European Beer Star 2026: Mehr Einsendungen und Rekord bei alkoholfreien Bieren

Der European Beer Star 2026 verzeichnet mehr Einreichungen als im Vorjahr. Insgesamt 2.274 Biere aus 48 Ländern gehen in diesem Jahr bei einem der renommiertesten internationalen Bierwettbewerbe ins Rennen. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den alkoholfreien Bieren und Biermischgetränken: Ihr Anteil erreicht einen neuen Höchststand.

Für die Veranstalter ist die gestiegene Beteiligung angesichts der schwierigen Situation auf vielen Biermärkten ein positives Signal. Steigende Kosten, rückläufiger Bierkonsum und ein intensiver Wettbewerb setzen zahlreiche Brauereien unter Druck.

„Angesichts des herausfordernden globalen Marktumfelds für Brauereien sind wir äußerst zufrieden mit der Anzahl der Einsendungen für den diesjährigen Wettbewerb. Steigende Kosten, sinkender Bierverbrauch in vielen Märkten und intensiver Wettbewerb stellen weiterhin große Herausforderungen für die Branche dar. Das lässt uns die zahlreichen Einsendungen noch mehr schätzen als starkes Zeichen des Zuversichts der Brauereien. „Der European Beer Star wird international weiterhin als wichtige Plattform zur Präsentation von Qualität, Innovation und Brauerei-Expertise anerkannt“, sagt Stefan Stang vom Veranstalter Private Brauereien Bayern e.V.

Alkoholfreie Biere erreichen Rekordanteil

Besonders großen Zuspruch fanden die überarbeiteten Wettbewerbskategorien für alkoholfreie Biere. Zusammen mit den Biermischgetränken stellen sie mittlerweile 12 Prozent sämtlicher Einreichungen – so viel wie noch nie beim European Beer Star.

Bei insgesamt 2.274 Wettbewerbsbieren entspricht das rechnerisch rund 273 Einreichungen. Die Entwicklung zeigt, welchen Stellenwert alkoholfreie Produkte inzwischen auch im internationalen Qualitätswettbewerb besitzen.

„Die hohe Anzahl an Einträgen zeigt, dass alkoholfreie Biere kein Nischensegment mehr sind. Ihre Qualität und Vielfalt entwickeln sich rasant. Gleichzeitig freuen wir uns sehr, dass auch traditionelle Bierstile wie der fränkische Landbier so viel Interesse wecken. Der European Beer Star spiegelt somit sowohl Innovation als auch traditionelle Braukultur authentisch wider“, erklärt Josef Schmidt, Verkostungsleiter des European Beer Star.

Neben den alkoholfreien Kategorien stieß auch die Kategorie Fränkisches Landbier auf großes Interesse. Damit treffen beim Wettbewerb zwei Entwicklungen aufeinander: einerseits der stark wachsende Markt moderner alkoholfreier Alternativen, andererseits die anhaltende Wertschätzung regional verwurzelter Biertraditionen.

Beer Mix Champion etabliert sich

Auch der erst 2025 eingeführte Beer Mix Champion wird fortgeführt. In den beiden dafür vorgesehenen Kategorien gingen in diesem Jahr mehr als 80 Beiträge ein. Damit scheinen sich Biermischgetränke auch innerhalb des Wettbewerbs dauerhaft einen Platz erobert zu haben.

„Die Entscheidung des letzten Jahres, den Beer Mix Champion zu starten, war absolut die richtige. Die Anzahl der Einträge bestätigt, dass wir einen wichtigen Markttrend erschlossen haben“, so Schmidt.

Blindverkostung im September

Welche der 2.274 Einreichungen tatsächlich zu den besten gehören, entscheidet sich Mitte September in Nürnberg. Dort werden die Biere von einer internationalen Expertenjury anonym verkostet. Namen der Brauereien oder Marken spielen bei der Bewertung somit keine Rolle.

Beurteilt werden ausschließlich die sensorischen Eigenschaften der Biere, darunter Aussehen, Aroma und Geschmack. Zur Jury gehören unter anderem erfahrene Braumeister, Biersommeliers und weitere Fachleute aus verschiedenen Ländern.

Die Hürden für eine Medaille sind hoch: Pro Kategorie werden lediglich drei Biere ausgezeichnet. Das beste erhält Gold, das zweitplatzierte Silber und das drittplatzierte Bronze.

Bis die Brauereien ihre Medaillen tatsächlich entgegennehmen können, dauert es allerdings noch etwas. Die Preisverleihung findet am 11. November 2026 im Rahmen der BrauBeviale statt.

Für besondere Spannung dürfte dabei in diesem Jahr der Blick auf die alkoholfreien Kategorien sorgen. Ein Anteil von 12 Prozent an allen Einsendungen macht deutlich, dass alkoholfreies Bier auch auf der internationalen Wettbewerbsbühne endgültig zu einer festen Größe geworden ist.

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