Braustüb’l – Helles

Nun habe ich nach langer Zeit mal wieder ein Bier aus Hessen vor mir stehen. Das Braustüb’l Helles stammt aus Darmstadt, wo Sie auch die Brauereigaststätte besuchen und/oder die Brauerei in absoluter Bahnhofsnähe besichtigen können. Immerhin 13 Biere sowie ein Radler stellt die kleine Brauerei her und deshalb fand ich es im Nachhinein doch etwas traurig, dass ich in einem Supermarkt in Darmstadt nur das Helle sowie das Pils gefunden habe. Die anderen Biersorten, von denen mich einige mit Sicherheit gereizt hätten, waren aber leider durch die Fernsehbiere aus den Regalen verdrängt worden. Kommen wir jetzt aber zum Bier.

Golden und kristallklar präsentiert sich das Helle im Glas. Leider ist nur sehr wenig Kohlensäure zu sehen, was mich etwas enttäuscht. Trotzdem bildet sich recht viel sahniger weißer Schaum, der nur langsam in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist deutlich hopfenbetont. Ich rieche vor allem die bitteren Noten und nur am Rande lugt ein fruchtiger Duft hervor. Er ist aber so schüchtern, dass ich ihn gar nicht näher einordnen kann.

Der Antrunk ist weitgehend neutral. Nur die Kohlensäure sorgt für eine gewisse Frische. Sobald sich das Bier im Mund verteilt, kommt die Wucht des Hopfens zum Tragen. Die Bitterstoffe überdecken jeden anderen Geschmack. Dieses Bier überrascht mich wirklich, da die Hellen meist eher mild sind. Auch der Abgang ist kräftig bitter, obwohl er nur mittellang nachklingt.

Liebhaber stark gehopfter Biere kommen beim Braustüb’l Helles sicher auf ihre Kosten. Ich hätte gerne noch weitere Biere aus dieser Brauerei verkostet, denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass unter den mehr als ein Dutzend Bieren auch ein Bier ist, das mir wirklich gefällt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Bittereinheiten:

25

Brauerei:

Darmstädter Privatbrauerei GmbH
Goebelstraße 7
64293 Darmstadt
www.unser-braustuebl.de

Uttendorf – Premium

Nun steht mal wieder ein Bier aus Österreich vor mir, das Uttendorf Premium. Wenn ich die Website der Brauerei richtig deute handelt es sich in erster Linie um eine Gasthausbrauerei, die ihr Bier aber auch über den Handel vertreibt. Die Informationen auf den Etiketten der Flasche geben außer Marketingprosa nicht viel her und auch auf der Homepage der Brauerei stehen keine Informationen über das Bier. Beginnen wir also mit dem Test.

Optisch ist das Bier schon mal gelungen. Es hat die Farbe von dunklem Mahagoni, darüber ein fast weißer Schaum, der lediglich einen leichten Braunstich aufweist. Dazu eine muntere Kohlensäure, die Lust auf den ersten Schluck macht.

Das Aroma besticht durch einen intensiven Karamellduft, unterstützt von Bananennoten. So kann es meinetwegen weitergehen.

Der Antrunk ist wenig süß, fast schon geschmacksneutral. Dabei ist er aber absolut nicht langweilig. Der Körper ist malzig und leicht bitter. Dazu kommt eine wirklich geringe Säure. Das Bier ist durchaus fruchtig, aber der Geschmack ist nicht wirklich rund. Der Abgang ist schwach. Ich schmecke kaum Bitterstoffe und das, was an Geschmack in der Kehle ankommt löst sich auch schnell wieder auf.

Das Bier ist nicht schlecht, wirklich nicht. Aber von einer kleinen Brauerei, vermutlich einer Wirtshausbrauerei, die ihr Bier mit Begriffen wie Premium und Spitzenqualität bewirbt und die nach eigenen Angaben bereits im Jahr 1600 gegründet wurde, hätte ich doch mehr erwartet.

Zutaten:

Eine Zutatenliste veröffentlicht die Brauerei nicht. Damit steht sie nicht alleine da; viele österreichische Brauereien geben lediglich die Allergene an, bei diesem Bier ist es Gerstenmalz.

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Vitzthum
5261 Uttendorf
http://www.uttendorf-bier.com

Ratsherrn – Wintertiet

Die Puristen werden jetzt sagen, dass das Ratsherrn Wintertiet in diesem Blog nichts verloren hat, weil es sich um kein Bier im Sinne des Biergesetzes aus dem Jahr 1993 oder im Sinne des deutschen Reinheitsgebots ist, das 2016 sein 500jähriges Bestehen feiert. Ganz falsch ist diese Meinung nicht, schließlich enthält das Wintertiet Kandis und Koriander. Das Argument ist aber durchaus zwiespältig, da das Wintertiet in Deutschland auch als Bier verkauft werden dürfte, wenn die Ratsherrn es nicht selbst gebraut hätte, sondern den Brauvorgang ins Ausland, beispielsweise nach Dänemark oder Polen, verlegt und das Bier dann importiert hätte. Da der Brauvorgang in Deutschland geschehen ist, darf das Bier in Deutschland lediglich als „Brauspezialität“ verkauft werden. Würde das Bier exportiert, dürfte es im Ausland wieder als deutsches Bier verkauft werden. Also passt das Wintertiet doch hier hin. Und bereits auf dem Etikett steht, dass es sich um ein „Strong Belgian Dark“ handelt, und in Belgien sind diese Zutaten durchaus üblich. So, das soll als Vorbemerkung ausreichen, kommen wir zum Biertest.

Aber Moment, eine Bemerkung sei mir noch gestattet. Auf dem Etikett ist vermerkt, dass es sich um den zweiten Sud handelt. Eine Neuauflage dieses Getränks kann schon wieder anders schmecken. Dieser Test bezieht sich ausdrücklich nur auf diesen Sud.

Das Bier ist schwarz. Wirklich intensiv schwarz. Nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert schwach etwas Mahagoni durch. Diese Farbe warnt mich schon: der Geschmack dieses Bieres ist sehr intensiv, das ist keinesfalls etwas, das ich mir einfach so „hinter die Binde kippen“ kann. Der haselnussbraune Schaum ist feinporig, beinahe cremig und er bleibt auch zum Teil wirklich lange erhalten.

Das Aroma wird durch die Röstaromen bestimmt. Vordergründig kommt Karamell zur Geltung, das Bier duftet aber auch leicht süßlich mit einem Hauch von Trockenfrüchten. Damit entspricht das Aroma dem Eindruck, den die Optik vermittelt hat. Das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß, wirklich süß. Die Süße überdeckt im ersten Moment jeden anderen Geschmack. Da aber Kandis verwendet wurde, kein Raffinadezucker, ist der Geschmack trotzdem recht komplex und nicht unangenehm. Der Körper ist so intensiv wie ich ihn aufgrund der Optik und des Aromas erwartet habe. Bitter und süß halten sich prima die Waage. Dazu ist das Bier leicht fruchtig. Der Koriandersamen ist kaum zu schmecken, da ich aber aus der Zutatenliste weiß, dass er im Bier enthalten ist, kann ich ihn ahnen. Im Abgang ist das Wintertiet sowohl bitter als auch süß. Während die Süße aber recht schnell verschwindet, bleibt der angenehm-bittere Geschmack lange erhalten.

Dieses Bier steht wirklich in der Tradition der belgischen Braukunst. Ich habe vor vielen Jahren durch die belgischen Biere erfahren, dass Bier mehr ist (oder zumindest sein kann) als die übliche Industrie-Massenware. So etwas wie das Ratsherrn Wintertiet wünsche ich mir öfter.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kandiszucker, Hopfen, Koriandersaat, Hefe

Alkohlgehalt:

9,3 % Vol.

Stammwürze:

21,4° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
Schanzenhöfe
20357 Hamburg
http://www.ratsherrn.de

BierSelect

Batemans – Rosey Nosey

Im November 1998 braute Batemans sein erstes Weihnachtsbier. Rosey Nosey wurde damals sofort ein Hit bei den Kunden im gesamten United Kingdom, und das Gesicht des Weihnachtsmanns erscheint weiterhin jedes Jahr zu Weihnachten auf diesem Bier, so auch in diesem Jahr.

Rubinrot präsentiert sich das Bier im Glas und der hellbraune feinporige Schaum bleibt lange erhalten. So stelle ich mir ein Weihnachtsbier vor.

Düfte nach Trockenpflaumen und Rosinen steigen mir in die Nase, dazu der Duft nach Sirup, der an Lebkuchen erinnert. Abgerundet wird das süßliche Aroma durch einige Röststoffe, die nach dunkler Schokolade duften.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet hätte. Außerdem fällt die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure auf. Auf der Zunge bleibt die leichte Süße erhalten und der Geschmack nach Espresso gesellt sich dazu. Die Fruchtigkeit des Aromas fehlt mir aber. Dafür ist das Mundgefühl voll und weich. Der Abgang ist durch ein leichtes und freundliches Bitter dominiert, das lange nachklingt.

Insgesamt ist das Bier nicht schlecht, aber es ist kein typisches Weihnachtsbier. Dafür fehlen ihm die Süße, die Stärke und die Fruchtigkeit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Golding, Challenger), Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

13,3° Plato

Brauerei:

Batemans
Salem Bridge Brewery
Mill Lane
Wainfleet
Lincolnshire, PE24 4JE
www.bateman.co.uk

Distelhäuser – Black Pearl

Jetzt habe ich ein Craft-Bier vor mir stehen, ein Porter aus Distelhausen, einem Ortsteil von Tauberbischofsheim. Die Erwartungen an dieses Bier kann ich von vornherein nach oben schrauben, da dieses Bier im Jahr 2014 mit dem Silber Meiningers international CraftBeer Award ausgezeichnet wurde. Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen.

Schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Erst als ich das Glas gegen das Licht halte, sehe ich ein sehr dunkles Mahagoni durchscheinen. Darüber eine durchschnittliche Menge größtenteils feinporiger haselnussbrauner Schaum, der sich nur langsam auflöst. Optisch gibt es also nichts zu meckern.

Das komplexe Aroma wird durch kräftige Kaffee- und Schokoladennoten geprägt, unterstützt durch einen Hauch von Gewürznelken und Kräutern.

Der Antrunk zeigt eine leichte angenehme Süße. Außerdem stelle ich fest, dass die sehr feinperlige Kohlensäure reichlich vorhanden ist. Der ausgeglichene Körper wird durch Schokoladennoten und Waldhonig geprägt. Süße und Bitterstoffe ergänzen sich hervorragend. Lediglich die Kaffeenoten, die ich im Aroma festgestellt habe, fehlen mir an dieser Stelle. Sie kommen aber im leicht bitteren Abgang wieder zu Geltung. Dann bleiben sie auch recht lange erhalten.

Dieses Bier macht deutlich, dass es sich wirklich lohnt, auf handwerklich gebrautes Bier zu setzen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Malzsorten: Pilsner Malz, Münchner Malz, Caramel Malz), Hafermalz, Hopfen (Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Brennwert:

57 kcal/239 kJ pro 100 ml

Brauerei:

Distelhäuser Brauerei
97941 TBB-Distelhausen
http://www.distelhaeuser.de

Hasen – extra

Nun steht mal wieder ein Bier von Hasen-Bräu aus Augsburg vor mir. Machen wir es kurz und schmerzlos; ich schenke mir ein.

Intensiv goldgelb und kristallklar ist das Bier im Glas. Dazu sehe ich bereits auf den ersten Blick reichlich Kohlensäure sowie eine durchschnittliche Menge feinporigen weißen Schaum, der sich aber leider recht schnell auflöst.

Das Bier duftet in erster Linie nach Malz, dazu kommt ein Hauch eines süßsauren Aromas, eventuell ist es Ananas.

Der Antrunk ist angenehm süß und es zeigt sich, dass die Kohlensäure nicht nur reichlich vorhanden, sondern auch mild ist. Der Körper ist mäßig intensiv. Hier schmecke ich nur wenige Bitterstoffe, aber trotzdem ist das Bier süffig und ausgeglichen. Der Abgang ist mild, es kommen kaum Bitterstoffe zum Vorschein und der Geschmack verschwindet auch schnell.

Mein Lieblingsbier wird es sicher nicht, aber für Liebhaber milder Biere ist das Hasen extra eine wirklich gute Wahl.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Hasen-Bräu
Brauereibetriebsgesellschaft mbH
86179 Augsburg
http://www.hasen-braeu.de/

Loncium – Classic

Nun steht ein handwerklich gebrautes Biobier aus Österreich vor mir. Da das Etikett nicht allzu viel hergibt bin ich zunächst einmal auf die Website der Brauerei gegangen, um zu versuchen, noch weitere Informationen zu erhalten. Leider wird dieses Bier dort nicht erwähnt. Ich gehe daher davon aus, dass dieses Bier nicht mehr gebraut wird.

Intensiv goldgelb zeigt sich das Bier im Glas, darüber gemischtporiger weißer Schaum und ich sehe, dass das Bier recht wenig Kohlensäure enthält.

Das Aroma ist getreidig-teigig und leicht bitter.

Der Antrunk enthält wenig Süße, es handelt sich also offensichtlich um ein recht trockenes Bier. Der Körper ist ziemlich bitter und zeigt eine leichte Säure. Trotzdem ist das Bier einigermaßen süffig. Der Abgang ist bitter und der Geschmack bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Insgesamt macht das Bier auf mich einen etwas unausgeglichenen Eindruck. Um es zu mögen muss der Konsument auf recht bittere Biere stehen. Allerdings habe ich das Bier auch nicht wie von der Brauerei empfohlen bei 7° C getrunken, sondern bei Zimmertemperatur, da bei dieser Temperatur die Aromen und Geschmäcker der Biere besser zur Geltung kommen. Könnte ich das Bier noch einmal nachkaufen, würde ich den Test noch einmal mit gekühltem Bier wiederholen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Brauerei:

Biermanufaktur Loncium GmbH
9640 Kötschbach-Mauthen 60
Österreich
http://www.loncium.at

Mücke – Himbeer Gose

Die Gose ist ein Bierstil, der schon im Mittelalter in Goslar gebraut wurde. Der Name stammt von dem Flüsschen, nach dem auch die Stadt Goslar benannt wurde. Lange Zeit gab es die Gose nur aus Leipzig, aber in der letzten Zeit befassen sich mehr und mehr Craftbrauer mit diesem Bierstil. Traditionell werden der Würze bei diesem Sauerbier Salz und Koriandersamen hinzugefügt. Das Salz verstärkt die Säure noch etwas.

In hellem Goldgelb präsentiert sich das Bier im Glas mit einer durchschnittlichen Menge feinporigem Schaum, der relativ schnell in sich zusammenfällt. Das ist aber für eine Gose typisch.

Das Aroma ist malzbetont und das Aroma nach Himbeeren ist eher zurückhaltend. Auch saure Düfte sind nur wenig vorhanden. Dafür ist aber die Koriandersaat zu riechen.

Der Antrunk ist mäßig süß und durch die reichlich dosierte Kohlensäure frisch. Auf der Zunge kommt eine diskrete Fruchtigkeit dazu; in erster Linie überwiegt die Frische dieses Bieres. Erst im Abgang kommt ein leichtes Bitter dazu und auch das Salz kommt jetzt zu seinem Recht.

Mit 4,4 Volumenprozent und der ungeheuren Frische ist das Bier gut für einen warmen Sommerabend geeignet oder auch für einen langen Winterabend, an dem wir vom Sommer träumen.

Zutaten:

Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Lemondrop, Summit), Wasser, Weizenmalz, Himbeeren, Koriander, Milchsäure, Salz

Bittereinheiten:

14 IBU

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

Kesseböhmer-Mai & Pfahl GbR
MÜCKE – Craft Beer
Hölderlinstr. 28
45147 Essen
www.muecke-craftbeer.de

Fohrenburger – Weizen

Es ist schon erstaunlich: die Brauereien in Österreich müssen sich nicht an das deutsche Reinheitsgebot von 1516 halten, aber viele Biere aus Österreich entsprechen trotzdem dem Reinheitsgebot. So auch dieses Weizenbier aus dem Vorarlberg, lt. Angaben der Brauerei handelt es sich sogar um das erste richtige Weizenbier aus dem Vorarlberg. Dann bin ich ja mal gespannt, ob diese Premiere gelungen ist.

Gelb und hefetrüb ist das Bier, darüber für ein Weizenbier vergleichsweise wenig gemischtporiger weißer Schaum. Der Schaum hält sich durchschnittlich lange, bevor er sich auflöst.

Das Aroma wird durch das Weizenmalz geprägt, eine deutliche Bananennote wird durch etwas Säure unterstützt.

Der Antrunk ist relativ neutral, zeigt aber sofort, dass dieses Bier mit einer sehr aktiven Kohlensäure daherkommt. Der Körper ist absolut weizentypisch. Allerdings ist der Geschmack deutlich intensiver als der Durchschnitt, hat relativ wenig Säure und macht einen wirklich runden Eindruck. Der Abgang ist leicht bitter, ein Eindruck, der langsam aber merklich verklingt. An dieses Weizenbier könnte ich mich wirklich gewöhnen.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Brauerei Fohrenburg GmbH & Co KG
Fohrenburgstraße
6700 Bludenz
Österreich
http://www.fohrenburger.at

Crew Republic – Hop Junkie

Craft-Biere haben immer viel Alkohol. Diese Regel stimmt in den meisten Fällen, aber das Hop Junkie der Münchner Brauerei Crew Republic beweist, dass es auch von dieser Regel Ausnahmen gibt. Getreu dem Motto „low alcohol but full taste“ enthält Hop Junkie nur 3,4 Volumenprozent Alkohol, soll aber das volle Hopfenaroma eines India Pale Ale enthalten. Nicht umsonst hieß das Bier vor seiner Umbenennung Detox. Lassen wir uns also überraschen.

Im Glas fällt gar nicht auf, dass es sich um ein alkoholarmes Bier handelt. Hell bernsteinfarben und hefetrüb ist es, mit viel feinporigem Schaum, der uns lange erhalten bleibt. Na bitte, es geht doch.

Auch das Aroma ist mit dem anderer IPAs mit der doppelten Menge Alkohol vergleichbar. Mir steigt ein ganzer Fruchtcocktail in die Nase. Ich rieche Orange, Ananas, Mango und Vanille. Da gibt es absolut nichts zu meckern.

Der Antrunk ist frisch und fruchtig. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Schnell kommt ein freundliches und feines Bitter dazu, das die Fruchtigkeit noch unterstützt. Der Abgang ist überraschend mild, er klingt aber recht lange nach.

Die Brauerei aus Unterschleißheim beweist mit ihrem Hop Junkie, dass sich Craft-Biere auch mit wenig Alkohol brauen lassen. Mit dieser Kreation haben wir ein wunderbar erfrischendes Bier für den Sommer vor uns stehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz, Karamellmalz, Pilsner Malz), Hopfen (Chinook, Galaxy, Hallertauer Comet), Hefe

Alkoholgehalt:

3,4 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Brauerei:

Crew Republic GmbH
Andreas-Danzer-Weg 30
85716 Unterschleißheim
www.crewrepublic.de