2. 6. 2018: 150 Jahre Herrenhäuser Brauerei

Vor acht Jahren stand die Brauerei in Herrenhausen vor dem Aus. Der Solidarität der Menschen aus Stadt und Region Hannover sowie der neuen Eigentümerfamilie rund um die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Christian und Axel Schulz-Hausbrandt ist es zu verdanken, dass die Herrenhäuser Brautradition in diesem Jahr ihr 150. Jubiläum feiern kann. „Anlass genug, diesen runden Geburtstag auf eine ganz besondere Weise zu feiern, denn es ist an der Zeit für uns, etwas zurückzugeben“, so Christian Schulz-Hausbrandt. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stefan Schostok initiiert die Privatbrauerei Herrenhausen die Aktion hannoverbunden, eine Plattform für lokale Projekte und soziale Initiativen aus Stadt und Region Hannover, die tatkräftige Unterstützung benötigen. Auftakt für hannoverbunden ist ein großes Geburtstagsfest der privaten Brauerei am 2. Juni, 18 Uhr, auf dem Kröpcke. Die hannoverschen Bands ‚Terry Hoax‘ und ‚Ich kann fliegen‘ werden neben den Moderatoren von Radio21, Stephan Hox und Per Eggers, für ordentlich Stimmung sorgen.

hannoverbunden: Lokalen Projekten ein Gesicht und eine Stimme geben

Aber die Brauerei will sich nicht nur selbst feiern, sondern will den Initiativen, die das Überleben der Traditionsbrauerei ermöglicht haben, auch etwas zurückgeben. Daher steht im Mittelpunkt des Jubiläums die Plattform hannoverbunden, die lokalen Projekten Gehör verschafft, die sonst über keine oder nur eine schwache Stimme in der Öffentlichkeit verfügen. Hier können sich Besucher über soziale Projekte und ehrenamtliche Engagements aus Stadt und Region Hannover informieren und diese unterstützen. Interessierte können selbst entscheiden, ob und in welcher Form sie ein Projekt unterstützen. Ob durch Zeit-, Geld- oder Sachspende ist jedem selbst überlassen. „Jeder kann ein Teil von hannoverbunden werden, egal in welcher Form, und dabei helfen, etwas zu bewegen und unsere Heimat zu verändern. Wichtig dabei ist Zeit, persönliches Engagement und Zusammenhalt. Wir packen selbstverständlich auch mit an“, so Axel Schulz-Hausbrandt.

Das Bollerwagen-Café beispielsweise ist bereits Teil von hannoverbunden. Es unterstützt wöchentlich zwischen 80 und 150 notleidende Menschen. Jeden Dienstag versorgen die ehrenamtlichen Helfer vom Bollerwagen-Café obdachlose und bedürftige Menschen mit einer warmen Mahlzeit, Lebensmitteln, Schlafsäcken und Isomatten sowie Kleidung. Das Ziel des Bollerwagen-Cafés ist es, den Menschen zu helfen, die sich oftmals nicht selbst helfen können – sei es durch ein einfaches Gespräch oder Sach- und Lebensmittelspenden. „Ich finde die Idee von hannoverbunden großartig, gerade für Projekte wie unseres, das Eigeninitiative und viele engagierte Helfer erfordert. Wir freuen uns über jede Art von Aufmerksamkeit, die wir bekommen und über jede helfende Hand, die wir dazu gewinnen können“, erklärt Sandra Lüke-Schmidt, Initiatorin des Bollerwagen-Cafés.

Ankündigung: Kioskkult(ur)

„Zwar stehen die Plattform hannoverbunden und das soziale Engagement im Vordergrund unseres Jubiläums, aber natürlich wollen wir unser Jubiläum auch gebührend mit unseren Fans feiern“, so Axel Schulz-Hausbrandt. Wir gehen dorthin, wo sich das Leben abspielt und veranstalten eine Reihe von Konzerten in den Kiosken der Stadt. Das erste Konzert findet am 28. Juli, dem ersten Hannover KioskTag, mit der Studenten-Kult-Band ‚Liedfett‘ statt. „Wir freuen uns darüber, mit unserer Konzertreihe ein offizieller Teil der UNESCO City of Music zu sein und hoffen, damit einen kleinen Beitrag zur Bewahrung der Kioskkultur von Hannover zu leisten“, so Christian Schulz-Hausbrandt.

Ähnliche Beiträge

  • Ein göttliches Bier: Bayerns brauende Klosterschwester

    Im niederbayerischen Kloster Mallersdorf braut sich Woche für Woche etwas ganz Besonderes zusammen: Dort mixt seit mehr als drei Jahrzehnten eine von deutschlandweit nur drei brauenden Klosterschwestern einen göttlichen Gerstensaft. Zum Brauen kam Schwester Doris wie die Jungfrau zum Kind: Als sie mit 16 ins Kloster kam, gab es im Brauhaus noch Arbeit. Doch schnell wurde der Nonne ihr Schicksal zur Leidenschaft.

  • |

    Starkstrampler

    Jetzt steht wieder einmal ein Bier aus der Hildesheimer Braumanufaktur vor mir. Auf dem Etikett ist das Logo der Hell Death Riders abgedruckt, das stark an die Logos verschiedener Rockergruppen erinnert. Tatsächlich sehen auch die Mitglieder der Gruppe entsprechend aus. Allerdings sind sie nicht auf Harleys unterwegs, sondern auf ihren Fahrrädern. Mehr zu dieser Gruppe…

  • Altenburger Festbier

    Altenburg ist landläufig vor Allem als Stadt der Spielkarten bekannt. Aber die Thüringer können noch mehr. Dazu gehört auch das Brauen von Bier. Obwohl das Brauen dort eine lange Tradition hat, gibt es heute nur noch eine Brauerei in der Stadt, die ich aber trotzdem als Hersteller guter Biere kennengelernt habe. Heute steht das Festbier…

  • Störtebeker – Whisky-Bier

    Jetzt will ich mich mal wieder einem Bier aus dem hohen Norden zuwenden, dem Whisky-Bier der Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund. Auch wenn der Name es nahelegt, dass das Bier mit Whisky vermischt oder aromatisiert wurde, ist dies nicht der Fall. Auch aufgrund des erhöhten Alkoholgehalts sind einige Konsumenten dieser Meinung. Das Bier wurde mit britischem…

  • Tegernseer Hell

    Die heutige Brauerei geht zurück auf das Jahr 1675, denn dann bekam das Kloster die erste offizielle Braukonzession. So macht bereits das Rückenetikett der Flasche schon neugierig auf den Inhalt: „Eine über tausendjährige Brautradition, zurückgehend auf das Benediktinerkloster Tegernsee, gegründet 746, garantiert wahrhaften Biergenuss.“ Sonnengelb strahlt mir das gut gekühlte Bier entgegen. Darüber steht eine…

  • New York: Bier am Vormittag

    Eigentlich ist die Prohibition ja schon einige Zeit her. Von 1920 bis 1933 war die Produktion, der Transport und der Handel mit Alkohol in den USA verboten. Das galt selbstverständlich auch für den Konsum. Eigentlich sollten wir jetzt erwarten, dass diese Zeit nur noch eine geschichtliche Marginalie ist, die eher unter die Rubrik Kuriositäten fällt. Aber auch nach mehr als 80 Jahren nach dem Ende der Prohibition gibt es noch einige Reste, die nach wie vor nicht ausgerottet sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.