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Vagabund – Three’s a Party

Die Geschichte der Vagabund Brauerei begann im Jahr 2009, als drei Amerikaner in Berlin beschließen, sich ihr eigenes Craft-Beer zu brauen, welches sie an ihre Heimat erinnert. 2011 konnten die Drei mithilfe einer Crowdfunding Kampagne endlich ihre eigene Mikro-Brauerei eröffnen. Als Musiker haben sich die Brauer nicht nur Gedanken dazu gemacht, wie hervorragendes Bier gebraut werden kann, sondern jedes Bier erhält auch eine eigene Musikempfehlung. Zu dem Bier Vagabund Three’s a Party, einem Triple IPA, empfehlen die Brauer folgende Musiktitel:

  • Good Times von CHIC
  • September von Earth, Wind & Fire
  • Relight My Fire von Dan Hartmann
  • Ring My Bell von Anita Ward
  • Daddy Cool von Boney M.
  • Jungle Boogie von Kool & The Gang

Kupferfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große gemischtporige Schaumrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma dominieren würzige Hopfennoten und der Duft nach Kräutern. Daneben kommt aber auch die Fruchtigkeit ncihtzu kurz. Ich rieche Grapefruit, Zitronen, Ananas und Mango. Alles unterlegt mit dem Karamellduft des Malzes.

Der Antrunk ist überraschend süß. Dabei fällt mir auf, dass die Kohlensäure sehr zurückhaltend vorhanden ist. Aber schnell kommt der komplexe Körper des Biers in den Vordergrund. Ein kräftiges Kräuterbitter dominiert, begleitet durch die fruchtigen Aromen und unterstützt durch Karamell- und Kaffeegeschmack des Malzes. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter in der Kehle nach, aber trotzdem bleibt der Geschmack noch überraschend lange erhalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Hopfen (Mosaic, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,2° Plato

Bittereinheiten:

43 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Vagabund Brauerei
Antwerpener Str. 3
13353 Berlin
www.vagabundbrauerei.com

BrewDog und Warsteiner bündeln den Vertrieb in der Gastronomie

BrewDog Deutschland mit Sitz in Berlin und die sauerländische Familienbrauerei Warsteiner gehen ab dem 15. August gemeinsame Wege im Gastronomievertrieb. Das 60-köpfige Sales-Team von Warsteiner nimmt die Sortenvielfalt von BrewDog in sein Rampen- und Vertriebssortiment auf und kann Gastronomiekunden dadurch ein breites Portfolio von modernen und traditionellen Bierstilen anbieten.

Mit diesem Schritt bündeln die erste CO2 negative Brauerei der Welt und die Warsteiner Gruppe, eine der größten inhabergeführten Brauereigruppen Deutschlands, ihre Kräfte. Im Zuge dieser Partnerschaft wird BrewDog deutlich sichtbarer im deutschen Gastronomiegeschäft. Angetreten im Jahr 2007, um Konsumenten mit großartigem Bier zu begeistern, ist das ursprünglich schottische Unternehmen laut aktuellem Brand Finance Report nach 15 Jahren bereits auf Platz 14 der wertvollsten Biermarken der Welt. Grund genug, das in Berlin gebraute Bier noch mehr Bierfans in Deutschland zugänglich zu machen: „Durch die Partnerschaft mit Warsteiner werden unsere Produkte in der deutschen Gastronomie sichtbarer und erlebbarer für unsere Konsument*innen“, erklärt Adrian Klie, CEO BrewDog Deutschland. Gleichzeitig komplementiert die Privatbrauerei Warsteiner mit den schottischen Varietäten ihre Produktpalette und verfügt damit über ein noch attraktiveres Bier-Angebot, um den Kunden und Gastronomiepartnern aus einer Hand ein vielfältiges Produktportfolio zu bieten.

Zu den neuen Bieren für die Warsteiner gehört das gesamte in Berlin gebraute Headliner-Sortiment von BrewDog Deutschland, bestehend aus den Sorten Punk IPA, Hazy Jane, Pale Ale, Elvis Juice und Kiez Keule. Wer zusätzlich zum vielfältigen Flaschenportfolio auch Frischgezapftes servieren möchte, dem stehen die Sorten Hazy Jane, Punk IPA und Kiez Keule außerdem auch als Fassbier zur Verfügung.

Auch in der Logistik sprechen beide Unternehmen zukünftig eine Sprache: So werden die Produkte in Berlin in den Warsteiner Fasspool abgefüllt und dann im Einklang mit BrewDogs negativer CO2 Bilanz umweltfreundlich per Zug nach Warstein transportiert. Für die GFGHs und Gastronomen sind die BrewDog-Biere dann ab dem 1. September 2022 sowohl als Fassbier als auch Gastroflaschen an der Rampe in Warstein verfügbar.

Bereits der Beginn der Partnerschaft war geprägt von konstruktiver Zusammenarbeit: „Die gemeinsamen Gespräche waren von Beginn an von viel Vertrauen und Drive auf beiden Seiten geprägt. Diese Partnerschaft ist ein weiterer Meilenstein für BrewDog in Deutschland und wir sind sehr froh mit dem gesamten Warsteiner Team von nun an einen starken Partner für den Gastronomievertrieb an unserer Seite zu wissen,“ so Adrian Klie.

Uwe Albershardt, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Warsteiner Gruppe ergänzt: „Die Partnerschaft zwischen unseren beiden Familienunternehmen vereint das Beste aus beiden Welten. Unsere vielfältigen Partner in der Gastronomie können wir mit den Bieren von BrewDog die ideale Ergänzung zu unserem starken Warsteiner Portfolio bieten. Ein Match, das nicht besser zusammenpassen könnte.“ Auch André Hilmer, Verkaufsdirektor Gastronomie bei Warsteiner, freut sich auf die anstehende Partnerschaft: „Modern interpretierte Biere sind angesagt und gerade unsere jüngeren Kund*innen probieren gerne neue Biere aus. Wir freuen uns darauf, unseren Gastronomiepartner*innen ab sofort ein noch breiteres und vielseitigeres Portfolio anzubieten. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam etwas Großes aufbauen können und dass das jetzt erst der Anfang ist.“

Die Vertriebspartnerschaft umfasst den Außer-Haus-Markt und den Fachhandel; der Lebensmitteleinzelhandel ist davon nicht betroffen. Dort liegt der Vertrieb der BrewDog-Biere weiterhin in der Hand von BrewDogs eigenem, dreizehnköpfigen Vertriebsteam.

Das BrewDog Crowdfunding Prinzip

Um die Partnerschaft auch für die entscheidenden Personen von Beginn an erlebbar zu machen, macht BrewDog (als größtes Crowd gefundetes Unternehmen der Welt) die beteiligten Außendienstmitarbeiter*innen von Warsteiner gleichzeitig zu Equity Punks und damit zu Miteigentümer des Unternehmens. Die BrewDog Mitarbeitenden bekommen seit diesem Jahr im Rahmen des Hop Stock Programms jeweils jährlich ein Beteiligungspaket im derzeitigen Wert von umgerechnet 36.000 Euro.

BrewDog und Früh brauen gemeinsam King Kölsch

Verbunden durch die Leidenschaft, großartiges Bier mit hochwertigen Inhaltsstoffen zu brauen, haben Früh (DREI KRONEN) und BrewDog ihre Kräfte vereint – um gemeinsam ein Kölsch zu brauen. King Kölsch.

Mit ihrer Kooperation wollen beide Brauereien eine Brücke vom Rheinland nach Schottland schlagen und nicht nur köstliches Kölsch, sondern auch die Kölsche Lebensart in die Welt exportieren – inklusive der dem Kölsch eigenen Trinkregeln mit Kränzen und Stangen. Ab sofort können sich also auch Kölsch-Liebhaber:innen, die in Europa und dem Vereinigten Königreich leben, über köstlichen Heimattrunk im Handel und in über 100 Bars in Metropolen wie London, Paris, Brüssel und Berlin freuen.

Wie es die Kölsch-Konvention vorsieht, wird der edle Tropfen natürlich dort gebraut, wo man einen Blick auf den Kölner Dom erhaschen kann – in Köln. Heimspiel für Früh, Besonderheit für BrewDog. Die aus Schottland stammende Brauerei braut innerhalb Deutschlands normalerweise ausschließlich in Berlin. „Wir verbinden die Liebe zu modernen Bierstilen mit der weltweit bekannten kölschen Biertradion und ihrer einzigartigen Riten zu einem herausragend leckerem, neuen Kölsch.“ sagt Adrian Klie, CEO BrewDog Deutschland

Der Collaboration Brew verbindet ebenso passend die Werte und Traditionen beider Unternehmen. Das Kölsch kommt in einem rot-weißen Gewand daher, den Farben Kölns und Frühs. Drei Kronen symbolisieren ebenfalls die Domstadt und die Kölner Traditionsbrauerei. BrewDogs unverkennbares Logo sowie sein knalliges Dekor runden das Design ab.

Das Collab Bier punktet nicht nur mit seinem Aussehen, sondern überzeugt auch mit starken inneren Werten: Das Full Flavoured Kölsch ist mit 5,2 Prozent Alkoholgehalt um 0,4 Prozent stärker als ein herkömmliches Kölsch, kommt also mit etwas Wumms daher. Auch die Bittereinheiten (26 IBU) und die Stammwürze (11,8 Prozent) sind höher als gewöhnlich, was für einen extra Kick sorgt. Ein royales Fest für den Gaumen. Ganz wie es der Name des Bieres verspricht.

Extra lang gelagert und kalt gereift, ist es nach den Kriterien des Slow Brewing Gütesiegels für außergewöhnliche und geprüfte Qualität gebraut – die Brauereien versprechen ein einfach fantastisches Bier. Abgefüllt wird das Bier in 0,33-Liter-Flaschen und 0,33-Liter-Dosen sowie in 30-Liter-Kegs.

„Was im Winter mit einem Telefonat und einer fixen Idee zwischen beiden Häusern angefangen hat, ist nun trinkbar geworden. Heute halten wir unser gemeinsames King Kölsch in der Hand. Wir alle sind mächtig stolz, innerhalb kürzester Zeit ein köstliches Kölsch gebraut zu haben. Beide Brauereien haben hierfür ihre unterschiedlichen Expertisen vereint, um dieses Projekt in kürzester Zeit möglich zu machen. Das erste BrewDog Kölsch ist da.“, sagt Martin Balke, Head of Sales BrewDog Germany.

Auch Dirk Heisterkamp, Leiter Marketing und Vertrieb bei Früh Kölsch, ist begeistert: „Es ist eine tolle Zusammenarbeit, ein Herzensprojekt. Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis und gespannt auf die Resonanz unserer Kunden.“

Und hier zum Abschluss noch einige Worte zu den Brauereien:

BrewDog

BrewDog wurde 2007 gegründet, als zwei Männer und ein Hund zu der Mission aufbrachen, die Bierwelt zu revolutionieren. Ermüdet von der uninspirierenden Bier-Szene in Großbritannien, begannen die beiden Gründer, Martin Dickie und James Watt, als Homebrewer ihr eigenes Bier zu brauen – und ihre Freunde genauso von Bier zu begeistern, wie sie es selbst sind. Heute ist BrewDog Marktführer in Sachen Craft Beer und eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Großbritannien. BrewDogs Punk IPA ist das Nummer 1 Craft Bier in Großbritannien und Europa.

2010 fand die erste Investitionsrunde der Crowdfunding-Aktion Equity for Punks statt. Eine Initiative, bei der in mehreren Runden inzwischen über 90 Millionen Euro gesammelt wurden – mehr als je in einer Online Crowdfunding Kampagne zuvor. Eine Gemeinschaft von über 200.000 Equity for PunkShareholdern ermöglicht es BrewDog zu wachsen, ohne sich oder seine Ideale ausverkaufen zu müssen.

Seit 2020 braut BrewDog die komplette Headliner-Range für Deutschland, Punk IPA, Pale Ale, Elvis Juice, Kiezkeule und Lost Lager, sowie viele Spezialabfüllungen für den deutschen und internationalen Markt in der Brauerei in Berlin-Mariendorf. BrewDog exportiert inzwischen Biere in über 60 Länder und betreibt über 100 Bars weltweit sowie Brauereien in Ellon (Schottland), Columbus, Ohio (USA), in Berlin und in Brisbane (Australien).

BrewDog ist seit 2020 Co2 negativ. Das bedeutet, dass das Unternehmen doppelt so viel Co2 aus der Atmosphäre holt, als es emittiert. Weiterführende Information zur Initiative „BrewDog Tomorrow“ gibt es auf https://bit.ly/BrewDogSustainability2022.

Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG

Die Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG ist eine in 1904 gegründete mittelständische Privatbrauerei, die heute in 5. Generation von der Inhaberfamilie persönlich geführt wird. Das Unternehmen beschäftigt 400 Mitarbeiter und betreibt neben der Brauerei im Geschäftsfeld eigengeführte Gastronomie in Köln sein Stammhaus und diverse Veedelsobjekte, sowie das Eden Hotel Früh am Dom. Die Marke Früh gehört zu den führenden Kölsch Brauereien der Domstadt und ist bundesweit als profilierte Sortenspezialität bekannt und geschätzt. Früh ist als bislang einzige Kölsch-Brauerei mit dem renommierten Siegel „Slow Brewing“ zertifiziert.

Ach ja, ehe ich es vergesse: das Foto hat mir BrewDog zur Verfügung gestellt. Außerdem werde ich mich bemühen, das King Kölsch irgendwo aufzutreiben, um es hier im Blog vorzustellen.

Unverhopft – Club Paradise

Das Unverhopft Paradise Club ist ein Single Hop IPA und wurde mit dem Hopfen TRI2304CR gebraut, der trotz seines furchtbar technisch anmutenden Namens als sehr fruchtig bekannt ist. Daher eignet er sich sehr gut für die Herstellung kräftiger und fruchtiger IPAs mit einer Vielzahl tropischer Aromen. Daher bin ich auch wirklich gespannt auf dieses Bier.

Weizengelb, kräftig hefetrüb und mit einer sehr voluminösen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Meine Nase verrät mir sofort, dass die Brauer mit dem Hopfen nicht gegeizt haben. Die fruchtigen Aromen sind so intensiv, dass der Malzkörper vollkommen unterdrückt wird. Düfte nach Grapefruit, Ananas, Maracuja und Zitronenschale steigen mir in die Nase und machen richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist für ein IPA recht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist eher knapp dosiert. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Und wieder erstaunt mich das IPA, denn es kommt mit erstaunlich wenig Bitter, dafür mit einer fruchtigen Säure, die die Aromen widerspiegelt. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Das Club Paradise ist ein einfach zu trinkendes und dabei überraschendes IPA, in dem sicherlich jeder seinen eigenen Geschmack wiederfindet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (TRI 2304), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

BrewDog Berlin
Im Marienpark 23
12107 Berlin
www.brewdog.com

für

Updoot GmbH
Auguststr. 2
10117 Berlin
www.unverhopft.com

BRLO – Baltic Porter

Das BRLO Baltic Porter, das jetzt vor mir steht, ist eine Kreuzung zwischen einem englischen Porter und einem russischen Imperial Stout. Damit ist dieser Bierstil seinen Wurzeln, der Ernährung der am härtesten arbeitenden Klassen in England zu dienen, entwachsen. Bei den World Beer Awards 2017 wurde das Bier mit Gold ausgezeichnet.

Das Aroma wird durch die Röstaromen nach dunkler Schokolade und Kaffee dominiert und Düfte nach Toffee und Karamell sorgen für eine leichte Süße, die durch einen Hauch fruchtiger Säure sowie die Ahnung nach gerösteten Nüssen vervollständigt wird.

Der Antrunk besticht durch eine angenehme Süße, die durch reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge ist der Geschmack dunkler Schokolade im Vordergrund, begleitet durch etwas Kaffee. Bitterstoffe sind nur wenige vorhanden und der Alkohol wärmt. Das Mundgefühl ist dabei angenehm weich. Im Abgang kommt der Kaffeegeschmack nach vorne, das Bitter wird etwas kräftiger und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Karamellmalz, Röstmalz), Hopfen (Herkules, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

7% Vol.

Stammwürze:

17,8° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Braukunst Berlin GmbH
Schönebergerstr. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Heineken 0.0

Ich muss ja zugeben, dass Heineken bei mir nicht den besten Ruf genießt und dass dass mich auch nur wenige alkohlfreie Biere begeistern können. Trotzdem will ich jetzt ein alkoholfreies Bier des Brauereiriesen in Amsterdam verkosten. Mal sehen, wie es mir gefällt.

Intensiv goldfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzig nach Brotkrume mir leichten würzigen Noten.

Der Antrunk ist mäßig süß und mir gefällt die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter zur Süße. Das Mundgefühl ist schlank, wie bei so vielen alkoholfreien Bieren. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, es klingt aber nur kurz nach.

So richtig begeistern kann mich das Heineken 0.0 nicht, aber es gefällt mir trotzdem fast besser als das Lagerbier aus Amsterdam mit Alkohol.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, natürliche Aromen

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Brauerei:

Heineken Deutschland GmbH
Ehrenbergstr. 19
10245 Berlin
www.heineken.de

BRLO + Lervig – Rosinenbomber

Wer kennt sie nicht, die berühmten Rosinenbomber, die die Versorgung der westberlinger Bevölkerung sicherstellten, als ab dem 24. Juni 1948 die Sowjetunion den Landweg von der BRD nach Westberlin dichtmachte. Daran erinnert dieser Collab Brew der Brauereien BRLO und Lervig (Stavanger, Norwegen). Mit 12 Volumenprozent Alkohol ist der Rosinenbomber ein echtes Schwergewicht im Angebot von BRLO. Jetzt steht er vor mir. Und er ist auch ein Sieger, nämlich in der Kategorie Imperial Stout beim European Beer Star 2019.

Rabenschwarz präsentiert sich der Rosinenbomber im Glas. Die mittelbraune und gemischtporige Schaumkrone ist recht klein und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Aromen nach Rosinen, dunkler Schokolade, Vanille, Kaffee und getrockneten Birnen steigen mir in die Nase. Obwohl das Bier satte 12 Volumenprozent Alkohol enthält, hält er sich diskret im Hintergrund und unterstützt von dort die anderen Aromen.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß und ich stelle fest, dass die sehr milde Kohlensäure recht knapp dosiert ist. Auf der Zunge kommen die Röststoffe in den Vordergrund mit dem Geschmack nach dunkler Schokolade, Vanille, Karamell und kondierten Früchten. Das Mundgefühl ist schwer und weich. Erst im Abgang kommt erstmals das Bitter in den Vordergrund und auch der Alkohol ist deutlich zu schmecken. Dabei wirkt das Bier aber ausgewogen und mild. Langsam kommt auch der Geschmack nach Expresso auf.

Der Rosinenbomber ist ein ungewöhnliches Bier, das aus der Masse der Imperial Stouts deutlich hervorsticht. Wenn es ein Bier gibt, das sich dem perfekten Bier annähert, dann habe ich es jetzt vor mir stehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstgerste, Hopfen (Herkules), Hefe, Rosinen

Alkoholgehalt:

12,0 % Vol.

Stammwürze:

27° Plato

Bittereinheiten:

80 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° – 14 ° Celsius

Brauerei:

BRLO GmbH
Schöneberger Str. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

in Zusammenarbeit mit

Lervig Aktiebryggeri
Vierveien 1
Hillevåg
4016 Stavanger
Norwegen
www.lervig.no

BRLO – Berliner Weisse

Lange hat die Berliner Weiße ein Schattendasein im Bierregal geführt. Es gab nur wenige Brauereien, die diesen Bierstil überhaupt anboten und was angeboten wurde, war eher traurig. Sauer wie Hölle und nur mit irgendwelchen Sirups zu trinken, die dem furchtbaren Geschmack noch einen künstlichen Touch verliehen.

Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei und etliche Craft Beer-Brauer bieten diesen Bierstil inzwischen an. Und plötzlich ist dieses Bier auch genießbar. Und zwar pur, ohne süße Zusätze. Und jetzt wird auch klar, was Napoleon meinte, als er die Berliner Weiße als „Champagne du Nord“ bezeichnete.

Jetzt steht die Weiße von BRLO vor mir und wartet auf ihre Verkostung.

Hell gelb und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die kleine Schaumkrone ist gemischtporig und löst sich sehr schnell auf.

Das Bier duftet nach Rhabarber, Limone und einem guten Weißweinessig.

Der Antrunk weist eine geringe Süße auf. Die Kohlensäure ist feinperlig, aber trotzdem kräftig. Auf der Zunge zeigt sich eine leichte fruchtige Säure nach Zitrone und grünen Äpfeln. Das Mundgefühl ist schlank. Im Abgang wird das Bier trocken, die fruchtige Säure erhält weitgehend die Oberhand, unterstützt nur durch ein sehr leichtes Bitter. Der Geschmack klingt nur kurz nach.

Auch wenn das Bier nicht so ganz meins ist, muss ich doch zugeben, dass es sich um ein schönes Sommerbier handelt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Stammwürze:

10 ° Plato

Bittereinheiten:

5 IBU

Brauerei:

BRLO GmbH
Schöneberger Straße 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Brewdog – Punk AF

Über die schottische Brauerei Brewdog habe ich bereits mehrfach geschrieben, beispielsweise hier. Da mir keine neuen Infos über die Brauerei vorliegen, komme ich direkt zum Bier Punk AF, das jetzt vor mir steht. AF steht für „alkoholfrei“, und das Bier ist ein IPA.

Golden und opalisierend präsentiert sic das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist eher klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Orangenschale, Honig, Vanille und Pfirsich, wobei die süßen Töne deutlich überwiegen.

Der Antrunk ist frisch und weist nur eine leichte Süße auf. Dafür ist die Karbonisierung kräftig. Auf der Zunge gesellt sich ein ordentliches Bitter zur Süße. Dazu spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Das Punk IPA gefällt mir recht gut, aber trotzdem ist das Mundgefühl nicht ganz vollmundig. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit einem mittellangen Nachklang aus.

Das Punk IPA gehört eindeutig zu den besseren alkoholfreien Bieren, auch wenn es, wie bei den meisten alkoholfreien Bieren im Mundgefühl noch Luft nach oben gibt. Aber eventuell ist für das Füllen dieser Lücke dann doch der Alkohol erforderlich.

Zutaten:

Wasser, Laktose, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Hafermalz, Weizenmalz, Milchsäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

BrewDog plc
Balmacassle Commercial Park
Ellon
AB41 8BX
Großbritannien
www.brewdog.com

für

BrewDog GmbH
Im Marienpark 23
12107 Berlin

Schoppe Bräu – No Juice

Kein Fruchtsaft, aber trotzdem alkoholfrei. Immer noch kein Fruchtsaft, aber trotzdem extrem fruchtig. Das verspricht die Berliner Brauerei Schoppe bei ihrem alkoholfreien Pale Ale. Mal sehen, ob sie diese Versprechen halten kann.

Rotgolden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist recht klein und fällt leider auch ziemlich schnell in sich zusammen.

Das Aroma zeigt, dass die Berliner sich viel Mühe bei der Zusammenstellung der Malze gegeben haben. Der Duft nach frischem Brot steigt mir in die Nase, aber er ist nur die Unterlage für die Düfte nach Grapefruit und Pfirsich, die durch den Duft nach Waldhonig und Kräutern abgerundet werden.

Der Antrunk zeigt eine leichte Süße. Dabei sorgt die feinperlige Kohlensäure für eine angenehme Frische. Auf der Zunge wird das Bier trockener und ein kräftiges Bitter unterstützt die Aromen, die sich auf der Zunge widerspiegeln. Das Mundgefühl ist voll und rund. Damit hebt sich das No Juice von vielen anderen alkoholfreien Bieren ab. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Hopfen (Mosaic, Citra, Simcoe), Ale-Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

7° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Schoppe Bräu GmbH
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
www.schoppebraeu.de