Die deutsche Brauwirtschaft durfte sich Ende Mai gleich über mehrere hochkarätige Auszeichnungen freuen. Sowohl beim Bundesehrenpreis für Bier als auch beim international renommierten World Beer Cup konnten deutsche Brauereien eindrucksvoll ihre Qualität unter Beweis stellen. Die Ehrungen zeigen einmal mehr, dass deutsche Braukunst nicht nur auf jahrhundertealter Tradition basiert, sondern auch international konkurrenzfähig bleibt.
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Berlin zeichnete das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gemeinsam mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) insgesamt zwölf Brauereien mit dem Bundesehrenpreis für Bier aus. Die Auszeichnung gilt als höchste Qualitätsauszeichnung der deutschen Brauwirtschaft.
Bundesminister Alois Rainer würdigte bei der Preisverleihung insbesondere die Verbindung aus traditionellem Handwerk, moderner Brautechnik und konsequenter Qualitätskontrolle. Die ausgezeichneten Betriebe stünden beispielhaft für die Vielfalt und Innovationskraft der deutschen Brauereiszene.
Insgesamt nahmen in diesem Jahr 130 Brauereien mit mehr als 700 Bieren an der DLG-Qualitätsprüfung teil. Die Bewertung erfolgt auf Basis umfangreicher Laboranalysen, sensorischer Prüfungen sowie mehrmonatiger Qualitätskontrollen durch unabhängige Expertinnen und Experten. Unterstützt wird die Prüfung unter anderem von der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin sowie dem Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität.
Folgende Brauereien erhielten die Bundesehrenpreise 2026:
Bundesehrenpreis in Gold und „Brauerei des Jahres“
- Brauerei Ustersbach Adolf Schmid KG, Ustersbach
Bundesehrenpreis in Silber
- Privat-Brauerei Schmucker GmbH, Mossautal
Weitere Bundesehrenpreise
- Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH, Waldhaus
- Schlossbrauerei Maxlrain GmbH & Co. KG, Tuntenhausen
- Brauerei GANTER GmbH & Co.KG, Freiburg
- Frankfurter Brauhaus GmbH, Frankfurt Oder
- Privatbrauerei Ernst Barre GmbH, Lübbecke
- Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG, Warstein
- Flötzinger Brauerei Franz Steegmüller GmbH & Co.KG, Rosenheim
- Privatbrauerei M.C. Wieninger GmbH & Co.KG, Teisendorf
- Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co.KG, Mannheim
- Hochdorfer Kronenbrauerei Otto Haizmann KG, Nagold-Hochdorf
Auch international konnten deutsche Brauereien in diesem Jahr überzeugen. Beim World Beer Cup in den USA sicherten sich mehrere deutsche Betriebe Medaillen gegen starke Konkurrenz aus aller Welt. Der Wettbewerb zählt zu den bedeutendsten Biermeisterschaften überhaupt. Mehr als 8.000 Biere von rund 1.800 Brauereien aus fast 50 Ländern wurden von über 250 internationalen Jurorinnen und Juroren bewertet.
Ausgezeichnet im Rahmen des World Beer Cup wurden folgende deutsche Brauereien:
- Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan aus Freising (Gold und Silber)
- Brauerei Ladenburger aus Neuler (Silber)
- Brauerei Greif aus Forchheim (Silber)
- Brauerei zum Kuchlbauer aus Abensberg (2 x Bronze)
Der World Beer Cup wird seit inzwischen 30 Jahren von der Brewers Association in den USA veranstaltet. Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende Brauereien und Biere in international definierten Bierstilen auszuzeichnen. Dass deutsche Brauereien dort regelmäßig erfolgreich abschneiden, unterstreicht die hohe Qualität und das internationale Renommee der heimischen Braukunst.
Ein weiterer Höhepunkt steht bereits bevor: Der offizielle Festakt zur Ehrung der Bundesehrenpreisträger sowie der erfolgreichen Teilnehmer des World Beer Cup findet am 25. Juni 2026 im Rahmen des Deutschen Brauertages in Berlin statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Landesvertretung Baden-Württemberg. Unterstützt wird die Preisverleihung von den Unternehmen BarthHaas sowie Sahm – Gläser für Marken.