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Markus Stüttgen aus Dormagen gewinnt den fünften Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale

Den fünften Hobbybrauerwettbewerb von Maisel & Friends und der BrauBeviale gewinnt Markus Stüttgen. Sein „Flaming Amber“ stach aus insgesamt 106 eingereichten Amber/Red Ales heraus und damit geht der Hobbybrauerpokal ins nordrhein-westfälische Dormagen. Auf den Erstplatzierten wartet ein Brautag bei Maisel & Friends in Bayreuth, an dem er seine Kreation auf dem professionellen Sudwerk nachbrauen darf. Das Gewinnerbier wird ab November erhältlich sein.

Wie schon 2021, konnte auch der Hobbybrauerwettbewerb 2022 aufgrund der Corona-Pandemie nicht im Rahmen des Hobby- und Heimbrauerevents „HOME BREW Bayreuth“ stattfinden. Trotzdem traf sich die Expertenjury am Freitag, 4. Februar bei Maisel & Friends in Bayreuth, um die 106 eingereichten Biere professionell zu bewerten und daraus die Gewinner zu ermitteln. Hobby-, Heim- und Garagenbrauer aus dem gesamten Bundesgebiet haben ihre Amber und Red Ales im American-Style eingereicht und diese wurden von der zwölf-köpfigen Jury – bestehend aus Braumeistern, Brauern, Biersommeliers, Hobbybrauern und Fachpresse – nach Optik, Geruch, Geschmack, Bittere, Rezenz und persönlichem Eindruck verkostet und bewertet. Die besten zehn Biere kamen in eine Finalrunde und wurden von allen Jurymitgliedern nochmals beurteilt. Am Ende der Verkostung war sich die Jury sehr schnell einig, welche Biere auf das Treppchen gehören.

Klassisches Amber Ale gewinnt

Die Siegerehrung fand am Samstag, 5. Februar live auf dem YouTube und Facebook-Channel von Maisel & Friends statt. Brauereichef Jeff Maisel, Braumeister Markus Briemle und Biersommelier Michael König führten durch das Programm und schalteten den Mitveranstalter BrauBeviale, die Sponsoren Barth Haas, Braupartner und „Hopfen & mehr“ sowie die zehn Erstplatzierten zu. Der dritte Platz ging an Florian Erdel von Chaos Homebrewing und Rang zwei erreichte Johst Dallmann von Hobbybrauer Nordheide. Beide Biere sind moderne Amber/Red Ales, die mit Hopfen gestopft wurden. Das Gewinnerbier ist ein klassisches und sehr süffiges Amber Ale mit schönem Malzcharakter und dezenten Aromen nach roten Beeren, Honig und Karamell. Kreiert hat es Markus Stüttgen von der Hausbrauerei Bestes! in seinem Keller. Dort braut der 35-Jährige seit Beginn der Pandemie manchmal alleine und manchmal zusammen mit seinen Freunden, die bei der Preisverleihung mit ihm um die Wette jubelten. Als ehemals selbstständiger Gastronom hat Markus eine große Affinität zu Lebensmitteln und trug schon lange die Idee mit sich herum, einmal sein eigenes Bier zu brauen. Niemals hätte er damit gerechnet, beim Hobbybrauerwettbewerb direkt den ersten Platz zu erreichen. Sein „Flaming Amber“ hat er mit 5,8 % Vol. Alkohol, 38 Bittereinheiten und 14° Plato Stammwürze angegeben und hat es mit den Hopfensorten Mittelfrüh, Magnum, Hallertauer Blanc, Pacific Gem, Motueka und Zamba gebraut.

Im September wird Markus Stüttgen nach Bayreuth kommen, um gemeinsam mit dem Team von Maisel & Friends sein Bier im 25 Hektoliter-Sudhaus nachzubrauen und bei der Etikettengestaltung mitzuwirken. Als Gewinn bekommt er eine Palette seines Gewinnerbieres nach Hause geliefert und darf seine Kreation im Herbst auf myBeviale.com der interessierten Getränke-Community präsentieren. Das streng limitierte Bier wird dann über den Onlineshop von Maisel & Friends käuflich zu erwerben sein.

Die Internorga 2022 wird auf Ende April – Anfang Mai verschoben

Die Internorga wird in diesem Jahr nicht wie ursprünglich geplant im März, sondern vom 30. April bis 4. Mai 2022 auf dem Hamburger Messegelände stattfinden. Der rasante Verlauf der vierten Corona-Welle mit täglich neu gemeldeten Höchstständen des Infektionsgeschehens, lässt aktuell keine zuverlässige Prognose darüber zu, ob zum ursprünglich geplanten Termin Mitte März mit einer Beruhigung der Lage zu rechnen ist. Es werden stattdessen weitere herausfordernde Wochen in Aussicht gestellt, verbunden mit einem erhöhten Krankenstand in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Die Hamburg Messe und Congress hat aus diesen Gründen gemeinsam mit dem INTERNORGA-Beirat die Entscheidung getroffen, die INTERNORGA 2022 auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Damit tragen die Messeverantwortlichen dafür Sorge, die Veranstaltung in gewohnter Qualität durchführen und dem Fachpublikum bei größtmöglicher Sicherheit präsentieren zu können

„Wir wissen um die zunehmende Verunsicherung der letzten 14 Tage bei allen Akteuren und nehmen diese Ernst. Doch auch das Bedürfnis der Branche, sich endlich wieder persönlich zu treffen und auszutauschen ist sehr groß. Insofern freuen wir uns, diesen Ausweichtermin anbieten zu können. Unseren Ausstellenden möchten wir mit der Verschiebung der INTERNORGA größtmögliche Planungssicherheit geben und ihnen Kosten ersparen. Und auch unsere Besuchenden sollen Ende April mit einem guten Gefühl durch unsere Messetore gehen“, erklärt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung, Hamburg Messe und Congress.

Der neue Durchführungszeitraum der INTERNORGA ist von Samstag, 30. April bis Mittwoch 4. Mai 2022 in den Hamburger Messehallen. Das Internationale Foodservice-Forum findet am 29. April im CCH statt.

Alle wichtigen Informationen zur Verschiebung sind auf der INTERNORGA Website zusammengestellt für:

Besuchende: https://www.internorga.com/info/besucher/faq-internorga-2022-besucher

Ausstellende: https://www.internorga.com/info/aussteller/faq-internorga-2022-aussteller

Die INTERNORGA findet für alle Teilnehmenden vom 30. April. bis 4. Mai 2022 unter den dann in Hamburg gültigen Hygieneregeln statt.

Exporte und Trend zum Bayerischen Hellen stimmen die Brauwirtschaft optimistisch

Wie der Bayerische Brauerbund mitteilt, hat sich der Gesamtbierabsatz der bayerischen Brauwirtschaft gegenüber dem desaströsen ersten Corona-Jahr um 2,1% verbessert. Die deutsche Brauwirtschaft insgesamt weist dagegen ein Absatzminus von 2,2% auf. Dennoch haben Bayerns Brauer die Talsohle der Corona-Krise noch nicht durchschritten. Vor allem die geschlossene Gastronomie, der fehlende Tourismus und die ausgefallene Volksfestsaison dämpften den Inlandsabsatz, sodass zum Vorkrisen-Absatzniveau noch immer rund 50 Millionen Maß fehlen.

Lichtblicke Hell-Bier-Trend und Exportrekord

Die schmerzlichen Verluste im Inlandsabsatz konnten in Bayern durch den anhaltenden Trend zum Bayerischen Hellen und durch ein Allzeithoch beim Bierexport aufgefangen werden. Wie Brauerpräsident Georg Schneider mitteilte, gewinnt das Bayerische Helle vor allem außerhalb Bayerns Marktanteile auf Kosten von Pils. Die Exporterfolge insbesondere in Drittländer haben Bayerns Brauer aber vor allem den Weißbieren und anderen Bierspezialitäten mit dem Siegel der Schutzbezeichnung „Bayerisches Bier g.g.A.“ zu verdanken.

Brauereien kämpfen mit enormen Preissteigerungen und Verschiebungen in den Absatzwegen

Die allgemeine Lage der Branche spiegelt jedoch lediglich einen Mittelwert wider, hinter dem sich viele einzelbetriebliche Schicksale verbergen. So haben mittlerweile fünf weitere bayerische Traditionsbrauereien aufgeben müssen und den Braubetrieb eingestellt. Die individuelle Betroffenheit von den gravierenden Verschiebungen der Bierabsatzwege sei, so Georg Schneider, zwar nicht unmittelbar eine Frage der Brauereigröße, dennoch träfen sie gerade Betriebe, die ihren Absatzschwerpunkt auf die Gastronomie sowie auf Feste und Veranstaltungen gelegt hätten, und die seien eben vor allem im brauwirtschaftlichen Mittelstand zu finden.

Zum herben Absatzverlust erreicht die Brauereien eine regelreichte Kostenexplosion in vielen Bereichen: Rohstoffe, Verpackungen, Energie, Logistik und sogar Etiketten und Kronenkorken verzeichneten in kürzester Zeit gewaltige Preisanstiege, sodass von manchen Brauereien angekündigte Preiserhöhungen zum Frühjahr bereits heute von den Kosten eingeholt wurden. Erst im Januar hatten die Betriebe zudem eine Lohnerhöhung um 2,3% zu verkraften.

Konkrete Erwartungen der bayerischen Brauwirtschaft

Brauerpräsident Georg Schneider hat für die Branche konkrete Erwartungen und fordert von der Politik Planungssicherheit für Bayerns Brauereien. „Es wird herausfordernd sein, nach der Pandemie gerade im Gastgewerbe wieder Tritt zu fassen. Ob die Menschen auf die Einladung zum Besuch eines Volksfestes oder größerer Veranstaltungen wieder mit Unbefangenheit und Freude reagieren, ist alles andere als sicher. Die notwendige Sicherheit in der Planung und Durchführung der Volksfeste und Veranstaltungen ist jedoch eine Grundvoraussetzung, damit wir wieder zur „alten Normalität“ und zu einem bayerischen Lebensgefühl zurückfinden, wie wir das für ein gedeihliches Umfeld im Biergeschäft brauchen“, so Schneider.

Zukunftsthemen der Brauwirtschaft

Trotz der extremen Umbrüche und Belastungen, die die Corona-Krise auch für sie mit sich bringt, blickt die bayerische Brauwirtschaft in die Zukunft und bemüht sich insgesamt um nachhaltiges Wirtschaften. Auch wenn bereits viele Brauereien erhebliche Einsparungen bei Energie, Wasser und Verpackungen umgesetzt haben, ist es das gemeinsame Ziel der Branche, bereits geleistetes systematisch zu erfassen, vergleichbare Standards zu erfüllen und den erreichten Stand weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) stellt der Bayerische Brauerbund seinen Mitgliedern einen onlinebasierten Nachhaltigkeitsmanager zur Verfügung, der die Unternehmen Schritt für Schritt unterstützt, nachhaltiger zu wirtschaften.

Peter Hahn zum Geschäftsführer der MPB Mehrwegpool der Brauwirtschaft eG bestellt

Rechtsanwalt Peter Hahn wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2022 zum Geschäftsführer der MPB Mehrwegpool der Brauwirtschaft eG bestellt und in den Vorstand berufen.

„Wir freuen uns“, so Aufsichtsratsvorsitzender Michael Hollmann, „mit Peter Hahn einen Kenner der Brauwirtschaft gewonnen zu haben, der in seiner 14-jährigen Tätigkeit als Hauptgeschäfts­führer des Deutschen Brauer-Bundes e.V. unter Beweis gestellt hat, dass er die Interessen einer heterogenen Branche zusammenführen kann.“ Mit seiner Tätigkeit werde die Initiative für ein genossenschaftlich organisiertes, ökologisch vorteilhaftes Mehrwegpoolsystem der deutschen Brauwirtschaft gestärkt. Dabei kommen Hahn nicht nur die Kenntnis der Strukturen der Brau­wirtschaft zugute, sondern auch seine Vernetzung zum Parlament, zu den Ministerien und NGO´s.

In der MPB eG ( www.mpbeg.de ) sieht Hahn einen „Gewinn für die deutsche Brauwirtschaft“. Die hier organisierten Brauereien können gemeinsam einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung und zum weiteren Ausbau des Mehrwegsystems leisten. „Das politische Bekenntnis zur Kreislauf­wirtschaft erfährt durch Einheitsgebinde und deren multilaterale und häufige Wiederverwendung neuen Schub, weil hier auf bewährte Standardformen zurückgegriffen werden kann“, unterstreicht Peter Hahn. Durch einheitliche Flaschen werde die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit gestärkt. Das hierfür erforderliche Instrumentarium sei mit den im Markt befindlichen und bewährten Flaschen und Gebinden vorhanden. Durch den genossenschaftlichen Zusammenschluss könne nun eine Optimierung von Glas-Mehrweg nicht nur im Interesse der Brauwirtschaft, sondern auch des Getränkefachgroßhandels und nicht zuletzt der Umwelt erreicht werden, anstatt unnötige Kosten durch neue Gebinde oder Individualflaschen zu verursachen und die Sortier­problematik weiter anzuheizen. Den am Pool teilnehmenden Brauereien garantiert die Genossenschaft aufgrund ihrer Rechtsform und ihrem Regelwerk die gleichberechtigte Teilhabe ungeachtet ihrer unterschiedlichen Größe.

Bild: Bayerischer Brauerbund e.V.

Ab Februar wird in der Brauerei Fohrenburg in Vorarlberg CO2-neutral gebraut

Mehr als 2.000 Tonnen CO2 spart die Brauerei Fohrenburg ab Februar durch die vollständige Umstellung auf Ökostrom und Biogas ein und produziert somit CO2-neutral. Dabei setzt man zu 100 % auf erneuerbare Energie mit Ökostrom aus österreichischer Wasserkraft und Biogas, das ganz regional in Vorarlberg aus biologischen Hausabfällen und landwirtschaftlichen Reststoffen erzeugt wird.

„Wir gehen als erste Grüne Brauerei in Vorarlberg mit gutem Beispiel voran und nehmen dafür zusätzliche Betriebskosten in Kauf. Damit aber nicht genug, wir wollen noch nachhaltiger werden und in den kommenden Jahren unseren Energieaufwand um ein Viertel reduzieren. Wir setzen dadurch nicht nur nachhaltige Zeichen in der Klimapolitik, sondern bestätigen auch klar die regionale Braukunst im Ländle“, so Geschäftsführer Wolfgang Sila.

Um diese Reduktion zu erreichen, wird in den nächsten fünf Jahren in die Optimierung bestehender Anlagen und Prozesse weiter investiert. Zudem soll die Dampferzeugung in der Brauerei, die bisher über einen Biogaskessel betrieben wird, auf ein Holzheizwerk umgestellt werden.

„Die Stadt Bludenz hat sich mit „MissonZero“ zu einer nachhaltigen Klimapolitik entschieden. Als Bürgermeister freut es mich deshalb sehr, dass mit der Brauerei Fohrenburg einer der Bludenzer Vorzeigebetriebe mit uns in Sachen klimaschonender Politik Hand in Hand geht. Mit dem Bio-Hofbier hat die Brauerei Fohrenburg schon einen großen Wurf gelandet. In Konsequenz nun auch mit umweltschonender Energie zu produzieren, ist wirklich sehr vorbildlich. Ich hoffe, dass noch viele weitere Schritte folgen und andere Betriebe diesem Beispiel nacheifern“, so Simon Tschann, Bürgermeister der Stadt Bludenz.

„Es ist erfreulich, dass wir nach Göss und Schladming in der Steiermark nun mit Fohrenburg aus Vorarlberg bereits die dritte Brauerei in Österreich zur Gänze mit grüner Energie betreiben. Dies ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg, um gemäß der Nachhaltigkeitsstrategie „Brew a better world“ bis 2030 in allen unseren Brauereien CO2-neutral zu produzieren“, freut sich Gabriela Maria Straka, Mitglied des Management Boards und Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich.

Generationenwechsel am Sudkessel

Für die Fohrenburger Biere, die ab sofort nachhaltig gebraut werden, wird ab Sommer ein neuer Braumeister verantwortlich sein. Braumeister Josef Wasner tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an und übergibt im Juni offiziell an Felix Schiffner. Der gebürtige Oberösterreicher arbeitet bereits seit Jahresanfang 2022 in der Brauerei Fohrenburg mit, um sich in alle Abläufe einzuarbeiten.

„Ich übernehme eine spannende und herausfordernde Aufgabe von einem sehr erfahrenen Braumeister. Mit einem engagierten und motivierten Team freue ich mich darauf, die tief in der Region verwurzelte Brauerei Fohrenburg erfolgreich in die Zukunft zu führen. Dazu gehört neben herausragender Bierqualität auch der schonende Umgang mit unseren Ressourcen. Mit dem Umstieg auf Wasserkraft und Biogas setzen wir hierbei einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung“, ist Felix Schiffner begeistert.

Wirtshausführer Bierwirte 2022 erschienen

Es sind nach wie vor schwierige Zeiten auch für die österreichische Gastronomie. Wiederholte Lockdown-Phasen und der daraus resultierende Fachkräftemangel machen der gesamten Branche zu schaffen. Umso mehr gilt es jetzt, die Gastgeber und Gastgeberinnen des Landes zu unterstützen und vor den Vorhang zu holen. Und so wurden auch in diesem Jahr wieder die Auszeichnungen der „Wirtshausführer Bierwirte des Jahres“ an ausgewählte GastwirtInnen verliehen, die sich in besonderem Maße der Pflege der Bierkultur widmen. Die traditionelle, feierliche Übergabe in der Stiegl-Brauwelt im vergangenen Herbst musste pandemiebedingt erneut abgesagt werden. Die „BierwirtInnen 2022“ erhielten die begehrten Auszeichnungen in ihren Betrieben.

Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren kürt der bekannte Lokal-Guide „Wirtshausführer“ gemeinsam mit Stiegl die „Wirtshausführer Bierwirte des Jahres“. Für Österreichs führende Privatbrauerei spielt die Pflege der heimischen Bierkultur naturgemäß eine wichtige Rolle, so werden jährlich in jedem Bundesland sowie in Südtirol besonders Bier-affine Gastwirtschaften mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Bei der Auswahl und Bewertung legte die Jury in bewährter Weise das Augenmerk vor allem auf die Zapf- und Glaskultur, das Service und das kulinarische Know-how rund ums Bier. Beurteilt wurde auch nach den Kriterien, wie gut das jeweilige Speisenangebot zu den Bierspezialitäten passt, sowie „Kochen mit Bier“.

Für Stiegl-Eigentümer Dr. Heinrich Dieter Kiener sind die Auszeichnungen in Zeiten wie diesen auch ein Zeichen der Wertschätzung: „Die heimischen Unternehmen und besonders die Gastronomiebetriebe sind seit vielen Monaten vor enorme Herausforderungen gestellt – umso mehr ist es uns ein Bedürfnis, die heimischen Gastwirtinnen und Gastwirte vor den Vorhang zu holen und sie bewusst zu stärken. Als österreichisches Familienunternehmen wollen wir für die vielen Betriebe gerade in schwierigen Zeiten mehr denn je ein verlässlicher Partner sein.“ Die Herausgeber des Wirtshausführers, Renate Wagner-Wittula sowie Elisabeth und Klaus Egle, betonen vor allem die Bedeutung der Gastronomie: „Eine ganz wesentliche Erkenntnis aus der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen ist, dass das Wirtshaus als ‚Begegnungszone‘ für alle Generationen unverzichtbar ist und bleibt.“ In der neuen Ausgabe 2022 widmen sie sich auch den aktuellen Gastronomie-Trends sowie den Veränderungen in der Branche: „Ein Jahr der Recherche in diesen herausfordernden Zeiten zeigt klar, dass das Wirtshaus der Zukunft anders aussehen wird, als wir es bisher gewohnt sind. Neue Services wie etwa Take-Away, entstanden durch wiederholte Lockdowns, sind ein Indikator für flexibles und innovatives Unternehmertum“, so die Herausgeber.

Wirtshausführer Bierwirte in neun Bundesländern & Südtirol

Als „Wirtshausführer Bierwirte des Jahres 2022“ wurden ausgezeichnet: Oliver Jauk vom Restaurant „Ludwig van“ (Wien), Christian Keller vom Gasthof Keller (Gumpoldskirchen/ Niederösterreich), Franz Gotthardt vom Café-Restaurant „Gotthardts Bank“ (Oberwart/ Burgenland), Melanie und Michael Leitner vom „Metzenhof“ (Kronstorf/Oberösterreich), Christina und Christian Schoberleitner vom Gasthof „Martinhof“ (St. Martin im Sulmtal/ Steiermark), Andreas Morolz vom „Gasthof Kropf“ (Griffen/Kärnten), Margit und Hannes Brandstäter vom Gasthof „Rohrerwirt“ (Großarl/Salzburg), Andrea Posch und Martin Huber vom „Mocking Wirtshaus“ (Kitzbühel/Tirol), Daniela Pfefferkorn vom Hotel-Restaurant „Goldener Berg“ (Oberlech/Vorarlberg) sowie Ilse und Arno Kaslatter vom „La Stua“ (Wolkenstein/Südtirol).

„Wirtshaus-Trends“ im Wirtshausführer Österreich

In der neuen, bereits 23. Ausgabe 2022 stellt der Wirtshausführer insgesamt 1.000 beste Genießer-Wirtshäuser in Österreich, Südtirol sowie an der Adria und in Friaul, Istrien und Slowenien vor. Mit handverlesenen Empfehlungen von erfahrenen Kulinarik-Redakteuren bietet Österreichs umfassendster Lokalguide auf einen Blick, wo man gut essen, trinken und auch schlafen kann bzw. welche Gastronomen besonders „nachhaltig wirten“. Neu aufgenommen wurden in diesem Jahr 71 Lokale. Dazu kommen auch 500 Tipps, wo man laktose- und glutenfrei essen kann. Der beliebte Gastronomie-Guide steht – inkl. großer Österreichkarte – in Buchform, als App und unter www.wirtshausfuehrer.at zur Verfügung.

ProWein 2022 auf Mitte Mai verschoben

Die Messe Düsseldorf verschiebt die ProWein in Abstimmung mit den beteiligten Partnern und Verbänden auf den 15. bis zum 17. Mai 2022. Angesichts des aktuell hohen Infektionsgeschehens und der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante ist die Veranstaltung zum ursprünglich geplanten Zeitraum vom 27. bis zum 29. März 2022 nicht mehr haltbar.

Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Messe Düsseldorf, begrüßt diese Entscheidung: „Alle Seiten – die teilnehmenden Unternehmen und die Wirtschaft am Standort – sind an möglichst sicheren und erfolgreichen Düsseldorfer Leitmessen interessiert. Die aktuell verschärfte Pandemielage lässt derzeit keine hinreichende Planungssicherheit zu. Die Messeverschiebungen in den Frühsommer sind daher für alle Beteiligten am sinnvollsten. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen beiden Pandemiejahre und der Einschätzung von Virologen gehen wir dann von einer deutlich verbesserten Lage aus, in der die Messen ihre positive Wirkung viel stärker entfalten können.“

Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, betont den Branchenrückhalt für den neuen Termin: „Der Tenor unserer Ausstellerinnen und Aussteller ist: Wir wollen und brauchen die ProWein – und zwar zu einem Zeitpunkt, der die größtmöglichen Erfolgsaussichten verspricht. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern und Verbänden sehen wir den Frühsommer hierfür als idealen Zeitpunkt. Wir erwarten dann nicht nur ein abgeschwächtes Infektionsgeschehen, sondern auch mehr Personen, die einreisen und teilnehmen können. Die ausstellenden Unternehmen sowie die Besucherinnen und Besucher können so in einer deutlich weniger durch Covid-19 geprägte Lage ihren Geschäften nachgehen.“

„ProWein goes city“ ebenfalls verschoben

Auch die beliebte Aktion „ProWein goes city“, die sich an Endverbraucher, die Düsseldorfer Gastronomie und internationale Winzer richtet, wird auf das neue ProWein-Datum verschoben. ProWein goes city bietet allen Weinliebhabern die Gelegenheit, in Weinhandlungen an Proben teilzunehmen, sich moderierte Weinmenüs schmecken zu lassen oder außergewöhnliche Veranstaltungen nach dem Motto „Wein trifft Kunst, Musik oder Design“ zu erleben. Restaurants, Hotels und Fachhändler beteiligen sich parallel zur ProWein mit zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt an der gemeinsamen Initiative von Messe Düsseldorf und der Wirtschaftsvereinigung Destination Düsseldorf.

BrauBeviale fällt 2022 wegen Corona aus

Die Covid-Pandemie wirbelt auch 2022 den internationalen Veranstaltungskalender der globalen Getränketechnologie-Wirtschaft durcheinander. Nach intensiven Beratungen mit den im Messebeirat der BrauBeviale vertretenen Unternehmen und Verbänden hat die NürnbergMesse als Veranstalter nun entschieden, die BrauBeviale 2022, vom 8. bis 10. November 2022, auszusetzen. „Damit reagieren wir frühzeitig auf das Anliegen des Marktes und geben der Branche Planungssicherheit“, so Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale und Beviale Family. Die nächste BrauBeviale findet somit vom 14. bis 16. November 2023 in Nürnberg statt.

Dazu einige Stimmen aus dem Messebeirat der BrauBeviale:

„Die Entscheidung im Jahr 2022 mit der BrauBeviale auszusetzen, haben wir als ideeller Träger gemeinsam mit unserem Partner NürnbergMesse gefällt und akzeptieren damit den Wunsch der Branche nach nur einer internationalen Fachmesse im Jahr 2022. Wir arbeiten aber bereits jetzt gemeinsam daran, im Jahr 2023 wieder eine attraktive und erfolgreiche BrauBeviale in Nürnberg auf die Beine zu stellen!“ Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer, Private Brauereien Bayern e.V.

„Ich habe höchsten Respekt vor dieser schwierigen, aber sicher richtigen Entscheidung. Wir geben lieber wieder im nächsten Jahr Vollgas in Nürnberg!“ Andreas Holleber, Vice President Global Technology Centre, GEA Brewery Systems GmbH.

„Die Entscheidung ist absolut richtig: Die zwei führenden getränketechnologischen Messen in einem Jahr abzuhalten, wäre zu viel. Wir freuen uns sehr auf eine starke BrauBeviale in 2023!“ Dr. Roland Folz, Group President, Pentair Haffmans BV.

„Planungssicherheit ist gerade in diesen Zeiten sehr wichtig. Herzlichen Dank und großen Respekt für die frühzeitige Entscheidung!“ Martin Tolksdorf, CMO, DÖHLER Group GmbH.

Neue Leitsätze für Brot und Kleingebäck

Heute erreichte mich eine Pressemitteilung des TÜV Süd. Auch wenn sie nichts mir Bier zu tun hat, halte ich sie für wichtig, denn sie befasst sich mit der Deklaration von Brot und Kleingebäck und damit mit dem Verbraucherschutz. Ich veröffentliche das Dokument hier unverändert und ungekürzt:

Die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission hat in diesem Jahr neue Leitsätze für Brot und Kleingebäck herausgegeben. Für den Verbraucher bedeuten sie mehr Klarheit über Definition und Zutaten von Brot. TÜV SÜD erklärt die neue Transparenz an Beispielen.

Die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission hat die mehr als 25 Jahre alten „Leitsätze für Brot und Kleingebäck“ überarbeitet. Neu ist die Beschreibung wichtiger Qualitätseigenschaften unterschiedlicher Brote. Auch ist festgelegt, welche Zutaten und Herstellungsverfahren in Brot zulässig sind und wie man mit bestimmten Brotnamen werben darf. „Die Leitsätze des Lebensmittelbuches sind kein Gesetz. Sie beschreiben, was Verbraucher erwarten dürfen. Experten nennen dies die ‚allgemeine Verkehrsauffassung'“, erklärt TÜV SÜD-Experte Dr. Andreas Daxenberger. Für Hersteller, Handel und Brot-Marketing geben sie Orientierung, ihre Einhaltung kontrolliert die Lebensmittelüberwachung.

„Traditionelle Herstellung“ ist geschützt

Mit „traditioneller Herstellung“ darf jetzt nur noch geworben werden, wenn dem Teig keine Zusatzstoffe oder Enzyme zugesetzt wurden. Ausnahmen gibt es aber: Eine Zutat, die maßgeblich den Produkt-charakter einer Backware prägt – wie z.B. eine Natronlauge bei Laugengebäck – darf auch weiterhin Bestandteil sein. Eine traditionelle Rezeptur oder Herstellung bedeutet nun auch, dass die Herstellung nicht durch Tiefkühlung oder Fertigbacken andernorts unterbrochen wurde. Das Brot darf nicht ausschließlich durch Maschinen geformt werden. Gebacken werden muss ununterbrochen im Ofen.

Original Holzofenbrot, Holzofenbrot, Steinofenbrot

Diese Brotsorten werden wie in früheren Jahrhunderten frei in den Ofen geschoben. Sie werden direkt in mit naturbelassenem Holz befeuerten Öfen gebacken. Angaben wie „traditionell“, „klassisch“, „echt“, „althergebrachte Weise“ und „wie früher“ sind dem Wort „Original“ gleichgestellt. Der Backvorgang muss in einem abgeschlossen werden und ohne Nachheizen erfolgen. Die Backräume sollten aus Stein oder steinartigem Material sein. Wichtig ist: Das Holz muss sich bei der originalen Herstellung im Backraum befinden. Wenn es verbrannt und die Asche entfernt ist, wird der Teig eingeschoben. Wichtig ist: Eine separate Brennkammer, in der auch Holz-Pellets verwendet werden, ist nur beim Holzofenbrot erlaubt. Ein Steinofenbrot hingegen wird nur auf Backgutträgern gebacken, die aus Natur- oder Kunststein, Schamott oder sonstige geeignete steinartigen Materialien bestehen. Bildet ein Hersteller einen Holzofen auf der Verpackung ab, so muss das Brot auch den Kriterien des Holzofenbrotes entsprechen.

Glutenfreies Brot

Mit „Brot“ ist in den Leitsätzen immer ein Brot auf Getreidebasis oder Getreideerzeugnissen gemeint. Bei glutenfreiem Brot gibt es Ausnahmen, da die herkömmlichen Getreidesorten Gluten enthalten. Deshalb sind hier die nicht-glutenhaltigen Getreide (z.B. Mais, Reis, Hirse) oder so genannte „Pseudogetreide“ (z.B. Buchweizen, Amarant, Quinoa) erlaubt. Für glutenfreies Brot dürfen auch Esskastanienmehl, glutenfreie Weizen- oder Tapiokastärke eingesetzt werden.

Mehr Verwendung von Altbrot möglich

Altes Brot durfte zu geringen Anteilen früher schon beim Backen von neuem Brot verwertet werden. Die neuen Leitsätze besagen, dass bis zu 20 Prozent altes Brot in Form von Semmelbröseln mit verbacken werden darf. Dadurch soll ermöglicht werden, dass Brot, das nicht mehr tagesfrisch ist, aber in seinen Inhaltsstoffen nicht wertgemindert ist, noch eine Verwendung als Lebensmittel bzw. Zutat findet. Dies gilt aber nur für Brot, das vorher nicht in der Selbstbedienungstheke angeboten wurde.

Moderne Backwaren

Tortilla, Baguette, Ciabatta und Bagel sind neu in die Leitsätze aufgenommen worden. Damit sind diese ein bisschen internationaler geworden.

Viele weitere Informationen über das Kulturgut Brot und das Bäckereihandwerk finden Verbraucher beim Deutschen Brotinstitut unter https://www.brotinstitut.de/.

Hopfige Winter- und Weihnachtsgrüße aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt

Zu Plätzchen, Lebkuchen und Glühwein gesellt sich an kühleren Tagen und in der Adventszeit in immer mehr deutschen Haushalten noch eine weitere Spezialität: ein Bier, das Ente, Gans und Co. besonders gut in Szene setzt und heimelig-adventliche Abende optimal begleitet: beispielsweise der „Winter-Traum“ aus dem Hause Weltenburger, der ältesten Klosterbrauerei der Welt vor den Toren Regensburgs mit fast 1.000 Jahren Geschichte.

Saisonbiere, die Tradition und Trend zusammenbringen

„Wir bekommen sehr viel Lob für den Geschmack und die hohe Qualität“, sagt Brauerei-Geschäftsführerin Susanne Horn. „Saisonbiere, die Tradition und Trend zusammenbringen, seien zunehmend gefragt. Der „Weltenburger Winter-Traum“, den es in der Nische bereits seit zwei Jahrzehnten gibt, avanciert dabei, sehr zur Freude der Brauereichefin, mittlerweile im Handel in ganz Deutschland zum Renner für winterlich-weihnachtliche Genuss-Momente. In diesem Jahr finden Bierliebhaber die Spezialität nach der Premiere 2020 zum zweiten Mal in einer komplett neuen Aufmachung im Handel. Weltenburger hat die Produktionsmenge des „Winter-Märzenbieres“ in den vergangenen fünf Jahren jährlich steigern können.

Ursprünglichkeit sichtbar machen

Aufbauend auf den Werten und fest verwurzelt in den Überzeugungen, die die Bierspezialitäten seit vielen Jahrzehnten national und international erfolgreich machen, präsentieren sich alle Weltenburger Biere seit Mitte letzten Jahres in einer neuen Optik. „Die Klosterbrauerei Weltenburg führt ihre große Tradition damit in die Zukunft und macht Urkraft und Ursprünglichkeit noch stärker sichtbar und erlebbar“, sagt die Brauereichefin. Das überarbeitete und gold-glänzende Design zeigt die Klosterlandschaft als mystisch-kraftvollen Ursprungsort des Bieres.

Karamell-Note und Spezialmalze

Der Inhalt ist genauso geblieben, wie es Genießer schätzen: große Brautradition und vollmundiges Genusspotenzial, das man schmeckt. Liebhaber erfreuen sich besonders an der außergewöhnlichen Karamell-Note, die den „Winter-Traum“ im Geschmack auszeichnet. Diese entsteht in dem handwerklichen Brauverfahren unter anderem durch eine Mischung aus hellen und dunklen Spezialmalzen.

Weltenburger Barock Dunkel: Vollmundig-malzaromatisches Erlebnis mit fast 1.000 Jahren Tradition

Mit fast 1.000 Jahren Geschichte gilt das Weltenburger „Barock Dunkel“ als ältestes Dunkel der Welt. Kenner beschreiben es als vollmundig, malzaromatisch, feinherb mit leichter Süße, feincremig, und intensiv, kräftig und packend in Geschmack und Duft. „Was vor Jahrhunderten schmeckte, findet auch heute noch begeisterte Fans in aller Welt – gerade in der kalten Jahreszeit“, sagt Thomas Neiswirth, Marketingleiter der Klosterbrauerei.

Bei internationalen Wettbewerben wurde das Dunkle aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt vielfach ausgezeichnet. „Wer unser Barock Dunkel trinkt, taucht ein in die mystische Atmosphäre und das kraftspendende Naturerlebnis seines Ursprungs, der Weltenburger Enge im Herzen Bayerns“, sagt Tobias Funke, Biersommelier in der Klosterbrauerei.