Krombacher zieht Halbzeitbilanz: Fast 475.000 Bäume für widerstandsfähige Wälder gepflanzt

Krombacher zieht Halbzeitbilanz: Fast 475.000 Bäume für widerstandsfähige Wälder gepflanzt

Anhaltende Hitzeperioden und immer längere Trockenphasen setzen den deutschen Wäldern zunehmend zu. Vor diesem Hintergrund hat die Krombacher Brauerei eine Zwischenbilanz ihres diesjährigen Aufforstungsprogramms gezogen. Knapp die Hälfte der für 2026 geplanten eine Million Bäume wurde bereits gepflanzt. Insgesamt haben die Landesforstverwaltungen – darunter Wald und Holz NRW – bislang 474.950 Setzlinge in die Erde gebracht. Die übrigen Pflanzungen sollen mit Beginn der nächsten Pflanzsaison ab Oktober erfolgen.

Die Halbzeitbilanz macht deutlich, dass Aufforstung weit mehr ist als das Pflanzen junger Bäume. Vielmehr handelt es sich um einen langfristigen Prozess, der Geduld, fachliche Begleitung und eine kontinuierliche Pflege der Waldflächen erfordert.

Junge Wälder brauchen Zeit und Pflege

Gerade die aktuellen Wetterbedingungen zeigen, wie empfindlich neu angelegte Waldflächen auf Hitze und Trockenheit reagieren. Försterin Mia Schmidt von Wald und Holz NRW betont, dass ein stabiler Wald nicht innerhalb weniger Jahre entsteht.

„Aufforstung heißt nicht einfach: pflanzen und fertig. Ein Wald wächst über viele Jahrzehnte – eigentlich über Generationen hinweg“, erklärt sie. Entscheidend sei deshalb nicht nur das Pflanzen selbst, sondern vor allem die anschließende Pflege und der Schutz der jungen Bestände.

Nach der Pflanzung richtet sich der Fokus daher auf die Entwicklung der Flächen, damit sich langfristig gesunde und widerstandsfähige Mischwälder etablieren können.

Das gesamte Ökosystem im Blick

Bei modernen Aufforstungsprojekten steht längst nicht mehr nur der einzelne Baum im Mittelpunkt. Vielmehr betrachten Forstexperten den Wald als komplexes Ökosystem, in dem Boden, Wasser, Pflanzen und Tiere eng miteinander verbunden sind.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei die Auswahl geeigneter Baumarten. Je nach Bodenbeschaffenheit, Wasserverfügbarkeit und Sonneneinstrahlung werden unterschiedliche Arten gepflanzt, die den jeweiligen Standort optimal nutzen können. Ziel ist es, vielfältige Wälder entstehen zu lassen, die den Folgen des Klimawandels besser standhalten.

Waldschutz ist auch Wasserschutz

Für Krombacher besitzt das Engagement eine besondere Bedeutung. Als Brauerei ist das Unternehmen auf eine langfristig gesicherte Versorgung mit hochwertigem Wasser angewiesen. Intakte Wälder übernehmen dabei eine zentrale Funktion.

Waldböden speichern Niederschläge, filtern das Wasser auf natürliche Weise und geben es langsam wieder an die Umgebung ab. Damit tragen sie wesentlich zu einem stabilen Wasserhaushalt bei und sichern langfristig die Qualität der Wasserressourcen.

Nach Angaben des Unternehmens versteht Krombacher das Aufforstungsprogramm deshalb nicht als kurzfristige Klimaschutzmaßnahme, sondern als langfristige Investition in funktionierende Ökosysteme. Gemeinsam mit den zuständigen Forstverwaltungen sollen die Flächen über viele Jahre hinweg begleitet und gepflegt werden.

Schwerpunkt liegt erneut in Nordrhein-Westfalen

Auch 2026 konzentrieren sich die Aufforstungsmaßnahmen vor allem auf Nordrhein-Westfalen, insbesondere auf das Sieger- und Sauerland, wo die Brauerei ihren Stammsitz hat. Weitere Pflanzprojekte werden in Hessen, Thüringen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein umgesetzt.

Langfristige Investition in die Zukunft

Die bisher gepflanzten 474.950 Bäume markieren zwar einen wichtigen Meilenstein, stellen jedoch lediglich eine Zwischenetappe dar. Fachleute sind sich einig, dass widerstandsfähige Wälder vor allem Zeit, Artenvielfalt sowie kontinuierliche Pflege benötigen.

Mit seinem Aufforstungsprogramm verfolgt Krombacher daher das Ziel, Wälder zu fördern, die auch unter den Herausforderungen des Klimawandels ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen können – als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als Wasserspeicher und als wichtiger Bestandteil eines stabilen Ökosystems für kommende Generationen.

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