Schlagwort-Archiv: saisonales Bier

Luvanium – Wintertijd Old Genever Infused

In Deutschland sind sie relativ selten – die Weihnachts- oder Winterbiere. Es gibt traditionell einige Bockbiere und speziell in der Craft Beer-Szene kommt langsam auch hierzulande das Bewusstsein für jahreszeitlich wechselnde Bierstile hervor. Anders ist es in Belgien, wo es eigentlich für jede Jahreszeit und jede Gelegenheit eine große Auswahl an Bieren gibt. Besonders in den Wintermonaten waren dort traditionell die dunklen und starken Biere beliebt, aber in letzter Zeit kommen auch häufig hellere Biere für den Winter auf den Markt. Ein solches Bier steht jetzt vor mir. Und seien wir doch mal ehrlich – sich die Winterzeit mit altem Genever zu verschönen hat doch was. Oder?

Bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feinporige Schaumkrone mit leichtem Gelbstich, die lange erhalten bleibt.

In der Nase mischt scih der Duft nach Karamell und Biskuitteig mit einer leichten Fruchtigkeit, die an Bananen erinnert, mit der Würzigkeit von Wacholder. Das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Wie ich es erwartet habe, ist der Antrunk süß und schwer. Dazu ist er mild und lässt bereits eine tolle Komplexität des Bieres erahnen. Aber bevor ich mich darauf konzentrieren kann, erfreut mich das wunderbar weiche Mundgefühl dieses Bieres. Dabei kommt zur Süße ein sehr zurückhaltendes Bitter, begleitet durch die Fruchtigkeit nach Banane und auch der alte Genever bringt seine Würzigkeit ein. Das Gesamtbild dieses Bieres ist sehr edel, so dass ich meine, dass dieses Bier immer dann getrunken werden kann, wenn normalerweise ein guter Rotwein auf dem Tisch stehen würde. Der Abgang ist würzig und bitter, wobei die Bittere relativ schnell nachlässt, während der würzige Geschmack noch lange nachklingt.

Zu diesem Bier passt auf jeden Fall ein gutes Wildgericht.

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwhuys de Vaart
Pontstraat 24
1981 Hofstade
Belgien

Quintine de Noël

Quintine war eine Hexe in Ellezelles. Sie wurde 1610 zusammen mit 4 weiteren Gefährten lebendig verbrannt. Diese Geschichte und die des Hexensabbats gehören zum Volksglauben des hübschen Städtchens Ellezelles in Belgien.

Kupferfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und erzeugt dabei eine durchschnittlich große feste und elfenbeinfarbene Schaumkkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es wirklich nichts zu ritisieren.

In der Nase dominieren die Röstaromen des Biers. Es duftet nach dunkler Schokolade und auch dunklen Früchten. Außerdem erklärt mir bereits die Nase, dass dieses Weihnachtsbier recht süß sein wird.

Und wirklich – der Antrunk ist süß, dafür aber auch mit einer sehr feinperligen sanften Kohlensäure. Schnell gesellt sich auf der Zunge ein passendes Bitter dazu, gemeinsam mit einem Hauch fruchtiger Säure, die an Trockenpflaumen erinnert. Dazu kommen der Geschmack nach dunkler Schokolade sowie einige Käruternoten. Der Alkohol passt sich gut in das Geschmacksprofil ein. Damit ist das Mundgefühl weich und rund. Den Abgang dominiert ein mildes und angenehmes Bitter, das sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,8 % Vol.

Brauerei:

Brasserie des L´gendes
Rue du castel 19
7801 Ath
Belgien
www.brasseriedeslegendes.be

Boelens – Santa Bee

Jetzt steht das erste Weihnachtsbier des Jahres 2021 vor mir, das Santa Bee aus der Brouwerij Boelens im flandrischen Belsele. Die kleine Brauerei liefert normalerweise nicht nach Deutschland, so dass dieses Bier eine echte Rarität ist.

In einem trüben Braunton fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine gemischtporige Schaumkrone, die sich schnell auflöst.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Kaffee und Lebkuchengewürzen. Aus dem Hintergrund kommt auch die 8,5 Volumenprozent Alkohol zum Vorschein; sie halten sich aber im Hintergrund.

Der Antrunk ist mäßig süß, was zusammen mit der feinperligen Kohlensäure ein angenehm wohliges Gefühl hervorruft. Auf der Zunge stehen die Gewürze im Vordergrund und erinnern mich zusammen mit dem Geschmack gerösteten Malzes an Weihnachtsschokolade. Dazu kommt eine leichte fruchtige Säure, die entfernt an Kirschen erinnert. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang streiten konkurrieren das Bitter und die Gewürze um die vorherrschende Stellung. Während das Bitter relativ schnell verschwindet, klingen die Gewürze noch lange nach.

Ein Bier, das wirklich in die kälte Jahreszeit passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gewürze

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brouwerij Boelens Bvba
Kerkstraat 7
9111 Belsele
www.brouwerijboelens.be

Brasserie Grain d’Orge – Grelotte

Jetzt haben wir zwar erst Anfang März, aber trotzdem steht vor mir das erste Bier für den Winter. Das Grelotte ist ein unfiltriertes und obergäriges Bier mit 9,0 Volumenprozent Alkohol aus Hombourg, in der belgischen Provinz Lüttich gelegen. Die Verwendung von vier unterschiedlichen Malzsorten weckt in mir die Hoffnung auf ein rundes und komplexes Aroma. Außerdem soll mich das Bier darüber hinwegtrösten, dass der Sommer nun für dieses Jahr endgültig vorbei ist.

Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone hat die Farbe von Elfenbein und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, dazu fruchtig-süß nach Trockenfrüchten wie Feigen und Birnen. Damit ist das Bier hervorragend geeignet, mich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und die Kohlensäure ist zwar feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Fruchtigkeit entwickelt sich, so dass sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Bitterstoffe kann ich kaum feststellen. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Dabei ist der Alkohol gut eingearbeitet, so dass er nicht hervorschmeckt. Auch der Abgang ist durch die süße Fruchtigkeit geprägt, begleitet durch ein minimales Bitter, das aber überraschend lange nachklingt.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

54 EBC

Brauerei:

Brasserie Grain d’Orge
Rue Laschet 3
4852 Hombourg
Belgien
www.grain-dorge.com

Dunekeun – Winter

Die Kustbrouwerij in Leffinge (Middelkerke)begann als Hausbrauerei. Nach vielen erfolgreichen Experimenten haben die Inhaber beschlossen, den nächsten Schritt zu wagen. Seit Juni 2014 ist ihr erstes Bier „Dunekeun“ auch im Rest der Welt erhältlich. Derzeit arbeiten sie als Gypsy-Brauer auf den Anlagen von Deca Services in Woesten.

Das Sortiment der Kustbrouwerij besteht derzeit aus 4 Bieren: Dunekeun Goudblond, Dunekeun Bruin, Dunekeun Tripel und Dunekeun Winter. Außerdem wird eine Reihe von exklusiven Bieren gebraut, die unter dem Markennamen Sirius erscheinen. Aber jetzt will ich mich mit dem Dunekeun Winter beschäftigen. Zu diesem Bier schreibt die Brauerei, dass es sechs Monate in Holzfässern unter Zugabe von Wacholder gereift wurde. Da bin ich wirklich gespannt.

Dunkelbraun und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die feinperlige und elfenbeinfarbige Schaumkrone ist recht groß, fällt aber bis auf einen Rest schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet süß nach Karamell und Rübensirup, aber auch nach dem für die Reifung verwendeten Holz und nach Gewürzen. Ja, so stelle ich mir ein Winterbier vor.

Der Antrunk ist malzig-süß, wirkt aber durch die reichlich vorhandene Kohlensäure frisch. Auf der Zunge vertragen sich die würzigen und salzigen Noten gut mit der Würze, lediglich etwas Bitter fehlt. Der Alkohol wärmt und sorgt für ein schweres und weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener. Bitter ist immer noch kaum zu schmecken, dafür kommt die Würzigkeit in den Vordergrund und sorgt für einen langen Nachklang.

Zu diesem Bier fehlt mir nur noch etwas Weihnachtsgebäck, zum Beispiel ein Elisenlebkuchen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Kräuter

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Bittereinheiten:

34 IBU

Farbe:

61 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8-14°C

Brauerei:

De Kustbrouwerij Middelkerke
Kuipersstraat 9
8432 Middelkerke (Leffinge)
Belgien
info@kustbrouwerij.be

Maisel & Friends – Bourbon Bock 2020

Dass von der Brauerei Maisel & Friends im fränkischen Bayreuth richtig gute Biere kommen ist ja bekannt. Aber einmal im Jahr setzen die Franken noch einen drauf und veröffentlichen ihren Bourbon Bock. Dieses Bier hatte mehrere Monate Zeit, in verschiedenen Bourbon-Fässern zu reifen. Auch wenn das Jahr 2020 bereits einige Zeit vorüber ist, steht doch jetzt erst dieser Jahrgangsbock vor mir.

Bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist größtenteils feinporig und bleibt relativ lange erhalten.

Das Aroma ist sehr komplex. Ich rieche Süße, Mandeln, Trockenfrüchte, Kokos und Vanille. Der Duft des Whiskys bündelt diese Düfte zu einem bunten Strauß, der richtig Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk ist weniger süß aus ich es erwartet habe. Im Gegenteil ist er erstaunlich frisch mit einer angenehm feinporigen Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Die Frische bleibt präsent und nur wenig Bitter gesellt sich zu den Aromen. Dabei ist das Mundgefühl weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter kommt etwas mehr in den Vordergrund. Dabei bleibt der Geschmack freundlich und mild und er sorgt trotzdem für einen langen Nachklang.

Zutaten    :

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,7 % Vol.

Stammwürze:

17,2° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Gold Ochsen – Kristallweizen Doppelbock

Inzwischen ist es das achte Jahr, dass die Brauerei Gold Ochsen in Ulm ein Jahrgangsbier auf den Markt bringt. Von diesen Bieren werden in jedem Jahr genau 1597 Flaschen per Hand abgefüllt. Weshalb so eine krumme Anzahl? Ganz einfach: 1597 ist das Gründungsjahr der Gold Ochsen-Brauerei. Einige dieser Biere habe ich kennenlernen dürfen und ich war von allen Jahrgangsbieren, die in jedem Jahr wechseln, wirklich begeistert. Nun steht das Jahrgangsbier 2020 vor mir, in diesem Jahr ist es ein Weizen-Doppelbock.

Leuchtend gelb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Intensität aus. Neben dem für ein Weizenbier typischen Bananenaroma steigen mir noch Düfte nach Maracuja, Litschi, Pfirsich und roten Beeren aus. Abgerundet wird das Aroma durch einige blumige Noten. Auch den Alkohol kann ich bereits in der Nase feststellen, da er dem Duft des Bieres einen likörartigen Eindruck verleiht. Dabei ist er aber so gut eingearbeitet, dass er das Aromenspiel perfektioniert.

Der Antrunk ist weniger süß als erwartet und die Kohlensäure ist angenehm dosiert. Auf der Zunge zeigt sich der Kristallweizen Doppelbock malzbetont und die blumigen Noten kommen stärker in den Vordergrund und buhlen mit dem Bananenaroma um die Gunst des Konsumenten. Das Mundgefühl ist sehr weich und voll. Der Abgang ist mild und fruchtig. Obwohl die Bitterstoffe nur dezent zu schmecken sind, klingen sie recht lange nach.

Dieses Bier ist ein perfekter Aperitif, dem gut Fischgerichte oder ein Hühnerfrikassee folgen können.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Citra)

Alkoholgehalt:

7,8 % Vol.

Brauerei:

Gold Ochsen
Hafenbad 8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

Veldensteiner – Frühjahrs Märzen

Niedersachsen ist für seine Maiböcke bekannt, aus Franken kommt ein Frühjahrs Märzen. Und dafür gibt es auch einen Grund, den Wikipedia so erklärt: „In der bayerischen Brauordnung von 1539 und per Dekret durch Albrecht V. von 1553 wurde festgelegt, dass nur zwischen Michaeli (29. September) und Georgi (23. April) gebraut werden durfte. In den fünf Monaten danach war das Bierbrauen verboten. Grund war die in den Sommermonaten erhöhte Brandgefahr beim Biersieden. Hinzu kam, dass die Herstellung des in Bayern beliebten untergärigen Biers Temperaturen von unter zehn Grad erfordert.

Um bis zur nächsten Brausaison nicht ohne Bier zu sein, braute man im März ein besonderes, haltbares Bier. Dies erreichte man durch Erhöhung des Gehalts an Stammwürze und Alkohol und durch stärkere Hopfung. Es wurde in tiefen Felsenkellern gelagert. Wenn möglich, wurden diese mit Natureis bestückt. Diese Eisblöcke wurden meist aus nahe gelegenen Flüssen oder dem brauereieigenen Teich entnommen. Um den Keller und seinen Zugang vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen, pflanzte man die Rosskastanie darüber, die dank ihrer großen Blätter reichlich Schatten spendete, mit ihren flachen Wurzeln jedoch keine Gefahr für die Kellerdecke darstellte. Eher beiläufig entwickelte sich so aus dem jeweiligen Brauereiausschank mit der Zeit der heute typische bayerische Biergarten bzw. der fränkische Bierkeller, zu dessen vertrauter Optik noch heute schattige Kastanienbäume gehören.“ Dann will ich jetzt mal hoffen, dass mir das Bier gefällt, ich öffne die Flasche und schenke mir ein.

Bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas, darüber eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone, die durchschnittlich schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont mit Düften nach Karamell und Brotkrume, dazu ein Hauch Fruchtigkeit, die an reife Äpfel erinnert. So soll ein Märzen sein.

Der Antrunk ist recht süß und erinnert mich sofort an Karamell. Dazu kommt eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge entwickelt sich ein angenehmes Bitter, die sich mit einer leichten Fruchtigkeit paart. Der Alkohol schmeckt leicht durch. Das Mundgefühl ist rund und leicht. Im Abgang wird das Märzen etwas trockener, auch das Bitter wird etwas schwächer und klingt durchschnittlich lange nach.

Das Veldensteiner Frühjahrs Märzen ist angenehm zu trinken, ganz ohne Ecken und Kanten, aber auch ohne Überraschungen.

Zutaten:

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % vol.

Stammwürze:

13,2° Plato

Brauerei:

Kaiser Bräu GmbH & Co. KG
Oberer Markt 1
91284 Neuhaus
www.veldensteiner.de

Bitburger Maibock

In diesem Jahr habe ich erstmals ein Maibock von Bitburger im Handel gesehen und selbstverständlich musste ich sofort eine Probe mitnehmen. Ich mag einfach die stärker eingebrauten Bockbiere sowohl im Frühjahr als auch zu Weihnachten und im Winter. Nun will ich die Flasche aber auch sofort öffnen und das Bier verkosten.

Ungewöhnlich hell strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt recht lange erhalten.

Das Aroma des Bitburger Maibocks ist würzig und hopfenbetont. Dabei ist das Hopfenaroma aber nicht so stark, dass das Malz in den Hintergrund gedrängt wird. An der Zusammensetzung der Hopfensorten könnte Brauer Stefan Meyna aber noch etwas feilen, so dass die Fruchtigkeit der verwendeten Aromahopfen besser zum Tragen kommt. Hier ist es bestenfalls zu erahnen.

Der Antrunk offenbart eine angenehme Malzsüße mit der passenden Carbonisierung. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und ein passendes Bitter gesellt sich dazu. Auch hier würde ich mir etwas mehr Fruchtigkeit wünschen. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im Abgang wird das Bitter kräftiger, für ein Bockbier sogar ungewöhnlich kräftig, was mir durchaus entgegenkommt, genau wie der lange Nachklang.

Der Bitburger Maibock ist ein ungewöhnliches Bockbier, das aber sehr süffig ist. Dazu ein kräftiger Käse und der Abend ist gerettet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Ariana, Bitburger Siegelhopfen, Hallertauer), Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Stammwürze:

16,2° Plato

Bittereinheiten:

23 IBU

Brauerei:

Bitburger Braugruppe GmbH
Römermauer 3
54634 Bitburg
www.bitburger.de

Hirsch-Bräu – Winter-Festbier

Aus dem Oberallgäu kommt das Winter-Festbier, das jetzt vor mir steht. Auch wenn der Winter bereits Geschichte ist, kann eventuell ja dieses Märzen mit seinen 5,6 Volumenprozent Alkohol die dunkle Zeit von Corona etwas aufhellen.

Intensiv bernsteinfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier also schon mal was her.

Das Bier duftet nach frischem Brot und Karamell. Dazu kommen würzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß und durch die reichlich dosierte Kohlensäure frisch. Diese Frische steht im Kontrast zu der Schwere des Bieres auf der Zunge, wenn ein zur Süße passendes Bitter dazukommt. Im Abgang wird das Bitter kräftiger, aber der Geschmack klingt nur kurz nach.

Insgesamt lässt sich das Bier gut trinken und es ist gefällig, es schafft es aber nicht, mich wirklich zu begeistern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

Höss Brau- und Vertriebs GmbH & Co. KG
Gewerbepark 35
D-87477 Sulzberg
www.hoess-bier.com