Stiftungsbräu – Helles Vollbier

Kürzlich gab es in meinem Stamm-Getränkemarkt eine Sonderaktion – es gab das Stiftungsbräu aus Erding zum Nulltarif. Die Brauerei hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie geht bis ins Jahr 1691 zurück, als Erding an sechs Bürger das Braurecht verlieh. Im Jahr 1838 wurde die Brauerei vom Gastwirt Joseph Fischer übernommen. 1856 übernahm sein Sohn Friedrich die Brauerei und gründete 1891 Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung. Die Brauerei wurde Teil der Stiftung und heißt seitdem Fischer’s Stiftungsbräu. 1991 wurde die Brauerei geschlossen, dann aber von Erdinger Weißbräu übernommen. Diese bekannte Brauerei führt die Marke bis heute weiter und spendet pro Liter verkauftes Bier einen Cent an die nach wie vor existierende Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung. Mal sehen, wie sich das Bier nun macht.

Golden und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich viel feinporiger weißer Schaum, der sehr langsam in sich zusammenfällt. Die Optik gefällt mir schon mal.

Das Aroma ist malzig, leicht süß und mit einem Hauch von Heu. Das lässt ein gutes aber typisch bayerisches Helles erwarten.

Der Antrunk ist recht süß und bei der feinperligen Kohlensäure war die Brauerei auch etwas geizig. Mehr Kohlensäure hätte für eine bessere Frische gesorgt. Aber dann dreht das Bier noch auf. Das Bitter kommt durch und ist passend zur Süße portioniert. Damit macht das Bier einen vollmundigen, runden und süffigen Eindruck. Im Abgang zieht sich das Bittere zurück, so dass das Bier in der Kehle erstaunlich mild ist und leider nur kurz nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 %

Stammwürze:

11,8° Plato

Brauerei:

Privatbrauerei Erdinger Weißbräu
Werner Brombach GmbH
Erding

für

Fischer’s Stiftungsbäu
Daimlerstr. 5
85435 Erding
www.stiftungsbraeu.de

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