Zukunft der Herforder und Paderborner Brauereien weiter ungewiss

Für die Beschäftigten der Herforder und Paderborner Brauereien könnte der heutige Tag richtungsweisend werden. Die Warsteiner Gruppe und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzen ihre Gespräche über die Zukunft beider Standorte fort. Es handelt sich bereits um die dritte Verhandlungsrunde.

Von den Entscheidungen sind mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass die laufenden Gespräche zumindest erste Perspektiven für die Belegschaften aufzeigen.

An den bisherigen Plänen des Unternehmens hat sich nach aktuellem Stand jedoch nichts geändert. Die Produktion in der Herforder Brauerei in Hiddenhausen soll nach den bisherigen Planungen zum Ende des Sommers eingestellt werden. Für die Paderborner Brauerei wird weiterhin nach einem Käufer gesucht. Gelingt es nicht, einen Investor zu finden, soll auch dieser Standort zum Jahresende geschlossen werden.

Über den Inhalt der laufenden Verhandlungen gibt sich die Warsteiner Gruppe weiterhin zurückhaltend. Gegenüber dem WDR erklärte das Unternehmen lediglich, dass die bisherigen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern konstruktiv verlaufen seien. Man sehe gute Voraussetzungen, den Dialog auch in der aktuellen Verhandlungsrunde fortzuführen.

Die Gewerkschaft NGG fordert dagegen mehr Verantwortung seitens des Unternehmens. Aus ihrer Sicht haben viele Beschäftigte in den vergangenen Jahren erhebliche Beiträge geleistet, um die Brauereistandorte wirtschaftlich zu stabilisieren. Umso größer sei nun die Enttäuschung darüber, dass zahlreiche Mitarbeiter ihre Zukunft als ungewiss empfinden.

Während für die Herforder Brauerei derzeit kaum Hoffnung auf einen Fortbestand besteht, sehen Arbeitnehmervertreter für den Standort Paderborn noch eine Chance. Sollte ein geeigneter Käufer gefunden werden, könnte die Brauerei möglicherweise erhalten bleiben.

Ob die dritte Verhandlungsrunde bereits konkrete Ergebnisse oder gar eine Einigung bringt, ist derzeit noch offen. Für die Beschäftigten dürfte jedoch jede neue Information von großer Bedeutung sein.

Quelle: WDR

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