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Hoppy Schoppy Pilsner

Der meistverkaufte Bierstil in Deutschland. Ich habe keine aktuellen Zahlen über den Marktanteil der Pils-Biere, aber lt. Wikipedia lag der Marktanteil in Deutschland bei 55,2 %. Seitdem soll der Marktanteil zwar leicht zurückgegangen sein, aber er liegt vermutlich immer noch bei etwa 50 %. Zwar sind die meisten Pilsener Fernsehbiere, aber jetzt steht ein Pils vor mir, von dem ich mir mehr Genuss verspreche. Schließlich braut Schoppebräu in der Hauptstadt seit 2001 Craftbiere. Die Brauerei beschreibt ihre Biere auf der Website nur kurz. Für das Hoppy Schoppy Pilsner schreibt die Brauerei: „Unsere Überzeugung: Ein Pils muss kräftig gehopft sein. Hoppy Schoppy ist unsere Antwort auf die langweiligen Fernseh- und Hauptstadtbiere. Back to the Hops!“ Und weiter: „Ein knackiges Pils wie es sein soll — gut gehopft und garantiert nicht mit Felsquellwasser gebraut.“ Das sind doch schon mal hohe Ansprüche an dieses Bier, das jetzt vor mir steht. Mal sehen, ob das Bier diesen Ansprüchen auch genügen kann.

Goldgelb und leicht hefetrüb steht das Bier im Glas. Die Kohlensäure ist sehr aktiv und es bildet sich eine durchschnittliche Menge sahniger weißer Schaum, der lange erhalten bleibt.

Im Aroma tritt das Malz stärker hervor als ich es bei einem Pils erwartet hätte. Der Hopfen hält sich vornehm zurück, aber eine kleine fruchtige Note steuert er auch zum Duft bei. Es könnte sich um den Duft von Ananas handeln. Das Aroma ist für ein Pils ungewöhnlich, aber nicht schlecht.

Nachdem das Malz das Aroma dominiert hatte, verwundert es mich auch nicht, dass der Antrunk für ein Pils sehr süß ist. Wäre da nicht die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure, würde ich vermutlich meinen, dass der Antrunk zu süß ist. Aber so passt er schon. Dann fällt das Bier in der Mitte in ein kleines Loch. Sorgte anfangs die Süße für einen intensiven Geschmackseindruck, lässt die Intensität des Geschmacks auf der Zunge doch deutlich nach, so dass ich das Bier im Mittelteil als etwas langweilig empfinde. Der Abgang ist dann wieder kräftig aber freundlich bitter und er klingt sehr lange nach.

Das Hoppy Schoppy Pilsner ragt zwar aus der Masse der Fernsehbiere wohltuend heraus, aber um mein Lieblingsbier zu werden fehlt ihm doch noch einiges.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Wiener, Pilsner, Cara, Sauer), Hopfen (Perle, Saphir), Hefe (untergärige Hefe Pilsener Art)

Alkoholgehalt:

5,2 %

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Schoppe Bräu GmbH
In den Schifferbergen 14
10119 Berlin
www.schoppebraeu.de

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