Die Brauerei La Goudale ist bekannt dafür, dass sie großen Wert auf Qualität und Handwerkskunst legt. Der Brauprozess beginnt mit der Auswahl der besten Zutaten. Das Wasser, das für das Brauen verwendet wird, stammt aus einer eigenen Quelle und wird regelmäßig auf seine Reinheit überprüft. Die Malze und Hopfen werden sorgfältig ausgewählt, um sicherzustellen, dass sie den Standards der Brauerei entsprechen.
Neben den Bieren, die das ganze Jahr über erhältlich sind, braut La Goudale auch saisonale Biere und stellt auch Sondersude her. Jetzt steht vor mir das La Goudale Millesime 2024 Houblon Vic Secret. Die Flasche sieht jedenfalls schon mal edel aus. Sie ist ganz in schwarz gehalten, mit einem goldenen G und dem mit einer schwarzen Agraffe gehaltenen Naturkorken. Auf jeden Fall ist dies das Bier mit dem bislang längsten Namen. Mal sehen, ob die Qualität auch so ausgeprägt ist.
Orangefarben und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine voluminöse feste und weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier nichts zu mäkeln.
Die Süße des Malzes steht im Mittelpunkt des Aromas. Abgerundet wird der Duft durch Aromen, die an Ananas und Zitrusfrüchte erinnern. Aus dem Hintergrund kommen noch Düfte nach Minze und weißem Pfeffer.
Der Antrunk ist weniger süß als erwartet und er zeichnet sich durch eine gut dosierte sehr feinperlige Kohlensäure aus. Schon während es sich auf der Zunge verteilt, wird das Bier trockener und die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, kommen gut heraus. Bittere kann ich nicht schmecken. Das Mundgefühl ist samtig. In der Kehle wird das Bier noch einmal trockener und jetzt kommt auch eine freundliche Bittere auf, die sehr lange nachklingt.
Alkoholgehalt:
7,9 % Vol.
Bittereinheiten:
28 IBU
Farbe:
12 EBC
Brauerei:
Brasserie Goudale
Avenue Isaac Newton
62510 Arques
Frankreich
www.brasserie-goudale.com


Jetzt steht das (vorerst) letzte Bier aus der Abbaye des Rocs vor mir. Die wallonische Brauerei legt Wert auf die Feststellung, dass die Biere ausschließlich aus natürlichen Zutaten (Hopfen,
Luc Vermeersch ist fasziniert von alten Handwerkstechniken. So begann er im Jahr 1997 in seinem Gartenhaus eine kleine Brauereianlage zu installieren. Die damalige Anlage, mit der er pro Sud 30 Liter Bier brauen konnte, hat er in Finnland erworben. Dazu kam eine zweitägige Einweisung in das Bierbrauen. In den folgenden zehn Jahren hat er durch viel Übung und Selbststudium seine Kenntnisse erweitert, so dass er im April 2008 die Brauerei De Leite anmelden konnte.
Hoogheit ist der niederländische Ausdruck für Hoheit. Das Bier, das jetzt vor mir auf seine Verkostung wartet, erhebt also den Anspruch, adelig zu sein. Ich bin mir nicht sicher, aus welchem Grund die Brauerei diesen etwas hochtrabenden Namen gewählt hat, aber ich kann mir mehrere Gründe vorstellen. Zum einen ist Hoogheit das Bier von Vleesmaster, das am kräftigsten gehopft ist. Außerdem waren an der Entstehung dieses Bieres viele Parteien beteiligt: Die Brauerei Vleesmaster hat das Bier gemeinsam mit der Bank Your Highness entwickelt und die Brauerei Anders im flämischen Halen hat es dann letztendlich gebraut. Nun steht das Bier vor mir und ich will feststellen, ob sich diese Zusammenarbeit gelohnt hat.
Es ist schon erstaunlich, wie viele Biere die kleine wallonische Brauerei Bocq anbietet. Jetzt steht mal wieder eines der Biere der marke Gauloise vor mir, das Blonde, also ein helles
Im Jahr 1128 baten die Herren von Grimbergen Norbert van Xanten, den Gründer des Prämonstratenserordens (oder Norbertinerordens), eine Abtei zu errichten, und er erfüllte ihnen diesen Wunsch. Kurz darauf, im selben Jahr, begannen die Patres der Abtei Grimbergen, ein lokales Bier zu brauen. Im Jahr 1142 lehnten sich die Herren von Grimbergen gegen den Herzog von Brabant auf. Dies war der Beginn des Krieges von Grimbergen. Die Abtei wurde völlig zerstört, aber in den Jahren nach dem Krieg wurde sie Stein für Stein wiederaufgebaut. 1566 wurde die Abtei während der Religionskriege zum zweiten Mal zerstört. Die Patres flohen nach Brüssel und konnten erst 30 Jahre später zurückkehren, um die Gemeinschaft wieder aufzubauen. Im Jahr 1629 wurde die Abtei in Grimbergen wiedererrichtet. Von diesem Zeitpunkt an beschlossen die Patres und die Gemeinschaft, den Phönix als Symbol der Wiedergeburt in ihr Wappen aufzunehmen, zusammen mit dem Motto „ardet nec consumitur“, was so viel bedeutet wie „verbrannt, aber nicht zerstört“ (kann aber auch anders übersetzt werden). Die Abtei Grimbergen wird während der Französischen Revolution wieder abgerissen. Mit dem Phönix, der die Lebensgeister der Patres weckt, fließt das Grimbergener Bier bald wieder. Doch es lauerte eine neue Gefahr: Im 18. Jahrhundert, während der Französischen Revolution, wurden alle Güter in Kirchen und Klöstern verkauft. Im Jahr 1798 mussten die Patres wieder gehen. Und die Abtei mit ihrer Brauerei wurde zum dritten Mal zerstört. Als vierte Wiederbelebung von Grimbergen markiert die Rückkehr des Bierbrauens in die Abtei Grimbergen im Jahr 2021 ein besonderes Kapitel in unserer Geschichte. Die Herstellung neuer Biere in limitierter Auflage in den Mauern der Abtei zum ersten Mal seit über 200 Jahren ist ein großer Erfolg für die Patres, für die Gemeinschaft von Grimbergen und für alle, die Grimbergen-Bier lieben.
Bereits im Jahr 1933 wurde erstmals „Bush Beer“ gebraut. Damit handelt es sich um eine der ältesten noch aktiven Biermarken Belgiens und sie ist das Aushängeschild der Brasserie Dubuisson. Das Bush Caractère Ambrée hat die Brauerei im Jahr 2008 aus Anlass ihres 75jährigen Bestehens auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein
Jetzt steht das La Cambre Blond vor mir, ein weiteres Abteibier aus Brüssel. Mit nur 5,6 Volumenprozent Alkohol ist es eines der schwächsten Abteibiere, die mir bislang untergekommen sind. Aber das muss ja nicht zwingend ein Nachteil sein.
Das Boerinneken stammt aus der Proefbrouwerij im flandrischen Lochristi. Diese Brauerei ist bekannt für ihre experimentellen und dabei guten belgischen Biere. Beim Boerinneken handelt sich dabei um ein Tripel mit der für Belgien üblichen Flaschengärung. Von daher kann ich mich jetzt auf ein angenehmes Biererlebnis freuen.