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Lehe – Suur Paks Mastif Winter Edition

Barleywine ist ein recht spezieller Bierstil und auch Winterbiere fallen meist ziemlich aus dem Rahmen. Wie soll dann erst ein Barleywine in einer Winter Edition sein? Auf jeden Fall erwartet mich hier ein spannender Biertest. Gristel und Tarmo sind die Macher hinter dem Label Lehe. Da mir die Biere aus Harjumaa in Estland, die ich bislang verkostet habe, sehr gut gefallen haben, steigt die Spannung bei mir kräftig an. Ich kann es jetzt gar nicht mehr erwarten, öffne die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Dunkel bordeauxfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei wenig gemischtporigen elfenbeinfarbenen Schaum, der sich schnell auflöst. Die fehlende Schaumkrone ist für ein Barleywine typisch, aber die Farbe ist schon mal echt der Wahnsinn.

Das Aroma ist malzbetont, wobei die Röstaromen dominieren. Düfte nach dunkler Schokolade steigen mir in die Nase, dazu eine leichte Säure, die von Wein stammen könnte, sowie einige würzige Noten.

Der Antrunk enthält überraschend viel Süße. Die Röststoffe sind vom ersten Moment an deutlich zu schmecken. Das Suur Paks Mastif Winter Edition enthält stiltypisch wenig Kohlensäure, die dafür aber sehr feinperlig und sanft ist. Auf der Zunge erzeugt das Bier ein schweres und fast sirupartiges Mundgefühl. Der Geschmack nach Schokolade dominiert gemeinsam mit der Süße. Vervollständigt wird der Geschmack durch einen Hauch Espresso. Dabei schmeckt der Alkohol kaum durch und unterstützt die anderen Geschmäcker lediglich. Jetzt würde ich mir persönlich etwas mehr Bitterstoffe wünschen. Der Abgang ist röstig mit dem Geschmack nach dunkler Schokolade und Mokka. Jetzt kommt auch ein leichtes Bitter zum Vorschein, das lange nachklingt und während dem auch der Alkohol erstmals deutlich durchschmeckt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,6 % Vol.

Brauerei:

Pruulikoda Lehe
Paldiski mnt. 21
76 606 Harjumaa
Estland
www.lehepruulikoda.ee

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