Stammtisch-Idee liefert das Siegerplakat für die 75. Kulmbacher Bierwoche
Stammtisch-Idee liefert das Siegerplakat für die 75. Kulmbacher Bierwoche
Das offizielle Plakat der 75. Kulmbacher Bierwoche hat einen ungewöhnlichen Ursprung. Die Idee für den Siegerentwurf entstand nicht in einer Werbeagentur, sondern bei einem Stammtisch im oberfränkischen Mainroth. Aus Gesprächen über das Traditionsfest entwickelte Rolf E. Huber schließlich das Motiv, das sich gegen rund 100 eingereichte Entwürfe durchsetzen konnte.
Huber lebt seit 2011 in Oberfranken und arbeitet als selbstständiger Managementberater. Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Mainroth und ist Mitglied des Stammtisches „Zur Hilde Marua“. Die rund 30 Mitglieder treffen sich regelmäßig an einem Holzpavillon im Ort, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.
Vom Stammtisch zum Wettbewerbsbeitrag
Im Frühjahr sprach die Runde über das bevorstehende 75. Jubiläum der Kulmbacher Bierwoche und sammelte Ideen für einen möglichen Wettbewerbsbeitrag. Schnell kristallisierten sich mehrere Motive heraus, die aus Sicht der Stammtischmitglieder das Fest prägen: die Plassenburg als Wahrzeichen, Kulmbacher Bier, die Atmosphäre der Bierwoche in der Innenstadt und der Bezug zum Jubiläumsjahr.
Auf Grundlage dieser Überlegungen entwarf Huber am Computer mehrere Varianten. Zwei Motive schafften es schließlich in die engere Auswahl und wurden für den Wettbewerb eingereicht. „Wir fanden die Motive in unserer Runde zwar richtig gut gelungen, hätten aber niemals zu träumen gewagt, dass wir den Wettbewerb gewinnen“, sagt Huber. Für ihn war es zugleich die erste Teilnahme an einem Kreativwettbewerb.
Eigenständiger Entwurf mit digitalen Hilfsmitteln
Beruflich ist Huber nicht im Grafikdesign tätig. Gestalterische Erfahrung sammelte er in seiner Freizeit, unter anderem bei der Erstellung von Plakaten für die Freiwillige Feuerwehr Mainroth und das örtliche Sommernachtsfest. Für den Wettbewerbsbeitrag kombinierte er eigene Illustrationen mit KI-gestützten Werkzeugen. Daraus entstand ein eigenständiger Entwurf, der die Jury überzeugte.
Nach Angaben der Kulmbacher Brauerei wurden rund 100 Motive eingereicht. Jurymitglied Birgit Reichardt hob die große Bandbreite der Vorschläge hervor: „Die eingereichten Entwürfe zeigen eine beeindruckende gestalterische Vielfalt – von klaren, reduzierten Ideen bis hin zu detailreichen Bildwelten. Genau diese Bandbreite macht den Wettbewerb jedes Jahr so spannend.“ Den Ausschlag für den Siegerentwurf gaben laut Jury insbesondere der Bezug zur Kulmbacher Bierwoche sowie die stimmige Einbindung des Jubiläums.
Preisgeld kommt auch dem Stammtisch zugute
Über den Wettbewerbserfolg freute sich Huber vor allem deshalb, weil viele Ideen gemeinsam mit seinen Stammtischfreunden entstanden waren. „Ich freue mich riesig, dass die Jury mein Motiv für das Jubiläumsplakat ausgewählt hat. Besonders schön ist, dass viele Ideen dafür an unserem Stammtisch entstanden sind“, erklärt er.
Einen Teil der Siegprämie in Höhe von 1.500 Euro stellt Huber deshalb seinem Stammtisch in Form von Biermarken für die Kulmbacher Bierwoche zur Verfügung. Der gemeinsame Frühschoppen am zweiten Sonntag der Bierwoche gehört seit Jahren zum festen Jahresprogramm der Runde.
Den verbleibenden Betrag investiert er in einen DIN-A3-Farbdrucker, mit dem künftig Plakate für die Freiwillige Feuerwehr und weitere ehrenamtliche Projekte erstellt werden sollen.
Gemeinschaft als Grundlage der Idee
Die Geschichte hinter dem Siegerplakat zeigt, dass der erfolgreiche Entwurf nicht das Werk einer einzelnen spontanen Idee war. Vielmehr entstand er aus dem Austausch einer Gruppe, die sich regelmäßig trifft und sich mit ihrer Region verbunden fühlt. Dass aus diesen Gesprächen schließlich das offizielle Motiv für die 75. Kulmbacher Bierwoche hervorging, dürfte für die Beteiligten selbst die größte Überraschung gewesen sein.
