. Wilde Hefen befinden sich in der lokalen Luft, um eine der ältesten und einzigartigsten Biersorten der Welt herzustellen. Während des Brauens wird keine Hefe hinzugefügt – das Bier wird einfach der Luft ausgesetzt und die wilden Hefen tun ihr Übriges. Die Aufgabe des Braumeisters Bruno Reinders besteht darin, zu sorgen, dass die Natur nicht zu wild wird. Bereits seit mehr als drei Jahrzehnten ist er der kreative Kopf hinter den Mort Subite-Bieren.

Bernsteinfarben und klar fließt das Bier ins Glas und bildet dabei viel festen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist säuerlich-fruchtig. Düfte nach getrocknetem Obst und frisch gemähtem Gras steigen mit in die Nase.

Reichlich Kohlensäure sorgt dafür, dass das Bier vom ersten Moment an einen frischen und spritzigen Eindruck hinterlässt. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, der Geschmack nach grünen Äpfeln und getrockneten Birnen breitet sich aus, zusammen mit einer leichten Süße. Das Mundgefühl ist frisch und voll. Der Abgang ist mild mit kurzem säuerlich-fruchtigem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Fructose-Glucose-Sirup, wilde Hefen, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

12,4° Plato

Bittereinheiten:

5 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 7° Celsius

Brauerei:

Mort Subite
Lierput 1
1730 Kobbegem
Belgien
www.mort-subite.be

Brussels Beer Project – Delta IPA

Das Delta IPA ist zwar der vierte Versuchssud (daher der Name), aber das erste auf den Markt gebrachte Craftbier des Beer Project aus Brüssel in Belgien. 2013 wurde es erstmals eingebraut, und ist seitdem das meistverkaufte Bier der Brauer aus Brüssel.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei recht viel gemischtporigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist der helle Wahnsinn. Ich rieche Düfte nach Grapefruit, Ananas, Orangen und Harz, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist überraschend süß; so viel Restzucker hätte ich dem Bier nach dem Aroma eigentlich nicht zugetraut. Die Dosierung der Kohlensäure ist durchschnittlich. Auf der Zunge entwickelt sich ein kräftiges angenehmes Bitter, so dass zusammen mit den Aromen, die sich auf der Zunge widerspiegeln, ein ausgewogener Geschmack entsteht. Das Mundgefühl ist dabei voll und weich. Im Abgang wird das Bier stärker und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Challenger, Smaragd, Citra, Cascade, Mosaik), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

Brussels Beer Project
Antoine Dansaert 188
1000 Brüssel
Belgien
www.beerproject.be