|

Dubuisson – Bush Caractère

Bereits im Jahr 1933 wurde erstmals „Bush Beer“ gebraut. Damit handelt es sich um eine der ältesten noch aktiven Biermarken Belgiens und sie ist das Aushängeschild der Brasserie Dubuisson. Das Bush Caractère Ambrée hat die Brauerei im Jahr 2008 aus Anlass ihres 75jährigen Bestehens auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein Tripel, das aber eine Besonderheit aufweist: während Tripel in der Regel eine Nachgärung in der Flasche durchlaufen, ist dieses Bier gefiltert. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich schon einmal ein gefiltertes Tripel verkostet habe. Auf jeden Fall macht dieses Bier mich neugierig.

Das Bier macht seinem Namen alle Ehre, zumindest was die Farbe betritt. Bernsteinfarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Dass dabei nur eine keine feinporige Schaumkrone entsteht, die sich auch schnell auflöst, ist vermutlich auf den hohen Alkoholgehalt von immerhin 12,0 Volumenprozent zurückzuführen.

Das Bier duftet nach Karamell, begleitet durch die Fruchtigkeit von reifen Birnen. Auch der Alkohol kommt deutlich zum Vorschein. Er drängt sich aber nicht in den Vordergrund, sondern unterstützt die anderen Aromen.

Der Antrunk ist durch die Süße des Karamellmalzes geprägt, die durch eine feinperlige, dabei aber kräftige, Kohlensäure unterstützt wird. Während sich das Bier mit seinem sehr intensiven Geschmack auf der Zunge erwärmt, kommen immer neue Geschmacksnuancen zum Vorschein. Nussaromen mischen sich mit Kräuternoten. Der Alkohol wärmt und brennt leicht auf der Zunge. Das Mundgefühl ist schwer und samtig. Erst im Abgang, der mild und ebenfalls weich ist, kommen erstmals einige Bitterstoffe zum Tragen, die aber nur kurz nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Restzucker

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Stammwürze:

24 °Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Dubuisson Brewery
Chaussée de Mons 28
7904 Pipaix
Belgien
www.dubuisson.com

Ähnliche Beiträge

  • |

    Estaminet 0.0

    Ein Estaminet ist eine typisch belgische Gaststätte, die sich allerdings auch im Norden Frankreichs findet. Sie kombiniert Café, Kneipe und Restaurant. Es diente der Bevölkerung als Treffpunkt, quasi das, was wir in Deutschland als Dorf- oder Stadtteilkneipe kennen. Dass das alkoholfrei Bier, das jetzt vor mir steht, so benannt ist, löst bei mir bereits einige…

  • |

    orca brau – es ist alles gold was glänzt

    In Nürnberg gibt es erstaunlich viele Brauereien. Die einen Brauer verkaufen mehr oder weniger ausschließlich in der eigenen Brauereigaststätte, andere Biere aus der fränkischen Metropole sind bundesweit erhältlich. Dazu gehören auch die Biere aus der Brauerei Orca, die zumindest im Onlinehandel erhältlich sind. Von dort stammt auch das Bier mit dem langen Namen „es ist…

  • Hofbräu – Maibock

    Nicht nur im Norden werden Maiböcke gebraut, auch das Hofbräuhaus in München bringt ihren eigenen Maibock auf den Markt. Nach Angaben der Brauerei wurde der dortige Maibock erstmals im Jahr 1614 gebraut und ist damit das älteste Bockbier Münchens. Wenn der bayerische Finanzminister und der Direktor der Brauerei Hofbräu München alljährlich in der letzten Aprilwoche…

  • Bacchus – Framboise

    Lange habe ich kein Fruchtbier mehr getestet. Diese Biersorte ist wohl auch eher etwas für den Sommer und jetzt haben wir bereits Ende November. Aber mit einem Himbeerbier sich etwas Sommer in den Herbst zu retten hat ja auch etwas für sich. Und dann war das Bier im Regal auch sehr auffällig, die grüne Flasche…

  • |

    Bremer Weißbier

    Seit dem 11. Jahrhundert wird in Bremen Bier gebraut. Die Qualität der traditionellen Bremer Sorten wie Rotbier, Porter und Ale wurden dabei nicht nur in der Heimat geschätzt. Bremer Braukunst wurde im großen Stil nach Holland, England und Skandinavien exportiert. Die Zahl der Brauereien war einst groß. So wurden im Jahr 1748 noch 35 Brauereien…

  • |

    Barbãr Bok

    Auf der Suche nach Informationen zur Brauerei Lefebvre, aus der das Bier stammt, das ich jetzt verkosten will, bin ich auf Wikipedia über einen Eintrag gestolpert, der die Herkunft des Namens Barbãr erklärt: „Barbar (von altgriechisch βάρβαρος bárbaros, Plural βάρβαροι bárbaroi) war die ursprüngliche Bezeichnung im antiken Griechenland für alle diejenigen, die nicht (oder schlecht)…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.