
Aus der Klosterbrauerei Andechs steht diesmal der Bergbock Hell vor mir. Die Biere vom „Heiligen Berg“ haben mich bislang meist mit ihrer hohen Qualität überzeugt. Entsprechend gespannt bin ich, wie sich der helle Bock im Glas präsentiert.
Beim Einschenken zeigt sich das Bier in einem klaren Goldgelb. Darüber bildet sich eine ordentliche Schaumkrone, die zwar keinen bleibenden Eindruck hinterlässt, aber einige Zeit stabil bleibt, bevor sie langsam in sich zusammenfällt.
Im Duft präsentiert sich der Bergbock so, wie ich es von einem Vertreter dieses Bierstils erwarte: malzig und leicht süßlich, begleitet von einer dezenten Hopfennote.
Im Antrunk übernimmt das Malz sofort die Führung. Seine zurückhaltende Süße verleiht dem Bier den für einen hellen Bock typischen Charakter. Schon kurz darauf macht sich der Alkohol deutlich bemerkbar. Er ist nicht versteckt, sondern tritt offen hervor und sorgt für eine kräftige Wärme. Das passt grundsätzlich zum Bierstil, lässt allerdings wenig Raum für weitere Aromen. Im weiteren Verlauf bleibt der Andechser Bergbock Hell geradlinig und konzentriert sich ganz auf seine malzige Grundlage und die spürbare alkoholische Stärke. Fruchtige oder feinere würzige Nuancen kann ich kaum entdecken. Dafür endet das Bier mit einer leichten Bittere, die lange auf der Zunge erhalten bleibt und einen angenehmen Gegenpol zur anfänglichen Süße bildet.
Insgesamt liefert die Klosterbrauerei Andechs genau das, was der Name Bergbock Hell verspricht: ein kräftiges, malzbetontes und deutlich alkoholisches helles Bockbier. Große Überraschungen bietet es nicht, doch stilistisch bewegt es sich sicher auf vertrautem Terrain. Wer einen klassischen hellen Bock ohne verspielte Aromen sucht, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Alkoholgehalt:
6,9 % Vol.
Brauerei:
Klosterbrauerei Andechs
Bergstr. 2
82346 Andechs
http://www.andechs.de/
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