|

Hancock – Black Lager

Nun steht erstmals ein Bier aus Dänemark vor mir, das Hancock Black Lager. Da ich aus Dänemark bislang nur Industriebiere wie das Faxe kennengelernt habe und in der Vergangenheit noch keinen Kontakt zu Craft Beer von unseren nördlichen Nachbarn hatte, bin ich auf dieses Bier besonders gespannt.

Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Das Bier ist so intensiv gefärbt, dass keine Kohlensäure zu sehen ist, was schon mal auf ein Bier mit einem kräftigen Geschmack schließen lässt. Darüber viel cremiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch hat die Brauerei also schon mal alles richtiggemacht.

Das Aroma ist süß mit Düften nach Trockenfrüchten und Whiskey. Der Antrunk ist sehr süß und wird durch die sehr feinperlige Kohlensäure aufgewertet. Der sehr kräftige Körper ist bitter, was aber durch den Geschmack von Whiskey abgemildert wird. Dadurch ist dieses Bier, genossen in kleinen Schlucken, zu einem echten Highlight. In der Kehle ist das Bier dann überraschend mild, wobei die Bitterstoffe und der Whiskeygeschmack aber lange erhalten bleiben.

Dieses charakterstarke Bier will nicht jedem gefallen. Wessen Geschmack aber getroffen wird, dem wird dieses Bier sicher lange in guter Erinnerung bleiben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Kohlendioxid (E290), Antioxidanz (Ascorbinsäure E300)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Hancock Bryggerierne A/S
Humlevej 32
7800 Skive
Dänemark
www.hancock.dk

Ähnliche Beiträge

  • |

    Ratsherrn – Hamburger Senatsbock 2022

    Winterzeit ist Bockbierzeit. Diese Erkenntnis haben viele Brauer schon vor Jahrzehnten gehabt und auch die Brauer aus Hamburg machen da keine Ausnahme. Eine Ausnahme ist aber, dass sich bis in die 1950er Jahre die dortigen Brauer zusammengeschlossen und gemeinsam ein Bockbier gebraut haben, den Senatsbock. Nachdem diese Tradition in den 1950er Jahren eingeschlafen war haben…

  • |

    405er – Pils

    Seit 2015 kreieren Sven und Dennis mit großer Freude solide und ausgefallene Biere. Die Vielfalt, die Wasser, Malz, Hopfen und Hefe einem Brauer bieten, ist beeindruckend. Die Biere werden ausschließlich mit natürlichen Zutaten gebraut. Da diese nicht filtriert werden haben sie einen vollmundigen und runden Geschmack. Ob diese Aussage auch auf das Pils zutrifft will…

  • |

    Sterkens – St. Paul White

    Die Brauerei Sterkens (Brouwerij Sterkens) wurde 1651 im Dorf Meer im Norden Belgiens gegründet. Damals war sie eine traditionelle Brauerei und Farm, die über Generationen hinweg, mittels Sorgfalt und überlieferter Rezepte, belgische obergärige Abteibiere herstellte. Bereits im Jahr 1836 verweisen Dokumente auf eine zunehmende Produktionskapazität: Die Familie verfügte über Brauhaus, Lagerstätten, Stallungen und nahezu 27 Hektar Land — das Brauen war mehr als nur ein Familienhobby geworden.

  • |

    Spezial – Rauchbier Lager

    Jetzt steht eine Bierspezialität aus Bamberg vor mir, das Spezial Rauchbier Lager. Als erstes fällt mir auf dem nostalgisch gestalteten Etikett auf, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum offensichtlich von Hand gestempelt ist. Wenn diese zeitaufwändige Arbeit von Hand gemacht wird, muss es sich wohl um eine recht kleine Brauerei handeln. Eine kurze Recherche im Internet bestätigt diese…

  • |

    Kraftpaule – Pils

    Stuttgart ist ja nun nicht gerade als Bier-Eldorado bekannt. Aber eines ist sicher: auch in der Hauptstadt der Schwaben gibt es durchaus einige Bierliebhaber, die sich gegen die Übermacht des Weins zur Wehr setzen. Golden und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine gemischtporige volumige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.