Hopfen

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Hopfen ist neben Wasser, Malz und Hefe einer der vier klassischen Grundstoffe des Bieres und prägt vor allem dessen Bittere und Aroma. Verwendet werden die weiblichen Blütenstände der Hopfenpflanze, also die Dolden. In ihnen sitzen gelbliche Harzdrüsen, die das Lupulin und andere für das Brauen wichtigen Inhaltsstoffe enthält.

Seine wichtigste Aufgabe ist die Bittergabe. Die im Hopfen enthaltenen Alphasäuren werden beim Kochen der Würze umgewandelt und sorgen für die typische, je nach Bierstil sanfte bis kräftige Bittere. Sie balanciert die malzige Süße und macht das Bier erst richtig trinkbar. Pro Hektoliter werden je nach Bierstil meist 100 bis 300 Gramm Hopfen benötigt.

Darüber hinaus liefert Hopfen eine enorme Bandbreite an Aromen. Je nach Sorte reichen diese von grasig und kräuterig über blumig und zitrusartig bis hin zu tropisch-fruchtigen Noten. Wann und wie der Hopfen zugegeben wird, entscheidet darüber, ob eher Bittere oder Duft und Geschmack im Vordergrund stehen.

Ein weiterer, oft unterschätzter Effekt ist seine konservierende Wirkung. Hopfen wirkt antibakteriell und trägt dazu bei, das Bier länger haltbar zu machen. Außerdem stabilisiert er den Schaum und verbessert die sensorische Frische.

Kurz gesagt: Hopfen ist das Gewürz des Bieres. Er sorgt für Balance, Charakter und Vielfalt und macht aus einer süßen Malzflüssigkeit ein facettenreiches Getränk mit Wiedererkennungswert.

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