Boskeun ist ein Wort aus dem saftigen westflämischen Dialekt. Es bedeutet Waldkaninchen. Den Dolle Brouwers zufolge ist der Name auch der Spitzname von Dr. Jo Herteleer, der ihn nach einer Schlägerei mit seinem Bruder Kris Herteleer erhalten haben soll. Die Verletzung an seiner Oberlippe erinnerte ein wenig an eine Hasenscharte, und so bekam er den Namen. Der Zusatz „Bos“ folgte später… ebenso wie das Bier.
Das Bier wird nur einmal im Jahr gebraut und muss eigentlich zwei Monate vor Ostern vorbestellt werden. Anschließend können Sie das Bier etwa zwei Wochen vor Ostern in der Brauerei abholen. Nur relativ wenige Flaschen Boskeun gelangen in den Handel und die Gastronomie. Aber ich habe es geschafft, auch kurz vor Weihnachten noch eine Flasche zu ergattern, die ich jetzt verkosten werde.
Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier. Die Schaumkrone ist eher grobporig, bleibt aber trotzdem lange erhalten.
Das Bier duftet nach Biskuitteig und Waldhonig. Dazu kommen einige florale Noten und ich meine, aus dem Hintergrund sogar etwas Mandelduft wahrnehmen zu können.
Die Hefe ist zusammen mit der Süße der erste Eindruck, den das Bier bei der Berührung der Zunge übermittelt. Dazu kommt die feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge überrascht mich eine Fruchtigkeit, die an getrocknete Birnen erinnert. Die Süße bleibt erhalten und eine leichte Säure sowie einige würzige Noten gesellen sich dazu. Das Mundgefühl ist weich und schwer. Im Abgang gesellt sich ein leichtes Bitter zur Fruchtigkeit und es klingt durchschnittlich lange nach.
Zutaten:
Wasser, Malz, biologisch angebauter Rohrzucker aus Mauritius, Hopfen (Golding), Hefe
Alkoholgehalt:
9 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur
10° – 12° Celsius
Brauerei:
De Dolle Brouwers
Roeselarestraat 12B
8600 Esen (Diksmuide)
Belgien
www.oerbier.be
Nun steht das SchuppenBoer Winter 2020 vor mir, ein saisonales Bier aus der Brauerei Het Nest im flandrischen Oud-Turnhout. Das Bier wurde im Rumfass gereift, ein Grund, weshalb ich mich auf dieses Bier besonders freue.
Das Wort Boucanier ist von dem Begriff Boucan abgeleitet, einer alten Grillmethode, die auf den haitianischen Inseln verwendet wird. Dort gab es in der Vergangenheit viele Deserteure, die sich zusammentaten, um vorbeifahrende Schiffe auszurauben. Sie nannten sich Boucanier. Das Bier, das diesen Namen trägt, wird seit 40 Jahren von Vansteenberge gebraut, steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.
Nun steht wieder einmal ein Bier aus der Brouwerij Belgoo in Flandern vor mir. Das Belgoo Magus ist ein helles Belgian
Keekebisj wird seit Ende 2016 gebraut, wurde aber bis vor kurzem nur in Fässer abgefüllt. Das Bier ist seit kurzem leichter erhältlich, da das Unternehmen es in sein lokales „Craft“-Sortiment aufgenommen hat. Im Jahr 2007 begann Jo van Aert in Binche mit dem Bierbrauen, und die ersten Belgoo-Biere wurden kreiert. Das Brauen wurde schnell zu einer Vollzeitbeschäftigung. Heute braut er seine Biere in seiner eigenen Brauerei in Sint-Pietersleeuw und jetzt will ich das Keekebisj mal verkosten.
Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Bier aus dem flämischen Herzele vor mir stehen, das an die Westernshow von Buffalo Bill erinnert. Diesmal handelt es sich um ein Strong Golden Belgian Ale mit 8 Volumenprozent Alkohol.
Die Brauerei Lefebvre ist seit ihrer Gründung im Jahr 1876 im Familienbesitz und wird inzwischen in der sechsten Generation geführt. Das erste Bier, das 2009 unter der neuen Geschäftsleitung gebraut wurde, ist das Hopus, ein Golden Strong Ale. Der Name setzt sich zusammen aus den dem englischen Hop für Hopfen und dem lateinischen Opus für Arbeit.
Wieder einmal steht jetzt ein Bier aus der Brouwerij Huyghe im flandrischen Melle vor mir. Obwohl ich bereits etliche Biere aus dieser Brauerei getrunken habe, war mir die Marke Bière du Corsaire bislang nicht bekannt. Aber gut, das muss ja kein Nachteil sein. Öffne ich also die Flasche und schenke mir das Bier ein.
Aus Flandern kommt das Bier, das jetzt vor mir steht. Die Brauerei van den Bossche, von der das Bier kommt, nennt es exzentrisch. Jetzt bin ich selbstverständlich neugierig, zu erfahren, was dieser Begriff bei einem Bier bedeutet. Die Etiketten geben nicht viel her; sie verraten lediglich, dass es sich um ein obergäriges Bier mit einer
Dieses Bier aus der wallonischen Brauerei De Ranke soll an den Belgischen Franc erinnern, also an die Währung vor dem Euro. Dabei handelt es sich um ein Strong Ale, das ausschließlich mit hellen Malzsorten und mit Doldenhopfen gebraut wurde, also ohne den Einsatz von Extrakten oder Pellets. Außerdem wurde dieses Bier weder gefiltert noch pasteurisiert. Es hat einen für belgische Verhältnisse moderaten Alkoholgehalt von 5,2 Volumenprozent. Dann will ich mal sehen, wie mir dieses Bier gefällt.