Jetzt habe ich bereits länger kein Bier mehr von der westfriesischen Insel Texel getestet. Es wird also mal wieder Zeit. Vor mir steht das Dubbel aus der Texelse Bierbrouwerij. Dubbels sind eher dunkle Starkbiere mit einem Alkoholgehalt von meist sechs bis acht Volumenprozent. Ursprünglich stammt der Bierstil Dubbel aus der Brautradition der Trappistenklöster, aber beretis seit den Tagen des zweiten Weltkriegs werden diese Biere nachgebraut.
Kupferfarben läuft das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone hat die Farbe von Elfenbein und bleibt lange erhalten.
Das Aroma wird durch die Röststoffe des Malzes dominiert. Düfte nach Schokolade und dunklen Trockenfrüchten wie Rosinen und Pflaumen steigen mir in die Nase. So weit gefällt mir das Aroma, aber leider steigt mir auch der Alkohol deutlich erkennbar in die Nase.
Der Antrunk ist recht süß, so dass ich denke, dass dieses Dubbel als Dessertbier geeignet ist. Zu diesem Eindruck trägt auch die feinperlige Kohlensäure bei. Auf der Zunge kommt noch der Geschmack nach Schokolade zur Süße, gemeinsam mit Karamell- und Nussnoten. Das Mundgefühl ist weich und der Alkohol wärmt. Im Abgang ist das Texels Dubbel mild und es kommt jetzt auch erstmal eine leichte Fruchtigkeit auf. Leider ist der Nachklag nur kurz.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
6,4 % Vol.
Brauerei:
Texels Bierbrouwerij BV.
Schilderweg 214b
1792 CK Oudeschild
Niederlande
www.texels.nl
Die Bierbrouwerij Lindeboom st in der Nähe von Venlo in der niederländischen Provinz Limburg beheimatet. Bekannt ist sie für überraschende Biere wie ihr rotes
Hasselt ist als die Stadt des guten Essens in Flandern bekannt. Die Hausbrauerei Jessenhofke in Hasselt ist so eigensinnig wie ihr Brauer Gert. Schon als Kind war er vom reinen Geschmack begeistert. Sein Großvater, ein Gin-Destillateur, lehrte ihn, dass Kräuter den Unterschied ausmachen. Auf der Suche nach dem ultimativen Geschmack ließ er sich, von den alten Ägyptern inspiriert, ein Bier mit Knoblauch brauen, wobei der Knoblauchgeschmack nicht übermäßig dominant war, aber eine subtile Note beisteuerte, die sein Bier perfektionierte. Seine Freunde nannten dies das beste Bier aller Zeiten und die „Limburgse Biervrienden“ zeichneten es als das „besten Hausgebräu des Jahres 2002“ aus. Dies war der Beginn seiner Brauerei, die heute sechs unterschiedliche Biere auf den Markt bringt.




