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Ottakringer Brauerei ist achtfacher „Country Winner“ bei den World Beer Awards

Bei den World Beer Awards gestern in London sind gleich acht Biere aus dem Hause Ottakringer als österreichische „Country Winner“ ausgezeichnet worden; d.h. jedes als das in seiner Kategorie beste österreichische Bier.

Die Titel errungen haben:

  • Ottakringer Dunkles
  • Ottakringer Wiener Original
  • Goldfassl Zwickl

sowie aus dem Ottakringer BrauWerk

  • Native Tongue
  • Red Impact
  • Sunbeam
  • Big Easy
  • Black and Proud

„Wir bemühen uns täglich, unsere Biere in bester Qualität zu produzieren und kontinuierlich weiter zu verbessern. Einmal mehr wurde diese Leistung nun von externen Experten bestätigt“, freut sich Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. „Dank unserer Biervielfalt haben wir für jeden Geschmack den richtigen Biergenuss. Acht ‚Country Winner‘ Auszeichnungen bestätigen uns dafür.“

Bei den jährlich in London stattfindenden World Beer Awards werden die weltweit besten Biersorten von einer unabhängigen Expertenjury aus Europa, den USA und Asien verkostet, beurteilt und gekürt.

2. 8. 2019: Internationaler Tag des Bieres in Leoben

Wie in jedem Jahr wird auch diesmal am ersten Freitag im August der internationale Tag des Bieres begangen. Die Gösser Brauerei, die Stadt Leoben und das Citymanagement haben sich vor drei Jahren zusammengetan, um Leoben als Braustadt noch bekannter zu machen. Am Freitag, 2. August, steht der Leobener Hauptplatz ab 14 Uhr ganz im Zeichen des Bieres. Bei Musik und guter Stimmung servieren die örtlichen Gastronomen kulinarische Köstlichkeiten. Der Bierbezug darf bei Schmankerln wie Bierrostbraten, Biergulasch oder Bierleberkäse natürlich nicht fehlen. Sportlich-Mutige können sich am Bierkistenklettern versuchen. Etwas gemütlicher sind die Führungen in der Brauerei Göss, die von 10 bis 14 Uhr kostenlos zu jeder vollen Stunde stattfinden.

Bei der offiziellen Eröffnung um 17 Uhr wird Skilegende und Gösser-Testimonial Hans Knauß traditionell wieder das Festbier anschlagen. Im Fass ist in diesem Jahr neu das Gösser NaturWeizen. Das nach Angaben der Brauerei völlig neuartige Weizenbier von Gösser spricht auch jene an, denen ein Weizenbier bisher zu voll oder zu fruchtig war. Gold leuchtend in der Farbe schmeckt es mit 5% Alkoholgehalt leicht fruchtig, harmonisch ausgewogen und ist besonders gut und leicht zu trinken. Das natürlich hefetrübe Weizenbier wird mit österreichischen Rohstoffen, Weizen- und Dinkelmalz, gebraut. Dafür ist das Bier mit dem AMA Gütesiegel ausgezeichnet.

Jeder zweite Österreicher bleibt seiner Biersorte treu

Österreich weist eine große Biervielfalt auf, über 1.000 Biere werden im ganzen Land gebraut. Beim Konsum zeigt sich die österreichische Bevölkerung aber wenig experimentierfreudig: 46 % greifen eher zur bekannten Biersorte. Besonders treu sind dabei die Männer sowie die 30 – 39jährigen: Die Hälfte, also jeder Zweite, greift eher zur bekannten Biersorte.

Immerhin mehr als ein Drittel der Österreicher (38 %) ist in Sachen Bierkonsum experimentierfreudig und greift eher zu einer neuen Biersorte. Überdurchschnittlich gerne probieren 41% der 18-29-Jährigen sowie 50-59-Jährigen neue Biersorten aus.

Craft Bier – in Österreich ein Trend der Jungen

Ein ähnliches Bild zeigt sich konstant beim Konsum von Craft Bieren, die ein Fünftel der Österreicher gerne, die Hälfte jedoch gar nicht trinken. Besonders beliebt sind sie unter den jüngeren Generationen: Knapp ein Drittel der 18 – 29jährigen (32%) sowie mehr als ein Viertel der 30 – 39jährigen (28 %) trinken gerne Craft Biere. Auch bei einem Viertel der regelmäßigen Bierkonsumenten sind Craft Biere beliebt.

Die Auswahl an Craft Bieren ist groß. Mehr als ein Viertel (27 %) greifen besonders gerne zu Pale Ale. 18 % trinken gerne Stout und 16 % bevorzugen das India Pale Ale (IPA).

Wie es mit dem Craft Bier-Trend weitergeht, darüber sind die Österreicher noch unschlüssig. Etwas mehr als ein Viertel der Österreicher (28 %) glauben, dass der Konsum von Craft Bieren in den nächsten zehn Jahren zunehmen wird. Deutlicher ist diese Ausprägung wieder bei den jüngeren Generationen: 38 % der 18 – 29jährigen sowie 35 % der 30 – 39jährigen sehen einen wachsenden Konsumtrend in den nächsten zehn Jahren. Knapp ein Drittel der österreichischen Bevölkerung (31 %) vermutet einen gleichbleibenden Konsum von Craft Bier.

Erkenntnisse aus dem Bierkulturbericht

Alle diese statistischen Zahlen gehen aus dem Bierkulturbericht der Brau Union Österreich hervor, der jährlich erscheint. Diese für Österreich repräsentative Studie wird vom Linzer market-Institut im Auftrag der Brau Union Österreich erarbeitet, um aktuellen Entwicklungen und Trends in der österreichischen Bierkultur auf den Grund zu gehen.

Bio-Brotbier von Gusswerk wird Austria-Produkt des Jahres

Die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und NEWS haben das edel-würzige Brotbier von Braumeister Reini Barta aus Hof/Salzburg mit dem Award „Austria-Produkt des Jahres“ in der Kategorie „Helles/Lager“ ausgezeichnet – und setzen damit ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung, da das Bier quasi upgecycelt ist.

Veredeln statt wegwerfen

Zu viel produziertes Gebäck, wie Bio-Kaisersemmel und Bio-Kornspitz aus der Interspar-Bäckerei werden nachhaltig verarbeitet. Bio-Handsemmeln und Bio-Kornspitz sind die Basis, für das würzig und naturtrübe Bio-Brotbier. Sie verleihen eine resch-feine Geschmacksnote. Das gewonnene Bier ist doppelt fermentiert, weil sowohl Brot als auch Maische einen enzymatischen Prozess durchlaufen. „Ich habe lange getüftelt, um den Salzgehalt im Brot zu harmonisieren. Und was mich besonders freut, es ist gelungen, die schönen Karamelltöne der Brotkruste herauszuarbeiten“ so Barta.

„Empfehlenswertes Bier“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der landesweiten Online-Panel-Befragung bewerteten 230 Produktinnovationen, die von Unternehmen und Konsumentinnen eingereicht werden konnten. Insgesamt 2000 Personen wurden befragt und haben 92.000 Einzelbewertungen abgegeben. Gewonnen hat das Brauhaus Gusswerk in der Kategorie Helles/Lager mit einem Scorewert von 5,51. Gefragt wurde u.a. „ist eine Bereicherung, würde ich Freunden empfehlen.“

27. 6. 2019: BierIG Stammtisch

Am Donnerstag, den 27.6.2019 findet in der 100 Blumen Brauerei (Endresstraße 18, 1230 Wien) der Stammtisch der Interessensgemeinschaft der Bierkonsumenten, Kirchstättstraße 25, Obertrum statt. Die Veranstaltung beginnt bereits um 17:00 Uhr, da die Brauerei pünktlich um 22:00 Uhr ihre Tore schließen muss. Für alle hungrigen Gäste gibt es Leberkässemmerln zu kaufen, aber auch selbst mitgebrachte Speisen dürfen gerne konsumiert werden.

Hobbybrauerbiere sind wieder herzlich willkommen (bitte bei der Anmeldung dazu schreiben). Anmeldungen erbitten die Veranstalter bis zum 25.7. an felix.prandstaetter@bierig.org.

Brau Union setzt auf heimische Rohstoffe

Bier ist ein natürliches Getränk und kann nur so gut sein wie die Rohstoffe, aus denen es besteht. Klares Wasser von bester Qualität, feinster Hopfen und beste Braugerste. Grundsätzlich wird in Österreich zu wenig Braugerste angebaut, um den gesamten Biermarkt des Landes zu versorgen. Dabei ist die Rede von der sogenannten Sommerbraugerste. Klimatisch bedingt wird es in Österreich immer schwieriger, Sommergerste als Braugerste zu erhalten. Daher hat sich die Brau Union Österreich schon in verstärktem Maße auf die Verwendung von Wintergerste aus Österreich geeinigt, um die Herkunft und Deckung des Bedarfs aus Österreich weitgehend zu sichern.

„Unser Bemühen ist, die langjährige Zusammenarbeit mit heimischer Landwirtschaft zu erhalten und auch auszubauen, damit wir unsere Rohstoffe aus Österreich beziehen können, sofern Qualität und Verfügbarkeit gewährleistet werden können. Soweit es hinsichtlich unserer Ansprüche an das Produkt Bier vertretbar ist, erweitern wir auch unsere Qualitätsgrenzen und nehmen den Landwirten die Ernte nicht optimaler Braugerste trotzdem zum vereinbarten Vollpreis ab. Die Brau Union Österreich ist der mit Abstand größte Abnehmer heimischer Braugerste von Österreichs Bauern. Wir tun das, um Bier seine Heimat zu geben und auch, um kurze Transportwege zu haben, was sich wiederum positiv auf den CO2-Footprint und einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt auswirkt“, so Harald Raidl, der als Supply Chain Director der Brau Union Österreich die gesamte österreichische Produktion und Logistik verantwortet.

Pro Jahr benötigt die Brau Union Österreich knappe 110.000 Tonnen Braugerste. Dabei ist die Zielsetzung, für den Großteil österr. Braugerste einzusetzen. Im Jahr 2017 war das auch so, mit 91.000 Tonnen. „Wir hätten auch mehr Gerste im Inland gekauft. Leider war keine Gerste mit „Braugerstenqualität in dieser vollen Menge verfügbar“, ergänzt Raidl.

Reichen die österreichischen Rohstoffe für den notwendigen Bedarf nicht aus, wird mit kompetenten Partnern aus den angrenzenden Ländern kooperiert. Dies war bspw. im Jahr 2018 aufgrund einer schlechten Ernte in ganz Österreich der Fall. Da musste bis zum 30% aus dem angrenzenden EU-Ausland importiert werden. Eine volle Deckung mit österreichischen Rohstoffen war schlichtweg nicht möglich. Dies hat den gesamten Biermarkt im Land betroffen, womit nur ein Teil der importierten Braugerste von der Brau Union Österreich verarbeitet wurde bzw. wird.

Hopfen – die Seele des Bieres

Beim Hopfen werden 85-90% aus heimischem Anbau abgedeckt. Für diesen Rohstoff werden langfristige Verträge mit österreichischen Bauern abgeschlossen, deren Preise deutlich über dem europäischen Schnitt liegen.

Die Hauptanbaugebiete von Hopfen in Österreich sind im Mühlviertel (139,9 ha), in Leutschach in der Südsteiermark (94,7 ha) sowie im Waldviertel in Niederösterreich (17,1 ha). Der Gesamtbedarf an Hopfen der Brau Union Österreich kann mit heimischen Sorten nicht gedeckt werden, da es Sorten gibt, die in Österreich aufgrund des Klimas nicht wachsen, aber für die Herstellung spezieller Biersorten wie etwa des Pale Ale nötig sind.

Als 100% österreichisch werden nur jene Biersorten von Marken der Brau Union Österreich deklariert, bei denen dies auch der Fall ist und die AMA-zertifiziert sind. (Quelle: Pressemitteilung der Brau Union)

Raritäten-Bier aus dem Wienerwald: Waldbier Jahrgang 2019 von „der schönen Else“

Abbildung 1. Die Früchte der Elsbeere. Foto: Archiv der Österreichischen Bundesforste, W.Simlinger

Oschitzn, Adletzbeere oder Schweizer Birnbaum – mit dem neuen Waldbier Jahrgang 2019 rücken die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) und Braumeister Axel Kiesbye eine uralte, selten gewordene Baumart in den Mittelpunkt: die Elsbeere (Sorbus torminalis). Wer dieser Tage aufmerksam durch die Wälder geht, sieht ihre honigfarben-cremeweißen Blüten aus dem Blätterwald leuchten. „Die Elsbeere ist ein Jahrhunderte alter Wildobstbaum, der nahezu in Vergessenheit geraten ist“, erklärt Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste (ÖBf), „heute ist die „Königin der Wildfrüchte“ rar geworden.“ Die Sorbusart aus der Familie der Rosengewächse (Rosacae) ist ein „Langschläfer“ und erblüht als eine der letzten im Mai bis Juni. Für das Waldbier wurden erstmals ihre Beeren verwendet, die botanisch betrachtet Früchte und keine Beeren sind. „Hauptzutat des neuen Waldbier-Jahrgangs 2019 sind vollreife, sehr kostbare Elsbeeren“, zeigt sich Freidhager über die Rarität begeistert, „die Ernte hat heuer im Forstrevier Breitenfurt im Wienerwald stattgefunden. Geerntet wurden rund 30 Kilogramm Elsbeeren, und wir hatten großes Ernteglück, denn die Elsbeerbäume tragen nicht jedes Jahr“. Für Braumeister Axel Kiesbye wieder eine kulinarische Wald-Erfahrung mehr: „Die Früchte der Elsbeere sind weich, leicht saftig, süß-säuerlich und zeichnen sich durch eine besondere aromatische Note und einem Hauch von Mandel und Marzipan aus. Ihre Früchte sind selten und nicht zuletzt für Edelbrände heiß begehrt – das wird ein Raritäten-Bier“, ist Kiesbye jetzt schon überzeugt. In den nächsten Tagen startet der Brauprozess, bei dem die wertvollen Elsbeeren eingebraut werden. Das Waldbier 2019 „Elsbeere“ wird im September vorgestellt und ab Oktober 2019 erhältlich sein.

Waldbier mit Edelbeere – Dolde für Dolde handgepflückt

Geerntet wurden die Elsbeeren in einem Eichen-Buchen-Wald der Bundesforste im Wienerwald, wo die Elsbeere ein ideales Verbreitungsgebiet vorfindet. Schon Wochen zuvor hatten die Förster Bäume gesucht, die zur Beerntung geeignet waren. Die Ernte gilt als zeitaufwändig, mühsam und nicht ungefährlich. Da es sich um echte Wildobstbäume handelt, war allein die Höhe der Bäume eine Herausforderung. „Geerntet wurde an mehreren Bäumen und Standorten, um die Bestände zu schonen. Die Elsbeeren waren rund 15 Meter hoch, die Früchte hingen weit oben in den Kronen“, erzählt Rudolf Freidhager. „Mittels Hubsteiger sind wir schließlich sicher in den Baumkronen gelandet und konnten die Elsbeeren auf Augenhöhe gefahrlos beernten“, berichtet Braumeister Axel Kiesbye. „Dennoch gestaltete sich die Ernte arbeitsintensiv, mussten die Elsbeeren doch Dolde für Dolde händisch gepflückt und – zurück am Boden – die Früchte noch gerebelt werden.“ Die 1-2 Zentimeter großen, ei- oder birnenförmigen Früchte sind rötlich-gelb bis ockerfarben und tragen zahlreiche weiße Pünktchen. Auch die Vögel, insbesondere die Wacholderdrosseln, schätzen die kostbaren Früchtchen. „Da hieß es schnell sein!“, so Axel Kiesbye schmunzelnd.

Elsbeere – die „Königin des Wildobstes“

Die Elsbeere gilt als Ureinwohnerin der österreichischen Pflanzenwelt. Ihr Hauptverbreitungsgebiet findet sie in den Wäldern der Voralpen bis etwa 700 Meter Seehöhe vor. Sie wächst gerne auf warmen, trockenen Südhängen, Streuobstwiesen oder Waldrändern und prägt vor allem zur Herbstzeit mit ihrem auffällig bunten Blätterkleid das Landschaftsbild alter Kulturlandschaften. „Ihr sehr hartes, rötlich-braunes Holz, ähnlich dem Birnbaum, zählt zu einem der wertvollsten überhaupt und erzielt bei Versteigerungen jährlich Höchstwerte“, so Freidhager. In der Kunsttischlerei und im Instrumentenbau wird Elsbeerenholz zur Fertigung von Möbeln und Intarsien, Musikinstrumenten wie Flöten oder Zwergpfeifen bis hin zu (früher) Spindeln und Webkämmen verwendet. Bereits Martin Luther erwähnte die heilkundliche Wirkung der Elsbeere in der Volksmedizin (daher auch die Bezeichnung als „Lutherin-Baum“), die kulinarische Verwendung lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Heute wird die uralte Frucht langsam wiederentdeckt von getrockneten Früchten über Blütensirup bis zum Elsbeerenbrand, der höchst erlesen und schwer erhältlich ist. „Elsbeeren tragen erheblich zur Artenvielfalt bei, sind eine wertvolle Trachtpflanze für Bienen und Insekten und auch Wildtiere wissen ihre Früchte zu schätzen“, fasst Freidhager zusammen. „Wir fördern gezielt bestehende Bäume und haben in den letzten Jahren tausende Jungbäume gesetzt. So wollen wir diesen „heimischen Exoten“ wieder zurück in unsere Wälder bringen und – nicht zuletzt in Zeiten des Klimawandels – die Biodiversität in den Wäldern fördern“, betont Rudolf Freidhager abschließend.

Wald am Speisetisch

Begonnen hat alles im Internationalen Jahr des Waldes 2011, als Braumeister Axel Kiesbye und die Österreichischen Bundesforste das Waldbier als kulinarisches Wald-Projekt ins Leben riefen. „Heute wie damals bringen wir mit dem Waldbier den Wald in die Wohnzimmer und auf den Speisetisch“, erklärt Rudolf Freidhager. „Wir wollen einen innovativen Zugang zum Wald schaffen, das Bewusstsein für die Schätze der Natur schärfen und verloren gegangenes Wissen neu vermitteln.“ Das „Rezept“ ist bei allen Jahrgängen unverändert geblieben: Waldwissen und Zutaten kommen von den Bundesforsten, die kulinarische Kreation von Axel Kiesbye, eingebraut wird in der Trumer Privatbrauerei.

Alle Waldbier-Jahrgänge auf einen Blick

Jahrgang 2018 „Holzbirne“ aus dem Forstrevier Wildalpen (Stmk.), Jahrgang 2017 „Wilde Kirsche“ aus dem Forstrevier Hermagor (Ktn.), Jahrgang 2016 „Wacholder“ aus dem Forstrevier Zederhaus im Lungau (Sbg.), Jahrgang 2015 „Fichtenharz“ aus dem Forstrevier Traunstein (OÖ), Jahrgang 2014 „Schwarzkiefer“ aus dem Forstrevier Hinterbrühl im Wienerwald, Jahrgang 2013 „Lärche“ aus dem Forstrevier Bad Aussee (Salzkammergut), Jahrgang 2012 „Zirbe“ aus dem Forstrevier Pfunds im Tiroler Radurschltal und Jahrgang 2011 „Tanne“ aus Wäldern am Hochkönig (Sbg.).

Waldbier Jahrgang 2019 „Elsbeere“ ab Herbst erhältlich

Das neue Waldbier 2019 „Elsbeere“ wird wie seine Vorgänger in limitierter Auflage hergestellt und ab Oktober erhältlich sein. Abgefüllt wird das Jahrgangsbier in Gourmet-Flaschen zu 0,75 l und 0,33 l und in Kleinfässern. Es verfügt über eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit und kann als Jahrgangsbier nachhaltig gesammelt und mehrere Jahre gelagert werden. Bisherige Waldbier-Jahrgänge sind nahezu ausverkauft und nur mehr vereinzelt bzw. als Sammlerobjekte erhältlich.

15. 6. – 12. 10. 2019: Global Bier in Murau

Die steirische Stadt Murau geht in die zweite Auflage ihrer Biennale, diesmal mit Ausstellungen, eigenen Kulturproduktionen und kulinarischen Events. Der Titel: „Global Beer“. Die Inhalte: Bierkultur rund um den Globus, die Braugeschichte der Stadt, Murauer Bier und weitere Stars auf der Bierbühne.

„BIER“ ALS KULTUR-SPAZIERGANG

6000 Jahre Bier, von den Sumerern bis in die Gegenwart, kurzweilig erzählt. Die größten Bierkonzerne der Welt und deren Bosse, dazu die kultiviertesten Brauereien Österreichs und amüsante Einblicke in die Welt der Bierwerbung. Die Altstadt von Murau wird erfüllt sein von hunderten, kompakt erfassten Storys, feinfühlig inszeniert in Räumen, detailliert auf den Straßen, großflächig an Häuserfassaden und berauschend entlang der Murpromenade.

„BIER“ THEATRALISCH UND MUSIKALISCH

muraubiennal hat für das Jahr 2019 Kunstschaffende eingeladen, um individuelle Produktionen vorzubereiten. Ausstellung, Film, Kabarett, Konzert, Lesung und Theater sind die Genres, die in Murau gezeigt werden. Meist Uraufführungen, die das kulturelle Selbstbewusstsein der Stadt weiter stärken werden.

„BIER“ UND DIE KULINARIK

Es ist der Leberkäse, der zum Hauptnahrungsmittel wird in den vier Monaten von „Global Beer“. Kreiert von Haubenköchen, produziert in Murau. Dazu gibt es eigens zu Leberkäse Gebrautes von Murauer Bier. An bestimmten Tagen werden die Gäste von „Global Beer“ Pilsner und Köstlichkeiten von der Waterkant serviert bekommen, wenn norddeutsches Pils mit Matjes eingetroffen ist.

ERÖFFNUNG AM 15. JUNI

Dieser Samstagnachmittag wird eine Musik-Show mit tiefen Blicken in das gesamte Programm von „Global Beer“. Die Murauerinnen und Murauer feiern mit ihren Gästen! Ein Fest mit Stars der Kleinkunst-Szene, mit der Stadtkapelle Murau, zahlreichen Prominenten und reichlich Murauer Bier.

MURAU – DIE PERLE AN DER MUR

Die Ernennung von Murau zur Stadt wurde im Jahr 1298 verbrieft. In dieser Stadterhebungsurkunde finden sich bereits Hinweise auf das Bierbrauen, explizit erwähnt sind „Maße und Preise“ für das Malz-Hopfen-Getränk, um die Produktion und den Konsum schon damals einigermaßen zu reglementieren. 1495 schließlich kommt es zur Gründung von Murauer Bier. Diese mittelständische Privatbrauerei besteht bis heute und ist seit dem Jahr 1910 eine Genossenschaft. Murauer Bier beschäftigt aktuell rund 180 Mitarbeiter, die Jahres-Produktionsmenge an Bier und Limonade beträgt etwa 280.000 Hektoliter. Damit zählt Murauer Bier zu den großen Privatbrauereien in Österreich, die nicht von einem Konzern aufgekauft worden sind. Murauer Bier ist Mitglied der Gruppe der CulturBrauer – ein Marketingverband mit acht österreichischen Qualitätsbrauereien.

MURAUBIENNAL, EINE ERKLÄRUNG

Die Stadt Murau hat sich im Jahr 2017 entschieden, das Ausstellungsfestival muraubiennal ins Leben zu rufen, das jeweils für 4 Monate im Sommer in der Altstadt seine Pforten öffnet. Der gezeigte Inhaltsmix dieses Kulturhöhepunktes von Murau besteht aus den vier Themen Alltags- und Gegenwartskultur, Bierkultur, Handel und Handwerk sowie Schwarzenberg, wobei je Biennale ein Inhalt zum Leitthema wird.

2017 zeigte Murau „400 Jahre Schwarzenberg in Murau“, für 2019 ist Bierkultur auf dem Programm, der Titel des Ausstellungsfestivals lautet „Global Beer – die süffige Braukultur“. Für 2021 sind Alltags- und Gegenwartskultur in Planung, für 2023 Handel und Handwerk.

Conrad Seidls Bier Guide 2019 feiert Jubiläum

Wo gibt’s gutes Bier? Diese Frage stand im Jahr 2000 als erster Satz in Conrad Seidls ersten Bier Guide – er hat sie damals auf 194 Seiten beantwortet. 20 Ausgaben später ist der Guide auf mehr als den doppelten Umfang angewachsen, auf 452 Seiten stellt er nicht nur die wichtigsten Bierinnovationen vor, sondern auch die Besichtigungs- und Ab-Hof-Verkaufsangebote der in zwei Jahrzehnten ebenfalls auf einen vielfachen Umfang gewachsenen Brauereiszene und natürlich wieder an die 1200 Bierlokale.

Wie immer gibt es Skurrilitäten zu vermelden: Unter den als Innovation ausgezeichneten Bieren des Jahres gibt es ein Imperial India Pale Ale, das mit Brettanomyces-Hefen nachvergoren worden ist. „Vor 20 Jahren haben die meisten Gastronomen noch nicht einmal IPA buchstabieren können, geschweige denn, dass sie etwas von Brettanomyces verstanden hätten“, verweist der Autor auf die Weiterentwicklung der Bierkultur, die sein Guide bereits 20 Ausgaben lang begleitet hat: „Heute aber gibt es dutzende Lokale, in denen die Gäste nach immer spezielleren Bieren Ausschau halten – und immer wieder mit neuen Angeboten überrascht werden.“

Dieser Entwicklung der Bierszene ist ein breites Kapitel im neuen Guide gewidmet: Es beginnt mit dem wohl ersten Craftbier, das in Wien um das Jahr 1700 gebraut worden ist – Veit Veltischhoffer, Braumeister der Brauerei des Wiener Bürgerspitals, hat für die damalige „Kayserin“ ein Weinbier gebraut, „welches nichts anderst ist, alß daß weis gemain bier, worin … auff ieden emer 4 mass gueter wein eingegossen werden“, wie der Bier Guide penibel berichtet. Es ist der Kaiserin wohl bekommen: Sie überlebte ihren Gatten um 15 Jahre und starb 1720 im damals als hoch geltenden Alter von 65 Jahren.

Seidl zeichnet die Geschichte des heimischen Bieres von damals über die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts, die der Welt den Wiener Bierstil geschenkt hat, bis zu den heutigen Craftbieren nach. Umgekehrt merkt er aber auch an: „Es ist nicht zu verkennen, dass Bierimporte einen sehr wichtigen Beitrag dazu geleistet haben, dass es die heutige Vielfalt auf dem heimischen Markt gibt.“

Der Bierpapst belegt das anhand des Weizenbieres: „Solche Importe waren und sind ein gesunder Anstoß für die Bierkultur und Biervielfalt in unserem Land. Nachdem das Salmbräu vor einem Vierteljahrhundert als erste Kleinbrauerei in Wien ein Weizenbier gebraut hat, dürften heute an die 100 österreichische Brauereien zumindest gelegentlich mit Weizen brauen. Haben diese heimischen Weizenbiere die bayerischen Importe verdrängt? Natürlich nicht: Gerade in den vergangenen zwei, drei Jahren hat die Nachfrage nach besonderen Weißbieren aus dem Nachbarland zugenommen.“

Übrigens: Auf dem Cover der Jubiläumsausgabe des Bier Guide hat Günter Menzl den Bierpapst mit einem Weizenbierglas von Ritzenhoff abgebildet – welches Bier drinnen ist, bleibt ein Geheimnis. Kein Geheimnis ist, dass das Glas von der niedersächsischen Künstlerin Ellen Wittefeld gestaltet worden ist und inzwischen ein begehrtes Sammlerstück ist.

Über all die Fortschritte in Sachen Biervielfalt dürfe man aber nicht vergessen, „dass ein Gast, der einfach ‚Ein Bier‘ bestellt, das Recht hat, ein schön gezapftes klassisches Märzen serviert zu bekommen.“ Das nämlich macht die österreichische Bierkultur aus: Sie ist enorm vielfältig und gleichzeitig sehr verlässlich. Es gibt ganz bescheidene Wirte, die ohne viel Aufhebens Spitzenqualität beim Bierzapfen bieten. Und es gibt Craftbier-Bars, die verlässlich die interessantesten Spezialitäten an den Zapfhahn hängen. Dahinter stehen Bierbrauer mit Charakter und Bierhändler, die all die guten Biere aus dem In- und Ausland auch an die Theke und ins Regal bringen. Sie werden im aktuellen Bier Guide vor den Vorhang gebeten.

Kann man die unterschiedlichen Lokaltypen mit ihren Angeboten überhaupt vergleichen? Der Bier Guide legt dafür als Maßstab internationale Referenzbetriebe an: Bietet ein österreichisches Lokal ein Maß an internationaler Bierkultur, wie man es etwa im Brüsseler Delirium Tremens Cafe findet? Oder ist es so bedeutend für die Identität der Stadt wie das Hofbräuhaus in München? Ist es von nationaler Bedeutung wie die Brasserie Federal in Zürich? Daran bemisst sich die Zahl der Krügerl, die von Conrad Seidls Bier Guide-Team vergeben werden.

Bier Guide 2019: Der Reiseführer zur Bierkultur

Das Bierangebot ist in ständigem Wandel begriffen und bei manchen Bieren muss man sich beeilen, weil sie nur ein einziges Mal gebraut werden – Bierkenner lieben solche One-Of-Brews, die vielleicht nie wieder zu bekommen sein werden. Jedenfalls gilt laut Seidl: „Wer immer das gleiche Bier bestellt, verpasst die Vielfalt der österreichischen Bierkultur“.

Der Bierpapst listet in seinem neuen Bier Guide 2019 auf 452 Seiten:

  • Mehr als 1.200 Adressen von Bierlokalen,
  • in denen man unter insgesamt rund 5.300 Bierangeboten wählen kann auf.
  • Dazu gibt er einen Überblick über alle Besichtigungsprogramme der österreichischen Bierszene
  • Ein Verzeichnis der bestsortierten Bier-Shops.

Die Top-Bierlokale

Der „Bier Guide 2019“ will also Biertrinkern dazu verhelfen, Biergenießer zu werden – mit besten Empfehlungen aus allen Bundesländern.

Und das sind die Top-Empfehlungen aus „Conrad Seidls Bier Guide 2019“:

  • Burgenland    Hopfen & Soehne, Eisenstadt
  • Kärnten    Hotel Prägant, Bad Kleinkirchheim
  • Niederösterreich    Denkenhof, Kilb
  • Oberösterreich    Fruhstorfer, Oberthalheim
  • Salzburg    Markterwirt, Altenmarkt
  • Steiermark    Bierapotheke, Murau
  • Tirol    Jati, Sölden
  • Vorarlberg    Löwen Tisis, Feldkirch
  • Wien    Bierraum, Wien XVII
  • Mikrobrauerei des Jahres    Anton Paar Sudhaus, Graz
  • Biergeschäft    Bier Welt Tirol, Innsbruck
  • Biergarten des Jahres    Donaubräu, Wien

Lokalbewertungen auch online

Alle Lokaltipps des Bier Guide sind abrufbar: Die Webpräsenz www.bier-guide.net ermöglicht sogar eine Suche, wo man in der Nähe ein bestimmtes Bier gut gezapft finden kann. Und sie gibt Bierfreunden die Gelegenheit, unmittelbares Feedback zu den Bierlokalen zu geben, in denen sie gerade waren – viele derartige Bewertungen wurden von der Redaktion berücksichtigt und haben auch im laufenden Jahr immer wieder zu Korrekturen geführt. Denn die Bierszene ist in ständiger Bewegung und ohne das Feedback der Bierfans wäre ein Guide in diesem Umfang nicht auf letztem Stand zu halten.

Und: Wer mit dem Smartphone unterwegs ist, findet sein Lieblingsbier und seine Lieblingsbrauerei unkompliziert mit einer eigenen App (erhältlich für iOS und Android).

Das Buch

Conrad Seidls Bier Guide 2019
Umfang:         452 Seiten
Auflage:         23.000 Stück
ISBN:         978-3-903254-15-2
Preis:         14,90 Euro
Verlag:     MN Anzeigenservice GmbH
Brehmstraße 10/ 4
1110 Wien

Wer zapft Österreichs bestes Bier?

Seit Anfang dieses Jahres zapfen die österreichischen Gastronomie- und Hotellerie-Fachschüler eifrig um die Wette. Mit dem Bundesfinale am 25. April, im Gasthaus „Zum fidelen Bauern“, erreicht der 10. Zipfer Zapf Masters-Wettbewerb seinen prickelnden Höhepunkt.

27 Gastronomie- und Hotellerie-Fachschüler haben sich für das alles entscheidende Bundesfinale in Oberwang qualifiziert. Dort kämpfen sie mit vollem Einsatz um den begehrten Titel Zipfer Zapf Master 2019. In der letzten Runde des Wettbewerbs gilt es, das perfekte Glas heller Freude mit der schönsten Schaumkrone zu zapfen und die hochkarätige Jury mit perfekter Zapfqualität zu überzeugen.

Wer in den Augen der erfahrenen Jury das perfekte Glas Bier mit der schönsten Schaumkrone zapft, darf sich außerdem über ein Flachau Wochenende für zwei Personen im Schlosshotel Lacknerhof inkl. Actiontage in der Flachau von Flying Fox bis hin zur rasanten Sommerrodelbahn freuen. Die Zweit- und Drittplatzierten können sich über ein Musik-Package inkl. Festivaltickets für das Zipf Air freuen.

Rege Teilnahme: mehr als 1.600 Zapfer aus 54 Schulen

Die Zipfer Zapf Masters wurden ins Leben gerufen, um bei Österreichs Gastronomie-Nachwuchs ein Bewusstsein für gute Zapfqualität zu schaffen. Um Zipfer Zapf Master zu werden, braucht es vor allem zwei Dinge: Ausdauer und kontinuierliche Leistung. Alle österreichischen Gastronomie- und Hotellerie-Fachschüler waren zum Zapfwettbewerb eingeladen – in schuleigenen Vorrunden wurden seit Anfang des Jahres die Teilnehmer für das Landesfinale ermittelt. Die jeweils drei Landesbesten ziehen nun in das Bundesfinale im oberösterreichischen Oberwang ein. Dass das Thema Zapfqualität bei den Nachwuchszapfern eine große Rolle spielt, zeigt die rege Teilnahme: Mehr als 1.600 junge Zapfer aus 54 Schulen waren in die Vorrunden gestartet.

Die Gastronomen von morgen

Zipfer steht den jungen Bierzapfern mit Rat und Tat zur Seite: Mit ausführlichen Bier- und Zapfschulungen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Wettbewerb vorbereitet. Die Zipfer Zapf Masters sind in den letzten Jahren zum fixen Bestandteil der Ausbildung der heimischen Gastronomie- und Hotellerie-Fachschüler geworden. „Die Teilnehmer der Zipfer Zapf Masters sind die Gastronomen von morgen. Ein perfekt gezapftes Bier ist ein Zeichen gelebter Bierkultur – kompetente Beratung und vollendete Zapfkunst sind den österreichischen Biergenießern wichtig. Ich freue mich, so viele motivierte und fähige Schüler im Wettbewerb und zukünftig auch in der Gastronomie zu haben“, betont Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender Brau Union Österreich.

Österreichische Bierkultur

In Österreich wird seit jeher viel Bier getrunken – und zwar mit Genuss. Laut dem aktuellen Bierkulturbericht, einer für Österreich repräsentativen Studie, die jährlich vom Linzer market-Institut im Auftrag der Brau Union Österreich erarbeitet wird, legt die Mehrheit der heimischen Biertrinker sehr großen Wert auf ein perfekt gezapftes Bier. Auch die Beratungsqualität ist wichtig, die Bierauswahl wird bewusster getroffen als beispielsweise in Deutschland –Indizien dafür, dass zentrale Aspekte der Bierkultur in Österreich immer populärer werden. Österreich gilt als herausragendes Kulturland – auch was den Biergenuss betrifft.