Hopfenreiter Day 2026: Maisel & Friends feiert am 4. September den Release des neuen Double IPA
Am 4. September 2026 bekommt einer der bekanntesten Freundschaftssude der deutschen Craft-Beer-Szene erstmals seinen eigenen Aktionstag. Maisel & Friends feiert die Veröffentlichung des Hopfenreiter #11 mit dem ersten Hopfenreiter-Day. Dabei beschränkt sich die Premiere keineswegs auf Bayreuth: Zahlreiche Bars und Gastronomiebetriebe in Deutschland und den Niederlanden schenken das neue Double IPA zeitgleich aus. Wer lieber zu Hause verkostet, kann das Bier seit dem 21. August vorbestellen.
Damit baut Maisel & Friends die Veröffentlichung seines jährlichen Collaboration-Bieres deutlich aus. Was vor zehn Jahren als gemeinsames Brauprojekt mit befreundeten Brauereien begann, entwickelt sich zunehmend zu einem überregional inszenierten Bier-Release.
Ein Freundschaftssud mit wechselnden Hopfensorten
Die Geschichte des Hopfenreiters begann 2016. Das Prinzip des Bieres ist ebenso einfach wie reizvoll: Maisel & Friends lädt jedes Jahr fünf befreundete Brauereien ein. Jede bringt eine selbst ausgewählte Hopfensorte mit, Maisel & Friends steuert eine sechste bei. Gemeinsam entsteht daraus eine neue Ausgabe des Hopfenreiters.
Die Grundidee des Bieres bleibt bestehen, die wechselnden Hopfensorten sorgen jedoch dafür, dass sich das Aromaprofil von Jahr zu Jahr verändert. Der Hopfenreiter ist damit nicht nur ein Double IPA, sondern zugleich eine Art Momentaufnahme der internationalen Craft-Beer-Szene.
Dass dabei die Freundschaft zwischen den Brauern mehr als ein Marketingbegriff sein soll, betont auch Michael Werner von Maisel & Friends. Für ihn gehe es bei dem Projekt darum, interessante Brauereien zusammenzubringen, Ideen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam etwas zu schaffen, das keiner der Beteiligten allein herstellen würde.
Inzwischen kann das Projekt auf eine beachtliche Geschichte zurückblicken. Zum zehnjährigen Jubiläum 2025 zog Maisel & Friends Bilanz: In den ersten zehn Ausgaben hatten sich 50 Brauereien aus 16 Ländern auf zwei Kontinenten am Hopfenreiter beteiligt.
Fünf internationale Brauereien zu Gast in Bayreuth
Für Hopfenreiter #11 hat Maisel & Friends erneut fünf europäische Brauereien nach Bayreuth eingeladen. Mit dabei sind Frontaal Brewing Company aus den Niederlanden, Dry & Bitter Brewing Company aus Dänemark, Fauve Craft Bière aus Frankreich, Birrificio Italiano aus Italien und Browar Nepomucen aus Polen.
Damit treffen durchaus unterschiedliche Brauphilosophien aufeinander. Genau das gehört zum Konzept: Der Hopfenreiter soll nicht die Handschrift einer einzelnen Brauerei tragen, sondern aus dem Zusammenspiel aller Beteiligten entstehen.
Und selbstverständlich hat jeder der sechs Partner wieder einen eigenen Hopfen mitgebracht.
Nach den derzeit verfügbaren Produktinformationen (Stand 21. August 2026) steuert Frontaal den Hopfen Elani bei, Fauve setzt auf Sabro und Dry & Bitter auf Nectaron. Birrificio Italiano bringt Styrian Dragon mit, Browar Nepomucen die polnische Sorte Książęcy und Maisel & Friends ergänzt die Mischung mit Topaz.
Gerade diese Zusammenstellung macht die elfte Ausgabe interessant. Neben inzwischen recht bekannten Aromahopfen wie Sabro und Nectaron finden sich Sorten, die deutschen Biertrinkern wesentlich seltener begegnen.
Sechs Hopfen für einen Hopfenreiter
Elani ist eine vergleichsweise junge amerikanische Aromasorte, bei der vor allem intensive Frucht- und Zitrusnoten im Vordergrund stehen. Sabro wiederum ist für sein ausgesprochen eigenständiges Aromaprofil bekannt und kann neben Zitrus und tropischen Früchten charakteristische Eindrücke hervorrufen, die an Kokos erinnern.
Der neuseeländische Nectaron gehört zu den besonders fruchtbetonten modernen Hopfensorten und wird häufig mit Noten in Verbindung gebracht, die an tropische Früchte, Zitrus und Steinobst erinnern.
Mit Styrian Dragon kommt eine slowenische Sorte hinzu, die ebenfalls auf Fruchtigkeit ausgerichtet ist. Książęcy bringt schließlich einen in internationalen Craft-Bieren eher selten anzutreffenden polnischen Hopfen ins Spiel.
Topaz aus Australien komplettiert das Sextett. Die Sorte kann sowohl harzig-würzige als auch fruchtige Akzente beisteuern und dürfte damit einen interessanten Gegenpol zu den ausgesprochen fruchtbetonten Sorten bilden.
Wie sich diese sechs Hopfen im fertigen Bier tatsächlich präsentieren, wird sich spätestens am 4. September zeigen.
Double IPA mit 8,5 Prozent Alkohol
Auch bei den technischen Daten ist bislang noch etwas Vorsicht angebracht. Nach dem derzeitigen Informationsstand vom 21. August wird Hopfenreiter #11 als Double beziehungsweise Imperial IPA mit 8,5 Prozent Alkohol und 70 Bittereinheiten geführt. Diese Angaben sind bereits in öffentlichen Bierdatenbanken zu finden, wurden auf der offiziellen Hopfenreiter-Day-Seite von Maisel & Friends bislang jedoch nicht abschließend als Produktdaten veröffentlicht.
Sollten sich diese Werte bestätigen, bleibt Maisel & Friends der bisherigen Ausrichtung des Hopfenreiters treu: ein kräftiges, hopfenbetontes Bier, bei dem die wechselnden Aromasorten die Hauptrolle übernehmen.
Erster Hopfenreiter-Day am 4. September
Neu ist in diesem Jahr vor allem die Art der Veröffentlichung. Statt das Bier lediglich auf den Markt zu bringen, macht Maisel & Friends daraus erstmals einen gemeinsamen Aktionstag.
Am Freitag, 4. September, soll Hopfenreiter #11 gleichzeitig in zahlreichen Gastronomiebetrieben ausgeschenkt werden. Maisel & Friends listet derzeit 20 teilnehmende Adressen beziehungsweise Veranstaltungen in Deutschland sowie zwei in den Niederlanden auf.
Zu den deutschen Teilnehmern gehören unter anderem Beyond Beer, Galopper und Überquell in Hamburg, Doldenmädel in Leipzig, Finkenkrug in Duisburg, Wingman in Aachen, Craftprotz in Trier, HOP IN in Kaiserslautern und das Liebesbier am Stammsitz von Maisel & Friends in Bayreuth.
Auch das Holy Craftival in Neuss beteiligt sich am Hopfenreiter-Day. In den Niederlanden sind Mikkeller at MoreBeer in Amsterdam und Taplokaal Gist in Utrecht dabei.
Die aktuelle Liste der teilnehmenden Betriebe veröffentlicht Maisel & Friends auf seiner Website.
Der Hopfenreiter kommt gleichzeitig in die Bars
Das Konzept erinnert damit ein wenig an einen dezentralen Bieranstich. Statt alle Interessierten an einen einzigen Veranstaltungsort zu holen, wird das Bier gleichzeitig an verschiedenen Orten präsentiert.
Für Maisel & Friends ist das auch wirtschaftlich ein bemerkenswerter Schritt. Nach Angaben von Michael Werner war Hopfenreiter #11 auf Brauereiseite bereits rund einen Monat vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin ausverkauft. Gleichzeitig begleitet erstmals eine bundesweite Display-Aktion im deutschen Handel den Marktstart.
Der Hopfenreiter-Day ist damit Teil einer deutlich größeren Kampagne rund um die elfte Ausgabe. Aus dem einstigen Collaboration-Sud für eingefleischte Craft-Beer-Fans ist mittlerweile ein Bier geworden, dessen Veröffentlichung gezielt über Gastronomie, Handel und soziale Medien inszeniert wird.
Seit 21. August kann der Hopfenreiter vorbestellt werden
Auch wer am 4. September keine der teilnehmenden Gastronomien besuchen kann, soll beim gemeinsamen Anstoßen dabei sein können. Seit dem 21. August lässt sich Hopfenreiter #11 im Onlineshop von Maisel & Friends vorbestellen. Wer spätestens am 27. August bestellt, soll das Bier nach Angaben der Brauerei rechtzeitig zum Hopfenreiter-Day erhalten.
Zusätzlich verbindet Maisel & Friends den Release mit einer Aktion auf Instagram. Wer am 4. September eine Story vom Anstoßen veröffentlicht und Maisel & Friends darin markiert, nimmt an der Verlosung von fünf Bierpaketen teil.
Vom Freundschaftssud zum eigenen Aktionstag
Der erste Hopfenreiter-Day zeigt, welchen Stellenwert das Bier inzwischen für Maisel & Friends erreicht hat. Die Grundidee hat sich dabei kaum verändert: Sechs Brauereien, sechs Hopfensorten und ein gemeinsamer Sud.
Verändert hat sich dagegen die Bühne. Nach zehn Ausgaben und Beteiligungen von Brauereien aus zahlreichen Ländern bekommt der Hopfenreiter erstmals einen eigenen Veröffentlichungstag – mit gleichzeitigem Ausschank in Bars, einer Handelsaktion und einer begleitenden Social-Media-Kampagne.
Damit dürfte der 4. September auch ein Test dafür sein, ob sich der Hopfenreiter-Day dauerhaft im Veranstaltungskalender von Maisel & Friends etablieren kann. Michael Werner blickt jedenfalls bereits auf die nächste Ausgabe und deutet an, dass das Projekt 2027 noch größer werden könnte.
Zunächst aber steht Hopfenreiter #11 vor der Tür. Und bei sechs Hopfensorten aus sechs Ländern dürfte vor allem eine Frage spannend werden: Wie viel von jedem einzelnen „Friend“ findet sich am Ende tatsächlich im Glas?
Zum Abschluss: Informationen zu den teilnehmenden Bars und Restaurants finden Sie hier.