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Brouwerij Ruimtegist – Obsquur Quadrupel

Das Obquur, das jetzt vor mir steht, ist ein Quadrupel aus Kortrijk, einer Stadt, die es bereits im Altertum gab. Dass in Kortrijk gebraut wird lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Seit dem Mittelalter gab es auch die bekannteste Brauerei Tack auf der Buda-Insel, die aber im Jahr 1962 ihre Pforten schloss, so dass in Kortrijk nicht mehr gebraut wurde, bis 58 Jahr später Arn und Egbert wieder eine neue Brauerei eröffneten. Finanziert wurde die Brauerei über ein Crowdfunding und derzeit planen die beiden eine neue Crowdfunding-Aktion, die dazu dienen soll, die Brauerei zu vergrößern.

Bevor ich die Flasche öffne, sehe ich mir erst einmal die Etiketten an. Ich muss sagen, dass ich vermutlich noch nie ein Bier vor mir hatte, das so wenige Informationen über sich preisgibt. Ich erfahre den Namen des Bieres, Namen und Adresse der Brauerei, den Bierstil, den Alkoholgehalt, die Allergene sowie die Menge des Inhalts der Flasche. Sonst nichts. Keine Zutatenliste – nichts. Das finde ich schon erstaunlich. Aber gut, jetzt will ich mit der Verkostung beginnen.

In sehr dunklem rubinrot fließt das Bier ins Glas, es ist fast schwarz. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, nach Karamell und Kaffee. Abgerundet wird das Aroma durch einige fruchtige Noten, insbesondere nach roten Äpfeln und Rosinen.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß, was aber gut zur reichlich vorhandenen Kohlensäure passt, die durch die Nachgärung in der Flasche entstanden ist. Auf der Zunge spiegeln sich die Röstaromen wider. Ich schmecke Schokolade und Espresso. Die neun Volumenprozent Alkohol wärmen. Dabei ist das Mundgefühl weich und voll. Erst im Abgang kommen deutliche Bitterstoffe zum Vorschein, der Geschmack nach Schokolade wird kräftiger und er klingt lange nach.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Rumtegist
Budastraat 12
Bus 1B
8500 Kortrijk
Belgien
www.ruimtegist.be

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