Archiv der Kategorie: News

ProWein startet mit neuem Look in die Zukunft

Die ProWein befindet sich aktuell in einem umfangreichen Erneuerungsprozess. Passend dazu hat sich die Leitmesse einen frischen Look verpasst. Das neue Erscheinungsbild war bereits auf der ProWein 2024 zu sehen und hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt: Die Farbgebung ist intensiver, die Bewegung mit dem Splash steht für Dynamik und die Schriftart mit leichten Rundungen hebt die Leidenschaft hervor, mit der die Branche arbeitet. Der Slogan „Discover The Taste of Tomorrow“ verbreitet Optimismus und soll die Branche motivieren, in den doch sehr herausfordernden Zeiten positiv in die Zukunft zu blicken.

Vielfältige Maßnahmen

Die Frischekur der ProWein beschränkt sich aber nicht alleine auf einen neuen, modernen Look. Zahlreiche tiefergehende Maßnahmen begleiten den gesamten Erneuerungsprozess der Leitmesse. So ist beispielsweise ein neues Hallensetting vorgesehen, um das weitläufige Angebot wieder kompakter zusammenzubringen. Aber auch abseits des Messegeländes gibt es viele Planungen – zum Beispiel in Richtung Hotelangebote oder Logistik. Aktuell laufen zum Beispiel Einzelgespräche mit zahlreichen Hotels in Düsseldorf.

Bereits im vollen Gang ist die Besucherakquise für die kommende ProWein vom 16. bis 18. März 2025. Hier rücken vor allem die Märkte in den USA, in Asien, in Benelux und Skandinavien noch stärker in den Fokus. Nach umfangreichen Analysen wurden neue Potentiale identifiziert und Maßnahmen für eine zielgenaue Ansprache entwickelt.

Erneuerungsprozess bereits in vollem Gang

Bereits zur ProWein 2024 gab es erste Aktionen, die den Neuerungsprozess der ProWein eingeläutet haben. So wurde beispielsweise der große Spirituosenbereich neu strukturiert. Er bekam den passenden Namen ProSpirits und wurde konzeptionell um eine Bar und ein Forum erweitert. Das neue Format ProSpirits kam sehr gut an und war für viele Fachbesucher der ProWein ein echtes Highlight.

Auch das Rahmenprogramm der ProWein 2024 wurde thematisch erweitert und soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Neben reinen Masterclasses und Tastings gab es vermehrt Business Themen wie KI oder Nachhaltigkeit, die auf großes Interesse stießen. Neue Angebote wie der Concept Store oder das Podcast Studio feierten ebenfalls eine erfolgreiche Premiere zur ProWein 2024 und sollen auch in Zukunft einen festen Platz auf der ProWein haben.   

Der große Startschuss für die ProWein 2025 fällt offiziell im April 2024. Dann ist die Online-Anmeldung unter dem Motto „Discover The Taste of Tomorrow“ für alle Aussteller geöffnet.

Karlsberg Brauerei veröffentlicht Jahreszahlen 2023

Die Karlsberg Brauerei GmbH (Unternehmensanleihe, WKN: A254UR) hat ihren Jahresabschluss 2023 veröffentlicht. Im Berichtszeitraum konnte das Unternehmen ein Umsatzwachstum im Markengeschäft und erneut ein deutlich positives Ergebnis erzielen. Das Neukundengeschäft in der Gastronomie, der stetige nationale Distributionsausbau der Marke MiXery im Lebensmitteleinzelhandel sowie die Einführung neuer Produkte haben in Kombination mit Preiserhöhungen zur guten Geschäftsentwicklung beigetragen.

Der Bruttoumsatz der Karlsberg Brauerei erhöhte sich im Berichtsjahr um 2,0 Mio. EUR (+ 1,4 %) auf 153,3 Mio. EUR. Die Getränkeumsätze im Inland in Höhe von 123,6 Mio. EUR lagen mit einem Anstieg von rund 2,5 Mio. EUR (+ 2,1 %) über dem Vorjahresniveau. Die Marken Karlsberg und MiXery verzeichneten im Berichtsjahr Umsatzzuwächse von zusammen 4,3 %. Die Produkteinführung von MiXery Iced Purple und die Einführung der Euro-Flasche für das Spezialitätensortiment haben hierbei deutlich zur Umsatzsteigerung beigetragen. Die Marke Karlsberg konnte neben einem deutlichen Umsatzanstieg auch mengenmäßig leicht zulegen und sich somit besser als der Markt entwickeln. Die Marke MiXery konnte gegenüber Vorjahr die Marktanteile im nationalen Segment der alkoholhaltigen Biermischgetränke leicht steigern. Die Getränkeumsätze im Auslandsgeschäft in Höhe von 22,4 Mio. EUR gingen dagegen zurück und lagen 0,8 Mio. EUR (- 3,4 %) unter dem Niveau des Vorjahres.

Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung konnte trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen erhöhter Rohstoff-, Energie- und Logistikpreise ein deutlich positives Ergebnis erzielt werden. Die operativen Ergebniskennzahlen adjustiertes EBITDA und adjustiertes EBIT haben sich solide gezeigt und lagen bei 17,7 Mio. EUR respektive 8,4 Mio. EUR (2022: 17,6 Mio. EUR respektive 8,7 Mio. EUR).

Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte Investitionen in die Gastronomie und die Produktausstattung sowie in den Standort zur Reduktion des Energie- und Wasserverbrauchs getätigt. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Mehrweg-Flaschenreinigungsmaschine im November 2023 soll künftig alleine der Wasser- und Dampfverbrauch in diesem Produktionsschritt um bis zu 70 % reduziert werden.

Christian Weber, Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber: „Als Team konnten wir uns erfolgreich in einem herausfordernden Marktumfeld behaupten. Mit unserem starken Markenportfolio sind wir gut aufgestellt für die Zukunft. Wir sind stolz auf unsere Erfolge und werden auch in Zukunft den strategischen Fokus auf das Wachstum unserer großen Marken im In- und Ausland sowie die nachhaltige Verbesserung unserer Ertragskraft legen.“

Markus Meyer, Geschäftsführer der Karlsberg Brauerei GmbH, erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2024 einen leichten Umsatzanstieg. Bei einem zu erwartenden weiterhin hohen Preisniveau bei Rohstoffen und Energie geht die Geschäftsführung davon aus, dass das adjustierte EBITDA ebenfalls leicht über dem des abgelaufenen Jahres liegen wird.

Veltins bringt Helles auf den Markt

Bislang war Veltins mit nur drei Bieren auf dem Markt vertreten – mit seinem Pilsener, mit dem Pülleken und mit Grevensteiner. Jetzt soll noch ein weiteres Bier dazukommen, ein helles Lagerbier. Mit dem neuen Bier will Veltins eine jüngere Käuferschicht ansprechen.

Abgefüllt wird das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 Volumenprozent in einer Mehrwegflasche mit 0,275 Liter Inhalt. Es wird im Sixpack sowie in der Kasten mit 24 Flaschen verkauft. In den Handel soll das Bier im Mai kommen.

YONTEX installiert Beratergremium

YONTEX, der neue Messeveranstalter für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, sieht sich auf einem guten Weg: Nach der erfolgreich abgeschlossenen BrauBeviale 2023 haben die Vorbereitungen für die BrauBeviale 2024 sowie die drinktec 2025 bereits begonnen. Für die marktnahe Ausrichtung aller Aktivitäten unter der neuen Dachmarke ist ab März 2024 ein neu gegründetes Beratergremium eingebunden.

Damit steht das Team nun vor zwei ereignisreichen Jahren, denn mit der BrauBeviale 2024 (26. bis 28. November 2024, Nürnberg) und der drinktec 2025 (15. bis 19. September 2025, München) stehen die Getränke- und Liquid-Food-Industrie wieder die bekannten und benötigten Plattformen in Europa und weltweit zur Verfügung, um sich auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen gut einzustellen.

Neues Beratergremium installiert

Unterstützt wird YONTEX ab März 2024 von einem Beratergremium aus den Ausstellerkreisen und jeweiligen ideellen Trägern der Messen. Mit dem Verband Private Brauereien Bayern e.V. für die BrauBeviale und dem Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im VDMA e.V. für die drinktec erhält das Messeteam starke Unterstützung aus der Branche. „Der Fokus auf nachhaltige Partnerschaft und zielgerichtete Berücksichtigung der Branchenbedürfnisse wird mit diesem Gremium nochmals unterstrichen. Wir freuen uns, dass wir Expertinnen und Experten mit tiefem Fachwissen gewinnen konnten. Sie werden unsere Ausrichtung mit dem Blick aus der Praxis ergänzen“, betont Rolf M. Keller, Geschäftsführer der YONTEX. Das Beratergremium umfasst folgende Teilnehmer:

  • Dr. Rainer Brambach (Enviro Chemie GmbH)
  • Jan Friedrich Büchler (ADM )
  • Richard Clemens (VDMA e.V.)
  • Roland Demleitner (Private Brauereien Deutschland e.V.)
  • Roland Folz (Pentair)
  • Beatrix Fraese (VDMA e.V.)
  • Klaus Gehrig (Ziemann Holvrieka)
  • Martin Hammerschmid (Gernep)
  • Bastian Heuft (Heuft Systemtechnik)
  • Guido Klinkhammer (Schäfer Werke)
  • Marcus Ley (Ecolab)
  • Stéphane Meulemans (Fermentis by Lesaffre)
  • Kai Neubauer (Kaspar Schulz)
  • Caroline Pötzl (Kieselmann)
  • Thomas Raiser (BarthHaas)
  • Zhanna Shalygina (Siemens)
  • Stefan Stang (Private Brauereien Deutschland e.V.)
  • Markus Tischer (Krones)
  • Tobias Wetzel (KHS)

Weiterentwicklung der internationalen Präsenz

Für die verstärkte internationale Präsenz fokussiert sich das Team bei YONTEX derzeit auf die Aktivitäten im indischen Markt – basierend auf der Marke drink technology India – sowie im chinesischen Markt mit den Partnern der China Brew China Beverage. Beide Plattformen basieren auf den bisherigen Aktivitäten der drinktec in diesen Weltregionen. „Wir bieten maßgeschneiderte Plattformen für Kernregionen und erschließen damit Potenziale für unsere Aussteller, zusätzlich zu den Veranstaltungen BrauBeviale und drinktec auf den Weltmärkten“, erklärt Petra Westphal, Executive Vice President und Head of International Business. So verfüge nur YONTEX über das globale Netzwerk, das die gesamte Wertschöpfungskette der Beverage & Liquid Food Industrie abbildet. Die Branche erhält damit weltweit Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen. „Wir sehen diese Aktivitäten in den internationalen Märkten als wesentlichen Bestandteil unseres Komplettangebots für die Branche“, so Westphal

Anmeldungen für die 6. Österreichische Meisterschaft der Biersommeliers ab sofort möglich

Im Bierland Österreich ist die Dichte der anerkannten Bierprofis weltweit am höchsten – und die Tendenz ist weiter steigend. Nun gilt es wieder die Besten unter Österreichs Sommelièren und Sommeliers für Bier zu ermitteln. Die 6. Österreichische Biersommelier-Staatsmeisterschaft findet am 31. Mai 2024 in Linz unter der Patronanz des Verbands der Brauereien Österreichs statt.

Die heimischen Brauereien rufen alle Sommelièren und Sommeliers für Bier mit österreichischer Staatsangehörigkeit bzw. österreichischem Hauptwohnsitz zur Teilnahme an der 6. Österreichischen Biersommelier-Staatsmeisterschaft auf. Im Rahmen des bierigen Wettkampfes in mehreren Modulen und dem öffentlichen Finale vor einer hochkarätig besetzten Jury und bieraffinem Publikum im Rahmen der ABC Austrian Beer Challenge, organisiert von Doemens e.V. mit ideeller Unterstützung des Verbands der Diplom Biersommeliers, sollen nicht nur die Besten des Landes, sondern auch die Fixstarter für Österreich bei der Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier 2025 ermittelt werden.

Amtierender Biersommelier-Staatsmeister ist Felix Schiffner (2021), seines Zeichens auch aktueller Biersommelier-Vizeweltmeister (2022) und Sohn von Karl Schiffner, dem ersten Biersommelier-Weltmeister überhaupt (2009).

Die Teilnehmerzahl an der 6. Biersommelier-Staatsmeisterschaft ist begrenzt. Anmeldungen werden daher in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.

Die Ausschreibungsdetails finden Sie bitte auf www.bierland-oesterreich.at.

Österreichs Brauereien freuen sich auf einen bierigen Wettstreit auf höchstem Niveau, vor allem aber auf ein Festival heimischer und internationaler Biervielfalt.

52 bierbegeisterte Damen aus ganz Bayern wollen Bayerische Bierkönigin werden

Dem Aufruf des Bayerischen Brauerbundes „Willst Du Bayerns Königin werden?“ sind 52 junge Frauen aus ganz Bayern gefolgt. Unter den Einsendungen waren Bewerberinnen aus allen bayerischen Regierungsbezirken vertreten. In einer internen Vorauswahl hat die Jury aus allen Bewerbungen 24 Kandidatinnen ausgewählt und zum Casting ins GOP Varieté-Theater nach München eingeladen.

Die Jury des Castings setzte sich aus verschiedenen Bereichen zusammen: Ralf Barthelmes, Hotelier und Vertreter des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA für den Bereich Gastronomie, Moderatorin Karin Schubert als Vertreterin der Medien sowie Elisa Berzaghi-Freymann, Dirndldesignerin bei Spieth & Wensky für den Bereich Ausstrahlung und Tracht sowie für den Bayerischen Brauerbund Dr. Michael Möller, Vizepräsident des Verbandes.

Im GOP Varieté Theater sammelten die Bewerberinnen erste Bühnenerfahrung und präsentierten sich einzeln vor der Jury. Die Entscheidung, welche sechs Kandidatinnen ab dem 8. April 2024 im Online-Voting um das Amt der Bayerischen Bierkönigin antreten, gab die Jury direkt im Anschluss an das Casting bekannt.

Die Kandidatinnen für das Online-Voting sind:

  • Bank, Selina, 22 J., wohnhaft und geboren in Erding (Obb), Moderatorin, Redakteurin, Social Media-Beauftragte
  • Gansneder, Anna Victoria, 26 J., München (Obb.), geb.in Starnberg (Obb.), Führungskraft bei der Bayerischen Versorgungskammer, berufsbegleitendes Master-Studium Wirtschaftsrecht, Mithilfe in der familieneigenen Zimmerei
  • Haberl, Nina, 21 J., Röhrbach (Ndb.), geb. in Passau (Ndb.), Kauffrau für Büromanagement im Baugewerbe
  • Klee, Linnea, 22 J., Jetzendorf (Obb.), geb. in Pfaffenhofen/Ilm (Obb.), Brauerin und Mälzerin
  • Pflug, Alisa Josefine, 31 J., wohnhaft und geboren in Berchtesgaden (Obb.), Gebietsverkaufsleiterin, Social Media-Beauftragte in einer Brauerei
  • Singer, Eva, 23 J., Gräfenberg (Ofr.), geb. in Forchheim (Ofr.), Erzieherin

Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, führte durch das Casting und bedankte sich bei allen Bewerberinnen für das große Interesse an der Aufgabe der Bayerischen Bierkönigin. Er betonte, wie schwer es doch sei, sich zwischen so vielen bierbegeisterten Damen für 6 Kandidatinnen entscheiden zu müssen.

In den nächsten Wochen werden die sechs Bewerberinnen auf einer Studienfahrt im Bayerischen Brauereimuseum in Kulmbach geschult und auf die mögliche Amtszeit als Bayerische Bierkönigin vorbereitet. Zudem lädt der Bayerische Brauerbund die Kandidatinnen zu einer professionellen Medienschulung ein.

Auf der Website der Bayerischen Bierkönigin www.bayerische-bierkönigin.de wird es ab dem 8. April 2024, ein Online-Voting für die 6 Bewerberinnen geben. Die vier Kandidatinnen, die beim Online-Voting die meisten Stimmen erhalten, stehen dann am 16. Mai 2024 im Finale. Dieses findet im Löwenbräukeller in München mit zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Kultur und Brauwirtschaft statt.

Letztendlich wird die Wahl zur Bayerischen Bierkönigin durch die Jurystimmen und durch die Stimmen der Gäste im Saal in der Wahlnacht zu je der Hälfte Gewichtung entschieden.

Karten für das Finale am 16. Mai 2024 im Löwenbräukeller können in Kürze über www.muenchenticket.de (Tel. 0 89/ 54 81 81 81) gebucht werden.

Alle Preise und die Partner der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2024/ 2025 finden Sie unter www.bayerische-bierkönigin.de.

Ausschreibung für die Goldene Bieridee 2024 gestartet

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. laden jedes Jahr zum Wettbewerb um die Goldene BierIdee ein. Ausgezeichnet werden ungewöhnliche, innovative Ideen und Strategien für die aufmerksamkeitsstarke und zielgruppengerechte Vermarktung von Bayerischem Bier.

Auch in diesem Jahr können sich Brauereien, Getränkevertriebe, Gastronomiebetriebe, Tourismusverbände, Event- und Reiseveranstalter, Museen, Verlage, Redaktionen, E-Commerce-Anbieter und Kommunen oder Städte an diesem Wettbewerb beteiligen.

Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 15. März 2024.

Hinweise zum Konzept, zur Ausschreibung, der Projektpräsentation und den bisherigen Preisträgern finden Sie im Beitrag „Ausschreibung zur Goldenen BierIdee 2024“ unter www.bayerisches-bier.de.

Bierernste Aussichten für Bayerns Brauereien

Die bayerische Brauwirtschaft blickt auf eines der schlechtesten Jahre ihrer jüngeren Geschichte zurück. Mit klaren Worten fasst der Bayerische Brauerbund die Lage der heimischen Brauwirtschaft im Jahr 2023 zusammen und gibt für diese unbefriedigende Entwicklung der bayerischen Traditionsbranche zugleich der Politik ein Stückweit Mitschuld. „Nun werden die Auswirkungen der Krisenjahre deutlich sichtbar“ erklärte Brauerpräsident Georg Schneider auf der Jahrespressekonferenz des Spitzenverbandes der bayerischen Brauwirtschaft in München.

Hat die Brauwirtschaft im ersten Nach-Corona-Jahr noch von einer in den Pandemiejahren angestauten Sehnsucht nach Festen, Feiern und Geselligkeit profitiert, spüren die Brauereien nun den harten Gegenwind eines schwierigen Marktes. Sie sehen sich konfrontiert mit verändertem Konsumverhalten, einer weiter zunehmenden Konzentration des Handels und schwierigeren politischen Rahmenbedingungen, so Schneider.

Besonders schmerzt Bayerns Brauer der weiter deutlich rückläufige Inlandsabsatz: In Summe verliert die bayerische Brauwirtschaft im abgelaufenen Jahr 570.000 Hektoliter oder 3,14% ihres Vorjahresabsatzes im heimischen Markt.

Das erschwert auch die Durchsetzung dringend erforderlicher Preisanpassungen. So konnten die extrem gestiegenen Produktions-, Material- und Logistikkosten nur ansatzweise durch Bierpreiserhöhungen aufgefangen werden. Viele Unternehmen stehen deshalb zwischen Absatzrückgang und extremen Kostensteigerungen mit dem Rücken zur Wand.

Brauerpräsident Georg Schneider kritisiert, dass zur Unzeit geänderte politische Rahmenbedingungen der Branche zusätzlich die Luft zum Atmen nehmen und nennt beispielhaft die gerade erfolgte Erhöhung und geplante Ausweitung der LKW-Maut: „Dieselben Politiker, die von den Brauern ein Bekenntnis zum Mehrweggebinde erwarten, verteuern durch die Mautanhebung den Transport des Bieres in der schweren Mehrwegglasflasche deutlich, zumal das Leergut auch wieder zur Brauerei zurückgefahren werden muss. Wer also sein Bier in der leichten Blechdose in den Markt bringt, das leere Gebinde auch nicht zurückschaffen muss, hat politisch gewollt einen Wettbewerbsvorteil.“

Auch die politische Kehrtwende bei der zugesagten dauerhaften Absenkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie habe dramatische Folgen für den brauwirtschaftlichen Mittelstand: „Wer nicht mehr oder seltener ins Wirtshaus geht, weil ihm das Essen dort zu teuer geworden ist, der trinkt dort auch kein Bier mehr,“ so Schneider.

Stabiler Export und Wachstumssegment „Alkoholfreies Bier“ als Hoffnungsträger

Während eine negative Exportentwicklung die Brauereien außerhalb Bayerns belastet, ist sie in Bayern auf dem in den vergangenen Jahren erreichten hohen Niveau stabil geblieben. Jedes vierte in Bayern gebraute Bier fließt in Exportmärkte auf der ganzen Welt. Brauerpräsident Schneider wertet dies als außerordentliche Leistung der Branche und als Beleg für die hohe Wertschätzung, derer sich Bayerisches Bier weltweit erfreut.

Als Lichtblick am Bierhimmel bezeichnete Schneider das Wachstumssegment „alkoholfreies Bier“. Von der amtlichen Statistik nicht erfasst, kann der Zuwachs hier die Absatzrückgänge bei alkoholhaltigem Bier zumindest etwas abfedern. Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr 2 % oder gut 42.000 hl mehr alkoholfreies Bier produziert.

Die zunehmende Beliebtheit der alkoholfreien Varianten des „bayerischen Volksgetränks“ lässt sich laut Schneider nicht nur auf das veränderte Konsumverhalten und eines neuen Lifestyle der „Generation Z“ zurückführen. Alkoholfreies Bier sei inzwischen bei den Biertrinkern aller Altersgruppen angekommen und längst nicht mehr nur eine „Notlösung“ in diversen Alltagssituationen. Einerseits sei es den Braumeistern gelungen, enorme qualitative und geschmackliche Fortschritte zu erzielen. Andererseits gelinge es, mit den gesundheitlichen Vorzügen des kalorienarmen, isotonischen Durstlöschers neue Verbraucherkreise zu erschließen.

Wenn die bayerische Brauwirtschaft in den vergangenen Jahren extrem vom „Hell-Bier-Boom“ profitiert hat, zeichnet sich nun eine hieran anschließende alkoholfreie Hell-Bier-Welle ab.

Brauerpräsident Schneider ist überzeugt: Gerade weil Bayerisches Bier in Bayern zum Lebensgefühl gehört, Bier Spaß macht und für bayerische Genusskultur und Lebensfreude steht, wird Bayerisches Bier auch in seinen alkoholfreien Varianten einen festen Platz im Bierland Bayern einnehmen und neue Zielgruppen erobern.

Statistische Auswertungen zur Absatzentwicklung der bayerischen Brauwirtschaft sowie Hintergrundinformationen zu den Zukunftsthemen der Branche finden Sie unter www.bayerisches-bier.de.

Der Bayerische Brauerbund sucht Bayerns Bierkönigin

Den Bayern sagt man nach, dass sie eine ganz besondere Beziehung zum Bier haben. Wo sonst gibt es so viele Traditionen und Feste, die sich ums Bier ranken oder mit Bier gefeiert werden. Wenn Du auch eine persönliche Beziehung zum Bayerischen Bier hast und aktiver Teil der bayerischen Bierkultur bist, dann würde es Dir vielleicht auch Spaß machen, das Bierland Bayern als Repräsentantin für ein Jahr im In- und Ausland zu vertreten?

Bewirb Dich ab sofort beim Bayerischen Brauerbund in München. Voraussetzung dafür ist, dass Du mindestens 21 Jahre alt und in Bayern aufgewachsen bist bzw. bayerische Wurzeln hast.

Als erste Repräsentantin des Bayerischen Bieres stehst Du ab dem Tag der Wahl am 16. Mai 2024 als Bayerische Bierkönigin und somit als „Person des öffentlichen Interesses“ im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Medieninterviews, Fotos, Bühnentermine mit Promis und Politikern, Instagramm, Facebook, Festeröffnungen mit Bieranstich und vieles mehr sind dann fester Bestandteil Deines Terminkalenders. In nur einem Jahr wirst Du Dich enorm weiterentwickeln und Dein Netzwerk sowie Deinen Aktionsradius stark vergrößern. Dazu sind Kontakt- und Kommunikationsfreude, englische Sprachkenntnisse und eine versierte Präsenz in den sozialen Netzwerken neben der Begeisterung für das hochwertige und vielseitige Lieblingsgetränk der Bayern notwendig.

Das Prozedere

Unter allen Bewerbungen, die bis zum 6. Februar 2024 beim Bayerischen Brauerbund eingehen, wählt die Jury Kandidatinnen für das Casting im GOP Varieté-Theater in München aus. Am Ende des Castings werden sechs Kandidatinnen stehen, die auf einer Studienfahrt ins Bayerische Brauereimuseum im Kulmbacher Mönchshof vom Bayerischen Brauerbund geschult und auf die Amtszeit als Bayerische Bierkönigin vorbereitet werden.

Im anschließenden Online-Voting werden vier der sechs Kandidatinnen von der breiten Öffentlichkeit als Finalistinnen bestimmt. Sie bestreiten beim Festabend zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin am 16. Mai in München das Finale um die Krone und stehen vor Ehrengästen aus Politik und Brauwirtschaft auf der Bühne.

Selbstverständlich steht der Repräsentantin des bayerischen Volksgetränks eine nützliche wie angenehme und vor allem hochwertige Ausstattung zur Verfügung: ein Dienstwagen (Audi A4), eine exklusive Dirndlausstattung, ein iPhone mit Flatrate, schöne Delegationsreisen und eine unvergessliche Amtszeit als Repräsentantin unserer einzigartigen bayerischen Bierkultur in und außerhalb Bayerns.

Alle Preise und die Partner der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2024/ 2025 sowie das Bewerbungsformular findest Du unter www.bayerische-bierkönigin.de.

Der Bayerische Brauerbund solidarisiert sich mit den Bauernprotesten

Beginnend am 8. Januar hat der Deutsche Bauernverband zu Protesten gegen die Pläne der Bundesregierung aufgerufen, Unterstützungsleistungen für die heimische Land- und Forstwirtschaft zu streichen. Bayerns Brauer haben Verständnis für die Position der Landwirte und zeigen sich solidarisch mit ihren Forderungen. Zur Herstellung ihrer Biere setzen sie bevorzugt auf Rohstoffe aus heimischem Anbau. Die Erzeugung von Braugetreide und Hopfen erfolgt in Bayern noch weitgehend in bäuerlicher Landwirtschaft auf familiengeführten Höfen. Diese bäuerlich geprägte Landwirtschaft stellt nicht nur die Versorgung des Landes mit Nahrungsmitteln sicher. Sie leistet auch einen unverzichtbaren Beitrag zur Landschaftspflege im Freistaat. Auf der anderen Seite aber bringt sie Wettbewerbsnachteil gegenüber ausländischen Erzeugern mit sich, die durch staatliche Förderung und/oder agroindustrielle Produktion erhebliche Kostenvorteile besitzen.

Die Struktur der landwirtschaftlichen Rohstofflieferanten ähnelt der der bayerischen Brauwirtschaft selbst, die zum weit überwiegenden Teil von familiengeführten, mittelständischen Traditionsbetrieben geprägt ist. Die vorgesehene Streichung von Unterstützungsleistungen zugunsten der Landwirtschaft führt zwangsläufig zu einer Verteuerung ihrer Produktionsbedingungen. Wenn die Landwirtschaft gezwungen ist, diese Verteuerung durch höhere Preise an ihre Abnehmer weiterzugeben, erhöhen sich absehbar auch die Rohstoffkosten der verarbeitenden Wirtschaft, darunter auch der Brauwirtschaft.

Sei es für Energie, für Flaschen, Etiketten, Kronkorken oder Paletten, für Rohstoffe schon bisher aufgrund schlechter Ernteergebnisse, nicht zuletzt für Personal – die heimischen Brauer leiden ohnehin unter massiv gestiegenen Kosten. Die Anfang Dezember 2023 in Kraft getretene Mauterhöhung und die gestiegene CO2-Bepreisung tun ein Übriges, die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage der Brauer weiter zu belasten.

Auch die Beendigung der 7%igen Mehrwertsteuerbelastung der Speisenabgabe in der Gastronomie wird sich auf den Bierabsatz und damit die wirtschaftliche Gesamtsituation der Brauereien nachteilig auswirken: Wenn die Zahl der Gastronomiebesuche der Menschen zurückgeht, sinkt zwangsläufig auch der Bierabsatz in diesem für die Brauer wichtigen Marktsegment. Die Belastungsgrenzen der gesamten Wertschöpfungskette sind nach Meinung des Brauerbundes erreicht. Jede Verteuerung der Urproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse führt absehbar zu steigenden Kosten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bis zum Endverbraucher, der durch die Inflation der jüngeren Vergangenheit bereits erheblich an Kaufkraft eingebüßt hat. Zusätzliche, hausgemachte Teuerungen durch falsche politische Weichenstellungen sind deshalb unbedingt zu vermeiden.

Der Bayerische Brauerbund erklärt daher ausdrücklich, dass sich Bayerns Brauer deshalb mit den Protesten der Landwirtschaft im Freistaat solidarisieren.