Hacker Pschorr mit neuem Zelt auf dem Oktoberfest

Das Oktoberfest feiert nach drei Jahren Pause ein Comeback und das mit einer Premiere: Die Pschorr Bräurosl, eines der traditionsreichsten Festzelte auf dem größten Volksfest der Welt, wird im neuen Glanz erstrahlen. Seit 121 Jahren ist die Pschorr Bräurosl eine echte Institution auf der Wiesn und dort nicht mehr wegzudenken. Jetzt wird das Zelt komplett neu aufgebaut und erscheint in der Außenansicht moderner und frischer, aber erinnert gleichzeitig an das historische Vorbild um 1901. Mit einer Firsthöhe von 15m ist es dabei das höchste aller Festzelte, zudem wird es eine überdachte Außenloggia mit 560 Plätzen geben. Die bisher unterirdisch verlaufende Bierringleitung wird nun ins Zelt gelegt und versorgt dort gut versteckt die einzelnen Schänken.

Auch der Innenbereich wurde neu konzipiert, damit es der Gast so komfortabel wie möglich hat. Die Farben wurden nach dem historischen Vorbild ausgesucht, grün war schon Anfang des 20. Jahrhunderts die dominierende Farbe in der Bräurosl und ist es auch heute wieder. „Die Bräurosl lebt von ihrer einzigartigen Atmosphäre und ihrer langen Geschichte. Beides wollten wir beim Neubau unbedingt erhalten und das ist uns mit dem neuen Zelt gelungen. Ob Stammgäste oder Gäste aus aller Welt, jeder wird sich hier definitiv wohlfühlen“, so Hacker-Pschorr Geschäftsführer Andreas Steinfatt.

Auch der Wirt ist neu: Peter Reichert tritt die Nachfolge von Familie Heide an, die sich im Sommer 2020 nach 83 Jahren von der Wiesn zurückgezogen hatten. „Ich habe ja schon Erfahrung auf der Oidn Wiesn mit der Schönheitskönigin gemacht, aber die Bräurosl mit seiner langen Tradition ist schon was ganz Besonderes. Ich freu mich richtig drauf“, so Reichert.

Schon 2020 hätte das neue Zelt Premiere auf der Wiesn feiern sollen, doch die Corona-Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung. „Wir können es kaum erwarten, die neue Bräurosl endlich live und in voller Pracht zu sehen“, sagt Steinfatt.

Hier noch einige Zahlen und Fakten:

Die Zelthalle ist 80 m lang und 57,5 m breit. Die Höhe beträgt satte 15,00 m (Firsthöhe ohne Firstwerbung). Die Grundfläche der Halle beträgt 4.460 m² (Begrenzung: Zeltaußenwände ohne Garten und Anlieferhof) und bietet im Zelt 4.614 Personen Platz. Im Obergeschoss befinden sich 1.876 Sitzplätze, in der Loggia 560 Plätze. Zusätzlich bietet der Garten noch Platz für 1.200 Personen. Insgesamt können 8.250 Gäste gleichzeitig bewirtet werden.

Die Bräurosl Geschichte im Überblick

  • 1901: Die Bräurosl ist zum ersten Mal auf dem Oktoberfest vertreten und ist gleich das erste mit elektrischer Beleuchtung
  • 1913: Die Bräurosl wird neu aufgebaut und ist mit über 12.000 Plätzen das größte Zelt, das es je auf der Wiesn gab – bis heute. Es wird danach nie wieder aufgebaut, die Konstruktion verbrennt während des 1. Weltkriegs.
  • 1922 Ein Jahr zuvor noch als Leinwandzelt auf der ersten Wiesn nach dem 1. Weltkrieg, jetzt steht solider Holzbau mit Doppeldach
  • 1932 Umgestaltung der Bräurosl mit Bauernhausfassade und zwei Leuchttürmen
  • 1936 Georg Heide übernimmt die Bräurosl und begründet die Heide-Dynastie auf der Wiesn
  • 1951: 50 Jahre Bräurosl und Rückkehr auf die Wiesn nach dem 2. Weltkrieg
  • 1954: Umgestaltung der Fassade zum Bundwerkstil, die bis 2019 den Charakter des Festzelts bestimmt.
  • 1974: erneuter Umbau der Fassade
  • 2001: 100 Jahre Bräurosl auf der Wiesn
  • 2004: Erneuerung des Festzeltes
  • 2011: Die Bräurosl bekommt eine Bierringleitung unter dem Zelt
  • 2019: Letzte Wiesn der Bräurosl, sie wird danach neu konzipiert
  • 2020: Rückzug der Familie Heide, Peter Reichert wird neuer Wirt der Bräurosl

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