Jungbier

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Als Jungbier bezeichnet man Bier in einem frühen Stadium nach der Gärung. Der Begriff wird entweder für das Bier direkt nach dem Anstellen der Hefe oder – häufiger – nach Abschluss der Hauptgärung verwendet.

In dieser Phase ist das Bier geschmacklich noch nicht ausgereift. Es enthält oft noch unerwünschte Nebenprodukte der Gärung, wie etwa schwefelige oder unausgewogene Aromen. Zudem ist die Kohlensäure noch nicht vollständig eingebunden, und das Gesamtbild wirkt häufig „unrund“.

Erst durch die anschließende Lagerung oder Nachgärung bei niedrigen Temperaturen entwickelt das Bier seine endgültigen Eigenschaften. Während dieser Reifezeit bauen sich unerwünschte Stoffe ab, die Aromen harmonisieren sich, und das Bier wird klarer und bekömmlicher. Jungbier ist daher in der Regel noch nicht zum Verzehr bestimmt. Es stellt vielmehr eine Zwischenstufe im Brauprozess dar, aus der erst durch Zeit und Reifung ein fertiges Bier entsteht.

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